^ J) Synopsis der Eisclie des Rotheii Meeres. Von Dr. C. B. Klunzing-er. / (Vorgelegt in der Sitzung' vom 2 November 1870.) /- I. Theii. Percoiden Mugiloideii- V. Eiiileitimg*. y orliogende Abbaiidlung* ist das Resultat vierjährig*er Samniluug'eu und Heobachtuiigen in Koseir am Rothen Meere und nachhoriger Bearbeitung und Vergleicbung an mehreren naturbistorischen Museen Deutschlands. Die bisherigen Kenntnisse über die so reiche ichtbyologische Fauna des Rothen Meeres und des indischen Oceans überliaupt sind allerdings durch Männer, wie Forskai, Bloch, Russell, Lacepede, Quoy und Oaimard, Cuvier und V al enci ennes, Ehrenberg, RüppcU, Can- tor, Ben n et, Richardson, Schlegel, Bleeker, Peters, Günthei', Kner, Playfair weit gediehen, aber zumal in Beziebnng auf Feststel- lung: der Arten oft noch mano-elhaft. Es war mein Hauptziel, nicht bloss neue Arten zu bringen (ich fand deren g*egen fünfzig), und eine Zusammenstellung der aus dem Rothen Meere bekannten zu geben , sondern die Arten schärfer zu charakterisiren. Dazu fand ich den besten Weg in der Form der Synop- sis, wodurch eine Menge Weitschweifigkeiten und Wiederlioluugeu ver- mieden werden. Diese Form wird vielleicht manchen Doctrinären nicht genügend erscheinen, gewiss aber denen, welche sich mit Bestimmen der Arten abgeben, als praktische willkommen sein. Ich habe selbst gegen 400 Arten, also etwa drei Viertheile der aus diesem Meere bekannten Fische, au Ort und Stelle nach und nach gesammelt, lebend oder wenig- stens noch frisch beobachtet, und so konnte ich schon dort mit Hilfe der mir 8Ü. \.v, Abhandl. §5 672 ''' "' ß- Kliiuzingor: 1. Höhe 4 heisst: Die grösste Körperhöhe oder der Höheudarch- messer (in der Regel vor der ersten Riiekeiiflosse) ist in der gesainmteii Körperläng-e von der Kopt'spitze bis zum Hiuterrand der ausgestreckten SchwauzÜosse, oder wcuu die Seiteuecken der letzteren vorragen, bis zu der Spitze dieser 4mal enthalten. Sind die Schwanzflossenspitzeu sehr verlängert, so ist das Verhältuiss noch besonders angegeben. % Kopf 3 heisst: Die Länge des Kopfes von der Schnauzenspitze bis zum hinteren knochigen Rande des Kiemendeckels (Dorn und Haut- lappen nicht mitgerechnet) ist in der gesammten Körpcrlänge Snial enthalten. 3. Breite 2: Der grösste Dicken- oder Breitendurchmesser ist in der Körperhöhe 21uuü enthalten. 4. Auge 6: Der grösste Augen- (Orbital-) Durchmesser ist in der Kopflänge 6mal enthalten. 5. Stirn IV^: Die Breite der Stirne, d. h. eine von einem obern Orbitalraude zum andern gezogene Querliuie ist IV^mal in dem Augen- durchmesser enthalten. Ist die Stirne aber breiter als das Auge, so setze ich : Stirn l'/j : 1. 6. Schnauze iV^: Die Länge des Kopftheiles von der Schnauzen- spitze bis zum vorderen Augenrande ist ly^mal im Auge enthalten. Wenn die Schnauze länger ist als das Auge, setze ich: Schnauze 1%:1. 7. Präorb. 2: Die Höhe des Präorbitalbeines ist 2lmal im Durch- messer des Auges enthalten, Ist das Präorbitalbein höher als das Auge, so setze ich: Präorb. 21:1. 8. 3 — 5. Riickenst. '2V^: Die Höhe der höchsten Rückenflossensta- cheln, nämlich des 3. bis 5. ist Siy^mal in der grössten Körperhöhe enthalten. 9. Schwanzfl. 5:. Die Länge der Schwanzflosse von der Insertion ihrer seitlichen Strahlen bis zum Hinterrande oder den Seitenspitzen ist onial in der ganzen Körperläuge (einschliesslich der Schwanzflosse) enthalten. 10. L. lat. 20: Die Zahl der Schuppen in einer Längsreihe, längs der Seitenlinie von der oberen Ecke des Kiemenspaltes bis zur Basis der Schwanzflosse gezählt, beträgt 2lO. 1). L. tr. 5/12: Die Zahl der Körperschuppen in der Quere, über der Aftergegend, ist 17 und zwar liegen davon 5 oberhalb, 12 unter der Seitenlinie (die Schuppe der Seitenlinie selbst ist zu den letztern \l gezählt). 12. Die Bedeutung von z. B. D. 12/15, D. 12 + 1/20, A. 3/8, P. 14, oder 1/13, V. 1/5, C. 17 ist wie bei andern Autoren, z. B. Günther. Bei C. 17 sind die Hauptstrahlen der Schwanzflosse gezählt, die seitlichen kleineren, nicht bis zum Hinterraude der Flosse reichenden, nicht mit- gerechnet. Wenn diese kleineren mit angeführt werden, so heisst es z. B. C 4/17/4. .^^ S.Ytiopsi=i dPT Fische f'~!: R-i»Virri MpAPf^s, 673 43. lu der Synonymie uud den bezüglichen Abkürzungen folge ich G ünt h er^s Werk, in welchem auch die ganze Litteratur über die Fische aufgeführt ist. Ich habe mir der ßaumersparuiss halber uoch mehr Ab- kürzungen erlaubt, z. B.: Fk. = Forskai, Blk. = Bleeker, Bl. = Bloch, F. jap. = Fauna japonica von Temmink und Schlegel, Gth. == Günther, Rp. = ß ü p p e 1 1 , C V. = C u v i e r und V a 1 e u c i e n u e s, Klz. = Kluuziuger, Kn. = Kuer, QG. = Quoy uud Gaimard, RM. = Rothes Meer u. s. w. 4 4. 10 Cm, heisst: Die grösste von mir beobachtete Körperlänge be- trägt 10 Centimeter, Die arabischen Nameu, die in Koseir gebräuchlich siud, habe ich mit lateinischen Buchstaben wiedergegeben, da die wenigsten Zoologen arabisch lesen können, andererseits auch die arabische Orthographie der Fische nichts weniger als feststeht. Zur richtigen Aussprache habe ich mit Accenten nachgeholfen, das ^ drücke ich durch ein Circumflexzeichen aus, das aspirirte h durch li, das \S) durch q, das gerissene r mit gh. Die von mir selbst und zwar nur in Koseir gesammelten Fische sind mit einem '•' bezeichnet. Die Farben der von mir gesammelten Fische sind nach meinen an frischen Thieren gemachten Notizen angegeben. Subclassis I. TeleOStei JoIl Müller. Onlo L Acanihopieri Müller. S II b o 1 d o [. Aeaiithopteri veri w e n '0 Familia I. Pei'coidei. Percidae Günther. Körper länglich, mit pleiosticheu ©tenoidschuppen bekleidet. Seiten- linie ganz. Mund endständig. Augen seitlich. Wangen nicht gepanzert. Der Vor- oder Kiemendeckel, oft beide, am Rande mit vorspringenden Zähnen uud Stacheln versehen. 5 — 7 Kiemenhautstrahlen. Die Kiefer, das Pflug- schaarbeiu uud die Gaumenbeine mit hecheiförmigen Zähnen, in den ••) IJuixii lue Auiiielluüg dieser ünterorJnuag, der die det Acanthopteri pharyngognathi g^s^n- über steht, wird meines Erachtens das Systeir viel uatiirliclier, als wenn man unter dem Nauieu Pharyn- gognatlü ganz verschiedenartige Fische ziisammeastellt, die nichts gemein habeu als die verwacliseuen Schlundknochen. Die Weichflosser mit verwachsenen Schlundknochen bilden dann auch eine besondere Ordnung. nj i nr. C. R Kliinzing'pr: Kiefern daneben auch meist conische oder stärkere Hundszähne. Kiemen- liaut bis zur Mitte der Unterkieferschenkel gespalten *). Bauchflossen brustständig, mit 1/5 Strahlen. 1 — 2 Rückenflossen, meist eine mit einer stachligen und einer gliederstrahligen Abtheilung. Die Stacheln der Kücken- und Afterflosse heteracanth. Pförtneranhäuge meist in geringer Zahl. Schwimmblase einfach. Gruppe: S err anini G ü n t h e r. *""'"*) 7 Kieme nhautstrahleu. Ein oder zwei, aber im letzteren Falle durch Haut verbundene oder wenigstens dicht auf einander folgende Rücken- flossen. 3 Afterstachelu. Muudspalte etwas schräg. Gattung: Serrauus *"*•"""') C V. Sammt- oder Hechelzähue in beiden Kiefern, sowie am Gaumen- und Pflugschaarbeiny. Die Zähne stehen in beiden Kiefern gedrängt, wenigstens gegen vorn eine mehr weniger breite Binde bildend, welche die Mittellinie frei lässt. Die hintersten der Vorderzähne sind aufi"allend laug. Die äussere Reihe in beiden Kiefern besteht aus conischen oder hackigen, unbeweglichen, kurzen Zähnen. Im Zwischenkiefer folgt darauf eine durch die ganze Länge der Seiten dieses Knochens ziemlich gleich breite Binde kleiner gedrängter, nahezu gleichgrosser sammtförmiger Zähne. Im Unterkiefer folgen auf die äussere Reihe feststehender kleiner conischer Zähnchen eine bis 5 Reihen nach innen einschl agbarer Zähne, die inneren immer länger als die äusseren. Nach vorn ist die Binde breit, nach hinten wird sie immer schmäler. Vorn stehen jederseits in beiden Kiefern ein oder zwei stärkere, gekrümmte Hundszähne; die im Zwischenkiefer liegen weiter auseinander, als die im Unterkiefer. Das Auge ist rund. Die Zunge glatt. Der Unterkiefer ragt mehr minder vor. Der Vordeckel ist am hinteren Rande bezahnt, zu- weilen ist indess die Bezahnung fast obsolet. Der Kiemendeckel ist mit 3 deutlichen Stacheln bewaffnet. '••) Dieser Charakter, die Spaltung der Kiemenliaiit betrcfTeud, früher wenig beachtet, gibt oft gute Kaniilienmerkmale. '■"'■'} Ich war anfangs geneigt, die Galtungen mit auffallend sparoidem Habitus, z. ß. Mesoprion, abzutrennen, aus denen ßleeker zusammen mil Lethrinus seiüe FamWh McsoprionoideihMet, aber diese Charaktere, welche den sparoiden Habitus begründen : etwas grosse Schuppen, Nacktheit der Schnauze, des Praorbitalbeines. des Randtlieiles des Vordeckels, beider Kiefer, das „Nackenband" (S. p. G91 bei Diacope), ferner die wenig vorstehenden Dornen am Kicmendcckei, endlich Achselschu|»pen über den Bauchfl'jssen sind nur bei Mesoprion alle vorhanden , bei andern dieser sehr nahe stehenden Gattungen wie Apsilus, Aprion, ümtropomus, Centropristis (S, u.) und den meisten übrigen theilweise. '•''•"^) Die Charaktere dieser Galtung werden gewöhnlich sehr ungenau beschrieben, namentlich in Beziehung auf die Bezalinung. die für die Gattung wie für die Unterscheidung der Arten derselben so wichtig ist. Die zahlreichea Arten sind sehr schwer zu unterscheiden. Die Zahnbildnng gibt gute, bisher nicht beachtete Charaktere. Synopsis der Fische des Rotlieu Meeres. 675 Der ganze Körper ist mit kleinen Ctenoidsc huppen be- kleidet und zwischen diesen finden sich oft wieder, die grösseren umsäu- mende, Gruppen noch kleinerer. Nur die Lippen und der untere Theil des Oberkiefers, der von der Lippenfalte bedeckt ist, zuweilen auch der ganze Oberkiefer, sind nackt. Die Kehle (d. h. der vorderste verwachsene Theil der Kiemeuhaut zwischen den Unterkieferschenkeln) ist eben- falls beschuppt. Hinter ihr zeigt sich der Isthmus (d. h. der hintere untere Zungenbeinfortsatz , der sich an die Humeralknochen anlegt). Die Seitenlinie ist wenig wahrnehmbar, sie läuft der Rückenkrümmung parallel, ihre Röhren sind kurz und einfach. Rückenflosse mit 8 bis 12 Stacheln; sie sind in keine Furche einlegbar. Die Bauchflossen liegen unter der Basis der Brustflossen. Die senkrechten Flossen sind bis nahe zum Rande überschuppt, Schwanzflosse mit 17 Strahlen, Pseudo- branchien gross. 1. Zahnbinde des Unterkiefers sehr schmal. Die Mitte der Seiten dieses Knochens trägt, auch bei Erwachsenen, höchstens zwei Reihen hackiger Zähne (von denen die äusseren feststehen, die innern nach ein- wärts beweglich sind). 11 Rückenstacheln. a) Die Zähne am Winkel des Vordeckels wenig grösser, als die andern Randzähne, Oberkiefer endet unter od(M- hinter dem hintern Augenrande. Kieferzähne schwach. Deckellappen (d. h. die über die hin- tere obere Ecke des Kiemendeckelknochens hinausragende Haut) spitzig verlängert, sein Oberrand fast horizontal. 1. ''Serranits areoUttiis. ? Perca areolata''^^ Fk., Serranus tauvinus Geoffr. (nee Forsk.), >S^. areolatus CV., Rp., Pet., Play f., Günth. **) D. 11/16— 17, A. 3/8, P. 16— 17, L. lat. 100, Höhe 4, Kopf sy^, Breite 2— 2V2, Auge 5Vi, Stirne \%, Schnauze 1%— 2:1. Präorb. IV2— 3, 3—5. Rückenst. %%, Schwauzfl. Sy^. Schwanzflosse bei Jüngeren gerade abgestutzt, bei Aelteren ausge- randet. Zweiter Afterstachel kürzer als der dritte. 3 — 5. Rückenstachel am höchsten. Durch diese Kennzeichen ist S. areolat. hauptsächlich von dem in Gestalt und Farbe ähnlichen S. hexagonatus leicht zu unterscheiden. Der Körper ist länglich-elliptisch, der Kopf etwas lang und spitz. '■') Forsiiäl sagt: guttae fusco-flavescentes, in capite flavescentes. Das trifft bei dem oben be- schriebenen Fisch nicht zu, wohl aber bei 5'. eelebicus, mii dem auch sonst die kurze Beschreibung Fors- käl's übereinstimmt, und es oürfte daher S. eelebicus S- areolatus, jener aber etwa S. Geoffroyi zu be- nennen sein. '■"■'•) S. areolatus (Japonicus) F. jap. hat gerundete SchwanzQosseu, ist also vohl nicht synonym. Die Abbildung von Seba III. t. 27, 6 ist dem S. areolatus ähnlich, aber verschieden, da dort ausdrücklich 9 Rilckeiistachel angegeben werden. Q7f) Dr. C 13 K lim 7. in g er. Die obere ililÜLe des Oberkiei'ei's ist mit kleinen, aber deutlichen Schuppen bedeckt. Zwischendeckel nur am liintern Ende mit einem Dörnchen. Die Stacheln des Kiemendeckels gleichweit von einander ent- fernt, der mittlere stark und lang, die beiden andern sehr klein. Bauch- und Afterflossen gleichlang, erreichen den After nicht. Der weichstrahlige Theil der Rückenflosse hiüten leicht gerundet und wenig höher, als die höchsten Stacheln. Farbe: weissgrau, zuweilen in's Grünliche. Ueberall, auch an Flossen, Bauch, Kehle und Kienienhaut mit kleinen schwärzlichen Flecken besäet. Diese haben 2 — 3 Mm. im Durchmesser, sind dichter gegen den Kücken als gegen den Bauch zu. Es stehen etwa 30—40 in einer Längsreihe am Rumpfe. Sie sind rundlich, wo sie dichter stehen oft polygonal, und ihre Zwischenräume werden wie l)ei S. hexayonatus , linear und netzig. Flossen grüngelblich, mit dichten, mehr rundlichen Flecken. Tris braun. Arabisch: Summäna (Wachtel), nach Forskäl auch Daba (Hyäne). Ist nicht sehr häufig. Bis GO Cm. lang. Vorkommen: Ostafrika, China? b) Die Zähne am Winkel des Vordeckels bedeutend stärker und länger, als die übrigen Raudzähne. Der Oberkiefer erreicht die Höhe des hinteren Augenrandes nicht. Deckellappen spitzig, der Oberrand des- selben schräg. Rückeustacheln hoch, kräftig. ci) Zähne mittel massig, Nasenlöcher klein. Oberkiefer über die Hälfte herab beschuppt. Zwischen- und Unterdeckel zum Theil gezähnelt. Die Stacheln am Kiemendeckel you einander gleichweit entfernt, der mittlere lang, der obere klein. Brustflossen länglich, hinten gerundet, erreichen den After nicht. Bauchflossen noch kürzer, Schwanzflosse abge- stutzt, bei Aelteren mit etwas vorragenden Seitenspitzeu. 2. ■'Serranus celehiciis. ? Perca areolata Forsk. S. o, bei /S', areolatus, Serranus celebicus ßlk., Günth. D. 11/15— 16, A.3/8, F. 17, L. lat. 90-100. Höhe 3%— SVi, Kopf 37^, Breite '1%, Auge 5, Stirne \%, Schnauze iVj:!, Präorb. 2, 3—5. Rückenst. V/2, Schwanzfl. 6. Körper länglich-elliptisch. Der Vordeckel ist winkelig und über dem Winkel seicht ausgerandet oder ausgenagt. Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse leicht gerundet, kaum so hoch als die höchsten Stacheln. Farbe: Grauweiss bis blassgelb, dicht mit ziemlich (etwa 5 — 8 Mm.) grossen, braunen oder dunkeloliveufarbigen, am Kopfe mehr hellgelben, an den Flossen mehr dunkelbraunen, rundlichen Flecken besetzt. Bauch und Kehle un gefleckt. An der Schwanz- und Afterflosse stehen die Synopsis iler Piscbe des Rotheu Meeres, 677 Tropfen am Uicuiesteu uud die heileren Zvvisclieuräume erscheinen als (oft polygonale) Netzlinien. Der stachlige und öfters auch der weich- stralilig-e Theil der Rückenflosse sind undeutlich gefleckt und schmutzig braungelb. Die Brustflossen nur an den Strahlen mit sehr blassen Flecken. Die Ränder des weichstrahligeu Theiles der Rücken- uud Afterflosse und der hintere Rand der Schwanzflosse hellgelblich. Hinter dem Rande des Oberkiefers eine schiefe dunkle Linie. Nicht häufig. 45 Cm. Arab. Sumäua. Steht dem S. longisimiis Kner sehr nahe, ist aber davon verschieden. Vorkommen: Bisher nur aus Celebes bekannt. Die Bleeker'schen Exemplare sind indess mehr rüthlich, ß) Zahne klein, die der innern Reihe kaum grösser. Die beiden Nasenlöcher gleichweit, mittelmässig. Oberkiefer scheint unbeschuppt. Zwischen- und Unterdeckel gauzrandig oder am ersteren hie und do ein Zähnchen. Mittlerer Stachel am Kiemendeckel dem unteren etwas näher als dem oberen. Schwanzflosse leicht gerundet. Die Brustflossen ge- rundet, reichen bis oder über den After, Bauchflosse ein wenig kürzer. 3. Serrantfs leticfmtifjmn (Ehrb.) CV. D, 11/16, A. 3/9, Höhe 3Vj, Kopf 3, Auge 5, Stirne 1, Schnauze 17^:1, Präorb. 2, 3—5. Rückenst. '2%, Schwanzfl. 5. Diese Art ist nicht synonym mit aS". .«wmHawa Forsk., sondern, wie auch schon Peters (Sitzungsber. Akad. Berlin 1865) anführt, verschieden davon. Nach letztcrem wäre Holocentr. coeruleopunctatus Bl. t. 242,2 hie- her zu beziehen. Nach Untersucliung der Originalexemplare finde ich diesen Fisch sehr nahe mit aS'. celebicus verwandt. Vielleicht dürfte hieher auch »S'. lioeveyiii Blk. gehören, dessen Rückeustachelu sind aber nach Playfai r-Günther t. H, 3 nieder. Einige andere im Mus. Berol. als S. leucostiama von Ehrenberg gesammelte Exemplare sind indess wirk- liche junge aS, sunimana. Farbe nach CV.: Körper grün, weiss gefleckt {Holoc. coeruleopun- ctatus B 1. hat blaue Flecken). Die Flecken sind sehr unregelmässig, nicht rund, oft zusammeufliesstnd, Flossen ungefleckt, gegen den Rand dunkel. Ihr Endsaum meist hell. Die vom hinteren Theile des Oberkiefers bedeckte Haut ist gegen oben schwarz. Grösse: 25 Cm. Von Ehrenberg im Mus. Berol. Nr. 208. Aus d. RM. y) Zähne auflallend lang. Nasenlöcher etwas weit. Oberkiefer nur ganz oben klein beschuppt. Zwischen- und Untordeckel gauzrandig, nur ein Zähnchen an der hinteren Ecke des Zwischendeckels. Stacheln am Kiemendeckel von einander gleichweit entfernt, der obere sehr klein. Brustflossen erreichen den After nicht. Schwanzflosse leicht gerundet. 4. Rückenstachel der höchste. B.t XX, Abhand!. 86 ß'] D. h. hinten convex, gegen vorn gerade auslaufend. 86 * for) Pr C. b Klunzinger; Farbe: Ziii n o b erroth, zuweileu mehr biauu, mit ziemlich grossen (j — 5 Mm.) nicht sehr dichten (etwa 24 iu einer Längsreihe am Rumpfe), blauen, dunkelgesäumten, runden Flecken, Tropfen oder Ocelleii. Bauch, Brust, Kehle, Brust- und Bauchüossen ungefleckt. Rücken-, After- und Schwanzflosse hinten, Bauchliosse aussen schwarz gerändert mit bläulichem Endsaume. Brustflosse von der Körperfarbe, mit citrou- gelbcm Randtheile, Iris hochroth. Arab. Nägil (nach Forsk. auch Sarblin, Ataje, Burdi. Selten über 30 Cm. Ziemlich häufig am Korallabhange, lebt gern einzeln, lauert auf kleinere Fische. Fleisch gut. Verbreitung: Mozambique, Zauzibar. A 11 h a n g : Die folgenden zwei Formen stimmen aufs Genaueste mit S. minla- tus überein und weichen nur in der Färbung etwas ab, sind also gewiss nur Varietäten. ■'Serranus hemistictns Rp. Perca miniata var. b '*"'). Serranus hemlstlctas Rüpp., Günth., Play f., Serr. sumana Lefebre, Ab3^ss. t. V. 1. Die Rückenflosse hat 9/14 — 45 Strahlen, was auch manchmal bei kleinen 8. miniatus vorkommt. Die Kiemenhaut hat, wie immer bei Serra- nus^ 7 Strahlen (nicht 6: RüppeU). Farbe: Seltener roth, als dunkelbraun oder braungrau. Kopf, die untere Hälfte des Rumpfes, After-, Rücken- und Schwanzflosse mit kleinen blauen schwarzgesäumten Punkten oder Ocelleu (selten über \ Mm,), meist nicht sehr dicht besetzt. Die Ocellen am Kopfe und nament- lich an den Seiten der Brust sind grösser; auch die Kehle hat Ocellen. Flossen schwärzlich und punktirt, wie der Körper. Rücken- und After- flosse gegen hinten, Schwanzflosse am Hinterrande weissgesäumt. Brust- flossen schwärzlich mit gelbem Randtheile, Bauchflosssen aussen schwärzlieh Arab. nach Forsk. abu bälah (Dattelfisch). Diese Form ist seltener als *S'. miniatus^ die Grösse fand ich nie über 20 Cm. Verbreitung: Bis jetzt nur im Rothen Meere gefunden. ''Serranns sencmaculaitis Rp. (Günther.) Stimmt genau mit S. zanana CV., nicht aber ganz mit S. spilurus CV., den Günther mit S. zanana zusammenstellt. -■^) Diese Varietät wird von Andern auf S. guttatus bezogen, passl aber wohl besser zu htmi- stictus- Denn S. guttatus ist zu verschieden, als dass er von Forskäl als blosse Varietät von seiner ■S'. mmiata betrachtet werden konnte; auch hat er keine so deutlichen Ocellen. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ßSi D. 9/15. Farbe: Meimigroth mit vielen blaueu oder schwärzlicheu Puiikteu (2 Mm.), die um das Auge öfter in Linien sicli reihen. Bauch und Kehle unpunktirt. Sechs grosse schwarze Flecken jederseits an der Basis der Rückenflosse und dem Schwanzrücken. Brustflossen mennigroth, oder orange, die übrigen Flossen blaugesäumt. Ziemlich selten. b) H Stacheln in der Rückenflosse. Flossen alle gerundet, weicher Theil der Rückenflosse ein wenig höher als der hartbtrahlige, aa) Körper schlank, gestreckt. Deckellappen spitzig, sein Oberrand wenig gesenkt. Deckelstacheln von einander gleichwuit entfernt, der mitt- lere lang, der oberste sehr klein. Hinteres Nasenloch etwas grösser als das vordere. ci) Oberkiefer reicht bis unter oder nur wenig hinter den hintern Augenrand. Kopf und Schnauze etwas kurz. Kopfprofil leicht convex. Brustflossen länglich elliptisch, erreichen die Afterhöhe, die Bauchflossen kürzer. 7. •'Serraniis fasciatus. Perca fasciata Forsk. '•') Holocentrus oceoniciia Lacep. Serranus oceanicus CV. Rüpp., Günther. Epinepkelis marginalis Bl., Serr. margi- naiis CV., Pet., Güntlier, Blk., Play f. (Kner's S. marginalis scheint verschieden?) D. 11/15 — 16. A. % L. lat. 70, Höhe 4, Kopf Sy^, Breite 2%, Auge 4, Stirn 1'/^, Schnauze 1 — i'A:!, Präorb. i, 3 — 7. Rückenst. '1^/2-, Schwanzfl. SVj. Der Oberkiefer ist hinten abgestutzt, sein unterer Rand hinten gerade. Vordeckrl winklig abgerundet, die Wiukelzähne merklich stärker, als die andern Randzähne. Ueber dem Winkel eine leichte Ein- buchtung. Unter- und Zwiscliendeckel ganzrandig. 2. und 3. Stachel der Afterflosse ziemlich gleichlang. Farbe: GrauÜeischruth odtr dunkelrosa, zuweilen ins Oliveufarbige. 5 — 6 dunklere Querbinden laufen über den Rumpf herab, gegen unten werden sie undeutlich. Zuweilen sind sie überhaupt kaum merklich. Kopfrückeu braun. Au den Seiten des Kopfes undeutliche dunkle Binden, eine von der Oberlippe zum Auge, eine zum Kiemendeckel, eine dritte an der Brust* Flossen rosa oder gelblichgrün, zum Theil mit milchweissem Saum. Auf der Membran der Rückenflosse hinter den Stachelspitzeu oben je ein schwarzer oder purpurschwarzer dreieckiger Fleck und darüber ein weisses '••) Es kann kein Zweifel sein über die Identität der Forskäl'schen Perca fasciata und des Lacep öde'schen flbZoc. oceaniczis und Forskäl's Namen gebührt die Priorität. Forskäl meint unter sei- nen j.fasciis Iranversis lalis. albidis, subquatornis" otil-nbar ilic lielleren Zwischenräume zwischen ilen dunklen Querbinden, und in der That bekommt man b'ji manchen Exemplaren mehr die Ansicht von weissen als von dunklen Querbinden, ^g2 Dr. 0. B K'iMn7inger: Läppchen. Iris hochroth, mit gelbem Ring. Hinter dem Raud des Ober- kiefers oft eine scliiefe schwärzliche Linie. Das Auge zuweilen von einem schwärzlichen Ring- eingefasst. Arab. : Abu hilu (Perlfisch), 30 Cm. Häufig am Abhang, liebt die Tiefe. Fleisch sehr gut. Verbreitung: Ueber den ganzen indischen Ocean bis Japan. ß) Der Oberkiefer reicht weit hinter den hinteren Augenrand hin- aus, ist sehr laug. Kopf und Schwanz lang, spitzig. Kopfproiil fast gerade. Brustflossen eiförmig, elliptisch, nicht verlängert, erreichen die Afterhöhe nicht, die Bauchiiossen kaum kürzer. Unterkiefer stark vorragend. Zahn- binde weit zurück breit, wenigstens bei Erwachsenen. ««) Stirn breit (1 — IVj). Vordeckel winklig. Klein und zerstreut gefleckt, wird sehr gross. 8. ''Serranus stdmonoitles Holocentriis salmonoides Lac, Serr. sahnonoides CV., Pet. , Gün- ther, Serr. luti Lefebre t. 5 (^S. luti CV. gehört wohl nicht hieher?) Maass und Zahlen (ausser der Stirn) wie bei der folgenden Art. Ist zumal in der Jugend, ausser der Färbung, schwer vom folgenden zu unterscheiden. Bei älteren wird die Breite der Stirn aufl:allender. Farbe: Blassgrau oder blassbraun bis gelblich; braun und weiss gross niarmorirt, zuweilen in Form von Querbinden. Auf diesem Grunde zerstreute kleine, braunschwarze oder rostbraune Flecken, gegen 20 in einer Längsreihe am Rumpf. Die Flecken unter der Kehle grösser und dichter. Flossen bräunlich, undeutlich gefleckt. Iris braun. Arab.: Tauwina, die jüngeren Farcha tauwina. 4 — 5 Fuss lang; kleine Exemplare unter 30 Cm. selten. Ist der grösste Serranas dieses Meeres; kommt nicht sehr häufig auf den Markt. Lebt in grösserer Tiefe (7 — 800? Fuss). — Man hat grosse Mühe, ein solches Uugethüm heraufzu- ziehen an der Angel, es widerstrebt mit grosser Gewalt. Wie es auch bei andern in grosser Tiefe lebenden Fischen der Fall ist, findet man den vordem Theil des Verdauungsschlauches bei dem herausgezogenen Fisch her vorgestülpt und den Körper aufgetrieben (Folge des verringerten Druckes von aussen, ähnlich dem aufgeblasenen Frosch unter der Luftpumpe). Nach einiger Zeit schwillt der Fisch unter dem abgehenden Geräusch der Gase langsam ab. Das Fleisch ist nicht geschätzt, es ist sehr fasrig, zäh und trocken. Verbreitung: Isle de France. Ind. Meere. ßß') Stirn schmal (tVi — 2), Vordeckel gerundet. Zerstreut gross gefleckt. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. 683 9. -^Serranns fattvina. Perca tauvina Forsk.'^), Serr. foveatus Rüpp., Serr. heooagonatus Günther ps. D. H/15, A. %, Höhe 4, Kopf 3, Breite 2, Auge Sy^, Stirn 4%— 2, Schnauze 1%: 1, Präorb. V/^, 5— 8. Rückeiist. 2%, Schwauzfl. Sy^. Körper gestreckt. Die Wiukelzähue am Vordeckel kaum grösser als die andern. Unter- und Zwischendeckel ganzraudig. Zahnbinde bei Er- wachsenen weit zurück breit. Farbe: Grauweiss, oft ins Gelbe, Bläuliche oder Braune; überall, auch an Kehle, Bauch und Kiemenhaut mit rundlichen, grossen, braun- schwarzen bis rothbraunen Flecken, gegen 12 in einer Läugsreihe. Diese Flecken stehen meist nicht so dicht, dass ihre Zwischenräume als Netz- liuien erschienen (nicht wie bei S. hexagonatus). Manchmal fliessen einige zusammen zu grösseren Flecken, besonders oben am Rücken. Die Flossen sind grünlich, oft weiss gerandet, die Flecken derselben etwas dichter, als am Rumpfe. Arab.: Küscher. Ziemlich häufig, wird selten über 40 Cm, gross. Lebt iu den tiefen Höhlen und Buchten am Korallabliange. Anhang. Serranus hexayonalus. Perca hexag. Forster, Serran. hexagonatus CV., Blk., Günther etc. S. foveatus CV., Epinephelis merra Bl., Serranus merra CV., Serr. hexago- natus var. C. merra Günther. Serranus pardalis Blk., Serran. gilberti Rieh. Blk. D. 11/16—17, A. %, Höhe 4, Kopf sya, Breite 2, Auge 4y2, Stirn 2, Präorb. 3, Schnauze lyi'.l, 5. — 8. Rückeust. V/^^ Schwauzfl. 6. Der Hauptuuterschied dieser im Rothen Meere noch nicht gefundenen, viel in der Färbung variirendeu Art von S. tauvina Forsk. liegt in den Zähnen: im Unterkiefer finden sich seitlich in der Mitte nur 2 Reihen von Zähnen, auch bei Erwachsenen, die Zahnbinde ist überhaupt schmal. Auch ist die Schnauze und der Oberkiefer weniger lang, die Rückenflosse hat 11/16 — 17 Stacheln und die Flecken am Rumpfe sind nur durch schmale lineare Zwischenräume getrennt, welche ein Netzwerk mit meist polygonalen Maschen bilden. Bei den meisten mir vorliegenden Exempla- ren ist dieser Unterschied aufifallend, bei andern aber finde ich die Zahn- biude bei Individuen mit hexagonalen Maschen breit, so dass ich hierüber nicht zu einem sicheren Resultate gelangt bin. *) Forsk. gibt grosse Flecken an, ttieint aho nicht den S. ealmonoides, 684 Ur C 15 K liinzin ser: bbj Körpef elliptisch, einwenig hoch (wie /S. miniatus), üeckcl- lappeii schief abg-estutzt. MitÜeror Deckel stacliel wenig liiiiger, als die andern, dem uufcern genähert. Hinteres Nasenloch weiter als das vordere. a) Die Zähne ziemlich lang, besonders die inneren. Zalinbinde wenig breit. 10 'Ser/'ftNNs fftxcof/nffafffs. Perca sumana vnr. fuscoguUata Forsk., Serr. fuscognftatus Rüpp., Peters, Günther, Playfair, Kner, Steind., Serr. dispar var. b. Play fair ? D. 11/14—15, A. % -c,, Höhe SV*, Kopf 3%, Auge 6, Stirn 1, Schnauze 1 7.^—2:1, 4—5. Rückenst. 2%, Schwanzü. ^y^. Der Oberkiefer reicht weit hinter das Auge; sein Hinterrand abge- stutzt, sein Unterrand ohne scharfen Absatz. Vordeckel fein gesägt, win- kelig gerundet, Winkelzähne ein wenig stärker. Unter- und Zwischendeckel ganzrandig. Brustflossen eiförmig, erreichen die Afterhöhe nicht ganz. Bauchflossen kaum kürzer. Schuppen hinten meist abgestutzt, wenig gezähnt. Farbe: Graubraun, oft ins Grüngelbe, Braiinrothe oder Bläuliche, allenthalben mit (etwa 5 Mm.) kleinen, dunkelrostbraunen Tropfen (licht bedeckt (30 — 40 in einer Längsreihe) ^ zuweilen sind sie wenig deut- lich; und es zeigt sich eher eine dunkle Marmorirung oft in Form von Querbinden, besonders auch um die Kehle. Grosse unregelmässige, dun- kelbraune bis pechschwarze Flecken am Rücken und an den Seiten des Körpers; ein solcher stets am Schwanzrücken. Die grösseren und kleineren Flecken sind oft durch unregelmässige gyröse gelbliche Linien begrenzt. Flossen dunkel, gelblich, mit dichten, ziemlich grossen dunkelbraunen Tropfen. Au den Brustflossen fliessen die Tropfen oft zu Querbinden zu- sammen. Variirt sehr in der Färbung; manche sind dem S. areolatus sehr ähnlich. Arab.; Sumäna (Wachtel), nach Forsk. K 6 schar. Ist nicht häufig. Liebt die Tiefe. 20—60 Cm. Verbreitung: Mozambique, Zanzibar, Neuholland (Novarareise) (ein Exemplar von dorther aus der Bleeker'scheu Sammlung in Stuttgart ist als S. horridus bezeichnet). ß) Zähne klein, gleichmässig, auch die Hundszähne klein. Zahn- binde etwas breit. Synopsis der Fiscbö des Rothen Meeres. 685 \\. ■'Serraiius sumana. Perca sumana F o r s k. , Serranus sumana C V., R ü p p. , L e f e b r e , Günther, Serr. tumilabris CV., Günther, Play fair t. II, 2 "O- D. 11/16, A. V„ Höhe sy^, Kopf 3%, Auge 5'/^, Stirn 1%, Präorb. 2, 3.-5. Rückeust. ty^. 3 — 5. Rückenstachel schlank uud hoch, so hoch, als die höchsten weichen Strahlen, Flossen spitzlich g-erundet. Winkelzäline am Vordeckel kaum stärker. Oberkiefer endigt unter oder ein wenig hinter dem hintern Augenrand. Zwischendeckel gezähnelt, Unterdeckel ganzrandig. Farbe: Braun, mit grossen rundlichen weissen Flecken von der Grösse des Auges und noch grösser. Auf diesem Grunde überall mit kleinen weissen Tropfen und Punkten (3 — 5 Mm, gross) massig dicht besetzt, we- niger dicht am Kopfe. Die bedeckteu Häute des Kopfes schwarz. Iris dunkelbraun. Am SchAvanze öfters ein schwarzer Fleck. Flossen dunkel- braun, meist weissgefleckt; bei älteren sind Brust- und meist auch Baucli- flosse ungefleckt. Auch bei jüngeren findet man am Körper oft blos die weissen Tropfen, noch nicht die grossen weissen Flecken. Arab.: Sumana. Nicht häufig. 40 Cm. Verbreitung: Seychellen. cc) Körper nieder, schlank, Deckellappen schief abgestutzt mit leicht couvexem oder geschwungenem Oberrande. Die 3 Deckelstacheln gleich- weit entfernt von einander. Hinteres Nasenloch wenig weiter, als das vordere. Zähne klein, auch die Eckzähne. 12. "^'Sei'raftffs micronofafHs Rüpp. D. H/15, A. Vj,, P. 15, Höhe 4, Kopf 3%, Breite ^V^, Auge 5%, Stirne iVa-) Schnauze iV^:!, Präorb. 2V2, 3. — 5. Rückenst. 21V2, Schwanz- flosse 5V2. Schnauze spitz, Kopfprofil gerade, Unterkiefer ragt sehr vor. Die zwei letzten Afterstacheln nahezu gleichlang. Vordeckel sehr stumpf- winklig, der untere abschüssige Theil desselben ganzrandig. Keine grös- seren Winkelzähue. Oberkiefer reicht weit hinter den hintern Augenrand zurück. Es sind, wie bei allen Serranus 3 Deckelstacheln vorhanden, nicht einer, wie Rüppel angibt Flossen gerundet, Rückenstacheln schlank. Farbe: (nach Rüpp eil) Körper und Rückenflosse blaugrau mit vielen kastanienbraunen Punkten (Tropfen). Unterer Theil des Kopfes und Bauch ungefleckt. Eine grauweisse Binde zieht von der Suborbitalgegend bis zu den Brustflossen. '•') Als der wahre S. sumana wird von Playfair eiüe andere Art beschrieben; da es schwer auszumachen sein wird, weichen von beiilon Forsi^äl gemeint hat, wird es wohl gerathener sein, den alten Namen Forsicärs für den mm zu beschreibenden, häufigem und länger bekannten Fisch zu gebrauchet]. Brt. U. Ahhandl. 87 QQQ . iJr. C b. K luuzi liger. • Das einzige Exemplar dieser Art im Mus. Senkenb. aus dem Ro- theu Meere. 3) Zahnbiiide im Unterkiefer sehr breit. lu der Mitte der Seiten dieses Knochens sind bei Erwachsenen wenigstens vier Reihen von Zäh- neu. Neben der Mittellinie vorn liegen 8- iO Zähne hintereinander. 13. *Seri'anns yuUntus. Renard, Valent. Bodianus yuttatus Bl. Cephalopholis argus Bl. Seh. (ist eine auöallende Varietät mit Querbiuden, sonst mit der zu be- schreibenden Art übereinstimmend, wie Peters nachgewiesen). Serran- myriaster C V., Rüpp., Günth., QG. Lesson, Blk., Rieh. S. argus F et.^ S. guttatus Peters, K n e r, Günther (uec CV. ?) *) D. 9/15—16, A. %, L. lat. 80, Höhe 3%, Kopf Sy^, Breite ^Vi, Auge 6, Stirne 1 — IV4, Präorb. ly^, Schnauze 2:1, 7.-9. Rückenst. 374, Schwanzfl. 6. Körper elliptisch, etwas hoch (wie S. miniatus). Unterkiefer ragt sehr vor. Oberkiefer reicht weit hinter das Auge; seine obere Hälfte ist fein beschuppt, sein unterer Rand gleichmässig, ohne vorragenden Winkel. Vordeckel gerundet, über dem Winkel leicht gestutzt; seine Zähnelung mit blossem Auge kaum wahrzunehmen, selbst am Winkel. Die 3 Deckel- stacheln fast gleich, flach, die beiden untern genähert. Deckellappen schief gestutzt, ziemlich spitz, reicht unter den ersten Rückenstachel. Unter- und Zwischendeckel zuweilen sehr leicht gezähnt. 7 — 9. Rückenstachel viel niederer als die höchsten weichen Strahlen. Brustflossen eiförmig, erreichen den After nicht, Bauchflosseu etwas spitzig, ein wenig kürzer. Die Flossen sonst gerundet. Farbe: dunkelviolettbraun, bis braunschwarz, allenthalben mit klei- nen (ohne Saum 1 — % Mm. grossen) blassblauen, schwarzgesäumten Ocel- len nicht dicht (gegen 22 in einer Längsreihe) besetzt. Ein dunkelrother dreieckiger Fleck oben an der Membran der Rückenflosse hinter jedem Stachel. Flossen mit weissem Saum. Iris dunkelbraun. Arab.: Nägil. 30—40 Cm. Ziemlich häufig. Variirt viel, nach den Beschreibungen der verschiedenen Autoren zu schliessen. Die Exemplare aus dem Rothen Meere haben immer oben beschriebene Färbung. Verbreitung: Weithin im ostiudischeu Archipel, von Ostafrika bis Australien und Polynesien. Diese Art steht dem ;S^. miniatus sehr nahe, unterscheidet sich aber sofort durch die breite Zahnbinde, kürzere gefleckte Brustflossen, nicht vorragenden hintern untern Oberkieferwinkel. '"j i'irca miniata var. b. S. böi 5. hewiäticfug. Synopsis der Fische des Rothen Meeres, 687 Anhang: zu Serranus. S. melaniinis Geoffr. Des er. Eg. D. 11/17, A %. Schwanzflosse abgestutzt. Am Vordeckel 3 — 4 starke Winkelzähne. Unter- und Zwischendeckel ziemlich stark gezähnt. Farbe gleichmässig-. "Weicher Theil der Rückenflosse, die Schwanz- und Afterflosse mit rostbraunen Tropfen. Ich kenne diesen Fisch nicht. Junge Serranus: Ich fand mehrere kleine Fische von 3 Cm. Länge, die sich von Serranus durch einen, zuweilen selbst mit Widerhäckchen besetzten, z'emlich langen, den Rand des Unterdeckels oft erreichenden, rückwärts gerichteten langen Stachel am Winkel des Vordeckels, sowie durch Schuppenlosigkeit des Nakens, der Stirne, der Schnauze, der Kiefer auszeichnen. Solche Individuen hatten auch meist nur eine Zahnreihe. Bei etwas grösseren Exemplaren (4 Cm.) ist der Winkelstachel des Vordeckels bereits kaum grösser als die andern sehr scharfen Zähnchen des Hinterrandes; es haben sich die oben genannten nackten Stellen mit Schüppchen belegt, und die Zahnreihen haben sich vermehrt. Es ist also kein Zweifel, dass mau es mit jungen Serranus zu thun hat. Der Farbe nach entsprechen einige solche Exemplare dem S. fasciatus, andere dem S. areolatiis (oder tauina?). Gattung: Pseudoserranas Klz. Vorderkopf, nämlich Stirne, Schnauze, Präorbitalbein, Kehle, sowie beide Kiefer und der Randtheil des Vordeckels nackt. Ausser den ge- wöhnlichen vordem Hundszäluien befinden sich auch einer, zwei oder mehrere solcher an den Seiten des Unterkiefers. Sonst wie Serranus^ auch die Schuppen sind klein. Diese Gattung oder wenigstens Untergattung, wozu S. louti^ S. cabrilla^ S. scriba gehören, ist mindestens mit demselben Rechte von Serranus zu trennen, als Plectropoma und jedenfalls mit mehr Recht zu scheiden, als z, B. Mesoprion und Genyoroge. Schliesst sich in mehrfacher Beziehung näher an Diacope und Plectropoma^ als an Serranus. ■' Pseufloscrranns louti. Valent. Renard '••), Percaloati Forsk., Labriis punctulatus Ij&c.'''') Bodianus louti Bl. Seh.. Lac, Serran. punctulatus CV., QG., Blk., Serr. louti Rüpp., Günth., Play fair (nee CV.). ■■■•) Die Citirung dieses Schriftstellers und seiner phantastischen Figuren hat mehr ein antiquari- sches als wissenschaftliches Interesse. Die bei S. louti citirten Figuren 1. t. 41, 207 und II. t. 21, 300 könnten eben so gut Plectropoma maculatum vorstellen. *'■*) Bei genauerem Eingehen auf die Synonymie wird man manche Fehler der Autoren finden, z. ß. ist hier Lac III, .377 von CV. und Günth. citirt und es muss in Wahrheit p. 431 heissen. 87* figCj Dr. C. B. I(lrin7ing'er; D. 9/14, A. Vs, P. 17, C. 17, R. br. 7, L. lat. c. 100. Hölie 3%— 4, Kopf V/2 (die Körperlänge bis zu der Mitte des Hin- terrandes der Schwanzflosse gerechnet, nicht bis zum Ende der Seiten- spitzen). Breite 2V31 Auge 5—6, Stirne IV4, Schnauze IV^:!, Präorb. ly^, 9. Kückenst. 3, Schwanzfl. 6V2. Körper elliptisch, einwenig hoch. Kopfprolil leicht parabolisch. In der Zahnstellung ist charakteristisch für diese Art: in der Mitte der Seiten des Unterkiefers jederseits 1, seltener 2 starke Hundszähne; die Zahn binde vor denselben ist breit, 4 — 5 reihig', hinter ihnen stehe« die Zähne nur in 2 Reihen, von denen die inneren längeren nach einwärts beweglich sind. Zähne des Gaumens haarförmig, 'üreihig, die Zahnbinde des Vomcr in Form eines spitzen Winkels. Der Oberkiefer reicht meist nur unter die Mitte des Auges. Beide Nasenöffnungen klein. Vor- deckel gerundet, fast ganzraudig; eine Zähuelung ist kaum mit dem blossen Auge bemerklich, bei älteren ganz verwischt. Zwischen- und Unterdeckel ganzraudig. Drei flache Deckelstacheln gleichweit von ein- ander entfernt, der mittlere der längste. Deckellai^pen massig zugespitzt. Die Rückenstacheln nehmen bis zum letzten an Höhe zu. Der weichstrahlige Theil ist viel höher. Vor dem Hinterrande läuft die Rücken- und Afterflosse in eine lauge fadenförmige Zuspitzung aus; die der Afterflosse ist die längere und reicht wenigstens bis zur Mitte der Schwanz- flosse. Brustflosse lanzettlich, reicht kaum bis zur Afterhöhe. Bauchflos- sen verlängert, zugespitzt, reichen meist bis zur Afterflosse. Dritter Stachel der Afterflosse länger als der zweite. Schwanzflosse hinten tief ausgeschnitten, die Seitenspitzen besonders bei Erwachsenen bedeutend verlängert, ihre Strahlen oft doppelt so lang, als die mittleren. Farbe: carminroth, gegen den Rücken dunkler, fast schwärzlich, mit zahlreichen kleinen (3 — 5 Mm.) Fleckchen von unregelmässig eckiger und zackiger, seltener runder Form und weissblauer, violetter, carmin- und purpurrother Farbe massig dicht besetzt (etwa 30 in einer Längs- reihe). Bauch und Kehle ungefleckt. Rand der After- und Rückenflosse gegen hinten, Hinterrand der Bauch- und Schwanzflosse und die ganze hintere Hälfte der Brustflossen citrongelb. Iris hochroth. Arab.: Küscher scherif (Edelbarsch), nach Forsk. Luti 50 Cm. Ist gefrässig und fasst die Angel gern, daher häufig auf dem Markte. Liebt die Tiefe, kommt selten höher, als 20 Klafter Tiefe herauf, und findet sich daher seltener vor dem Korallabhaug, als etwas weiter meer- einwärts, auch an Korallinseln drinnen im Tiefmeer. Das Fleisch ist sehr geschätzt. Variirt etwas in der Färbung nach der Angabe der verschie- denen Autoren. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis Po- lynesien. Synopsis (ier Fische des Rothen Meeres. 689 Serr. ßavima/'ffinftius Rüpp. ist nichts als eine farbvarietät von Pseudoserranus hiti. Ein schwarzes Läugsband zieht vom Auge bis zum Ende der Rückenflosse, und es findet sich ein schwarzer Fleck jeder- seits oben am Grund der Schwanzflosse. Sonst wie Ps. luti^ meist schwärz- lich. 19 Cm. Nicht häufig. Gattung: Plectropoma Ciiv. Der einzige durchgreifende Unterschied dieser Gattung von Serranus liegt in den nach vor- und abwärts gerichteten Stacheln am untern Rande des Vordeckels. Bezahnung der Kiefer, Beschuppuug am Vorderkopfe, Grösse der Schuppen, Dicke und Höhe der RiKkenstacheln wechselt bei den verschiedenen Arten, Bei den meisten aber ist der Vorderkopf nackt, und an den Seiten der Kiefer zeigen sich Hundszähne, wie bei Pseudo- serranus. '^Plectropoma macnlatum. Pet'ca miniata var. c. Fo r s k. ? J3odianus macidatus Bl., L ac, Plectro- poma piinctatum QG. ^PL maculat. C V., Rüpp. ''0, ßlk., Günth., Playf. D. 7—8/12—11, A. 2/8— 3/9, P. 15, C. 17, L. lat. 110. R. br. 7. Höhe 4%, Kopf 4, Auge 0, Stirne 1 — 1 V4 : 1 , Schnauze S'/j:!, Präorb. 4, 4. — 5. Riickenst. 3'/,, Schwanzfl. 6%. Körper elliptisch, verlängert. Schnauze etwas lang. Unterkiefer etwas vorstehend. Der Oberkiefer endet unter oder etwas hinter dem hinteren Augenrande. Im Zwischenkiefer eine schmale Binde hecheiförmiger Zähne, welche vorn breiter wird und innen nach einwärts cinschlagbare Zähne hat. Im Unterkiefer nur ganz vorn eine solche kleine Binde; an den Seiten nur einige zerstreute bewegliche Zähne nach innen von einer äussern sehr entwickelten Reihe; einige dieser letztem erheben sich vorn und an den Seiten zu ansehnlichen Hundszähnen. Gaumen und Vomer bezahnt. Zunge glatt. Stirne, Schnauze, Präorbitalbein, auch der schmale Randtheil des Vordeckels nackt. Beide Kiefer und die Kehle aber wenigstens rudimentär beschuppt. Vordeckel ge- rundet, ohne Einschnitt, am Hinterrande kaum bezahnt, dagegen am Unterrande mit 3 — 4 vor- und abwärts gerichteten spitzen Dornen. Die 3 Deckelstacheln platt , gleichweit von einander entfernt. Deckellappen kurz, mit schiefem Oberrande. Körperschuppen klein, ctenoid, kleinere Schuppengruppen zwischen den Schuppen. Seitenlinie dem Rücken parallel. Die Stacheln der Rückenflosse schwach, aus einer Furche sich •'••) Im Index zu seinem Atlas führt Rüpp eil seine Exemplare als eigene Art P. areolatum auf. Sie sind ober entschieden P. maculatum. was auch in Jen „Neuen Wirbolthieren" und im Cataloge dos Mus. Öenkeub. wieder berichtigt wird. g90 ^^- ^- ^ Kliinzinger- erhebend, viel niederer als die untereinander ziemlich gleichhohen Glie- derstrahlen. Der erste Afterstachel gewöhnlich so verborgen, dass man ihn kaum bemerkt oder er fehlt. Brustflossen etwas kurz, gerundet, die Afterhöhe lange nicht erreichend; Eauchflossen kaum kürzer. Schwanz- flosse bei Jüngeren abgestutzt, bei Aeltercu ausgerandet mit etwas vor ragenden Seitcuwinkeln. Farbe: mennigroth oder roth- bis dunkelbraun, überall, ausser an der Kehle mit ziemlich grossen (5 — 10 Mm.) hell- oder dunkelblauen, zu- weilen dunkler gesäumten, runden, oder quer- oder längsovalen Tropfen, die am Kopf oft zu Jjängsstrichen sich ausziehen, nicht selir dicht be- setzt (etwa 30 in einer J^ängsreihe am Rumpfe). Flossen, wie der Rumpf, hochroth oder dunkel mit kleineren blauen Flecken. Brustflossen am Hinterrande gelb, nur au der Basis mit blauen Tropfen. Rückenflosse mit weissem Saume. Arab. Nägil, nach Rüppell Daba (Hyäne). Nicht häufig. 1 Meter, kleine Exemplare unter 40 Cm. selten, Variirt viel in der Färbung. Ver- breitung: Von Ostafrika bis in den Sundarchipel und Japan. Günther gibt auch P. leopardinum Lac. als im Rothen Meere vor- kommend au, es ist aber kein Gewährsmann dabei genannt. Gattung: Diacope (Ouv.) Rp. *) Mesoprion et Diacope CV., Mesoprion et Genyot'oge Cant., Günth., Mesopr ion B 1 k . , K n . Der Hauptunterschied dieser Gattung von Serranns liegt nicht in dem Einschnitt am Vordeckel, der sich ja auch bei vielen Serranus in kaum geringerem Grade, als bei vielen Diacope findet, sondern in der Bezahnung der Kiefer, Grösse der Schuppen, Nacktheit des Vorderkopfes und im sparoideu Habitus (S 674, Anm.). Im Zwischenkiefer steht bei allen Arten eine äussere Reihe coni- scher stärkerer Zähne und nach innen davon entlang dieses ganzen Knochens eine Binde mehr weniger feiner Sammtzähne, die nach innen nicht länger, wie bei Serranus^ sondern eher kürzer werden, und die alle fest stehen. Vorn im Zwischenkiefer sitzen 2 — 3 Hundszähne jederseits, die Mittellinie ist zahnlos. Im Unterkiefer steht vorn eine Reihe von 3 bis 4 Zähnen jederseits (die Mittellinie auch hier zahnlos), meist kleiner, als die vurdern Hundszähne oben. Nach innen von ihnen zieht sich eine Binde kleiner sammtförmiger Zähne eine Strecke nach hinten, die aber die Mitte des Kieferastes nicht erreicht, Ihr folgt nach hinten eine Reihe conischer Zähne, mit der Bijide, nicht mit den Vorderzähnen con- '■'] Die Priorität der ZusammeusleJIung von Diac und Mesopr. gehört Rüppell, ich gebrauche daher auch den von diesem gewählten Namen. Synopsis der Fische des Rotlieo Meeres. qq i tinulrlich. Sie siüd bald dichter, bald lückenhaft, meist siud 2 — 3 dieser Seiteuzähne gegen die Mitte des Kieferastes zu stärker, huudszahnartig-, die im hintersten Theile des Kiefers sitzenden wieder kleiner (wie bei Pseudoserranus und Plectropoma maculatum^ die überhaupt sich dieser Gattung" nahe anschliessen). Gaumen- und Pflugscharzähne sammt- oder hechelförmig. Zunge bald nackt, bald rauh. Lippen zottig. Kiefer, Präor- bitalbein, Kehle, mehr weniger auch Randtheil des Vordeckels und Stirne nackt, Stacheln der Rücken- und Afterflosse in eine Grube einlegbar; weicher Theil der Kücken- und Afterflosse, so wie Brust- und Schwanz- flosse haben an der Basis eine Schuppenscheide. Die Körperschuppen haben immer eine ziemliche Grösse (L. lat. 45-60). Das Nackenband (d. h. eine schräge Schuppenreihe von der Su- prascapula zum Scheitel, die sich durch Grösse, Bedeckung mit einer Haut, durch eine von Röhrchen des Seitenliniensystems herri'ihrenden leichte Streifung auszeichnet und durch genannte Haut von einer davor liegenden Schuppengruppe getrennt erscheint) ist meist sehr deutlich. Am Kiemeudeckel 2 meist flache und stumpfe, mehr Schuppen oder Ecken als Stacheln gleichende Dornen. Ueber jeder Bauchflosse oben eine ver- längerte „Achselschuppe"*). Eine Trennung dieser Gattung in zwei nach der Tiefe des Ein- schnittes am Vordcckel ist schwierig durchzuführen, da diese Tiefe selir wechselt, ja selbst bei demselben Individuum oft auf beiden Seiten ver- schieden ist. Doch lassen sich darnach Uuterabtheilungeu bilden; denn die Unterschiede in jener Tiefe sind bei den Extremen allerdings sehr auffallend und es kommen dadurch auch sonst verwandte Formen zu- sammen. Steind achner und Kner theilen nach Bezahnung der Zunge ab. Zu berücksichtigen ist bei der Eiutheilung auch die Breite der Zahnbinde. A. Einschnitt am Vordeckel tief. Knopf des Zwischendeckels vor- ragend: (^Diacope Cuv., Genyoroge Can[t., Güuth.). a) Zahnbinde am Unterkiefer etwas breit. Zunge glatt. aa) 11 Rückenstacheln. Körper hoch, eiförmig. Einschnitt am Vor- deckel von massiger Tiefe, ünterkieferzähne schwach. Zähne am abge- rundeten Winkeltheile des Vordeckels kaum stärker. Präorbitalbein höher als das Auge (wenigstens bei den vorliegenden grossen Exemplaren). Rückenflosse hinten erhöht und die Strahlen daselbst höher als der höchste 3. Rückenstachel. Rückeustacheln platt. 3 dunkle Querbinden über den Körper. *) Viele der letztgenannten Charaktere, -welche den sparoideu Habitus begründen, hat Diarope mit Lethnnus gemein, welche Gattung Bleeker auch mit Diacope in eine Familie Mesoprionoidei zu- sammenstellt. Lethrinus unterseheidet sich aber -wesentlich durch nur 5 Kienienstrahlen, unbezahnten Gaumen, ganzrandigen Vordeckel, Sparoidschuppen u. s. -w., die seine Stellung in einrT ganz andern Fa- milie fordtrn. G92 Dr. C U. Kliinzinger: 1. "^Diacope Sebae. Seba lll. t. 27, f . H '^'), Russ. t. 99. Diac. Sebae CV., Diac. sia~ mensis CV. (?), Mesoprion Sebae Blk., Kn., Genyovoye Sebae Güntli., Play f. D. 11/16, A. 3/9— 10, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 274—3, Kopf 374, Breite 3, Auge 4y2, Stirne 1, Präorb. IV^: 1, Schnauze 2:1, 3. Rückelist. 2%, Schwauzfl. 4V2. Das Kopfprofil ist abschüssig, gerade oder leicht concav. Das hintere weitere ovale Nasenloch ebensoweit vom Augeiirande entfernt, als das vor- dere vom Schhauzpuabsatze '•"''). Der Einsclinitt am Vordeckel ist ziemlich weit halbkreisförmig, aber deutlich. In dieser Beziehung macht diese Art den Uebergang zu Mesoprion im engern Sinne. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Die 2 letzten Afterstacheln fast gleich. Die Brust- flossen reichen bis zur Mitte der Afterflosse, die Bauchflossen zum After, Schwanzflosse ausgeschnitten, mit gegen das Hiuterende etwas couvexen Aussenräudern. Farbe: Blassrosa, jede Schuppe mit hellerem Flecke, Kopf oben zinnoberroth. Von den 3 dunkleren breiten Querbinden, die über den Körper herablaufen, zieht die erste schräg vom Nacken durch das Auge zur Lippe, die zweite quer vom Anfange der Rückenflosse zum Bauche, gegen unten sich verbreiternd, die dritte, schmäler und gekrümmt, von den hinteren Rückenstrahlen zum unteren Rande des Schwanzes. Rücken- und Afterflosse im mittleren Theile, Bauciiflossen am Rande, Schwanz- flosse an den W^inkeln schwärzlich. Die Art scheint übrigens iu verschiedenen Gegenden zu variiren, so wären die Querbänder nach Russell blutroth auf gelbem Grunde, auch Cuv.-Val. geben für ihre D. siamensis eine ziemlich vom obigen verschiedene Färbung an. Arab, Asamlide. Selten. 46 Cm. (nach anderen Autoren 3 Fuss). Verbreitung: Von Ostafrika über den indischen Ocean bis Oceanien Polynesien (Waigiu). bb) 10 Rückenstacheln. Präoperculareinschnitt meist sehr tief. Randzähne des Vordeckels an der Umbiegung stärker. Prä orbital bei n nicht höher, meist niederer als das Auge. Rückenflosse hinten nicht erhöht. or) Stirne nackt. Körper meist hoch, bucklig. Kopfprofil wenigstens bei Aelteren concav, Stirne etwas gewölbt. Vordeckeleinschnitt liegt ziem- lich weit oben, wenig unter dem Auge, so dass der Theil des Vordeckels austiisst *) Nicht 2, wie die Autoren angeben. **) So nenne icli der Kürze wegen die Stelle, wo die Lippenfalte an die eigentliche Schnauze Synopsis der Fische des Rotlieu Meeres. 693 über dem .Einschnitte uiederer ist, als der untere. Am Voideckel 5 Reihen bis an ihren Hinterrand von Haut bedeckter Schuppen, Randtheil des Vordeckels nackt. Nackenband sehr deutlich. RiU-keustachelu etwas schlank. Rücken- und Afterflosse vor dem Ende winkliof vorstehend. 3. und 4. Rückenstachel von der Höhe der höchsten Gliederstrahlen oder etwas höher. Rosa mit einigen gelben Streifen und Flecken vorn. 2. ''Diacojte gihha. Sciaena gihha Fk., LiUjanus mhhus Bl. Seh., Diacope coccinea (Ehrb.) C V., Rüpp., Pet., Di ac. gihha CV., Genyoroge gihha (ynnth. D. 10/14, A.3/8— 9, L. lat. 50, Höhe 2%— 3, Kopf 3y^, Breite 3, Auge 4V,, Stirne 1, Schnauze 2:1, Präorb. 1 — 1 V3 : 1, 3 — 4 Rückeust. 3V21 Schwauzfl. 4V2. Die Unterkieferzähne ziemlich schwach. Das hintere grössere ovale Nasenloch liegt mit seinem Vorderraude in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenfalte. Schnauze lang, abschüssig. Die beiden letzten After- stachelu gleichlang, oder der 2. etwas länger. Brust- und Bauchflossen zugespitzt, jene reichen bis zum Anfange der Afterflosse, diese bis zum After. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten mit spitzen Winkeln. Farbe: Hellzinnoberroth, die einzelnen Schuppen mit weissem Fleck oder Strich. Gelbe Streifen an den Seiten des Kopfes, an den Kiemen- deckeln und über den Brustflossen. Rücken- und Afterflosse mit weissem Saume. Iris gelblich. Arab. Asamüde. Selten. Fleisch gut. Im tieferen Meere. 40 Cm. ''If. meUinura Rp., Gth. scheint nur eine Varietät oder ein Jugend- zustand von Z>. a^'ö&a zu sein, wie auch schon Rüppell selbst vermuthete. Die Körperhöhe, die Rüppell als Hauptunterschied anführt, ist bei ver- schiedeneu Individuen verschieden (2V2 — Sy^). Manche meiner Exemplare, die der Färbung nach zu melanura gehören, sind eben so hoch als J>. gihha. Das Auge ist grösser (Sy^— 4), weil die Individuen jünger sind. Nach Kner ist damit auch 3Iesopr. hottonensis CV. und wohl auch Diacope axillaris CV, zu vereinigen. Farbe von Z>. melanura: Grünlich- bis röthlichgrau, jede Schuppe mit olivenfarbigem Flecke. Diese Flecken reihen sich über der Seitenlinie nach der Stellung der Schuppen in schräge aufsteigende Linien. Bauch mehr rosaroth. Kopf oben braunroth. Eine Linie am Oberkiefer und der Stachel des Zwischendeckels gelb (wie bei D. gihha') Brustflossen rosa, Bauchflosseu dunkler roth, an der Spitze schwärzlich. Rücken- und Afterflosse gegen den Rand hin oder auch ganz braun oder schmutzig- braunroth, im weichen Theile zuweilen weissgesäumt. Schwanz und g94 ^^- ^- ^ Klunzinger: grösster Theil der Schwanzflosse schwarz oder violettschwarz, letztere iiii Uebrigeii gelblich, aussen roth- hinten weissgerändert. Iris roth, lu der Achsel der Brustflosse oben ein dunkler Fleck. Ziemlich selten. 15 — 20 Cm. Verbreitung: £>. gibba auch in Mozambique, D. nielanura bis jetzt nur im Rothen Meere, D. hottonensis weithin bis Neu-Guinea. ß) Stirne nackt, Körper hoch, Rücken sehr gekrümmt. Vordeckel- einschnitt liegt ziemlich weit unter dem Auge, der Abschnitt über dem Einschnitte ist höher, als der untere. 6 Reihen nackter Schuppen am Vor- deckel, Randtheil desselben nackt. Nackenband nicht sehr deutlich. Sta- cheln der Rückenflosse stark. 4 — 5. Rückenstachel von Hohe der höchsten weichen Strahlen. 2. Afterstachel meist ziemlich höher, als der 3. Hinteres Nasenloch dem Auge sehr nahe; das vordere in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Dunkel, mit blauen Punkten und Linien und einem grossen weissen Flecken gegen hinten auf der Seitenlinie. 3 Diacope rivnlata. Russ. Diac. rivulata CV. , Rüpp. , Diac. coeruleopunctata CV. '^), Diac. alboguttata CV., Genyoroge rivulata Günth., Play f., Mesoprion coeruleopunctatus Blk., Genyor. coeruleopunctata Günth, D. 10/15, A, 3/8—9, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 3— 3^/3, Kopf 3%, Breite 2V2, Auge V/^, Stirne \%, Schnauze iVstI— IV^tl, Präorb. IVj-^ 4. bis 5. Rückenst. 272, Schwan zfl. 5. Der Unterkiefer steht etwas zurück. Der Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Die Brustflossen reichen bis zum Anfang der Afterflosse. Erster Strahl der Bauchflossen fadenförmig, reicht bei Jüngeren bis zur Afterflosse, Schwanzflosse leicht ausgerandet bis ab- gestutzt. Farbe (nach Rüpp.): Grünbraun. Scheitel, Kiemendeckel und die Basis der Schuppen in der oberen Körperhälfte mit blauen Punkten. Vor- und Unterdeckel mit geschlängeiten blauen Linien. Auf der Seiten- linie, dem Anfang der Afterflosse gegenüber, ein grosser schueeweisser Fleck, Rückenflosse und äussere Hälfte der Schwanzflosse braungelb, die übrigen Flossen blaugrau mit dunkleren Spitzen. Bei den mir vorliegenden Bleeker'schen Exemplaren {^Mes. coeruleopunct.') ziehen sich blaue Quer- bänder auch über Stirne und Scheitel und der Flecken an der Seiteulinie ist von einer schwarzen Färbung umgeben. Eine schwarzbraune Quer- binde zieht vom Nacken zur Brustflosse. Wird 15 Zoll nach Rüpp., 2 Fuss nach CV. Verbreitung: Ostafrika, indischer Ocean bis China. •■•*) Gehört sicher hierher, wie ich aus der Vergieichuug mit dem Exemplar vöu Rüppell sehe. Auch ßleekef iü seiner i.ehumeratio" und Play fair sind dieser Ansicht. Synopsi? der Fische des Rothen Meeres. 695 y) Stiriie theilweise beschuppt. Körper meist melir läugUcli, ellip- tisch, selten eiförmig. Kopfprofil leicht parabolisch. Vordeckeleinschnitt liegt ziemlich weit unter dem Auge, der Abschnitt über dem Einschnitte etwa ebenso hoch als der untere. 6 — 7 Reihen nackter Schuppen am Vor- deckel; auch der sonst nackte Raudtheil trägt 1 — 2 Reihen halb von Haut überzogener Schuppen. Nackenband wenig deutlich. Rückenstacheln raittelmässig. Weicher Theil der Rückenflosse nieder, leicht gerundet. 4. und 5. Rückenstachel viel höher als die Gliederstrahlen. Afterflosse etwas höher, ihr Endrand gerade, ihre Strahlen gleichhoch. 2. Aftersta- chel ein wenig höher als der 3. Nasenlöcher wie bei D. gibba. 4. ''Diacope Kasmira. Sciaena Kasmira F Y sk. ''^j JSolocentriis bengalensis Bl., Diac. octo- lineata CV., F. jap. Rüpp., Pet., Genyoroge bengalensis Gth,, Play f. D. 10/14, A. 3/8, L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 3%, Breite 2%. Auge S'/x — 4, Stirne iVi, Schnauze 1 — l*^:!, 4—5 Rückenst. ^Vi, Schwanzfl. 5. Farbe: Hellcitrongelb, Bauch heller. Vier hellblaue, von wellenför- migen schwärzlichen Randlinien begrenzte Längsstreifen über den Körper. Die zwei oberen beginnen von Stirne und Auge und ziehen schräg nach oben und hinten zur Rückenflosse. Der dritte beginnt am Kiemendeckel, der vierte gewöhnlich schon an der Lippe, ist mehr horizotal und läuft zum Schwanz. Der Kopf ist gegen oben lila bis rosa. Flossen gelb. Iris gelb. Variirt mehrfach: Oefters findet man Individuen mit einem schwärz- lichen rundlichen Fleck auf der Seitenlinie gegen hinten (wie bei D. fulvißammci). Bei andern findet sich ein unpaarer blauer Rücken- oder Nackenstreif, auch zeigen sich unterhalb der vier Hauptstreifen oft noch 4 — 6 undeutlichere. Zuweilen zeigen sich oben auf dem Kopfe bläuliche Lituren (Forsk. erwähnt bläuliche Binden, jederseits 7?). Die Varietät Holocentnis qiiinquelineatus Bl. oder Diac. decemlineata CV. hat jeder- seits 5 Längsstreifen. Bei den mir vorliegenden Bleeker'schen Exemplaren ist die Rückenflosse dunkel gerandet. Arab. : Ranqe (Farbe, buntfarbig); die mit schwarzen Flecken heisseu Häbr ränqe (Häbr ist Dinte, so heisst auch D. fuluißanima^^ nach Forsk. ist der Name Kasjmiri oder tyrki. 25 Cm. Hält sich meist im Innern Meere, besonders um Koralleninseln auf, die unter dem Wasser- spiegel liegen**). Zeitweise kommt er auch an das Uferrifl' in grösserer Menge. Wird meist bei Nacht gefangen. *) Die Art ist so gut von Forskäl beschrieben, dass seinem Namen die Priorität gebührt. Das Nähere über die zahlreichen Synonyme dieser Art lese man bei Günther nach. Ich führte nur die wich- tigsten an, ßleek. unterscheidet neuerdings (Mittheil, der niederl. Akad. Ib69) 3 Arten, einen Lutjanus octovittatus Lac, einen quinquelineatus ßl. und einen L. bengalensis Bl. '•*•'•'■) Eine solche liegt mehrere engl. Meilen im Osten von Koseir. Tahala genannt und wird vie von Fischern ihres Fischreichthums wegen besucht. 88* 096 pr r n K'hin 7. iaper: Verbreitung: üeberall in Ostafrika und im indischen Ocean bis Polynesien. b) Zahiibiiide im Unterkiefer schmal. Zunge glatt. Einschnitt am Vordeckel sehr tief. Kopfprofil quadrantiscli. Flossen zugespitzt. Augen gross. 5. ''Diacope nigra. Sciaena nigra Forsk., Diac. nigra C V., Rüpp., Genyoroge nigra Giiuth., Diac. macolor CV. D. 10/14— 15, A. 3/10— 11, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 3, Kopf 3%, Breite 2, Auge 37^—4, Stirue IV^:!, Schnauze 1%: 1, Präorb. 1% bis 1, 3. — 4. Rückenst. 4, Schwanzfl. 5. Körper eiförmig, länglich, Stirne etwas gewölbt, breit, nackt. Beide Nasenlöcher sehr klein, genähert, das hintere etwa in der Mitte zwischen Auge und Schnauzena,bsatz. Die Kiefer gleichlaug. Oberkiefer endet unter der Mitte des Auges. Zähne etwas klein, die vorderen in beiden Kiefern nach vorwärts gerichtet. Präoperculareinschnitt liegt etwas weit unten. Die Schwiele des Zwischendeckels stachelartig. Vordecke! undeutlich ge- sägt, die Zähnchen an der Umbiegung etwas länger. 7 Schuppenreihen am Vordeckel, Raudtheil nackt. Die Rückenstacheln ziemlich schwach und schlank, Rücken- und Afterflosse gegen hinten erhöht, zugespitzt, die Spitzen erreichen die Schwanzflosse. Die höchsten Rückenstacheln viel niederer. Auch die Brustflossen sind lang, reichen fast bis zum Ende der Afterflosse, die Bauchflossen nur zum After. Der dritte Afterstachei ist der längste. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten bis abgestutzt, mit ge- krümmten Aussenrändern. Der Hinterrand ist oft (wie bei Sphyräna agani) zu beiden Seiten des Einschnittes etwas geschwungen. Farbe: Schwarz oder braunschwarz, Bauch etwas heller, jede Schuppe mit einer bläulichen Verticallinie. Kopf mit dunkleren Flecken und blauen Netzlinien dazwischen. Arab. : Schotaf, nach Forsk. batie, nach Rüpp. Sägor. 45 Cm. (kleinere fand ich nicht). Selten. Am Riß" und am Korallabhange. Wird bei Nacht gefangen. Fleisch sehr gut. Diac. macolor CV. unterscheidet sich von D. nigra bloss durch die Farbe: Schwarz, mit weissen Flecken und Längsbändern. Verbreitung: D. nigra nur im Rothcn Meere gefunden, D. macolor im indischen Ocean bis Neu-Guinea. B. Präoperculareinschnitt seicht. Zahnbinde im Unterkiefer schmäh (Mesoprion CV., Günth., Cant. a) 11 Rückenstacheln. Synopsi? -ler Fis^^he des Rotbf^n Me^ros. 697 aa) Körper etwas hoch, länglich-eitormig. Kopfprofil ziemlich ge- rade. Augen mittelmässig, Präorbitalbeiii wenig niederer als das Auge, oder voll dessen Höhe. Zunge glatt, Stirne nackt. Zähne im Unterkiefer wenig au Länge verschieden, auch die vorderen im Zwi^schenkiefer kaum verlängert. Vordeckel an der unteren Rundung etwas stärker gezähnt. Kiemendeckeldorn flach, stumpf. Rückenstacheln schlank, 4.-5. so hoch, als die höchsten weichen Strahlen. Rücken- und Afterflosse hinten leicht gerundet. Dritter Aftcrstachel etwas höher als der zweite. Brust- und After- flosse reichen über den After hinaus. Schwanzflosse abgestutzt und leicht gerundet. 6. IHacope annularis. Älesoprion annularis CV., Rieh. (Chin)., Blk., Caut., Günth., Kn., Playf., Diac. annularis Rüpp., QG., Mesoprion sanguineus Blk. D. 11/13-15, A. 3/8— y, L. lat. 56—60, Flöhe ^V^-S, Kopf 3^/3, Breite 3, Auge 4, Stirne l'/j, Schnauze l'/^tl, Präorb. 1 — IV4, 4. bis 5. Rückenst. V/j, Schwanzfl. 5V2. Farbe: Zinnoberroth, Bauch weisslich. Eine schwärzliche breite Binde zieht jederseits vom Auge bis vor die Rückenflosse. Schwanzrückeu mit einem g'rosseu, auch über die Seiten sich herabziehenden schwärzlichen, weisseingefassten Fleck. Flossen röthlich; Bauchflossen, Rücken- und Afterflosse meist schwärzlich. Variirt sehr in der Fäibuug; sie wird von verschiedenen Autoren sehr verschieden angegeben. Diac. saiujninea (Ehrb.) CV. stimmt damit überein, nur ist bei dem untersuchten, gegen 30 Cm. langen Originalexemplar im Mus. Berol. die itückenflosse hinten hoch, viel höher als die höchsten Stacheln (wohl Altersdifterenz). Verbreitung: Ostafrika und das indische Meer bis China. bb) Körper nieder, lanzettlich. Kopfprofil durchaus leicht convex. Augen sehr gross, Präorbitalbein daher sehr nieder. Zunge rauh. Stirn breit, bis zur Augenmitte beschuppt. Die Zähne der Kiefer lückenhaft, Hundszähne vorn im Zwischenkiefer und seitlich gegen die Mitte des Un- terkieferastes. Vordeckel fast bis zum Rand beschuppt. 2 Stacheln am Kiemendeckel, etwas spitzig. 4. — 5. Rückenstachel um ein gutes höher als die höchsten weichen Strahlen. Rückenflosse hinten leicht gerundet, After- flosse abgestutzt, geradraudig. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ge- randet. aqQ^ Hr. r P. Klunzinprer' 7. Diacope lineolaia. D. lineol. Rp. Mesopr. llneol. Blk., Gth. *), Playf., Kn. D. n/12, A. 3/8, L. lat. 45, Höhe 4 (Bleek. 4%, Günther's Mes. Bleeket'i 4V3), Kopf 3*/», Breite 2, Augen 3 (bei Blk. 3V2, bei Gth. 4), Stinie l'/^, Schuauze 1— iVi:!, Präorb. 3—4, Riickeust. 2, Schwauzfl. S'/^. Farbe: (nach Rüpp.) Riickeu grünlich, Bauch silberig. Ueber der Seitenlinie schiefe dunklere Streiten. Eine graubraune Binde vom Auge zum hintern Ende der Rückenflosse. Play fair beschreibt 3 Farbvarietäteu; dazu kommt die oben be- schriebene mit der Binde. Verbreitung: Zauzibar, Java. b) 10 Rückenstacheln. aa) Zunge rauh. a) Zähne kräftig, Hundszähne zum Theil sehr lang. Die hierher gehörigen Arten sind oft sehr schwer zu unterscheiden. Sie haben folgenden gemeinsamen Charakter: Körper bei Jüngeren läng- lich-eiförmig, bei Aelteren niederer, gestreckter. Kopfprofil fast gerade, Schnauze bei Jüngeren kürzer, von Augenlänge, bei Aelteren bis zu dop- pelter Augenlänge. Auge mittelmässig, bei Jüngeren etwas grösser. Die beiden Kiefer ziemlich gleich laug. Nasenlöcher einander genähert, das vordere steht in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenfalte. Stirne und Scheitel nackt, Nackenband sehr deutlich. Der Oberkiefer reicht unter die Hälfte des Auges. Vonleckeleinschnitt meist unbedeutend, dem ent- sprechend auch die Verdickung am Zwischendeckel. Bei Aelteren zeigt sich statt der Einbuchtung mehr eine unreg*elmässige Stutzung. Der Vordeckel- raud fein gezähnt, an der ümbiegung etwas stärker, bei Aelteren ist die Zahnung fast obsolet. Von den Kieferzähnen sind die Vorderzähue des Zwischenkiefers, 1 — 3 jederseits, besonders lang und ragen bei geschlos- senem Mund über das Unterkiefer herüber. Am Unterkiefer sind die Vor- derzähne massig, au den Seiten erheben sich aber 2 — 4 stark. Die Zähne auseiuanderstehend. Die Stacheln der Rückenflosse massig stark, der 4. — 5. sind die höchsten. Die 2 hintern Afterstacheln ziemlich gleich lang. Die Brustflossen erreichen die Afterflosse, die Bauchflossen kaum den After. aci) Weicher Theil der Rückenflosse hinten erhöht, höher als die höchsten Stacheln^ ebenso Afterflosse. Beide gerundet. Schwanzflosse ab- gestuzt. 7 — 8 Schuppenreiiien am Vordeckel. Oberkiefer hinten gerade abgestutzt. '■■•) Günther hält den von Bleek er beschriebenen Fisch für eine andere Art und nennt ihn Mesopr. Bleekeri. Indessen stimmt die Beschreibung von Bleeker recht gut mit der von Rüpp eil, wäh- rend die von Günther gegebene sich von der Bleeker's allerdings sehr unterscheidet. Synopsis der Fische des Rotheu Meeres. 6QQ 8. *'Diacope argentimacttlata. Sciaena argentimac. Fk., Perca argentea Bl. Seh., Labrus argeyitatus Lac. (nicht Abbildung III, 18, 1), Diac. argentimaculata C V., Rp., Mesopr. argentimaculatu,^ Gth. D. 10/13, A.3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 4ö, Höhe 3%, Kopf ^V^-V/i, Breite 2V4, K\xge ky^ — 5, Stirue 4, Schnauze iV-jM bis 2:1, Präorb. lYg : 1 bis iVi'.l, 3. uud 4. Rückeust. ^V^, Schwanzfl. 5. Farbe: Dunkelgrau (bis grünlich : RüppeU). Bauch uud Brust röth- lich. Schuppen in der hintern Hälfte oder am hintern Rande weiss. Eine blaue Längslinie unter dem Auge. Iris braun. Flossen röthlich braun bis purpurn. Spitze der Brustflosse und Eudrand der Schwanzflosse schwärzlich. Arab. Schahfei bijähi (Schahfei heisst auch D. monostigma^ nach Forsk. Schafen; bijähi heisst aus dem tieferen Meere im Gegensatz zur Klippe). — 50 Cm. Selten. D. satnhra = Alphestes sambra Bl. Seh. = Mesopr. gembrä C V. ist wohl von D. argentimacul. nicht specifisch verschied en. Am Rumpfe mehrere schimmernd weisse Flecken, die zusammen oft als Querstreifen über den Körper herablaufen. Auch die blaue Linie unter dem Auge fehlt nicht. Sonst finden sich alle obengenannten Merkmale von D. argentimac. Verbreitung: D. argentimac. nur aus dem rothen Meere bekannt. D. sambra aus den indischen Meeren bis zu den Molukken. Eines meiner Exemplare aus Koseir entspricht ganz der D. sambra. /?/?) Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse niederer als die höchsten Rückenstachelu, (der 4. — 5.) Rückenflosse hinten gerundet, After- flosse geradrandig, gestutzt. 7—8 Schuppenreihen am Vordeckel. Schwanz- flosse mehr weniger gegabelt. Oberkiefer hinten gerade gestutzt. Farbe aufl'allend. (S. u.) 9. '^Ißiacope bohar. Sciaena bohar Fk., Sparus lepisurus Lac, Lutjanus bohar Bl. Seh n., Diacope bohar C V., Rp., Diacope quadriguttata C V., Pet., Mesoprion bohar Gth., Play f., Mesopr. quadriguttatus Blk. D. 10/14, A. 3/9, L. lat. 50, Höhe Sy^, Kopf 3 Vit, Breite ^Vj, Auge 4, Stirne l'^, Schnauze i^/^'.X — 2:1, Präorb. 1^2-, Rückenst. 2V4, Schwanzfl. i^/^- Farbe: Rücken dunkelviolett, Bauch röthlich; die meisten Schuppen mit einem hellen Fleck; diese Flecken ordnen sich über der Seitenlinie in schiefen, unter derselben in Längslinien. Aeltere Individuen sind tiefer roth und weniger blau. Bei Jüngeren (bis24 Cm. Länge) finden sich jederseits zwei grosse weisse Flecken gegen den Rücken zu, der eine unter dem 8. — 10. Rückenstachel, der andere unter den letzten weichen Strahlen; sie erhalten sich meistens auch im Weingeist; bei Erwachsenen fehlen sie. 7Q() Or. C. B. Kliinzinger Ins lebhaft orange. Brustflossen rosa, am oberen Hau le dunkelblau. Bauch Hosseu scliwarzblau, aussen und iuneu weiss. Alter- uud Riickeu- flosse blauschvvarz oder schwarzbraun, am hintersten Theile rosa. Schwanz- flosse rosa, äussere Randg-egend schwarzblau mit weissem Ausseusaum. Arab.: Die Jüngeren lieisseu Tumara, die Aelteren Bohär. Die Kleineren lebeii etwa 5 Klafter tief am Riffsabhang, gewöhnlich nur wenige zusammen. Die Aelteren leben mehr in der Tiefe. An manchen Orten sind sie häufig (so gibt es eine Bucht oder ein Scherm südlich von Koseir, das den Namen siiq el bohar, d. h. Boharmarkt, führt.) Diese Fische werden mehr bei Nacht und mehr im Winter gefangen. Fleisch hart, aber geschätzt^ die Haut bleibt nach dem Kochen noch hart. 10—50 Cm. Verbreitung: Ostafrika, auch auf den Sundainseln. yy) Rücken- und Afterflosse wie bei D. bohar. Nur 6 Schuppenreihen am Vordeckel. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Oberkiefer hinten mehr weniger gerade abgestutzt. Ein schwarzer Fleck an jeder Seite. 10. '''Diacope fulvifiamma. Sciaena fulvifiamma Fk., Perca fulvifiamma Bl. Scli., Centropom'us hoher. Lac, Diacope fiüvifiamma. C V., Rp., Mesopr. fulvifiamma. Blk., Gth., Playf., Kn. D. 40/13, A. 3/8, L. lat. 50, P. 16, C. 17, Höhe 3V^, Kopf 3%, Breite ^'/j, Auge 4, Stirne V^/i, Schnauze IV4: 1, Präorb. 1 — 1^2, Rückeust. 21V3, Schwanzfl. 5. Farbe: Graugrün oder graugelb, Bauch silberig. Seiten mit 5 — G gold- oder schwefelgelben, zuweilen undeutlichen Längsstreifen. Ein schwarzer runder oder ovaler grosser Fleck auf der Seitenlinie etwas hinter der Afterhöhe. Kopf oben und vorn violett oder lila. Iris dunkel- braun, Flossen gelblich hyalin, After- und Baucliflosse tiefer gelb. Selten finden sich Individuen mit einer dunkelbraunen Längsbinde von der Lippe durch das Auge bis unter die Mitte der Rückenflosse (wie auch die Ab- bildung in Rüppell zeigt). Bei ganz jungen Individuen von 3 Cm. ist noch keine Bezahnung der Zunge wahrzunehmen, und es lässt sich nicht bestimmen, ob eine Diacope fulvifiamma^ eine Diac. monosügma oder da das Präorbitalbein bei solchen noch sehr nieder ist im Verhältniss zum Auge, gar eine D. Bhrenbergi daraus wirdl Der Vordeckel hat bei solchen auch noch keine Bucht, ist mehr winkelig als abgerundet, und ein Winkelzahn ist, wie bei jungen Serranus^ lang, dornartig und reicht bis zum Kiemenspalt. Der schwarze Fleck und zum Theil auch die Längsstreifen sind vorhanden. Arab.: Häbr (Diute), nach Fk. auch abu nüqta, nach Ehren berg h>ilbiri. Ist sehr q-emein in den Korallbrunnen des Rifi'es, sowie vor dem Synopsis der Fische des Rofhen Meeres yrvj Abliange uuJ im Haleu. Friach ist der lisch mehr griiu, später wird er gelblich. Meist sind 5 — 15 zusammen. Fasst gern die Angel. Fleisch gut. Länge bis 24 Cm. Verbreitung : Ostafrika bis China. Sd) Rücken- und Afterflosse, wie bei Z>. bohar, iudess kaum nie- derer als die höchsten Stacheln. Körper etwas hoch, eiförmig. Oberkiefer hinten schräg. Ein grosser schwarzer Fleck an der Seite und blaue Längslinien. 6 Schuppenreihen am Kiemendeckel. (Ist nicht scharf von D. fulvißamma zu unterscheiden.) 11. liiacope coeruleolhieaia,*) Rp. Play f. D. 10/13— 14, A..3/8, P. 15, C. 17. L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 37^, Breite 3, Auge 4, Stirne ly^, Schnauze iVitl, Präorb. ly^, 4.-6. Rückenst. 3, Schwanzfl. 5y2. Farbe: (uach Rüppell) Körper und Flossen grüngelb, Körper jeder- seits mit 6 blauen Längslinien und einem schwarzen Fleck an der Seiten- linie in der Gegend der Afterflosse. Untere Körperhälfte verwaschen rosa. Arab.: Gehlin und Gushabra (Djedda) Cy^ Zoll. Im Rothen Meere (Massaua, Djedda). (Mus. Senkeub. und Berol.) /?) Zähne schwach, Hundszähne kaum ausgesprochen. Auge gross, Präorbitalbein sehr nieder. Ein grosser schwarzer Fleck an den Seiten. 12. '^Diacope Ehrenhergi. Pet. (Monatsber. Berl. Akad. 1869.) D. 10/13, A. 3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 48, Höhe 3V2— 3V3, Kopf sy^, Auge 3 — 3y2, Stirne lyj, Schnauze 1 — \^/^\\, Präorb. 3, 4. Rückenst. 2y6, Schwanzfl. 5y2. Körper elliptisch, Schnauze etwas kurz, spitz. Beide Kiefer gleich lang. Nasenlöcher genähert, das vordere ein wenig kleiner und dem Auge etwas näher als der Schnauzenfalte, Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges, sein Hinterrand etwas convex, wenig schief. Vordeckel schwach gezähnelt. Rückenstacheln schlank, weiche Rückenflosse nieder, gerundet. Afterflosse geradrandig, ihr 3. Stachel der längste. Brustflossen reichen, zum After, die Bauchflossen kürzer. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe: Oben grau, unten silberig, zuweilen gelbe Längsstreifen. Ein runder oder ovaler grosser schwarzer Fleck auf der Seitenlinie über und hinter dem After. 27 Cm. Nicht häutig. Nur aus dem Rothen Meere bekannt. Wurde früher mit D. fulviflamma oder monostigma verwechselt, und war als solche in den Sammlungen, ist aber ganz verschieden. *) Mesoprion quinquelineatue CV., Gthr. gehört nicht 2U dieser Art. M, I!. AbhaDdl. go ^Q2 Dr. C. B. Klunzinger; bb) Zunge glatt. cc) Auge klein. Körper hoch. Zähne der äussern Reihe an beiden Kieferu klein, gleichmässig, genähert. Einschnitt am Vordeckel deutlich, doch nicht tief. Rücken- und Afterflosse zugespitzt. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe roth. 43. Diacope erythrina. Rp. — Mesopr. erythrinus Gth. D. 10/14, A. 3/9, P. 17, C. 17. L. lat. 50, Höhe 3, Kopf 3%, Auge 6V2, Stirne iV^rl (Stirnhöhe vom Auge zur Scheitelliuie 1), Schnauze 27^:1, Präorb. iV^ii, 4.-5. Rückenst. 4, Schwanzfl. SVa- Diese Art schliesst sich in mancher Beziehung an die sog. Genyo- rog*e, namentlich G. Sebae und gibhus durch hohen Körper, steiles bucke- liges Kopfprofil, sowie durch die Form und den Stand der Zähne der äussern Reihe, Die innere Zahnbinde ist aber sehr schmal in beiden Kie- fern, und der Einschnitt am Vordeckel ist nicht tief. Oberkiefer schräg gestutzt, reicht nicht unter die Mitte des Auges. Die Brustflosse reicht bis zur Afterhöhe. Der Unterkiefer ragt ein wenig vor. Farbe (nach Rüppell): Körper und Flossen mennigroth, Bauch heller, Unterkiefer gelblich. Mundhaut und Zunge schwefelgelb. Iris braunroth. 20 Zoll. Mus. Senkenb. aus dem Rotheu Meere. /S) Auge mittelmässig. Körper elliptisch. Zähne der äussern Reihe kräftig, entfernt stehend, mit Hundszähnen. Weicher Theil der Rücken- flosse nieder, gerundet. Oberkiefer hinten schräg, convex. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Mit grossem schwarzen Fleck an den Seiten. 14. '^Tßmcope inonostigma. Labrus unimaculatus var. Lac. t. 17, 1. Mesoprion monostiyma C V-, Blk. (Rp.) D. 10/13, A. 3/8, L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 3V3, Breite 273, Auge 4— 4V2, Stirne IV3, Schnauze iV^il, Präorb. 1— IV^, 3.-4. Rückenst. 2%. Schwanzfl. 5. Schliesst sich eng an die unter B, b, aa, a, aa genannten Arten: Diac. argentimaculata, hohar^ fulvißamma an und wurde bis jetzt mit dem letzteren verwechselt. Die Art stimmt in den meisten Merkmalen auch mit D. fulvißamma überein, unterscheidet sich aber wesentlich sofort durch glatte Zunge. Ferner ist der Hinterrand des Oberkiefers sehr schief und der untere hintere Winkel ragt vor. Unterkiefer etwas vor- stehend. Auch in der Farbe zeigt sich ein leichter Unterschied: Der Rücken ist grau, Seiten und Bauch röthlich. Die Schuppen haben gegen unten meist einen gelben Fleck, wodurch, wie hei fulvißamma^ Längsbänder Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 70^ entstehen; diese sind mehr messinggeib , fehlen oft oJer sind unzusam- menhängend. Kopf braunroth bis purpurn. Auch hier ein grosser runder, noch öfter elliptischer schwarzer Fleck an der Seitenlinie gegen hinten, er ist oft obsolet und bei Aelteren verschwindet er meist. Die Flossen gelb wie bei D. ftdvißamma. Iris roth. Auch die Fischer unterscheiden D.fulvifl. und monostigma^ letzterer heisst Schahhfel. Diese Art wird auch grösser als D. fulvißamma^ 40 Cm. Häufig. Verbreitung: Seychellen, Java. Anhang: D. mncrolepis Khrb. (S. C V. Mesoprion rubellus II. 475). Ist jedenfalls vers^chieden von Mes. rubellus^ da dieser 11, D. macro- lepis nur 10 Riickenstacheln hat. Steht in der Mitte zwischen D. argenti- maculata und D. monostigma. Mit der ersteren Art hat D. macrolepis gemein: winkelige oder gerundete etwas hohe Rücken- und Afterflosse, mit letzterer sehr schiefen IJinterrand des Oberkiefers. Mus. Berol. von Ehrenberg aus dem R. M. Gattung: Centropristis Cuv. Diese Gattung steht sehr nahe der Dincope^ und hat fast alle Cha- raktere derselben, auch die Zahnbildung (die Kleinheit der Hundszähne ist kein sicherer Unterschied, diese Zähne können oft sehr ansehnlich werden). Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse ohne eigentliche Schuppenscheide an der Basis (diese Flossen sind meist ganz nackt, zu- weilen aber auch mit Schüppchen zwischen den Strahlen), die zwei Stacheln am Kiemendeckel sind spitzig, dornartig. Vordeckel ohne alle Spur von Bucht oder Ausrandung. Ueber den Bauchflossen keine verlängerte Aclisel- schuppe. Vorderkopf und Rand des Vordeckels sind auch hier nackt. "^CeniroprisiU ßlnmeniosns. Serranus filamentosus C. V., Gth. , Serran, mitis Benn. , Anthias filamentosus Gthr. (I Vol. Nachtrag), Anthias macrophthalmus Gthr., Centropristes filamentosus Müll u. Trosch (in Schomb, hist. Barbad.), Centropristes macrophthalmus Müll u. Trosch (ibidem). D. 10/10—11, A. 3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 55, L. tr. 7/14, Höhe 4%, Kopf4V45 Breitet, Auge 3 V^, Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. 3, Rückenst. 274, Schwanzfl. 4V2. Diese Art ist weder ein Serranus noch ein Anthias (bei welchen Gattungen der ganze Köper sammt Vorderkopf beschuppt, auch die Zahnbildung ganz anders ist), sondern ein Centropristes. Körper elliptisch verlängert, fast lanzettförmig, ziemlich breit. Kopfprofil leicht convex. Stirne flach, breit, nackt. Auge sehr gross. 89* JQ^ Dr. G. B, Klunzingcr: Schnauze kur«. Kiefer gleichlaug oder Kinu leicht vorragend. Nasen- löcher gleichgross, einander und dem Auge sehr genähert. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges, seine obere Hälfte ist etwas gewölbt, sein hinterer Rand gerade abgestutzt. Vordeckel fein gezähuelt, am ab- gerundeten Winkel etwas gröber. Deckellappeu kurz. Seitenlinie sehr deutlich, die Röhrchen derselben in Form eines kurzen flachen Kiels. Viele Linien und Poren, dem Seitenliniensystem angehörig, am Präorbitalbein, am Randtheile des Vordeckels und am Nackenband. Schuppen mittel- mässig, gewöhnlich fünfeckig mit breitem Vorderrand. Der untere Stachel am Kiemendeckel grösser als der obere, beide spitzig. Rückenstacheln schlank, 4. — 5. etwas höher als die weichen Strahlen, mit Ausnahme des letzten Strahls, der, wie auch der der Afterflosse, doppelt länger ist als der vorletzte. Sonst sind die Gliederstrahlen unter ein- ander und mit den hinteren Stacheln fast gleich hoch, die Flosse erscheint daher nicht ausgeschnitten. Der Afterstachel länger, nicht dicker, als der zweite. Brust- und Bauchflossen spitzig, jene reichen bis zum After, diese nicht. Schwanzflosse tief gegabelt, die Lappen spitzig; die äusseren Strahlen sind fast dreimal länger als die mittleren. Farbe: am Rücken schön rosa, gegen den Bauch glänzend silbrig. Im Winkel der Schuppen am Rücken ein bläulicher oder purpurner Fleck. Auf dem Kopfrücken blaue rothgesäumte, labyrinthische Flecken und Linien. Iris gelb. Brustflossen blassrosa, Afterflossen weiss. Rückenflosse bläulich hyalin, am Grund und gegen die Mitte eine durch die Strahlen unterbrochene gelbe Längsbinde; der Oberrand gelb bis gelbroth. Schwanz- flosse hyalin, an deji Rändern und Spitzen höher roth. Manche Individuen haben messinggelbe Flecken und Längstreifen auf dem Körper. Arab.: Särä oder Seriä. 25—70 Cm. Im tiefen Meer, 5—600 Fuss tief, meist mit Äphareus zusammen. Wird hauptsächlich im Winter gefangen. Er ist einer der geschätztesten Fische dieses Meeres, nur Äphareus wird ihm noch vorgezogen. Verbreitung: Ostafrika. Westiudien (C macroplithalmus im Mus. Berol. von Schomburg aus Barbados gebracht, ist jedenfalls mit unsern Exemplaren identisch.) War bis jetzt aus dem Rothen Meer nicht bekannt. Gattung: Apsilas CV. In beiden Kiefern eine weit nach hinten sich erstreckende Binde sammtförmiger und eine äussere Reihe wenig grösserer couischer Zähne. Keine Hundszähne. Sammtzähne am Gaumen und Vomer. Zunge glatt. Schnauze, Kiefer, Präorbitalbeine nackt, die Stirne bis zur Mitte der Augen beschuppt, auch der Randtheil des Vordeckels trägt eine Schup- penreihe. Nackenbaud nicht sehr ausgesprochen. Vordeckel mit meist Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 705 unmerklicher Zähnelung. Die zwei Stacheln des Kiemendeckels stumpf schuppeuartig. Die Schuppen etwas gross, Rücken- und Afterflosse un- beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. Schliesst »ich an Centroj^ristis an. '^Apsilus fasciis. CV., Gth., Play f. (Index). D. 10/10, A. 3/8, P. 17, a 17, L. lat. 70. Höhe 3V2-3%, Kopf 5, Breite 2, Auge SV^, Stirue ly^: 1 (Entfernung der Augen von der Schei- tellinie 1), Schnauze 1, Präorb. % — 3, 4. Rikkenst. 3, Schwauzfl. 4%. Körper eiförmig-elliptisch. Kopf kurz. Kopfprofil parabolisch, ab- schüssig. Stirne in die Quere sehr convex, ihre Mittellinie giebelartig. Schnauze kurz. Kiefer gleich, Augen gross. Oberkiefer eben, mit con- vexem etwas schiefem Hinterrand, reicht nicht bis unter die Mitte des Auges. Mundspalte klein. Nasenlöcher gleich, sehr genähert, queroyal. Rückenstacheln schlank; weiche Strahlen niederer als der höchste Stachel; der vorletzte Gliederstrahl der Rücken- und Afterflosse etwas länger als die andern. Afterstacheln schlank, der dritte der höchste. Brust- und Bauchflossen spitz, erstere reichen bis zur Afterflosse, letztere zum After. Schwanzflosse gabiig. Seitenlinie deutlich, die Röhren flach. Furchen, Streifen und Poren am Randtheile dos Vordeckels und am Präorbitalbeiue, Schuppen fünfeckig, schwach ctenoid. Hat im Habitus viel mit Caesio gemein. Farbe : Violettgrau, Flossen röthlich. Arab.: Aäda (wie auch die Caesio heissen) 42 Cm. Selten. Verbreitung: Reunion, Cap W-rde (Westafrika).*) Neu für das Rothe Meer. Gattung: Anthias. Bl. Sehn, pt., CV. , Gth. (?? Caprodon F. Jap. gehört wohl nicht hieher). Kopf gänzlich beschuppt einschliesslich des Ober- und Unterkiefers, Schuppen etwas gross. Die Zahnbinde des Unterkiefers reicht nur eine kurze Strecke nach hinten, ihr folgt nach hinten nur eine Zahnreihe. Einige Hundszähne vorn und seitlich in beiden Kiefern. Vordeckel gezähnt, ohne Einschnitt, Kiemendeckel mit deutlichen spitzen Dorneji. Kein Nackenband. Zunge meist glatt. Meist 10 Rückenstacheln. Rücken- und Afterflosse bald unbeschuppt bald beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. *) Forsit. Kommt also auch in Bezug auf die Verbreitung mit Centropristis filamentosus übereia. 70R ^^- ^ R FCIiinzinser; '^Anihins xqnamipinnijf Pet, Gth. D. 10/17, A. 3/7 (Pet. 10/18, A. 3/8), Pect. 17, C. 17, L. lat. 44, L. tr. 3/17. Höhe 3%, Kopf 4, Breite 2V^, Auge 3 'A? Stiriie 1, Schnauze ly^, Präorb. 3—4, Riickenst. 2V3, Schwanzfl. 475. Körper elliptisch, Kopfprofil coiivex, Schnauze sehr kurz, stumpf. Präorbitalbein sehr nieder, Augen niittelmässig. Stirne etwas in die Quere gewölbt. Nasenlöcher genähert. Die Schuppen oben auf dem Kopf klein. Oberkiefer hinten hoch, reicht nicht über die Mitte des Auges hinaus. Die Kinde samnitförmiger Zähne reicht iiu Zwischenkiefer weit, im Unterkiefer wenig weit zurück. In beiden Kiefern vorn jederscits ein etwas nach vorn gerichteter Hundszahn, und etwas mehr an den Seiten ein anderer rückwärts gerichteter oder gekrümmter. Vordeckel gerundet, die Zähnelung gegen unten etwas stärker. Auch Zwischen- und Unterdeckel mit einigen Zähnchen. Am Kiemendeckel 2 spitze Stacheln (kein dritter oberer). Seitenlinie deutlich, die Röhrchen bilden flache Längskiele. Rückenstacheln ziemlicli schlank, der dritte höchste Stachel ist etwas höher als die weichen Strahlen; bei einigen Individuen, nicht bei allen, ist dieser dritte Stachel in einen Faden verlängert, der bis zum Ende der Rückenflosse reicht. Rücken- und Afterflosse hinten zugespitzt, letztere höher. Zweiter Afterstachel höher und stärker, als der dritte. Alle Flossen sind beschuppt; die Rücken- und After- flosse selbst am stacheligen Theil bis über die Hälfte herauf. Die Brust- flossen reichen blos bis zum After, die Bauchflossen etwas kürzer. Schuppen fünfeckig mit vorderem breiten Rand. Farbe: Rosa, unten gelblich. Eine purpurne violett gesäumte Linie zieht schräg vom Munde unter dem Auge hin gegen den unteren Winkel der Basis der Brustflosse. Mittellinie der Brust und Kehle violett. Flossen gelbröthlich; Membran des weichen Theiles der Rücken- und Afterflosse, sowie die Schwanzflosse dunkelgenetzt mit hyalinen runden Zwischen- räumen. Mittlere Strahleji der Bauchflosse dunkel. 14 Cm. Nicht häutig. Die meisten Exemplare fanden sich im Magen anderer Fische und waren daher etwas verdorben. Verbreitung: Mozambique. Neu für das Rothe Meer. Anhang: Einige Anthias aus meiner Sammlung, ebenfalls etwas verdorben, unterscheiden sich von der beschriebenen Art nur durch ge- ringere Höhe (4) und etwas verschiedene Färbung: Eine weisse Längs- binde zieht vom Kiemendeckel zum Schwanz, eine ebensolche längs der Basis der Rückenflosse und eine längs des Bauches jederseits. Sonst zeigt sich kein Unterschied, auch der röthliche Streifen vom Mund zur Brust- flosse fehlt nicht. Synopsis der Fische des Rothea Meeres, 707 Gattung: Grammistes (Artedi-Seba) Cuv. Schliesst sich au Serranus und Plectropoma an , nicht au Diacope : Schuppeu klein, drei spitzige Stacheln am Kiemendeckel, die innersten Kieferzähue beweglich. lu beiden Kiefern, am Gaumen und Pflugschaar eine Binde sanimtförmiger Zähne, keine Hundszähne. Zunge glatt. Die Schuppen ganz von H aut überzogen. Vorderkopf sammt Kiefer, Kehle und Raudtheil des Kiemendeckels schuppenlos. Vordeckel am hin- teren Rand blos mit 2 — 3 Zacken. Rückenflosse sehr ti ef ei ngeschuit- ten oder iu zwei, dann aber am Gruud durch Haut verbundene Theile zerfallen. Afterstacheln verborgen oder fehlend. Unterkiefer vorrao-eud mit mehr weniger entwickeltem Cirrhus. 7 Kiemeuhautstrahlen. Sehr nahe dieser Gattung steht Rhypticus Cuv. '^Grammistes orientalis. (Seba) Perca bilineata Thunb.*) Sciaena vittata Lac, Perca tria- cantha und pentacantha Lac, Bodianus sexlineatus Lac, Grammistes Orientalis Bl. Seh., CV., Blk., Pet., Gth., Playf. D. 7/1 + 13, A. 0—1—2/8—9, P. 17, C. 17, L. lat. 70. Höhe 3, Kopf 372, Breite 2%, Auge 4, Stirne ly^, Schuauze 1 — IV^: 1, Präorb. % 2. — 3. Rückenst. 3, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, zusammengedrückt. Kopfprofil leicht couvex. Nasenlöcher genähert, das hintere etwas grösser. Oberkiefer lang, reicht bis zum Hiuterraud des Auges oder darüber hinaus. Unterkiefer-Cirrhus rudimentär. Die höchsten Rückenstacheln etwas niederer, als die höchsten Gliederstrahlen. Die hinteren zwei Stachein sehr klein, der erste weiche Strahl ist ungegliedert, aber nicht steif. Meist ist nur 1 Afterstachel zu finden. Flossen, ausser den mehr spitzen BauchÜossen, abgerundet. Die Brustflossen erreichen den After weit nicht, Bauchflossen noch kürzer. Farbe: Braun- oder violettschwarz. Kopf und Körper jederseits mit weissen Längsstreifen, meist 6—7 (bei Jungen oft blos 3}. Dazu noch ein unpaarer auf dem Kopf bis zur Rückenflosse und ein. ebensolcher an der Kehle und Brust, der sich hinter den Bauchflosseu in 2 oder 3 theilt. Die Streifen an den Seiten des Kopfes sind meist geknickt und schräg. Flossen bläulich oder röthlich, am Rand hyalin. Iris dunkelbraun. Arab.: Bseli. Nicht über 16 Cm.. Ziemlich häufig an Riffbrunueu und am Abhang. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Philippinen. Neu für das Rothe Meer. *) Thuaberg gebührt eigentlich die Priorität uud nach ihm Lacöpede, da ßl. Sch.'s Werk »püter veröffentlicht wurde. 708 ^^ ^'- ^ Klunzinger: Gruppe: Priacanthini Gth. Gattung: Priacanthus CV. Hat sehr viel Aehnlichkeit mit Anthias: Beschuppuug aller Theile, schiefes, fast senkrechtes Maul, andererseits mit den Beryciden: ein mehr weniger vorragender Dorn am Winkel des Vordeckels, Zähnelung des Präorbitalbeines, rauhe Schuppen. Es finden sich aber blos 6 Kiemen- strahlen In beiden Kiefern und am Gaumen und Vomer eine Binde haarförniig-er Zähne, keine Hundszähne. Auge sehr gross. Zunge glatt. Keine Schuppen au Rücken- und Afterflosse. Ein deutlicher massi- ger Stachel am Kiemendeckel. Viele (12 — 15) Afterstrah len. Vor- deckel fein gezähnelt. Kein Nackenband. Hinteres Nasenloch sehr gross. Diese Gattung ist so abweichend, dass sie am besten nach Günther eine eigene Gruppe der Percoiden bildet. (Bleeker führt sie unter seinen Holocentroiden auf.) '•'Pricnnthns hamrur* Sdaena hamrur Fk., Priac. hamrur CV., Rp., Gth., Play f. D. 10/14-45, A. 3/15, P. 19, C. 17, L. lat. 85, Höhe 3%, Kopf 3%-4, Breite aVa, Auge 37^—2%, Stirne 1%— 1%, Schnauze 1, Präorb. 6, Rückenst. 3, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, compress. Kopfprofil wenig gekrümrat. Stirne in die Quere etwas convex, Schnauze kurz, vorn breit und platt. Unter- kiefer vorstehend. Nasenlöcher sehr genähert, das hintere bildet einen langen schrägen, fast queren Spalt, der 3 — 4mal höher, als laug ist; das vordere sehr klein. Oberkiefer hinten breit, gerade abgestutzt, reicht nicht bis zur Mitte des Auges. Präorbitalbein am oberen und unteren Rand fein gezähnelt, am vorderen oberen Winkel mit einem stärkeren Dorn, vorn höher. Vordeckel am ganzen Rand gezähnelt, am stumpfen Winkel mit sehr wenig vorragendem Stachel, der nach vorn in einen schwachen Kiel fortgesetzt ist. Am Deckel ein wenig vorragender flacher Stachel. Schuppen am vordem bedeckten Rand 2 — 3lappig; der hintere freie Theil erhöht, dörnelig, der Rand ctenoid. Die Seitenlinie steigt vorn in einer kurzen starken Krümmung auf, dann läuft sie dem Rücken parallel ziemlich gerade. Die Rückenstacheln nehmen bis zum letzten an Höhe zu, die weichen Strahlen noch etwas höher; Rücken- und Afterflosse hinten leicht gerundet. Die Stacheln sind glatt, aber die Gliederstrahlen beider Flossen, besonders aber der Afterflossen, fühlen sich beim Rück- wärtsstreichen rauh an. Bauchflossen lang, reichen bis zur Afterflosse, Brustflossen viel kürzer. Schwanzflosse ausgerandet. Ober- und Unter- rand des Schwanzes stark concav. Die Pupille erscheint opalartig neblig. Synopsis der FiseliP des Rotbeii Meeres. 70') Falbe: KupferrotL, die Flo.sseu duukier, uur die Brustflosseu hell; die seukiechteu Flossen schwärzlich gerandet. Iris ziniioberroth. Arab.: Abu äen (Aug-enfisch) oder Scherär (Funke), nach Forsk.; abu liamrur und hesrum, 36 Cm. Ziemlich häufig am Korallabhaiig, lebt gegen 60 Fuss tief (?), wird blos bei Nacht gefangen Im Wasser leuchtet bei Nacht das grosse Auge. Fleisch nicht sehr geschätzt. Verbreitung: Zanzibar. Gruppe: Apogonini. Gth. (exe. Amhassis.^ Cheilodipteroidei Blk. Grosse abfällige Schuppen. 7 Kiemenhautstrahlen. Zwei ganz ge- trennte Riickeuflossen. t Afterstachelu. 6— 7 Stacheln in der ersten Rücken- flosse, \ in der zweiten. Vordeckel mit vorderer Randleiste. Flosseustachelu mehr weniger deutlich quergestreift. Gattung: Apogon Lac. CV. Zähne alle gleich, dicht, sehr kurz, meist stumpf couisch. Stirne, Schnauze, Kiefer, Kehle und Raudtheil des Präorbitalbeius schuppenlos. Verhältuissmässig lauger und hoher Schwanz. Zunge glatt. A. Rand des Vordeckels und die vordere Randleiste ungezähnt: Untergattung: Apogonichthys Blk. 1. Apogon (Apogonichtifs) nurilus. Apogon auritus CV., Apogon pwnctulatus Rp., Apogonichthys auritus Gth., Play f. D. 7 H- %, A. %, P. 13, C. 17, L. lat. 10, Höhe 3 -3V2, Kopf 3, Auge 3, Stirne ly^, Schnauze iVi, Präorb. 4 — 5, "2. Rückeust. 2, Schwanz- flosse 5. Körper bald höher, bald schlanker. Kopfprofil fast gerade. Kopf etwas spitzig. Oberkiefer eudigt uuter oder etwas vor dem hintern Augeu- rand. Unterer Rand des Vordeckels wellig. Auge gross, Schnauze kurz. Der 2. höchste Rückenstachel ziemlich stark, viel niederer, als die höchsten weichen Strahlen. Die Brustflossen erreichen die Afterflosse kaum, Bauchflosseu kürzer. Die Seitenlinie, aus einfachen Röhren bestehend, endet unter der Hälfte der zweiten Rückenflosse. Schwanz- flosse leicht gerundet. Farbe (nach RüppeU): hellgrasgrün (in Spiritus schmuts^ig gelb- braun), mit sehr vielen bouteillengrünen Punkten gescheckt. Hinter und iid> Xt Abbandi. 9Q •^JQ Dr C. B. Kliinzingfpr: unter dem Auge 4 gelbliche Streifen, über den VorJeckel verlaufend. Oben an» Kiem eiideck el ein grosser, schwarzer, runder, gelb oder weiss eingefasster Fleck (nach Playfair bei Jungen oft fehlend). Flos- sen gelblichgrün mit vielen dunklen Punkten. Iris gelbbraun. 5 Cm. Isle de France, Zanzibar. B. Vordeckelrand gezähnelt, vordere Randleiste ungezähnt. Unter- gattung: Apogon (auct. pt.). a) Erste Rückenflosse mit 6 Stacheln, a) Afterflosse mit 7 — 8 Gliederstrahleu. % '^Apot/on eoccifietfs. Rp, Ap, cupreufi (Ehr.) CV.?*) D. 6 + %, A. 2/s (nach Rp. y„ P. 11—12, C. 17, L. lat. 24, Ltr. %, Höhe 3, Kopf 3, Auge 3, Stirne 1%— 1, Schnauze T^— 2, Präorb. 3, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5y2 (Schwanz mit Schwanzflosse 2^/2 in der Ge- sammtlänge). Körper (vor dem Schwanz) eiförmig, etwas hoch, Rücken stärker gekrümmt als der Bauch. Kopf keilförmig. Oberkiefer endigt etwas vor dem hintern Augenrand. Deckellappen spitz. 2. Rückenstachel höher und stärker als die andern, und etwas niederer, als die Glieder- .strahlen. Brustflossen etwas lang, reichen bis zur Mitte der Afterflosse, die Bauchflossen erreichen die Afterflosse nicht ganz. Schwanzflosse leicht gabiig. Suprascapula ganzrandig, Vordeckel fein gezähnt, Augen etwas gross, Seitenlinie besteht aus einfachen Röhren. Farbe: Zinnoberroth, Flossen tiefer roth. Schuppen der Rückenge- geud mit dunklem Rande. 4y^ Cm, Selten. Nur aus dem Rothen Meer bekannt. ß) Afterflosse mit 4 4 Gliederstrahlen. 3. Apoffon lineolaiiis. (Ehrb.) CV,, Rp., Gth. D. 6 + V«, A. y,4, P. 13, C. 47, L. lat. 26, L. tr. %, Höhe 3, Kopf 3y4, Breite 2y4, Auge 2y2, Stirne ly^, Schnauze iy2, Präorb. 4, dritter Rückenst. %^/,^^ Schwanzfl. 4y4. Körper eiförmig-länglich. Schnauze sehr kurz, stumpf. Auge gross. Vordeckel abgerundet, auch ein Theil des Unterrandes ge- zähnelt. Suprascapula ungezähnt, Oberkiefer endigt unter dem hintern Drittel des Auges. Deckellappen schräg abgestutzt. 3. Rücken- ■•') Ap- cupreus liudet sich nicht im Mus. Berol., dafür aber ein Apogon unter dem Namen: Ap. ignens Ehrb., •welcher mit Ap. coccineus übereinstimmt und auch 6 Stacheln in der ersten Rückenflosse hat. [Ap. cupreufi fioll 7 hüben?) Synopsis der Fische des Rothen Meeres. "T-H Stachel uieht stärker als der 2., niederer, als die Giiederätrahleu. Brust- flossen reichen zur Hälfte der Afterflosse. Rand der Afterflosse etwas concav. Die Seitenlinie besteht jeaus einem Längskiel und einer am Grunde desselben auf- und einer absteigenden Seiten verdickung. Farbe (nach Rp.): Rosa mit metallischem Glanz. 12 — 13 rothbraune Querstreifen über die Seiten des Körpers. An der Schwanzbasis jeder- seits eiji schwarzer Fleck. Flossen röthlieh hyalin. Iris gelb, oben uud unten mit einem blauen Längsstreifen. Spitze der ersten Rückenflosse schwärzlich. 30 Linien gross. Nur aus dem R. M. bekannt. b) Erste Rückenflosse mit 7 Stacheln. aa) Augen etwas klein, Präorbitalbein 3 im Auge. Zahnbinde breit, Rückenstachelu kräftig. cca) Kiefer gleichlang. Die Nebeuäste der Röhren der Seitenlinie flach, sctiüppchenartig, mit nicht oder kaum gelapptem Rande. Stirne breit, Suprascapiila ganzrandig. Einige quere Binden oder Flecken über den Körper- 4. ■' Apoijon bifasciatus Rp., Gth., Kn,, Play f. Apogon trimaculatus Rieh, (Chin.} D. 7 4- %, A. Vs, P- 13, C. 17, L. lat. 27 — 28. Ltr. '%, Höhe 3— SV^. Kopf 3V3, Breite t^/^-, Auge 3, Stirne 1*/^, Schnauze l'/j, Präorb. 3, Rük- kenst. 2, Schwanzfl. 5. Körper eiförmig länglich, bald höher, bald schlanker. Stirne porös, Nacken streifig. Oberkiefer endigt hinter der Mitte des Auges. Vordeckel am Hinterrand und am Bogen sehr fein gezähnelt, sein Unterrand, Zwi- schen- und Unterdeckel ungezähnt. Am Kiemendeckel kein vorspringen- des Dörnchen wahrnehmbar. 3. Rückenstachel niederer als die Glieder- strahleu der zweiten Rückenflosse. Der weiche Theil winklig oder leicht gerundet. Brust- und Bauchflossen spitzig, erstere erreichen die After- flosse. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Farbe: Silbrig mit Tombakschein (welcher durch viele über den ganzen Körper zerstreute braune Pünktchen hervorgebracht wird). Zwei wenig umschriebene schwärzliche Querbinden oder ebensolche uuregelmäs- sige Flecken, die oft ganz undeutlich werden, laufen am Körper herab bis gegen die Mitte, die eine Binde vom Anfang der ersten, die andere vom Ende der 2. Rückenflosse. Oft zeigt sich auch, entsprechend den Schnppenreiheu eine mehr weniger deutliche braune Längsstreifung, Ein schwarzer Flecken jederseits an der Seite des Schwanzes. Meist steigt eine braune Linie schräg vom untern Rande des Auges zum Winkel des Vordeckels hinab, Flossen röthlieh, erste Rückenflosse vorn, an der 90* ^i •) Pr r B l< Iiinzingcr: zweiten eiü Läugsbaud über der Basis, die Baucbflosse grösstentheils, ausser am Stacbel, schwarz. Arab. : ßfceli oder Bteli nebär Cnehär = Tag). So beissen alle Äpo- gon^ wäbrend die Holocentrum Bseli lel (lel = Nacbt) beisseu, da letztere meiht nur bei Nacbt, erstere bei Tag gtlaugen werden. Nicht als Speise, höchstens als Lockspeise benützt. Die beschriebene Art ist die gemeinste. In den Riffbrunnen. lO'^ Ciu. Zauzibar, China. Nach Kner zeichneu sich die Weibchen durch eine Quaste kurzer Papillen oder Karuukeln aus, welche die Urogeuitalöffnung umgeben und zur Laichzeit anschwellen. Anhang. *Apoffon ttienialus (Ehrb.) CV., Rp. Ist nur eine Varietät oder besser Jugendzustaud von A. lifasciatus^ ausgezeichnet durch einen ansehnlichen schwarzen, weissgesäuinten A u- genfleck an der Stelle der bei obigem beschriebenen ersten Querbiude oder in dieser. Nach und nach, bei grösseren, wird der Flecken undeut- licher und ist nicht mehr in der Binde zu unterscheiden. Allei> übrige ist gleich, einschliesslich des schrägen Wangenstreifens. Die dunklen Längs- linien sind hier meist deutlicher. Es sind, wie bei Äp. bifasc. 7 Rückeh- stacheln (nicht 6, wie Rp, angibt), der erste ist nur sehr klein. ßß^ Der Unterkiefer steht zurück. Seitenschüppchen der Röhrt n der Seitenlinie sehr entwickelt und meist fast fingerförmig gelappt. Stirne etwas schmal. Suprascapula gegen unten gezähnt. 5—6 braune Längs- bäuder. Schwanzflosse abgestutzt. 5. '^Apoffon fasciattis. White, Q G., Gth., K n. (Steind.? gibt 6 Rückenstacheln an, Wien. Ak. 1866). Äpog. nouemfasciatus CV., Blk, Pet., Äp. halintvisis II nd enclekataenia Blk., Ap. aroubiensis Hom br. et Jacquin. Maasse und Zahlen, wie beim vorigen, nur Stirn iy^-) Auge 3 — 'SVsi Präorb. 3— 3V4. Gestalt bald höher bald niederer. Farbe: Hell tombakfarbig, bis weiss, jederseits 5 — 6 dunkelbraune Längsbiuden, 3 breite von den Lippen durch das Auge zur Basis der Schwanzflosse, eine 4. kürzere, schmälere, nur bis zur Körperhälfte rei- chende unter der Seitenlinie, eine 5. unpaar auf dem Scheitelrücken, und unter der Rückenflosse doppelt, am Schwanzrückeu wieder einfach. Eine 6. meist undeutliche jederseits am Bauch. Ein runder schwarzer Fleck jederseits vor der Basis der Schwanzflosse. Am Kiemendeckel auf der mittleren Längsbinde ein schwarzer und darunter ein schimmernd weisser und blauer Fleck oder Streifen. Flossen weinroth; über der Basis der Synopsis der Fische des Rotiien Meeres. 713 2, Rücken- und zuweilen auch der Atterllosse ein schwarzes Läugsbaud. 1. Rückenflosse dunkelbraun. 10 Cm. Nicht selten, in Korallbrunnen. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. yy^ Unterkiefer vorstehend. Äugen etwas klein, Präorbitalbein 2V2 — 3. Röhrchen der Seitenlinie mit verzweigten, divergirenden, nicht schüppchenartigen Seitenästen. Körperschuppen etwas klein. Suprascapula ganzraudig. 10 — 14 braune Längsstreifen. 6. '^Apoffon multiiaeniattts. (Ehrb) CV., Rp., Gth. D. 7 -I-V9, A. %, P. 14, C. 17, L. lat. 36-37, L. tr. 3/10— H, Höhe 3%, Kopf 3V2, Breite %%, Auge Sy^, Stirn l^/g, Schnauze 1-1 V5, Präorb. ^Vi— 3, Rückenst. ^274, Schwanzfl. 5. Das Kopfprolil ist etwas concav. Zwischeudeckel fein gezähnelt, Nasenlöcher etwas entfernt, das hintere dicht vor dem Auge, das vordere kurz hinter dem Schnauzenabsatz. Schnauze stumpf, ziemlich lang. Ober- kiefer reicht fast unter den hintern Augenrand. Brustflossen etwas kürzer als die Bauchflossen, welche bis zur Afterflosse reichen. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Farbe: Rosaröthlich, mit 10— 14 braunen Läugsstreifen, deren hellere Zwischenräume nicht breiter sind als sie. Kopf ohne Streifen. 1. Rücken- flosse braun, die andern Flossen zinnoberroth. Iris dunkelbraun. 19 Cm. Seltener. Verbreitung: Bis jetzt nur aus dem Rothen Meer. bb) Augen etwas gross. Fräorbitalbein 4—5; Stacheln der 1. Rücken- flosse schlank. Unterkiefer vorragend (ausser bei A. heptastigma). ci) Zahnbinde im Unterkiefer schmal. Zähne daselbst spitzig (mehr als bei andern Arten). Röhrchen der Seitenlinie conisch, mit sehr ent- wickelten buschig-lappigen Seiteuschüppchen. 7. '^Apogon anniiiaris. Rp., Gth., Play f. Odeoilignchas Fleurleu. Lac. III., t. 32, 2. Ap. roseipinnis CV., ßlk., Q G., Pet. D. 7 + %, A. Vs, P. 12, C. 17, L. lat. 26-27, L. f r. V^, Höhe 3%, Kopf 3V2, Breite 2y2, Auge tVt-, Stirne ly^, Schnauze 1%, Präorb. 4—5, Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5. Körper bald höher, bald gestreckter. Oberkiefer reicht hinter die Mitte der grossen Augen. Die feinen spitzen Zähne stehen im Unterkiefer gegen hinten nur in I Reihe. Die Binde des Zwischeukiefers ist auch hinten breit. Der hintere und auch fast der ganze untere Rand des Vor- J]A Dr. C. P Klnnzin crer : deckeis schwach gezähnelt; Zwischen- und Unterdeckel, sowie Suprasca- pula ganzrandig. Schwanzflosse leicht ausgeraudet. Farbe: Oben röthlich, gegen den Bauch gelblich, tombakfarbig, überall mit feinen braunen Pünktchen. Eine blaue Linie vom Mund durch das Auge zum Kiemendeckel, Blauschimmernde Flecke au den Deckeln und an den Seiten der vordem Körperhälfte. Um den Schwanz an der Basis der Schwanzflosse ein breiter, schwarzer King. Flosseji rütliHch, Bauchflossen orange. Oefters ein brauner Längsstreif an der Basis der Afterflosse. 12 Cm. Selteu. Verbreitung: Ostafrika, bis Ceylon und Amboina. /?) Zahnbiude im Unterkiefer etwas breit. Zähncheu nicht sehr spitzig. Seitenschüppchen der Röhren der Seitenlinie wohl entwickelt, am Rande leicht gelappt, aber nicht buschig. Afterflosse etwas ausgerandet. 4~o citrongelbe Läugsbinden. 8. ''Apoffon cyanosoma Blk., Gth. D. 7 + %, A. V,, L. lat. 24, L. tr. Vi, Höhe 4, Kopf 3%, Dicke 272, Auge 2^/2, Stirn 1^2, Schnauze 2, Präorb. 4, Riickeust. 4'%, Schwanzfl. 5. Körper gestreckt, Kopfprofil leicht convex, Oberkiefer reicht über die Mitte des Auges hinaus. Suprascapula gauzrandig, ebenso Sub- und Interoperculum. Hinterer und grösster Theil des untern Randes des Vor- deckels gezähnt. An der Afterflosse ist der hinterste Strahl etwas ver- längert und diese Flosse erscheint ausgerandet. Farbe: Silbergrau oder bläulich. Jederseits 4 — 5 citrongelbe oder goldgelbe Läugsbinden in ähnlicher Vertheilung, wie bei A'p. fasciatus. Bauch, Brust und Unterkiefer gelb. Am Kopf erscheinen die Längsbinden schimmernd blau. Flossen zinnoberroth. 7 Cm. Selten. Verbreitung: Solor. Neu für das Rothe Meer. y) Zahnbinde im Unterkiefer niittelmässig. Seitenschüppchen der Röhren der Seitenlinie wenig entwickelt. da) Körper etwas nieder (S'/j), Kinn nicht vorstehende Auge nicht ganz so gross als bei A. monochrotis i'iVs)-, auch bei sehr Jungen. Präorb. ."V/2 bis 4. 9 schwärzliche Flecken im Ganzen an) Körper. 9. Apof/on heplastigma (Ehrb.) CV. Af. enneastlgma Rp.'-'), Gth. Farbe: (nach Rp.) fleischfarbig mit Tonibakschiller. Flossen nach dem freien Rande zu röther. Vorderer Rand der Rückenflosse schwärzlich. *) Die Vergleichung der Originalexemplare ergibt die Identität. Synopsis der Fische des RotUen Meeres. 715 Ein schwarzer, gelbroth geräudeter Flecken oberhalb der Brustflossen. Ausserdem 5 schwärzliche Flecken au der Basis der Rückenflosseu, und zwar jederseits je 2 zu den Seiten ihres Anfanges und Endes und ein unpnarer zwischen beiden Rückenflossen. Endlich noch ein kleiner schwärz- licher Flecken jederseits an den Seiten des Schwanzes, so dass es im Ganzen (mit dem Ocellus über der Brustflosse), 9 Flecken sind, ohne diesen 7. 1% Zoll. Rothes Meer (Mus. Senk. u. Berol.). ßß) Körper ziemlich hoch, eiförmig (ähnlich dem A. hifasciatus). Kinn vorragend. Auge gross 2V4. Fräorb. 4 — 5. Einfarbig, nur oft mit einem Wangenstreifen. 10. -'Apogon monochrons Blk., Gth. D. 7 + V«, A. V„ P. 12, C. 17, L. lat. 26—27, L. tr. %. Höhe 3, Kopf Sy^, Breite 2*/j, Auge 2V4, Stirne 4*/^, Schnauze 2, Präorb. 4—5, Rückenst. 2V2, Schwanzfl. 5. Die Zäline klein und meist stumpf. Unterer Vordeckelrand ganz, ebenso Suprascapula. Rücken und Afterflosse winklig, mit schiefem Rand. .Schwanzflosse ausgerandet. Brustflossen etwas länger als die Bauchflossen. Farbe: Gleichförmig fombnkbraun durch feine braune Pünktchen. Ein brauner Wangenstreif, wie bei A. hifasciatus^ oft fehlend. Flossen röthlich, braun besprengt. 10 Cm. Seltener. Sunda- bis Fidjinseln. Neu für das Rothe Meer. C. Vordere Randleiste und Rand des Vordeckels, sowie auch der Jiintere und untere Augenrand gezähnt. Untergattung: Pristiapog^on KIz. 11. ■'Ajtogon (Pristiapoyon} frenafus, Valenc, Blk., Gth. Apoy.vittiger Ji enn.^ Ap.melanorrhynchus B\k. D. 7 + %, A. Vs, L- lat, 27—28, L. tr. V,, Höhe 3%, Kopf SV^, Auge 3, Stirn IV4, Schnauze 1, Präorb. V/2^ Rückenst, 1%, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, Rücken ziemlich convex. Kopfprofil leicht couvex, fast gerade. Auge mittelmässig. Unterkiefer vorstehend. Zähne gleichmässig, etwas stumpf. Zahubinde breit. Präorbitalbein unten ganz- randig, oben mit nach rückwärts gerichteten Zähnchen zackig besetzt, ebenso der hintere Augenrand. Auch die Bezahnung an der vordem Randleiste des Vordeckels ist grob und ungleich, die am Vordeckel ist gleichmässiger und nimmt nuch fast den ganzen Uuterrand ein. Unter- und Zwischendeckel und Suprascapula gauzraudig. Der Oberkiefer endigt kurz hinter der Mitte des Auges. Schuppen gross. Seiteulinieuröhrchen mit entwickelten fi Jige rf Or ra ig buschigen Seitf n schüp p ch en (nach jiQ Dr. C B KIunzi'ip:er: Bleek. wären sie nicht bauni förmig?). Stacheln der 1. Rückpuflo.sse schlank, hoch, wenig niederer, als die 2. Rückenflosse, 3. Stachel der höchste. Brust- und Afterflosse fast gleichlang, erreichen die Afterflosse nicht g'anz. Schwanzflosse leicht gabiig. Farbe: Silbrig ins Toiiibakbraune. Eine braune Längsbinde vom Munde durch das Auge zum Ende des Schwanzrückens. Ein grösserer braunschwarzer Fleck unter der 2. Rückenflosse. Ein schwarzer Ring oder Fleck vor der Basis der Schwanzflosse. Schuppen am Hinterrand mit brauneu Flecken. 1. Rückenflosse vorn schwarz, 2. rötlilich, an der Basis braun. Afterflosse an der Basis, Bauch- und Schwanzflosse am Aussen- rande schwärzlich, sonst röthlich. Silbrige oder tomba.kfarbene schim- luprnde Flecken an den Deckeln und an der Seitenlinie. d5 Cm. Nicht häufig. Ostafrika bis Neu-Guinea. Neu für das R. M. •»■ ^ Gattung: Cheilodipterus Lac, CV. Spitzige Fangzähne in beiden Kiefern, Oberkiefer beschuppt. Körper und Schnauze etwas lang. Der Vordeckel nur am Rand gezähnt. Deckel ohne deutlichen Dorn. Zunge glatt. 4. Rückenflosse mit 6 Stacheln. a) Fangzähue klein und wenig (im Zvvischenkiefer vorn jederseits ] — 2, im Unterkiefer nur seitlich % — 3). Körper sehr gestreckt, schlank, nieder. 3 braune Längsbinden jederseits und unpaare am Rücken und Bauch. 4. VheUodipleras qnhiqtielineatns. CV., Less., Blk.j Gth., Playf., Apog T^ovemstr latus Rp. D. 6 H- y«, A. %, P. 12, C. 17, L. lat. 25, Höhe 57^ (nach Rüpp. ^Vi\ Kopf 372, -^"gß 2V2, Stirn 2, Schnauze 2, Präorb. 5, Rückenst. 1%, Schwanzfl. 5. Kopfprofil fast gerade. Rückenstacheln schlank, 2. und 3. am höch- sten. Augen gross. Rand des Vordeckels grob gezähnt. Brust- und Bauch- flosse erreichen die Afterflosse nicht ganz. Schwanzflosse gabiig. Farbe (nach Rüpp.): Seiten weiss oder silbrig, gegen den Rücken und Bauch röthlich. Auf Jeder Seite 3 dunkelbraune Längsbinden vom Kopf zum Schwanz und dazu noch eine unpaare am Rücken und eine am Bauch. An der Basis der Schwanzflosse ein runder schwarzer Fleck Flossen röthlich hyalin. 5 Cm. Verbreitung: Amboina, Gesellschaftsinseln. b) Fangzähne gross, spitz, entfernt stehend Cin beiden Kiefern je- derseits vorn 1, seitlich und hinten 3. Körper massig hoch. 8 breite braune Läiigsbiudeu jederseits. Syuopsis der Fische des Rothen Meeres. 717 t. *'CheilotUpterits ociovittutus. CV., Gth., Play f. Cheilodipt. lineatus Lac. QCentropoinvs macrodon Lac.*), Chilodipter. heptazona B 1 k. D. 6 + %, A. %, P. 12, C. 17, L. lat. 27, L. tr. 2/7—8, Höhe 3V5 — 4, Kopf 31/5. Dirke 2, Aug-e 3%, Stirn 2, Schnauze 1, Präorb. 5, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, Rücken convexer als der Bauch. Zwischen den Fangzähnen und zum Theil in äusserer Reihe kleine conische Zähnchen. Im hintern Theil des ZwischenkiefVrs eine breite Binde sanimtförmio-er Zähne. Unterkiefer schmäler und kürzer, als der Zwischenkiefer, daher bei geschlos.senem Mund die Zähne des Zwischenkiefers frei herabragen. Der Oberkiefer endig-t unter oder etwas vor dem hintern Aus^enrand. Vordeckelrand fein gezähnelt. Röhren der Seitenlinie mit sehr entwickel- ten buschig faltigen Seiteuschüppcheii. Schuppen gross, sehr abfällig. Stacheln der Flossen schlank. 3. Stachel der 1. Rückenflosse der höchste, niederer als die 2. Flosse. 2. Rücken- und Afterflosse gleich hoch, ihr Endrand schief, gerade. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten. Farbe: Silbrig' tombakfarben. 8 rothbraune, etwas breite Läugsbin- den, den Schuppeureihen entsprechend, durch Kopf und Körperseiten. Vor und au der Basis der Schwanzflosse ringsum eine dunkelbraune Fär- bung. 1. Rückenflosse braun, vorn oben schwarz. Bauchflossen blaugrau. Uebrige Flossen zinnoberroth, 2. Rücken- und Afterflosse vorn, Schwanz- flosse an den Seitenrändern dunkelbraun. Iris silbrig, da wo die Längs- bänder durchlaufen, dunkler. Arab.: Bseli (Bseli lel, wie die Holocentrum') . 24 Cm. Wird bloss bei Nacht gefangen, im Hafen, selten an dem Klippenabhang. Einzeln, hält sich mehr am Grund auf. Fleisch gut. Seltener. Verbreitung; Ostafrika bis Amboiua., Neu für das R. M. Anhang. ''Ch. lineatus. Perca lineata Forsk., Perca arabica Li. Gm., Centropomus arabicus Lac, Cheilodipter. arabicus CV. Cheilodipt. lineatus Rp-, Gth., Play f. Ich finde keinen specifischeu Unterschied von Chellod. octovittatus, höchstens ist der Körper etwas gestreckter (Höhe 4V2). Statt der 8 zeigen sich 14 — 16 schmale Läugsstreifen. Au der Basis der Schwanzflosse ein grünlichgelber, in der Mitte schwarzer Ring. Die laugen Eckzähne im Unterkiefer sind etwas rückwärts gerichtet **). 14y2 Cm. Arab. nach Forsk.: Djesauvi, nach Ehrb. Tabah. Selten. Verbreitung: Ostafrika. *) Letzterem Namen gehört eigentlich die Priorität. ^•^') Nach CV. soll der % Afterstachel fadenförmig verlänjert sein. JLber weder bei unseren Exem- plaren, noch in der Abbildung von C V. sieht man das. Bd. XX. iühsndi. 91 •T J Q Dr G. B K I II n z i n }( (' r Familie: Ambassoidei. Bogodoidei Rlk. (Enum.) 6 Kiemenhautstralileii. Schuppen cycloid, abfällig- und meist jrross. 1 tiefausgesc'hnittene Rückenflosse. 3 Afterstacheln. Rücken- und After- stacheln durch Q u e r streifung wie gegliedert aussehend. Vor der Rückentiosse ein liegender, mit der Spitze nach yorn gerichteter Sta- chel. Kücken- und Afterflosse au der Basis beschuppt. Die Kiemenhaut ist nur bis zum hintern Drittel der Unterkieferschenkel gespalten, und die „Kehle" erscheint daher etwas lang. Kein Stachel am Kiemendeckel. Rippen verbreitert. Körper zusammengedrückt, Schwanz kurz. Zähne klein, in Binden in den Kiefern, am Vomer und Gaumen (im Zwischenkiefer ist die äussere Reihe dieser Zähnchen, besonders vorn, einwenig grösser). Oberkopf, Schnauze, Kehle und Kiefer schuppenlos. Mundspalte sehr schräg. Vordere Randleiste am Vordeckel sehr entwickelt. Seitenlinie zu- weilen unterbrochen. Diese Familie, allerdings durch manche Charaktere sehr mit den Afotjornni verwandt : Form der Flossen, Streifung der Flossenstacheln, eut- Avickelte vordere Vordeckelleiste, hat andererseits viele Eigenthümlich- keiten, die sie davon, ja überhaupt aus der Familie der Percoidei ent- fernen, deren Diagnose durch Belassuug dieser Bogodoidei darin gezwun- gen erscheinen würde: Cycloidschuppen, Insertion der Kienienhaut. Einige Charaktere deuten selbst auf Verwandtschaft mit den Scomberoidei hin: Cycloidschuppen, liegender Stachel vor der Rückenflosse. Gattung: imbassis (Co mm eis.) C V. Ambassis et Bogofles Blk. Im Mus. Senkenb. finden sich unter dem Namen Ambassis Commer- sonii aus dem Rothen Meer von Rüppell zwei verschiedene Arten in einem Glas; beiden gemeinschaftlich ist: Kopfprofil an der Stirne etwas coucav, nur der untere Rand des Vordeckels und die Randleiste darüber,, welche noch einen vorstehenden Winkelzahn trägt, gezähnt. Seiteulinie 30, Schwanzflosse gegabelt. Silbriges Längsband durch die Körpermitte. Zwischendeckel ganzrandig, höchstens mit zahnartiger Hinterecke. Unter- rand des Präorbitalbeins gezähnt. a) Körper etwas nieder (Höhe 3V2), 2. Rückenstachel sehr hoch (IV*), höher und stärker als der 3.; Afterstachelu ebenfalls etwas hoch (der dritte 2 in der Körperhöhe). Hinterer Rand de» Oberkiefers coucar. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 719 Mundzähiie verhältnissmässig spitz uud vorragend. x\m ubeiu Orbitalrand hinten nur 1 Zähnchen. Oberrand des Präorbitalbeius zahnlos. Seitenlinie durchgehend, bildet vorn einen Bogen ^ der hintere gerade Theil ist etwas kürzer als der bogige. 1. Ambassis Commersonü. CV., Rp., Pet., Kn. Sciaena safgha Forsk? '•'), Centropomiis ambassis J^ ?i c.^ Ambassis nalua Blk. (uec CV.) D. 7 + %, A. V«, ^- 1"^, C. 17, Höhe 3%, Kopf 3%, Breite 3, Auge 3, Schnauze iVa? Stirne iVz, Präorb. 3, 2. Rückenst. IV4, Schwanz- flosse 3*/rj. Farbe: (nach Rüpp.) Rücken meergrün, mit Lasurschimmer, der Bauch, die UTitere Hälfte des Kopfes und die Flossen ausser der Schwanz- flosse hyalinisch lackroth. Längs den Seiten des Körpers zieht ein t Linien breiter silberglänzender Streifen. Der Vordeckel hat gelblichen Tombak- schiller. Schwanzflosse gelbbraun mit schwarzen Eudspitzeu; auch die Spitze der ersten Rückenflosse ist schwärzlich. Iris gelblich. 5 Cm. Verbreitung: Isle de France, Ostindien, Nord-Australien, Java. b) Körper etwas hoch (3V4), % Rückenstachel nicht sehr hoch und stark (1%)! niederer und nicht stärker als der 3. Afterstacheln nicht hoch (der dritte höhere 2V4 iu der Körperhöhe). Oberkiefer hinten schräg ab- gestutzt. Mundzähne sehr klein, sanimtartig. Am obern Orbitalrand gegen binten 2 — 3 Dornen. Suborbitalrand (Oberrand des Präorbitalbeins) mit einigen Dörnchen. Ein nach aufwärts gerichtetes Dörnchen jederseits am vordem Theil des Präorbitalbeins nach aussen von den Nasenlöchern. Sei- tenlinie mehr woniger unterbrochen; der gerade hintere Theil so lang, oder etwas länger als der vordere bogige. Zwischendeckel gauzrandig. 2. Ambassis deniiculata Klz. D. 7 + V«, A. Vjoi P. 13, C. 17, Höhe 3%, Kopf 4, Breite 3, Auge 2V2, Schnauze IV», Stirn 1*/^, Präorb. 2 Vi, 3. Rückenst. iVs, Schwan zfl. 4. Diese Art stimmt weder mit A. Dussumieri noch mit A. interrupta, denen sie am nächsten steht. Mus. Senkenb. aus dem Rothen Meer. Familie: Berycoidei (Berycidae Lowe). 8 (ausnahmsweise 7) Kiemenstrahlen. Kiemenhaut bis zur Hälfte des Unterkiefers gespalten. Bauchflossen mit mehr als 5 Gliederstrahlen. Schuppen stark gezähnt. Sammtzähne an den Kiefern, am Gaumen und Vomer. Deckelstücke mehr weniger scharf bewafi'net. 1 oder 2 Rücken- flossen, Augen gross, Mundspalte mehr weniuer scJiief. Blinddärme in massiger Anzahl. '•*) Ist zu unbcsliaaiut beiCLrieben , um die Priorität des Namens in Anspruch nelimen zu können. 91 * 720 ^^ '■• ^ K |ijn:nng''r: Gattung: Holocentram (Art) CV. Mundspalte wenig schief. Ein starker Stacliel am Winkel des Vor- deckels. Von den 4 Afterstacheln ist der 3. sehr lang und stark. Schwimm- blase einfach. Gemeinsam mit Mifripristis sind: \ — 2 Dornen am Kiemendeckel. Bauchflosse mit V, Strahlen, die Rückenflossen bald verbunden, bald ge- trennt, die 1. ist in eine tiefe Furche einlegbar, die 2. und die Afterflosse an der Basis beschuppt. Scheitel, Stirn, Schnauze, die Kiefer und Subor- bitalknocheii scliuppenlos, aber mit knochigen Leisten oder Zähnen be- waffnet. Kehle nackt, häutig. Schuppen meist gestreift. Eine Art Nacken- band in Form einiger stark gezähnter, kiiochenartig derber Schuppen von der Suprascapula nach dem Scheitel. Zähne klein, Zunge glatt. Hinteres Nasenloch weit, vorderes dicht davor, sehr klein. Die Bauch- und Rücken- linie laufen meist von der 2. Rücken- und Afterflosse an fast unter Bildung eines Winkels rasch zusammen. Schwanzflosse gabiig, die seitlichen kleinen Strahlen derselben sind stachelartig. Am Oberkiefer oben ist eine Art Knochendeckplättchen. Der Unterdeckel liegt als schmales Knochmplätt- chen parallel hinter dem hier gauzrandigen Deckel. A. 2 getrennte Rückenflossen, 2. mit einem ihr angehörigen Stachel. Formel ihrer Strahlen x + 4/y. 1. ■'Holocentrum samara. Sciaena Samara Fk., Holocentr. samara Rp., CV, Blk., Pet., Gth,, Play f., Kn. Holoc. christianum (Ehrb.) CV. D. 10 + V,2, A. 4/7—8, V. %, P. 14, C. •y,«/5, L. lat. 40, L. tr. 2V2/8, R. br. 8, Höhe 4, Kopf 3%, Breite 2V2, Auge 3, Stirne ly^, Schnau/e P/r„ Präorb, 5, Rückenst. iVs? Schwanzfl. 5Vk. Körper gestreckt, Schnauze etwas lang. Stirn flach mit 2 Längs- leisten, die hinten fächerartig sich ausziehen. Apophyse des Zwischen- kiefers sehr lang, reicht fast bis zur Mitte der Augen; die Grube dafür ist hinten abgerundet. Unterkiefer vorstehend. Zahnbinden breit, Zähne stumpf. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Präorbitalbein nur am untern Rande gezähnt, der vorderste Zahn sehr breit und .vorragend. V or deck eis tachel reicht kaum über den Kiemenspalt hinaus, ist Vg des hintern Vordeckelrandes, kurz, aber breit und platt. Deckel und ünterdeckel leicht gestreift. Oben am Kiemendeckel 2 fast gleich grosse, platte, kräftige Stacheln, darüber oft noch ein oder einige kleinere. Scapula ganzrandig, Schulterknochen mit einigen feinen Zähnchen. Unterdeckel oben und unten mit einigen Zähnclien. Zwischen- deckel leicht gestreift und schwach gezähnt. Die Schuppen meist glatt, Synopsis der Fische des Rithen Meeres. 7'ii nur einige obere in der Mitte gestreift. Seitenlinie fast gerade, Röhrcbea kaum vvahruehrabar. Rückenstaehein schlank, der dritte höchste kaum niederer als die höchsten weichen Strahlen. Der 3. Afterstachel ragt etwas über die Basalschuppen der Schwanzflosse hinaus. Bauchflossen etwas länger als die Brustflossen, erreichen den After weit nicht. Schwanzflosse gleichgablig, die äusseren Strahlen sind ty^ ^^'^' länger als die mittleren. Farbe: Silbrig, Rücken dunkler mit kupferrothem oder stahlblauem Scliimmer. Die Schuppen, auch die der Wangen, je mit einem schwarz- braunen Flecken, der aus oft zusamnienfliessenden Farbpünktchen besteht. So entstehen 8 — 10 I^ängsbinden, von denen die an der Seitenlinie die breiteste und deutlichste ist. Oft aber werden sie sehr undeutlich. Kopt oben purpurfarben. Bauch ohne Flecken. Erste Rückenflosse hyalin, oben hinter den t — 3 vordem Stacheln ist die Membran braunschwarz; an der Basis untl oben hinter den Stacheln je ein weisser Flecken. Rücken- und Afterflosse röthlichgelb, vorn braunroth. ßauchflossen weisslich, Brust- flossen rosa. Schwanzflosse röthlichgelb, äusserer Theil braunroth. Iris hellcarminroth. Variirt viel in der Färbung. Arab.: Bseli abiad (abiad = weiss), nach Forsk., Farer, Hömri oder abu m' sanimer. 20 Cm. Häutig. Wird nur bei Nacht gefangen. Fleisch gut, etwas trocken. .\m Korallabhange. Die Dornen , Schup- pen und Flossenstacheln verwunden, doch nicht gefährlicli. Man tödtet die grösseren Fische dieses Geschlechtes daher sofort nach dem Fang durch einen Schlag auf den Kopf, Verbreitung: Ostafrika, Cap der guten lioft'nung, Sundainseln. B. Die Rückenflossen Iiängen zusammen. Formel x/y. a) Stirn und Schnauze nicht schildartig flach, Grube für die Apo- physe des Zwischenkiefers sehr ausgesprochen und ott'en. aa} Der vordere Zahn des Präorbitalbeines wenig grösser, als die andern. Schnauze kurz, Auge gross. a:) Die zwei Stacheln des Kiemendeckels nahezu gleich, von massi- ger Länge. Stirne breit. Rückenstacheln schlank, Zähne spitzig. 2. */folocenirnMi artjentetim QG., CV. (Gthr. Anm.) D. 11/13, A. 4A V. 1/7, C. 4/19/4, L. lat. 46, L. tr. 2^/8, Höhe SV^, Kopf 4, Auge 272, Stirne l*/*, Schnauze 2, Präorb. 6—7, Rückenst. IV4, Schwanzfl. ö^/j. Gestalt ziemlich gestreckt, Rücken etwas convex. Kopfprofil fast winkelig. Supraorbitalg(>gend erhoben, daher Stirne concav. Die Apophyse des Zwischenkiefers reicht wenig über den vorderen Aiigenrand zurück. Oberer Rand des Präorbitalbeines schw^ach bedörnelt. Der Ober- 722 ^^ ^' ^ Kl unzin b'er: kiefer reicht fast bis zur Mitte des Auges. Beide Kiefer gleichlaug, Präoperculardorn glatt, stark, um die Hälfte kürzer, als der Hinterrand dieses Kuocheus. Deckel und ünterdeckcl glatt, kaum gestreift. Dörneluug zeigt sich am ganzen Rand des Kienieudeckels, auch über den 2 grösseren Stacheln, am Unterdeckel nur obeji und unten, ferner am Zwischendeckel, Scapula und Humerus. Schuppen glatt, einfach stark gezähnt. 3. — 4. Stachel der Rückcnllosse so hoch, als die weiclien Strahlen. Rauchflossen etwas länger, als die Rrustllossen, erreichen dun After nicht. Dritter Afterstachel reicht bis zum beschuppten Theil der Basis der Schwanzflosse. Farbe: Silbrig mit schwach rothlichem oder bläulichem Schimmer, zuweilen stäi'ker roth oder die Schuppen mit rotheii Pünktchen. An den Seiten undeutliche hellere Streifen, Flossen hyalin oder scharhichroth, die Strahlen dunkelroth. Stachlicher Theil der Rückenflosse au der Basis und oben hinter den Stachelspitzen je mit scharlachrothem Fleck, und unter letzteren kreideweisse Flecken. 13 Cm. Selten. Verbreituug: Neu-Guinea. Neu für das Rothe Meer. ß) Der obere Stachel des Kiemendeckels länger als der untere, Stirne massig breit (IV^), Rückeiistachehi sehr stark. Zähne kurz, stumpf. L. lat. 36, L. tr. V/i/l- 3. Holoeentrum rubrum. Sciaena rubra Fk. (Seba, Valent.), Perea prcLslin hiic.^ Uoloc. albo- ruber Lac, Rieh. (Chiu.), Uoloc. Orientale CV., Blk., Holoc. ruber Rp., Gth. , Play f., Kn. , Uoloc. marginatum CV., Holoc. spinosissimum Rieh. (Chiu.) D. 11/12—13, A. 4/9, P- 14, C. 4/19/4, Höhe 3%, Kopf3V2, Breitet, Auge 2'/2, StiruelVi, Schnauze 2, Präorb. 7 — 8, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Gestalt etwas hoch, länglich eiförniig. Kopfprotil fast winkelig, Schnauze abschüssig, kurz. Stirne in der Quere leicht concav. Kiefer gleich. Apophyse des Zwischenkiefers reicht kaum zum vorderen Viertel des Auges, der Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Die Zahnung des Präorbitalbeines etwas grob; der Oberrand desselben ebenfalls mit Dörn- chen, deren vordere leicht auswärts ragen. Vordeckelstachel 2 — 2V2 Mal im Hinterrand enthalten. Die 2 Stacheln des Kiemendeckels baUI stark und platt, bald mehr schlank. Ueber ihneii finden sich am fein- gezähnten Rand Jioch 1 — 2 längere Zähtichen. Unterdeckel mit einigen gröberen Zacken oben und unten. Kiemendeckel leicht gestreift. Scapula ganzrandig, Hunicrus mit einigen Zähnchen. Dritter Rückenstachel ver- hältnissmässig nieder, fast ^o hoch als die Gliederstrahleu. Schuppen meist glatt. Die Bauchflosseu erreichen den After nicht ganz, Brustflossen Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 79 "^ ein weniger kürzer. Der dritte Afterstachel reicht bis zur beschuppten Basis der Schwanzflosse. Farbe: Braun oder brauiiroth mit gegen 8 weissen Längsbindeu, die braunen Zwischenräume etwa eben so breit, als die weissen Streifen (so dass man eben so gut von brauner Streifung auf weissem Grund reden kann). Stachliger Theil der Rückenflosse röthlich mit einer bogigen weissen Längsbinde (Rüpp.), bei andern ist derselbe weiss; hinter den Staclielspitzen und au der Basis je ein brauner oder purpurner Fleck. Afterflosse vorn, Schwanzflosse an beiden Aussenrändorn, Bauchflosse an der Spitze schwärzlich. Arab.: Ataje nach Forsk. 20 Cm. Scheint häufig; mir kamen keine Exemplare dieser Art in Koseir vor. Verbreitung: üeberall im indischen Ocoan von Ostafrika bis China und Japan. bb) Der vordere Zahn des Präorbitalbeines merklich grösser als die andern und senkrecht. Schnauze etwas kurz, convex, nicht abschüssig. Oberer Deckelstachel meist viel grösser als der untere. Rückeustachelu ziemlich hoch, nicht sonderlich stark. L. Int. 48, L. tr. V/^/S. 4. ^ Holocentruni diadema. Lac, Rp., CV., Less., Blk., Pet., Gth-, Playf. D. 14/13, A. 4/9, C. 4/1 9A, Höhe Sy^, Kopf 4, Auge 2%, Stirne \y^, Schnauze 1%, Präorb. 5—7, Schwanzfl. 5y2, Rückenst. 21V4. Gestalt länglich eiförmig, etwas hoch. Stirne flach, Zähne klein, stumpf. Kiefer gleichlang. Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Vordeckelstachel 2— 3mal im hinteren Rand enthalten, üeber den grösseren Stacheln des Deckels noch % — 3 längere Dörnchen. Inter-, Sub- uud Operculum gestreift, gezähnt. Scapula ganzrandig, Humerus o-ezähnt. 4. — 5. Rückenstachel höher als die Gliederstrahleu. 3. After- Stachel reicht über die beschuppte Basis der Schwanzflosse hinaus. Schup- pen einfach, scharf gezähnt. Bauchflosseu etwas länger als die Brust- flossen, sie erreichen den After nicht. Farbe: Roth, bisweilen braun lait 11 silber weissen, gegen oben carminrothen Längsstreifen, oft auch noch uupaaren am Bauch und am Scheitel. Sie sind schmäler als ihre Zwischenräume. Vordertheil der Rückenflosse schwarz oder schwarzroth, die Membran hinter den Stachel- spitzen und eine mittlere bogige Längsbiude roseuroth. Die übrigen Flossen röthlich. Iris roth. 15 Cm. Arab.: Bseli lel. Häufig. Bios bei Nacht gefangen. Verbreitung: üeberall im indischen Ocean von Ostafrika bis China und Otaiti. 791 ^^- *-■■ ^^ ^ linizinger: cc) Der vordere und einer der mittleren Zäline des Fräorbitalbeines sehr g"ross, senkrecht. Auge uiittelinässig. Schnauze gestreckt, Schuppen mit Poren. a) Hinteres Nasenloch voru mit einem üürnchen. Wenigstens zwei Deckelstacheln. Augenring etwas breit, und grob gezähnt. Uuterdeckel gezähnt. Dritter Afterstachel lang, reicht über die beschuppte Basis der Schwanzflosse mehr weniger hinaus. Stacheln der Rückenflosse sehr kräftig, nicht hocji, der 4. — 5. niederer als die höchsten GHederstrahlen, Stirne massig breit (IV^); 13 — 14 weiche Strahlen in der Rückenflosse. L. tr. 2V>/7. 5. ''Holoi'entrum eattdimactilatum. Hol. spiniferum CV., Rp. (Atl.), Hol. caudimacuh Rp. (Neue Wir- belth.), Gt^h., Kn., Steind., Hol. leonoides Blk. D. 11/13-14, A. 4/9-10, P. 14, C. 5/19/5, L. lat. 43, L. tr. 2%/ 7, Höhe 3, Kopf 3y4, Auge 3V2, Stirne V/^., Schnauze 1, Präorb. 6, Riickeu- stachel 2V4, Schwanzfl. öVa- Körper eiförmig, hoch. Nasenbein vorn zweizackig. Die Apophyse des Z\vischeukiefers reicht bis zum vorderen Viertel des Auges, der Ober- kiefer nicht ganz unter die Hälfte. Kopfprofil parabolisch. Zähne kurz, stumpf. Etwa 10 flache Leisten am Scheitelfächer. Vordeckelstachel lang und kräftig, ly^ im hinteren Rand enthalten. Unterer Rand des Vor- deckels deutlich gezähnt. Am Kiemendeckel mehrere grössere Stacheln, die meist zum Theil an der Basis miteinander verwachsen sind; der oberste ist der längste. Der Vordeckelrand ist bald senkrecht, bald schief.''') Scapula ganzrandig, Schulter mehr wellig als gezähnt. Farbe: Silbrig mit rothem Schimmer, im Leben; der todte Fisch zinuoberroth. Flossen roth. Rückenflosse oben hinter den Stacheln dunkler roth, oft gelbroth. Ein schimmernd weisser Fleck en vorn am Seh w an z- rücken; er wird undeutlich, wenn der Fisch dem Wasser entnommen wird; oft sieht man ihn aber auch an Spiritusexemplareu. Bei einem meiner Exemplare geht durch die Mitte jeder Schuppe ein schimmernd weisser Querstreif. '^''•') Arab.: Kahäi. 20—30 Cm. Häufig. Bei Nacht. Fleisch gut. Verbreitung: Ostafrika, Indien, Suuda. ß) Nasenloch ohne Dorn. Meist blos 1 Deckelstachel. Augenriug schmal, klein gezähnt. Unterdeckel ganzrandig. Dritter Afterstachel nicht laug (reicht bei Jüngeren bis zum Anfang der Schwanzflosse, bei *) Diese Stellung ist also kein gutes Merkmal. '>*) Wie bei H. violaceum Blk., welcher sich aber durch mehreres unterscheidet: L. lat. 36, das Dörnchen am Nasenloch an dessen Hinterrand, Afterstachel kurz. Synopsis der Fische des RotUen Meeres. 725 Aelteren bis zur Mitte des Schwanzes). Stacheln der Rückenflosse schlank und sehr hoch (2. — 3. so hoch, als die höchsten Giiederstrahlen). Nacken bncklio, Kof'profil gferade bis leicht conear, Stirne schmal (2) Do rs. 11/15, L. tr. 3%/9. 6. ''Hohtctnirtim spiniferum, Sciaena apinifera Fk., Holoc. leo. CV., Less., Blk., QG. , Holoc. spinifer{u7n~) Rp. Neue Wirbelth. (nicht Atlas) Gth., Kn., Playf, D. H/15, A. 4/10, C. 19, L. lat. 48, Höhe 3, Kopf3%— 3%, Auge 4, Schnauze IV4, Stirne 2, Präorb. 6 — 7, Riickenst. IV4, Schwanzfl. 5 — Sy^. Diese Art ist durch obige Charaktere sehr von Hol. caudimaculat. verschieden, auch Exemplare von 20 Cm. haben schon diese Merkmale; letztere sind also nicht Folge des Alters. Bei meinen Exemplaren ist immer nur 1 Stachel am Kiemendeckel vorwiegend entwickelt. Der untere Rand des Vordeckels bei Jüngeren mit einigen Zähnchen, die bei Aelteren obsolet werden. Vordeckelrand bald mehr schief, bald mehr senkrecht. Stachel des Vordeckels stark, ly^mal im Hinterrand enthalten. Zwischeu- deckel nur vorn mit einigen stärkeren Zähneu, gegen hinten ganzrandig. Scapula und Humerus ganzrandig. Bauchflossen wenig länger als die Brustflossen, erreichen den After nicht. Farbe: Roth. Vorderer Theil der Rückenflosse bl utroth oder gelb, die übrigen Flossen röthlich gelb. Eine weisse schiefe schimmernde Linie am Vordeckel. Ein blutrother Fleck hinter den Augen und an der Basis der Brustflosse. Arab,: Kahäi. Nächtlich, Wird gross, 20 — 40 Cm. Fleisch sehr geschätzt, besonders wenn es fett ist. Nicht häufig. Verbreitung: Ostafrika bis Waigiu. b) Stirne und Schnauze durch eine Yom oberen Augenhöhlenrand jederseits bis hinter die Schnauzeuspitze ziehende und dort von beiden Seiten vereinigte Leiste schildartig flach. Schnauze kurz und stumpf. Unterkiefer zurückstehend. Apophysalgrube nicht offen; statt ihrer zwei gegen die Spitze des Schnauzenschildes convergirende, gegen hinten ge- zähnelte Leisten. Stirne sehr breit, üeber dem oberen Augenhöhlenrande eine gezähnelte Leiste. Körper gestreckt, Rücken wenig couvex. 7. "'^Holocentrum plntyrrhinum Klz. D. 41/13, A. 4/9, C. 19, L. lat. 45, L. tr. 2V2/7, Höhe 4, Kopf 4, Breite 2, Auge 272, Stirne 1, Schnauze 2, Präorb. 8, Rückenstachel 2, Schwanzflosse 5. Kopfprofil convex. Zahnbinde schmal, Zähne spitzig. Die Zähne am unteren Rande des Präorbitalbeines grob, nach rückwärts gerichtet, "JOR Dr. C n KliinzinfTPr: gleicli, kein lueiklich gMösserer unter ihnen. Der Oberkiefer reicht nicht ganz zur Mitte des Auges, Vordeckelstachel 2mal im Hinterraud ent- halten. Alle Deckel- und Schulterstücke gezähnt. Deckel und Uuter- deckel nicht gestreift, i grössere Deekelstacheln , der untere kleiner. Scheitelfächer 9 — lOleistig. Rückenstacheln schlank, nicht heteracanth. Dritter Rückenstachel von der Höhe der höchsten Gliederstrahlen. Schup- pen glatt, nur am Rande grob gezähnt. Die Bauchflossen erreichen den After nicht, Brustflossen ein wenig kürzer. Dritter Afterstachel reicht nur zur Hälfte dos Schwanzes. Die Rücken- und Bauchlinie convergiren nur allmälig, ohne deutlidie Winkelbildung. Schwanzflosse gleich gega- belt; äussere Strahlen nur doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Silbrig ins Tonibakfarbene. Rücken stahlblau bis riolett, Kopf und Lippen röthlich. Flossen roth, erste Rückenflosse dunkelbraun. Nur 41/2 Cm. Selten. Gattung: Mjripristis Cuv., CV. Mundspalte meist sehr schräg. Kein Präopercularstachel. 3. After- stachel kurz. Schwimmblase getheilt. 7 — 8 Kiemeuhautstrahlen. •''3Iyriprlstis mnrdjan. Sciaena murdjan Fk. , Myripr. murdjan CV. , Rp., Blk., Gth., Play f., Kn., Myripr. hotsche Blk., Kn.'') D. 10 + Vn, A. 4/42, V. 1/7, P. 15, C. 4/19/4, R. br. 7, L. lat. 30, L. tr. V/^/l , Höhe 3%, Kopf 4, Dicke 2%, Stirne IV2, Schnauze ^2, Auge 2V4, Präorb. 6, Rückenst. 2 Vs , Schwanzfl. 5. Körper eiförmig länglich, Rücken convex. Kopfprofil durchaus convex. Schnauze sehr kurz. Apophyse des Zwischeukiefers kurz, kaum über den vorderen Augenrand zurückreichend. Stirne in die Quere leicht convex, mit 4 erhabenen Läugsleisten, deren äusseres Paar gegen vorn divergirt und hinten unregelmässig fächerförmig sich verästelt. Mund sehr schräg. Oberkiefer reicht bis zum hintern Drittel des sehr grossen Auges. Unterkiefer vorragend. Zähne klein, Unterkieferbinde etwas schmal. In beiden Kiefern zuweilen eine äussere Reihe etwas stärkerer stumpfer Zähuchen, andermal beschränken sie sich auf wenige solcher Zähncheu seitlich gegen vorn am Zwischenkiefer und eine Gruppe jederseits aussen am Kinn, die sich bis zur Unterseite des letzteren herabziehen kann. Hinterraud des Nasenloches gezähnelt. Oberkiefer streifig leistig, hinten unten gezähnt. Suborbitalkuocheu au beiden Rändern klein '•■■) Ich tlnde in der Abbildung des M. botsche bei Kner keinen unterschied von M. mnrdjar. Nach der Beschreibung soll er in rauhem Hinlergaumen und in einem Zahnpacket unten am Kinn liegen. Bei meinen Exemplaren von M. murdjan ist der Hintergaumen (Flügelbein) bald glatt, bald rauh, das oben genannte Zahnpacket bald sehr ausgesprochen, bald fehlend, ohne jeden sonätigen Unterschied. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 7'>7 g-ezähut. Vordeckel winkelig gerundet, Rand und vüidcie Randleiste ge- zähuelt. Kiemeudeckel mit einem ziemlich kurzen platten Stachel, sonst klein gezähnt. Zwischendecke! gestreift gezähuelt, Unterdeckel nur unten mit einigen Zähnchen. Suprascapula durchaus, Scapula uur gegen oben, gezähnt, Humerus ganzrandig. Hautlaj'pen des Kiemendeckels schmal, ab- gerundet. Schupj)en gross, gegen den Rand streifig Icistig, am Rand scharf gezähnt; gegen vorn zeigen sich oft Poren. Seitenlinie mit Üacheu, nicht sehr deutlichen Röhrchen; sie ist wenig gebogen. Riickenstacheln massig schlank, die 2. Rücke n flösse völlig getrennt. 3. bis 4- Riicken- stachel etwas niederer als die höchsten Gliederstrahlen. 3. Afterstachel kürzer, aber dicker, als der 4. Brust- und BauchÜossen gleichlang, er- reichen den After nicht. Die äusseren Strahlen der gabiigen Schwanz- flosse sind !2V2mal längerer als die mittleren. Farbe: Silbrig mit rothem Glanz, Rücken tiefer roth. Deckel- lappen, innere Basis der Brustflossen und ein Flecken darüber und da- hinter in der Achsel braun bis schwarz. Flossen roth. Bauch- und Schwanz- flosse am Aussenraud, After- und zweite Rückenflosse am Vorderrand weiss. Iris roth (mit schwarzem Fleck nach RüppeU), Zunge (nach Forskai) roth. Arab.: Bseli ähmar, nachFk. mui-djan (d. h. rothe Koralle). Fleisch gut. Häufig. Wird nur bei Nacht gefangen. %t Cm. Verbreitung: Indisches Meer, Amboina. Familie : Theraponoiclei. 6 Kiemeuhautstrahlen. Kiefer und meist auch Vonier und Gaumen, mit Zähnen (an letzteren beiden oft ganz fehlend oder abfällig); Vor- unl Kiemendeckel bewaöuet, Schuppen mittelmässig, fein gezähuelt, Mund ziemlich klein, etwas schräg. Kienienhaut bis zum vorderen Ende der Zwischendeckel gespalten. Stirne, Schnauze, Kiefer, Kehle, Präorbital- bein und Randtheil des Vordeckels nicht beschuppt. Bauch flössen ziemlich hinter der Basis der Brustflossen inserirt, die ganze Rückeu- und Afterflosse mit einer basalen Schuppenscheide. Eine ^Rückenflosse. Diese Familie, wozu ich Therapon, Datnia^ Helotes und Dides stelle, ist als Uebergangsfamilie von den Percoidei zu den Pristipomatoidei zu betrachten, da die Bezahuung von Gaumen und Vomer inconstant ist, ausserdem aber ihr Habitus ihnen Eigenthümlichkeit verleiht. Gattung: Therapon Cuv. Ziemlich starke hecheiförmige Zähne in beiden Kiefern, die äusseren etwas grösser. Gaumen- und Vomerzähne fehlend oder abfällig. Vor- 92* 728 Dr. (.. D, i(l unzin^'er deckL4 ganz bezähnelt, Kiemeudeckel mit Dornen. Rückenflosse mehr weniger ausgeschnitten. Die Aeste des Unterkiefers kurz. Riickeuflosse mit 12 (selten 14 oder 13), Afterflosse mit 3 Stacheln. Schwimmblase eingeschnürt. a) Gaumen- und Vomerzähne fehlen. aa) Körper etwas hoch, eiförmig. Stirne in die Quere leicht con- vex, 12 Stacheln in der Rückenflosse, dritter Afterstachcl etwas länger als der zweite. Vordeckelzähuc mittelmässig, ziemlich gleichgross. L. lat. 55. 4. Therapon theraps, CV., Rp., Blk., Rieh., Gth., Playf., Kn. D. 11 + 1/10, A. 3/8, P. 14, C. 17, L. tr. 7/17, Höhe SVg, Kopf k%, Auge 3, Schnauze 1, Stirne 1, Präorb. 2, Rückenst. 2, Schwanzfl. 6. Diese Art ist merklich höher als Th. jat'hiia^ daher auch das Kopf- profil steiler,*) der Rücken convexer als der Bauch. Die Vorderzähne sollen nach C V. kleiner und dichter sein als bei Th. servua-, doch ist dieser Unterschied kaum merklich. Stirne und Scheitel sind sehr runzlig, knöchern. Farbe: Grüugrau. 3 dunkle Längsbänder, das unterste vom Kopf zum Schwanz. Rückenflosse vom 3. bis 7. Stachel braunschwarz. An jedem Lappen der Schwanzflosse 2 — 3 schwarze schräge Binden. 20 Cm. Verbreitung: Ostafrika bis China. bb) Körper länglich, nieder. Stirne in die Quere kaum couvex, mit einigen Längsleisteu. Der hintere Rand des Vordeckels, zumal am Winkel, trägt sehr lange Zähne. Der Unterrand fein gezähnt. Nasen- löcher einander nicht sehr nahe , das vordere mitten zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Kopfprotil parabolisch, fast gerade. Dritter After- stachel wenig länger als der zweite. L. lat, 80 — 90. 2. Therapon ghehnl (Ehrh.) CV., Gth., Blk. D. M 4- 1/10, A, 3/9, P. 14, C. 17, Höhe 4V4 , Kopf 4%, Auge 3, Stirne 1, Präorb. ly^, Schnauze 1, 5. Rückenst, IV4, Schwanzfl. 6V2. Farbe: Silbrig. Rücken bläulich bis bräunlich. 4 gerade braune Läugsbäuder, das erste nahe der Basis der Rückenflosse, das zweite vom Nacken bis zum Ende der Rückenflosse, das dritte vom Mund durch das Auge zum Ende der Schwanzflosse, das vierte von der Brust- zur Schwanzflosse. Rückenflosse vom 3. bis 8. Stachel schwarz. 2 schwarze schräge Streifen an jedem Lappen der Schwanzflosse ausser dem oben- genannten Mittelstreif. 20 Cm. Verbreitung: Javanische Meere. (Mus. Berol. aus dem Rothen Meer.) *) Es ist eine Verwechslung, wenn Kner das Profil von Th. servus als höher angibt. Syn-ipsis der Fische des Rothen Meeres. "^29 b) Gaumen- und Pflugschaarzähne vorhanden, doch mehr weniger abfällig. Körper gestreckt. Stirne völlig platt. Nur 11 Stacheln in der Rückenflosse.*) Dritter xlfterstachel dem zweiten an Länge fast gleich. L. lat. 80. 4. ^Tuerapon }arhiia. Sciaena jarbua Fk. '•''•'■), Holocentrus servus BL, Therapon senms CV , Blk., Rieh., Rp., Pet., Kn., Playf., Gth. (V. Synou.). D. 10+1/10, A. 3/8, P. 13, C. 17, L. lat. 80, L. tr.40-, Höhe 4%, Kopf 4%, Auge 3V21 Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. 2, Rückenst. 1 V^ — 2, Schwauzfl. öV^. Kopfprofil wenig steil, nur vorn und hinten convex. Die Stirne bildet ein flaches Schild, indem jederseits eine Leiste vom vorderen Au- genrande nach vorn und innen bis über die Nasenlöcher zieht, ohne dass diese Leisten sich vonders Nachts ge- fangen. Ersucht mit seinem Deckeldorn durch Umsichschlagen zu verwun- den. Als Köder dienen namentlich Einsiedlerkrebse. Im Magen fanden sich auch Annelidenreste. Fleisch gut. Verbreitung: Ueberall von Os(afVika über den indischen Oceau bis Nordaustralieu (geht auch in Flüsse). Gattung: Doles C V. Zähne hecheiförmig, klein, an Kiefer, Gaumen und Vonier, Auge gross. 1- Rü^-kenflossf mit 10 Stacheln, Afterflosse mit 3, i — 3 Stacheln am Kiemendeckel. Schuppen ziemlich gross, sehr fein gezähnelt, Kinn vorragend. Bauch zusammengedrückt. Uuterkieferäste lang. ■'Ilules arge nie US. Perca argentea Benn.*), JDules JBennelti Blk., Pet., Güath, Dules taeniurus C. V., Blk., Kner, Günth. D. 10/9—10, A. 3/iO, P. 14, C. 17, L. lat. 53, L. tr. ^Vj/ll ; Höhe 3^/,, Kopf 4y4, Breite 2*/^, Auge 2%— 3, Stirne 1, Schnauze lYj, Präorb. 3, Rückenst. ^Vg, Schwauzfl. ö'/s. Körper eiförmig länglich, gegen unten sehr zusammengedrückt (wie eine Clupea). Die Bauch linie ist convexer als die Rückenlinie. Kopfprofil fast gerade. Augen gross, Stirne breit, hinten runzlig. Schnauze kurz. Zähne klein, spitz, hecheiförmig. Zahnbinde im Unterkiefer schmal. Präorbital bein sehr kurz, vorn etwas hoch, unten convex und gegen hinten gezähnelt. Der Oberkiefer reicht nicht bis unter die Mitte des Auges. Die Nasenlöcher einander genähert, das hintere ist wenig grösser, das vordere dem Auge näher als dem Schnauzenabsatze. Vordeckel mit abgerundetem, etwas vorragendem Winkel, über demselben nicht wohl aber an demselben und am unteren Rande fein gezähnt. Deckel- dornen 2, fast gleich. Deckellappeu nicht vorragend, Suprascapula ganz- randig. Schuppen fein gestreift und fein gezähjielt. Seitenlinie am vor- deren Drittel leicht bogig, dann gerade; die Röhrchen einfach, linear. Rückenstachelu schlank, doch kräftig, der 5. bis 6. etwas höher als die höchsten Gliederstrahleu. Der letzte Stachel ist etwa um V4 niederer als der erste Gliederstrahl, die Rückenflosse also nicht tief ausgeschnitten. Afterflosse lang, reicht hinten weiter als die Rückenflosse; ihr 2. Stachel kürzer und eben so dick als der 3. Brustflossen etwas länger als die '■•) Der Kopf ist irrig als ganz schuppenlos dargestellt. Die Priorität gehört dem Namen vmü Ben net (1830), D. taeniurus C V. ist wohl nicht verschieden. Synopsis i!er Fische des Rnthen Meeres. ^3 1 ßaucliflossen, letztere beginnen unter der Mitte der erstereii ; beide er- reichen den After nicht. Schwanzflosse tief, fast gablig* ausgeschnitten mit nicht sehr spitzen Lappen, die äusseren Strahlen kaum doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Silbrig. Rücken grau mit stahlblauem Schimmer. Flossen gelblich-hyalin, Rückenflosse einfarbig (bei dem Exemplare von Peters ist 'Jer ffliederstrahlige Theil der Rückenflosse vorn und oben braun). Schwanzflosse mit einem mittleren schmäleren, und an jedem Lappen 2 schrägen breiteren Binden, deren äussere die Winkel jedes Lappens einnimmt, während die Endspitzen gewöhnlich wieder heller sind. Da- zwischen ist die Flosse gelbüch-hyalin. Nach Beuuett vereinigen sich die schrägen Binden zu einem Ringe. 22 Cm. Selten. (Ich fand diese Fische in grösserer Menge auf den Zweibrüderinseln, einmal auch bei Koseir selbst.) Verbreitung: Ostafrika, Ceylon, China, Neu f. d. R. M. Familie : Pristipomatoidei. Sciaenoidei Cuv. (ohne die 3Iaenides Cuv. und die Sciaenidae Günth. im engeren Sinne). Die aus den Sparoiden von Günth. hergenommenen Fische sind ebenfalls ausgeschlossen. Der Unterschied dieser auf obige Weise enger begräuzten Familie (der Umfang der Pristipomatidae Günth, ist offenbar zu weit) von der der Percoidei Hegt fast nur in der NTichtbezahnung des Gaumens und Voraers. Im Habitus unterscheidet sie sich nicht von den Percoidei^ vou den Sparoidei nur durch Structur der Schuppen (S. Sparoide?') und meist gezähnelten Vordeckel. Von den Sciaenidae Günth. unterscheiden sie sich durch nahezu gleiche Entwicklung der beiden Abtheilungen der Rücken- flosse. Körper länglich, compress. Es sind 5 — 7 Kiemenstrahlen vorhanden. Die Kiemenhaut ist meist nur bis zum vorderen Ende des Zwischen - deckeis gespalten, bei andern nur bis zur Mitte des Zwischeudeckels. Oefters Poren am Kinn. Kieferzähne hecheiförmig mit und ohne stärkere conische Zähne. Schuppen ctenoid. Seitenlinie ganz, nicht auf die Schwanz- flosse fortgesetzt (wie bei vielen Sciaenoidei im engeren Sinne). Mund end.ständig. Eine Rückenflosse (S.o.) V.1/5, Schwimmblase mehr weniger einfach. Gattung: Pristipoma Cuv. Mund klein, eine Grube mitten unter dem Kinn. Hechelzähne in den Kiefern. 7 Kiemenhantstrahlen. Vordeckel fresägt. Derkelstacheln 732 Dr C R I\ lunziiieer: uiuleutluh. Siirnc (iiul l'räorbilalljeiii bt^sclnii)pt, Scimauzo, Kii'for und Kolile nackt. Nasenlöcher einaiid(>r mul dtMii Auge g-enähert. Oberkiefer unter dem Präorbitalbeine hinten verdockbar. Rückenflosse meist in ihrer g-anzen Länge mit Schuppenscheide, sonst nackt, mit 11 — 14, Afterflosse mit 3 Stacheln. Brustflossen etwas lang. Achselschuppen über den Raucli- flossen meist deutlich. Pseudokieme klein, Schwimmblase einfach. Blind- därme in geringer Zahl. a) Schuppen klein (L. lat. 80), Körper nieder (4). Rückenstachel schlank, hoch, 2. und 3. Afterstachel fast gleich. Keine Schuppenscheide an dem stachligen Theile der Rückenflosse. Vordeckel mit abgerundetem Winkel, nicht oder kaum ausgerandet. Schwanzflosse tief ausgerandet, mit stumpfen Lappen. Kopfprofil leicht conrex. 1. '^PnsHpoma sfridens. Sciaena sfridens Forsk., Prist. sinimena C V., JPr- stridens Rüpp., Günth., P1ayf. D. 1i + i/14, A. 3/8, P. 17, C. 17, L. tr. 7/16; flöhe 4, Kopf 4, Breite «2, Auge SVj, Schnauze iy5, Stirne 1, Präorb 1, 4. Rückenst. 2, Schwanzil. GV^. Farbe: Silbrig, 5—6 dunkle Längsbin den in der oberen Körper- hälfte, Oben am Kiemendeckel ein schwärzlicher bis olivenfarbiger Flecken. Flossen hyalin iu\s Graue. Arab.: Takrüri (d. h. freier Neger), nach Forsk. Gurgur. Häufig im Hafen, kommt auch auf die Klippe. Aus dem Wasser genommen, gibt der Fisch einen knurrenden Ton von sich („weint"). Wird gegessen. 14 Cm. Verbreitung: Zanzibar. b) Schuppen gross (L. lat. 40 — 50). Vordeckel ausgerandet. Schwanz- flosse leicht ausgerandet, auch die Stacheln der Rückenflosse mit Schuppenscheide. aa) Stacheln der Rückenflosse nieder, ziemlich stark, 3. — 4. wenig- höher als die Gliederstrahlen. Schnauze und Mund kurz. Kopfprofil qua- drantisch, Körper hoch, eiförmig. Afterstacheln nieder, der 2. etwas höher als der 3. 2. Pristipoma pnnctiilattim Rp., Gth. D. 1VI5, A. 3/8; Höhe ^Vt,' Kopf 4, 3—4. Rückenst. 3. Farbe: Silbrig, obere Körperhälfte mit dunkelbraunen reihenweise gestellten Punkten. Rückenflosse gegen die Basis mit einigen braunen Flecken. 8 Zoll. Verbreitung: Isle de France. Synopsis der Fi'che dPs Rotlicn Meeres. 733 bh) Stacheln der Rückenflosse viel höher als die Gliederstrahien. ci) Rückeustacheln schlank, L. lat. 30, 2. Afterstachel kauul höher und stärker als der 3. Vordeckel hinten am abgerundeten Winkel nur wenig vorg-ezogen. Oberkiefer reicht nur bis unter den vorderen Augen- rand. Schnauze länger als das Auge. Körper länglich eiförmig. 3. Pristipoma aryenteum. Sciaena argentea Forsk., Prist. aryent. C V., Rüpp., Giiuth., Pr. nayeb'^) Rüpp. (? Rieh.), Blk. D. 12— 13/13— 15, A. 3/7-9, L. tr. 4%/12, Höhe 3V3, Kopf 3V2, Schnauze iVa'l, 4. Rückenst, 2. Farbe: Silbrige gegen oben kleine unregelmässige, dunkelbraune Flecken. Rückenflosse an der Basis mit einer Reihe brauner Flecken. Var. nageb nach Rüpp.: Silbrige gegen oben 8 quere Binden von uuregelmässigen braunen Punkten. Rückenflosse mit schwarzem Saume und 3 Längsreihen brauner Punkte. 15 Zoll. Verbreitung: Sundaarchipel. ß) Rückenstacheln hoch, stark und platt. L. lat. nur 45. Vor- deckel hinten am abgerundeten Winkel stark vorgezogen. Oberkiefer reicht bis unter das erste Drittel des Auges. Schnauze länger als das Auge. Die Brustflossen reichen bis zur Afterflosse. 4. Pristipoma hasta. Lutjanus hasta Bl., Prist. Kakaan C V. , Rüpp., Rieh, Blk., Pr. hasta C V., Blk., Playf., Günth., (V. Günth. Synon.). D. 12 14, A. 3/7— 8, L. tr. 4%/12, Höhe 3%, Kopf 3%, Auge 4, Stirue iVj, Schnauze V/^-.i., 4. Rückenst. IV«? Schwanzfl. 5V2. P'arbe (nach Rüpp.): Silbrig in's Tombakfarbeue. Winkel des Kie- niendeckels schwärzlich. Stachliger Theil der Rückenflosse an der Basis mit 2 braunen Längsbändern. Am gliederstrahligen Theile 2 höher ste- hende Reihen kleinerer Flecken. Die übrigen Flossen graugelb-hyalin. Arab. : Hoko. 15 Zoll. Verbreitung: Ostafrika (Begamaja) , bis China. y) Rückenstachelu ziemlich schlank, massig hoch (^iV^), L. lat. 47. Vordeckel hinten wenig vorgezogen. Schnauze kurz, ihr Profil convex, abschüssig. Oberkiefer reicht unter das vordere Drittel des Auges. 2. Stachel der Afterflosse etwas höher als der 3. *) Soll sich durch läugeren und stärkeren zweiten Afterstachel unterscheiden. Dieser Charakter allein reicht, da er nicht sehr sicher ist, nicht aus zur Aufstellung einer besonderen Art. M. XX. 4 6Mai(ti. 93 734 Dr. C B K In nzin^er. 5. Pristipoma macHlatiim. Anthias maculatufi Bl., Caripe Rwhs.^ Prist. caripe C V., Caiit., Rüpp., BIk., F. maculatum Günth., Kii., Play f. DM2/13-ir), A.3/7, Höhe 3%, Kopf 3%, Auge 3, Stirne ly^, Schnauze 1, Piäorb. IV^, 4. Rückenst. 2%. Farbe: Silbrig; eine schwärzliche Querbinde vor der Rückenflosse über deu Nacken herüber. Jederseits in der oberen Körperliälfte ausser- dem noch 3 grosse dunkle Flecken oder Querbiudeu. Ein grosser braun- schwarzer Fleck in der Mitte des stachligen Theiles der Rückenflosse. 5 Zoll. Verbreitung: Ostindien bis Neu-Guinea. Gattung: Diagramina Cuv. Schnauze stumpf gewölbt. Mund klein, weit unten, fast horizontal. Augen miitelmässig. Zähne hecheiförmig in breiter Binde; am Unterkiefer wird die Binde hinten schmal; die äusseren Zahne kaum stärker, Lippen dick, innen zottig. Präorbitalbein hoch, ganzrandig. 2 — 3 Poren jederseits unter dem Kinn, ohne mediane Grube. Vordeckel gesägt. Deckel ohne vortretende Stacheln. Suprascapula gezähnt. 6 — 7 Kiemenhautstrahlen. Schuppen etwas klein (L. lat. meist über 70), Kopf beschuppt, nur die Schnauze vorn, die Kiefer und die Kehle nackt. Nasenlöcher einander genähert, das vordere dem Auge viel näher als der Schnanzenfalte. Bauchflossen gleich hinter der Insertion der Brustflos.sen, etwas länger als diese. Ein aus mehreren Schuppen bestehender Anhang über der Achsel der Baucliflossen. Harter Theil der Rückenflosse an der Basis mit wenig entwickelter Schuppeuscheide; weicher Theil und die Afterflosse weit hinauf beschuppt. Rückenflosse 9 — 14, Afterflosse mit 3 Stacheln. Pseudokiemen massig gross, Kiemendrüse oft selir gross. a) Dor.s. 10—41 /22— 23, A. 3/7. Rückenflosse in der Mitte ziemlich tief ausgeschnitten, weicher Theil derselben höher als der höchste 2. Stachel. Unterrand des Vor- deckels bogig, gezähnt. 1. "'Diagrammtt punctatnm. (Ehrb.) CV,, F. jap., Rüpp., Q G, Blk., Günth., Playf., Pet., Kn., Diatj. cinerascens C V., Rüpp. R. br. 7, P. 17, C. 17, L. lat. 90, L. tr. 15/20; Höhe 3Vf^^3%, Kopf 4V2 Auge 4V2 — 5, Stirne ly^ : 1 (Entfernung des Auges von der Scheitelliuie iVg im Aug-e), Schnauze 2—2% : 1, Praorb. i% : 1, Schwanzfl, 6. Synopsis der Fische de? Rothen Meeres. 735 Körper länglich-eiförmig-, bei Aelteren gestreckter. Kücken besonders yoru couvex. Kopfprofll steil, coiivex. Vordeckel bei Jüngeren deutlicher gezähnt als bei Aelteren. Rückenstacheln massig stark. 3. Afterstachel wenig länger und kaum schwächer als der 2. Die ßauchflossen erreichen den After nicht. Schwanzflosse ausgerandet bis abgestutzt. Farbe: Grau bis grüngrau. Ueberall dunklere meist olivenfarbige (nach Rüpp. braunrothe) Flecken, auch an Kopf und Flossen. After- und Baucliflosse gegen die Spitze schwärzlich. (Rücken- und Schwanz- flosse nach C V. schwarz gerandet.) mag ramm a lineatnm. Perca lineata L. Gm., Diay, lineatum C V., Seba, Blk., Rüpp., ist wohl nur die Jugend yon D. punctatum, wie Sc. ahu mugaterin Forsk., die von D. yaterina ist. Dieselbe Strahlenzahl, die Höhe des 2. Rücken- slachels, Uebergäuge in der Färbung sprechen dafür. Farbe (nach Rüpp.): Hellgrau mit 6 — 7 dunkelbraunen Längsstreifen von ujigleicher Breite. Bald trennen sich einige dieser Streifen in Reihen von Flecken, dann entsteht die Form D. puncfat. Die Rückenflosse schwarz gesäumt, Bauch- und Afterflosse mit schwarzen Endspitziu (wie bei D. punct.^. 5 Zoll. Diagramma cinerascens CV., Rp. ist dagegen die Altersform von D. pmictat. Der Körper ist hier gleich- massig grau, die Flecken fehlen (wenigstens am Körper, die Flossen sind noch meist gefleckt). Auch hier hat die Bauchflosse eine schwarze End- spitze. 18 Zoll nach Rüpp. Arab.: Schotfa, 75 Cm. Lebt nicht an der Klippe wie D. yaterina^ sondern mehr am Grunde des Hafens in den Seegraswiesen, grundelt im Sande und Schlamme, am Boden des Meeres hinschwimmend, mit dem Kopfe etwas abwärts gerichtet und kommt fast nie an die Oberfläche. Fasst die Angel, wartet abef bis die Lockspeise hinunter kommt. Fleisch nicht sehr geschätzt. Der Fisch ist selten. Verbreitung: Ostafrika bis Ceylon, Amboiua. b) D. 1V18, A. 3/8. aa) Rückenflosse wenig ausgeschnitten. Rücken wenig, Kopfprofil sehr gekrümmt, quadrantisch. Rückenstacheln kräftig, weicher Theil der Rückenflosse nicht höher als der 4. höchste Rückeiistachel und abgerundet. 2. Afterstachel etwas höher und stärker als der 3. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Oberkiefer hinten massig hoch, Hinterrand concav. 2. "^Diagramma sordidum Klz. Sciaena schoiaf Forsk,? R.br.7, L. lat. 60— 70, L. tr. 12/18; Höhe 3— 3V4, Kopf 4%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. IV4, Rückenst. %%^ Schwanzfl. 6. 93* rroß Dr. C, ü. Kluaziüfc'er: Diese Art kanu wohl mit Forsk. Sciaena schötaf nicht aber mit Diayr. schotaf Kiipp. übereinstimmen, da die Zahlenverhältuisse der Strahlen bei letzterem ganz anders sind (s. u.), auch andere Unterschiede sich noch ergeben. Farbe: Grünlichgrau, Flossen schmutzigbraungrau Lippen gelb. Mund innen roth. Rand des Kiemendeckels oben schwarz. Arab.: Schotal". 20 C""* Nicht selten. bb) Rücken besonders in der Mitte sehr gewölbt, Kopfprofil schräg, kaum gekrümmt. Schwanzflosse abgestutzt bis gerundet. Höhe ^'V^ — 3, Auge 2V2 — "iVi, grösser als bei D. sordid. (übrigens sind es junge Exemplare). Sonst wie D. sordid. 3. ''^Diayramma umhrinum Klz. Farbe: Kaffeebraun, Bauch röthlich. Flossen rosa. Strahliger Tlieil der Rückenflosse, Basis des weichen Theiles und die Afterflosse, zum Theile auch die Bauchflosseu braun. 4/. Blochri^ sonst ähnlich, hat nur 10 Rücken- stacheln). R. br. 6, L. lat. 75—80, Höhe 3^/2, Kopf 4, 4. Rückenst. 3. Farbe: Braun, Bauch gelblich. 3 weisse Längsbinden jederseits, eine vom Munde und Scheitel bis zum letzten Stachel der Rückenflosse, die zweite von den Nasenlöchern über das Auge hin zu dem oberen Theile der Seiten des Schwanzes, die dritte von der Unteraugengegend bis zur unteren Seite des Schwanzes. Flossen gelblich, nur Afterflosse braun. Hinterer Theil der Rückenflosse mit 2 braunen Streifen. Schwanz- flosse mit einer mittleren und an jedem Lappen 2 schiefen braunen Binden. 5 Zoll. Verbreitung: Manado. d) D. 1 3/1 9-20. A. 3/7. Rückenflosse leicht ausgeschnitten. Weicher Theil derselben hinten kaum höher als der höchste 3—5 Stachel und gerundet. Kopfprofil fast quadrantisch, Rücken massig convex. Stirne in der Quere gewölbt. 2. Afterstachel höher und stärker als der 3., gestreift. Rücken- stachelu von massiger Höhe und Stärke. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ausgerandet. Unterrand des VorJeckels ungezähnt. Synopsis H.r Fische <\e» Rotheti Meer»'?. 737 5. "^Diagramma gaierina, Sciaena gaterina Forsk., Dlagr. gaterina C V., Rüpp., Peters, Günth., Play f. R. br. 7, L. lat. 70—80, L. tr. 13/20, Höbe 3, Kopf 4, Au^e 3%—^, Schnauze l*^, Stirne IV^:!, Präorb. IV3 : 1, Rik-kenst. 4, Schwanzfl. 5V4. Oberkiefer reicht kaum bis unter den vorderen Aug-enrand. Beide Nasenlöclier trleichgross. Die Bauchflossen reichen meist bis zum After. Farbe: Grau, mit vielen etwa linsengrossen s chwarzen Fleckeu, die an den Flossen etwas p^rösser sind. Bauch-, Kopf- und Brustflossen ungefleckt. Rückeji-, Schwanz- und Afterflosse mit schwarzem Saume. Flossen und Lippen gelblich. Häute zwischen den Kopfknochen orange. Iris gelb. Sciaena abit ^nuyalerin Forsk. ist nichts als die .Jugend von D. gaterina. Auch hier ist der 3, — 5. Rückenstachel am höchsten, die Strahlen - zahl ist die gleiche. Farbe: Grau weiss, 6 — 7 schwarze Längsbinden, die vom Auge und den Lippen beginnen , eine läuft mitten auf dem Scheitel Bei manchen Individuen linden sich statt derer Längsreihen schwarzer Fleckeu. Wenn diese unregelmässig angeordnet sind, so entsteht die Form Diagr. gaterina. Rückenflosse mit einer schwarzen Längsbinde oder einer Reihe schwarzer Flecken. Schwanzflosse mit ähn- lichen Flecken, welche zu Binden verfliessen können. Bauchflossen uugefleckt. Arab.: Gaterina. Häufig am Korallabhange, meist in der Tiefe. Bei Nacht kommt er auch auf die Klippe und wird dort mit andern Fischen im Ringnetze gefangen. Frisst gern Sepien- und Hummerfleisch, Fische liebt er nicht. Sein Fleisch ist nicht sehr geschätzt. Verbreitung: Zauzibar. e) D. 13/21, A. 3/8. Rückenflosse hinten nicht höher. % After- stachel stärker aber nicht höher als der 3. Schwanzflosse ausgerandet. Vordeckel am Hinterrande schwach, am unteren nicht gezähnt, der Unterrand gerade. 6. ''Diagramma foeiela. Sciaena foetela Forsk., D. foetela CV., Rüpp., Günth., Pet., D. ßavomaculatum (Ehrb.) C V., Rüpp. Höhe 3— 3V3, Kopf 4. Farbe: Blaugrau mit vielen runden citrongelben Flecken in schiefen Reihen; die am Rücken sind etwas grösser. Kopf mit welligen gelben Flecken und Linien. Haut des Mundes und Zwischenhäute der Kopfknochen roth. Rücken- und Afterflosse mit gelben Tropfen, ihr ■^gg Dr. ': B Klnnxinger: weicher Theil gelb gerandet. Brustflosse an der Basis roth. Die Färbung- der Alten (Sciaena foetela^ gl e ich uifi ss i g grau ohne Flecken. Arab.: Schotfa (nicht Schotaf), 30 — 50 Cm. Selten. V(;rbreitung: Nur aus dein R. M. bekannt. Dors. 14/16 — 17, A. 3/7. Rückenflosse tief ausgeschnitt« n. Rückcn- stacheln sehr stark, der 4. höchste sehr hocli, höher als der weiche Theil. vvelchrr gerundet ist. ''l. Afterslachel viel liöjicr und stärker als der 3. Brustflossen kurz, gerundet. Schwanzflosse abgestutzt. Körper hoch, beson- ders vorn. Kojifprofil steil, vorn fast gerade. Oberkiefer hinten hoch, mit schräg coucayem Hinterraud. 7. Diagramtna cras.si«pinum Rp., Gth. Höhe 2y4, Kopf 'i%. Farbe: Bläulichschwarz, Brustflosse und Unterkiefer gelblich. Flossen schwarz, 12 Zoll. Mus. Senktiib. aus dem rothen Meere. g) Dors. 14/19 — 20'''), A. 3/7. 3. Rückenstachel fast so hoch als der 4. (-'V* — ^)i niederer als der hohe weiche Theil der Rückenflosse. Rückenflosse erscheint daher ziemlich ausgeschnitten. Kopfprofil convex. Oberkiefer hinten schräg abgestutzt und daselbst sehr hoch. Schwanz- flosse abgestutzt. 8. Diayramma schotaf. ? Sciaena schotaf Forsk. ''"^), Dian. Nasenlöcher klein, das hintere unmittelbar vor dem Auge kaum wahrnehmbar. Vordeckel ganzrandig, Deckel mit einem Dörncheu. Schuppen gross, abfällig, fein gezähnt, mit sparoidem Bau (nach Troschel. aS'. Sparoidei). Nur der vorderste Theil der Schnauze, das Präorbitalbein, Unterkiefer und Kehle nackt, der übrige Kopf, auch der Oberkiefer beschuppt. Röhren der Seiteulinio verzweigt. Zähne ver- schieden. Am vorderen Ende des Zungenbeines unten hinter dem Kinn 2 mehr weniger lange Bartfäden, t Rückenflossen, die erste blos mit Stacheln, monacantlr'"'), in einer Furche eingelassen, die 2. giieder- strahlig, beide uubeschuppt. Die Afterflosse der t. Rückenflosse iu Form und Lage gleich, ohne oder mit einem kaum wahrnehmbaren Stachel. Bauchflossen unter den Brustflossen, etwas vorgerückt; über ihnen eine Spornschuppe. Schwanzflosse gegabelt, weit zurück beschuppt, mit 45 Hauptstrahlen. Diese Familie findet wohl am besten ihren Platz zwischen den Pristiporaatoiden und Sparoiden, von welchen beiden sie Merkmale hat. Gattung: l^penoides '"'^0 Blk. Zähne iu beiden Kiefern, im Vomer und Gaumen. '^Up. Vit tat US. Mullvs vittatus Fk , Russell t. 158, Upeneus vittatus CV., Rp., Pet., Upenoides vittatus (und hivittatus) Blk., Gth. , Play f. •••) l). b. auf beiden Seiten und abwechselnd gleich dick. '•*"*) Die Namenbildung mit der Endung oides für Ga ttungen (Substantiva) ist nicht nachahmenswerth U. XI. ibhATid). 94 '^1*0 Dr. C. B. Klunzinger: n. 8 + 0/9, A. 7, V. 1/5, P. 16, C. 45, L. lat. 38, L. tr. 3/6, Hölie und Kopf 474— 4V2, Breite 2, Auge 4, Stirue 1, Präorb. 1, 3. Rückeii- stachel iVj, Schwanzfl. 5%. Körpor g-estreckfc. Kopfprofil parabolisch. Augen ziemlich gross. Stiriie fast flach. Schnauze etwas kurz. Unterkiefer etwas zurück- stehend. Tiippen wenig entwickelt. Oberkiefer reicht fast unter die Mitte des Auges. Zähne kurz, stumpf, gedrängt^ die Binde im Unterkiefer ist vorn breiter, als im Zwischenkiefer. Deckeldorn sehr klein. Scapula ganzrandig, fast geradlinig. Der 1. Stachel der Rückenflosse kaum sicht- bar, der 2. hoch und biegsam. Der letzte Gliederstrahl der 2. Rücken- und der Afterflosse ein wenig verlängert, der Rand daher concav. Die Entfernung beitler Rückenflossen gleicht der Länge der zweiten. Bart- fäden kurz, reichen nicht bis zum Rand des Vordeckels. Röhren der Seitenlinie buschartig, sehr verästelt. Farbe: Weiss, Rücken grüngrau. An den Seiten je 4 gelbe Längs- biudeu, die 2 unteren derselben mehr goldgelb. Kopf silbrig, ohne Binden. Bauch- und Afterflossen weiss, Brustflossen röthlich. Rücken- und Schwanz- flosse weiss mit schwarzen schiefen Linien, 1. Rückenflosse mit schwarzer Spitze. Iris zinnoberroth. Arab. : Amber gabul (Amber Ist der Name für alle Arten dieser Familie, gäbul ist der Name für Therapon jarbua^ dessen Schwanzflosse mit der des üp. viftatus in der Färbung viele Aehnlichkeit hat). Nach Foisk. heisst er abu Daqn (Bartfisch). 20 — 30 Cm. Erscheint perio- disch in Menge, im Hafen und auf der Klippe. Verbreitung: Ueberall im indischen Ocean bis Japan. Gattung: Mulloides Blk. Zähne in beiden Kiefern in mehreren Reihen, keine am Vomer und Gaumen. a) Schnauze lang (2:1), spitzig. Auge klein (4), Kopfprofil para- bolisch, gestreckt. 4. '^Mulloides auriflamma. Mullus auriflamma Fk.'^), Mullus ßavolineatus Lac, Upeneus flavo- lineatus CV., Rp. , Gth. D. 7/9, A. 8—7, L. lat. 37, L. tr. 3/7, Höhe 5%, Kopf 4%, Stirue 1, Präorb. 1, Rückeust. 1%, Schwanzfl. 5. '•*) Es ist kein Zweifel, dass Mullua auriflamma Forskai's — Mull, flavolineatus der Autoreu ist. Die Beschreibung Forskäl's passt sehr gut mit Ausnahme des kleinen schwarzen Flecks über der Seitenlinie am Scbwanze, den ich bei meinen Exemplaren nicht Hüde. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 743 Körper sehr gestreckt. Stirae breit, flach. Kiefer gleich. Lippen mittelmässig. Vorderes Nasenloch dem Auge etwas näher als dem Schnauzen- absatz. Oberkiefer reicht nicht bis unter den vorderen Augenrand. Zähne cvlindrisch-conisch, vorn in einer Binde, hinten in \ Reihe. Deckeldorn klein, aber deutlich. Scapula ganzraudig, zuweilen mit einem Döruchen. Die Bartfäden reichen über den hinteren Rand des Vordeckels hinaus. Röhren der Seitenlinie ästig-fächerförmig mit unterem und oberem Haupt- zweig. Stacheln der 1. Rückenflosse alle biegsam, hoch, kein kleiner vor ihnen sichtbar. Letzter Strahl der 2. Rückenflosse wenig verlängert. Die Entfernung beider Rückenflossen gleich der Länge der '2. Rückenflosse. Farbe: Eine breite goldfarbige Längsbihde zieht über der Körper- mitte vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflosse. Unter derselben jeder- seits 2 andere undeutliche, gelbliche. Rücken dunkler, grün- oder röthlich- grau. Auf der oberen goldgelben Längsbiude unterhalb der 1. Rücken- flosse einige verwaschene schwarze Flecken. Kopf silbrig oder röthlich, an seinen Seiten und an der Schnauze gelbe, schräge Linien. Lippen röthlich, Bartfäden weiss. Flo;?sen gelb-hyalin, ohne Flecken. Gewöhnlich zeigen sich, doch nicht bei allen Individuen, an den Seiten und am Kopf carniin- oder blutrot he uuregelmässige Flecken und Färbungen ver- schiedenen Umfanges, und zwar schon bei Lebenden. Es ist etwas Aehn- liches, wie bei Gerres oyena (vielleicht Hochzeitskleid?). Arab.: Aniber (S. o.) oder abu daqn beledi (einheimischer Bartfisch). Grösse 28 Cm. Diese Fische sind gemein und finden sich das ganze Jahr über, in grösster Anzahl aber nur in Schnauze 3V4 : 1, Präorb. äV^rl, 3. Rückenst. IV^, Schwanzfl. ^%. Körper gestreckt, Kopfprofil fast gerade. Zähne kurz, stumpf, couisch, im Unterkiefer vorn meist in mehreren Reihen zerstreut (passt daher nicht ganz zur Gattung üpeneua mit obiger Diagnose, aber auch in keine 74f| ^^ '- P Kliinzingerr andere), Unterkiefer zurüekstehcnd. 2. Stachel der 1. Rückenflosse bieg- sam, ein wenig niederer als dvr 3. und 4. Höhe der '2. Rückenflosse IV^ in der der ersten enthalten. Die 2 Rückenflossen weniger als um die Hälfte ihrer Länge von einander entfernt. Der letzte Strahl der 2. Rücken- und der Afterflosse nur massig verlängert. Die Bartfaden erreichen kaum den hinteren Rand des Deckels, die Brust- und Bauchflosseu lange nicht den After. Röhren der Seitenlinie undeutlich ästig, fiederig. Deckelstachel gut entwickelt. Farbe: Rücken grün in's Graue und Gelbe, Bauch weiss in's Rosa- farbene. Eine braunschwarze Längs bin de (etwas schmäler als bei Up. maci'onemus) zieht schon vom Munde au durch das Auge bis unter das Ende der 2. Rückenflosse. An den Seiten des Schwanzes über der Seiten- linie ein kleiner schwarzer Flecken. I.Rückenflosse gelb bis violett, 2. und die Afterflosse violett mit gelben Wellenlinien. Brust- , Bauch- und Schwanzflosse gelb-hyalin oder citrongelb. Arab.: Amber sükni, wie Vp. macronemusi kommt auch mit dem- selben zusammen vor. 26 Cm. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Molukken. b) Schnauze nicht verlängert (IV^ — '2:1). Letzter Strahl der 2. Rückenflosse nicht oder kaum verlängert. Lippen nicht sehr entvrickelt. Stirne wenig gewölbt, a) 2. Stachel der L Rückenflosse biegsam, wenig niederer als der 3. Bartfäden etwas verlängert, erreichen fast die Bauchflossen. Unterkiefer zurückstehend. Röhren der Seiteulinie mit kurzen Fiedercheu. Kopfprofil ziemlich convex. 4. ''Upenens plearospilos (?) Blk. Gth. D. 8 + 9, A. 7, L. lat. 28, L. tr, 2*72/6; Höhe k%, Kopf 4%, Auge 4%, Stirne IV4: 1, Schnauze 2V4' 1» Präorb. 2:1, 3. Rückenst. i'^^, Schwauzfl. SV*. Körper elliptisch. Die Entfernung der Rückenflossen gleicht der Hälfte der Länge dieser Flossen; die Höhe der 2. ist 2m.il in der der 1. ent'ialten. Die Zähne ziemlich stark, conisch oder gekrümmt, spitzig. Oberkiefer reicht bis vor oder unter das Auge. Dockelstachel deutlich. S'jprascapula oben mit kurzer dornartiger Vorragung. Die Schuppen wie mit Sprüngen xund Rissen. Farbe: Oben tief zinnoberroth, Bauch weiss, Seiten gelb, jede Schuppe mit roseurothen, gegen den Rücken violetten Flecken. Eine gelbe Längsbinde vom Deckel zum Schwänze, längs der Seitenlinie. Kopf rosa. Vom Auge strahlen bläuliche Linien aus. Flossen rosa oder gelb-hyalin. 2. Rückenflosse mit rosenfarbigeu Längsliuien, Afterflosse mit gelben Linien. Iris hell zinnoberroth. Bartfäden weiss 22 Cm. Aus der Tiefe des Meeres. Selten. Synopsis iler Fisclio (]es Rotlien Meeres. 747 Mein Exemplai* stimmt allerdings iu den meisten Merkmalen mit Up. pleurospilös Blk. übereiu, aber Bleeker ht^schreibt die Seitenlinie als baumartig verästelt und beide Kiefer als gleiclilang", au Bauch- uud vSchwanztiosse oraugerothe Querbiuden und einen schwarzen Fleck unter der Seitenlinie. Ich habe nur 1 Exemplar, die Bleeker^sche Art kenne ich nur aus der Beschreibung. Es wäre möglich, dass das meiuige eine eigene neue Art ist. /5) 2. Stachel der Rückenflüsse starr, ziemlich kleiner als der 3. Bartfäden kurz, reichen kaum bis über den Kand des Vordeckels. Beide Kiefer gleichlang. Lippen mittelmässig. Röhren der Seiteulinie mit sehr div^ergirenden fingerartigen, einfachen Seiteuzweigen. Kopfprofil wenig' conrex. 5. '^Upeneu» spilttnts C?j Blk. D. 8-f 9, A. 7, L. lat. 28—30, L. t". '2%/7, Höhe und Kopf 4%, Auge 3%— 4, Stirne 1— 1%:!, Schnauze ly^il, 3. Rückeust. ly^, Schwan zfl. ^y^. Gestalt gestreckt. 2. Rückenflosse ly^ in der Höhe der 1. enthalten. Farbe: Grünlichgelb, Rücken dunkler. Bauch weiss. In der Mitte des Schwanzes ein grosser schwarzer Fleck, jederseits bis zur Seitenlinie herabreichend und auf dem Rücken von beiden Seiten zu- sammenhangend, Brustflossen röthlich, Bauch- und Afterflosse tiefer roth. \. Rückenflosse grünlich iu's Braune, 2. Rücken- und Schwanzflosse grün mit rothem Rande. Bartfäden orange. Arab. : Abu deqäua (andere Form für abu daqn). Nicht häufig. Im Hafen. 12 Cm. Auch diese Art ist nicht sicher mit üp. spilurus Blk. identisch, da letzterer einen etwas kleineren und steiferen t. Rückenstachel hat, ferner beschreibt Bleeker die Körperfarbe als rosaviolett, den Schwauzflecken als rund und (nach seiner Abbildung) auf dem Rücken nicht zusammen- hängend, die Flossen als rosaroth. Nur die directe Vergleichung kann entscheiden. Mullus dispilurus Fluyf. t. V., 4, zeigt in der Färbung keinen ünterscbied von meinen Exemplaren, aber bei dispiluriis steht der vordere Augenrand in der Mitte des Kopfes, bei meinen Exemplaren weit vor der Mitte; ferner ist die Stirne dort sehr convex und viel breiter als das Auge, bei meiner Art ist sie kaum gewölbt und kaum breiter als der Augendurchmosser. M. dispilurus ist also jedenfalls verschieden. 1 7 A^ D'" C. Bo k'liin 7.in ger. Familie: Sparoicloi Cuv. Körper conipress. Schuppen ctenoid, etwas gross; ihre Structur ist charakteristisch, indem die feinen concentri sehe n Linien derselben scliräg- dem oberen und unteren Rande zugehen und an diesem (Midig-en (Troschel). Wenigstens Schnauze, Kiefer und l'räorbitalbeiu nackt. Kiemenhaut mehr weniger bis zum vordereu Ende der Zwischen- deckel gespalten. Am Kiemendeckel nur ein schuppenartiger, meist stumpfer Eckstachel. Brustflosse spitzig, Schwanzflosse gal)lig , ein Nackenbnnd, eine verlängerte Spornschuppe über den Bauchflossen, spa- roider Habitus -••). Seitenlinie mit einfachen Röhren. 5 — 6 Kiemenhaut- strahlen. Gaumen und Voraer zahnlos, Vordeckel meist gauzrandig. 1 Rückenflosse, Rücken- und Afterflosse nackt, die Stacheln heteracanth aus einer Furche sich erhebend. Zähne verschieden. Mund nicht vor- streckbar, I. Gruppe: Sargina Gth. Schneidende und Mahl-Zähne. Gattung: Crenidens CV. Zähne breit, mit schmaler Basis , gekerbtem oder gefingertem lai)pigem Rande, in beiden Kiefern in 2 Reihen. Hinter ihnen eine Binde g-erundeter Mahlzähne. Mundspalte klein. Nackenband deutlich. Stirne, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbein, endlich der Randtheil des Vordeckels und die Kehle nackt und porös, daher nur ein kleiner Theil der Wangen beschuppt. Kinugegend massig lang. Rückenflosse mit i\ Stacheln, die Gliederstrahlen derselben und die Afterflosse mit einer basalen Schuppeu- scheide. Spornschuppe über den Bauchflossen mittelmässig ; zwischen denselben keine verlängerte Schuppe. Rad. branch. 5. * Creniflens Porskttlii. Sparus creniflens Forsk., Crenidens Forskdlii C V., Rüpp., Pet., G ü n t h., K n. D. 11/11, A. 3/9— 10, P. 14, C. 17, L. lat. 55-60, L. tr. l^Vt/^^-, Höhe 3, Kopf 47.^, Breite 3, Auge S^/j, Stirne 1, Schnauze 1— iV*, Präorb. IV^, 4. Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5. Körper länglich-eiförmig , Rücken und Bauch gleich gekrümmt. Kopf kurz. Schnauze stumpf. Kopfprofil besonders vorn convex, an der Stirne concav. Hinteres Nasenloch länglich, vorderes rund. Mund klein. Oberkiefer ganz vom Präorbitalbein verdeckbar, reicht bis unter *) S. Diacope. Synopsis der Fische des Rofhen Meeres. 749 das hintere .\aseiiluch. 2. Afterstachel höher uud stärker als der 3. Riickeiistacheln schlank. Lippen schwach. Kiefer gleichlang". Am Kieraeu- deckel ein plattes Dörncheu. Suprascapula unregelmässig bedornt. Die Gliederstrahlen der Rückenflosse nieder, nicht höher, als die hinteren Stacheln und untereinander gleichhoch, die vorderen der After- flosse höher als die hinteren. Die Brustflossen erreichen die Afterhöhe, Bauchflossen fast um die Hälfte kürzer. Die äusseren Strahlen der ge- gabelten Schwanzflosse doppelt so lang als die mittleren. Auf den Wan- gen nur 3 Reihen Schuppen. Röhren der Seitenlinie kurz, einfach. Farbe : Silbrig, zuweilen mit Messingglanz, bei todten Fischen öfter mit dunkleren Längslinien. Nackter Theil des Kopfes grünlich, Flossen hyalin grünlich-gelb, die Stacheln der Rückenflosse blau silbern. Seiten- linie durch eine dunkle Färbung bezeichnet. Arab. : Butet, nach Forsk. auch Rasan. 15 — 20 C"^- Am Korallab- hanoe und in Korallgruben, meist mit Gerres zusammen. Fleisch mittel- massig. Zeiteuweise häufiger. Frisst Algen und Eremitenkrebse. Verbreitung: Mozambique, Nikobaren. Gattung: Sargus Cuv. Mund klein. Schneidezähne vorn in einfacher Reihe, die stumpfen oder kugligen Mahlzähne an den Seiten der Kiefer von ungleicher Grösse und in mehrfacher Reihe. Nackenband wenig deutlich. Stirue, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbein, Kehle und der ziemlich breite Augenring, sowie der Randtheil des Vordeckels nackt und porö.s. Nur ein kleiner Theil der Wangen beschuppt. Rücken- und Afterflosse heteracanth, erstere mit 10 bis 13, letztere mit 3 Stacheln. Der stachlige Theil in einer Furche, der weichstrahlige in einer Schuppenscheide. Schuppen etwas gross, sehr schwach gezähnelt. Eine verlängerte Spornschuppe über den Bauch- flossen, zwischen denselben keine vergrösserte Schuppe. Kiemenhaut- strahlen 5 (bis 6 ?), Kiemeudeckel mit einem glatten schuppenartigen Stachelchen. Die Kiemenspalte reicht nicht ganz bis zum Ende des Zv^'i- schendeckels, die Unterkiefersymphyse erscheint ziemlich lang. Unter- scheidet sich im Habitus, ausser den Zähnen, wenig von Crenidens. '? '^ Sarg US noct. (Ehrb.) C. V., Rüpp., Günth. D. 12/14, A. 3/13, P. und C. 17, L. lat. 65, L. tr. SV^/ie— 17, Höhe 3V3, Kopf 4V2, Breite 2y^, Auge 372, Stirne 1, Schnauze (mit den vor- stehenden Zähnen) IV^ : 1, Präorb. iVk, Rückenst. 3V4, Schwauzfl. 5. Körper lä nglich -eiförmig. Kopfprofil parabolisch. Stirne in die Quere convex, im Profil wenig. Schnauze etwas spitz. Es sind 8/8 Schneidezähne (nach C V. 8/6?) meisselförmig, scharf, schief gestutzt, an ild. SI. Abhäudl. 95 750 '^'"- ^ ^ Kliinzinger: der Basis schmäler; sie sind schief eingesetzt und ragen sehr nach vorn vor. Bei Aelteren sind sie etwas mehr convex. Die mittleren sind breiter und länger. Die hinteren Mahlzähne in 2 — 3 Reihen sind grösser als die vorderen, welche gedrängter sind (bis 4 neben einander) und in der Mittellinie hinter der Wurzel der Schneidezähne fast zusammenstossen. Nasenlöcher den Augen und einander genähert. 4 — 5 Schuppenreiheu an den Wangen. Lippen entwickelt. Oberkiefer unter dem Präorbital- beine versteckbar, reicht bis nahe unter den vorderen Augenrand. Suprascapula nicht gezähnt. Die Rückeustachelu besonders in der unteren Hälfte kräftig, platt. Die Gliederstrahlen untereinander gleich hoch, mehr als doppelt niederer als die höchsten Rückenstacheln. 2. After- stachel dicker, besonders von der rechten Seite. Brustflossen sehr zuge- spitzt, reichen bis zum After, die Bauchflossen um Vk kürzer, mit langem schlankem Stachel. Schwanz kurz, Schwanzflosse gabiig mit etwas stumpfen Lappen; ihre äusseren Strahlen doppelt so laug, als die mitt- leren. Schuppen gestrichelt. Röhrchen der Seitenlinie wenig vortretend, einfach, Seitenlinie dem Rücken parallel. Farbe: Silbrig, oft mit Messingschimmer. Ein grösserer schwarzer Fleck jederseits am Grunde des Schwanzes, die Seitenlinie zieht durch ihn; die Flecken hängen oben beiderseits nicht zusammen. Brust- flossen röthlich-hyalin, Rückenflosse gegen den Rand hin gelblich, die Stacheln besonders au der Basis mit bläulich silbrigem schaumigen An- flug. Bauchflossen gelblich oder weiss, gegen aussen dunkler, bläulich. After- und Schwanzflosse gelblich. Seitenlinie etwas dunkel. Arab.: Abu nüqta oder butet abu nüqta (d, h. mit einem Flecken, Tropfen). Nicht sehr häufig, mit Gerres, Crenidens und Chrysophrys zu- sammen im Hafen und in den Korallgruben. Im Magen fand ich Bohnen und Algen. Sie werden aber auch durch animalische Lockspeise geangelt. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. (Der in Guicheu. Explor. Alger. sogenannte ist wohl eine andere Art ?) IL Gruppe: Pagrini Grth. Vorn conische, seitlich meist Mahlzähue oder auch conische Zähne. Gattung: Lethrinns Cuv. Mundspalte ziemlich gross. In beiden Kiefern in der Mitte vorn eine Binde hechel- oder sammtförmiger Zähne, welche vorn breiter ist und jederseits nach hinten sich verschmälernd im Zwischenkiefer über die Hälfte des Kieferastes, im Unterkiefer nicht bis zur Hälfte zurückreicht. Davor, im mittleren vordersten Theile beider Kiefer finden sich je 4 mehr weniger vorragende conische Hundszähne. An den Seiten der Kiefer coni- sche, gegen hinten meist zu kugligen Mahlzähnen sich abrundende kräf- Synopsis der Fische des Rothen Meeres, T^i tige Zähne in einfacher Reihe, die vorderen derselben nach aussen ron den oben genannten hecheiförmigen. Am Kopfe ist nur der Unterdeckel, die Postorbitalgegend und der mittlere Theil des Kiemendeckels be- schuppt, sonst ist er nackt. Nackenband sehr deutlich, mit kleiner Schuppengruppe davor. Auge meist etwas länger als hoch. Hinteres Nasenloch weiter als das vordere von einem Ringe umgebene. Lippen stark. Am Deckel ein kleiner schuppenartiger Stachel. Röhren der Seiten- linie einfach. Die Kiemenspalte reicht bis zum Ende der Zwischendeckel. Unterkiefersymphyse erscheint massig lang. Rücken- und Afterflosse sehr heteracanth, erstere stets mit iO/9, letztere mit 3/8 — 7 Strahlen. Glieder- strahliger Theil der Rücken- und Afterflosse mit niederer Schuppenscheide und höher oder wenig niederer als der strahlige Abschnitt. Eine auflallende unpaare Schuppe zwischen den Bauchflossen. 6 R. brauch. Schwanzflosse gabiig. i. Die seitlichen Zähne sind, auch bei Erwachsenen, immer couisch. Keine abgerundeten Mahlzähne. a) Schnauze etwas kurz (1*72 — ^VO' Nasenlöcher sehr nahe bei- sammen. Körper nieder, gestreckt. 5 — 6 Schuppenreihen am Kiemen- deckel. Stachel des letzteren spitz. Rückeustacheln schlank. Stirne in die Quere flach (1 im Auge). Kopfprofil parabolisch. Unpaare Schuppe zwi- schen den Bauchflossen lanzettförmig, kurz, kaum Vg f^^r Flosse erreichend. Brust- und Bauchflossen fast gleichlang, erreichen den After nicht. L. tr. 4/15. Lippen stark. Gliederstrahlen der Rückenflosse etwas niederer, als der höchste 4. Stachel. Zähne kräftig. 1. ■' Lethvinus variegaius. (Ehrb.) C V. *), Pet., Lethr. elongatus C V.; Lethr. latifrons Rüpp., Günth., Blk., Playf., L. semicinctus CV. ? D. 10/9, A.3/8, P. 13, C. 17, L. lat 47, Höhe 4— 4V2, Kopf 3V2, Breite 2, Auge 4, Stirne 1, Schnauze iy2 — iVi-U Präorb. 1, 4. Rückenst. 272, Schwanzfl. ^y^. Farbe: Im Leben grünlich mit dunkleren Querbändern. Aus dem Wasser genommen wird der Fisch gelblich und die Bänder verschwinden. Kopfrücken grünlich braun. Wangen silbrig. Eine dunklere undeutliche breite Binde schräg vom Auge über die Wangen. Flossen grünlich oder gelblich, die Stacheln und Gliederstrahlen dunkler geringelt. Bauchflossen am Rande und an der Spitze dunkelblaugrau. Arab.: Chirmie oder Büngus. Hält sich in den Seegraswiesen am Boden des Meeres (gisua) auf. Dem entspricht die grüne Farbe. Nicht sehr häufig. 20 C»^- Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. *) Diesem Namen geliört die Priorität. Ich habe mich an den Originalexemplaren von der Iden- tität des latifrons und varUgatm überzeugt. 9** -TS«.; Dr. C, 8. Klunzingpr: b) Körper höher (4). Schnauze lang (2). Nasenlöcher massig ron einander entfernt (ihre Entfernung 3 — 4 im Augendurchmesser). Deckel- stachel stumpf. Rückeustacheln schlank. a) Schnauze sehr spitz, Kopfprofil parabolisch. Rücken ziemlich ge- wölbt. Stirne in die Quere nicht ganz flach. Präorbitalbeiu IV4 — iVi^l» 7 Schuppenreiben am Kiemeudeckel. L. tr. 4/17. Schuppen zwischen den Bauchtlosseu lanzettlich, kurz (Vs der Flosse nicht erreichend). 3. Riicken- stachel merklich niederer als der 4. Lippen dünn, aber entwickelt. Brust- und Afterflosse erreichen fast den After. Schwanzflosse gabl'g, mit spitzigen Lappen. Oberkiefer endet vor oder unter dem vorderen Nasenloch. 2. *Lei/irmug ramak. Sciaena ramak Forsk., Lethr. rostratus (K. v. H.), C V., Blk., Günth., ? Lethr. Ehrenhergn C V. (nach Günther), L. ramak Rüpp. '^), G ü n t h . , IL. longirodtris P 1 a y f . L. lat. 49, Höhe 4, Kopf 4, Breite 2V2, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 2:1, 4. Rückenst. %%^ Schwanzfl. 4V2. Farbe: Im Leben weisslich mit dunklen Querbinden. Im Tode mehr grünlich. An den Seiten viele unregelmässige schwärzliche Flecken und Stellen zerstreut, namentlich ein grösserer über der Mitte der Brust- flossen unter der Seitenlinie. Kopf roth- bis gelbbraun mit scliwärzlichen Flecken an den Wangen. Querbinden über die Stirne und dunkle schiefe Streifen von den Augen zu den Lippen. Lippen grünlich, Mund innen zinnoberroth. Rückenflosse grün-hyalin, am Rande röthlich, die Stacheln dunkler gefleckt. Gliederstrahlen weiss und roth geringelt. Brustflossen gelb, Bauchflosseu livid, an der Spitze roth. Schwanzflosse roth und grün. Rüppell führt, wie Forsk., 2 isabellfarbige Längsstreifen an den Seiten des Körpers an, die ich nicht fand. Arab.: Chirmie oder Drenie oder Ramaka. 30 Cm. Mit anderen Lethrinus zusammen. Nicht selten. Verbreitung: ludische Meere. ß) Schnauze lang, nicht sehr spitz. Kopfprofil vom Auge an ab- schüssiger, fast winkelig. Stirne sehr flach, horizontal, Präorb. 1%— 2:1, 5 — 6 Schuppenreihen am Kiemendeckel. Schuppe zwischen den Bauch- flossen lang, spitz, Beckig, reicht über V^ der Bauchflosseu hinaus. Brust- und Afterflosse reichen nahezu zum After. Schwanzflosse ausgerandet, die Seitenstrahlen um V^ länger als die mittleren. Stirne sehmäler als das Auge (iVi). 3. — 4. Rückenstachel fast gleich. Lippen dick und stark. Die Hälfte des Kopfes fällt nahezu auf den vorderen Augeurand. Zähne kräftig. '■') Ich überzeugte mich an den Originalexemplaren von Rüppell, dass sie spitzige Zähne haben und obige Synonymie richtig ist. Meine Exemplare stimmen sowohl zu denen von Riipp. (L. ramak) als zu denen von Bleeker [L. rostratus) in der Stuttgarter Sammlung. Synopsis der Fische des Bothen Meeres. 7^^ 3. *Lethrinu» xanihochilus*) Klz. L. lat. 48, L. tr. 4/17, Höhe und Kopf 3%— 4, Breite 2V4, Auge 4^ Schnauze 2V4 — 2^/2 M, 4. Riickonsfc. 2V4, Schwanzfl. 5. Farbe: Gelblich, gegen den Rücken grüngrau, gegen den Bauch weiss. Kopf braun livid mit einigen dunklereu Flecken. Mund innen zin- noberroth. Lippen gesättigt citrongelb. Hinter dem Deckelstachel und vorn an der Basis der Brustflosse eine gelbrothe Färbung, auch die innere Basis dieser Flosse ist hochroth. Flossen gelb, stachliger Theil der Rückenflosse bräunlich, Iris düster purpurn. Arab.: Chirmie bus asfar (Gelbschnauzig). 30 — 45 Cm. Selten. Theils mit dem Ringnetze auf der Klippe, theils mit der Angel durch animali- sche Lockspeise gefangen. 2. An den Seiten der Kiefer gegen vorn conische, hinten mehr weniger gerundete Mahlzähne. a) Körper etwas hoch (3 — 3V4). Kopfprofil abschüssig. a) Rückenstacheln stark. Stirn im Profil leicht vortretend. Schnauze etwas stumpf. Schwanzflosse ausgeraudet mit stumpfen, kurzen Lappen, 4% Schuppen über der Seitenlinie (L. tr. 4VV1'7). Bauch- und Brustflossen verlängert. Erstere reichen bis zum Anfang, letztere zur Mitte der Afterflosse. Schuppe zwischen den Bauchflosseu kurz, stumpf, reichen nur bis zu y^ der Flosse. 4. ''Lethrinns mahsena. Sclaena mahsena Fk., Lethrinas bungus'"^) (Ehrb.) CV., Lethr. abbre- viatus (Ehrb.) CV., Lethr. mahsena CV., Rp., Gth. L. lat. 48 Höhe 3, Kopf SV^, Breite 3, Auge SV^, Stirne i%, Schnauze 2:1, Präorb. \%:\, 4. Rückeast. 37^, Schwanzfl. SVz- Körper eiförmig, besonders vorn erhöht, daher wie bucklig. Kopf- profil sehr steil, zuweilen etwas concav. Lippen massig entwickelt. Schnauze stumpf. Güederstrahlen der Rückenflosse ziemlich höher als die höchsten Stacheln. Rücken- und Afterflosse hinten abgerundet. Die äusseren Strah- len der Schwanzflosse nur um V^ länger als die inneren. Farbe: Im Leben grün bis silbrig, Bauch heller. Breite, hellere Querbänder über die Seiten, reichen aber nicht zum Bauch. Kopf livid lila mit dunkleren Flecken und Linien. Iris goldfarben. Flossen violett- purpurn, mit dunklen Querstricheln. Deckelrand bräunlichgelb. Mund innen roth. '•') Gelbiippig. "•"■') L. bungus und dbbreviatus sind, wie icli aus directer VergleichUDg im Mus. Berol. ersehen, hierher zu beziehen. 754 ^^- ^- ß- Klunzinger: Arab.: Mahseni. 20 -40 Cm. Ist in der Jugend schon bucklig und hoch '^■). Aeiidert , wie alle Lethrinus , rasch seine Farbe, wenn man ihn aus dem Wasser nimmt; zuerst mehr weiss, dann gelb und schwärzlich. Dabei lässt er ein zischendes Geräusch hören. Ist ziemlich häufig zu jeder Jahreszeit. Frisst Sepien und kleine Fische als Lockspeise. Fleisch gut, zuweilen hat es aber einen unangenehmen Geschmack und Geruch; das soll der Fall sein, wenn er Algen (oder Korallen?) abgeweidet habe? Wird meist bei Nacht mit der Angel gefangen. Verbreitung: Nur im R. M. gefunden. /?) Rückeustachelu schwächer. Stirne nicht über das Profil sich er- hebend. Schnauze etwas spitz. Schwanzflosse gabiig, mit ziemlich spitzen Lappen. 5 — bVi Schuppen über der Seitenlinie in der Afterhöhe. Die Bauchflosseu reichen nur bis zum After, die Brustflossen zur Afterflosse. Die Schuppe zwischen den Bauchflossen 3eckig, ziemlich lang, reicht bis Vi der Flosse. 5. ''^läethrinus nehulosus, Sciaena nebulosa Fk., Lethr. centurio CV., Pet. **), L. Gothofredi CV., L. esculentus CV., L. nebulosus CV., Rp-, Gth., Play f. L. lat. 48, L. tr. Vi,, Höhe 3 — SVg, Kopf 4, Breite 3, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 2:1, Präorb. iV^:!, 4. Rückenst. 3V41 Schwanzfl. 5. Ebenfalls am Nacken bucklig. Die Höhe wechselt, bei Jüngeren ist sie geringer. Kopfprofil gegen vorn oft leicht concav. Oberkiefer endet etwas vor dem vordorn Nasenloch. Weiche Strahlen der Rückenflosse höher als die Stacheln. Lippen mittelmässig. Farbe: Messingfarbig bis silbrig, mit vielen zerstreuten blassblauen Flecken, einzelnen Schuppen entsprechend, oft zu Längslinien gereiht. Kopf oben grünbraun, Wangen schmutzig lilafarbig oder rosa, mit blass- blauen Flecken und Strichen. Flossen hyalin, am Rande röthlich. Brust- flossen am obern Rande zum Theil, Bauchflossen gegen die Spitze blass- bläulich. Randhaut des Kiemendeckels gelblich. Einige Exemplare zeichnen bich durch lebhaft rothe Färbung des Deckelrandes aus, sonst nicht verschieden. Man heisst sie C/uimchum, sie scheinen dem L. mah^enoides Blk. {üec CY.') zu entapvecheu Qvdr. chumchum). Arab.: Schaur, auch Ramaka. Kleinere Individuen überhaupt von Lethrinus heissen: Büngus, Chirmie, Drenie, Tscherkasa. 18 — 45 Cm. Ziemlich häufig. Fleisch gut. Verbreitung : Ostafrika. *) Die niederen, weiclie Riipp. erwaimt, sind wohl L. mahsenoides- *'') Hat braune Flecken an den Wangen, sonst gleich. Synopsis der Fisrhe de? Rotheu Meeres. 755 b) Körper niederer (3V4 — SVj). Rückenstachelii kräftig. cc) Stirue couvex im Kopfprofil vorragend. Auge etwas gross. 5— SVj Schuppenreiheu über der Seitenlinie. Lappen der Schwanzflosse kurz, stumpf. Schuppe zwischen den Bauchflossen sehr kurz, stumpf, erreicht nicht V4 der Flosse. 6. ""'^Itethrinus mahsenoUles, (Ehrb.) CV. (uec Blk., Gth.), Lethr. mdhsena Rp. ps. L. abbre- viatus P e t. *)• Kopf 4, Breite 3, Auge 3— SVj, Schnauze 1%:1, Stirne ly^, Prä- orb. 1, 4. — 6. Riickeust. 3, Schwanzfl. öVj. Körper elliptisch, Kopfprofil parabolisch oder etwas convex. Schnauze stumpf. Oberkiefer endigt hinter dem vordem Augenrand. Die Glieder- strahlen der Rückenflosse etwas höher als die Stacheln. Rücken- und Afterflosse hinten abgerundet. Die Brustflossen reichen bis zur Afterflosse, die Bauchflossen bis zum After. Farbe: Grün bis messingfarben, im Leben weiss, oft mit schwärz- lichen Querbinden, die beim Tod verschwinden. Deckelraud schmutziggelb, Mund innen roth. Brustflossen hyalin-röthlich, die andern Flossen purpur- farbig, mit dunkler Gliederung. Wangen braun livid, mit blau- oder grüuschimmernden Punkten. 25 Cm. Häufig im Hafen an den unterseeischen Wiesen (gisua). Wird als Lockspeise gebraucht. Diese Art ist sehr ähnlich dem L. mdhsena Fk., letztere Art unter- scheidet sich ausser der grösseren Höhe durch längere Bauch- und Brust- flossen, und durch blos 4V2 Schuppen über der Seitenlinie. Verbreitung: Nur aus dem Rothen Meer bekannt. ß) Stirne nicht oder kaum über das Profil vorragend. Auge weniger gross. 4y) r^iAvö; nackt uüd xpäviov Schädel. Synopsis der Fische des Rothen Meeres- 765 ^Gymnocranius rivitlafus. Dentex rivulatus Rp., Gth. D. 10/9— 40, A.3/10, P. 14, C. 17, L. lat. 50, L. tr. 5/17—18; Höhe 3*4, Kopf 4, Breite 3, Auge 3— Sy^, Stirne 1, Schnauze iV^'^-, 3. Rücken St. 3, Schwanzfl. 47^. Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil parabolisch, über dem Auge leicht eingesenkt. Die Kopfprofillinie ist vom Nacken (Vorderrücken vor der Rückenflosse) bis zur Mitte des Auges scharf. Stirne leicht gewölbt. Auge etwas gross, Schnauze ziemlich lang, Mund ein wenig schief. Der hinten fast gerade abgestutzte Oberkiefer reicht bis unter den vorderen Augenrand. Lippen stark. Deckeldorn flach, stumpf vorragend. Rücken- stacheln ziemlich schlank, etwas heteracanth und platt. Die mittleren Gliederstrahlen erhöht, um ein Gutes höher als die höchsten Stacheln. 3. Afterstachel fast doppelt so hoch als der 2. Die Brustflossen reichen kaum bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, die Bauchflosseu zuge- spitzt, verlängert, reichen bis zur Afterflosse. Die Schuppe zwischen den Bauchflossen reicht bis zu V4 der Flosse. Schwanzflosse gabiig, die äussern Strahlen nicht ganz doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Im Leben silbrig, oben grau. Kopf grünbraun mit welligen schrägen oder horizontalen blauen oder lilablauen Streifen an Wan- gen, Schnauze und Deckeln. Ueber der Brustflosse ein goldgelber Flecken und ein bläulicher Streifen. Brustflossen röthlich, Bauchflossen gelblich, am äusseren Rande blau. Rücken- und Afterflosse gelb mit orangefarbigem Rande. Schwanzflosse röthlich, orange gerandet. Mund innen roth, Iris braun, Arab. : Qamr (Mond). 40 Cm. (selten kleiner). Nicht häufig. Lebt etwa 10 Klafter tief auf sandigem Boden. Soll zuweilen an Millepora (?) weiden und sein Fleisch dann wie bei Lethr. mahsena schlecht schmecken, einen eigenthümlichen Korallgeruch bekommen und selbst wie Millepora auf der Zunge brennen. Sonst ist das Fleisch gut. Gattung: Synagris Gth. Nur 3 Reihen Schuppeu zwischen Auge und Vordeckelrand, wel- cher ganz nackt ist, wie auch Schnauze, Kiefer und Präorbitalbein und (wenigstens bei den vorliegenden Arten) die Stirne. Körper länglich. Zähne nach den Arten etwas verschieden, ähnlich denen von Dentex. Afterflosse ohne Schuppeuscheide, Unpaare Schuppen zwichen den Bauch- flossen deutlich, ebenso Sporuschuppe darüber. Nackenband deutlich, M, \i. Abliandl. 97 ^cn Dr. C. B Klunzinger: Schuppeu fast unmerklich gezähnelt. Nasenlöcher dicht aneinander, gleich- gross. Die Kiemeuhaut reicht bis zum Anfange des hinteren Viertels des Unterkieferastes. Uuterkiefersymphyse kurz. 6 (nicht 4) Kiemenhaut- strahlen. a) Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil convex, abschüssig. Auge niittelmässig. Die Kopfbeschuppuug reicht oben nicht ganz zur Hälfte des Auges. Der Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Zähne klein. Nur im Zwischenkiefer vorn jederseits 4 — 6 hundszahnartige etwas grössere Zähne, eine Vorderreihe bildend. Hinter ihnen und an den Seiten des Zwischenkiefers eine schmale Binde kleiner hecheiförmiger Zähne. Im Unterkiefer sind die Vorderzähne wenig ausgezeichnet, es findet sich eine Binde hecheiförmiger Zähne in der Mitte und an den Seiten, die der äussern Reihe sind ein wenig grösser. Rückenstacheln schlank, sie sind vom 4. au ziemlich gleichhoch; die Gliederstrahlen sind etwas höher (nach Rüpp. gleich). Die Rücken- und Afterflosse hinten zugespitzt. Schwanzflosse gabiig mit spitzen Lappen; der obere beim Männchen in einen Faden verlängert, der etwa die Länge der Flosse hat. Bauchflosseu zugespitzt, reichen über den After hinaus, die Brust- flossen bis zur Afterflosse. Schuppe zwischen den Bauchflosseu kurz und stumpf. 1. Synagris filamenfosus. Cantharus ßlamentosus C V. (nicht Dentex filamentosus C V.), Dentex hlpunctatus (Ehrb.), C V., Dentex tamhulus C V., Rüpp., Blk., Synagris filamentosus G ü n t h . D. 10/9, A. 3/7, P. 18, C, 17, L. lat. 47, L. tr. 3/11; Höhe ^% (in der Körperlänge ohne den Schwanzfadeu), Kopf 4, Breite 21V3, Auge 3%, Stirne ly^, Schnauze 1 — iVfiil, Präorb. 1, 4. Rückeust. t^/^^ Schwanzfl. (ohne Faden) 5. Farbe (nach Rüpp.): Röthlich fleischfarbig mit Metallschimmer. Einige gelbliche Längsstreifeu über die Seiten und zwei lebhaft orange- gelbe Linien längs der Bauchkanten vom Munde gegen den After. Flossen gelb-hyalin. 6 Zoll. Verbreitung: Pondichery. ß) Körper langgestreckt. Kopfprofll hinten gerade, au der Schnauze vorn etwas convex. Auge etwas gross. Die Kopfbeschuppuug reicht oben bis zur Hälfte des Auges über die Stirne, einen leichten Vorsprung bil- dend. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Zähne kräftig; vorn in beiden Kiefern eine Reihe deutlicher Hundszähne, die im Zwischen- kiefer stärker. Hinter ihnen eine Binde feiner Hechelzähne, die sich im Unter- kiefer an den Seiten in einer Reihe ziemlich starker conischer Zähne fortsetzt, während sie im Zwischeukiefer bis nach hinten als Binde sich fortsetzt, Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^'g^ deren äussere Zahnreihe etwas stärker ist. Stacheln der Rückenflosse schlank , nach hinten allmälig höher. Die Gliederstrahlen nicht höher, unter einander gleichhoch. Schwanzflosse g'ablig, spitzlappig; die obere Gabelspitze (nach Rüpp.) etwas verlängert. Bauchflossen spitzig, reichen etwas über den After, die Brustflossen reichen zum After. Schuppe zwi- schen den Bauchflossen lang und spitz, 2. Syna^ris tolu. Bentex tolu (C V. ?), Rüpp., Blk., Günth. (Anmerk.). Strahlenzahl wie oben. Höhe iV^, Kopf 4, Breite 2, Auge 3V4, Stirne i^si Schnauze IV« : 1, Präorb. iy2, 10 Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5V2. Farbe (nach dem Spiritusexeraplar im Mus. Senken b.) Rücken rosa, sonst silbrig. Verbreitung: Indische Meere. 1. Anhangsfamilie: A.ph.areoidei. Die Gattung AphareuS; aus welcher diese Familie allein besteht, schliesst sich allerdings zunächst den Sparoideu an, hat aber viele Eigen- thümlichkeiten, die, wenn mau sie in die Familiencharaktere der Sparoi- dei hineinpassen wollte, die Diagnose der letzteren zu vag erscheinen Hesse. Es ist daher wohl besser, solche widerspenstigen Formen, wozu auch die Maeniden gehören, den Hauptfamilcn als Anhangsfamilien nach- zusetzen. Aphareus ist ausgezeichnet durch die sehr weit bis hinter das Kinn gespaltene Kiemen haut, durch lange, lamellenartige Fäden mit Borstengruppen an der oberen Seite der Kiemenbogeu , wodurch die Gattung sich, wie überhaupt in der Bildung des Vorderkopfes, den Scom- heroidei nähert. Die Schuppen haben nicht die Structur der Sparoiden, sie sind ziemlich gross, ihr Rand ist nicht wirklich gezähnt, aber der Bau ist cteuoid, da die Randzone netzig rauh ist. Die Nasenlöcher liegen, wie bei vielen Scomberoideu, quer und dicht aneinander. Der Unterkiefer auf- fallend hoch, fast senkrecht, die Lippen sehr schwach. Kinn vorstehend. Mundspalte weit. Es sind 7 Kiemenhautstrahlen und an der inneren Seite des Humerus hinter den Kiemen liegt nach Rüpp eil eine Höhie mit kleinen Drüsen, Schwimmblase einfach, Pseudobranchie sehr entwickelt, Pylorusanhänge in geringer Zahl. Zähne sehr klein, mit blossem Auge kaum sichtbar, auf den scharfen Rändern der Kiefer in einer Reihe, vorn in mehreren. Vomer, Gaumen und Zunge platt. Kein Stachel am Kiemeu- deckel. Ausser der Schnauze, den Kiefern un dem Präorbitalbein ist auch die Stirne und der Randtheil des Vordeckels nackt, Schnauze und Kiefer auch sehr glatt. Die Seitenlinie zeigt einfache Röhren. Ein deutliches Nackenband, eine verlängerte Spornschuppe über den Bauchflossen, Brust- flossen verlängert sichelförmig, Schwanzflosse tief gabiig, Rücken- und 97* "TQQ Dr. C. R Kill nzinfrer: Afterflosse iiackt, heteracanth, aus eiuer Furche sich erhebend, 10 bis 12 Kiickeiistachelu. 3 Afterstacheln. '''Ap/tareus rutilatis. C V., Rüpp., ßlk., Günth. D. 10/11^0, A. 3/8, P. 16, V. 1/5, C. 17, L. lat. 70, L. tr. 7/17; Höhe 5Vj (in der Gesammtlänge bis zu den Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 4y4, Breite 2, Auge 4, Schnauze l'/^:!, Stirue 1, Präorb. 1*/^, 4 — 6 Rückeust. ^Vz? Schwanzfl. 3. Körper elliptisch, nicht sehr compress. Kopfprofil fast gerade. Stirue platt, breit. Kinn vorn fast senkrecht. Oberkiefer reicht bis unter den hinteren Augenrand. Präorbitalbeiu i^V^mal länger iils hoch, 3eckig mit herablaufenden ästigen porigen Furchen. Auge gross. Vordeckel ge- rundet, ganzrandig, sein aufsteigender Rand schief. 4.-6. Rücken- stachel am höchsten; dann nehmen die Stacheln und Strahlen all- mälig etwas an Höhe ab, nur der letzte Strahl ist wieder t — 3mal so hoch, als der vorletzte. Die Rückenstacheln sind ziemlich schlank und an der Spitze biegsam. 3. Afterstachel höher als der 2., die Glieder- strahlen der Afterflosse wie bei der Rückenflosse. Brustflossen erreichen nicht ganz die Afterflosse. Die ebenfalls sichelförmigen Bauchflossen er- reichen nicht ganz den After. Schwanzflosse tief gegabelt mit sehr langen Gabelspitzen, deren Strahlen 4mal länger sind als die mittleren. Farbe: Rosa, unten silbrig. Kopf oben röthlichbraun mit gelben Flecken und Linien. Die nackten Seiten des Kopfes und die Mundhaut innen silbrig. Flossen rosa. Schwanzflosse am Hinterraud weiss, Rücken- flosse oben gelb. Arab.: Färis (Seeräuber). 70 Cm. (nicht wohl kleiner zu finden als höchstens 40 Cm.). Lebt im tiefen Meere (150 Mannshöhen nach Angabe der Fischer). Im Winter kommt er häufiger auf den Markt, wenn die Fischer grössere Excursionen ins Meer macheu. Sein Fleisch ist das ge- schätzteste dieses Meeres. An dem weit aus der Tiefe hervorgezogenen geangelten Fisch beobachtet man ein ähnliches Hervorstülpen der Einge- weide wie bei Serr. salmonoides angegeben ward. Mit diesem Fisch kommt immer auch der Centroprlstes filanientosus zusammen auf den Markt. Verbreitung: Amboiua. 2. Anhangsfamilie: Caesionoidei. Die Gattung Caeslo ist den Sparoiden zunächst verwandt: Schuppen von, wenn auch wenig ausgesprochener , sparoider Structur, '■') Nach Rp. 12/9? Auch Bleek. findet iO/11, und zwar bei A. rutilans, der sich durch die Höhe des 4.-6. Riickenstachels uaterscheidet, bei Aph. coerulescens Cuv. soll der % Rückenslachel der höchste sein, uad D 10/11. Synops!? i^^r Fische des Rothen Meer*"?. 7Q9 sehr deutliches Nackenband, uupaare Schuppe zwischen den Bauchflosseu yerlängert. Achselschuppe über denselben , Kiemeuhaut bis zum Ende der Zwischendeckel gespalten , spitzige lange Brustflossen, gabiige Schwanzflosse, Vordeckel ganzrandig oder unmerklich gezähnelt. Am Kie- mendeckel kein Stachel. Schuppen leicht ctenoid. Mund n icht oder wenig vorstreckbar (kann also nicht zu den Mänoidea gebracht werden). Röhren der Seitenlinie einfach, etwas lang. Eigeuthümlich dagegen ist: Rücken- und Afterstachelu sehr schwach, homacaiith (erstere 9 — 13, letztere 3), die Flossen, besonders Rücken- und Afterflosse weithin überschuppt, Vomer und Gaumenbeine zuweilen '•') bezahut. Die Bauch flössen stehen etwas weit zurück, sind unter dem Ende des untersten Strahles der Brustflossen inserirt, sind kurz und erreichen den After lange nicht. Mund klein, schief. Weitere Charaktere der Gattung Caesio sind: Vorderer Theil der Stirne und deren Mittellinie, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbeiu, ein breiter Ring um die Augen, ein grosser Theil des Vordeckels nackt. Der nackte Randtheil des Vordeckels porös und furchig, der Rand fast kolbig. 2 kleine Nasenlöcher. Schuppen mittelmässig, etwas abfällig dünn, die Schuppen der Seitenlinie adhäriren etwas mehr als die andern. Der Körper ist gestreckt, etwas dick. Zähne in beiden Kiefern klein, sammtförmig, die der äussern Reihe etwas länger oder im Unterkiefer nur in einer Reihe. Das Auge steht tief, dem Munde nahe. 6 — 7 Kiemenhautstrahlen. Pseudobranchien und Kiemendrüse gross, wenige Blinddärme. cv) Körper etwas hoch (S^/i). Kopfprofil vorn concav. Winkel des Vordeckels gerundet, wenig vorgezogen, einem rechten oder stumpfen gleichkommend. Brustflossen lang, reichen bis zur Afterflosse. 2. und 3. Afterstachel gleiehlang, oder der 2. etwas höher und stärker. Seiten- linie bogig. \. '^Caesio lunaris. (Ehrb.), CV., ?Less. (Coq.), Blk., Günth., Plajf. D. 1Ö/14— 15, A. 3/H — 12, P. 20, C. 17, L. lat. 50, L. tr. oV^/H. Höhe 3%, Kopf 47^, Breite 2, Auge 4, Stirne 1%:1 (Entfernung des Auges von der Scheitellinie ly^), Schnauze \, Präorb. Z%^ 3.-4. Rückeu- stachel 3, Schwauzfl. 4*/^. Körper elliptisch, Bauch mehr gekrümmt als der Rücken. Schnauze kurz, stumpf, Stirne in die Quere convex. Oberkiefer endet etwas vor der Mitte des Auges; sein Hinterrand ist bald mehr, bald weniger schräg. 4 Schuppenreihen an den Wangen. *) Caesio erythro gaster, von Günther Odontonectes erythr. genannt und an Dtdes angereiht, darf nicht von den andern Caesio deswegen getrennt werden, wie auch Kner nachweist: die Caesio- noiden verhalten sich zu den Sparoiden wie die Theraponoiden zu den Percoiden oder Pristiporaatiden und haben sogar manches mit diesen Theraponoiden gemein. -^70 ^^ ^- F* Klnnzinger; Farbe: Obeu königsblau, uuten gegen deu Bauch zu rosaroth, Bauch silbrig. Rückenflosse bläulich, gegen hinten röthlich^ After- und Bauchflossen rosa. Brustflossen röthlich-hyalini über ihrer Basis ein tief- schwarzer Fleck, auch die innere Seite ihrer Basis schwarz. Körper ohne Längsbaud. Schwanzflosse bläulich, die Spitzen der Lappen schwarz (nach C V. die Räuder?). Arab.: Aada. Gemein am Korallabhange, nicht im offenen Meere. Sie leben in grösseren Mengen zusammen und bieten ihrer azurenen Farbe wegen im klaren Wasser zwischen den Korallen einen prächtigen Anblick dar. Sie leben etwas tief, auf die Klippe kommen sie nicht. Wenn die Sonne untergeht, soll der ganze Schwärm unruhig werden und sich dann rasch verstecken. Sie fassen die Angel nicht gern, daher sie selten auf den Markt kommen. Auch das Fleisch ist wenig geschätzt. 30 Cm. Verbreitung: Ostafrika, Java und Neu-Irland (Less.). ß) Körper nieder, gestreckt (4 — 5). Winkel des Vordeckels bogig, stark nach rückwärts ausgezogen, einem spitzen gleichkommend. Brust- flossen etwas kurz, reichen kaum zum After. Kopfprofil über der Stirne nicht oder kaum concav. Seiteulinie kaum gebogen. 3. Afterstachel höher als der 2. (nach Rüpp. ist der 2. höher). 2. -'Caesio coernlanreus. Lac, C V., Pet., Güuth., Playf,, Kn,, Caesio azuraureus Rüpp. D. 10/15, A. 3/12— 13, L. lat. 60, L. tr. 7/17, R. br. 7, Kopf 5, Breite 2, Auge 3V2— 4, Stirne (in der Mitte) 1, Schnauze iVj, Präorb. (hinten) 5, 2. — 4. Rückenst. 1%, Schwauzfl. 4V4. Farbe: Oben königsblau, unten rosafarb bis weiss. Eine messing- bis goldgelbe Binde läuft über der Seitenlinie vom Munde zum Schwanz. Längs der Mitte jedes Lappens der Schwanzflosse zieht ein blaues oder schwärzliches Längsbaud, die Ränder dieser Flosse röthlich. Brustflossen rosa, Bauchflossen weiss. Ein schwarzer Fleck über der Achsel der Brustflosse. Iris roth. 23 Cm. Mit C. lunaria zusammen vorkommend. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Molukken. Anhang: Caesio striatus Rüpp. ist wohl nur eine Varietät von coernlanreus. Die Höhe ist 4%, wie auch C, coerulaureus., deren Höhe nach dem Alter wechselt. Die Seitei)liuie braungelb, darüber schwärzliche Längsstreifen Die Längsstreifen an der Schwanzflosse wie bei C. coerul- avreus. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. "^jj^ 3. Anhangsfamilie: Maenoidei Cuv. pt. Hieher g-ehören mehrere Gattungen, die im wesentlichen Sparoiden sind, namentlich auch sparoide Schuppen haben, aber manche Verschie- denheiten yon den Sparoiden und untereinander zeigen, die es wüuschens- werth erscheinen lassen, sie abzusondern. Unter sich haben sie (nachdem Caesio ausgeschieden ist) das Gemeinsame eines sehr vorstreckbaren Zwischenkiefers. Der Rand des Vordeckels ist bei manchen (einigen Gevres) sehr deutlich gezähnt*). Manche (die Gattung Maena) haben Zähne am PflugschaTrbeine, bei manchen (Arten von Gerres) stossen die unteren Schluudknochen dicht an einander *). Gattung: Gerres. Körper länglich, sehr compress. Mund klein, nach abwärts sehr vorschiebbar. Zähne haarförmig, in beiden Kiefern in nach vorn breiterer Binde. Keine Hundszähne. Auge etwas gross, dem Munde genähert. Lippen entwickelt, knorpelartig. Präorbitalbein vorn höher, hinten sehr nieder. Nasenlöcher dicht aneinander. Oberkiefer mit der hinteren Hälfte frei Kopf mit Ausnahme der Schnauze, des Präorbitalbeines, der Kiefer (der Ecktheil des Unterkiefers ist jedoch beschuppt) und der aufsteigenden Apophjsalgrube ganz mit Schuppen bedeckt, auch der Randtheil des Vordeckels. Die Schuppen etwas gross, von ausgezeichnet sparoidem Baue, am Rande häutig, ganzrandig oder fein bewimpert. Rand des Vor- deckels bald ganz, bald gezähnt. Am Deckel nur eine platte Vorraguug. Lange Spornschuppen über den Bauchflossen, keine unpaare Schuppe da- zwischen. Rücken- und Afterflosse vorn hoch, der ganzen Länge nach mit einer basalen Schuppenscheide. Die Stacheln wenig heteracanth. Die Kieraenhaut reicht bis zum Ende des Zwischendeckels, Unterkiefersym- physe erscheint kurz. Schwanzflosse gegabelt. D. 9/10, A. 3/7 — 9, P. 16, C. 17, R. br. 6, Bei den folgenden Arten ist der Rand des Vordeckels ungezähnt. Aufl^alleud ist die Aehnlichkeit von Gerres im Habitus und manchen Ein- zelheiten mit Equula unter den Scomberoiden. a) Körper etwas hoch (SVi), daher Kopfprofil etwas abschüssig. (v) Rückeustacheln ziemlich stark, aber biegsam, etwas platt, der 1. klein, der 3. wenig niederer als der 2., der von halber Körperhöhe ist. Grube für die Apophyse des Zwischenkiefers von Länge des Augen- ••'=) Sie sind aber (nach Troschel, Lehrb. 1864) nicht durch Naht verbunden, die betreffenden Artfu sind also nicht eigentlich pharyngognath. Nach Kner sind einige Arten pharyngognath, andere nicht. E« scheint mir daher besser, die Qevres bei den anderweitig verwandten Gattungen [Smavis, Maena) zu belassen, statt sie xcie G ün the r neuerdings (Vol. IV) als Familie Gerridcn zu den Pharyngognathen 2n stellen. ■j"^^ Dr C B Kliinzinger: durchmessers, hinten l»og'ig abgeschlossen, seitlich mit fast parallelen Seiten. 2. und 3. Afterstachel fast gleichhoch, der 2. stärker. Nasenlöcher quer. L. tr. 4/12, L. lat. 48. 1. ''Ger res oyena. Labrus oyena yar b. '•'). Labrus longirostris Lac, Smaris oyena Rüpp., Gerres oyena C V., Pet., Blk., Günth., PI ay f. '^'•'). Kopf 4V4, Breite 3, Auge 3y^, Stirne 1, Schnauze 1 (wenn vorge- streckt 2), Präorb. hinten 5, vorn iVj, 2. Rückenst. i%—'^, Schwanzfl. 4%. Körper eiförmig-länglich. Präorbitalbein 3eckig, fast doppelt so lang als hoch. Oberkiefer hinten abgerundet, reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Seitenlinie dem Rücken parallel. Die letzten Rücken- stachelu etwas niederer als die Gliedorstrahlen, welche ebenfalls gegen hinten niederer werden, so dass die letzten Gliederstrahlen kaum aus ihrer Schuppeuscheide herausragen. Die Brustflossen reichen bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, die Bauchflossen sind noch einmal so kurz, erreichen den After nicht. Schwanzflosse sehr tief gegabelt, spitzig^ die äusseren Strahlen sind 5mal so lang als die mittleren. Die Spornschuppe über den Bauchflossen reicht bis zum letzten Viertel der Flosse. Farbe : Silbrig. 4 — 5 Längsreihen länglicher blassrotherFleiken am Körper, 5 — 6 in einer Reihe. Brustflossen hyalin, Bauchflossen gelb oder gelblich, Rückenflosse hyalin, graulich, ohne Flecken. After- flosse hyalin und grüngelb. Schwanzflosse hyalin, am Hinterrande schwärzlich. Arab.: Qäs arSdl (breiter Qäs). 31 Cm. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere. Die Haupt- oder Laichzeit dieser Fische ist gegen April. Dann ziehen sie von allen Seiten, nach der Angabe der Fischer, in sandige Häfen und legen ihre Eier in den Sand und Schlamm und zeigen sich daselbst in grosser Menge. Alle Fischer geben sich jetzt nur mit ihrem Fang ab. Sie stellen sich an''s Ufer und lauern. Sobald ein Schwärm dieser Fische, von Raubfischen verfolgt, dem Ufer sich nähert, springt der Fischer rasch in das seichte Meer, dessen Boden sanft nach einwärts ge- senkt ist und wirft das kleine runde, an den Rändern mit Bleistücken beschwerte Netz über jenen Schwärm. Dieses wölbt sich über die Fische her und sinkt, sie umfassend, gegen 3en nahen Boden. Der Fisch gräbt sich, wenn er sich verfolgt sieht, wohl auch rasch in den Schlamm ein, wobei ihn die Schlammwolke dem Feinde verbirgt, legt sich dann auf die Seite, so dass nur ein Auge und der Schwanz sichtbar bleiben '•*) Lahr, oyena Forsk. ist argyreus. Ich halte es indess nicht für passend, den allgemein ange- nommenen Namen oyena deshalb zu verändern und den argyreus oyena zu heissen. **) Die übrigen von Gthr. erwähnten Synonyma scheinen mir nicht hierher zu gehören. Synopsis der Fiscbe des Rotlien Meeres. 77'^ sollen, lu di eser Lage kauu man sie, wie die Schollen, mit der Haud faugeii. Die Nahriiug ist Schlamm (mit den darin enthaltenen animali- schen Stoffen); damit ist der Darm angefüllt. Beim Fressen wühlt er sich mit dem Maule darin ein, während der Körper senkrecht aufgerichtet ist. Sobald der Laich abgesetzt ist, werden diese Fische schwach und mager, das Fleisch wird schlecht zum Essen, und sie sollen nun auch die oben erwähnten rothen Flecken verlieren, die jedenfalls nicht Leichen- erscheinung sind, sondern auch bei Lebenden vorkommen. Vielleicht sind sie eine Art Hochzeitskleid (s. üpeneus auriflamma). Nun ziehen sie sich zurück und finden sich nun ziemlich selten. Im Winter soll der Darm fadenartig zusammenschrumpfen, in der Bauchhöhle aber ein grosser Vorrath von Fett sich finden. (Winterschlaf?!) /?) Rückenstacheln mittelmässig, meist platt, der 2. in eine lange fadenförmige Spitze verlängert, die bis zum Ende der Kückenflosse und weiter zurück reicht. Der 3. Stachel von halber Körperhöhe. Grube für die Apophyse des Zwischenkiefers Snial kürzer als der Augendurch- messer; hinten bildet sie einen spitzen Winkel, ihre Seitenschenkel sind geradlinig. 3- Afterstachel etwas länger und ein wonig schwächer als der 2. Nasenlöcher rundlich. 2. -^Gerres filametitomts. CV., (Russ.) Blk,, Kn., Günth., Steiud. Farbe: Silbrig, oben grau. Bauchflossen weiss, Schwanzflossen grün- lich. 44 Cm. Selten. Verbreitung: Ostindien, Molukken, Ceylon, Neu- Guiuea, Neu f. d. R. M. b) Körper etwas nieder, gestreckter. Kopfprofil wenig abschüssig, Rückenstachelu schwach, kaum platt, der 2. von halber Körperhöhe, Apophysalgrube ^V^mal im Augendurchmesser enthalten, hinten winklig abgeschlossen. 3. Afterstachel höher und etwas schwäclier als der 2. L. tr. 3/10, L. lat. 40. 2. -'Gerres argyreus. Labrus oyenaYk.. '^'^ (nicht var. b.) Sciaena arayreufi V oi'titei\ Cichia arcientea Bl. Sehn., Gerves argyreus C V., Günth., ? (r. waigiensis QG. Höhe 4, Kopf 4V,. Breite %'^/^^ Auge 3, Stirne 1, Scluiauze 1, Präorb. vorn 2, hinten 6, 2. Rückenst. 2, Schwanzfl. GV^. Farbe: Silbrig, ohne rothe Flecken. Beim lebenden Fisch sieht man am Rücken über der Seitenlinie dunkle Querbäuder herablaufen. Sj)itze der Rückenflosse schwarz. Bauchflossen weiss mit schwärzlicher Spitze. Afterflossen hyalin. Schwanzflosse am hinteren Rande hyalin. '•'■) S. 0. enngelt. Weiche Rücken-, After- und Schwanzflosse röLhlich mit schwarzen Punkten und Tropfen. Pt. hracliyptera CV. hat übrigens gekerbte Kopfleisten, welche mein oben beschriebenes Exemplar nicht hat. Sonst finde ich keinen Unterschied, auch nicht in der Farbe. Vielleicht ist auch Pt. zebra nicht specifisch verschieden; auch bei diesen findet sich theilweise schon eine Dörnelung der Kopfgräten. 9 Cm. Selten. Verbreitung: Amboina, Ceram. Neu für das Rothe Meer. Gattung: Apistas (CV.) Gth. Kopf und Körper zusammengedrückt, theils mit ziemlich kleinen Ctenoidschuppen bedeckt, theils nackt. Einige der Kopfknochen, insbe- sondere das Präorbitalbein bewalfnet. 1. Rückenflosse mit 15, Afterflosse mit 3 Stacheln. Unterster Brustflossenstrahl meist ungetheilt, fadenartig, frei. Brustflossen verlängert (Flugorgan?). Sammtzähne in den Kiefern, an Vomer und Gaumen. Schwimmblase vorhanden. Eine Spalte hinter der 4. Kieme. Ein freier Brustflossenfaden. Kör- per beschuppt. Untergattung: Apistus. Apistilg isrnelitanim (Ehrb.) CV. D. 15/7—8, A. 3/7, P. \\/\, C. 41, L. lat. 30, Höhe 4%, Kopf 4, Breite 1^2, Auge 3V2, Stirne 3, Schnauze 1, Präorb. P/^, 10. Rückenst. iVs, Schwanzfl. 4V2. PJQ Dr. C. B. Klunziuger: Körper verlängert, Kopfprofil parabolisch. Stirue sehr schmal mit 2 bis zur Zwischenkieferapophyse dicht neben einander lautenden Längs- leisten, die hinter den Augen etwas auseinander treten. Scheitel rauh. Oberkiefer endet unter der Mitte des Auges. Präorbitalbein am vordem Rande n)it 2 — 3 nach vor- und abwärts gerichteten Dornen und einem grossen Stachel, der fast bis zur Mitte des Auges reicht, an seinem unte- ren Hintervvinkel. Wangen und Kiemendeckel streifig, erstere gegen oben lacunos. Kopf nackt. Körperscliuppen klein, am Rande mit Zacken, die Schuppen der fast geraden Seitenlinie etwas grösser, mehr haftend, mit einfachen Röhrchen. Weiche Rückenflosse niederer als die höchsten Riiokcn- stacheln. 3. Afterstachel höher als der 2. Die Brustflossen laug, s])itz, reichen nicht ganz zur Schwanzflosse, die Bauchflossen kaum zur After- flosse. Schwanzflosse lang, leicht gerundet. Unterster Strahl der Brust- flosse abgelöst, fadenförmig, der oberste ist der längste. Farbe: Am Rücken röthlich, sonst weiss. Stachlige Rückenflosse braun und weiss gefleckt mit einem grossen schwarzen Fleck vom 9. — i% Stachel. Brustflossen vorn schwärzlich, an der innern Seite gelb- lich, blaugesäumt. Die übrigen Flossen weisslich. Arab.: Goräd el baher (Meerheuschrecke), 4 Zoll. Von Ehrenberg aus dem R. M. Scheint sehr selten. Soll (nachEhrb.) fliegen. Gattung: Synanceja Bl. Sehn., CV., Müll. (Berl. Abh. 1844.) Kopf unförmlich gestaltet, uneben, breit und gross. Leib vorn dick, hinten compress. Der ganze Körper mit allen Anhängen, Dornen und Flossen von nackter, verschiebbarer, schlüpfriger, oft warziger Haut über- zogen. Hautcirrhen. Mund quer, senkrecht, in beiden Kiefern mit einer in der Mittellinie durch einen schmalen Zwischenraum unterbrochenen Binde kurzer hecheiförmiger, schwacher, nach einwärts einbiegbarer Zähnchen; die obere Binde etwas breiter als die untere. Vomer und Gau- men zahnlos, die Apophyse des Zwischenkiefers ragt oben wenig vor. Kiemenspalte fast horizontal, leicht bogig. 7 Kiemenhautstrahlen. Kiemen- liaut von beiden Seiten unter der Brust verwachsen. Kehlhaut zwischen den entfernten Uuterkieferschenkeln breit, oflfen liegend. Stacheln am Kopf in ähnlicher Anordnung, wie bei iScorpaena^ aber unregelmässig höckerartig und von Haut bedeckt. Solche Höcker finden sich am oberen Augenrande, zu den Seiten des Hinterhauptes, au den Wangen, am Prä- orbitalbein, am Vor- und Kiemendeckel u]id am Humerus. Der Deckel- lappen ist innerlich knorpelartig. Die Rückenflosse beginnt weit vorn kurz hinter dem Scheitel und hängt hinten mit der Schwanzflosse durch eine Membran zusammen; letztere findet sich ähnlich bei der x\fterflosse. Der stachlige Theil der Rückenflosse ist lang, hat 13 — 16 Stacheln, der weich- strahlige und die Afterflosse sind kurz. Beide Theiie der Rückenflosse Synopsis dor Fische des Rolhen Meeres. 811 durch keiue Bucht aeschieden. Afterflosse mit 3 Stacheln. Die Stacheln dieser Flossen können aus der sie umgebenden dicken Haut mit ihrer Spitze herausgezogen oder ganz darin versteckt werden; sie sind an bei- den Seiten gefurcht. Die massig laugen Brustflossen haben sämmtlich ge- spaltene Strahlen, die unteren kürzeren, den wurmförmigen der Scorpänen entsprechenden, ragen mit ihrer Spitze mehr hervor. Die Basis dieser Flosse ist fast horizontal und erstreckt sich längs des grössten Theils der Kiemenspalte unter derselben hin. Die kurzen Bauchflossen sind gleich hinter dem Vorderende der Brustflossen eingesetzt und am Innenrande fast bis zur Spitze durch Haut verbunden. Die Schwanzflosse ist etwas kurz, abgerundet, 11 strahlig. Seitenlinie nicht bemerkbar. Schwimmblase und Pseudokiemeu vorhanden, Pylorusanhänge in geringer Zahl. Die Gat- tung oder Untergattung Synanceja im engeren Sinn unterscheidet sich von Synancidium Müll, nur durch Fehleu von Pflugschaarzähnen. '•'Synanceja verrucosa. Bl. Sehn., R p., Gth., Play f. Scorpaena brachio Lac, Scorp. hra- chiata Shaw., Synanceja brachio Cuv., CV., Blk., Agass. D. 13/7. A. 3/5, P. 18. Y. 1/5, C. 11, Höhe Sy^, Kopf 3, Breite (hinter den Brustflossen) 1, Auge 8, Stirne 2Vj, Schnauze 3, Präorb. 3, letzter Rückenst. 2, SchwanzÜ. 5*72. Körpergestalt monströs, uuvegelmässig kegelförmig, vorn am Kopf stumpf und breit, nach hinten allmälig verschmälert und zusammenge- drückt. Kopfprofil fast horizontal, an der Stirn coucav. Kopf vorn senk- recht, seitlich aufgetrieben, so breit als lang. Augen sehr klein, weit oben, aber seitlich, nicht nach oben gerichtet, von unebenen dicken, knöchernen Rändern mit Ausnahme der untern Seite umgeben. Unter dem Auge eine tiefe, unregelmässig 4eckige Grube, etwa doppelt so lang als hoch. Stirne breit, sehr tief. Eine von wulstigen, unregelmässigcn Knocheurändern um- gebene 4eckige, tiefe Grube in der Schläfengegend hinter dem Auge, wenig länger als hoch. Scapularvorsprung sehr gross, darunter der mehr stachelartige, stumpfe Humerusvorsprung. Der Vertex bildet eine steile Fläche, die vom horizontalen Nacken zum Stirngrund abfällt. Am untern Augenrand über der Unteraugengrube ein fransiger Hautlappen. Die Haut erscheint bald glatt, bald bei Contraction wie mit knorpeligen War- zen unter der Haut besetzt. Die letzten Stacheln der Rückenflosse sind die höchsten, aber etwas niederer als die GHederstrahlen. Die 3 After- stacheln kurz, der 3. höher als der 2- Weiche Rücken- und Afterflosse gerundet. Die Brustflossen reichen kaum bis zum After, die Bauchflosseu sind viel kürzer. Der hintere oder untere Rand der Brustflosse bogig, ihr 4. und 5. Strahl sind die längsten. Bauch sehr schlaff. Farbe: Grau bis braun marmorirt. Einzelne blut- oder ziegel- rothe und kreideweisse Flecken über den Körper zerstreut. Flosseu wie j^|2 Dr. C R Khiiizinger der Körper. Eine weisse Querbiude au Brust- und Schwauztiosse. Brust-, Bauch- uud Schwanzflosse mit weissem Raud. Arab.: Cfillach oder Büma (letzteres == Eule). 8 — 40 Cm. Ist nicht selten auf der Klippe zwischen Steinen und Seegras oder Alp^en, mit Seorpaena zusammen. Schwimmt wenig-, kriecht mehr am Boden umher und verbirgt sich in den Gesteinsklüften, Fasst die Angel, wird mehr noch mit dem Spiess gefangen. Dieser Fisch hat, wie Seorpaena^ bald hellere, bald dunklere Färbung, je nach der Umgebung. Er sieht oft aus, wie ein Stein und man bemerkt ihn nicht. Er wird sehr gefürchtet; der Sticli seiner Rückenstacheln schmerzt mehrere Stunden lang, mehr als ein Scorpionstich, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Manche Personen sollen schon ohnmächtig dadurch geworden sein, ja es kam, wie die Leute erzählen, auch einmal ein Todesfall vor, indess nicht unmittelbar, sondern durch Brandigwerden der (wohl schlecht behandelten) Wunde, Jedenfalls kann man diesen Fisch so gut zu den giftigen Thiereu rechnen, als den Scorpion. Ein mir als wahrheitsliebend bekannter Fischer versichert, er habe deutlich gesehen, wie beim Vorstülpen der Stachelspitze eine mil- chige oder eitrige Flüssigkeit aus der sie einhüllenden Haut hervorge- quollen sei. Ich habe trotz öfterer Beobachtung so etwas nicht gefunden Jeder Rückenstachel hat, wie oben erwähnt, jederseits eine Furche. Wenn die Beobachtung des Fischers sich bestätigt , so läge ein offenbarer. Giftstachel vor, den Furchenzähnen der Giftschlangen analog. Trotz der weiten Kiemenöffnung lebt dieser Fisch sehr lang ausserhalb des Wassers. Verbreitung: Im ganten indischen Ocean bis Polynesien. II. Gruppe: Cottizii Gth., GilL, Girard. Stachliger Theil der Rückenflosse weniger entwickelt als der weiche, und als die Afterflosse. Nur gegliederte Strahlen in der Afterflosse (Kner). Pylorusanhänge in geringer Zahl. Gattung: Platycephalas Bl. Sehn.*-) Gestalt gestreckt, Kopf und Vorderrumpf breit, niedergedrückt, er- sterer mit scharfen Leisten und Dornen bewaffnet. Hinten wird der Kör- per subcylindrisch bis compress. Mund endständig, weit, mit meist sehr kurzen, gleichmässigen Sammtzähnchen in beiden Kiefern, an Pflugschaar und Gaumenbeinen. Die Binde des Zwischenkiefers ist namentlich vorn *) Bleeker stellt diese Gattung oder die Familie entsprechenden Namens zwischen seine Fi- stularioidei und Callionymoidei. denen dann die Percis, Eleotris und Gohms folgen. Auch Kner neigt sich zu dieser Einreibung. Ein Plati/cephalus iiat allerdings auffallende Aehslichkeit mit Callio. nyrmis, weshalb auch Linne beide zusammenstellte. Indess hat Platycephalns im Bau seiner Kopfknochen ganz den Typus der Cataphrarti Cuv., selbst die Stacheln und Gräten am Kopf sind wie bei Seorpaena angeordnet. Ferner stimmen damit die cirrhösen unteren Strahlen der schief inserirten Brustflossen uud die schmale nur llstrahlige SchwanzDo33e. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 913 breiter, die beiden Kiefer vorn iu der Mittellinie durch einen schmalen zahnlosen Zwischenraum unterbrochen. Zunge vorn quer ab- oder etwas ausgeschnitten. Nasenlöcher von einander und vom Auge etwas entfernt. Der Unterkiefer ragt weit vor, die Apophyse des vorstreckbaren Zwi- schenkiefers ragt oben nicht vor, Augen stehen schief, nach oben gerichtet. Die Kopfstacheln im Allgemeinen wie bei Scorpaena angeordnet. Am Kie- raendeckel 2 Stacheln und ein ohrförmiger Hautlappen. Ein Humerus- und Scapulardorn. Keine Occipitalgrube. Körperschuppeu ziemlich klein, cte- noid, an der untern Seite auch ganzrandig. Am Kopf ist meist nur der Kieraendeckel und die Postorbital- oder Schläfengegend, zuweilen auch Stirne und Schnauze, beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. Kiemenhaut bis zur Hälfte der ünterkieferschenkel gespalten, Isthmus weithin offeu, Kehlhaut breit. Seitenlinie gerade, die Röhrchen am Hinterende mit einem untern und obern Zweig. Oft ist die Hauptröhre undeutlich und es findet sich nur einer der Nebenzweige, t Rückenflossen, die vordere kurz und dünnstachlig mit abgesondertem ersten Stachel. Die Stacheln nicht heter- acanth. 2. Rücken- und die Afterflosse nur mit Gliederstrahlen. Brust- flossen mit schiefer Basis, ihre oberen Strahlen mit Ausnahme der 2 ersten gespalten, ihre unteren cirrhenartig und wurm förmig, mit der uugespal- tenen, weichen Spitze vorragend, wie bei Scorpaena. Die Bauchflossen entspringen ziemlich weit hinter ihnen, sind fast abdominal und sehr weit von einander entfernt. Schwanzflosse länglieh, gerundet, mit 11 längeren Strahlen. Pseudobranchieu deutlich, Schwimmblase keine. a) D. 1/8/11, A. 11, Kopf mit deutlichen dornigen Leisten, etwas lang. Stirne fast ums Doppelte schmäler als die Augen. Am Vomer 2 ge- trennte Längsbinden von Zähnchen. Ein kurzer Cirrhus über dem Aug- apfel, einer am vordem Nasenloch und ein ajisehnlicher platter Lappen an der hintern Ecke des Zwischendeckels unter den Vordeckelstacheln. Von letzteren ist der obere etwas länger. Zähne alle kurz, gleichmässig, nach innen biegsam. 2 Stacheln am Kiemendeckel. 1. Ruckenstachel nur 3mal kürzer als der 2., mit diesem an der Basis verbunden. 1. ''Plalycephalus longiceps/') (Ehrb.) CV., Flatycephalus tentacidatus Rp., Gth., Ku., ? Platyceph. guttatus Fl. jap.? Flatycephalus nematophthalmus Gth,, Kn. (Novara- reise S. 122). Pect. 2/11/8, L. lat. 100, L. tr. 8/26, Höhe 12, Kopf 3%, Breite ly^:! (hinter den Brustflossen), Auge 6, Stirne V/^, Schnauze ^Vi'U Präorb. IV4, 3. Rückenst. iV*:!, Schwanzfl. ey^. '^-) Nach VergleichuDg der Originalexemplare ist fl lonpüeps und Untactdatut identisch. Bd. IX. ibhandi. 103 Ci i Dr. U. B, Klun/. inger: Der ziemlich lange (fast doppelt so lange als breite) Kopf ist an der vorn abgerundeten Schnauze sehr flach. Auge etwas länger als hoch. Kopfliuie gerade, kaum gesenkt. Es linden sich folgende Erhabenheiten am Kopfe: Suborbitalleiste sehr schwach, nur in der Mitte mit einem Dorn bewehrt. Oberaugeuhöhlenrand fast geradlinig, von beiden Seiten parallel, schneidend, vorn mit einem, hinten mit mehreren Dornen. Stirne in der Mitte flach. Vertex verlängert, flach, mit 2 nach hinten convergi- renden Leistenfächern, deren Strahlen selbst, 5 — 7 an der Zahl, nach hin- ten divergiren. Dahinter ein Z, kürzerer Abschnitt, mit 3 erhabenen Läugslinieu und je einem Dorne seitlich. Zu den Seiten des Vertex eine Längsreihe entfernter Dornen, 4 au der Zahl, der letzte 5. dieser Reihe ist der lange Scapularstachel. Am Präoperculum, sowie am Operculum 2 Stacheln. Deckellappen sehr vorragend, abgerundet, etwas nach oben gerichtet. Der Oberkiefer reicht bis unter den vordem Augenrand, sein Hinterrand ist coucav. Das vordere Nasenloch dem Schuauzenabsatz näher, als dem Auge. %. Rückenflosse von der ersten nur um die Eiitferuuug zweier Strahlen getrennt. Strahlen der !2. Rücken- und der Afterflosse wenig niederer als die höchsten Stacheln. Die abgerundeten Brustflossen reichen bis unter den o. — 6. Rückenstachel und bis zum 1. Drittel der Bauchflossen. Letztere entspringen unter der Hälfte der Brusiflo-^öen, rei- chen mit ihren inneren längeren Strahlen bis zu dem Anfang der After- flosse. Die Afterflosse reicht hinten etwas weiter als die Rückenflosse, der Schwanz ist subcylindrisch. Seitenlinie nicht deutlich. Farbe: Braungrau oder graugrün mit braunen Flecken, zum Theil in Form undeutlicher Querbänder. Die meisten Schuppen und der Kopf mit schwarzen Punkten. Bauch weiss, Kehle gelblich. 1. Rückenflosse weiss, braun und gelb marmorirt und gefleckt, besonders an den Strahlen, Afterflosse ebenfalls schwarz, gefleckt, au der Basis hyalin; Brust-, Bauch- und Schwanzflosse mit grösseren schwarzen Flecken, Bauchflossen an der untern Seite grösstentheils gelblich. Arab. : Dufl*En (der sich Vergrabende) nach Rp. und Fk. Raqäd (der Liegende, Ruhende). Wird bis 80 Cm. Findet sich nicht selten im Hafen vor der Klippe. Legt sich auf dem Meeresboden viertelstundenlang und mehr unbeweglich hin, oft zum Theil in dem Sande vergraben. So fängt mau ihn mit dem Spiess. Fleisch gut, wird aber wegen der monströsen Gestalt des Fisches nicht leicht gegessen. Ich bekam immer nur diese Art. Verbreitung: Java (Kner), Japan? b) D. 1/6 — 7/13, A. 13. Kopf etwas kurz, sehr platt, mit wenig vorspringenden Leisten und Dornen. Stirne breit. Am Vomer Jiur eine schmale Querbinde. An den Zahnbinden der Kiefer sind einige Zähnchen länger. Am Vordeckel 2 gleichlange starke Stacheln. Keine Cirrhen am Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 815 Auore. Zahne an Gaumen uud Vomer in 1 Reihe, coaisch, ziemlich stark. Nur 1 Stachel am Kiemeudecbel. 1. Rückeustachel sehr klein, völlig isolirt. 2. Platyceph (litis insidiator. Cottus insidiator Fk., L. Gm., Shw., Callionymus indicus L. Gm., Cottus spatula Bl., Platycephalus insidiator Bl. Sehn., CV., Rp., Pet., BIk., F. jap., Cant., Gth., Playf., K u. =^). P. V1V6, L. lat. 100. Höhe 17, Kopf 4, Breite 3:4, Auge 6, Stirue \, Schuauze 2:1, Präorb. 1, 3. Rückenst. 2:1, Schwauzfl. 7. Kopf kurz uud gleichmässig flach, uur um Va länger als breit. Auch der Körper ist flach, sieht fast aus, wie ein Schollenfisch. Die Binde im Zwischenkiefer ist uur vorn gegen die Mitte breit, an den Seiten schmal; ihre Zähnchen sind klein, sammtformig, gleichmässig. Nur vorn jederseits neben der IVlittellinie ist eine Längsreihe grösserer couischer Zähne, von denen die hinteren die läng'eren sind. Im Unterkiefer ist die Zahnbinde schmäler, vorn nicht breiter, die Innern Zähne sind daselbst um ein Gutes grösser, sehr dicht aneinander, schräg nach innen gerichtet, aber nicht einbiegbar. Kopf grösstentheils beschuppt. Die Oberaugenhöhlengräten geradlinig, reichen weit hinter die Augen zurück und convergiren nach hinten. Die übrigen Kopfgräten, wie bei Platyc. lonyiceps^ aber schwach und wenig bezahut. Auch hier findet sich ein Nasencirrhus und ein Haut- lappen am Zwischendeckel. Oberkiefer am hintern Rande sehr schräg', etwas concav, er reicht bis unter die Mitte des ziemlich kleinen Auges« Vorderes Nasenloch in der Mitte zwischen Auge und Schuauzenfalte. Erster Kückenstachel sehr kurz, 7mal kürzer als der 2. Die Flossen, wie bei P. longieeps^ Seitenlinie wenig deutlich. Farbe: Oben dunkelbraun, unten weiss. Schwanzflosse weiss mit gelb. Obere Hälfte der Schwanzflosse mit 2 schiefen schwarzen Bändern, iititen mit einem oder zweien. Die andern Flossen haben braungeringelte Strahlen, die Ringeluug ist dichter an Brust- und Bauchflossen. Arab.: Raqäd (nach Fk.), 16 Zoll bis 1 Fuss. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis West- australien; Cap, Port Natal. Familie: Uranoscopoidei Rieh/"') Körper langgestreckt, nieder. Zähne hecheiförmig, manchmal unter- mischt mit spitzigen conischen Zähneu in beiden Kiefern, am Vomer und oft auch an den Gaumenbeinen. Stachliger Theil der Rückenflosse yiel '■') Siehe die übrigen Synonyma in Günther, Vol. II. *) Die Familie Trachinidae Gth. scheint mir zu umfassend, um scharf charakterisirt werden zu künnea. 103*^ 816 Dr. C:. R. Klunzinger: kürzer als der weichstrahlige. Afterflosse lang, ohne eigeatliche Stacheln. Bauchflossen au der Kehle, mit Vs Strahlen. Der Vordeckel ist nicht be- weglich mit dem Infraorbitalring eingelenkt, 5—7 Kiemenhautstrahleu, Keine Afterpapille. Schwimmblase meist fehlend, Gattung: Percis. Körper cylindrisch, gestreckt, nur leicht comprimirt, am Kopf etwas niedergedrückt. Schnauze verlängert, stumpf conisch. Maul ein wenig schief. Augen seitlich, etwas schief, daher etwas aufwärts gerichtet. Der Unterkiefer ragt meist ein wenig vor. Im Zwischenkiefer vorn eine Reihe stärkerer, gekrümmter Zähne, dahinter eine Binde feiner, hecheiförmiger, die auch auf die Seiten reicht, aber hier sehr schmal ist. An den Seiten des Oberkiefers eine gedrängte äussere Reihe kleiner, conischer Zähnchen. Am Unterkiefer findet sich ebenfalls eine äussere Reihe stärkerer coni- scher Zähne, die besonders vorn mitten ziemlich stark sind, zum Theil hakig, die Binde hecheiförmiger Zähne hinter den Vorderzähnen reicht kaum bis zum ersten Drittel des Unterkieferastes. Vomer mit einer que- ren Zahnbinde, Gaumen zahnlos. Zunge schmal, glatt. Am Kopf sind Scheitel, Stirne, ein Ring um die Augen, Präorbitalbein, Schnauze und Kiefer nackt, Wangen und Kiemendeckel beschuppt. Ein Nackenband. Kiemendeckel mit einem deutlichen Stachel. Nasenlöcher einander genä- hert, klein, das vordere in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Kiemenhaut schon unter der Brust vereinigt, so dass ein Isthmus nicht sichtbar ist, sie hat 6 Strahlen. Schuppen mittelmässig, monostich ctenoid, mit Ausnahme des Mitteltheils längs gerieft, ihr Rand bogig. Seitenlinie gerade, mit einfachen Röhren. Rückenflossen mehr weniger zusammen- hängend, mit 5 heteracanthen Stacheln, ohne Schuppenscheide und Furche. Bauchflossen gleich vor den Brustflossen, deren Strahlen alle gespalten sind. Schwanzflosse H strahlig, in den Strahlenzwischenräumen weit hinauf beschuppt. Eine Pseudobranchie. Keine Schwimmblase. Pylorusauhänge in geringer Zahl. (Hat viel mit Platycephalus gemein.) '^Pereig polyophthalma. *) (Ehrb.) CV., Play f., Percis cylindriea Rp. (nicht CV.), Percis hexophthalma (Ehrb.) CV., G t h. (Varietät), Percis caudimaculata Rp., Blk. D. 5/21, A. 0/18, P. 17, C. 11, L lat. 60, L. tr. 7/18. Höhe 7, Kopf kV'i-, Breite 1, Auge 4V2, Stirne ly^, Schnauze 1*/^ : 1, Präorb. 1, 4. Rückenst. 3, Schwanzfl. ey^. *) Der Name polyophthalma ist nicht unpassend, passt auch auf dieVarietäl hexophthalma, aber nicht umgekehrt und i^ana daher nach der Priorität, da der Name Rüppei'3 P*yc. caMcfmacw^afa später iit, belassen werden. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. S17 Scbiiauze leicht in die Quere gewölbt. Stinie massig breit. Kopf- profil leicht couvex. Kopf ly^ Mal so laug als breit. Oberkiefer reicht bis unter das 1. Viertel des Auges. Vordere Nasenlöcher mit einem kleineu Cirrhus. Vorderzähue am Zwischenkiefer jederseits gegen 8, im Unter- kiefer 3 — 4; mehrere der yordern Seitenzähne sind hauerförmig. Die Vo- merzahnbiude bildet vorn einen Winkel. Wangenschuppen sehr klein länglich und ganzraudig, die am Deckel grösser, ctenoid. Vordeckelraud ganz, gerundet. Unterkiefer ragt kaum vor. Unter dem deutlichen Kiemeu- deckelstachel ein 2., stumpfer, eckartiger. Der 4. Rückeustachel der höchste der 5. ist von Höhe des 2-, weicher Thcil der Rückenflosse gleich hoch fast doppelt so hoch als der höchste Stachel. Die Afterflossen beginnen unter dem 6. weichen Rückenstrahl und reichen hinten so weit, als die Rückenflossen. Die Brustflossen reichen bis zum After, die schmalen zuge- spitzten Bauchflossen bis zur Afterflosse, Schwanzflosse, wenn ausgedehnt, leicht gerundet. Farbe: Grüngelb, oben graulich. Bauch schmutziggelb. Zerstreute schwarze Flecken am Körper, oben kleiner und oft in Form schiefer, un- regelmässiger Linien, an den Seiten mehr länglich, oft in Form von Längs- streifen, zuweilen auch von Ocellen. Bauch ungefleckt. Zu beiden Seiten desselben 3 — 7 schwarze, gelbgesäumte runde Tropfen oder Ocellen. Kopf oben mit kleinen schwarzen Flecken getigert, die Seiten desselben bald mit eben solchen (und zwar zumal wenn die Bauchocelleu mehr als 3 jederseits sind: P. polyophthahna); bald mit schiefen schwar- zen Linien (zumal wenn es bloss 3 sind: P. hexophthalma) ''■'). Stachlige Rückenflosse vorn mit schwarzem Fleck. Rücken- und Afterflosse hyalin, weiss gesäumt, mit Läugsreihen schwarzen Tropfen, dazwischen wellige, orangegelbe Streifen. Schwanzflosse hyalin, hinten weiss; ihre ganze Mitte wird von einem tiefschwarzeu Flecken eingenommen; sonst finden sich daselbst noch zerstreute kleine, schwarze Flecken. Die übrigen Flossen hyalin. Arab.: Sibb abu robiä. 20 Cm. Nicht häufig; findet sich im Hafen in den unterseeischen Wiesen in ziemlicher Tiefe, nicht an Korallen. Verbreitung; Ostafrika bis zu den Louisiadeu. Anhangsgattung: Sillago Cuv. Dieses Geschlecht ist schwierig in das System einzureihen. Bleeker, dem auch Kner beistimmt, setzt es unter seine Sciänoiden , aber als Unterfamilie: Sciaenoidei sillaginiformes. Auch bei C V. wird diese Ver- wandtschaft schon zugegeben. Günther bringt es zu seiner Trachinidae. Richard und Gill macheu daraus eine eigene Familie Silaginoidae, Es *] Dieses allerdings auffallende Zusammeüfailen dürfte Geschlechtsunterschied sein. Speciflsche Uaterschiede 2eigea äicb ausser der genanateu Färbung keine. ^'j J^ Pr. C. B K hin z in gor- hat .Lilci"Liing-.-> Uiit beiden manches g'eiuein: mit deii SiMäiioideu (^iui eiige- reji Sinne: Günther) die Form nnd Anordnung der Rückenflosse, die schiefen Schuppen, die brusfrständigen Bauchflossen und besonders die weiten Hohlräume für die Kopfkanäle, mit den Trachiniden aber die all- gemeine gestreckte Gestalt, die lange Afterflosse, Bezahnung des Vomers, die etwas weit hinten vor sich gehende Vereinigung der Kiemenhaut, mit Percis insbesondere die spitze, etwas platte Schnauze. Der Körper ist massig compress, der Kopf conisch, etwas depress. Mund endständig, sehr klein, etwas protractil, mit kürzerem und schmäleren [Juterkiefer. Zähne hechelformig, in breiten Binden an beiden Kiefern und am Vomer. Kopf beschuppt mit Ausnahme des vordersten Theiles der Schnauze, der Kiefer, der Kehle und des Präorbitalbeines, Der Vordeckel auffallend gross und lang, mit einem breiten, durch eine scharfe Leiste abgesonderten Randtheile. Der Rand selbst ist kaum merkbar gezähuelt. Kiemendeckel mit einem Stachel. Nasenlöcher klein, einander und dem Auge genähert. Augen seitlich, senkrecht oder ein wenig schief; 6 Kie- meuhautstrahleu. Die Kiemenhaut ist bis zur Ecke des Zwischendeckels gespalten. Körperschuppen mittelmässig, auffallend schräg, ctenoid, Seiten- linie fast gerade, mit einfachen Röhren. 2 Rückenflossen, die 1. mit 9 bis 12 sehr schlanken, meist biegsamen Stacheln, die 2. lang*, vorn mit einem Stachel. Ein oder zwei der vordersten Rückenstacheln meist besonders weich und biegsam (ausser bei Sil. chcndropus)., nicht stachelartig, aber ungegliedert. Afterflosse so lang als die 2. Rückenflosse. Schwanzflosse mit 15 längeren Strahlen. Schwimmblase einfach. Pylorusanhänge in ge- ringer Zahl. Pseudobranchien vorhanden. -'Sillago sihama, Atherina sihama Fk., Sciaena malaharica Bl. Sehn,, Platycephalus sihamus B\. Sehn., (Russ.), Sillago sihama Rüpp., Günth., Playf., Sillago acuta C V., Blk., Kn., Sülago erytliraea C V., Sillago malaharica Cant., Blk. D. 11 1/20, A. 1/22—23, V. 1/5, P. IG, C. 15, L. lat, 70, L, tr. 6/9, Höhe 6V4, Kopf 474, Breite 1%, Auge 'i%, Stirne \%. Schnauze IV^H, Präorb. 1, 2.-3. Rückenst. IV5, Schwanzfl. 5. Körper ziemlich compress. Kopfprofil vorn steiler. Schnauze ziemlich lang, unten platt, fast in die Quere gewölbt. Stirne etwas breit, platt. Augen etwas länger als hoch. Der Oberkiefer reicht bis zur Hälfte der Schnauze. Ein Perus unter dem Kinn, Vordeckel kaum merklich gezähnt, mit abgerundetem Winkeltheile. Kopfschuppen gross, ganzrandig. Seiten- linie gerade, doch erst am Schwänze kommt sie in die Körpermitte. Sta- cheln der 1. Rückenflosse sehr schlank, biegsam, die 2. Rückenflosse der ersten sehr genähert. Die vorderen Gliederstrahlen höher als die hinteren, f ynopsis der Fische fies Rothen Meeres. Q[Of aber um ein Gutes niederer als die höchsten Stacheln. Afterflosse von gleicher Höhe und Ausdehnung als die 2- Rück« nflosse. Brust- und Bauch- flossen kurz; erstere reichen bis unter den 7. Riickenstachel, letztere gleichlang, liegen aber um ein weniges weiter zurück. Der Bauchflosseu- stacliel weich, biegsam. Schwanzflosse ausgeschuitteu. Farbe: Gelblich, gegen den Bauch fleischfarben. Eine silbrige schimmernde Längsbinde durch die Körpermitte. Flossen hyalin. Arab.: Böluk, nach Fk. Sjhämi. 12 Cm. Nur 1 Exemplar kam mir vor. Verbreitung: Ostafrika bis China. Familie: Polynemoidei Gth. Diese Fische vereinigen in sich Merkmale von Sciänoiden, Sphyrä- noiden, Uranoscopoiden, Scomberoiden, ja selbst Clupeoiden. Körper lang'gestreckt, comprimirt. Schuppen cteuoid. Mund lang, Schnauze gewölbt, den Mund überragend. Kiemenhaut bis hinter das Kinn gespalten, mit 7 Strahlen, Hecheiförmige Zähne an Kiefern, am Gaumen und oft auch am Vomer. 2 Rückenflossen. Die 2. Rücken-, die Schwanz- und Afterflosse mit kleineu Schuppen bedeckt. Unter den Bauchflossen mehrere lange, fadenförmige, gegliederte, freie Strahlen. Baucliflossen fast abdominal, mit 1/5 Strahlen. Kopfknocheu mit ent- wickelten Hohlräumen für die Kopfkanäle, Die Seitenlinie erstreckt sich über die Schwanzflosse. Bis jetzt sind noch keine Arten dieser Famile aus dem Rothen Meere bekannt. Familie: JSphyraenoidei Agass., Blk., Gth. Körper sehr lauggestreckt, subcylindrisch, mit kleinen abfälligen Cycloidschuppen bedeckt. Schnauze und Mundspalte lang. Kinn vorste- hend, Zwischenkiefer nicht vorstreckbar. Zähne meist seitlich stark abge- plattet, schneidend, mehr weniger spitzig dreieckig. Im Zwischenkiefer finden sich vorn jederseits in einiger Entfernung hinter einander 2 län- gere, meist etwas gekrümmte, schneidende Zähne. Au den Seiten dieses Kiefers ist eine Reihe dichtstehender, sehr kurzer, conischer oder schnei- dender Zähnchen. Am Unterkiefer sitzt auf dem hinteren Theile der Symphyse in der Mittellinie ein gewöhnlich etwas nach rückwärts ge- richteter längerer schneidender Zahn und an den Seiten eine Reihe massig langer, nicht gedrängter, schneidender Zähne. Voraer zahnlos, dagegen befindet sich in jedem Gaumenbeine eine Längsreihe von langen, hinten kurzen, schneidenden Zähnen. Zunge schmal, von Längsreiheu sehr kleiner Zähnchen rauh. Nasenlöcher dem Auge genähert, das hintere 020 Dr. C. B. Klnnzinger: grössere bildet einen schrägen Spalt, das vordere kleinere liegt etwas nach innen und oben vom hinteren, l^ippen zeigen sich oben nur hinten, unten auch an den Seiten, Die Kiemenhaut ist bis zum liinteren Drittel der hingen ünterkiefersclienkel gespalten, sie hat 7 Strahlen. Augen seit- lich, ziemlich gross. Am Kopfe sind Stirne, Schnauze, Kiefer, Präor- bitalbein, Randtheil des Vordeckels, Kehle nackt. Nur der hintere schräge Rand des Unterkiefers trägt einige Reihen grösserer Schuppen. Es findet sich eine Spur von einem Nackenbande. Seitenlinie mit kurzen, einfachen Röhren, ,2 weit entfernte, kurze nackte Rückenflossen, die erste aus einer Furche sich erhebend, mit schlanken, leicht heteracanthen Stachelu, die zweite an der Basis beschuppt, mit gegliederten Strahlen und einem un- gegliederten davor. Bauchflosson, mit 1/5 Strahlen, hinter den Brust- flossen, abdominal, ziemlich gegenüber der 1. Rückenflosse. Die After- flosse ist kurz und sitzt ungefähr der 2. Rückenflosse gegenüber, der sie sehr ähnlich ist. Brust- und Bauchflossen kurz, über den letzteren eine lange zarte Spornschuppe. Schwanzflosse etwas lang, tief gegabelt, Basaltheil in der Mitte weithin überschuppt. An den Seitengabeln ziehen sich die Schuppen nur zwischen den Strahlen hin. Pseudobrauchien vorhanden, Schwimmblase gross, vorn zweitheilig, Pylorusanhänge in grosser Zahl. Die Sphyränoiden stehen natürlicher in der Nähe der Scoraberoiden, als in der der Percoiden. a) Hinterrand des Vordeckels gebuchtet und sein gerundeter Winkel hinten stark ausgezogen. Kiemendeckel ohne Stachel. Der Oberkiefer endet schon weit vor dem Auge. Die kleinen Zähnchen an den Seiten des Zwischenkiefers senkrecht, conisch, kaum platt. Präorbitalbein am unteren Rande scharfwinklig ausgeschnitten. Schuppen ziemlich gross. 1. '^Sjt/tyraena obtusata. C V. (Ren., Val.), Cant., Blk., Günth., Kn., Playf., Sphyraena ffavicauda Rüpp.*). D. 5 1/9, A. 1/9 oder 2/8, P. 14, C. 17, L. lat. 85, L. tr. 8/12; Höhe 8—9, Kopf H%, Breite IV4, Auge 5— 5%, Stirne 1%, Schnauze 2V4— ^Vzil, Präorb. IV4, 1. Rückenst. IV5, Schwanzflosse 7V2. Körper subcylindrisch, Kopfprotil fast geradlinig. Kinn kurz, stumpf, bei Jüngeren (von 6 Cm.) vorn fleischig. Die schräge Gräte auf dem Präorbitalbeine vor dem Auge und die fächerförmig herablaufenden Linien gut entwickelt, Auge gross. Oberkiefer reicht bis unter das vordere Nasenloch, es hat an seinem oberen Rande einen starken winkelartigen Vorsprung und ist an seinem Hinterrande schräg abgerundet. Die *) ist nach directer Vergleichung mit obtusata gleich. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. g21 Schaauzeiifurelie, oder die Furche zwischen eig-entlicher Schnauze und Zwischenkiefer bleibt vorn durch die Apophyse des Zwischenkiefers ge- trennt. Auf Stirne und Schnauze 2 deutliche Läug'sleisten, die hinten am Scheitel convergireud sich verlaufen. Deckel vor der Basis der Brust- flossen gebuchtet. Die Schuppen (wie bei den andern Arten) cycloid, bis an den Rand coucentrisch und am vorderen bedeckten Theile dicht längs- faltig (nicht ctenoid, wie BIk. sagt). Die Schuppen der Seitenlinie sind herzförmio-, haben in der Mitte des Hinterrandes einen kleineu Einschnitt und sitzen viel fester als die übrigen abfälligen Schuppen. Die Brust- flossen sind kurz, IV4 'u der Körperhöhe enthalten. Die Bauchflosseu sitzen in der Mitte zwischen der Insertion der Brust- und der der Rücken- flosse. Letztere ist bald über, bald hinter, bald etwas vor der Spitze der Brustflossen inserirt (daher die verschiedenen Angaben der Autoren). 2. Rücken- und Afterflosse durch Verlängerung ihres hinteren Strahles ausgeschnitten, die Afterflosse beginnt unter dem ersten Drittel dieser Rückenflosse. Schwänzflosse , wenn ausgestreckt , ziemlich tief aus- geschnitten. Farbe: Rücken dunkelgrau bis meergrün. Seiten und Bauch silbrig. Seitenlinie to mbakf ärbig. Unter derselben eine go Idgelbe Längs- binde vom Auge oder Mund bis zum Schwänze. Iris messinggelb. Flossen gelblich-hjalin, Bauch- und Afterflossen röthlich. Schwanzflosse grüngelb. Arab.: Suragan oder Subr agam (Ruthe der Möve). 40 Cm. Sehr gemein. Bloss im Hafen, nicht auf der Klippe. Bei Nacht sollen sie auch in\s oflene Meer hinausgehen. Sie zeigen sich gewöhnlich in Schwärmen bis zu tausendeu. Sie dienen als gewöhnlichste Lockspeise. Das Fleisch wird nicht gern gegessen, da es grätig ist. Diese Fische werden mit dem Netze, selten mit der Angel gefangen. Sie fressen kleine Clupeoiden, die sie mit schnappendem Geräusche fassen. Die grösseren unterscheiden die Fischer als Suragan abiad, ohne dass sich irgendwie ein Unterschied fände. Die Sphyränen sind gute Schwimmer, wie die Scomberoiden, daher auch weit verbreitet. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. b) Hinterrand des Vordeckels nicht gebuchtet, sondern gleichmässig o-erundet. Kiemendeckel mit deutlichem Stachel und einem schuppen- artigen Eckdorn darüber, der von dem Stachel durch eine kleine Bucht getrennt ist. Der Oberkiefer endet unter oder etwas hinter dem vorderen Augenrande. Die Zähnchen an den Seiten des Zwischenkiefers platt, schneidend und meist schief anach hinten gerichtet. Präorbitalbein am unteren Rande concav, weit gebuchtet oder sehr flach stumpfwinklig. 0;) Kinn meist kurz, schräg abgestutzt, Schuppen ziemlich gross (L. tr. ii/ii), Augen etwas klein. Kieraendeckel gegen oben schräg ab- gestutzt. Schwanzflosse nicht tief ausgeschnitten, bei Individuen mittlerer M, XX. Äbhandl. 104 OOQ ^^- ^" R KInnzinger: Grösse ist der Hiuterrand unter uud über dem Mittelaussclinitt Sf'örmip; gebogen, bei sehr Grossen ist er 3facli winklig ansgeschnitten. Körper ziem- lich compress. Die Leisten auf dem Kopfe und die schräge Präorbitalleiste streifig. Stirne breit, breiter als das Auge. 2. '^Sphyraena äff am. Esox sphyraeria Fk., Sphyvaena agam Rüpp., Güntli., Play f., Sphyr. aff'mis Rüpp. '^) D. 5 1/9, A. 2/8. P. 13, L. lat. 85. Höhe 7%, Kopf 3*A, Breite 1%, Auge 672, Stirne 1V,:1 bis 1%:1, Schnauze 3 : 1, Präorb. 1%, 2. Rücken- stachel iVit Schwanzfl. 6. Die Figuren am Präorbitalbeine sehr deutlich, aber kurz. Auch das vordere Ende des Zwischenkiefers neben der Apophyse ist gestreift. Die Schnauzenfurche reicht vorn lange nicht bis zur Mittellinie. Seiten- linie über der Brustflosse etwas schräg, dann horizontal. Die Körper- schuppen zuweilen, besonders bei Grösseren, je von einem Kranze kleiner Schüppchen umgeben. Die stark haftenden Schuppen der Seitenlinie sind meist hinten in ein Läppchen ausgezogen. Die 1. Rückenflosse beginnt etwas vor dem Ende der Brustflossen, über dem ersten Drittel der Bauch- flosseu. Die %. Rückenflosse ist vorn etwas höher als die 1.; ihr Rand bald schief, bald ausgeschnitten. Die Afterflosse beginnt unter dem ersten Drittel der 2. Rückenflosse. Farbe: Weiss, gegen den Rücken grau oder meergrün, welch' letztere Färbung sich nach unten in Form querer Lappen, Auszackun- gen oder Flecken herabzieht, die sich nicht unter die Seitenlinie herab erstrecken. 1. Rückenflosse graugrün. Brust- und Bauchflosseu hyalin. Die 2. Rücken-, After- uud Schwanzflosse schwärzlich, an den beiden ersteren die Ränder uud Spitzen, an letzterer die Spitzen weiss. Die Zwischenhäute der Kopfknochen und der häutige Rand des Kiemen- deckels schwärzlich. An der Basis der Schwanzflosse gegen oben oft ein schwarzer Fleck. Arab.: Agam (Möve"), 25 Cm. bis 2 Meter. Ist ein gefrässlger Raub- fisch, lebt im offenen Meere. Bei der Fluth geht er auch zuweilen auf die Klippe, kommt oft mit Cybium Commersonii zusammen vor uud hat auch dessen Natur: er zerbeisst wie dieser die Fische, ehe er sie frisst, er beisst auch nicht selten Menschen. Frisst bloss lebende Lockspeise, wie Cybium, oder solche die ihm lebendig scheint, nämlich dadurch in lebhafte Bewegung versetzte todte ganze Fische, dass man solche au einer Leine dem stark vorwärts geruderten Schiffe nachzieht. Das Fleisch Ist geschätzt. Er ist ziemlich häufig. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. *) Ist nach tlirecten Vergleichungen im Mus. Senkenb. ein jüngerer Sph. agan'. Auch die Farben Sinti genau dieselben. Synopsis der Fische des Rothen iMeeres. 8*^^ /5) Kinn ziemlich lang, vorn gerade abgestutzt, stumpf. Schuppen mittehnässig (L. tr. 15/16). Kiemendeckel gegen oben fast vertioal abge- stutzt. Schwanzflosse tief ausgeschnitteu. Körper etwas compress. Auge gross (6), Stirne breit (1). Kopfleisten schwach und flach Präorbitalleiste stumpf, schräg, Körper schlank, laug. 3. ''Sp/ti/raena qem'e Klz. D. 5 1/9, A. 1/9, P. 14, L. lat. etwa 140; Höhe 9, Kopf 4, Schnauze 3:1, Präorb. tVj^ 1. Rückenst, 1'/^, Schwanzfl. 6. Der Oberkiefer reicht bis unter das erste Drittel des Auges, er ist hinten oben vertical abgestutzt und daselbst etwas concav. Die Schnauzen- furche vereinigt sich von beiden Seiten. 2. Rücken- und die Afterflosse mit concavem Rande. Farbe: Silbrig, oben graugrün (wie alle SphyräncMi}. Die Aus- zackungen oder Lappen der dunklen Riickenfärbung steigen etwa über die Seitenlinie herab. Alle Flossen schwärzlich. Arab. : QcnTe soda (schwarze Qenie). 1 Meter. Im ofl^enen Meere. Nicht selten im Winter. Frisst, nach den Angaben der Fischer, auch bloss lebende Lockspeise, zerbeisst die Beute aber nicht vorher, wie Sph. agam, sondern verschluckt sie gleich. Anhang: Ein diesem sehr ähnlicher Fisch, Qenie befla oder safra (weisse oder gelbe Qenie) genannt, unterscheidet sich (es liegt mir nur 1 Exemplar vor) dadurch, dass die Schnauzenfurche von beiden Seiten in der Mitte nicht zusammenläuft, sondern dass sie durch einen kleinen Zwischenraum getrennt bleiben; auch reicht der Oberkiefer kaum hinter den vorderen Augenrand und er ist hinten oben geradlinig schräg abge- stutzt. Die Farbe wie bei Sph. qenie.) etwas heller, besonders sind die Flossen hellgelblich, die Seitenlinie leicht röthlich. Diese Form (Varietät?) soll mehr in der Tiefe sich aufhalten. y) Kinn etwas lang und durch einen fleischigen Anhang vorn spitzig. Schuppen klein (L. tr. 38— 40). Kiemeudeckel gegen oben fast vertical abge- stutzt. Schwanzflosse, die 2. Rücken- und die Afterflosse tief ausgeschnitten. Körper fast cylindrisch. Auge ziemlich gross (SV^), Stirne schmal, schmäler als das Auge (IV^). Kopfleisten deutlich; es sind hauptsächlich 2 Längs- leisten vom Scheitel bis zur Apophyse des Zwischeukiefers. Präorbital- leiste fast vertical. Die Schnauzenfurche läuft vorn in einem Winkel oder Bogen von beiden Seiten ganz oder fast zusammen. Oberkiefer reicht bis unter den vorderen Augeuraud und ist hinten oben gerade abgestutzt. 2. Rückenflosse nicht höher als die 1. 4. '^Sphyraena Jello. Esox sphyraena minor ß Yk. (Russ.), CV., Rüpp., Blk., Caut., Günth., Playf., Kn. 104* QOX '^''- ^' ^ Klunzinger: D. 5 V19, A. 2/8, P. 15, L. lat. gegen 130, L. tr. 18/20; Höhe 972, Kopf 4, Breite iVg, Schnauze 2V2, Präorb. % 2. Rückeustachel iVg, Schwaiizfl. 6. Farbe: Seiten silbrig, Rücken grüngrau bis meergrün, mit gegen i5 Auszackungen der dunklen Rückenfärbung, welche bogig oder gekniet sind und über die Seitenlinie herabsteigen, aber hier sehr obsolet sind. Die Flossen grünlichbraun, Bauchflossen weisslich. Die 2. Rücken- und die Afterflosse an der Basis heller, die Schwanzflosse an den äusseren Rändern dunkel. Arab.: Rotän, nach Fk. Djad. 50 Cm., selten grösser. Ziemlich häufig. Verbreitung: Ostafrika bis Java, Cap. Familie: IViLig'il oidei Cuv. Körper länglich, cylindrisch bis etwas compress, mit ziemlich grossen Schuppen. Kopf und Vorderrücken breit. Mund etwas klein, mit keinen oder sehr schwachen Zähnchen. Zwischenkiefer leicht vorstreckbar, Deckelstück unbewafl:'net. 4 Kiemen. Kiemenhaut bis hinter die kurzen Unterkieferschenkel gespalten, mit 5 — 6 Strahlen. 2 kurze Rückenflossen, die i. mit steifen ungegliederten Strahlen oder Stacheln und weit hinten in oder etwas vor der 2. Körperhälfte beginnend. Afterflosse der 2. Rücken- flosse mehr weniger gegenüber. Brustflossen über der Körpermitte inserirt, kurz, spitz. Bauchflossen mit 1/5 Strahlen, abdominal, vor der 1. Rücken- flosse stehend. Schwanzflosse mehr weniger ausgeschnitten. Augen etwas gross. Diese Familie, aus den Atherinidae und Mugilidae Günther^s und Bleeker's bestehend, welche aber ihrer vielen gemeinschaftlichen Charaktere wegen sich besser als ünterfamilien oder Gruppen unter- scheiden, steht den Sphyraenoiden nahe, und ist daher hier am füg- lichsten einzuschalten. I. ünterfamilie: Mugilini. 24 Wirbel. Vordere Rückenflosse mit 4 Stacheln. Kopf grössten- theils beschuppt. Afterflosse mit 3 Stacheln. Gattung: Mugil (Linne). Körper compress, vorn etwas cylindrisch. Maul etwas quer, hori- zontal, kurz. Zähne, wenn vorhanden, cilienartig, nur an den Kiefern. Die etwas abfälligen Schuppen sind nicht eigentlich cjcloid, sondern machen einen Uebergang in die ctenoide Structur: am ganzen freien ofFen liegenden Theil, besonders aber an der Randzone, sind sie nämlich Synopsis der P'ische des Rotiifn Meeres, 8? 5 meist rauh, feinkörnig und einige der Körnchen ziehen sich am freien. Rande in kleine Spitzchen aus , oder der Rand ist häutig und oft un- regelmässig zackig. An den meisten Schuppen befindet sich am freien Theile eine Längsfurche, die zuweilen auch schief verläuft an gewissen Stelleu (diese Furchen ersetzen wohl die fehlende Seitenlinie). Alle Flossen, ausser der 1. Rückenflosse, meist beschuppt, letztere aus einer Furche sich erhebend, 2. Rücken- und Afterflosse mit Basalschuppen- scheide, Sporuschuppen finden sich oft über der Brustflosse und am Rücken neben der 1. Rückenflosse. Zunge mit ihrer Basis verwachsen, öfter rauh. Der Vordeckel hat (bei allen von mir untersuchten Arten) einen vorge- zogenen ohrförmigen Winkel und zeigt mehrere (5—6) seichte strichartige Vertiefungen in seiner häutigen Raudzone. Von den Nasenlöchern ist das hintere grösser, quer. Der Unterkiefer springt in der Mitte meist vor und greift in eine Vertiefung des Zwischenkiefers ein. Die oberen Schlnnd- knochen sind zu weichen Polstern umgebildet. Blinddärme kurz, aber weit, Schwimmblase dünn. Am Auge oft vorn und hinten eine fettige oder hyaline Masse. a) Oberlippe zusammenhängend mit einfachem Rande. Unterlippe mit deutlichem Höcker in der Mitte. aa) Kiel der Unterlippe doppelt, ^höckerig oder sattelförmig. Unterlippe horizontal ausgebreitet, dünn, blattartig, a) Oberlippe hoch (2mal im Auge enthalten), mit warziger Rand- zoue an der Ausseufläche, Unterlippe am Rande gekerbt oder gefältelt. Stirne sehr leicht convex. Oberlippe subvertical, leicht gewölbt, dick; ihr Unterrand bildet in der Mitte einen Einschnitt oder stumpfen Winkel, dessen Schenkel etwas nach unten convex sind, Zunge vorn und in der Mitte und zu den Seiten mit einem rauhen Plättcheu. Präorbitalbein am vorderen eingebuchteten und geschweiften Rande ganz, am hinteren ab- gestutzten sehr fein gedörnelt, Oberkiefer ganz unter dem Präorbitalbeine verbergbar. Hinteres Nasenloch breit, quer, vom Auge soweit entfernt als vom vorderen. Keine Fettmembran am Auge. Vorderster Theil der Schnauze nackt, doch zeigen sich einige Schüppchen am Präorbitalbeine und hiuten an den Schenkeln des Unterkiefers. 6 vertiefte Striche am Vordeckel, Grube am Zwischenkiefer für den Höcker des Unterkiefers nicht tief. An den Seiten der Brust einige subverticale Striche an den Schuppen. Die Brustflossen reichen nicht ganz bis zur 1, Rückenflosse, sie sind etwas kürzer als der Kopf. Die Stacheln der 1. Rückenflosse ziemlich schlank und biegsam. 2. Rücken- und Afterflosse tief aus-^e- raudet, ziemlich genau gegenüberliegend, von der Höhe der 1. Rücken- flosse. Schwanzflosse tief ausgerandet, mit etwas langen Gabeln. g26 t>r. C. B. Klunzinper: 1. 'ßltf^fi crenilabis. I k., CV., Güuth., Rüpp., Kn. D. 4 1/8— y, A. 3/9, P. VI 6, C. 13—14, L. hit. 40-42, L. tr. 12 bis 13; Höhe 5, Kopf 5, Breite 1V^ (Kopfbreite in der Kopflänge IV2), Auge 4, Stirne V/i''\, Schnauze 1'/^, Päorb. '2, 1. Riickenstachel 2, Schwanz- flosse 5. Die Warzen an den Lippen entwickeln sich oft stärker und läppen sich wieder; die gegen den Rand sind die längeren. Auch hinter dem Rande der Unterlippe finden sich oft Warzen oder lappige Cilien. Der Mund ist doppelt so breit als das Auge. Farbe: Silbrig, gegen den Rücken grau, im Leben daselbst bläu- lich, Brustflossen grünlich-hyalin, Bauchflossen weiss, die übrigen bläu- lich oder grünblau. Oberlippe grauschwarz. Brustflossen am oberen Basiswinkel mit schwarzem Flecken, die ganze Basis innen ist schwarz. Arab. : Arabi (Gattungsname für ^\\c 3Iuyil). Diese Art speciell heisst Geläna, die .Tungen Herri. 28 Cm. Eine der häufigsten Arten. Verbreitung: Nikobaren (Novarareise). Lebensweise (nach Angabe der Fischer): Die Mugilarten leben im Hafen und auf der Klippe, meist schwarmweise, mit Upeneus^ Gerres und andern zusammen. Mit diesen kommen sie auch mit der Fluth gegen das Ufer und kehren mit der Ebbe zurück, das Niederwasser suchend, wohin ihnen die grösseren Raubfische Jiicht folgen können. Die Laichzeit beginnt Ende März und dauert gegen 2 Monate. Nach dieser Zeit erscheinen sie nur in kleineren Trupps bis etwa 10 und sind dann, wie alle Fische nach der Laichzeit, mager und schwach. Im Winter bei starker Kälte und im Sommer bei starker Hitze sollen sie die flachen Korallgruben verlassen und sich in der gleichmässiger temperirten Brandungslinie aufhalten. Weiter als über den Klippenabhang wagen sie sich nicht leicht iu's ofl'ene Meer hinaus. Nie gehen sie in die Tiefe. Man sieht ihre Schwärme oft eine Strecke über dem Wasser hinhüpfen. Diese Fische fressen hauptsächlich Schlamm und Sand (mit den darin enthaltenen organischen Theilen). Nach einem Regen, wenn ein Gebirgsbach sich in das Meer stürzt und viel Schlamm ins Meer bringt, sind sie besonders häufig und sammeln sich im Hafen. Sie grundelu, den Körper horizontal haltend. Diese Fische fassen die Angel nicht und werden nur mit dem Wurfiietze im seichten Wasser gefangen. Das Ringnetz soll nicht viel nützen, da sie über dasselbe hinausspringen, während sie, wenn sie das Wurfnetz über sich fühlen, alle zusammen aufspringen und sich dann im Netze verfangen. Das Fleisch ist gut, wird auch zum Einsalzen benützt. Sehr viele Individuen haben im Munde Schmarotzerkrebse (^Aega). Synopsis der Fische des Rothen Meeres. or»»* ß) Oberlippe nieder (4mal Im Auge enthalten), mit Cilieu die nur unter der Loupe sichtbar sind, an der Unterlippe sind diese ein wenig deutlicher, oft fehlen sie ganz. Muudspalte geradschenklig, stumpfwinklig. Schnauzenrücken nur ganz vorn über dem Lippenrande nackt. Oberkiefer nicht versteckbar. Präorbitalbein am unteren vorderen Rande nicht oder kaum ausgeschweift, kerbig, am hinteren Rande deutlicher gezähnt. Vor- deres Na.senloch der Schnauze mehr genähert. An den Seiten der Zunge je 2—3 schmale längliche Rauhigkeiten. Fetthaut am Auge gering, vorn deutlicher. An den Schuppen der Brustseiten sind einige Striche subver- tical. Die Brustflossen reichen bis unter die 1. Rückenflosse, sie sind von der Länge des Kopfes. Die Rückenstacheln ein wenig biegsam. 2. Rücken- und die Afterflosse ausgerandet, einander gegenüber, vorn so hocli als die 1. Rückenflosse. Die Afterflosse ein wenig höher. Schwanzflosse tief ausgerandet. % ßlitffil seheli. F k. MuLjil axillaris (C V?), B 1 k., G ü u th., Mugil cylindricus (C V ?), Bik., Muail parsia Blk. D.4 1/8, A.3/9, P. I/Iß, C. 14, L. lat. 39-42, L. tr. 12-13, Höhe 5-6, Kopf 5, Breite 1%, Auge 4, Schnauze 1^/^:1, Stirne 2:1, Präorb. 2%, 1.~2. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5, Mund 1%mal breiter als das Auge. Farbe: Silbrig, oben dunkelgrau. Brustflossen gelblich-hjalin, am oberen Basiswinkel mit schwarzem Flecken, innen ist die ganze Basis schwarz. Flossen grau-hyalin, Schwanzflosse mit schwärzlichem H i n t e r r a n d e. Arab.: Seheli. 35 Cm. Verbreitung: Mauritius, Java. (Lst im Mus. Senken b. als Mugil tade bezeichnet). y) Oberlippe nieder (4mal im Auge enthalten), mit feinen, nur unter der Loupe sichtbaren Cilien, an der Unterlippe kaum bemerkbare Cilieii. Mundspalte geradschenklig, recht- bis stumpfwinklig. Pr äo r bi tal beiu deutlich gezähnt und gebuchtet mit gerundetem, bezahntem Hinter- rande. Die beiden Nasenlöcher an Grösse wenig verschieden. An den Rändern der Zunge einige Rauhigkeiten. Keine Fetthaut am Auge Einige wenige schräge Striche an den Schuppen der Brnstseite Die Brustflossen, kürzer als der Kopf, reichen fast bis unter die 1 Rücken- flosse. Die Stacheln der letzteren ziemlich stark, un biegsam massig hoch. Stirne breit und platt. Die Kehlhaut zeigt sich in schmaler' kurzer hinten zugespitzt elliptischer Form. 2, Rücken- und die Afterflosse mit schiefem nicht ausgeschnittenen Rande, die Afterflosse ist der Rücken- flosse etwa.s vorgerückt. Schwanzflosse kaum ausgerandet. 828 Dr. C. B K'lii n zinffer; 3. Mitf/if wai(/H'nsis. Q, G., Blk., Güiitli., Kn., Mugil macrolepidotus Rüjjp., C Y., Caut., Magil melanochir (K. v. Hass.), C V,, Blk. D. 4 1/8, A. 3/8, W 16, L. k.t. 28, L. tr. 10; Höhe 4— 4V4, Kopf 4V2J Breite iVg, Auge 4, Stirjie "2:1, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Riickeu- stachel 2, Schwan zfl. 5. Farbe (nach Rüpp.): Nacli dem Rücken zu meergrün, nach dem Bauche zu .silberfarbig. Längs den Seiten ziehen 3 — 4 grünlich e Strei- fen, veranlasst durch die Querstriche, die sich in der Mitte jeder Schuppe befinden. Alle Flossen schmutzig-grün, gegen den Rand zu schwärzlich. Iris weisslich. ß r u stf 1 os.^e n besonders bei Jüngeren scli w^ärzlich. 16 Zoll nacli Rüpp eil. bb) Die 2 Hälften des Unterkieferhöckers biegen sich nicht nach aussen, und erscheinen daher wie 1 Höcker oder 1 Leiste. Unterlippe dünn, blattartig. of) Oberlippe mittelmässig hoch (4 im Auge), am freien Rande mit kurzen, aber mit blossem Auge deutlich sichtbaren Cilien in 2 — 3 Reihen dicht besetzt, Cilien der Unterlippe kaum mit der Loupe zu bemerken, oder felilend. Die Schenkel der Uippen bilden einen stumpfen Winkel in der Mitte, jeder ist kürzer als das Auge (IV4); der untere Rand der Schenkel der Oberlippe ist etwas nach unten convex. Zunge am Rande mit rauhen Platten. Auge etwas gross. Präorbital bein gebuch- tet, am Unter- und Hinterrand gezähnt. Oberkiefer unter dem Präor- bitalbein nicht ganz versteckbar. Stirn in die Quere fast flach. Nasen- löcher einander genähert, das vordere der Schnauzenfalte etwas näher als dem Auge. Eine hyaline, fettige Masse vor den Augen. Die Kehlhaut tritt zwischen den Unterkieferschenkeln in einer spindelförmigen oder elliptischen Figur zu Tage. Nur der vorderste Theil der Schnauze von den vordem Nasenlöchern an unbeschuppt. Die Brustflossen kurz, kürzer als der Kopf, erreichen die Rückenflosse lange nicht. Diese hat kräftige, uu biegsame Stacheln. 2. Rücken- und die Afterflosse von Höhe der ersten, kaum ausgeschnitten, die Afterflosse ist etwas länger, sie beginnt etwas vor der 2. Rückenflosse. Schwanzflosse wenig ausgerandet, mit kurzen, etwas stumpfen Seitenlappen. Au der Seite der Brust nur wenige schräge Striche. 4. -'MiiyH tafle '^) Forsk. D. 4%— 9, A. 3/9, P. 1/15, L. lat. 35, L. tr. 11, Höhe 5, Kopf 5, Breite 1%, Auge 4, Stirue iY^'A, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5V>. '■') Mugil planicepx CV. ist alinlicli, abur der Kopf flaclier und breiter, die Augen kleiuer. die Oberlippe niederer .die Nasenlöcher entfernter. Synopsis iler Fische des Rotlieu Meeres. 8*^9 Farbe: Silbrig«, oben grauschwarz, im Leben graublau, Brustflossen rötlilich-hyalin, ohne schwarzen Fleck oder Strich an der Basis. Hin- terer Rand der Schwanzflosse schwärzlich. Flossen grün- und grau- hjalin. Arab.: Täde. ^26 Cm. Verbreitung: Rothes Meer. ß) Oberlippe massig hoch (4 im Auge), aber mit langen Schenkeln, die länger als das Auge sind, einen nach unten leicht concaven Rand haben und vorn in einen spitzen oder stumpfen Winkel zusammenlaufen. Die platte Unterlippe bildet ebenfalls einen spitzigen Winkel, wird aber von der Oberlippe vorn überragt. Beide Lippen am Rand und da- hinter dicht bewimpert, die Wimpern sind an der Spitze gelb. Zunge glatt. Eine tiefe Grube vor dem Voraer. Oberkiefer nicht ganz versteck- bar. Vorderer Rand des Präorbitalbeins nicht gebuchtet, mehr weniger deutlich gezähnt, sein hinterer abgestutzter Rand meist unge- zähnt. Nasenlöcher von einander entfernt, vorderes dem Schnauzenabsatz viel näher als dem Auge. Die Kehlljaut zeigt sich in gestreckt elliptischer, vorn gerundeter, In'nten lang zugespitzter Form. Koj^f in die Quere fast flach. 5) vertiefte Striche oder läicken am Vordeckel. Augen zum grössten Theil von einer hyalinen, gelatinösen Haut überzogen. Einige wenige Striche an den Seiten der Brust schräg. Brustflossen etwas kurz, viel kürzer als der Kopf, sie erreichen die Rückenflosse nicht. Die Rückenstacheln istarr, mittelmässig stark. 2. Rücken- und die After- flosse ausgerandet, die Afterflosse um ein weniges länger und früher be- ginnend. Schwanzflosse massig ausgerandet. 5. '^Mugil oenr. Fk., Rp. (Ren. Valent.), Magil cephalotus CV., Cant., Gth., Eyd. et Soul., Mugil japonicus F. japou.. Rieh., Blk.. Mugil macrolepidotus Rieh, (nee autor.). D. 4 1/8, A. 3/8, L. lat. 42, L. tr. 13, P. 1/16, Höhe 5, Kopf 5, Breite 1^^, Kropfbreite ly^, in seiner Länge entljalten. Auge 3V4, Stirne ly, :1, Schnauze 1, Präorb. iy2, 1. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Farbe: Silbrig, oben blaugrau. Die Basis aller Schuppen, ausser derer am Bauch, bräunlich betüpfelt, wodurch bräunliche Längslinien entstehen. Flossen grüngrau hyalin, Bauchflossen weiss. Brustflossen gegen den Hinterrand zu schwärzlich, letzterer selbst hyalin. An der Basis dieser Flosse aussen^ steigt ein schiefer schwarzer Strich herab. Arab.: Oür. 26 Cm. Verbreitung: Bis Japan. y) Oberlippe ziemlich hoch (t^/i — 3 im Auge). Keine Cilien an den Lippen bemerkbar (wenigstens an den vorliegenden % kleinen Exemplaren Bd. XX. .ibhandl. ^Qg g30 ^^ ^' ^ Klunzinger: im Mus. Senkeub.). Die Winkel der Lippenhälften sehr stumpf, und diese Schenkel sind etwas kürzer als das Auge. Vorderer Rand des Präorbital- beines sehr leicht gebuchtet, gezähnelt; ebenso der hintere Rand "). Keine Fetthaut am Aug-e. Viele Striche an der Brust vertical. Rückenflosse massig biegsam. Brustflosse kürzer als der Kopf (? ist bei den vorliegenden Exem- plaren nicht yoUständig). 6. Muyil ctinesius CV. (?), Rp. Farbe: Wie gewöhnlich weiss, oben grau. Brustflossen ohne schwar- zen Basalfleck oder Strich. b) Oberlippe am untern Rand und an den Seitenwinkeln in manch- fache Lappen zerschlitzt. Unterlippe in der Mitte breit, ausgerandet, ohne merklichen Mittelhöcker oder Kiel. 7. ''Mngil iahiosus CV., Blk., Gth. D. 4 1/7—8, A. 3/9, P. 15, L. lat. 35, L. tr. H, Höhe 4%, Kopf 5, Breite IV^, Auge 4, Stirne 2:1, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Rückenstacbel 2V4, Schwanzfl. 5V4, Kopf breite IV4 in der Kopflänge. Körper massig lang, Bauch couvex. Stirne in die Quere schwach convex. Der Mund liegt hinter der Schnauze oder Oberlippe zurück. Na- senlöcher einander genähert, vom Auge etwas entfernt. Ausschnitt am Präorbitalbein ausserordentlich tief; der Hinterrand dieses Knochens ist abgerundet und gezähnt. Die Oberlippe ist dick, fleischig, convex, vertical oder etwas rückwärts gerichtet; ihre Höhe ist 2V2 im Auge und 3 in ihrer eigenen Breite. Ihr unterer, beiderseits etwas ausgeschweifter Rand ist mit kurzen, spitzigen Läppchen besetzt. Unter und hinter ihr, vor dem Vomerhöcker, findet sich jederseits von der Mittellinie eine quere, mit Papillen besetzte Hautfalte. Aehnliche, blättchenartig vorstehende, schmä- lere und breitere, mit kurzen spitzen Papillen besetzte Falten stehen, 2 — 4 an der Zahl, terrassenförmig am Mundwinkel über einander. Die Unterlippe ist flach, an den Seiten ebenfalls papillös ciliös, Zunge gegen die Mitte mit rauhen Längsplättchen. Der Oberkiefer ragt hinter dem Präorbitalbein vor. Sichtbarer Theil der Kehlhaut schmal elliptisch, fast linear. Unterkiefer schuppenlos, Schnauze nackt. 6 Striche am wenig aus- gezogenen Kiemendeckel. Keine Fetthaut am Auge. An den Schuppen der Brust wenige, etwas schräge kurze Striche. Spornschuppen meist kurz, besonders die über den Brustflossen wenig ausgesprochen. Brustflossen von Länge des Kopfes, erreichen die 1. Rückenflosse nicht. Die Stacheln der letzteren kurz, stark, nicht biegsam. 2. Rückenflosse etwas höher als die 1.; sie ist, wie die Afterflosse, etwas ausgerandet. Letztere ist länger '•■•) Die Schuppenlosigkeit des Kiemendeckels, die Rüppell erwähnt, ist jedenfalls durch Auäfalleu dcf hier sehr abfälligen Schuppen bedingt. Synopsi; der Fische des Rotben Meeres. go « als die 2. Rückenflosse und beginnt weiter vorn. Schwanzflosse schwach ausgerandet. Farbe: Wie gewöhnlich silbrig, oben blaugrau. Flossen grau. Brust- flossen am oberu Basiswinkel mit kleinem schwarzen Flecken, die Basis innen selbst nicht schwarz. Schwanzflosse gegen den Rand schwärzlich. Arab.: Abu Kscheri. %% Cm. Nicht sehr häufig. Verbreitung: Indischer Archipel. Bei Jüngeren (10 Cm.) sind die Papillen au der Oberlippe noch nicht vorhanden. Die Hautfalte darunter erscheint wie eine durch eine Furche abgetrennte untere Abtheilung der Oberlippe, und diese ist be- wimpert. Die Seitenfalten sind wenig entwickelt. So beschreiben CV. ihren Mugil labiosus '•'). Gattung: Myxus Gth. Mund schief, länger als breit, longitudinal. Deutliche spitzige Zähu- chen in einer Reihe, wenigstens im Zwischenkiefer, oft auch im Unter- kiefer und am Gaumen. Unterkieferrand scharf. Schuppen cycloid, con- centrisch gestreift bis au den Rand. Keine Spornschuppen neben den Flos- sen. Kopf grösstentheils beschuppt. 1. ''Myxus superficialis Klz. D. 4 1/8, A. 3/8, L. lat. 43—45, L. tr. 13, Höhe 47^, Kopf 47^, Breite 1%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze \^/^^ Rückenst. ^Vi, Schwanzfl. 6V2- Körper gestreckt, compress, Kopfprofil etwas convex. Stirne auch in die Quere etwas convex, kaum breiter als das Auge. Schnauze kurz, im Profil etwas spitz, sonst stumpf, bogig. Der Oberkiefer reicht etwas über den vordem Augenrand hinaus. Präorbitalbein nicht gebuchtet. Der hintere Theil seines Vorderrandes, der in den Hinterrand ununterbrochen übergeht, mit ziemlich langen Zähnen besetzt. Lippen dünn. Zwischen- kiefer mit einer Reihe deutlicher, rückwärts gekrümmter, gelbspitziger Zähne. Unterkiefer spitzwinklig; sein scharfer, etwas convexcr Rand ist leicht umgebogen und trägt feine Zähuchen, die oft etwas nach aussen, doch nicht abwärts gerichtet sind; in der Mitte vorn ist daselbst ein Höcker. Vordeckel fast rechtwinklig. Die Schuppen haben meist einige Läng-s- fältchen. Die 1. Rückenflosse in der Körperhälfte (ungerechnet die Schwanz- flosse) inserirt; ihr 2. Stachel nicht kürzer als der 1. Die \. Rückenflosse beginnt über dem 2. Drittel der Afterflosse. Die Brustflossen haben Va der Kopflänge. Schwanzflossen ausgerandet. Flossen nicht beschuppt. Farbe : Silbrig, am Rücken dunkelviolett, Flossen hyalin. 3. Cm. In Korallgrubeii, auf der Oberfläche des Wassers herum- schwimmend. Ist ähnlich den M^x. curvldens CV., aber verschieden. *) Mugil carinatus wird von CV. als aus dem R. M. stammend aufgeführt. Die Etiquelte an den Originalexemplaren von Ehrenberg im Mus, Berol. besagt aber, dass dieser Fisch aus Alexandrien ist. 105* g^C) Or. C. B Khinzinger: 2. '^ßlyccus trimacnlntas Klz. D. 3/8, A. 3/9, Höhe 4%— 5, Aiigo 'i, Stiriie l'/^, Schnauze %. ])em vorigen ähnlich. Die Stirne ist Jlacher und breiter, die Rücken- flosse hat nur 3 Stacheln. Zähne schwach, aber deutlich. Farbe: Rücken grau, oben mit 3 weisslichen Flecken, von denen der J. am Nacken, der %. vor der 1. Rückenflosse, der 3. unter der 2. Rückeuilosse liegt. Grösse ly^ — 2 Cm., kommt mit dem vorigen zusam- men vor. II. Üntert'aiuilie: Atherinini dÄtherinidae Gth.). Wirbel sehr zahlreich, mehr als 24. Vordere Rückenflosse mit mehr als 4 Stachehi. Mund mehr weniger longitudinal, etwas schräg. Zähne schwach. 6 Kiemenliautstrahlen. Afterflosse nur mit 1 Stachel. Gattung: Atheriiia Art. Gestalt subcylindrisch oder etwas compress, Schnauze stumpf. Kiefer mit schwachen Zähnchen in einer Binde, die im Unterkiefer nach und nach zu einer Reihe sich verschmälert und im Zwischenkiefer seitlich auch über die vordere oder äussere Fläche sich verbreitet. Vomerzähne in einer queren bogigen Binde. Gaumenzähne, wenn vorhanden, nur wenige, vorn. Zwischenkiefer vorstreckbar. After von der Afterflosse entfernt, zwischen Bauch- und Afterflosse. Schuppen am freien Theil glatt und ganzrandig, etwas durchsichtig', nur am vordem Theil quergestreift und statt der Längsfalten oder Radien daselbst einige Vorsprünge oder Zacken. Sie sind ziemlich gross. Der Kopf erscheint l is auf den Vertex unbeschuppt. Schup- pen der Seitenlinie je mit einem runden Porus, welcher aber an den vor- dem (etwa 9) Schuppen fehlt. Stacheln der 1, Rückenflosse sehr dünn, die Flossen sind unbeschuppt. Spornschuppen nur über den Bauchflossen. Zunge frei, glatt, Zungenbein aber gezähnelt. Der vordere Kiemenbogen oben mit langen rechenartigen Zähnen, die andern mit kurzen Zähnchen bewafi'net. Augen gross. Kopfknocheu zum Theil sehr lacunös. Kiemen- deckellappen vorstehend. Nur i Nasenloch sichtbar, klein, rund, hinter dem Schnauzeuabsatz. 1. Rückenflosse etwas weit hinten inserirt, etwa in der Körperhälfte. 2. Rückenflosse der etwas längeren Afterflosse gegen- über. Schwanzflosse ausgeschnitten. Schwimmblase gross, weit zurückrei- chend. Keine Blinddärme. cf) Körper compress. Die Apophyse des Zwischenkiefers sehr kurz, sie steht knopfartig vor. Schenkel des Unterkiefers gegen hinten ohne aufsteigenden Fortsatz. Die 3eckige Stirnleiste oben nicht flach, sondern etwas in die Quere gewölbt. Der Oberkiefer reicht bis unter die Hälfte Synopsis der Fische des Rothen Meeres. §33 des Auges. Der After zwischen den Spitzen der Bauchflossen, und eine kurze Strecke hinter dieser Höhe beginnt die 1. Rückenflosse. Gaumen- zähne vorhanden. 1. '' Äther ina pinguis. Ätherina hepsetas Y k. (necLinne), Äther, pinyiäs h?ic.^ Blk., Gth., Steind., Äther, affonls Benn., Äther, pectoraits CV., Rp., Äther. Forskdln., Rp.-), Gth. D. 6 1/9, A. VI 3, P. 1/15, C. 17, L. lat. 40, L. tr. 2/4, Höhe ^% bis 6, Kopf 472, Breite IV^, Auge 2V2, Stirue 1, Schnauze 2, Präorbital- bein vorn 2, hinten 4 — 5, 1.— 2. Riickenst. 2V4, Schwanzfl. 0V2, Breite des Kopfes in seiner Länge iy2. Kopi'profll leicht parabolisch. Stirne und Sclmauze in die Quere fast flach, uneben; es zeigen sich nämlich 5 Längserliabenheiteu, eine iiiitlli.re 3eckige, welche mit der Spitze bis zum Niveau des vorderen Augenran- des reicht, beiderseits davon eine wenig vorspringende etwas hin- und hergebogene Leiste von der Stirnmitte bis zum Nasenloch, endlich jeder- seits eine äussere, die gegen vorn vom obern Augenrande entspringt und, die Schnauze seitlich begrenzejid, von beiden Seiten etwas convergircnd, bis gegen das Nasenloch zieht. Ober- und Zwischenkiefer sehr schmal. Unterkiefer vorn abgerundet mit etwas erhobener Symphyse. Der Vor- deckel hat vor dem eigentlichen Rand einen vorderen, sehr vorspringen- den, über dem A\ inkel tief gebuchteten Rand, was mit dem lacunösen Bau der Kopfknochen zusammenhängt. Der freie Theil der Schuppen ist nicht ganz 3mal höher als lang. Die 2. Rückenflosse ist viel höher als die 1., sie beginnt über dem 1. Drittel der Afterflosse. Bauchflossen kürzer als der Kopf, erreichen die Rückenflosse lange nicht. Die Hälfte der Bauch- flossen liegt unter der Spitze der Brustflosse. SchAvanzflosse gabiig. Farbe: Weiss bis silberfarbig, Rücken graubraun. Die Schuppen daselbst schwärzlich punktirt, besonders je an der Basis, wodurch dunkle Langsstreifen entstehen, einer in der Mitte und zwei an den Seiten des Rückens. Die Schuppen der Seitenlinie oft mit einer senkrecht welli- gen Linie durch Aneinanderreihung schwarzer Pünktcheji. Durch die Mitte der Körperseiteu zieht eine breite, glänzend silbrige Längsbinde oben schön blau gesäumt. Sie nimmt die 3. Schuppenreihe ein, wo auch die Punkte der Seitenlinie sind, und die angrenzende obere Hälfte der 4. Reihe. Hinterer Theil der Stirne, vorderes Ende der Schnauze und Kinn schwärzlich. Bauch- und Afterflosse weiss hyalin, die andere^ etwas schwärzlich. Brustflossen vor der Spitze schwärzlich oder mit *) Ich kann keinen unterschied an der Aih- Forskalii finden, weder in der Färbung, denn die ßnistflossen sind bald mehr dunkel pigmentirt, bald liaben sie einen deutlichen Fleck, noch in der Stellung der Rückenflossen, worin nach Günther der Unterschied liegen soll, der iiberdiess sehr unklar ausge- drückt ist. QQi Dr. C. B. Klurizinger Synopsis der Fische des Rothen Meeres. schwarzem Fleck. Leber dem Auge oder in der weissen Iris ein schwarzer Fleck. Arab. : Kaschklisch, nach Forsk: Balama. 10 — 15 Cm. Sehr gemein^ stets im Hafen in grossen Schwärmen. Sie sind die gewöhnlichste Lock- speise. Sie werden weder frisch gegessen, noch eingemacht, wie die ihnen im Allgemeinen etwas ähnlichen Sardellen. Man fängt sie mit dem fein- maschigen Netz, das auch wohl bälamTe heisst. Die grossen unterscheidet der Fischer als abu ras (der Fisch mit dem [grossen] Kopf), sie sind aber keine besondere Art. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis Neu- holland. /?) Körper fast cylindrisch, kaum compress, schlank. Apophyse des Zwischenkiefers lang, leistenartig vorstehend, reicht bis in die Querlinie des vordem Augenrandes. Schenkel des Unterkiefers gegen hinten mit hohem, aufsteigendem Fortsatz. Die Seckige Stirnerlia- benheit oben flach. Der Oberkiefer reicht etwas über den vordem Augen- rand. Der After liegt hinter den Spitzen der Bauchflo.^sen, und unmittel- bar hinter der Afterhöhe beginnt die I.Rückenflosse. Keine Gaumenzähne. % '^Aiherina cylindrica Klz. D. 6 1/9, A. 1/12, F. 17, L. lat. 42 — 45, L. tr. 6 (ohne die unpaaren Schuppen), Höhe 6y2 — 7, Kopf 5, Breite l'/*? Auge 2%, Stirne 1, Schnauze iVi, 1. Rückenst. ly^, Schwanzfl. 6, Kopfbreite 2 in der Kopflänge. Rücken mit schwarzbraunem Fleck an der Basis der Schuppen und darauf weissblaueu Punkten. Bauch weiss, mit bläulichem Schimmer. Ueber die Seiten zieht eine silbrige, oben schön blau gesäumte, nicht sehr breite Läugsbinde. Am Auge ein schwarzer, nicht sehr deutlicher Fleck. Brustflossen vor der Spitze schw^ärzlich. (Ist also in der Färbung kaum von Ath. pinguis verschieden.) Arab.: Wäsafa Kasäb. 10. Cm., selten grösser. Mit Äther, plnguis zusammen, jederzeit gemein. Synopsis der Fische des ßotheii Meeres. Von Dr. C. B. Klunzingrer. II. Theil.i) CSchluss.) Vorgelegt in der Jahressitzung vom 5. April 1871. Familie: Scomberoidei Cuv. 2) Enthält Fische von zum Theil weiter geographischer Verbreitung, meist gute Schwimmer; sie leben im offenen Meere uud im Hafen, fast nie auf der Klippe. Gruppe: Scombrini Gth. (exe Echeneis.') Gattung: Scomber (Art.) Cuv. a) Schuppen mittelmassig, Zähne sehr schwach, cilienartig; keine am Vomer und Gaumen zu bemerken. Zwischenraum zwischen beiden Rückenflossen klein, etwa der Hälfte der \. Rückenflosse entsprechend, Zunge gerundet, Schwanzflosse mittelmässig. 1. "^'Scomber Kanagurta. (Russ. 136), Guy., CV., Rp., Blk., Pet., Kn., Gth., Day. Stein- dachn. (1868). Scomher chrysozonus Rp. Gth. ^) Ich habe diesen H. Theil meiner Arbeit in mehrfacher Beziehung etwas kürzer gefasst, namentlich bei bekannten Arten. Auch habe ich von Auseinander- setzung der Familien- und Gattungscharaktere vorderhand Abstand genommen. Ich will überhaupt diese Arbeit bloss als vorläufige betrachtet wissen, die später an Ort und Stelle fortgesetzt werden soll, da ich mir die Erforschung der Fauna des Rothen Meeres zur Lebensaufgabe gemacht habe. Ich erfülle hiermit noch nachträglich die angenehme Pflicht, den Directoren der Stuttgarter und Berliner Sammlung, v. Krauss und Peters, sowie der Senken- bergischen Gesellschaft in Frankfurt meinen besten Dank abzustatten für die äusserst liberale Weise, mit der sie mir die Benützung ihrer Sammlungen gestatteten. ^) Vergl. über diese Familie Kner. Novarareise S. 149. dessen Ansichten ich beipflichte Bd. .XXI. Äbhaiidl. 5ij ^^0 Dr. C. B, Klunzinger: ich halte Sc. Kanagurta und chrysozonus für eine Art. Es g*ibt zwar eine schlankere Form (Uölie 4V^), deren Kopflänge etwas grösser ist als die Körperhöhe, und eine kürzere (Kopflänge gleich Körperhöhe, nämlich 4}*); diese Formen g*ehen aber vielfach ineinander über. Auch die Färbung gibt keinen Unterschied . Manche Exemplare im Mus. Senkenb. entsprechen der Färbung nach dem Sc. chrysozonus (Längsstreifen), der Form nach dem Sc. Kanagurta. D. 10 VH V, A. 1/11 V, C. 17, L. lat. gegen 150, Breite 2, Auge 4V2, Schnauze iVj, Präorb. IV3. Stirne 1, 2. Rückeust, 1%, Schwanzfl. SVj« Am Auge ein vorderes und hinteres Lid, das vordere vorn ge- latinös. Farbe: Rücken grünblau, metallisch schimmernd, sonst silbrig fleischfarbig. Unter der Basis der 1. Rückenflosse jederseits ein blaues Längsband mit schwarzen Tropfen. Rückengegend mit 2 — 3 Längsreihen schwarzer Tropfen und darunter einige grünbrauue Längsbänder. Hinter den Brustflossen 1 — 2 schwärzliche runde Flecken. Kopfrücken zwichen den Augen grün- oder blaugrau, schwarz gefleckt. Kopf sonst silbrig; hinter dem Auge jederseits 2 elliptische tombakschimmernde Flecken. Iris silbrig. Flossen hyalin, 1. Rückenflosse und Schwanzflosse schwarz gerandet. Arab,: Bägha. 28 Cm., erscheint periodisch. Diese Fische schwim- men in Schwärmen von Hunderten unter der Oberfläche des Wassers hin und her. Wenn sie tiefer gehen, sollen sie die Kiemenöfi'iiung schliessen? (Der Ausschnitt am Kiemendeckel oben scheint hier ins Spiel zu kommen). Das Fleisch hat einen eigenthümlich säuerlichen, citronartigen Geschmack; es wird gern gegessen; indess beobachtete ich einmal von dessen Geuuss starkes Erbrechen und Abführen. Verbreitung: Ueber den ganzen indischen Ocean und in Ostafrika. 6) Schuppen klein, Zähne sehr deutlich, verhältnissmässig stark, auch Gaumen und Vomer bezahnt. Zwischenraum zwischen beiden Rücken- flossen gross, der Länge der 1. Rückenflosse entsprechend, und daselbst zeigt die Rückeillinie eine Reihe kurzer Längsleistchen. Zunge spitzig. Schwanzflosse klein. Körper sehr gestreckt, nieder. 2 . " Scomher Jan esaba. Blk., Gth. Scomher pneumatophorus minor F. jap- D. 111/11 V— VI, A. 1 1/10 V— VL Höhe 6%, Kopf 3%, Breite 2, 2. Rückenst. 1%, Auge 3%^ Schnauze iV^il, Stirne IV4, Schwanz- flosse 7—8. Rüppell gibt für Sc. chrysozonus an; Höhe 4 CSeite 39) und Kopf- länge 3V2 ^^ *i^^* Körperlänge (off'enbar die Schwanzflosse nicht eingerechnet). 2) Ich finde immer 10, nicht 9 Rückenstachelu. Der letzte ist nur sehr klein und verborgen. Synopsis der Fische (les Rotlieo Meeres. a^o färbe: Rückeu blaugrüu, mit schwärzlichen, oben meist von beiden Seiten verbundenen Querweilen. Seiten und Bauch silbrig*. Unter der Sei- teulinie grünliche Flecken. Zwischen den Augen eine schwarze Querbinde. Schnauze etwas hell. Flossen hyalin, Bauch- und Afterflosse weisslich. Arab.: Djeddaba bijähi. Zeitenweise in grossen Schwärmen. (In Jembo sollen sie ständig sein?) Schwimmen schnell, fassen kleine Clu- peoiden. Bei Nacht sollen sie aus dem Hafen gehen und am Morgen wie- der kommen. Gut zum Essen, Fleisch nicht säuerlich. 8 — 15 Cm. Verbreitung: Indischer Archipel, Japan. Neu für das R. M. c) Schuppen klein. Zwischenraum zwischen beiden Rückenflossen klein. Schwanzflosse klein. Körperhöhe 4V2. 3. Scomber microlepidolus. Rp., Cant., Gth., Playf.-Gth, Kn. Nach S teiudachner (Wiener Sitzungsb. 1868) wäre diese Art nur die Jugend von Scomher loa C V. - 4 Zoll. Gattung: Thynnus (Cuv/J CV. ''Thynnus bUineatus. Rp. Gth. TA. hicarinatus Q. G. D. 12 1/10 VI, A. 1/11 VI. Höhe 6, Kopf 5. Farbe: Oben bläulich, Bauch silbrig, Deckel und Brust nach Rp. grünlich. Flossen röthlich grau. Spitzen beider Rücken- und Brustflossen und der Schwanzflosse schwärzlich. Zähne röthlich. Arab.: Qamle (Laus), 50 Cm. Selten. Frisst kleine Clupeoiden und Scopeliden. Das Fleisch ist nicht schlecht, liat aber einen eigenthümlichen unangenehmen, wie ranzigen Geruch. Verbreitung: R. M. Gattung: Pelamys CV. Hat keine Zähne am Vomer, sonst wie Thynnus^ ist mehr nur als Untergattung zu betrachten. '^'Pelamys nuila. Thynnus unicolor Rp. (nee Geoffr.) Pelamys nuda Gth, D. 14 1/12-13 VII (nach Rp. VI), A. 3/10 VII, P. 26, Höhe 4V3 — 5, Kopf 4V47 Auge 5, Brustflosse öV^ — 7 in der Körperlänge. Unterscheidet sich von Fei. unicolor Geoffr. durch längere Brust- flossen (dort 9 in der Körperlänge) und andere Strahlenzahlen', der „Brustgürtel" ist ferner bei Pel. unicolor sehr klein beschuppt, bei P. nuda nicht nackt, sondern mit ziemlich grossen, meist lancettförmigen, 56 * lit Dr. C, B. Klun zin^er: Schuppen besetzt, die aber von einer Haut überzogen sind. Auch Nacken, Wangen und Seitenlinie sind in ähnlicher Weise beschuppt. Nach der Abbil- dung in Descr. Egypte würde die I.Rückenflosse bei Pel. unicolor Geoffr. weit von der 2. entfernt bleiben, bei Pel. nuda stossen beide Rücken- flossen fast zusammen. Rüppell sagt, diese Art habe aufl'allenderweise keine Blinddärme. Ich finde aber, dass der Pylorus von einer grossen Drüse umgeben ist, die aus einer Menge verwachsener Blindschläuche besteht. Diese Drüse ist mit der dünnen Leber verwachsen, und wahrscheinlich sah sie Rüp- pell für einen Leberlappeu au. Farbe: Rücken violettschwarz, Seiten und Bauch silbrig. Bauch- flossen dunkelblau, 1. Rückenflosse grau, die andern Flossen bräunlich, mit schwarzem Rande. Spitzen der Rücken- und Afterflosse milchweiss, Afterflösschen weiss, Rückenflösschen schwarz. Iris silbrig grau. Arab: Moäkaba. 1 — 120 Meter lang. Selten, einzeln, im hohen Meere, meist tief, kommt selten herauf. Frisst als Lockspeise Clupeoiden und kleine Sphyränen. Fleisch geschätzt. Verbreitung: R. M. Gattung: Cybiam Cuv. '^Cyhium Commersonii. Scomher Commersonii Lac., Cyh. Commerson. Cuv., Rp., CV., Rieh., Cant., Playf.-Gth., Gth., Day^ Cybium Konam (Russ. 135) Blk. Kn. (hat etwas kürzeren Unterkiefer, sonst gleich). D. 16 2/14 X, A. 3/14 IX-X. Höhe T/^,, Kopf 572. (Alte Thiere mit über die Membran fadenförmig verlängerten Rückenflosseustrahlen .) Farbe: Oben blauschwarz, untere Körperhälfte silbrig. Rücken und Seiten (auch beim lebenden Fisch) mit länglichen, schwärzlichen queren Binden und Flecken. Flossen bläulichgrau bis gelblich. Arab.: Doräq. 1 Meter (kommt nicht kleiner als 70 Cm. vor). Zeit- weise, besonders im Früh- und Spätjahr, kommt dieser Fisch ziemlich viel auf den Markt. Er ist ein gefrässiger Raubfisch und lebt mehr im hohen Meere, kommt aber auch in den Hafen, nie auf die Klippe; er hält sich mehr an der Oberfläche des Wassers auf. Meist findet man mehrere, 5 — 6 zusammen. Wenn er einen Fischschwarm sieht, so erzählen die Fischer, lauert er von weitem auf, stürzt dann mit Blitzesschnelle auf denselben los (schiesst auch oft von der Tiefe herauf) und beisst rechts und links rasch die Fische mit seinen scharfen Zähnen entzwei, ohne sie noch zu verschlucken. Dann entfernt er sich einige Schritte weit, kommt wieder und liest die im Wasser schwimmenden Stücke nach und nach auf. Die Lockspeise muss bei dieser Art in lebendigen oder Synopsis »^er Fische dt» Rotben Meeres. ^^5 wenigstens scheinbar lebendigen Fischen bestehen, daher die Fischer die Lockspeise hinter ihr schnell vorwärts segelndes oder ruderndes Boot spannen. Sehr oft boisst der Fisch die Angelschnur ab; er scheint aber sehr vorsichtig zu sein und zum 2. Male nicht wieder auzubeissen, da man selten einen solchen Fisch mit einer Angel im Rachen erbeutet. Nach dem Einfangeu wird das Thier sofort erschlagen. — Das Fleisch ist gut, auch die Eierstöcke, die Leber aber schlecht; das Essen der letzteren soll eine Abschilferung der Haut zur Folge haben? Verbreitung: Indische Meere. Ost- und Südküste von Afrika. Gattung: Naucrates (Rafinesque) Cuv. -'Naucrates iluctor. Gasterosteus ductor Linne, Scomber ductor Bl., Naucrates ductor CV., Gth. (V. Syn.), Naucrates indicus CV., Less,, Rieh., Kn. D. 5 V28, A. 2 1/17, P. 1/18, Höhe 5, Kopf 4*/«, Auge 4, Schnauze 1, Breite 2, Schwanzfl. 6. Ich bekam nur 1 Exemplar, das dem N. indicus CV., Kn, ent- sprechen würde (nach Strahlenzahl und Dimensionen). Nach Kner soll N. indicus eine etwas längere, weniger stumpfe Schnauze haben als N. ductor? nach CV. der Körper dicker, die Schnauze gewölbter, das Auge kleiner sein. Ich finde keinen wesentlichen Unterschied, Auch die Fischer in Koseir bestätigen die bekannte Angabe, dass der Lootsenfisch ein Gefährte der Haifische sei, indem sie mir erzählten, letztere werden oft yon kleineu Fischen umschwärmt, , besonders einem, der dem abu huschet (^Glyphidodon saxatilis^ ähnlich sei." Verbreitung: Ueber alle Meere der gemässigten und Tropenzonen. Neu für das R. M, Gattung: Elacate Cuv. ''Elacate nigra. Scomher niger BL, Elacate pondericia na CV., Rp., Elac. motta (Russ. 153) CV., Blk., Elac. nigra Gth., Playf.-Gth., Day (vergl. Sy- non. Gth.). D. 8 2/30—31, A, 1/21—22 (so bei meinem Exemplar, diese Strah- lenzahlen wechseln sehr, S. Gth., ohne dass daraus wohl je eigene Arten begründet werden dürften). Die Schwanzflosse ist bei Jungen abgestutzt, bei Alten concav; der untere Lappen ist kürzer. Der Körper erscheint von den kleinen spitzen Schuppen rauh, Farbe: schwarzbraun, Bauch, Brust und Kehle gelbgrau, Arab.: Fätle. I'IO Meter lang. Selten (nur 1 Exemplar). Verbreitung: Ostafrika, Indischer und (west-) atlantischer Ocean, 4^0 Dr. C B Klunzingcr: Gruppe: Echeneini. Echenoidti (Discocephali) Blk. Die Echeneis haben soviel Abwei- cheudes, dass sie verdienen, wenigstens als eigene Gruppe unter den Scomberoiden dazustehen (vergl. Kner). Gattung: Echeneis (Art.) Cuv. '^Echeneis naucrates L. (Russ. 49) Gth. (V. Synon.), Echeneis vittata Rp. I. D. (Kopfscheibe) 23—25, II. D. 33—37, A. 34—38, Höhe 44, Kopf 5y4, Breite 8 — 9 : 1, Auge 7V2) Länge der Kopfscheibe ^^/^ in der Körper- länge, Breite derselben 'i}/^ in ihrer Länge. Farbe: Grauschwarz oder braun mit breiter schwarzer, oben und besonders unten weissgesäumter Längsbiude, von der Schnauze durch das Auge zur Schwanzflosse. Rücken-, After- und Schwanzflosse bei Jungen weissgerändert, bei Aeltereu nur mit weissen Spitzen, bei Erwachsenen ganz dunkelbraun bis schwarz. Brustflossen schwarz. Arab.: Qeda, auch Talka. 40 Cm. Meist an Haifischen angesaugt, welche oft ganz von ihnen bedeckt sind. Doch schwimmen sie auch allein im hohen Meer und im Hafen. Werden nicht gegessen. Verbreitung: lieber alle Meere der gemässigten und helssen Zone. Gruppe: Coryphaenini Gth. Gattung: Coryphaena (Art.) Cuv. '^Coryphaena hippurus (Rondel.) Linue. Gth. V. Syn., D. 60, A. 26, Höhe (vor den Brustflossen) 7 — 8, Kopf 7-8, Breite 2— 2V2, Auge 5. Aeltere und Jüngere haben ein sehr verschiedenes Aussehen. Meine Exemplare unterscheiden sich in nichts von denen des Mittelmeeres. Das Kopfprofil ist bei Aelteren fast vertikal und macht mit dem Rücken einen fast rechtwinkligen Bogen , bei Jüngeren ist es parabolisch und der Nacken ist niederer. Die Rückenflosse beginnt bei Alten über der Mitte der Augen, bei Jüngeren über dem letzten Viertel des Auges. Die After- flosse beginnt etwa unter dem 36. Rückenstrahl, Farbe: Blaugrau bis meergrün, gegen den Bauch citrongelb. Iris gelb. Rückenflosse duukelmeergrün, die andern Flossen gelblich. Schwanz- flosse mit schwärzlichen Rändern. Bauchflossen au ihrer Uuterfläche gelb, an der oberen schwärzlich. Arab.: Hosän (Pferd). Selten. leO Meter. Verbreitung: In allen warmen Meeren, auch im Mittelmeere. Neu für das R. M. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 447 Gruppe: Lichüni QLichioidei Blk.). Schliesseu sich nahe dem Scomber an. Günther stellt sie unter seine Carangiden. Gattung: Chorinemus CV. a) Körper massig hoch, elliptisch. Kopflänge geringer als die Kör- perhöhe. Schuppen deutlich, lanzenförmig zugespitzt, massig lang, am Grunde etwas verengt, ihre Fläche gegen den vorderen Grund concay. Schnauze von der Länge des Auges. Der Oberkiefer reicht fast bis zum hinteren Augenrand und ist hinten schräg abgestutzt und daselbst wenig hoch. 2. Rücken- und die Afterflosse mit massiger vorderer Erhöhung (diese 2V2 ^^ ^^^ Körperhöhe). 4. '^Chorinemus toloo. CV., Blk., Gth. (Russ. 137), Lichia toloo par ah Rp-, Cho7'in. tolo und toi Rüpp. Cat. Senk. D. 7 1/19—20, A. 2 1/18, Höhe 4%— 47^, Kopf 5V2-5%, Breite Sy^, Auge 4, Stirne IV4, Schnauze 1, Präorb. 3, Schwanzfl. 4Vi. Die Seitenlinie bildet vorn einen oder einige Winkel, unter dem 5. — 6. Strahl der 2. Rückenflosse wird sie horizontal. Die Oberkieferlänge ist 1^4 bis IV5 in der Kopflänge enthalten. Im Zwischenkiefer eine äussere Reihe ziemlich kleiner conischer oder hecheiförmiger Zähne und eine innere Binde kleinerer, ähnlicher, die vorn breit ist, nach hinten rasch sich verschmälert und hier eine wenig deutliche innere Reihe bildet. Im Unterkiefer finden sich 2 durch einen ziemlich breiten Zwischenraum ge- sonderte Zahnreihen, die äussern Zähne sind stark nach auswärts geneigt, aber einwärts gekrümmt. Die inneren zeigen vorn mehrere Reihen und 1—2 der vordersten Paare derselben sind fast hundszahnartig (diese Zahnbildung finde ich auch bei den folgenden Arten. Kner hält sie für charakteristisch bei Chorin. lysaii). Farbe: Silbrig, fettig glänzend, oben blaugrau. An den Seiten des Rumpfes 6 — 7 undeutliche, schwärzliche, bei Reflexlicht silbrige Flecken, meist je 2 übereinander, der obere über, der untere unter der Seiten- linie (also dann jederseits 12 — 14), oft auch hängt der obere und untere Flecken zusammen und erscheint als Querstreifen. Die Rückenlinie der ganzen Länge nach schwarz. Flossen gelblich hyalin, Spitzen der Rücken- und der Schwanzflosse, sowie die Aussenränder der letz- teren schwarz. Arab,: Däbbi. 10—30 Cm. Häufig. Im Hafen und im ofl'eneu Meere. Wird wenig gegessen, da er fast kein Fleisch hat. Verbreitung: Indische Meere. ^^g Dr. C. B. Klunzinger 6) Körper massig hoch. Kopflänge geringer als die Körperhöhe. Schuppen deutlich, eiförmig, wenig spitz, etwas klein (sonst wie bei Nr. 1). Schnauze kurz, kürzer als das Auge. Der Oberkiefer reicht, oft über eine Augenlänge, hinter das Auge zurück, ist hinten abgerundet und daselbst wenig hoch. 2. Rücken- und Afterflosse vorn mit starker Erhöhung (diese IV2 — 2 in der Körperhöhe). 2. Chorinemus lysan. Scomher lysan Fk. *), Scomher Forsten Bl. Sehn., Lichia Ivsan Rp., Chorin. lysan CV., Rp., Cant, Blk., Gth., Playf.-Gth., Kn., Chorin. Commersonianus CV. D. 6/21, A. 2/19, P. 19. Höhe 4, Kopf 5V2— 6, Schnauze IV4. Farbe: (nach Rüppel) Silberweiss, nach dem Rucken zu bläulich schillernd. 6 — 7 ziemlich grosse runde metallglänzende Flecken in einer Reihe längs der Seitenlinie. Rücken- und Afterflosse verwaschen karmiuroth, erstere ohne schwarzen Fleck. Brustflosse röthlichgelb. Schwanzflosse violett. Arab. : LisSn (Zunge). Wird gross, bis V-/^ Fuss. Verbreitung: üeberall im indischen Ocean von Ostafrika bis Australien. c) Körper gestreckt, lauzettlich (Höhe 5), Kopflänge fast gleich der Körperhöhe (5V4). Schuppen undeutlich, faserartig oder spindel- förmig, langgestreckt spitzig. Schnauze spitz, von Länge des Auges oder länger. Der Oberkiefer reicht hinten fast bis zum hinteren Augenrand, ist daselbst ziemlich hoch und gerade abgestutzt. Vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse massig (ß}/-^' 3. Chorinemus moadetta. CV., Rp., Pet., (Chor. Sancti Petri CV., Pet., Gth. scheint doch von Ch. moadetta verschieden; Günther stellt beide zusammen. Der Un- terschied besteht in den Schuppen, welche bei Ch. St. Petri hier sehr deutlich und spitzig 3eckig sind, etwa 3 Mal so lang als breit; auch ist die vordere Erbebung der 2. Rückenflosse wenigstens bei Aelteren höher.) Farbe: Bei beiden Formen, wie bei Ch. toloo, auch oft mit 2 Reihen Flecken. Ein undeutlicher schwärzlicher Streifen vom oberen Augenrand zur Schulter. Spitze der Rückenflosse (nicht der Schwanzflosse) schwarz. Verbreitung: Ostafrika, indisches Meer (von Rp. und Ehrb. aus dem R. M.). *3 Forskäl's Art könnte indess ebenso gut der häufigere Ch. toloo sein. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 449 Gattung: Trachynotus (Lac.) CV. 1. ^Trachynotas ovutns, Gasterosteus ovatus L,.^ Scomber falcatas Fk. (Russ. 154), TracliynO" ius falcatus Lac, Rp., CV., Tracliynot. ovatus Gtb., Playf.-Gth., K n. (Vide Sjuon. Gth.). D. 4 + 6 1/18—20, A. 2 1/47, Höhe 2%, Kopf 5Vj, Auge 3%, Breite 4Vi, Stirue (direct von einem Auge zum andern) 4, Entfernung yom Auge zumStirngiebel 4V2, Präorb. ^Va, Schnauze 4, Spitze der 2. Rückenflosse 4, die der Afterflosse 4V2, Schwanzflosse 3V4. Körper eiförmig rhombisch, Kopfprofil sehr abschüssig, ganz yorn plötzlich vertikal oder selbst bei Alten von oben nach rückwärts geneigt. Die Zähne sehr schwach, fallen bei Aeltereu aus, Kopf ganz nackt (nur einige Schüppchen hinter dem Auge). Spitze der Rückenflosse länger als die der Afterflosse. Farbe: Silbrig, oben lilablau. Lippen gelb. Flossen grünlich- oder gelblichhyalin. Die sichelförmige Verlängerung der Rückenflosse braunschwarz, die der Afterflosse nur am Vorderrand und an der Spitze schwarz, sonst orange bis ziegelroth, Spitzen der Schwanzflos^se orange, Aussenränder derselben schwärzlich. Bauchflosse gegen aussen orange, eben.so der Bauch an den Afterstacheln. Arab.^ DTma. 30 Cm. Ztitwei&e häufiger. Fleisch gut. Verbreitung: Atlantischer Ocean der wärmeren Zonen (nach Gün- ther). Ostafrika und indischer Ocean bis Australien. 2. TrachynotHs Baillonii, Cae.nomorus Baillonii Lac, Caesionior. quadripunctatus Rp., Trachy- notus Baillonii Gth. (Vile Syn.), Playf.-Gth. Höhe geringer (SVg). Schnauze weniger abschüssig, Wangen be- schuppt, Auge etwas grösser. Ich finde auch die Schuppen grösser. Die Spitze der Afterflosse etwas länger als die der Rückenflosse. Farbe: Bläulich silbrig, gegen den Bauch weisslich. Jederseits auf der Seitenlinie 2 ( — 5 nach Günther) kleine schwarze Flecken. Brust- und Bauchflossen gelblich hyalin, die andern Flossen bräunlich, mit schwarzen Spitzen. 42 Zoll. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. Gruppe: Seriolini {ßerioloidei Blk.) Gattung: Seriola Cuv. a) Kopfprofil parabolisch, Oberkiefer hinten sehr hoch. Die Zahnr- binde vorn im Zwischeukiefer breiter als im Unterkiefer. Bauch- und Brustflossen ziemlich gleich lang. AXQ Df. C. B. Klunzinger: 1. '^'Seriola aureo-vittaUt, F. jap., ? Seriola Lalandii CV., Gth. D. 7 i/31, A. ^ 1/20, P. 21, C. 17. L. lat. gegen 160, L. tr. 24/46, Höhe 4—5, Kopf 4%, Aug-e 5— SVj, Schnauze 1%:1, Schwanzfl. bVa. Kommt iu Strahlenzahl, Dimensionen und Färbung- ganz mit Ser. aureo-vittata überein, weniger vielleicht mit Ser. Lalandii. Die Schuppen erscheinen bei den mir vorliegenden grossen Exemplaren nicht so ganz klein (es ist übrigens in den Beschreibungen keine Zahl derselben ange- geben); sie sind ganzrandig. Der Oberkiefer endet etwas vor der Mitte des Auges und ist hinten von Höhe des Auges, Die Zähne siud hechei- förmig. Die Zahnbinde am Vomer ist rhomboidal, hinten in eine lineare Spitze ausgezogen. Auf der Zunge ist mitten ihrer ganzen Länge nach eine rauhe Platte, an den Seiten zeigen sich viele kleinere rauhe Plätt- chen. Die Seitenlinie vorn etwas gebogen, in der 2. Hälfte gerade, am Schwanz in eine knorplio-e Masse erhoben. Der horizontale Stachel vor der 1. niederen Rückenflosse kaum sichtbar. Die 2 freien Afterstacheln sehr klein. Der letzte Strahl der Rücken- und Afterflosse etwas verlän- gert, diese Flossen mit vorderer Erhebung von etwa halber Körperhöhe. Bauch- und Brustflossen von halber Länge des Kopfes. Farbe: Silbrig, oben blaugrau oder dunkelgrau. Eine messing- gelbe breite Binde zieht von der Lippe durch das Auge zum Schwanz. Flossen gelb bis braun, i. Rückenflosse grünlich, 2. dunkler. Rand und Spitze der Afterflosse weisslich, Arab.: Moselaba. 50—100 Cm. Selten. Aus der Tiefe. Verbreitung: Japan. Neu für das R. M. 6) Kopfprofil sehr convex, quadrantisch. Oberkiefer hinten wenig erhöht. Präorbitalbein vorn kaum höher als unter dem Auge. Die Binde hecheiförmiger Zähne ist in beiden Kiefern auch vorn gleichbreit. Bauch- flossen ziemlich lang, länger als die Brustflossen. 2. ""^ Seriola nigrofasciata. Nomeus nigrofasciatus Rp., Seriola Hüppellii CV., Blk., Seriola nigrofasciata Rp. (Neue Wirbelth.), Gth., Play f. -Gth., Blk. (Enum.), f Seriola binotata CV., Cant. D. 5 (—6) 1/34, A. 1/15, P. 19. L. tr. etwa 28/40, Höhe 4, Kopf 4y2, Auge 4, Stirne iVi : 1, Schnauze 1, Präorb. 3, Schwanzfl. b^- Mein Exemplar stimmt im Wesentlichen mit denen Rüppelfs sehr gut überein, ist aber viel grösser, und daher zeigen sich auch manche Verschiedenheiten. So sind die Dimensionen der Jüngeren: Höhe 3%, Kopf 4V2, Auge 3^/2 und die Bauchflosse ist bei diesen verhältnissmässig länger, von Kopflänge und reicht nahe bis zum After, während sie bei meinem allen Exemplar den After lange nicht erreicht und kürzer als Synopsis der Fische tics Rothen Meeres, j n ( der Kopf ist (IV3 in der Kopflänge). Die Zunge zeigt bei genauerem Befühlen auch bei den Exemplaren von Rüppell Rauhigkeiten. Bei den Aelteren ist sie wie bei Nr. 1. Der Oberkiefer endigt hinter der Mitte des Auges. Die Zahnbinde des Vomer ist vorn Seckig oder rundlich, hinten verschmälert und verlängert. Seitenlinie vorn ein wenig gebogen, am Schwanz bildet sie eine wenig erhabene knorplige Erhebung. Die Baueh- flossen sind durch eine doppelte Membran in der Mitte und an der Innen- seite an den Bauch geheftet. Freie Afterstacheln sind nicht zu bemerken. 1. Rückenflosse kurz und nieder, von der 2. fast um ihre eigene Länge entfernt. Die vordere Spitze der Afterflosse ist niederer als die der 2. Rückenflosse, Schwanzflosse mittelmässig, mit stark gekrümmten Ga- belspitzeu. Farbe: Mein Exemplar ist gelblich, Bauch weiss, Rücken blaugrau. Keine Querbinden. Flossen olivengrün bis braun. Spitze und Rand der Afterflosse weiss, Bauchflossen bräunlich. Die jungen RüppelTschen Exemplare haben gegen den Rücken zu 7 schräge schwarze Binden und Flecken, Bauchflossen, Spitzen der Rücken- und Afterflosse sind schwarz. Arab.: Chüdr. 70 Cm. Selten. Aus der Tiefe geangelt. Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. Louisiaden. Gattung: Seriolichthys Blk. Körper langgestreckt, etwas compress, Abdomen gerundet. Schup- pen verhältnissmässig klein (L. lat. gegen 115), am hinteren Rande ab- gestutzt, die Mitte des hinteren Randtheils zeigt leichte, nach hinten divergirende Fältchen oder Streifen, die am Rande selbst in mehr we- niger deutliche Zäckchen auslaufen, im Uebrigen ist die Schuppenstruc- tur cycloid. Diese Schuppen sind umsäumt von sehr kleinen Schüppchen rein cycloider Structur. Am Kopf sind nur die Wangen, die Postorbital- gegend, der obere Theil des Kiemendeckels und die Seiten des Vertex mit meist schmalen, mehr weniger zugespitzten Schuppen bedeckt. Die Mund spalte ist klein, Zähne fein, haarförmig, gleichartig in einer Binde in beiden Kiefern, die vorn breit ist. Vomer und Gaumen beide mit eben solchen Zähnchen bewafi'net. Zunge mit rauhen Plättchen. Sei- tenlinie wenig deutlich, sie zieht sich weit hinein in die Schwanzflosse auf deren beschuppten Theil; sie zeigt nirgends eine Bewaffnung. Die 1. Rückenflosse hat 6 niedere, durch Haut verbundene Stacheln, sie ist der 2. sehr nahe, aber von ihr völlig getrennt. Die 2. Rücken- und die Afterflosse sind lang, vorn erhoben, sonst gleichmässig nieder; die Strah- len dieses niederen Theiles ragen mit dem Endtheil etwas vor und sind falschen Flösschen ähnlich, aber durch Haut verbunden. Dagegen sind die 2 letzten Strahlen beider Flossen von ihnen völlig getrennt, unter sich aber zusammenhängend; der hinterste Strahl der letzteren ist 57 * 452 Dr C. B. KhiTizinirer verlängert, zugespitzt. Freie Afterstaehein bald sichtbar, bald nicht (so bei meinem Exemplar). Die Stacheln der 1. Rückenflosse sind in eine Furche einlegbar; der erhöhte vordere Theil der 2. Rücken- und After- flosse hat eine Schuppenscheide an der Basis. Die Insertion der Bauch- flossen liegt ein wenig hinter der Basis der Brustflossen. Sie sind in eine seichte Grube des Bauches anzulegen, doch nicht darin versteck- bar. Diese Grube ist nur an ihrer Basis vorn etwas tiefer und hier von den Seiten scharf abgegrenzt. Die Schwanzflosse ist tief gegabelt mit fichmalen langen spitzen Seitenlappen, der mittlere Theil ist hinten ge- rade abgestutzt. Alle Flossen sind schuppenlos, nur der Mitteltheil der Schwanzflosse ist bis in die Nähe des Hinterrandes gross beschuppt und daselbst etwas aufgetrieben. 7 Kiemenhautstrahleu, Kiemenhaut bis unter das hintere Drittel der Unterkieferschenkel gespalten. '''' Seriolich thys hipinn ulatus. Seriola hipinnulata Q. G. , Seriolichthys bipinnulatus Blk. , Gth. (V. Synon.), Playf.-Gth. D. 6 1/24 II, A. 1/15 11, P. 19, V. 1/5, C. '^/il/^ L. lat. 115, L. tr. ly^o, Höhe 6%, Kopf 5V4, Breite i%, Auge 7, Stirn 2V2 ^ ^, Schnauze 3:1, Präorb. 2, 4. Rückenst. 7, Spitze der 2. Rückenfl. 2y2, Schwanzfl. 5. Kopfprofil leicht parabolisch, wenig gebogen. Schnauze etwas lang und spitzig. Die Nasenlöcher dem Auge ein wenig näher als der Schnau- zenfalte. Der hinten hohe, und hier mehr abgestutzte als abgerundete leicht streifige Oberkiefer reicht etwas hinter das Nasenloch, bleibt ent- fernt vom Auge. Beide Kiefer gleichlang. Vordeckel ganzrandig, sein Wiukeltheil abgerundet, der Hinterrand leicht gebuchtet. Stirne etwas convex, breit. Brustflossen nicht ganz von halber Länge des Kopfes, spitz- winklig, so lang als die Bauchflossen. Erhöhter Anfangstheil der After- flosse etwas niederer als der der Rückenflosse. Die 1. Rückenflosse beginnt über der Spitze der Brustflossen, die Afterflosse etwa unter dem 12. — 14. Rückenflossenstrahl. Die letzten Strahlen beider Flossen und die abge- trennten Theile einander genau gegenüber. Die Seitenlinie senkt sich allmälig bogig bis zur Mitte. Farbe: Dunkelgrüngrau am Rücken, Bauch silbrig. Eine schmale blaue Längsbiude vom oberen Augenhöhlenrand zum Schwanz, und unter ihr eine breitere, gelbliche. Eine andere schmale blaue Binde zieht von den Seiten der Oberlippe unter dem Auge hin über den Körper ge- gen den Schwanz; sie ist hinter dem Kopf etwas breiter und mehr bläu- lich silbrig. Darunter wieder eine obsolete gelbe Binde. Iris braun. Flo.>sen meist graugrün, die Schwanzflosse heller, gelbgrün. Die Spitzen der Strahlen der Afterflosse weisslich. Arab.: GeghSgha (GerSra). MI Meter. Nur 1 Exemplar. Verbreitung: Batavia, Neu-Guinea. Neu für das R. M. Fynopsis f'er Fischp -ies Rotlien Mer-res. ll^ Gruppe: Carang^lnl {^Carangoidei Blk.j Carangina Gth. pt, Gattung: Caranx (Lac.) Cuv. pt. Caranx uud Trachurus Gth. Scomberoiden mit gauz oder theilweise gepanzerter Seitenlinie*). A. Die ganze Seitenlinie mit Schildern: Trachurus (Gronov.) Gth. 1. * Caranx trachurus. Scomher trachurus L,., Bl., Caranx trachurus Lac, CV., Kn., F.jap. Trachurus Giinth. (Vide Synon.). D. 8 1/32, A. 1/28, L. lat. ^0, Höhe i%, Kopf 4, Auge 3, Schnauze 1— 1V«:1, Stirne 4, Breite 2, 1. Rückenfl. 1 V5, 2. Rückenfl. 2, Schwnzfl. ^y^. Farbe: Silbrig, oben bläulich. Flossen grimlich bis gelblich, die am Bauch weisslich. Eine messinggelbe Binde yom Auge zum Munde. Ein schwarzer Opercularfleck. Arab.: Qadqiid. Seltener, 10 — 45 Cm. Verbreitung: Fast in allen Meeren (England, Mittelmeer, Cap, Westamerika, indischer Ocean, Neuseeland). Neu für das R. M. B. Seitenlinie nur theilweise mit Schildern bewaffnet. A. Rücken- und Afterflosse mit mehreren falschen Flösschen. Die Schilder der Seitenlinie sehr hoch: Meg:alaspis Blk. 2. Caranas Rottler i. Scomher Rottleri Bl. , (Russ. 143), Caranx Rottleri Rp. , C V., Cant., Gth., Play f.- Gth., Ku., Day, Meyalaspis Rottleri Blk. D. 8 1/10—12 VII— IX. A. 2 1/9— !0 VI— VIII, L. lat. 53—58, Höhe 4%— 5, Kopf i%, Verbreitung: Ueberall in den indischen Meeren und in Ostafrika. B. Rücken- und Afterflosse je mit nur 1 falschen Flösschen. Schil- der der Seitenlinie mittelmässig: Deoapterus Blk. 3. Ca ran sc Kurra. (Russ. 139) Caranx Kurra QY ..) ?Günth., Caranx Russellii Rp. ^). *) Carangichihys mit gezähntem Vordeckel kann man am ehesten als eigene Gattung aufstellen. Trachurus aber unterscheidet sich nur graduell von Caranx und bildet wohl besser eine Untergattung. ^3 Findet sich nicht im Mus. Senkenberg. ^f^^ Dr r C Klunzin.rror: r. Rücken- und Afterflosse ohne falsche Flösscheu. AA. Erste Rückenflosse wenig" entwickelt, bei Jüngeren in Form von kleinen Staclielcheu, bei Aelteren rudimentär oder ganz fehlend. (Hielier je nach dieser Entwicklung- die Gattungen von CV. : Blepharis^ Scyrls^ GallichthySj Hynnis^. ci) Gestalt rhombisch, hoch (Höhe iVz— 2). Mund sehr schräg. Schnauzenprofil ziemlich senkrecht. Die Augen etwas gross (^Vz — 3), Präorbitalbein viel niederer als das Auge. 4. Caranoß ciliaris. Zeus ciliaris Bl., JBlepharis indicus CV., F. japon., Blejpharis fa- sciatus Rüpp. , Carangoides blepharis Blk. , Caranx ciliaris Günth., Plajf.-Günth. Verbreitung: ludische Meere und Ostafrika. /?) Gestalt höher oder niederer (Höhe je nach dem Alter ^Vs bis 3y2). Mund massig schräg. Auge mittelmässig (4). Präorbitalbein höher als das Auge. 5. '-'Caranoß gallits. Zeus Gallus L., Bl., (Russ, 57, 58), Scyris indica Rüpp., CV., Carangoides gallichthys Blk., Caranx gallus Gth., Playf. -Gth. Ich finde bei meinen grossen Exemplaren folgende Verhältnisse: D. 1/19, A. \/\^, L. lat. (Schuppenreihen) 130, Schilder gegen 30, wovon 6 — 8 stärker erhoben. Höhe 3 — ^'^Z^-, Kopf 4, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 0/2 : 1, Praorb. 1 — iy4:1, Spitze der Rückenfl. 2V2, Schwauzfl. 5. Dieser Fisch has ein sehr verschiedenes Aussehen und verschiedene Dimensionen, je nach dem Alter. Aehnlich wie bei Platax verküi'zen sich und verschwinden selbst die fadenfnrmig*en Verlängerungen au Bauch-, Rücken- und Afterflosse. Die Stacheln der 1. Rückenflosse werden eben- falls kleiner und sind bei Aelteren nur mehr unter der Haut zu fühlen. Endlich verlängert sich der Körper mit dem Alter sehr, und damit wird auch der vordere Bogen der Seitenlinie weiter. Die Körperhöhe ist bei Jungen {Gallichthys major CV.) iVg, bei etwas Aelteren (^Scyris indica Rüpp.) 2, bei sehr Alten von 60—100 Cm. Körperlänge (wie bei meinen Exemplaren) 3— 3y2. Bei Jungen ist die Bauchflosse viel länger als die Brustflosse, bei Alten kaum Yg so lang als diese. Die vorderen Strahlen der Rücken- und Afterflosse sind bei meinen grossen Exemplaren von 1 Meter gar nicht verlängert (der höchste Strahl ist S'/i^^l i^ ^^^' Körperhöhe enthalten);, bei dem kleineren von 60 Cm. reicht nur der 1. Strahl der Afterflosse fast bis zum Ende der Schwanzflosse (die Strahlen der Rückenflosse sind abgebrochen). Diess dürfte allerdings nicht allein Synopsis der Fische des Rolhen Meeres. 455 yom Alter abliängen, sondern von individuellen Verhältnissen. Die Selten- linie ist bei meinen Exemplaren vorn fast horizontal, leicht wellig* und biegt sich unter dem Anfang der %. Rückenflosse in weitem wenig ge- krümmtem Bogen bis unter den 12. Rückenstrahl, von wo sie gerade verläuft. Ich finde Zähne an Kiefern, Gaumen und Zunge, wie CV, auge- ben; nach Rüppell wäre der Mund zahnlos. Farbe: Silbrig glänzend, Rücken graublau. Kiemendeckel oben schwärzlich. Flossen hyalin, ihre vorderen, beziehungsweise äusseren Ränder schwärzlich. Arab.: Dima. 60—100 Cm. Selten. Verbreitung: Indische Meere, Ostafrika. BB. Erste Rückenflosse wohl entwickelt. AA. Ein Strahl oder (bei Männchen ?) einige Strahlen der zweiten Rücken- und der Afterflosse fadenförmio- verlängert: Olistus CV., Citula QG., Rüpp. 6. Caranoß ar malus. Sciaena armata Fk. (Russ. 151), Citula ciUaria und armata (letzterer von ciliaria durch nichts, als das Fehlen der Flossenfädeu unterschieden) Rp., Car. citula CV., Kn., Car. cirrhosus (Ehrh.) CV., Oliiitus malaharicus CV., Olistus Rüppellii CV^., Carangoides citula (armatus Erium.) Blk., Caranx armatus Gth., Playf.-Gth. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere bis Neu-Guinea. BB. Keine fadenförmig verlängerte Strahlen an Rücken- und Afterflosse. a) Zähne keine oder fast unmerklich: Grnathanodon Blk. 7. '^Caransc speciosus. Scomher speciosus Fk. (Russ. 149 mit Zähnchen), Car. speciosus Lac, CV., Rp.*), Pet., Günth., P lajf.-G th., Car. petanrista Geofir,^ Rp., Car, Rüppellii Gth. D. 7 1/19, A. 2 1/16, L. lat. (Schilder) 15—17, Höhe sy^, Kopf 4, Breite 3, Auge SVj, Stirne IV4 (Entfernung vom Auge zum Stirngiebel IV5), Präorb. IV3, Schnauze IV4, 3. Rückenst. S'^? Spitze der 2. Rücken- uud der Afterflosse 2V5, Schwanzfl. 4V3. Körper länglich - eiförmig, Kopfprofil convex, Schnauze stumpf, Lippen dick. Am Präorbitalbeine radiäre Röhrchen oder Streifen. Brust beschuppt. Die Seitenlinie läuft vorn in weitem Bogen, oft etwas wellig, wird etwa unter dem 7. Strahl der 2. Rückenflosse horizontal und erst *) L^it keine besondere Art. wie Günther glaubt. j^Kß Dr. C. B. Klunzinger; etwa unter dem drittletzten Strahle beginnen die schwachen kleinen Schilder. Die Gabeln der Schwanzflosse ziemlich lang. Die Brustflossen von Kopflänge. Vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse gering, besonders bei den Jüngeren. Farbe: CItrongelb, mit 8 — 9 abwechselnd breiteren und schmäleren, schwärzlichen Querbindeu, die erste vom Rücken über den Kiemendeckel; ferner eine schiefe Binde schräg vom Nacken durch das Auge zur Kehle. Iris gelb. Flossen gelb, Spitzen der Schwanzflosse schwarz. Arab. : Nüsscha. Nicht häufig. 13 Cm. Leben in den Seegraswiesen im Grunde des Hafens. Anhang: '''Garanx petaurista Geoffr., Rüpp., Car. RüppelUi Gth. kann nur der erwachsene Car. speciosu.s sein. Meine Exemplare stimmen genau mit dem von Rüppell überciu, und die Unterschiede von Car. speciosus sind ähnlich, wie die anderer Caranx verschiedener Grössen: etwas längerer Körper, Verhältnis smässig grössere Länge des vorderen bogigen Theiles der Seitenlinie, weniger, oft gar nicht vorragende Stacheln vor der Afterflosse, kleineres Auge, Verschwinden der schwärzlichen Quer- streifen am Körper. Dagegen sind die Flossenstrahlen gleich, auch hier 7 Rückenstacheln (nicht 6), die Schilder an der Seitenlinie erscheinen aller- dings bei den grossen Exemplaren, doch nicht verhältnissmässig, stärker. Die vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse nimmt mit dem Alter allmählig etwas zu. Die Figur RüppelTs gibt den Kopf zu kurz (5V3), bei seinen und meinen Exemplaren ist er nicht oder nur wenig kürzer, als bei Car. speciosus und die Figur in Descr. Eg. ist in dieser Beziehung richtiger (4 — ^Vi)' I^i^ Brustflossen sind etwas länger als der Kopf. Die Strahlenzahleu und Dimensionen sind bei meinen Exemplaren: D. 7 1/18—20, A. 2 1/16, L. lat. (Schilder) 20, Höhe 3%— 4, Kopf 472, Auge 6 (?), Stirue 2 : 1, Schwanzfl. 3V2. Farbe: Silbrig, oft mit gelblichem Schimmer, besonders am Kopfe, oben dunkelgrau. 7 — 8 dunkle obsolete Querbänder, oder diese fehlen. Flossen gelblich. Schwanzflosse am Hinterrand schwärzlich. Brustflossen am oberen Rande schwärzlich. Afterflossen gelblich oder braunroth mit weisslichem Rande. In der Gegend vor und unter den Augen ovale, oli ven färb ige Tropfen. Arab.: Nüsseha (auch der arabische Fischer behauptet die Iden- tität!) 85—95 Cm. Nicht häufig. Verbreitung von Car. speciosus: Indische Meere, von Ostafrika bis Neu-Hollaud. Anhang: Car. mentalis (Ehrb.) C V. gehört wohl zu dieser Gruppe? Ich finde wenigstens keine Zähne an dem einzigen Exemplare, Balg Nr. 5226 des Mus. Berol. Diese Art hat mit Car. brevicarinatus den Lohen, glatten, vorragenden Unterkiefer gemeinsam. Die Vorderspitzen Synopsis der Fisch« des Rothen Meeres. A^y der Rücken- und Afterflosse sind aber hoch, sichelförmig. Der horizontale Theil der Seitenlinie beginnt unter dem 10. und H. Rückenstrahl, er ist wenig länger als der vordere, leicht gebogene Theil. Die Carena ist mittelmässig und erst in seiner hinteren Hälfte entwickelt. Die Körper- schuppen sind deutlich. b) Kleine, aber deutliche Zähne in beiden Kiefern. Keine Hunds- zähne, Gaumen, Pflugschaar und Zunge zahnlos. 8. Caranüß helvoltts, Scomher helvolus Forster, Bl. Seh. (nach Güuth. mit micropterus Rp. gleich), Car. hdvolus CV., Güntli., Car, micropterus Rp. c) Wenige, sehr kleine Zähncheu im Unterkiefer, keine im Zwi- schenkiefer, an Gaumen, Vomer und Zunge: Leptaspis Blk, 9. "^Caranoß rhabfiolepU ^) Klz. D. 8 1/28—29, A. 2 1/22, L. lat. 65, Schilder 28, Höhe Sy^— 4 Kopf 3 Vi, Auge Sy.j, Schnauze ly^, Stirne 4, Präorb. 4—5, 2. Rücken- stachel und Spitze der 2. Rückenfl. 2, Schwanzfl. 4*/^. Körper elliptisch, massig hoch, Kopfprofil parabolisch. Unter- kiefer steht etwas vor. Schnauze kurz, stumpf. Mund schräg. Der Ober- kiefer endigt vor der Mitte des Auges, sein Hinterraud ist etwas schräg und gebuchtet. Auge etwas gross (junges Thier ?). Deckelstücke fein ge- streift. Schuppen meist radienartig, längsgerunzelt oder gerieft, deutlich concentrisch gestreift. Brust beschuppt. Der vordere unbeschilderte Theil der Seitenlinie ist etwas länger als der hintere und bildet einen weiten, wenig gekrümmten Bogen. Der hintere beschilderte Theil beginnt unter der Mitte der 2. Rückenflosse, er ist iu seiner ganzen Länge mit ziemlich hohen, gekielten und einen Dorn tragenden Schildern bekleidet, welche am Schwanz den grössten Theil von dessen Höhe einnehmen. Die Rückenstacheln sind ziemlich schlank und hoch, die Spitzen der 2. Rücken- und der Afterflosse kommen ihnen an Höhe gleich. Die Brustflossen sind etwas kurz, nur V^ so lang als der Kopf. Die 2 freien Afterstacheln gekrümmt, der 2. derselben etwas länger, gegen 3V2 in der Körperhöhe, Schwanzflosse leicht ausgeschnitten. Farbe: Silbrig, oben bläulich. 1. Rückenflosse und die Spitze der 2. schwärzlich. Die andern Flossen hyalin. 3*5 Cm., wahrscheinlich jung. Diese Art steht dem Car. leptolepis CV. nahe, unterscheidet sich aber durch höhere und bestachelte Schilder der Seitenlinie, grössere, ge- streifte Schuppen , gestreifte Deckelstücke , gekrümmte Afterstachelu, Gestreift schuppig. Bd. i.\I. AbLaadl jjg ,|.5g Dr. C. R. Klunzingor: sthwaize Fnrbuiig- der 1. liiu-keiiflosse und der Spitze der 2. Auch sind die Strahlenzahlen etwas anders bi'i leptolepia^ nämlich D. 8 1/24—26. - 10. 'CfiratiM elonytttus Klz. D. 8 1/35, A. 2 1/30, L. lat. (bedorate Schilder) 20, Höhe 5, K,opf.3%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, 2. Rückenst. 1*/^, Schwanzfl. 5. Sehr ähnlich der vorigen Art, mit der sie auch die längsgerunzelten Schuppen gemein hat, und die 2 gekrümmten Afterstacheln. Aber hier ist der Körper sehr lang gestreckt, lanzettförmig. Der vordere Theil der Seiteulinie so lang als der hintere, horizontal; er ist fast gerade, nur sehr allmälig gesenkt. Der hintere beschilderte Theil beginnt etwas vor der Mitte der 2. Rückenflosse, die Schilder sind nieder und nehmen am Schwänze nicht die Hälfte von dessen Höhe ein, und nur etwa 20 der hintersten tragen ein kleines Dörnchen. Die 2. Rücken- und After- flosse lang, vie 1 strah lig. Am Gaumen scheinen sich zuweilen einigte Zähnchen zu finden. Diese Art hat mit Car. leptolepifii die niederen Schilder gemein, aber diese haben bei leptolepis keine so vorstehende Dörnchen. Auch ist Cor. elongatus gestreckter und hat mehr Strahlen in der 2. Rücken- und Afterflosse. Farbe: Silbrig, oben bläulich-violett. Schwanzflosse rosa. Die andern Flossen sind hyalin. In ^^ eingeist wird die Körperfarbe röthlich. 3 Cm. Mit den vorigen zusammen. Selten. dj Beide Kiefer mit einer Reihe deutlicher Zähne. Zunge, Vomer und Gaumen bezahnt: Selar Blk. 11. Car an sc fljedflaba. Scomher djeddaba Fk., Car. djeddaba Rp., CV., Günth., ? Car. vari CV., ? Car. calla CV., Gth., Day. e) Im Unterkiefer eine Zahnreihe, im Zwischenkiefer eine (sehr schmale) Zahnbinde. Zähne an Vomer, Gaumen und Zunge. c() Körper nieder (Höhe 4^/2 — 5), Auge gross (3), mit 2 Lidern und vorn und hinten mit einer gelatinösen Masse. Seitenlinie in ihrem vor- deren Theile fast gerade, nur geneigt. Die Carena ist schwach und be- ginnt erst weit hinten. Ausschnitt am Kiemendeckel oben fast halbkreis- förmig, nieder. 12. -^Caranx macrophthalmns. ? Scomher crumenophthalmus Bl. *), Car. macrophthalmus Rüpp., ? Car. crumenophthalmus Gth. "•^ Nach der Abbildung von Bloch, 343, beginnt der bepanzerte Theil der Seitenlinie schon unter dem Anfang der 2- Rückenflosse! Synopsis der Fisclie des Rothea Meeres. 4 cn D. 8 1/^4—25, A. 2 1/21, L. lat. (Schilder) 36, Höhe 4%— 5, Kopf SVz— 4, Auge 3 — SVij, Stirue iVi, Schnauze 1, 2. Rückenst. lV27 Spitze der 2. Rückenfl. 1%, Schwauzfl. 5. Körper sehr lang* gestreckt, Kopfprofil sehr wenig gekrümmt. Unterkiefer etwas vorragend. Zähue klein. Zunge vorn etwas ausgeraudet. Brustflossen kaum von Kopflänge. Brust beschuppt. Der horizontale Theil der Seitenlinie beginnt unter dem 7.-8. Strahl der 2. Rückenflosse und ist so lang, oder wenig länger als der vordere Theil. Farbe: Silbrig, Rücken blaugrau, Seiten gelblich. Flossen graugrün, Schw^auzflosse gelblich, am Hinterrande dunkler. Bauch- und Afterflossen weisslich. Ein schwärzlicher Flecken am Kiemeudeckel oben. Arab. : Djedaba. 20 Cm. (nicht wohl grösser). Zeitweise im Hafen- und im oflenen Meere, meist in Schwärmen zu Hunderten. Frisst kleine Clupeoiden (^Spratella). Verbreitung: Atlantischer (?) und indischer Oceau. ß) Höhe 4 — 4V4, Augen massig gross. Seitenlinie vorn deutlich, wenn auch weit, gebogen, gleich hinter der ersten Hälfte gepanzert, mit wohl entwickelter Carena, zumal am Schwänze. Ausschnitt oben am Kiemendeckel etwas schräg gezogen, etwas hoch. 13. Caranx affinis. Rp., Kn., Selar Hasseltii Blk., ? Car. Hasseltii Gth., Playf.- Günth. P^lossen gelb, nur Bauch- und Afterflosse weisslich. f) In beiden Kiefern eine mehrreihige Zahnbinde. Zähne gleich- gross (nur bei Car. ferdau etwas ungleich). Vomer, Gaumen und Zunge gezähnt: Carang^oides Blk. Ueber die nachfolgenden 5 Arten, über die Verwirrung herrscht, bin ich zu folgendem Resultate gekommen: aa) Spitze der Rücken- und Afterflosse wenig erhöht, nicht sichel- förmig verlängert. Brust beschuppt (nur die Mittellinie derselben vorn scheint oft eutblösst). ci'^) Kopfprofil parabolisch. Augen mittelniässig (4). Oberkiefer hinten so hoch, als das Präorbitalbein. Unterkiefer kaum vorragend. Operculareinschnitt oben gleichmässig bogig. Der vordere, einen weiten Bogen bildende Theil der Seitenlinie ist etwa um ^/i länger als der hintere, der etwa unter dem 13. Rückenstachel beginnt. Die Carena der- selben wird erst kurz vor dem Schwänze deutlicher, und wird gegen das Ende des letzteren ziemlich hoch und scharf, Analis 2 1/23. ij Es sind gleich grosse Individuen von a und ß verglichen. 58 '^ .«rt P!" ^- ß Kliinzinger: 44. '^' Caranx fuli'ogtitiatHS. Scomher fulvoguttatus Fk., Car. fulvoguttatus Rp. (Atlas nee Catal. Mus. Senkenb.), Günth., Car. auroguttatus (Ehrb,), CV., Rp., Catal. Mus. Senkenb , Carangoides aureoguttatus Blk. (Enum.) D. 8 1/25, A. 2 1/23, P. 1/20, C. 17, L. lat 120 (Schilder: 21), Höhe (zwischen Anfang der 2. Rücken- und der Afterflosse) Sy^, Kopf 4V5, Breite 3, Auge 4 — ^%^ Stirue iViM (Abstand vom Auge zur Stirnlinie IV^), Schnauze iVjM, Präorb. IV2, 3. Rückenst. 3%, Schwzfl. 5. Körper elliptisch, gestreckt. Der Oberkiefer reicht bis vor die Mitte des Auges. Die sichelförmige Brustflosse reicht nicht ganz zur Hälfte der Afterflosse. Die Spitze der 2. Rückenflosse ist etwas höher als der 3. Rückenstachel. Afterstacheln kurz, aber deutlich, der 2. etwas länger. Schwanzflosse gegabelt, mit spitzigen Lappen. Der horizontale Stachel vor der 1. Rückenflosse ist unter der Haut verborgen. Farbe : Oben graublau, Seiten silbrig mit bläulichem Glanz, mit vielen zerstreuten citrongelben Flecken. Flossen graugrün oder gelb- lich. 1. Rückenflosse schwärzlich. Kein Fleck oben am Kiemendeckel. Zuweilen finden sich ganz gelbe Exemplare, die ebenfalls citrongelbe Flecken haben und sonst ganz gleich sind. Variet. flava. Arab.: Qass (nicht Qas = Gerres), 35 Cm. (selten unter 18 Cm.) Zeitweise häufig. Die Hauptzeit ist Juni und Juli. Leben im Hafen und im ofi'enen Meere, auch vor dem Korallabhange, nicht auf der Klippe, in Schwärmen. Fressen Clupeoiden und Atherinen. Nach Angabe der Fischer halten sie sich mehr im Grunde auf, und steigen, wenn sie einen Schwärm jener kleinen, an der Oberfläche schwimmenden Fische sehen, schnell auf, fassen die Beute mit schnappendem Geräusch, wobei ihr Kopf über der Wasserfläche sichtbar wird. Einzelnen Fischen gehen sie nicht leicht nach. Das Fleisch ist gut, auch ihre Eierstöcke (burdSch) werden gegessen. Die Farben des Fisches schillern, im Wasser erscheint er bald weiss, bald gelblich, bald schwärzlich. Die gelben Flecken fehlen nie. Diese Fische werden meist mit der Angel gefangen. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. /?) Kopfprofil convex. Auge etwas gross (SVi). Oberkiefer hinten wenig erhöht, niederer als das Präorbitalbein. Unterkiefer ziemlich vor- ragend. Operculareinschnitt eng, fast spitzwinklig, schräg. Der vordere, einen sehr weiten Bogen bildende Theil der Seiteulinie ist (bei Individuen von 30 Cm.) fast doppelt so lang, als der hintere horizontale, der etwa unter dem 20. Rückenstrahl beginnt. Eine Carena ist nur am Schwänze entwickelt, und nicht sehr hoch und scharf. A. 2 1/19. Zähne sehr klein. Zahnbiude im Unterkiefer sehr schmal. Synopsis cler Fiscbe r'es Rothen Meeres. ^g j^ 15. *Caraiiaß brevlcarinatus Klz. Car. ferdau Rp., Gth. (nee Fk. *). D. 8 1/24, A. 2 1/19, P. 1/18, C. 17, L. lat. (Schilder) 12, Höhe 3i/g_3i/2, Kopf 4*/«, Breite 3%, Auge 3V2, Stirne 1, Schnauze 1 — iVs:!, Präorb. 2, 3. Rückenst. 4, Schwanzfl. 4V5' Farbe: Silbrig, oben bläulich. Keine gelben Flecken an den Seiten. Lippen, Mundhaut, Kieraenhaut, Rand des Deckels und Vordeckels schwärzlich. Rücken- und Schwanzflosse grüngelb, Afterflosse weiss. Zu- weilen obsolete schwärzliche Querbänder über dem Rumpf (wie bei anderen jüngeren Caranx.) Arab.: Qadqüd. 35 Cm. Seltener. Liebt die Tiefe. Wird meist bei Nacht gefangen. bb) Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse sichelförmig erhöht, Brust und eine Zone an den Seiten derselben nackt. a) Diese nackte Brustzone reicht lange nicht bis zu der Brustflosse hinauf, hinten geht sie bis zur Mitte der Bauchflossen. ß«) Die Seitenlinie bildet vorn bis zur Mitte der Rückenflosse einen weiten, aber deutlichen Bogen, der etwa so laug ist, als der gerade hintere Theil. Zähne gleichraässig, klein. 1 Rückenflosse massig hoch (3V2— 4), Die Carena der Seitenlinie ist erst deutlich unter dem vorletzten Strahl der Rückenflosse, am Schwänze ist sie ziemlich erhaben und scharf, Schwanzflosse etwas kurz (5). I. D. 8. Afterstacheln meist deutlich und auf- vichtbar. 16. '^Caranx Bleekeri Klz. Carangoides fulvoguttatus Blk. (nee Fk., Rp.) ? Scomher bajad Fk., (ist zu kurz beschrieben, passt indess eher auf Nr. 17), ? Caranx bajad Günth. pt. D. 8 1/26-27, A. 2 1/22—23, L. lat. 140 (Schilder gegen 20), Höhe 3—4, Kopf 4— 4V4, Auge 4, Stirne \—\%:\, Schnauze 174—2:1, Präorb. 1, 3. Rückenst. 3V2, Spitze der 2. Rückenfl. 2V8i Schwanzfl. ^y^. Die Körpergestalt ist bei Jüngeren länglich-eiförmig, bei Alten (60 Cm.) länger gestreckt, elliptisch. Das Kopfprofil massig convex. Auge ziemlich klein. Der Oberkiefer ist hinten wenig verbreitert, etwas niederer als das Präorbitalbein, am Hinterraude gerade oder leicht concav und endigt vor der Augeumitte. Operculareinschuitt gleichmässig bogig, seicht. *) Forskäl spricht von gelben Flecken, fast gerader Seitenlinie, 3eckig lanzettlicher Erhöhung des vordem Theils der Rücken- und Afterflosse; hoher, kräftiger Carena am Schwänze, was Alles genau auf den unten zu beschreibenden Fisch Caranx ferdau passt und nicht auf den von Rüppell und Günther so genannten. 462 Dr. C. B. Klunziüger; Die Platten der Seitenlinie am Schwänze von halber Höhe desselben. Die langen sichelförmigen Brustflossen reichen nicht ganz bis zur Hälfte der Afterflosse. Afterstachcln meist deutlich. Farbe: Silbrig, oben graublau. Gewöhnlich finden sich an den Seiten des Körpers einige wenige zerstreute, mehr gold- als messingfarbene Flecken. Flossen schwach gelblich, Bauchflossen hyalin. Spitze und Rand der Afterflosse weiss. Hinterer Rand der Schwanzflosse hyalin. Zuweilen bei Jüngeren einige obsolete schwärzliche Querbinden über den Körper. Oben am Kicmendeckel am Einschnitt ein schwärzliclier Flecken. Arab. : Bajäd (Weissfisch), welches indess mehr ein Gattungsname für die grösseren Caranx ist. Diese Art speciell heisst auch Salicha oder Sobtie. Ist im Winter zeitweise gemein. Auch zur Zeit, wenn nach einem Winterregen durch den Regenbach Schlamm in den Hafen gewälzt wird, soll er, wie die Mugil und vielleicht dieserwegen gern erscheinen. Er lebt meist unten und kommt herauf, wenn er Speise sieht. Er soll weniger flink sein als Car. fulvoguttatus. Das Fleisch ist gut, wird auch im Grossen eingesalzen und verschickt, soll aber nicht haltbar sein und bald Würmer bekommen. Die Haut ist sehr dünn und daher schwer unverletzt ab- zubilgen. Verbreitung: Sundainseln. ßß) Die Seitenlinie läuft in ihrem vorderen Theil bis unter die Mitte der Afterflosse fast ohne Krümmung, doch ist dieser Theil scharf von dem horizontalen liintern Theil abgesetzt. Letzterer beginnt etwa unter der Mitte der Rückenflosse und ist etwa iV^mal in dem vorderen Theile enthalten; die Carena beginnt unter dem fünftletzten Rückenstrahl und ist am Schwanz ziemlich hoch und scharf. Körper etwas hoch, ei- förmig. 1. Rückeufl. auffallend nieder. Schwanzflosse ziemlich lang (4). I. D. 7. Afterstacheln M'enig aufriclitbar, besonders bei Aelteren. Einige der Zähne der äusseren Reihe oft stärker (Uebergang zur Gruppe g). 17. '^Caramv ferdau. Scomber ferdau F k. ^} (nee Rp.), Caranx bajad Rp., ? Gth. pt., Oar. fulvoguttatus CV., ? Scomber bajad F k. var. D. 7 V24— 28, A. t i/22, L. lat. (Schilder) 25, Höhe 3—4, Kopf 4%, Auge 3V2— 4V2, Stirne iVk:^, Schnauze i — ^Vz'^j Präorb. 2, 3. Rücken- stachel 7, Spitze der 2. Rückenfl. 2, Schwanzfl. 4. Der hinten abgestutzte Oberkiefer reicht fast bis unter die Mitte des Auges (bei Jüngeren). Operculareinschnitt ziemlich tief, etwas scliräg. Farbe: Wie gewöhnlich silbrig, oben blaugrau. Meist bei Jüngeren gegen o schwärzliche, ziemlich deutliche Querbänder, welche nicht bis zum Bauche herabreichen. Einige wenige zerstreute messinggelbe Siehe Nr. 15, Anmerkung. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. ^ßo Flecken an den Seiten. Flossen gelblicbgrün. Spitze und oberer Rand der 2. RückeuÜos.se schwärzlich, die der Afterflosse vveisslich. Schwanz- flosse am hintern Rande schwärzlich. Arab.: Ferdau. 16 — 50 Cm. Zeitweise im Hafen. Lebt, wie Nr. 16, mehr am Boden, soll sich aber zum Bissen nicht hinaufbemühen, sondern soll warten, bis die Lockspeise mit der Angel zu ihm herunterkommt. Auch sonst soll er ein träges Temperament haben und langsam schwimmen. Fleisch gut. Die scharfe Crista des Schädels ist als Talisman für Kinder geschätzt. Verbreitung: R. M. ß) Brust und die Seiten derselben vorn in grosser Ausdehnung bis zur Brustflosse hinauf nackt. Körper hoch, eiförmig (SV^ — ^Vn)- Augen etw^as gross CIV^)- Der vordere Theil der Seitenlinie bildet einen Bogen und ist wenigstens um Va, oder fast um die Hälfte länger, als der hintere gerade Abschnitt, der hinter der Mitte der %. Rückenflosse beginnt. 18. Caranoc malabaricus, ? Scomber malabaricus Bl. Seh. (Russ. 150), Caranx caeruleopin- natus Rp. (nee CV.), Caranx malabaricus CY., Rieh., Cant., Günth., Playf.-Gth., Kn. Kopfprofil vor den Augen etwas concav eingeknickt. Die Brust- flossen reichen über die Mitte der Afterflosse. Die Carena der Seiten- linie ist nicht hoch, und beginnt erst unter dem letzten Rückenstrahl. Kopfprofil convex. Die Grenze zwischen nacktem und beschupptem Theile zieht sich von der Basis der Brustflosse in einer schrägen Linie bis zur Mitte der Bauchflossen. Die Schultergegend ist beschuppt; ebenso ein Streifen hinter dem Unterdeckel. Farbe (nach Rüpp.): Rücken mit einigen unregelmässigen gelben Tropfen. Rücken-, After- und Schwanzflosse bläulich, die andern Flossen röthlich hyalin. 20 Cm. Mus. Senkenb. Verbreitung: Indische Meere, von Ostafrika bis Australien. Anhang: Car. talamparoides Blk., Gth. Im Mus. Senkenb. findet sich im Weingeist unter 2 verschiedenen Namen : Car. caeruleopmnatus (ausser dem wahren caeruleopinnatus) und fulvoguttatus (vergl. Catal. Mus. Senkenb. Rüpp.) eine Art, die dem talamparoides Blk. entsprechen dürfte und von caeruleopinnatus verschie- den ist. Die Unterschiede von letzterem sind: Die Brust Ist in noch grösserer Ausdehnung nackt, die Grenze zwischen beschuppter und nackter Gegend zieht sich von der Basis der Brustflosse bis zum Beginn der Afterflosse hin; auch die Schultergegend ist nackt. Die Seitenlinie bildet ^g^ Dr. C. B. Klunzinger: 7orii einen deutlichen Bogen; der liorlzontale Theil beginnt unter, nicht hinter der Mitte der 2. Rückenflosse und ist nur um V^ kürzer als der vordere bogig-e Theil. Die Carena ist mittelniässig entwickelt, höchstens das vorderste Viertel des geraden Theiles der Seitenlinie hat die Carena noch nicht entwickelt. Die Körperhöhe erscheint etwas geringer (2V4 — 2V5). Die vordere Erhöhung der 'S. Rücken- und der Afterflosse ist nicht gross. Die Äugen sind gross und der Unterkiefer steht vor wie bei malabaricus^ dem diese Art ira Uebrigen gleicht. g) Im Zwischenkiefer eine mehrreihige Binde hechelföriniger Zähne, deren äussere Reihe viel stärker ist. Im Unterkiefer nur eine Reihe mittel- niässiger Zähne, von denen einige der vorderen oft etwas grösser, hunds- zahnartig sind. Zähne an Gaumen, Vonier und Zunge: Garant Blk. aa) Brust ganz beschuppt. ci) Auge klein. Präorbitalbein so hoch oder höher als das Auge. Schnauze etwas lang, stumpf, mit dicken Lippen. Zunge breit, mit vielen rauhen Platten ausser der Mittelplatte, Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse sehr verlängert, sichelförmig. Schwanzflosse ziemlich kurz (6). 6 — 7 der vordersten Schuppen des horizontalen Theiles der Seitenlinie sind ohue Carena. 19. *C«r«/ia? bisemithoptenis. Rp., Günth. (Anmerk.) D. 8 1/22, A. 1/18, P. 19, L. lat. (Schilder) 32—35, Höhe SV» (grösseres Exemplar von 70 Cm.), Breite 2V2, Kopf 4V4, Auge 6, Stirne 2, Schnauze 2V2 : 1, Präorb. ly^ ".1, 4. Rückenst. 3y^, Spitze der 2. Rückenfl. 2. Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil vorn fast gerade, stark ab- schüssig. Schuppen mittelmässig, deutlich. Die Seitenlinie bildet einen deutlichen Bogen, der vorn gerade ausläuft. Bei Aelteren ist der gebogene Xheil so laug als der horizontale, bei Jüngeren kürzer. Die Schilder am Schwänze hoch. Der hinten hohe Oberkiefer reicht bi* unter die Mitte, des Auges. Farbe: Oben gelbgrau bis grünlich, Bauch weiss. Der ganze Körper von schwarzen Flecken übersprenkelt. Kopf oben olivengrün oder grün- gelb. Iris gelb. Brustflossen grüngelb, die andern Flossen bläulich. Hinterer Rand der Schwanzflosse schwärzlich. Nach Rüppell ist die Körperfarbe (bei Jüngeren) am Rücken bläulich, am Bauch röthlich mit Opalglanz. Brustflossen gelb, Bauchflossen weiss, die übrigen Flossen bläulichgrau. Arab. : Küsr. 70 Cm. Selten. Lebt nach Angabe der Fischer am Abhänge (nicht im ofi"euen Meere, wie die andern Caranx)^ doch kommt er auch in den Hafen. Laichzeit Juni. Dann ist er fett und mehr gelblich gefärbt. Als Speise liebt er besonders Barben. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. Synopsis der Fische des Rothen Meeres, ^gg /?) Augen etwas gross (S^/j — ^)- Präorbitalbeiu niederer als das Auge. Schnauze ziemlich kurz, so lang, oder kürzer als das Auge. Zunge mit mehreren Platten ausser der Mittelplatte. Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse massig verlängert. Schwanzflosse nicht lang (^^^2)- -^^^® Schuppen des horizontalen Theiles der Seitenlinie (30 — 36) stark gekielt und hochplattig. Die Platten am Schwänze kaum niederer als dieser. Vorderer Theil der Seitenlinie bildet je nach dem Alter einen kürzeren oder weiteren Bogen, der unter dem 5. — 7. Strahl der 2. Rückenflosse hinten endet. 20. ''Caranoß hippus. Scomher hippus (? Linne) Bl. Seh., (Russ. 148), Caranx Forsteri CV., Ku., Blk., ? Car. hippus Gth. (v, Synon,), Playf. -Gth., Day, Caranx sem (Ehrb.) CV. D. 8 1/19, A. 2 1/15, L. lat. (Schilder) 30, Höhe 2%— 3%, Kopf 3%— 4, Auge 3V2— 4, Stirue 1, Schnauze 1%— 1%:1, Präorb. 2—3, 3. Rückenst. 2%— 3, Spitze der 2. Rückenfl. 27^—3, Schwanzfl. 4V2. Der gebogene vordere Abschnitt der Seitenlinie ist kürzer, als der durchaus beschilderte gerade hintere Theil. Das Verhältniss der Länge beider Abschnitte ist je nach dem Alter etwas verschieden, bei Jungen (von 7 Cm.) 1 : IV2, bei Alten (von 30 Cm.) wie 1 : l'/^, nicht selten ist selbst diese Länge auf verschiedenen Seiten desselben Individuums verschieden. Selten beginnt der gerade Theil schon unter dem 3. Rückeu- strahle, was nach Günther charakteristisch für Car. hippus wäre, son- dern erst unter dem 5.-7. Aeltere Individuen sind auch, wie bei anderen Caranx^ verhältnissmässig etwas niederer. Der hintere hohe Oberkiefer reicht bei Jungen unter die Mitte des Auges, bei Aeltereu bis unter den hinteren Augeurand. An Nacken, Stirne und Präorbitalbein aderige Zeichnungen. Die sichelförmigen Brustflossen reichen bis zum er;;ten Viertel der Afterflosse. Ein vorderes und hinteres Augenlid (bei Aelteren) ent- wickelt, zum Theil gelatinös. Farbe: Silberig, oben bläulich mit Messingglanz. Die gelatinöse Substanz an den Augen gelblich. Flossen graugrün. Rand und Spitze der 2. Rückenflosse schwärzlich, die der Afterflosse oft weisslich. Spitzen und Hinterrand der Schwanzflosse schwärzlich. Die Seitenlinie ist bei Aelteren in ihrem ganzen gekielten Abschnitt schwärzlich. Ein schwarzer Flecken ganz oben am Winkel des Kiemeudeckels. Bei Jüngeren schwärzliche obsolete Querbinden über die Seiten des Körpers. Arab. : Qädam, 6 — 35 Cm. Nicht häufig. Verbreitung: ludischer, Atlantischer uud stiller Occan. U. III. ibbandl. ^9 466 Dr. C. B. Klunzinsrerr bh) Brust, mit Ausnahme einer kleinen ovalen Stelle unten in der Mitte, an der l'ntertiäche nackt, seitlich aber beschup^it. Auge etwas klein. Präorbitalbein fast 7on Höhe des Aug-es. Körper etwas hoch. 21. '^Caranoj sansun. Scomber sansun Fk., Caranx sansun Rp. et Gth. D. 8 1/49—20, A. t 1/15—16, L. lat. (Schilder) 32, Höhe 3-3%, Kopf 3%— 4, Breite 3, Auge 4—6, Schnauze IV^— 2, Stirne 1%:1, Präorb. 1— iVg: 1, 3. Rückenst. ^%, Spitze der 2. Rückenfl. 2—2%, Schwanzfl. 4'/^. Körper, auch bei Aeltereu, ziemlich hoch, länglich eiförmig, Kopf- profil ziemlich steil und gekrümmt, parabolisch. Präorbitalbein ziemlich hoch. Im Unterkiefer zeigen sich vor den vorderen Hundszähnen noch einige kleine in äusserer Reihe. Der horizontale Stachel der Rückenflosse sehr deutlich, freiliegend. Der hintere massig hohe Oberkiefer reicht bis unter den hinteren Augenrand. Die Afterstacheln sind bei Aelteren oft schwer aufzurichten. Aderige Figuren an Scheitel, Stirne, Präorbitalbein und Randtheil des Vordeckels. Der Bogen der Seiteulinie ist bei mittleren Individuen 4V5 — IVamal in dem hinteren horizontalen Theii enthalten. Letzterer ist von seinem Anfang an, der unter dem 7. bis 8. Rückenstrahl liegt, gekielt und gedornt, die Schwanzschilder sind hoch und stark gekielt. Schwanzflosse massig lang. Auch bei den Exemplaren von Rüppell ist nicht die ganze Brust beschuppt, sondern nur in oben genannter Weise. Der nackte Theil ist nach oben gegen die Brustseiten durch eine gerade oder leicht bogige Linie begrenzt, während bei Caranx carangus (wenigstens den Exempla- ren im Mus. Berol. aus dem Atlantischen Meere) auch die Seiten der Brust mehr weniger weit hinauf nackt sind. Farbe: Silberig, mit grünem oder gelblichem Schimmer, oben lila bis graublau. Brustflossen bei Jüngeren gelb. Die übrigen Flossen grau- grün hyalin. Zuweilen ein schwärzlicher Opercularfleck gegen oben, zuweilen fehlt er. Aeltere Individuen meist schwärzlich. Arab.: Die Jüngeren Karämba, die Alten Kirm oder girm. 20 bis 28 Cm. Ziemlich häufig, zu jeder Jahreszeit, Laichzeit Juni. Geht nicht weit ins Meer, auch abwärts nur etwa bis 30 Fuss. Mit der Fluth kommt er auf die Klippe und selbst bis an das Ufer, kleineren Fischen nach- setzend. Das Fleisch ist weniger geschätzt, als das der anderen Caranx- Arten, am wenigsten das der Alten (ignobilis Fk?) und das der schwärz- lich gefärbten Exemplare sind beliebt; diese Färbung soll Magerkeit andeuten. Synopsis Jtr Fisrhe l-i^ Rothin ?!eeres. _t. 2, Afterflosse 4, Breite 5, Länge der Afterflosse 2 Vi in der Körperlänge, Schwauzfl. 4V4. Bei den Exemplaren wechselt die Zahl der Strahlen der Afterflosse, wie bei vielen Scomberoiden, z. B. Eiacate^ Echeneis^ ferner die der Schup- pen der Seitenlinie, welche überdiess meist sehr schwer zu zählen sind? *) Siehe Kner, p. 170 und 172 (Norarareise). 470 Pr r. n. Kl urizi n fcer; sowie endlich die Färbung, ohne dass diese genannten Verschiedenlieiten regelmässig mit einander aufträten, so dass hierauf keine Arten zu be- gründen sind. Daher auch die verschiedenen Angaben der Autoren; so hat nach Günther P.mangala L. lat. 45, nach Kner 50 — 60. P. otaitensis L. lat nach Günther 55 — 65, nach Kner 60. Der Körper ist eiförmig rhombisch. Die Schuppen zeigen eine sehr unregelmässige Anordnung (bei andern Arten sind sie regelmässiger) und ihr Hinterrand ist etwas unre- gelmässig, meist cycloid, aber die Schuppen um die Brust sind sehr oft alle oder theilweise cteuoid. Farbe: Tombakfarben durch viele rothbraune Punkte auf den sonst bläulich silberigen Schuppen. Flossen röthlich. Der Vorderrand und die Spitze der Rückenflosse meist schwärzlich, Afterflosse bald gleichmässig röthlich, bald an ihrem ganzen Aussenrand schwarz. Basis der Brustflosse bald schwärzlich, bald nicht. Ebenso der Hinterrand der Schwanzflosse. Arab.: Kaf el emir. (Hohlhand des Fürsten). 17 Cm. Nicht selten. Im Hafen, Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere, Polynesien, Gattung: Pempherichthys gen. Klz. Die lauge Afterflosse zeigt eine leichte Schuppenscheide, sie selbst ist nicht beschuppt. Die Körperschuppen alle sehr deutlich monostich, ctenoid, regelmässig, gegen den Rand längs gerippt. Schnauze sehr lacunös, Gestalt gestreckt, massig compress, über der Afterflosse nicht ganz platt. Die Schnauze und die Kehle nackt, sonst ist der ganze Kopf beschuppt. Im Uebrigen wie Pempheris. Der Mund ist weit, sehr schief, Unterkiefer vorstehend. Beide Kiefer mit kleinen spitzen Zähnchen in 1 , im Zwischenkiefer auch wohj in 2 Reihen; einige Zähnclien an Vomer und Gaumen. Auge gross. Die Kiemenhaut ist bis zur Mitte der Unterkieferschenkel gespalten, sie bat 7 Strahlen. Vordeckel mit einigen kaum merklichen Zacken. Kiemendeckel tief ausgeschnitten. Die kurze unbeschuppte Rückenflosse mit 5/9 Strahlen. Pseudokieme deutlich, Zunge kurz, glatt. Die Kiemenbögen mit ihren schmalen, gezähnelten Bürstenblättchen deutlich im Mund sichtbar. Die Seitenlinie erstreckt sich auf die Schwanzflosse. '^ Pempherichtys Güntheri Klz, D. 5/9, A. 3/22, P. 15, C, 17, L, lat. 70, Höhe 4, Kopf 4, Breite XVz, Auge 2V2, Stirne 2, Schnauze 2, Präorb. 5 — 6, Rückenstachel IV^, Afterflosse 2V2, Schwanzflosse ^'^/i- Das Küpfprofil wenig gesenkt, fast gerade. Bauchlinie nur hinter dem After etwas aufsteigend, sonst dem Rücken ziemlich parallel. Stirne fast flach. Der Oberkiefer ist hinten abgestutzt, sein oberer hinterer Winkel Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^j]^ ist etwas hinaufgezogen, er reicht unter die Mitte des Auges. Die Brust- flossen reichen bis zum Anfang der Afterflosse, welche unmittelbar unter dem hinteren Ende der Rückenflosse beginnt, die Bauchflossen sind etwas kürzer. Schwanzflosse eingeschnitten gabelig. Die Röhrchen der Seiteulinie in Form einer sehr kurzen Verdickung. Die Seitenlinie ist, entsprechend dem Rücken, wenig gekrümmt. Farbe: Rosenroth. Kopf und Seiten der Brust messiuggelb. 6 Cm. Selten. Familie: Trichiuroidei (^Trichiuridae) Gth. Sie schliessen sich an die Scomberoiden au, zumal an die Xiphioiden, aber sie erinnern durch die Zahnbildung auch an die Sphyränoiden, und durch die lange Rückenflosse an die Blennioideu und Täuioiden. Gattung: Trichiaras L. Trichiiinis haumela. Clwpea haumela Fk., (Russ. t. 41) Trichiurus lepturus Lac, Trichiurus haumela Bl. Seh., CV., Rp., Blk., Gth., Playf.-Gth., Kn. D. gegen 130, A. 90, P. H, Höhe 13, Kopf 7, Breite 3, Auge 5%, Stirne iV*, Schnauze 2V5, Präorb. IV^, mittlere Rückenstrahlen \^/^ — ly^. Ostafrika, ludische Meere. Familie: Gobioidei (Cuv.) Müll. Gruppe: Gobüni Gth. Gattung: Gobias Art., Linne. A. Schuppen gross oder mittelmässig, 50 oder weniger als 50 iu einer Läugsreihe. Schwanzflosse gerundet, nicht verlängert. AA. Ohne Hundszähne. Kopf länger, als hoch. a) Am Winkel des Vordeckels 2 kleine zahnförmige Vorragungen. Untergattung: Oplopomus (Ehrb.) Steindachuer. 1. Gobius oplopomus. CV., Gth., Oplopomus pvXcher Yj\\vh. Symbol, phys. inedit. tab. IX, 6, Nur aus dem R M. bekannt. ^72 '^'' ^- ^' Klunzinger: b) Vordeckel nicht bewaffnet. Augen obeu einander sehr genähert a) Obere Strahlen der Brustflossen fadenförmig, d. h. ungespalteu Nacken, (d. h. Rücken vor der Rückenflosse) beschuppt, der übrige Kopf nackt. (Vßr) Nacken klein beschuppt, Scheitel, (d. h. Rücken gleich hinter den Augen) nackt oder rudimentär beschuppt. acca) Kopf nicht oder kaum breiter, als hoch. Bauchflossen länglich, reichen bis zum After. 1. Rückenflosse oben vorn weiss oder gelblich. 2. '^Gohius nebulopunctatus. CV., Rp., Gth., Pet, Playf.-Gthr. (nee Blk.) Goh. fuscus Rp. Goh. albopunctatus (^punctillatus) Rp.'). D. 6 i/9, A. 9, L. lat. 35, L. tr. 12, Höhe 6, Kopf 4%— 5, Breite ly^, Auge 4, Schnauze 1, 1. Rückenfl. IV2, 2. Rückenfl. in der Mitte IV4, Schwanzflosse 4V4 — 5. Die vorderen Zähne sind ("wenigstens bei Aelteren) etwas grösser. Kein Hauerzahn, aber einige der hintersten Zähne sind etwas grösser als die andern. 2. Rückenflosse etwas höher als die 1., Afterflosse und 2. Rückenflosse hinten etwas erhöht. Der Kopf ist bei Aelteren etwas mehr aufgetrieben, die Bauchflossen reichen bei Aelteren und Jüngeren bis zure. After. Beide Rückenflossen nahe an einander. Farbe: Jüngere heller, gelbweiss, Aeltere mehr braun bis oliveu- grün. Auf dieser Grundfarbe sind sie braun oder schwarz gefleckt und marmorirt. An den Seiten des Kopfes und Körpers viele weisse oder blaue Punkte. 1. Rückenflosse schwärzlich, oder schwarz gefleckt, an der vor- deren Spitze w^eiss oder gelblich. Die anderen blossen, ausser der Bauch- und Schwanzflosse, bei Jüngeren gelb- oder weisspunktirt und gefleckt, bei Aelteren dunkel, grau, einfarbig. Arab.: Morbäs (so heissen alle kleinen Gobius, Slennius und Salarias, welche auf der Klippe sich herumtreiben). 7 Cm. Sie werden nicht ge- gessen. Sie sind nicht leicht zu fangen, sind sehr flink und verstecken sich bei Gefahr sofort in den Ritzen der Steine. Diese Art, sowie G. ornatus und ophthalmotaenia sind die gewöhnlichen Bewohner der Lakuneu an der Uferzone der Klippe. Verbreitung: Ostafrika. *) Ich finde keinen Unterschied iu den beiden Exemplaren des Mus. Sen- kenb., wovon das eine als albo-, das andere als nehulopunctatus bezeichnet ist. Nach Günther sind beide G. = albopunctatus CV., ich finde daran eher die Charaktere von nebulopundatus. Sj'nopsis der Fiscbe des Rothen Meere« a7^ ßßß} Kopf (auch bei Jüngeren) ziemlich breiter, als hoch, au den Seiteil aufgetrieben. Bauchflossen kurz, g-erundet, kreisförmig, reichen nicht bis zum After und haben eine etwas derbe Basalmembran. 1. Rücken- flosse Torn oben ohne hellere Färbung. 3. ■•'Gobiits alboptuH'tatus. CV., Gth., Kn. (nee Rp.) Höhe 5V2— 6, Kopf 4V2, Kopfhöhe ly^ in der Kopfbreite, Schnauze ly^:! (bei Jungen i), Schwanzfl. 6. Farbe: Bei Jüngeren grauweiss, braun gefleckt und marmorirt, oft wie quer gebändert, bei Aelteren dunkler, braun und schwärzlich gefleckt. Keine oder wenig deutliche weisse Puuktirung. Flossen dunkel, oft schwarz gefleckt. Spitze der 1. Rückenflosse nicht heller, 6 Cm, Seltener. Verbreitung: Indischer Ocean. Polynesien. •& /?/5) Nacken und Scheitel bis zu den Augen gross beschuppt. 4. -'Gobi US or malus. Rp., Gth., Kn., Pet, (1868) Steind. (1867) Oo6m.