^ J) Synopsis der Eisclie des Rotheii Meeres. Von Dr. C. B. Klunzing-er. / (Vorgelegt in der Sitzung' vom 2 November 1870.) /- I. Theii. Percoiden Mugiloideii- V. Eiiileitimg*. y orliogende Abbaiidlung* ist das Resultat vierjährig*er Samniluug'eu und Heobachtuiigen in Koseir am Rothen Meere und nachhoriger Bearbeitung und Vergleicbung an mehreren naturbistorischen Museen Deutschlands. Die bisherigen Kenntnisse über die so reiche ichtbyologische Fauna des Rothen Meeres und des indischen Oceans überliaupt sind allerdings durch Männer, wie Forskai, Bloch, Russell, Lacepede, Quoy und Oaimard, Cuvier und V al enci ennes, Ehrenberg, RüppcU, Can- tor, Ben n et, Richardson, Schlegel, Bleeker, Peters, Günthei', Kner, Playfair weit gediehen, aber zumal in Beziebnng auf Feststel- lung: der Arten oft noch mano-elhaft. Es war mein Hauptziel, nicht bloss neue Arten zu bringen (ich fand deren g*egen fünfzig), und eine Zusammenstellung der aus dem Rothen Meere bekannten zu geben , sondern die Arten schärfer zu charakterisiren. Dazu fand ich den besten Weg in der Form der Synop- sis, wodurch eine Menge Weitschweifigkeiten und Wiederlioluugeu ver- mieden werden. Diese Form wird vielleicht manchen Doctrinären nicht genügend erscheinen, gewiss aber denen, welche sich mit Bestimmen der Arten abgeben, als praktische willkommen sein. Ich habe selbst gegen 400 Arten, also etwa drei Viertheile der aus diesem Meere bekannten Fische, au Ort und Stelle nach und nach gesammelt, lebend oder wenig- stens noch frisch beobachtet, und so konnte ich schon dort mit Hilfe der mir 8Ü. \.v, Abhandl. §5 672 ''' "' ß- Kliiuzingor: 1. Höhe 4 heisst: Die grösste Körperhöhe oder der Höheudarch- messer (in der Regel vor der ersten Riiekeiiflosse) ist in der gesainmteii Körperläng-e von der Kopt'spitze bis zum Hiuterrand der ausgestreckten SchwauzÜosse, oder wcuu die Seiteuecken der letzteren vorragen, bis zu der Spitze dieser 4mal enthalten. Sind die Schwanzflossenspitzeu sehr verlängert, so ist das Verhältuiss noch besonders angegeben. % Kopf 3 heisst: Die Länge des Kopfes von der Schnauzenspitze bis zum hinteren knochigen Rande des Kiemendeckels (Dorn und Haut- lappen nicht mitgerechnet) ist in der gesammten Körpcrlänge Snial enthalten. 3. Breite 2: Der grösste Dicken- oder Breitendurchmesser ist in der Körperhöhe 21uuü enthalten. 4. Auge 6: Der grösste Augen- (Orbital-) Durchmesser ist in der Kopflänge 6mal enthalten. 5. Stirn IV^: Die Breite der Stirne, d. h. eine von einem obern Orbitalraude zum andern gezogene Querliuie ist IV^mal in dem Augen- durchmesser enthalten. Ist die Stirne aber breiter als das Auge, so setze ich : Stirn l'/j : 1. 6. Schnauze iV^: Die Länge des Kopftheiles von der Schnauzen- spitze bis zum vorderen Augenrande ist ly^mal im Auge enthalten. Wenn die Schnauze länger ist als das Auge, setze ich: Schnauze 1%:1. 7. Präorb. 2: Die Höhe des Präorbitalbeines ist 2lmal im Durch- messer des Auges enthalten, Ist das Präorbitalbein höher als das Auge, so setze ich: Präorb. 21:1. 8. 3 — 5. Riickenst. '2V^: Die Höhe der höchsten Rückenflossensta- cheln, nämlich des 3. bis 5. ist Siy^mal in der grössten Körperhöhe enthalten. 9. Schwanzfl. 5:. Die Länge der Schwanzflosse von der Insertion ihrer seitlichen Strahlen bis zum Hinterrande oder den Seitenspitzen ist onial in der ganzen Körperläuge (einschliesslich der Schwanzflosse) enthalten. 10. L. lat. 20: Die Zahl der Schuppen in einer Längsreihe, längs der Seitenlinie von der oberen Ecke des Kiemenspaltes bis zur Basis der Schwanzflosse gezählt, beträgt 2lO. 1). L. tr. 5/12: Die Zahl der Körperschuppen in der Quere, über der Aftergegend, ist 17 und zwar liegen davon 5 oberhalb, 12 unter der Seitenlinie (die Schuppe der Seitenlinie selbst ist zu den letztern \l gezählt). 12. Die Bedeutung von z. B. D. 12/15, D. 12 + 1/20, A. 3/8, P. 14, oder 1/13, V. 1/5, C. 17 ist wie bei andern Autoren, z. B. Günther. Bei C. 17 sind die Hauptstrahlen der Schwanzflosse gezählt, die seitlichen kleineren, nicht bis zum Hinterraude der Flosse reichenden, nicht mit- gerechnet. Wenn diese kleineren mit angeführt werden, so heisst es z. B. C 4/17/4. .^^ S.Ytiopsi=i dPT Fische f'~!: R-i»Virri MpAPf^s, 673 43. lu der Synonymie uud den bezüglichen Abkürzungen folge ich G ünt h er^s Werk, in welchem auch die ganze Litteratur über die Fische aufgeführt ist. Ich habe mir der ßaumersparuiss halber uoch mehr Ab- kürzungen erlaubt, z. B.: Fk. = Forskai, Blk. = Bleeker, Bl. = Bloch, F. jap. = Fauna japonica von Temmink und Schlegel, Gth. == Günther, Rp. = ß ü p p e 1 1 , C V. = C u v i e r und V a 1 e u c i e n u e s, Klz. = Kluuziuger, Kn. = Kuer, QG. = Quoy uud Gaimard, RM. = Rothes Meer u. s. w. 4 4. 10 Cm, heisst: Die grösste von mir beobachtete Körperlänge be- trägt 10 Centimeter, Die arabischen Nameu, die in Koseir gebräuchlich siud, habe ich mit lateinischen Buchstaben wiedergegeben, da die wenigsten Zoologen arabisch lesen können, andererseits auch die arabische Orthographie der Fische nichts weniger als feststeht. Zur richtigen Aussprache habe ich mit Accenten nachgeholfen, das ^ drücke ich durch ein Circumflexzeichen aus, das aspirirte h durch li, das \S) durch q, das gerissene r mit gh. Die von mir selbst und zwar nur in Koseir gesammelten Fische sind mit einem '•' bezeichnet. Die Farben der von mir gesammelten Fische sind nach meinen an frischen Thieren gemachten Notizen angegeben. Subclassis I. TeleOStei JoIl Müller. Onlo L Acanihopieri Müller. S II b o 1 d o [. Aeaiithopteri veri w e n '0 Familia I. Pei'coidei. Percidae Günther. Körper länglich, mit pleiosticheu ©tenoidschuppen bekleidet. Seiten- linie ganz. Mund endständig. Augen seitlich. Wangen nicht gepanzert. Der Vor- oder Kiemendeckel, oft beide, am Rande mit vorspringenden Zähnen uud Stacheln versehen. 5 — 7 Kiemenhautstrahlen. Die Kiefer, das Pflug- schaarbeiu uud die Gaumenbeine mit hecheiförmigen Zähnen, in den ••) IJuixii lue Auiiielluüg dieser ünterorJnuag, der die det Acanthopteri pharyngognathi g^s^n- über steht, wird meines Erachtens das Systeir viel uatiirliclier, als wenn man unter dem Nauieu Pharyn- gognatlü ganz verschiedenartige Fische ziisammeastellt, die nichts gemein habeu als die verwacliseuen Schlundknochen. Die Weichflosser mit verwachsenen Schlundknochen bilden dann auch eine besondere Ordnung. nj i nr. C. R Kliinzing'pr: Kiefern daneben auch meist conische oder stärkere Hundszähne. Kiemen- liaut bis zur Mitte der Unterkieferschenkel gespalten *). Bauchflossen brustständig, mit 1/5 Strahlen. 1 — 2 Rückenflossen, meist eine mit einer stachligen und einer gliederstrahligen Abtheilung. Die Stacheln der Kücken- und Afterflosse heteracanth. Pförtneranhäuge meist in geringer Zahl. Schwimmblase einfach. Gruppe: S err anini G ü n t h e r. *""'"*) 7 Kieme nhautstrahleu. Ein oder zwei, aber im letzteren Falle durch Haut verbundene oder wenigstens dicht auf einander folgende Rücken- flossen. 3 Afterstachelu. Muudspalte etwas schräg. Gattung: Serrauus *"*•"""') C V. Sammt- oder Hechelzähue in beiden Kiefern, sowie am Gaumen- und Pflugschaarbeiny. Die Zähne stehen in beiden Kiefern gedrängt, wenigstens gegen vorn eine mehr weniger breite Binde bildend, welche die Mittellinie frei lässt. Die hintersten der Vorderzähne sind aufi"allend laug. Die äussere Reihe in beiden Kiefern besteht aus conischen oder hackigen, unbeweglichen, kurzen Zähnen. Im Zwischenkiefer folgt darauf eine durch die ganze Länge der Seiten dieses Knochens ziemlich gleich breite Binde kleiner gedrängter, nahezu gleichgrosser sammtförmiger Zähne. Im Unterkiefer folgen auf die äussere Reihe feststehender kleiner conischer Zähnchen eine bis 5 Reihen nach innen einschl agbarer Zähne, die inneren immer länger als die äusseren. Nach vorn ist die Binde breit, nach hinten wird sie immer schmäler. Vorn stehen jederseits in beiden Kiefern ein oder zwei stärkere, gekrümmte Hundszähne; die im Zwischenkiefer liegen weiter auseinander, als die im Unterkiefer. Das Auge ist rund. Die Zunge glatt. Der Unterkiefer ragt mehr minder vor. Der Vordeckel ist am hinteren Rande bezahnt, zu- weilen ist indess die Bezahnung fast obsolet. Der Kiemendeckel ist mit 3 deutlichen Stacheln bewaffnet. '••) Dieser Charakter, die Spaltung der Kiemenliaiit betrcfTeud, früher wenig beachtet, gibt oft gute Kaniilienmerkmale. '■"'■'} Ich war anfangs geneigt, die Galtungen mit auffallend sparoidem Habitus, z. ß. Mesoprion, abzutrennen, aus denen ßleeker zusammen mil Lethrinus seiüe FamWh McsoprionoideihMet, aber diese Charaktere, welche den sparoiden Habitus begründen : etwas grosse Schuppen, Nacktheit der Schnauze, des Praorbitalbeines. des Randtlieiles des Vordeckels, beider Kiefer, das „Nackenband" (S. p. G91 bei Diacope), ferner die wenig vorstehenden Dornen am Kicmendcckei, endlich Achselschu|»pen über den Bauchfl'jssen sind nur bei Mesoprion alle vorhanden , bei andern dieser sehr nahe stehenden Gattungen wie Apsilus, Aprion, ümtropomus, Centropristis (S, u.) und den meisten übrigen theilweise. '•''•"^) Die Charaktere dieser Galtung werden gewöhnlich sehr ungenau beschrieben, namentlich in Beziehung auf die Bezalinung. die für die Gattung wie für die Unterscheidung der Arten derselben so wichtig ist. Die zahlreichea Arten sind sehr schwer zu unterscheiden. Die Zahnbildnng gibt gute, bisher nicht beachtete Charaktere. Synopsis der Fische des Rotlieu Meeres. 675 Der ganze Körper ist mit kleinen Ctenoidsc huppen be- kleidet und zwischen diesen finden sich oft wieder, die grösseren umsäu- mende, Gruppen noch kleinerer. Nur die Lippen und der untere Theil des Oberkiefers, der von der Lippenfalte bedeckt ist, zuweilen auch der ganze Oberkiefer, sind nackt. Die Kehle (d. h. der vorderste verwachsene Theil der Kiemeuhaut zwischen den Unterkieferschenkeln) ist eben- falls beschuppt. Hinter ihr zeigt sich der Isthmus (d. h. der hintere untere Zungenbeinfortsatz , der sich an die Humeralknochen anlegt). Die Seitenlinie ist wenig wahrnehmbar, sie läuft der Rückenkrümmung parallel, ihre Röhren sind kurz und einfach. Rückenflosse mit 8 bis 12 Stacheln; sie sind in keine Furche einlegbar. Die Bauchflossen liegen unter der Basis der Brustflossen. Die senkrechten Flossen sind bis nahe zum Rande überschuppt, Schwanzflosse mit 17 Strahlen, Pseudo- branchien gross. 1. Zahnbinde des Unterkiefers sehr schmal. Die Mitte der Seiten dieses Knochens trägt, auch bei Erwachsenen, höchstens zwei Reihen hackiger Zähne (von denen die äusseren feststehen, die innern nach ein- wärts beweglich sind). 11 Rückenstacheln. a) Die Zähne am Winkel des Vordeckels wenig grösser, als die andern Randzähne, Oberkiefer endet unter od(M- hinter dem hintern Augenrande. Kieferzähne schwach. Deckellappen (d. h. die über die hin- tere obere Ecke des Kiemendeckelknochens hinausragende Haut) spitzig verlängert, sein Oberrand fast horizontal. 1. ''Serranits areoUttiis. ? Perca areolata''^^ Fk., Serranus tauvinus Geoffr. (nee Forsk.), >S^. areolatus CV., Rp., Pet., Play f., Günth. **) D. 11/16— 17, A. 3/8, P. 16— 17, L. lat. 100, Höhe 4, Kopf sy^, Breite 2— 2V2, Auge 5Vi, Stirne \%, Schnauze 1%— 2:1. Präorb. IV2— 3, 3—5. Rückenst. %%, Schwauzfl. Sy^. Schwanzflosse bei Jüngeren gerade abgestutzt, bei Aelteren ausge- randet. Zweiter Afterstachel kürzer als der dritte. 3 — 5. Rückenstachel am höchsten. Durch diese Kennzeichen ist S. areolat. hauptsächlich von dem in Gestalt und Farbe ähnlichen S. hexagonatus leicht zu unterscheiden. Der Körper ist länglich-elliptisch, der Kopf etwas lang und spitz. '■') Forsiiäl sagt: guttae fusco-flavescentes, in capite flavescentes. Das trifft bei dem oben be- schriebenen Fisch nicht zu, wohl aber bei 5'. eelebicus, mii dem auch sonst die kurze Beschreibung Fors- käl's übereinstimmt, und es oürfte daher S. eelebicus S- areolatus, jener aber etwa S. Geoffroyi zu be- nennen sein. '■"■'•) S. areolatus (Japonicus) F. jap. hat gerundete SchwanzQosseu, ist also vohl nicht synonym. Die Abbildung von Seba III. t. 27, 6 ist dem S. areolatus ähnlich, aber verschieden, da dort ausdrücklich 9 Rilckeiistachel angegeben werden. Q7f) Dr. C 13 K lim 7. in g er. Die obere ililÜLe des Oberkiei'ei's ist mit kleinen, aber deutlichen Schuppen bedeckt. Zwischendeckel nur am liintern Ende mit einem Dörnchen. Die Stacheln des Kiemendeckels gleichweit von einander ent- fernt, der mittlere stark und lang, die beiden andern sehr klein. Bauch- und Afterflossen gleichlang, erreichen den After nicht. Der weichstrahlige Theil der Rückenflosse hiüten leicht gerundet und wenig höher, als die höchsten Stacheln. Farbe: weissgrau, zuweilen in's Grünliche. Ueberall, auch an Flossen, Bauch, Kehle und Kienienhaut mit kleinen schwärzlichen Flecken besäet. Diese haben 2 — 3 Mm. im Durchmesser, sind dichter gegen den Kücken als gegen den Bauch zu. Es stehen etwa 30—40 in einer Längsreihe am Rumpfe. Sie sind rundlich, wo sie dichter stehen oft polygonal, und ihre Zwischenräume werden wie l)ei S. hexayonatus , linear und netzig. Flossen grüngelblich, mit dichten, mehr rundlichen Flecken. Tris braun. Arabisch: Summäna (Wachtel), nach Forskäl auch Daba (Hyäne). Ist nicht sehr häufig. Bis GO Cm. lang. Vorkommen: Ostafrika, China? b) Die Zähne am Winkel des Vordeckels bedeutend stärker und länger, als die übrigen Raudzähne. Der Oberkiefer erreicht die Höhe des hinteren Augenrandes nicht. Deckellappen spitzig, der Oberrand des- selben schräg. Rückeustacheln hoch, kräftig. ci) Zähne mittel massig, Nasenlöcher klein. Oberkiefer über die Hälfte herab beschuppt. Zwischen- und Unterdeckel zum Theil gezähnelt. Die Stacheln am Kiemendeckel you einander gleichweit entfernt, der mittlere lang, der obere klein. Brustflossen länglich, hinten gerundet, erreichen den After nicht. Bauchflossen noch kürzer, Schwanzflosse abge- stutzt, bei Aelteren mit etwas vorragenden Seitenspitzeu. 2. ■'Serranus celehiciis. ? Perca areolata Forsk. S. o, bei /S', areolatus, Serranus celebicus ßlk., Günth. D. 11/15— 16, A.3/8, F. 17, L. lat. 90-100. Höhe 3%— SVi, Kopf 37^, Breite '1%, Auge 5, Stirne \%, Schnauze iVj:!, Präorb. 2, 3—5. Rückenst. V/2, Schwanzfl. 6. Körper länglich-elliptisch. Der Vordeckel ist winkelig und über dem Winkel seicht ausgerandet oder ausgenagt. Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse leicht gerundet, kaum so hoch als die höchsten Stacheln. Farbe: Grauweiss bis blassgelb, dicht mit ziemlich (etwa 5 — 8 Mm.) grossen, braunen oder dunkeloliveufarbigen, am Kopfe mehr hellgelben, an den Flossen mehr dunkelbraunen, rundlichen Flecken besetzt. Bauch und Kehle un gefleckt. An der Schwanz- und Afterflosse stehen die Synopsis iler Piscbe des Rotheu Meeres, 677 Tropfen am Uicuiesteu uud die heileren Zvvisclieuräume erscheinen als (oft polygonale) Netzlinien. Der stachlige und öfters auch der weich- stralilig-e Theil der Rückenflosse sind undeutlich gefleckt und schmutzig braungelb. Die Brustflossen nur an den Strahlen mit sehr blassen Flecken. Die Ränder des weichstrahligeu Theiles der Rücken- uud Afterflosse und der hintere Rand der Schwanzflosse hellgelblich. Hinter dem Rande des Oberkiefers eine schiefe dunkle Linie. Nicht häufig. 45 Cm. Arab. Sumäua. Steht dem S. longisimiis Kner sehr nahe, ist aber davon verschieden. Vorkommen: Bisher nur aus Celebes bekannt. Die Bleeker'schen Exemplare sind indess mehr rüthlich, ß) Zahne klein, die der innern Reihe kaum grösser. Die beiden Nasenlöcher gleichweit, mittelmässig. Oberkiefer scheint unbeschuppt. Zwischen- und Unterdeckel gauzrandig oder am ersteren hie und do ein Zähnchen. Mittlerer Stachel am Kiemendeckel dem unteren etwas näher als dem oberen. Schwanzflosse leicht gerundet. Die Brustflossen ge- rundet, reichen bis oder über den After, Bauchflosse ein wenig kürzer. 3. Serrantfs leticfmtifjmn (Ehrb.) CV. D, 11/16, A. 3/9, Höhe 3Vj, Kopf 3, Auge 5, Stirne 1, Schnauze 17^:1, Präorb. 2, 3—5. Rückenst. '2%, Schwanzfl. 5. Diese Art ist nicht synonym mit aS". .«wmHawa Forsk., sondern, wie auch schon Peters (Sitzungsber. Akad. Berlin 1865) anführt, verschieden davon. Nach letztcrem wäre Holocentr. coeruleopunctatus Bl. t. 242,2 hie- her zu beziehen. Nach Untersucliung der Originalexemplare finde ich diesen Fisch sehr nahe mit aS'. celebicus verwandt. Vielleicht dürfte hieher auch »S'. lioeveyiii Blk. gehören, dessen Rückeustachelu sind aber nach Playfai r-Günther t. H, 3 nieder. Einige andere im Mus. Berol. als S. leucostiama von Ehrenberg gesammelte Exemplare sind indess wirk- liche junge aS, sunimana. Farbe nach CV.: Körper grün, weiss gefleckt {Holoc. coeruleopun- ctatus B 1. hat blaue Flecken). Die Flecken sind sehr unregelmässig, nicht rund, oft zusammeufliesstnd, Flossen ungefleckt, gegen den Rand dunkel. Ihr Endsaum meist hell. Die vom hinteren Theile des Oberkiefers bedeckte Haut ist gegen oben schwarz. Grösse: 25 Cm. Von Ehrenberg im Mus. Berol. Nr. 208. Aus d. RM. y) Zähne auflallend lang. Nasenlöcher etwas weit. Oberkiefer nur ganz oben klein beschuppt. Zwischen- und Untordeckel gauzrandig, nur ein Zähnchen an der hinteren Ecke des Zwischendeckels. Stacheln am Kiemendeckel von einander gleichweit entfernt, der obere sehr klein. Brustflossen erreichen den After nicht. Schwanzflosse leicht gerundet. 4. Rückenstachel der höchste. B.t XX, Abhand!. 86 ß'] D. h. hinten convex, gegen vorn gerade auslaufend. 86 * for) Pr C. b Klunzinger; Farbe: Ziii n o b erroth, zuweileu mehr biauu, mit ziemlich grossen (j — 5 Mm.) nicht sehr dichten (etwa 24 iu einer Längsreihe am Rumpfe), blauen, dunkelgesäumten, runden Flecken, Tropfen oder Ocelleii. Bauch, Brust, Kehle, Brust- und Bauchüossen ungefleckt. Rücken-, After- und Schwanzflosse hinten, Bauchliosse aussen schwarz gerändert mit bläulichem Endsaume. Brustflosse von der Körperfarbe, mit citrou- gelbcm Randtheile, Iris hochroth. Arab. Nägil (nach Forsk. auch Sarblin, Ataje, Burdi. Selten über 30 Cm. Ziemlich häufig am Korallabhange, lebt gern einzeln, lauert auf kleinere Fische. Fleisch gut. Verbreitung: Mozambique, Zauzibar. A 11 h a n g : Die folgenden zwei Formen stimmen aufs Genaueste mit S. minla- tus überein und weichen nur in der Färbung etwas ab, sind also gewiss nur Varietäten. ■'Serranus hemistictns Rp. Perca miniata var. b '*"'). Serranus hemlstlctas Rüpp., Günth., Play f., Serr. sumana Lefebre, Ab3^ss. t. V. 1. Die Rückenflosse hat 9/14 — 45 Strahlen, was auch manchmal bei kleinen 8. miniatus vorkommt. Die Kiemenhaut hat, wie immer bei Serra- nus^ 7 Strahlen (nicht 6: RüppeU). Farbe: Seltener roth, als dunkelbraun oder braungrau. Kopf, die untere Hälfte des Rumpfes, After-, Rücken- und Schwanzflosse mit kleinen blauen schwarzgesäumten Punkten oder Ocelleu (selten über \ Mm,), meist nicht sehr dicht besetzt. Die Ocellen am Kopfe und nament- lich an den Seiten der Brust sind grösser; auch die Kehle hat Ocellen. Flossen schwärzlich und punktirt, wie der Körper. Rücken- und After- flosse gegen hinten, Schwanzflosse am Hinterrande weissgesäumt. Brust- flossen schwärzlich mit gelbem Randtheile, Bauchflosssen aussen schwärzlieh Arab. nach Forsk. abu bälah (Dattelfisch). Diese Form ist seltener als *S'. miniatus^ die Grösse fand ich nie über 20 Cm. Verbreitung: Bis jetzt nur im Rothen Meere gefunden. ''Serranns sencmaculaitis Rp. (Günther.) Stimmt genau mit S. zanana CV., nicht aber ganz mit S. spilurus CV., den Günther mit S. zanana zusammenstellt. -■^) Diese Varietät wird von Andern auf S. guttatus bezogen, passl aber wohl besser zu htmi- stictus- Denn S. guttatus ist zu verschieden, als dass er von Forskäl als blosse Varietät von seiner ■S'. mmiata betrachtet werden konnte; auch hat er keine so deutlichen Ocellen. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ßSi D. 9/15. Farbe: Meimigroth mit vielen blaueu oder schwärzlicheu Puiikteu (2 Mm.), die um das Auge öfter in Linien sicli reihen. Bauch und Kehle unpunktirt. Sechs grosse schwarze Flecken jederseits an der Basis der Rückenflosse und dem Schwanzrücken. Brustflossen mennigroth, oder orange, die übrigen Flossen blaugesäumt. Ziemlich selten. b) H Stacheln in der Rückenflosse. Flossen alle gerundet, weicher Theil der Rückenflosse ein wenig höher als der hartbtrahlige, aa) Körper schlank, gestreckt. Deckellappen spitzig, sein Oberrand wenig gesenkt. Deckelstacheln von einander gleichwuit entfernt, der mitt- lere lang, der oberste sehr klein. Hinteres Nasenloch etwas grösser als das vordere. ci) Oberkiefer reicht bis unter oder nur wenig hinter den hintern Augenrand. Kopf und Schnauze etwas kurz. Kopfprofil leicht convex. Brustflossen länglich elliptisch, erreichen die Afterhöhe, die Bauchflossen kürzer. 7. •'Serraniis fasciatus. Perca fasciata Forsk. '•') Holocentrus oceoniciia Lacep. Serranus oceanicus CV. Rüpp., Günther. Epinepkelis marginalis Bl., Serr. margi- naiis CV., Pet., Güntlier, Blk., Play f. (Kner's S. marginalis scheint verschieden?) D. 11/15 — 16. A. % L. lat. 70, Höhe 4, Kopf Sy^, Breite 2%, Auge 4, Stirn 1'/^, Schnauze 1 — i'A:!, Präorb. i, 3 — 7. Rückenst. '1^/2-, Schwanzfl. SVj. Der Oberkiefer ist hinten abgestutzt, sein unterer Rand hinten gerade. Vordeckrl winklig abgerundet, die Wiukelzähne merklich stärker, als die andern Randzähne. Ueber dem Winkel eine leichte Ein- buchtung. Unter- und Zwiscliendeckel ganzrandig. 2. und 3. Stachel der Afterflosse ziemlich gleichlang. Farbe: GrauÜeischruth odtr dunkelrosa, zuweilen ins Oliveufarbige. 5 — 6 dunklere Querbinden laufen über den Rumpf herab, gegen unten werden sie undeutlich. Zuweilen sind sie überhaupt kaum merklich. Kopfrückeu braun. Au den Seiten des Kopfes undeutliche dunkle Binden, eine von der Oberlippe zum Auge, eine zum Kiemendeckel, eine dritte an der Brust* Flossen rosa oder gelblichgrün, zum Theil mit milchweissem Saum. Auf der Membran der Rückenflosse hinter den Stachelspitzeu oben je ein schwarzer oder purpurschwarzer dreieckiger Fleck und darüber ein weisses '••) Es kann kein Zweifel sein über die Identität der Forskäl'schen Perca fasciata und des Lacep öde'schen flbZoc. oceaniczis und Forskäl's Namen gebührt die Priorität. Forskäl meint unter sei- nen j.fasciis Iranversis lalis. albidis, subquatornis" otil-nbar ilic lielleren Zwischenräume zwischen ilen dunklen Querbinden, und in der That bekommt man b'ji manchen Exemplaren mehr die Ansicht von weissen als von dunklen Querbinden, ^g2 Dr. 0. B K'iMn7inger: Läppchen. Iris hochroth, mit gelbem Ring. Hinter dem Raud des Ober- kiefers oft eine scliiefe schwärzliche Linie. Das Auge zuweilen von einem schwärzlichen Ring- eingefasst. Arab. : Abu hilu (Perlfisch), 30 Cm. Häufig am Abhang, liebt die Tiefe. Fleisch sehr gut. Verbreitung: Ueber den ganzen indischen Ocean bis Japan. ß) Der Oberkiefer reicht weit hinter den hinteren Augenrand hin- aus, ist sehr laug. Kopf und Schwanz lang, spitzig. Kopfproiil fast gerade. Brustflossen eiförmig, elliptisch, nicht verlängert, erreichen die Afterhöhe nicht, die Bauchiiossen kaum kürzer. Unterkiefer stark vorragend. Zahn- binde weit zurück breit, wenigstens bei Erwachsenen. ««) Stirn breit (1 — IVj). Vordeckel winklig. Klein und zerstreut gefleckt, wird sehr gross. 8. ''Serranus stdmonoitles Holocentriis salmonoides Lac, Serr. sahnonoides CV., Pet. , Gün- ther, Serr. luti Lefebre t. 5 (^S. luti CV. gehört wohl nicht hieher?) Maass und Zahlen (ausser der Stirn) wie bei der folgenden Art. Ist zumal in der Jugend, ausser der Färbung, schwer vom folgenden zu unterscheiden. Bei älteren wird die Breite der Stirn aufl:allender. Farbe: Blassgrau oder blassbraun bis gelblich; braun und weiss gross niarmorirt, zuweilen in Form von Querbinden. Auf diesem Grunde zerstreute kleine, braunschwarze oder rostbraune Flecken, gegen 20 in einer Längsreihe am Rumpf. Die Flecken unter der Kehle grösser und dichter. Flossen bräunlich, undeutlich gefleckt. Iris braun. Arab.: Tauwina, die jüngeren Farcha tauwina. 4 — 5 Fuss lang; kleine Exemplare unter 30 Cm. selten. Ist der grösste Serranas dieses Meeres; kommt nicht sehr häufig auf den Markt. Lebt in grösserer Tiefe (7 — 800? Fuss). — Man hat grosse Mühe, ein solches Uugethüm heraufzu- ziehen an der Angel, es widerstrebt mit grosser Gewalt. Wie es auch bei andern in grosser Tiefe lebenden Fischen der Fall ist, findet man den vordem Theil des Verdauungsschlauches bei dem herausgezogenen Fisch her vorgestülpt und den Körper aufgetrieben (Folge des verringerten Druckes von aussen, ähnlich dem aufgeblasenen Frosch unter der Luftpumpe). Nach einiger Zeit schwillt der Fisch unter dem abgehenden Geräusch der Gase langsam ab. Das Fleisch ist nicht geschätzt, es ist sehr fasrig, zäh und trocken. Verbreitung: Isle de France. Ind. Meere. ßß') Stirn schmal (tVi — 2), Vordeckel gerundet. Zerstreut gross gefleckt. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. 683 9. -^Serranns fattvina. Perca tauvina Forsk.'^), Serr. foveatus Rüpp., Serr. heooagonatus Günther ps. D. H/15, A. %, Höhe 4, Kopf 3, Breite 2, Auge Sy^, Stirn 4%— 2, Schnauze 1%: 1, Präorb. V/^, 5— 8. Rückeiist. 2%, Schwauzfl. Sy^. Körper gestreckt. Die Wiukelzähue am Vordeckel kaum grösser als die andern. Unter- und Zwischendeckel ganzraudig. Zahnbinde bei Er- wachsenen weit zurück breit. Farbe: Grauweiss, oft ins Gelbe, Bläuliche oder Braune; überall, auch an Kehle, Bauch und Kiemenhaut mit rundlichen, grossen, braun- schwarzen bis rothbraunen Flecken, gegen 12 in einer Läugsreihe. Diese Flecken stehen meist nicht so dicht, dass ihre Zwischenräume als Netz- liuien erschienen (nicht wie bei S. hexagonatus). Manchmal fliessen einige zusammen zu grösseren Flecken, besonders oben am Rücken. Die Flossen sind grünlich, oft weiss gerandet, die Flecken derselben etwas dichter, als am Rumpfe. Arab.: Küscher. Ziemlich häufig, wird selten über 40 Cm, gross. Lebt iu den tiefen Höhlen und Buchten am Korallabliange. Anhang. Serranus hexayonalus. Perca hexag. Forster, Serran. hexagonatus CV., Blk., Günther etc. S. foveatus CV., Epinephelis merra Bl., Serranus merra CV., Serr. hexago- natus var. C. merra Günther. Serranus pardalis Blk., Serran. gilberti Rieh. Blk. D. 11/16—17, A. %, Höhe 4, Kopf sya, Breite 2, Auge 4y2, Stirn 2, Präorb. 3, Schnauze lyi'.l, 5. — 8. Rückeust. V/^^ Schwauzfl. 6. Der Hauptuuterschied dieser im Rothen Meere noch nicht gefundenen, viel in der Färbung variirendeu Art von S. tauvina Forsk. liegt in den Zähnen: im Unterkiefer finden sich seitlich in der Mitte nur 2 Reihen von Zähnen, auch bei Erwachsenen, die Zahnbinde ist überhaupt schmal. Auch ist die Schnauze und der Oberkiefer weniger lang, die Rückenflosse hat 11/16 — 17 Stacheln und die Flecken am Rumpfe sind nur durch schmale lineare Zwischenräume getrennt, welche ein Netzwerk mit meist polygonalen Maschen bilden. Bei den meisten mir vorliegenden Exempla- ren ist dieser Unterschied aufifallend, bei andern aber finde ich die Zahn- biude bei Individuen mit hexagonalen Maschen breit, so dass ich hierüber nicht zu einem sicheren Resultate gelangt bin. *) Forsk. gibt grosse Flecken an, ttieint aho nicht den S. ealmonoides, 684 Ur C 15 K liinzin ser: bbj Körpef elliptisch, einwenig hoch (wie /S. miniatus), üeckcl- lappeii schief abg-estutzt. MitÜeror Deckel stacliel wenig liiiiger, als die andern, dem uufcern genähert. Hinteres Nasenloch weiter als das vordere. a) Die Zähne ziemlich lang, besonders die inneren. Zalinbinde wenig breit. 10 'Ser/'ftNNs fftxcof/nffafffs. Perca sumana vnr. fuscoguUata Forsk., Serr. fuscognftatus Rüpp., Peters, Günther, Playfair, Kner, Steind., Serr. dispar var. b. Play fair ? D. 11/14—15, A. % -c,, Höhe SV*, Kopf 3%, Auge 6, Stirn 1, Schnauze 1 7.^—2:1, 4—5. Rückenst. 2%, Schwanzü. ^y^. Der Oberkiefer reicht weit hinter das Auge; sein Hinterrand abge- stutzt, sein Unterrand ohne scharfen Absatz. Vordeckel fein gesägt, win- kelig gerundet, Winkelzähne ein wenig stärker. Unter- und Zwischendeckel ganzrandig. Brustflossen eiförmig, erreichen die Afterhöhe nicht ganz. Bauchflossen kaum kürzer. Schuppen hinten meist abgestutzt, wenig gezähnt. Farbe: Graubraun, oft ins Grüngelbe, Braiinrothe oder Bläuliche, allenthalben mit (etwa 5 Mm.) kleinen, dunkelrostbraunen Tropfen (licht bedeckt (30 — 40 in einer Längsreihe) ^ zuweilen sind sie wenig deut- lich; und es zeigt sich eher eine dunkle Marmorirung oft in Form von Querbinden, besonders auch um die Kehle. Grosse unregelmässige, dun- kelbraune bis pechschwarze Flecken am Rücken und an den Seiten des Körpers; ein solcher stets am Schwanzrücken. Die grösseren und kleineren Flecken sind oft durch unregelmässige gyröse gelbliche Linien begrenzt. Flossen dunkel, gelblich, mit dichten, ziemlich grossen dunkelbraunen Tropfen. Au den Brustflossen fliessen die Tropfen oft zu Querbinden zu- sammen. Variirt sehr in der Färbung; manche sind dem S. areolatus sehr ähnlich. Arab.; Sumäna (Wachtel), nach Forsk. K 6 schar. Ist nicht häufig. Liebt die Tiefe. 20—60 Cm. Verbreitung: Mozambique, Zanzibar, Neuholland (Novarareise) (ein Exemplar von dorther aus der Bleeker'scheu Sammlung in Stuttgart ist als S. horridus bezeichnet). ß) Zähne klein, gleichmässig, auch die Hundszähne klein. Zahn- binde etwas breit. Synopsis der Fiscbö des Rothen Meeres. 685 \\. ■'Serraiius sumana. Perca sumana F o r s k. , Serranus sumana C V., R ü p p. , L e f e b r e , Günther, Serr. tumilabris CV., Günther, Play fair t. II, 2 "O- D. 11/16, A. V„ Höhe sy^, Kopf 3%, Auge 5'/^, Stirn 1%, Präorb. 2, 3.-5. Rückeust. ty^. 3 — 5. Rückenstachel schlank uud hoch, so hoch, als die höchsten weichen Strahlen, Flossen spitzlich g-erundet. Winkelzäline am Vordeckel kaum stärker. Oberkiefer endigt unter oder ein wenig hinter dem hintern Augenrand. Zwischendeckel gezähnelt, Unterdeckel ganzrandig. Farbe: Braun, mit grossen rundlichen weissen Flecken von der Grösse des Auges und noch grösser. Auf diesem Grunde überall mit kleinen weissen Tropfen und Punkten (3 — 5 Mm, gross) massig dicht besetzt, we- niger dicht am Kopfe. Die bedeckteu Häute des Kopfes schwarz. Iris dunkelbraun. Am SchAvanze öfters ein schwarzer Fleck. Flossen dunkel- braun, meist weissgefleckt; bei älteren sind Brust- und meist auch Baucli- flosse ungefleckt. Auch bei jüngeren findet man am Körper oft blos die weissen Tropfen, noch nicht die grossen weissen Flecken. Arab.: Sumana. Nicht häufig. 40 Cm. Verbreitung: Seychellen. cc) Körper nieder, schlank, Deckellappen schief abgestutzt mit leicht couvexem oder geschwungenem Oberrande. Die 3 Deckelstacheln gleich- weit entfernt von einander. Hinteres Nasenloch wenig weiter, als das vordere. Zähne klein, auch die Eckzähne. 12. "^'Sei'raftffs micronofafHs Rüpp. D. H/15, A. Vj,, P. 15, Höhe 4, Kopf 3%, Breite ^V^, Auge 5%, Stirne iVa-) Schnauze iV^:!, Präorb. 2V2, 3. — 5. Rückenst. 21V2, Schwanz- flosse 5V2. Schnauze spitz, Kopfprofil gerade, Unterkiefer ragt sehr vor. Die zwei letzten Afterstacheln nahezu gleichlang. Vordeckel sehr stumpf- winklig, der untere abschüssige Theil desselben ganzrandig. Keine grös- seren Winkelzähue. Oberkiefer reicht weit hinter den hintern Augenrand zurück. Es sind, wie bei allen Serranus 3 Deckelstacheln vorhanden, nicht einer, wie Rüppel angibt Flossen gerundet, Rückenstacheln schlank. Farbe: (nach Rüpp eil) Körper und Rückenflosse blaugrau mit vielen kastanienbraunen Punkten (Tropfen). Unterer Theil des Kopfes und Bauch ungefleckt. Eine grauweisse Binde zieht von der Suborbitalgegend bis zu den Brustflossen. '•') Als der wahre S. sumana wird von Playfair eiüe andere Art beschrieben; da es schwer auszumachen sein wird, weichen von beiilon Forsi^äl gemeint hat, wird es wohl gerathener sein, den alten Namen Forsicärs für den mm zu beschreibenden, häufigem und länger bekannten Fisch zu gebrauchet]. Brt. U. Ahhandl. 87 QQQ . iJr. C b. K luuzi liger. • Das einzige Exemplar dieser Art im Mus. Senkenb. aus dem Ro- theu Meere. 3) Zahnbiiide im Unterkiefer sehr breit. lu der Mitte der Seiten dieses Knochens sind bei Erwachsenen wenigstens vier Reihen von Zäh- neu. Neben der Mittellinie vorn liegen 8- iO Zähne hintereinander. 13. *Seri'anns yuUntus. Renard, Valent. Bodianus yuttatus Bl. Cephalopholis argus Bl. Seh. (ist eine auöallende Varietät mit Querbiuden, sonst mit der zu be- schreibenden Art übereinstimmend, wie Peters nachgewiesen). Serran- myriaster C V., Rüpp., Günth., QG. Lesson, Blk., Rieh. S. argus F et.^ S. guttatus Peters, K n e r, Günther (uec CV. ?) *) D. 9/15—16, A. %, L. lat. 80, Höhe 3%, Kopf Sy^, Breite ^Vi, Auge 6, Stirne 1 — IV4, Präorb. ly^, Schnauze 2:1, 7.-9. Rückenst. 374, Schwanzfl. 6. Körper elliptisch, etwas hoch (wie S. miniatus). Unterkiefer ragt sehr vor. Oberkiefer reicht weit hinter das Auge; seine obere Hälfte ist fein beschuppt, sein unterer Rand gleichmässig, ohne vorragenden Winkel. Vordeckel gerundet, über dem Winkel leicht gestutzt; seine Zähnelung mit blossem Auge kaum wahrzunehmen, selbst am Winkel. Die 3 Deckel- stacheln fast gleich, flach, die beiden untern genähert. Deckellappen schief gestutzt, ziemlich spitz, reicht unter den ersten Rückenstachel. Unter- und Zwischendeckel zuweilen sehr leicht gezähnt. 7 — 9. Rückenstachel viel niederer als die höchsten weichen Strahlen. Brustflossen eiförmig, erreichen den After nicht, Bauchflosseu etwas spitzig, ein wenig kürzer. Die Flossen sonst gerundet. Farbe: dunkelviolettbraun, bis braunschwarz, allenthalben mit klei- nen (ohne Saum 1 — % Mm. grossen) blassblauen, schwarzgesäumten Ocel- len nicht dicht (gegen 22 in einer Längsreihe) besetzt. Ein dunkelrother dreieckiger Fleck oben an der Membran der Rückenflosse hinter jedem Stachel. Flossen mit weissem Saum. Iris dunkelbraun. Arab.: Nägil. 30—40 Cm. Ziemlich häufig. Variirt viel, nach den Beschreibungen der verschiedenen Autoren zu schliessen. Die Exemplare aus dem Rothen Meere haben immer oben beschriebene Färbung. Verbreitung: Weithin im ostiudischeu Archipel, von Ostafrika bis Australien und Polynesien. Diese Art steht dem ;S^. miniatus sehr nahe, unterscheidet sich aber sofort durch die breite Zahnbinde, kürzere gefleckte Brustflossen, nicht vorragenden hintern untern Oberkieferwinkel. '"j i'irca miniata var. b. S. böi 5. hewiäticfug. Synopsis der Fische des Rothen Meeres, 687 Anhang: zu Serranus. S. melaniinis Geoffr. Des er. Eg. D. 11/17, A %. Schwanzflosse abgestutzt. Am Vordeckel 3 — 4 starke Winkelzähne. Unter- und Zwischendeckel ziemlich stark gezähnt. Farbe gleichmässig-. "Weicher Theil der Rückenflosse, die Schwanz- und Afterflosse mit rostbraunen Tropfen. Ich kenne diesen Fisch nicht. Junge Serranus: Ich fand mehrere kleine Fische von 3 Cm. Länge, die sich von Serranus durch einen, zuweilen selbst mit Widerhäckchen besetzten, z'emlich langen, den Rand des Unterdeckels oft erreichenden, rückwärts gerichteten langen Stachel am Winkel des Vordeckels, sowie durch Schuppenlosigkeit des Nakens, der Stirne, der Schnauze, der Kiefer auszeichnen. Solche Individuen hatten auch meist nur eine Zahnreihe. Bei etwas grösseren Exemplaren (4 Cm.) ist der Winkelstachel des Vordeckels bereits kaum grösser als die andern sehr scharfen Zähnchen des Hinterrandes; es haben sich die oben genannten nackten Stellen mit Schüppchen belegt, und die Zahnreihen haben sich vermehrt. Es ist also kein Zweifel, dass mau es mit jungen Serranus zu thun hat. Der Farbe nach entsprechen einige solche Exemplare dem S. fasciatus, andere dem S. areolatiis (oder tauina?). Gattung: Pseudoserranas Klz. Vorderkopf, nämlich Stirne, Schnauze, Präorbitalbein, Kehle, sowie beide Kiefer und der Randtheil des Vordeckels nackt. Ausser den ge- wöhnlichen vordem Hundszäluien befinden sich auch einer, zwei oder mehrere solcher an den Seiten des Unterkiefers. Sonst wie Serranus^ auch die Schuppen sind klein. Diese Gattung oder wenigstens Untergattung, wozu S. louti^ S. cabrilla^ S. scriba gehören, ist mindestens mit demselben Rechte von Serranus zu trennen, als Plectropoma und jedenfalls mit mehr Recht zu scheiden, als z, B. Mesoprion und Genyoroge. Schliesst sich in mehrfacher Beziehung näher an Diacope und Plectropoma^ als an Serranus. ■' Pseufloscrranns louti. Valent. Renard '••), Percaloati Forsk., Labriis punctulatus Ij&c.'''') Bodianus louti Bl. Seh.. Lac, Serran. punctulatus CV., QG., Blk., Serr. louti Rüpp., Günth., Play fair (nee CV.). ■■■•) Die Citirung dieses Schriftstellers und seiner phantastischen Figuren hat mehr ein antiquari- sches als wissenschaftliches Interesse. Die bei S. louti citirten Figuren 1. t. 41, 207 und II. t. 21, 300 könnten eben so gut Plectropoma maculatum vorstellen. *'■*) Bei genauerem Eingehen auf die Synonymie wird man manche Fehler der Autoren finden, z. ß. ist hier Lac III, .377 von CV. und Günth. citirt und es muss in Wahrheit p. 431 heissen. 87* figCj Dr. C. B. I(lrin7ing'er; D. 9/14, A. Vs, P. 17, C. 17, R. br. 7, L. lat. c. 100. Hölie 3%— 4, Kopf V/2 (die Körperlänge bis zu der Mitte des Hin- terrandes der Schwanzflosse gerechnet, nicht bis zum Ende der Seiten- spitzen). Breite 2V31 Auge 5—6, Stirne IV4, Schnauze IV^:!, Präorb. ly^, 9. Kückenst. 3, Schwanzfl. 6V2. Körper elliptisch, einwenig hoch. Kopfprolil leicht parabolisch. In der Zahnstellung ist charakteristisch für diese Art: in der Mitte der Seiten des Unterkiefers jederseits 1, seltener 2 starke Hundszähne; die Zahn binde vor denselben ist breit, 4 — 5 reihig', hinter ihnen stehe« die Zähne nur in 2 Reihen, von denen die inneren längeren nach einwärts beweglich sind. Zähne des Gaumens haarförmig, 'üreihig, die Zahnbinde des Vomcr in Form eines spitzen Winkels. Der Oberkiefer reicht meist nur unter die Mitte des Auges. Beide Nasenöffnungen klein. Vor- deckel gerundet, fast ganzraudig; eine Zähuelung ist kaum mit dem blossen Auge bemerklich, bei älteren ganz verwischt. Zwischen- und Unterdeckel ganzraudig. Drei flache Deckelstacheln gleichweit von ein- ander entfernt, der mittlere der längste. Deckellai^pen massig zugespitzt. Die Rückenstacheln nehmen bis zum letzten an Höhe zu. Der weichstrahlige Theil ist viel höher. Vor dem Hinterrande läuft die Rücken- und Afterflosse in eine lauge fadenförmige Zuspitzung aus; die der Afterflosse ist die längere und reicht wenigstens bis zur Mitte der Schwanz- flosse. Brustflosse lanzettlich, reicht kaum bis zur Afterhöhe. Bauchflos- sen verlängert, zugespitzt, reichen meist bis zur Afterflosse. Dritter Stachel der Afterflosse länger als der zweite. Schwanzflosse hinten tief ausgeschnitten, die Seitenspitzen besonders bei Erwachsenen bedeutend verlängert, ihre Strahlen oft doppelt so lang, als die mittleren. Farbe: carminroth, gegen den Rücken dunkler, fast schwärzlich, mit zahlreichen kleinen (3 — 5 Mm.) Fleckchen von unregelmässig eckiger und zackiger, seltener runder Form und weissblauer, violetter, carmin- und purpurrother Farbe massig dicht besetzt (etwa 30 in einer Längs- reihe). Bauch und Kehle ungefleckt. Rand der After- und Rückenflosse gegen hinten, Hinterrand der Bauch- und Schwanzflosse und die ganze hintere Hälfte der Brustflossen citrongelb. Iris hochroth. Arab.: Küscher scherif (Edelbarsch), nach Forsk. Luti 50 Cm. Ist gefrässig und fasst die Angel gern, daher häufig auf dem Markte. Liebt die Tiefe, kommt selten höher, als 20 Klafter Tiefe herauf, und findet sich daher seltener vor dem Korallabhaug, als etwas weiter meer- einwärts, auch an Korallinseln drinnen im Tiefmeer. Das Fleisch ist sehr geschätzt. Variirt etwas in der Färbung nach der Angabe der verschie- denen Autoren. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis Po- lynesien. Synopsis (ier Fische des Rothen Meeres. 689 Serr. ßavima/'ffinftius Rüpp. ist nichts als eine farbvarietät von Pseudoserranus hiti. Ein schwarzes Läugsband zieht vom Auge bis zum Ende der Rückenflosse, und es findet sich ein schwarzer Fleck jeder- seits oben am Grund der Schwanzflosse. Sonst wie Ps. luti^ meist schwärz- lich. 19 Cm. Nicht häufig. Gattung: Plectropoma Ciiv. Der einzige durchgreifende Unterschied dieser Gattung von Serranus liegt in den nach vor- und abwärts gerichteten Stacheln am untern Rande des Vordeckels. Bezahnung der Kiefer, Beschuppuug am Vorderkopfe, Grösse der Schuppen, Dicke und Höhe der RiKkenstacheln wechselt bei den verschiedenen Arten, Bei den meisten aber ist der Vorderkopf nackt, und an den Seiten der Kiefer zeigen sich Hundszähne, wie bei Pseudo- serranus. '^Plectropoma macnlatum. Pet'ca miniata var. c. Fo r s k. ? J3odianus macidatus Bl., L ac, Plectro- poma piinctatum QG. ^PL maculat. C V., Rüpp. ''0, ßlk., Günth., Playf. D. 7—8/12—11, A. 2/8— 3/9, P. 15, C. 17, L. lat. 110. R. br. 7. Höhe 4%, Kopf 4, Auge 0, Stirne 1 — 1 V4 : 1 , Schnauze S'/j:!, Präorb. 4, 4. — 5. Riickenst. 3'/,, Schwanzfl. 6%. Körper elliptisch, verlängert. Schnauze etwas lang. Unterkiefer etwas vorstehend. Der Oberkiefer endet unter oder etwas hinter dem hinteren Augenrande. Im Zwischenkiefer eine schmale Binde hecheiförmiger Zähne, welche vorn breiter wird und innen nach einwärts cinschlagbare Zähne hat. Im Unterkiefer nur ganz vorn eine solche kleine Binde; an den Seiten nur einige zerstreute bewegliche Zähne nach innen von einer äussern sehr entwickelten Reihe; einige dieser letztem erheben sich vorn und an den Seiten zu ansehnlichen Hundszähnen. Gaumen und Vomer bezahnt. Zunge glatt. Stirne, Schnauze, Präorbitalbein, auch der schmale Randtheil des Vordeckels nackt. Beide Kiefer und die Kehle aber wenigstens rudimentär beschuppt. Vordeckel ge- rundet, ohne Einschnitt, am Hinterrande kaum bezahnt, dagegen am Unterrande mit 3 — 4 vor- und abwärts gerichteten spitzen Dornen. Die 3 Deckelstacheln platt , gleichweit von einander entfernt. Deckellappen kurz, mit schiefem Oberrande. Körperschuppen klein, ctenoid, kleinere Schuppengruppen zwischen den Schuppen. Seitenlinie dem Rücken parallel. Die Stacheln der Rückenflosse schwach, aus einer Furche sich •'••) Im Index zu seinem Atlas führt Rüpp eil seine Exemplare als eigene Art P. areolatum auf. Sie sind ober entschieden P. maculatum. was auch in Jen „Neuen Wirbolthieren" und im Cataloge dos Mus. Öenkeub. wieder berichtigt wird. g90 ^^- ^- ^ Kliinzinger- erhebend, viel niederer als die untereinander ziemlich gleichhohen Glie- derstrahlen. Der erste Afterstachel gewöhnlich so verborgen, dass man ihn kaum bemerkt oder er fehlt. Brustflossen etwas kurz, gerundet, die Afterhöhe lange nicht erreichend; Eauchflossen kaum kürzer. Schwanz- flosse bei Jüngeren abgestutzt, bei Aeltercu ausgerandet mit etwas vor ragenden Seitcuwinkeln. Farbe: mennigroth oder roth- bis dunkelbraun, überall, ausser an der Kehle mit ziemlich grossen (5 — 10 Mm.) hell- oder dunkelblauen, zu- weilen dunkler gesäumten, runden, oder quer- oder längsovalen Tropfen, die am Kopf oft zu Jjängsstrichen sich ausziehen, nicht selir dicht be- setzt (etwa 30 in einer J^ängsreihe am Rumpfe). Flossen, wie der Rumpf, hochroth oder dunkel mit kleineren blauen Flecken. Brustflossen am Hinterrande gelb, nur au der Basis mit blauen Tropfen. Rückenflosse mit weissem Saume. Arab. Nägil, nach Rüppell Daba (Hyäne). Nicht häufig. 1 Meter, kleine Exemplare unter 40 Cm. selten, Variirt viel in der Färbung. Ver- breitung: Von Ostafrika bis in den Sundarchipel und Japan. Günther gibt auch P. leopardinum Lac. als im Rothen Meere vor- kommend au, es ist aber kein Gewährsmann dabei genannt. Gattung: Diacope (Ouv.) Rp. *) Mesoprion et Diacope CV., Mesoprion et Genyot'oge Cant., Günth., Mesopr ion B 1 k . , K n . Der Hauptunterschied dieser Gattung von Serranns liegt nicht in dem Einschnitt am Vordeckel, der sich ja auch bei vielen Serranus in kaum geringerem Grade, als bei vielen Diacope findet, sondern in der Bezahnung der Kiefer, Grösse der Schuppen, Nacktheit des Vorderkopfes und im sparoideu Habitus (S 674, Anm.). Im Zwischenkiefer steht bei allen Arten eine äussere Reihe coni- scher stärkerer Zähne und nach innen davon entlang dieses ganzen Knochens eine Binde mehr weniger feiner Sammtzähne, die nach innen nicht länger, wie bei Serranus^ sondern eher kürzer werden, und die alle fest stehen. Vorn im Zwischenkiefer sitzen 2 — 3 Hundszähne jederseits, die Mittellinie ist zahnlos. Im Unterkiefer steht vorn eine Reihe von 3 bis 4 Zähnen jederseits (die Mittellinie auch hier zahnlos), meist kleiner, als die vurdern Hundszähne oben. Nach innen von ihnen zieht sich eine Binde kleiner sammtförmiger Zähne eine Strecke nach hinten, die aber die Mitte des Kieferastes nicht erreicht, Ihr folgt nach hinten eine Reihe conischer Zähne, mit der Bijide, nicht mit den Vorderzähnen con- '■'] Die Priorität der ZusammeusleJIung von Diac und Mesopr. gehört Rüppell, ich gebrauche daher auch den von diesem gewählten Namen. Synopsis der Fische des Rotlieo Meeres. qq i tinulrlich. Sie siüd bald dichter, bald lückenhaft, meist siud 2 — 3 dieser Seiteuzähne gegen die Mitte des Kieferastes zu stärker, huudszahnartig-, die im hintersten Theile des Kiefers sitzenden wieder kleiner (wie bei Pseudoserranus und Plectropoma maculatum^ die überhaupt sich dieser Gattung" nahe anschliessen). Gaumen- und Pflugscharzähne sammt- oder hechelförmig. Zunge bald nackt, bald rauh. Lippen zottig. Kiefer, Präor- bitalbein, Kehle, mehr weniger auch Randtheil des Vordeckels und Stirne nackt, Stacheln der Rücken- und Afterflosse in eine Grube einlegbar; weicher Theil der Kücken- und Afterflosse, so wie Brust- und Schwanz- flosse haben an der Basis eine Schuppenscheide. Die Körperschuppen haben immer eine ziemliche Grösse (L. lat. 45-60). Das Nackenband (d. h. eine schräge Schuppenreihe von der Su- prascapula zum Scheitel, die sich durch Grösse, Bedeckung mit einer Haut, durch eine von Röhrchen des Seitenliniensystems herri'ihrenden leichte Streifung auszeichnet und durch genannte Haut von einer davor liegenden Schuppengruppe getrennt erscheint) ist meist sehr deutlich. Am Kiemeudeckel 2 meist flache und stumpfe, mehr Schuppen oder Ecken als Stacheln gleichende Dornen. Ueber jeder Bauchflosse oben eine ver- längerte „Achselschuppe"*). Eine Trennung dieser Gattung in zwei nach der Tiefe des Ein- schnittes am Vordcckel ist schwierig durchzuführen, da diese Tiefe selir wechselt, ja selbst bei demselben Individuum oft auf beiden Seiten ver- schieden ist. Doch lassen sich darnach Uuterabtheilungeu bilden; denn die Unterschiede in jener Tiefe sind bei den Extremen allerdings sehr auffallend und es kommen dadurch auch sonst verwandte Formen zu- sammen. Steind achner und Kner theilen nach Bezahnung der Zunge ab. Zu berücksichtigen ist bei der Eiutheilung auch die Breite der Zahnbinde. A. Einschnitt am Vordeckel tief. Knopf des Zwischendeckels vor- ragend: (^Diacope Cuv., Genyoroge Can[t., Güuth.). a) Zahnbinde am Unterkiefer etwas breit. Zunge glatt. aa) 11 Rückenstacheln. Körper hoch, eiförmig. Einschnitt am Vor- deckel von massiger Tiefe, ünterkieferzähne schwach. Zähne am abge- rundeten Winkeltheile des Vordeckels kaum stärker. Präorbitalbein höher als das Auge (wenigstens bei den vorliegenden grossen Exemplaren). Rückenflosse hinten erhöht und die Strahlen daselbst höher als der höchste 3. Rückenstachel. Rückeustacheln platt. 3 dunkle Querbinden über den Körper. *) Viele der letztgenannten Charaktere, -welche den sparoideu Habitus begründen, hat Diarope mit Lethnnus gemein, welche Gattung Bleeker auch mit Diacope in eine Familie Mesoprionoidei zu- sammenstellt. Lethrinus unterseheidet sich aber -wesentlich durch nur 5 Kienienstrahlen, unbezahnten Gaumen, ganzrandigen Vordeckel, Sparoidschuppen u. s. -w., die seine Stellung in einrT ganz andern Fa- milie fordtrn. G92 Dr. C U. Kliinzinger: 1. "^Diacope Sebae. Seba lll. t. 27, f . H '^'), Russ. t. 99. Diac. Sebae CV., Diac. sia~ mensis CV. (?), Mesoprion Sebae Blk., Kn., Genyovoye Sebae Güntli., Play f. D. 11/16, A. 3/9— 10, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 274—3, Kopf 374, Breite 3, Auge 4y2, Stirne 1, Präorb. IV^: 1, Schnauze 2:1, 3. Rückelist. 2%, Schwauzfl. 4V2. Das Kopfprofil ist abschüssig, gerade oder leicht concav. Das hintere weitere ovale Nasenloch ebensoweit vom Augeiirande entfernt, als das vor- dere vom Schhauzpuabsatze '•"''). Der Einsclinitt am Vordeckel ist ziemlich weit halbkreisförmig, aber deutlich. In dieser Beziehung macht diese Art den Uebergang zu Mesoprion im engern Sinne. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Die 2 letzten Afterstacheln fast gleich. Die Brust- flossen reichen bis zur Mitte der Afterflosse, die Bauchflossen zum After, Schwanzflosse ausgeschnitten, mit gegen das Hiuterende etwas couvexen Aussenräudern. Farbe: Blassrosa, jede Schuppe mit hellerem Flecke, Kopf oben zinnoberroth. Von den 3 dunkleren breiten Querbinden, die über den Körper herablaufen, zieht die erste schräg vom Nacken durch das Auge zur Lippe, die zweite quer vom Anfange der Rückenflosse zum Bauche, gegen unten sich verbreiternd, die dritte, schmäler und gekrümmt, von den hinteren Rückenstrahlen zum unteren Rande des Schwanzes. Rücken- und Afterflosse im mittleren Theile, Bauciiflossen am Rande, Schwanz- flosse an den W^inkeln schwärzlich. Die Art scheint übrigens iu verschiedenen Gegenden zu variiren, so wären die Querbänder nach Russell blutroth auf gelbem Grunde, auch Cuv.-Val. geben für ihre D. siamensis eine ziemlich vom obigen verschiedene Färbung an. Arab, Asamlide. Selten. 46 Cm. (nach anderen Autoren 3 Fuss). Verbreitung: Von Ostafrika über den indischen Ocean bis Oceanien Polynesien (Waigiu). bb) 10 Rückenstacheln. Präoperculareinschnitt meist sehr tief. Randzähne des Vordeckels an der Umbiegung stärker. Prä orbital bei n nicht höher, meist niederer als das Auge. Rückenflosse hinten nicht erhöht. or) Stirne nackt. Körper meist hoch, bucklig. Kopfprofil wenigstens bei Aelteren concav, Stirne etwas gewölbt. Vordeckeleinschnitt liegt ziem- lich weit oben, wenig unter dem Auge, so dass der Theil des Vordeckels austiisst *) Nicht 2, wie die Autoren angeben. **) So nenne icli der Kürze wegen die Stelle, wo die Lippenfalte an die eigentliche Schnauze Synopsis der Fische des Rotlieu Meeres. 693 über dem .Einschnitte uiederer ist, als der untere. Am Voideckel 5 Reihen bis an ihren Hinterrand von Haut bedeckter Schuppen, Randtheil des Vordeckels nackt. Nackenband sehr deutlich. RiU-keustachelu etwas schlank. Rücken- und Afterflosse vor dem Ende winkliof vorstehend. 3. und 4. Rückenstachel von der Höhe der höchsten Gliederstrahlen oder etwas höher. Rosa mit einigen gelben Streifen und Flecken vorn. 2. ''Diacojte gihha. Sciaena gihha Fk., LiUjanus mhhus Bl. Seh., Diacope coccinea (Ehrb.) C V., Rüpp., Pet., Di ac. gihha CV., Genyoroge gihha (ynnth. D. 10/14, A.3/8— 9, L. lat. 50, Höhe 2%— 3, Kopf 3y^, Breite 3, Auge 4V,, Stirne 1, Schnauze 2:1, Präorb. 1 — 1 V3 : 1, 3 — 4 Rückeust. 3V21 Schwauzfl. 4V2. Die Unterkieferzähne ziemlich schwach. Das hintere grössere ovale Nasenloch liegt mit seinem Vorderraude in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenfalte. Schnauze lang, abschüssig. Die beiden letzten After- stachelu gleichlang, oder der 2. etwas länger. Brust- und Bauchflossen zugespitzt, jene reichen bis zum Anfange der Afterflosse, diese bis zum After. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten mit spitzen Winkeln. Farbe: Hellzinnoberroth, die einzelnen Schuppen mit weissem Fleck oder Strich. Gelbe Streifen an den Seiten des Kopfes, an den Kiemen- deckeln und über den Brustflossen. Rücken- und Afterflosse mit weissem Saume. Iris gelblich. Arab. Asamüde. Selten. Fleisch gut. Im tieferen Meere. 40 Cm. ''If. meUinura Rp., Gth. scheint nur eine Varietät oder ein Jugend- zustand von Z>. a^'ö&a zu sein, wie auch schon Rüppell selbst vermuthete. Die Körperhöhe, die Rüppell als Hauptunterschied anführt, ist bei ver- schiedeneu Individuen verschieden (2V2 — Sy^). Manche meiner Exemplare, die der Färbung nach zu melanura gehören, sind eben so hoch als J>. gihha. Das Auge ist grösser (Sy^— 4), weil die Individuen jünger sind. Nach Kner ist damit auch 3Iesopr. hottonensis CV. und wohl auch Diacope axillaris CV, zu vereinigen. Farbe von Z>. melanura: Grünlich- bis röthlichgrau, jede Schuppe mit olivenfarbigem Flecke. Diese Flecken reihen sich über der Seitenlinie nach der Stellung der Schuppen in schräge aufsteigende Linien. Bauch mehr rosaroth. Kopf oben braunroth. Eine Linie am Oberkiefer und der Stachel des Zwischendeckels gelb (wie bei D. gihha') Brustflossen rosa, Bauchflosseu dunkler roth, an der Spitze schwärzlich. Rücken- und Afterflosse gegen den Rand hin oder auch ganz braun oder schmutzig- braunroth, im weichen Theile zuweilen weissgesäumt. Schwanz und g94 ^^- ^- ^ Klunzinger: grösster Theil der Schwanzflosse schwarz oder violettschwarz, letztere iiii Uebrigeii gelblich, aussen roth- hinten weissgerändert. Iris roth, lu der Achsel der Brustflosse oben ein dunkler Fleck. Ziemlich selten. 15 — 20 Cm. Verbreitung: £>. gibba auch in Mozambique, D. nielanura bis jetzt nur im Rothen Meere, D. hottonensis weithin bis Neu-Guinea. ß) Stirne nackt, Körper hoch, Rücken sehr gekrümmt. Vordeckel- einschnitt liegt ziemlich weit unter dem Auge, der Abschnitt über dem Einschnitte ist höher, als der untere. 6 Reihen nackter Schuppen am Vor- deckel, Randtheil desselben nackt. Nackenband nicht sehr deutlich. Sta- cheln der Rückenflosse stark. 4 — 5. Rückenstachel von Hohe der höchsten weichen Strahlen. 2. Afterstachel meist ziemlich höher, als der 3. Hinteres Nasenloch dem Auge sehr nahe; das vordere in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Dunkel, mit blauen Punkten und Linien und einem grossen weissen Flecken gegen hinten auf der Seitenlinie. 3 Diacope rivnlata. Russ. Diac. rivulata CV. , Rüpp. , Diac. coeruleopunctata CV. '^), Diac. alboguttata CV., Genyoroge rivulata Günth., Play f., Mesoprion coeruleopunctatus Blk., Genyor. coeruleopunctata Günth, D. 10/15, A, 3/8—9, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 3— 3^/3, Kopf 3%, Breite 2V2, Auge V/^, Stirne \%, Schnauze iVstI— IV^tl, Präorb. IVj-^ 4. bis 5. Rückenst. 272, Schwan zfl. 5. Der Unterkiefer steht etwas zurück. Der Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Die Brustflossen reichen bis zum Anfang der Afterflosse. Erster Strahl der Bauchflossen fadenförmig, reicht bei Jüngeren bis zur Afterflosse, Schwanzflosse leicht ausgerandet bis ab- gestutzt. Farbe (nach Rüpp.): Grünbraun. Scheitel, Kiemendeckel und die Basis der Schuppen in der oberen Körperhälfte mit blauen Punkten. Vor- und Unterdeckel mit geschlängeiten blauen Linien. Auf der Seiten- linie, dem Anfang der Afterflosse gegenüber, ein grosser schueeweisser Fleck, Rückenflosse und äussere Hälfte der Schwanzflosse braungelb, die übrigen Flossen blaugrau mit dunkleren Spitzen. Bei den mir vorliegenden Bleeker'schen Exemplaren {^Mes. coeruleopunct.') ziehen sich blaue Quer- bänder auch über Stirne und Scheitel und der Flecken an der Seiteulinie ist von einer schwarzen Färbung umgeben. Eine schwarzbraune Quer- binde zieht vom Nacken zur Brustflosse. Wird 15 Zoll nach Rüpp., 2 Fuss nach CV. Verbreitung: Ostafrika, indischer Ocean bis China. •■•*) Gehört sicher hierher, wie ich aus der Vergieichuug mit dem Exemplar vöu Rüppell sehe. Auch ßleekef iü seiner i.ehumeratio" und Play fair sind dieser Ansicht. Synopsi? der Fische des Rothen Meeres. 695 y) Stiriie theilweise beschuppt. Körper meist melir läugUcli, ellip- tisch, selten eiförmig. Kopfprofil leicht parabolisch. Vordeckeleinschnitt liegt ziemlich weit unter dem Auge, der Abschnitt über dem Einschnitte etwa ebenso hoch als der untere. 6 — 7 Reihen nackter Schuppen am Vor- deckel; auch der sonst nackte Raudtheil trägt 1 — 2 Reihen halb von Haut überzogener Schuppen. Nackenband wenig deutlich. Rückenstacheln raittelmässig. Weicher Theil der Rückenflosse nieder, leicht gerundet. 4. und 5. Rückenstachel viel höher als die Gliederstrahlen. Afterflosse etwas höher, ihr Endrand gerade, ihre Strahlen gleichhoch. 2. Aftersta- chel ein wenig höher als der 3. Nasenlöcher wie bei D. gibba. 4. ''Diacope Kasmira. Sciaena Kasmira F Y sk. ''^j JSolocentriis bengalensis Bl., Diac. octo- lineata CV., F. jap. Rüpp., Pet., Genyoroge bengalensis Gth,, Play f. D. 10/14, A. 3/8, L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 3%, Breite 2%. Auge S'/x — 4, Stirne iVi, Schnauze 1 — l*^:!, 4—5 Rückenst. ^Vi, Schwanzfl. 5. Farbe: Hellcitrongelb, Bauch heller. Vier hellblaue, von wellenför- migen schwärzlichen Randlinien begrenzte Längsstreifen über den Körper. Die zwei oberen beginnen von Stirne und Auge und ziehen schräg nach oben und hinten zur Rückenflosse. Der dritte beginnt am Kiemendeckel, der vierte gewöhnlich schon an der Lippe, ist mehr horizotal und läuft zum Schwanz. Der Kopf ist gegen oben lila bis rosa. Flossen gelb. Iris gelb. Variirt mehrfach: Oefters findet man Individuen mit einem schwärz- lichen rundlichen Fleck auf der Seitenlinie gegen hinten (wie bei D. fulvißammci). Bei andern findet sich ein unpaarer blauer Rücken- oder Nackenstreif, auch zeigen sich unterhalb der vier Hauptstreifen oft noch 4 — 6 undeutlichere. Zuweilen zeigen sich oben auf dem Kopfe bläuliche Lituren (Forsk. erwähnt bläuliche Binden, jederseits 7?). Die Varietät Holocentnis qiiinquelineatus Bl. oder Diac. decemlineata CV. hat jeder- seits 5 Längsstreifen. Bei den mir vorliegenden Bleeker'schen Exemplaren ist die Rückenflosse dunkel gerandet. Arab. : Ranqe (Farbe, buntfarbig); die mit schwarzen Flecken heisseu Häbr ränqe (Häbr ist Dinte, so heisst auch D. fuluißanima^^ nach Forsk. ist der Name Kasjmiri oder tyrki. 25 Cm. Hält sich meist im Innern Meere, besonders um Koralleninseln auf, die unter dem Wasser- spiegel liegen**). Zeitweise kommt er auch an das Uferrifl' in grösserer Menge. Wird meist bei Nacht gefangen. *) Die Art ist so gut von Forskäl beschrieben, dass seinem Namen die Priorität gebührt. Das Nähere über die zahlreichen Synonyme dieser Art lese man bei Günther nach. Ich führte nur die wich- tigsten an, ßleek. unterscheidet neuerdings (Mittheil, der niederl. Akad. Ib69) 3 Arten, einen Lutjanus octovittatus Lac, einen quinquelineatus ßl. und einen L. bengalensis Bl. '•*•'•'■) Eine solche liegt mehrere engl. Meilen im Osten von Koseir. Tahala genannt und wird vie von Fischern ihres Fischreichthums wegen besucht. 88* 096 pr r n K'hin 7. iaper: Verbreitung: üeberall in Ostafrika und im indischen Ocean bis Polynesien. b) Zahiibiiide im Unterkiefer schmal. Zunge glatt. Einschnitt am Vordeckel sehr tief. Kopfprofil quadrantiscli. Flossen zugespitzt. Augen gross. 5. ''Diacope nigra. Sciaena nigra Forsk., Diac. nigra C V., Rüpp., Genyoroge nigra Giiuth., Diac. macolor CV. D. 10/14— 15, A. 3/10— 11, P. 17, C. 17, L. lat. 50, Höhe 3, Kopf 3%, Breite 2, Auge 37^—4, Stirue IV^:!, Schnauze 1%: 1, Präorb. 1% bis 1, 3. — 4. Rückenst. 4, Schwanzfl. 5. Körper eiförmig, länglich, Stirne etwas gewölbt, breit, nackt. Beide Nasenlöcher sehr klein, genähert, das hintere etwa in der Mitte zwischen Auge und Schnauzena,bsatz. Die Kiefer gleichlaug. Oberkiefer endet unter der Mitte des Auges. Zähne etwas klein, die vorderen in beiden Kiefern nach vorwärts gerichtet. Präoperculareinschnitt liegt etwas weit unten. Die Schwiele des Zwischendeckels stachelartig. Vordecke! undeutlich ge- sägt, die Zähnchen an der Umbiegung etwas länger. 7 Schuppenreihen am Vordeckel, Raudtheil nackt. Die Rückenstacheln ziemlich schwach und schlank, Rücken- und Afterflosse gegen hinten erhöht, zugespitzt, die Spitzen erreichen die Schwanzflosse. Die höchsten Rückenstacheln viel niederer. Auch die Brustflossen sind lang, reichen fast bis zum Ende der Afterflosse, die Bauchflossen nur zum After. Der dritte Afterstachei ist der längste. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten bis abgestutzt, mit ge- krümmten Aussenrändern. Der Hinterrand ist oft (wie bei Sphyräna agani) zu beiden Seiten des Einschnittes etwas geschwungen. Farbe: Schwarz oder braunschwarz, Bauch etwas heller, jede Schuppe mit einer bläulichen Verticallinie. Kopf mit dunkleren Flecken und blauen Netzlinien dazwischen. Arab. : Schotaf, nach Forsk. batie, nach Rüpp. Sägor. 45 Cm. (kleinere fand ich nicht). Selten. Am Riß" und am Korallabhange. Wird bei Nacht gefangen. Fleisch sehr gut. Diac. macolor CV. unterscheidet sich von D. nigra bloss durch die Farbe: Schwarz, mit weissen Flecken und Längsbändern. Verbreitung: D. nigra nur im Rothcn Meere gefunden, D. macolor im indischen Ocean bis Neu-Guinea. B. Präoperculareinschnitt seicht. Zahnbinde im Unterkiefer schmäh (Mesoprion CV., Günth., Cant. a) 11 Rückenstacheln. Synopsi? -ler Fis^^he des Rotbf^n Me^ros. 697 aa) Körper etwas hoch, länglich-eitormig. Kopfprofil ziemlich ge- rade. Augen mittelmässig, Präorbitalbeiii wenig niederer als das Auge, oder voll dessen Höhe. Zunge glatt, Stirne nackt. Zähne im Unterkiefer wenig au Länge verschieden, auch die vorderen im Zwi^schenkiefer kaum verlängert. Vordeckel an der unteren Rundung etwas stärker gezähnt. Kiemendeckeldorn flach, stumpf. Rückenstacheln schlank, 4.-5. so hoch, als die höchsten weichen Strahlen. Rücken- und Afterflosse hinten leicht gerundet. Dritter Aftcrstachel etwas höher als der zweite. Brust- und After- flosse reichen über den After hinaus. Schwanzflosse abgestutzt und leicht gerundet. 6. IHacope annularis. Älesoprion annularis CV., Rieh. (Chin)., Blk., Caut., Günth., Kn., Playf., Diac. annularis Rüpp., QG., Mesoprion sanguineus Blk. D. 11/13-15, A. 3/8— y, L. lat. 56—60, Flöhe ^V^-S, Kopf 3^/3, Breite 3, Auge 4, Stirne l'/j, Schnauze l'/^tl, Präorb. 1 — IV4, 4. bis 5. Rückenst. V/j, Schwanzfl. 5V2. Farbe: Zinnoberroth, Bauch weisslich. Eine schwärzliche breite Binde zieht jederseits vom Auge bis vor die Rückenflosse. Schwanzrückeu mit einem g'rosseu, auch über die Seiten sich herabziehenden schwärzlichen, weisseingefassten Fleck. Flossen röthlich; Bauchflossen, Rücken- und Afterflosse meist schwärzlich. Variirt sehr in der Fäibuug; sie wird von verschiedenen Autoren sehr verschieden angegeben. Diac. saiujninea (Ehrb.) CV. stimmt damit überein, nur ist bei dem untersuchten, gegen 30 Cm. langen Originalexemplar im Mus. Berol. die itückenflosse hinten hoch, viel höher als die höchsten Stacheln (wohl Altersdifterenz). Verbreitung: Ostafrika und das indische Meer bis China. bb) Körper nieder, lanzettlich. Kopfprofil durchaus leicht convex. Augen sehr gross, Präorbitalbein daher sehr nieder. Zunge rauh. Stirn breit, bis zur Augenmitte beschuppt. Die Zähne der Kiefer lückenhaft, Hundszähne vorn im Zwischenkiefer und seitlich gegen die Mitte des Un- terkieferastes. Vordeckel fast bis zum Rand beschuppt. 2 Stacheln am Kiemendeckel, etwas spitzig. 4. — 5. Rückenstachel um ein gutes höher als die höchsten weichen Strahlen. Rückenflosse hinten leicht gerundet, After- flosse abgestutzt, geradraudig. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ge- randet. aqQ^ Hr. r P. Klunzinprer' 7. Diacope lineolaia. D. lineol. Rp. Mesopr. llneol. Blk., Gth. *), Playf., Kn. D. n/12, A. 3/8, L. lat. 45, Höhe 4 (Bleek. 4%, Günther's Mes. Bleeket'i 4V3), Kopf 3*/», Breite 2, Augen 3 (bei Blk. 3V2, bei Gth. 4), Stinie l'/^, Schuauze 1— iVi:!, Präorb. 3—4, Riickeust. 2, Schwauzfl. S'/^. Farbe: (nach Rüpp.) Riickeu grünlich, Bauch silberig. Ueber der Seitenlinie schiefe dunklere Streiten. Eine graubraune Binde vom Auge zum hintern Ende der Rückenflosse. Play fair beschreibt 3 Farbvarietäteu; dazu kommt die oben be- schriebene mit der Binde. Verbreitung: Zauzibar, Java. b) 10 Rückenstacheln. aa) Zunge rauh. a) Zähne kräftig, Hundszähne zum Theil sehr lang. Die hierher gehörigen Arten sind oft sehr schwer zu unterscheiden. Sie haben folgenden gemeinsamen Charakter: Körper bei Jüngeren läng- lich-eiförmig, bei Aelteren niederer, gestreckter. Kopfprofil fast gerade, Schnauze bei Jüngeren kürzer, von Augenlänge, bei Aelteren bis zu dop- pelter Augenlänge. Auge mittelmässig, bei Jüngeren etwas grösser. Die beiden Kiefer ziemlich gleich laug. Nasenlöcher einander genähert, das vordere steht in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenfalte. Stirne und Scheitel nackt, Nackenband sehr deutlich. Der Oberkiefer reicht unter die Hälfte des Auges. Vonleckeleinschnitt meist unbedeutend, dem ent- sprechend auch die Verdickung am Zwischendeckel. Bei Aelteren zeigt sich statt der Einbuchtung mehr eine unreg*elmässige Stutzung. Der Vordeckel- raud fein gezähnt, an der ümbiegung etwas stärker, bei Aelteren ist die Zahnung fast obsolet. Von den Kieferzähnen sind die Vorderzähue des Zwischenkiefers, 1 — 3 jederseits, besonders lang und ragen bei geschlos- senem Mund über das Unterkiefer herüber. Am Unterkiefer sind die Vor- derzähne massig, au den Seiten erheben sich aber 2 — 4 stark. Die Zähne auseiuanderstehend. Die Stacheln der Rückenflosse massig stark, der 4. — 5. sind die höchsten. Die 2 hintern Afterstacheln ziemlich gleich lang. Die Brustflossen erreichen die Afterflosse, die Bauchflossen kaum den After. aci) Weicher Theil der Rückenflosse hinten erhöht, höher als die höchsten Stacheln^ ebenso Afterflosse. Beide gerundet. Schwanzflosse ab- gestuzt. 7 — 8 Schuppenreiiien am Vordeckel. Oberkiefer hinten gerade abgestutzt. '■■•) Günther hält den von Bleek er beschriebenen Fisch für eine andere Art und nennt ihn Mesopr. Bleekeri. Indessen stimmt die Beschreibung von Bleeker recht gut mit der von Rüpp eil, wäh- rend die von Günther gegebene sich von der Bleeker's allerdings sehr unterscheidet. Synopsis der Fische des Rotheu Meeres. 6QQ 8. *'Diacope argentimacttlata. Sciaena argentimac. Fk., Perca argentea Bl. Seh., Labrus argeyitatus Lac. (nicht Abbildung III, 18, 1), Diac. argentimaculata C V., Rp., Mesopr. argentimaculatu,^ Gth. D. 10/13, A.3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 4ö, Höhe 3%, Kopf ^V^-V/i, Breite 2V4, K\xge ky^ — 5, Stirue 4, Schnauze iV-jM bis 2:1, Präorb. lYg : 1 bis iVi'.l, 3. uud 4. Rückeust. ^V^, Schwanzfl. 5. Farbe: Dunkelgrau (bis grünlich : RüppeU). Bauch uud Brust röth- lich. Schuppen in der hintern Hälfte oder am hintern Rande weiss. Eine blaue Längslinie unter dem Auge. Iris braun. Flossen röthlich braun bis purpurn. Spitze der Brustflosse und Eudrand der Schwanzflosse schwärzlich. Arab. Schahfei bijähi (Schahfei heisst auch D. monostigma^ nach Forsk. Schafen; bijähi heisst aus dem tieferen Meere im Gegensatz zur Klippe). — 50 Cm. Selten. D. satnhra = Alphestes sambra Bl. Seh. = Mesopr. gembrä C V. ist wohl von D. argentimacul. nicht specifisch verschied en. Am Rumpfe mehrere schimmernd weisse Flecken, die zusammen oft als Querstreifen über den Körper herablaufen. Auch die blaue Linie unter dem Auge fehlt nicht. Sonst finden sich alle obengenannten Merkmale von D. argentimac. Verbreitung: D. argentimac. nur aus dem rothen Meere bekannt. D. sambra aus den indischen Meeren bis zu den Molukken. Eines meiner Exemplare aus Koseir entspricht ganz der D. sambra. /?/?) Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse niederer als die höchsten Rückenstachelu, (der 4. — 5.) Rückenflosse hinten gerundet, After- flosse geradrandig, gestutzt. 7—8 Schuppenreihen am Vordeckel. Schwanz- flosse mehr weniger gegabelt. Oberkiefer hinten gerade gestutzt. Farbe aufl'allend. (S. u.) 9. '^Ißiacope bohar. Sciaena bohar Fk., Sparus lepisurus Lac, Lutjanus bohar Bl. Seh n., Diacope bohar C V., Rp., Diacope quadriguttata C V., Pet., Mesoprion bohar Gth., Play f., Mesopr. quadriguttatus Blk. D. 10/14, A. 3/9, L. lat. 50, Höhe Sy^, Kopf 3 Vit, Breite ^Vj, Auge 4, Stirne l'^, Schnauze i^/^'.X — 2:1, Präorb. 1^2-, Rückenst. 2V4, Schwanzfl. i^/^- Farbe: Rücken dunkelviolett, Bauch röthlich; die meisten Schuppen mit einem hellen Fleck; diese Flecken ordnen sich über der Seitenlinie in schiefen, unter derselben in Längslinien. Aeltere Individuen sind tiefer roth und weniger blau. Bei Jüngeren (bis24 Cm. Länge) finden sich jederseits zwei grosse weisse Flecken gegen den Rücken zu, der eine unter dem 8. — 10. Rückenstachel, der andere unter den letzten weichen Strahlen; sie erhalten sich meistens auch im Weingeist; bei Erwachsenen fehlen sie. 7Q() Or. C. B. Kliinzinger Ins lebhaft orange. Brustflossen rosa, am oberen Hau le dunkelblau. Bauch Hosseu scliwarzblau, aussen und iuneu weiss. Alter- uud Riickeu- flosse blauschvvarz oder schwarzbraun, am hintersten Theile rosa. Schwanz- flosse rosa, äussere Randg-egend schwarzblau mit weissem Ausseusaum. Arab.: Die Jüngeren lieisseu Tumara, die Aelteren Bohär. Die Kleineren lebeii etwa 5 Klafter tief am Riffsabhang, gewöhnlich nur wenige zusammen. Die Aelteren leben mehr in der Tiefe. An manchen Orten sind sie häufig (so gibt es eine Bucht oder ein Scherm südlich von Koseir, das den Namen siiq el bohar, d. h. Boharmarkt, führt.) Diese Fische werden mehr bei Nacht und mehr im Winter gefangen. Fleisch hart, aber geschätzt^ die Haut bleibt nach dem Kochen noch hart. 10—50 Cm. Verbreitung: Ostafrika, auch auf den Sundainseln. yy) Rücken- und Afterflosse wie bei D. bohar. Nur 6 Schuppenreihen am Vordeckel. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Oberkiefer hinten mehr weniger gerade abgestutzt. Ein schwarzer Fleck an jeder Seite. 10. '''Diacope fulvifiamma. Sciaena fulvifiamma Fk., Perca fulvifiamma Bl. Scli., Centropom'us hoher. Lac, Diacope fiüvifiamma. C V., Rp., Mesopr. fulvifiamma. Blk., Gth., Playf., Kn. D. 40/13, A. 3/8, L. lat. 50, P. 16, C. 17, Höhe 3V^, Kopf 3%, Breite ^'/j, Auge 4, Stirne V^/i, Schnauze IV4: 1, Präorb. 1 — 1^2, Rückeust. 21V3, Schwanzfl. 5. Farbe: Graugrün oder graugelb, Bauch silberig. Seiten mit 5 — G gold- oder schwefelgelben, zuweilen undeutlichen Längsstreifen. Ein schwarzer runder oder ovaler grosser Fleck auf der Seitenlinie etwas hinter der Afterhöhe. Kopf oben und vorn violett oder lila. Iris dunkel- braun, Flossen gelblich hyalin, After- und Baucliflosse tiefer gelb. Selten finden sich Individuen mit einer dunkelbraunen Längsbinde von der Lippe durch das Auge bis unter die Mitte der Rückenflosse (wie auch die Ab- bildung in Rüppell zeigt). Bei ganz jungen Individuen von 3 Cm. ist noch keine Bezahnung der Zunge wahrzunehmen, und es lässt sich nicht bestimmen, ob eine Diacope fulvifiamma^ eine Diac. monosügma oder da das Präorbitalbein bei solchen noch sehr nieder ist im Verhältniss zum Auge, gar eine D. Bhrenbergi daraus wirdl Der Vordeckel hat bei solchen auch noch keine Bucht, ist mehr winkelig als abgerundet, und ein Winkelzahn ist, wie bei jungen Serranus^ lang, dornartig und reicht bis zum Kiemenspalt. Der schwarze Fleck und zum Theil auch die Längsstreifen sind vorhanden. Arab.: Häbr (Diute), nach Fk. auch abu nüqta, nach Ehren berg h>ilbiri. Ist sehr q-emein in den Korallbrunnen des Rifi'es, sowie vor dem Synopsis der Fische des Rofhen Meeres yrvj Abliange uuJ im Haleu. Friach ist der lisch mehr griiu, später wird er gelblich. Meist sind 5 — 15 zusammen. Fasst gern die Angel. Fleisch gut. Länge bis 24 Cm. Verbreitung : Ostafrika bis China. Sd) Rücken- und Afterflosse, wie bei Z>. bohar, iudess kaum nie- derer als die höchsten Stacheln. Körper etwas hoch, eiförmig. Oberkiefer hinten schräg. Ein grosser schwarzer Fleck an der Seite und blaue Längslinien. 6 Schuppenreihen am Kiemendeckel. (Ist nicht scharf von D. fulvißamma zu unterscheiden.) 11. liiacope coeruleolhieaia,*) Rp. Play f. D. 10/13— 14, A..3/8, P. 15, C. 17. L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 37^, Breite 3, Auge 4, Stirne ly^, Schnauze iVitl, Präorb. ly^, 4.-6. Rückenst. 3, Schwanzfl. 5y2. Farbe: (uach Rüppell) Körper und Flossen grüngelb, Körper jeder- seits mit 6 blauen Längslinien und einem schwarzen Fleck an der Seiten- linie in der Gegend der Afterflosse. Untere Körperhälfte verwaschen rosa. Arab.: Gehlin und Gushabra (Djedda) Cy^ Zoll. Im Rothen Meere (Massaua, Djedda). (Mus. Senkeub. und Berol.) /?) Zähne schwach, Hundszähne kaum ausgesprochen. Auge gross, Präorbitalbein sehr nieder. Ein grosser schwarzer Fleck an den Seiten. 12. '^Diacope Ehrenhergi. Pet. (Monatsber. Berl. Akad. 1869.) D. 10/13, A. 3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 48, Höhe 3V2— 3V3, Kopf sy^, Auge 3 — 3y2, Stirne lyj, Schnauze 1 — \^/^\\, Präorb. 3, 4. Rückenst. 2y6, Schwanzfl. 5y2. Körper elliptisch, Schnauze etwas kurz, spitz. Beide Kiefer gleich lang. Nasenlöcher genähert, das vordere ein wenig kleiner und dem Auge etwas näher als der Schnauzenfalte, Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges, sein Hinterrand etwas convex, wenig schief. Vordeckel schwach gezähnelt. Rückenstacheln schlank, weiche Rückenflosse nieder, gerundet. Afterflosse geradrandig, ihr 3. Stachel der längste. Brustflossen reichen, zum After, die Bauchflossen kürzer. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe: Oben grau, unten silberig, zuweilen gelbe Längsstreifen. Ein runder oder ovaler grosser schwarzer Fleck auf der Seitenlinie über und hinter dem After. 27 Cm. Nicht häutig. Nur aus dem Rothen Meere bekannt. Wurde früher mit D. fulviflamma oder monostigma verwechselt, und war als solche in den Sammlungen, ist aber ganz verschieden. *) Mesoprion quinquelineatue CV., Gthr. gehört nicht 2U dieser Art. M, I!. AbhaDdl. go ^Q2 Dr. C. B. Klunzinger; bb) Zunge glatt. cc) Auge klein. Körper hoch. Zähne der äussern Reihe an beiden Kieferu klein, gleichmässig, genähert. Einschnitt am Vordeckel deutlich, doch nicht tief. Rücken- und Afterflosse zugespitzt. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe roth. 43. Diacope erythrina. Rp. — Mesopr. erythrinus Gth. D. 10/14, A. 3/9, P. 17, C. 17. L. lat. 50, Höhe 3, Kopf 3%, Auge 6V2, Stirne iV^rl (Stirnhöhe vom Auge zur Scheitelliuie 1), Schnauze 27^:1, Präorb. iV^ii, 4.-5. Rückenst. 4, Schwanzfl. SVa- Diese Art schliesst sich in mancher Beziehung an die sog. Genyo- rog*e, namentlich G. Sebae und gibhus durch hohen Körper, steiles bucke- liges Kopfprofil, sowie durch die Form und den Stand der Zähne der äussern Reihe, Die innere Zahnbinde ist aber sehr schmal in beiden Kie- fern, und der Einschnitt am Vordeckel ist nicht tief. Oberkiefer schräg gestutzt, reicht nicht unter die Mitte des Auges. Die Brustflosse reicht bis zur Afterhöhe. Der Unterkiefer ragt ein wenig vor. Farbe (nach Rüppell): Körper und Flossen mennigroth, Bauch heller, Unterkiefer gelblich. Mundhaut und Zunge schwefelgelb. Iris braunroth. 20 Zoll. Mus. Senkenb. aus dem Rotheu Meere. /S) Auge mittelmässig. Körper elliptisch. Zähne der äussern Reihe kräftig, entfernt stehend, mit Hundszähnen. Weicher Theil der Rücken- flosse nieder, gerundet. Oberkiefer hinten schräg, convex. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Mit grossem schwarzen Fleck an den Seiten. 14. '^Tßmcope inonostigma. Labrus unimaculatus var. Lac. t. 17, 1. Mesoprion monostiyma C V-, Blk. (Rp.) D. 10/13, A. 3/8, L. lat. 50, Höhe 3%, Kopf 3V3, Breite 273, Auge 4— 4V2, Stirne IV3, Schnauze iV^il, Präorb. 1— IV^, 3.-4. Rückenst. 2%. Schwanzfl. 5. Schliesst sich eng an die unter B, b, aa, a, aa genannten Arten: Diac. argentimaculata, hohar^ fulvißamma an und wurde bis jetzt mit dem letzteren verwechselt. Die Art stimmt in den meisten Merkmalen auch mit D. fulvißamma überein, unterscheidet sich aber wesentlich sofort durch glatte Zunge. Ferner ist der Hinterrand des Oberkiefers sehr schief und der untere hintere Winkel ragt vor. Unterkiefer etwas vor- stehend. Auch in der Farbe zeigt sich ein leichter Unterschied: Der Rücken ist grau, Seiten und Bauch röthlich. Die Schuppen haben gegen unten meist einen gelben Fleck, wodurch, wie hei fulvißamma^ Längsbänder Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 70^ entstehen; diese sind mehr messinggeib , fehlen oft oJer sind unzusam- menhängend. Kopf braunroth bis purpurn. Auch hier ein grosser runder, noch öfter elliptischer schwarzer Fleck an der Seitenlinie gegen hinten, er ist oft obsolet und bei Aelteren verschwindet er meist. Die Flossen gelb wie bei D. ftdvißamma. Iris roth. Auch die Fischer unterscheiden D.fulvifl. und monostigma^ letzterer heisst Schahhfel. Diese Art wird auch grösser als D. fulvißamma^ 40 Cm. Häufig. Verbreitung: Seychellen, Java. Anhang: D. mncrolepis Khrb. (S. C V. Mesoprion rubellus II. 475). Ist jedenfalls vers^chieden von Mes. rubellus^ da dieser 11, D. macro- lepis nur 10 Riickenstacheln hat. Steht in der Mitte zwischen D. argenti- maculata und D. monostigma. Mit der ersteren Art hat D. macrolepis gemein: winkelige oder gerundete etwas hohe Rücken- und Afterflosse, mit letzterer sehr schiefen IJinterrand des Oberkiefers. Mus. Berol. von Ehrenberg aus dem R. M. Gattung: Centropristis Cuv. Diese Gattung steht sehr nahe der Dincope^ und hat fast alle Cha- raktere derselben, auch die Zahnbildung (die Kleinheit der Hundszähne ist kein sicherer Unterschied, diese Zähne können oft sehr ansehnlich werden). Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse ohne eigentliche Schuppenscheide an der Basis (diese Flossen sind meist ganz nackt, zu- weilen aber auch mit Schüppchen zwischen den Strahlen), die zwei Stacheln am Kiemendeckel sind spitzig, dornartig. Vordeckel ohne alle Spur von Bucht oder Ausrandung. Ueber den Bauchflossen keine verlängerte Aclisel- schuppe. Vorderkopf und Rand des Vordeckels sind auch hier nackt. "^CeniroprisiU ßlnmeniosns. Serranus filamentosus C. V., Gth. , Serran, mitis Benn. , Anthias filamentosus Gthr. (I Vol. Nachtrag), Anthias macrophthalmus Gthr., Centropristes filamentosus Müll u. Trosch (in Schomb, hist. Barbad.), Centropristes macrophthalmus Müll u. Trosch (ibidem). D. 10/10—11, A. 3/8, P. 16, C. 17, L. lat. 55, L. tr. 7/14, Höhe 4%, Kopf4V45 Breitet, Auge 3 V^, Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. 3, Rückenst. 274, Schwanzfl. 4V2. Diese Art ist weder ein Serranus noch ein Anthias (bei welchen Gattungen der ganze Köper sammt Vorderkopf beschuppt, auch die Zahnbildung ganz anders ist), sondern ein Centropristes. Körper elliptisch verlängert, fast lanzettförmig, ziemlich breit. Kopfprofil leicht convex. Stirne flach, breit, nackt. Auge sehr gross. 89* JQ^ Dr. G. B, Klunzingcr: Schnauze kur«. Kiefer gleichlaug oder Kinu leicht vorragend. Nasen- löcher gleichgross, einander und dem Auge sehr genähert. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges, seine obere Hälfte ist etwas gewölbt, sein hinterer Rand gerade abgestutzt. Vordeckel fein gezähuelt, am ab- gerundeten Winkel etwas gröber. Deckellappeu kurz. Seitenlinie sehr deutlich, die Röhrchen derselben in Form eines kurzen flachen Kiels. Viele Linien und Poren, dem Seitenliniensystem angehörig, am Präorbitalbein, am Randtheile des Vordeckels und am Nackenband. Schuppen mittel- mässig, gewöhnlich fünfeckig mit breitem Vorderrand. Der untere Stachel am Kiemendeckel grösser als der obere, beide spitzig. Rückenstacheln schlank, 4. — 5. etwas höher als die weichen Strahlen, mit Ausnahme des letzten Strahls, der, wie auch der der Afterflosse, doppelt länger ist als der vorletzte. Sonst sind die Gliederstrahlen unter ein- ander und mit den hinteren Stacheln fast gleich hoch, die Flosse erscheint daher nicht ausgeschnitten. Der Afterstachel länger, nicht dicker, als der zweite. Brust- und Bauchflossen spitzig, jene reichen bis zum After, diese nicht. Schwanzflosse tief gegabelt, die Lappen spitzig; die äusseren Strahlen sind fast dreimal länger als die mittleren. Farbe: am Rücken schön rosa, gegen den Bauch glänzend silbrig. Im Winkel der Schuppen am Rücken ein bläulicher oder purpurner Fleck. Auf dem Kopfrücken blaue rothgesäumte, labyrinthische Flecken und Linien. Iris gelb. Brustflossen blassrosa, Afterflossen weiss. Rückenflosse bläulich hyalin, am Grund und gegen die Mitte eine durch die Strahlen unterbrochene gelbe Längsbinde; der Oberrand gelb bis gelbroth. Schwanz- flosse hyalin, an deji Rändern und Spitzen höher roth. Manche Individuen haben messinggelbe Flecken und Längstreifen auf dem Körper. Arab.: Särä oder Seriä. 25—70 Cm. Im tiefen Meer, 5—600 Fuss tief, meist mit Äphareus zusammen. Wird hauptsächlich im Winter gefangen. Er ist einer der geschätztesten Fische dieses Meeres, nur Äphareus wird ihm noch vorgezogen. Verbreitung: Ostafrika. Westiudien (C macroplithalmus im Mus. Berol. von Schomburg aus Barbados gebracht, ist jedenfalls mit unsern Exemplaren identisch.) War bis jetzt aus dem Rothen Meer nicht bekannt. Gattung: Apsilas CV. In beiden Kiefern eine weit nach hinten sich erstreckende Binde sammtförmiger und eine äussere Reihe wenig grösserer couischer Zähne. Keine Hundszähne. Sammtzähne am Gaumen und Vomer. Zunge glatt. Schnauze, Kiefer, Präorbitalbeine nackt, die Stirne bis zur Mitte der Augen beschuppt, auch der Randtheil des Vordeckels trägt eine Schup- penreihe. Nackenbaud nicht sehr ausgesprochen. Vordeckel mit meist Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 705 unmerklicher Zähnelung. Die zwei Stacheln des Kiemendeckels stumpf schuppeuartig. Die Schuppen etwas gross, Rücken- und Afterflosse un- beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. Schliesst »ich an Centroj^ristis an. '^Apsilus fasciis. CV., Gth., Play f. (Index). D. 10/10, A. 3/8, P. 17, a 17, L. lat. 70. Höhe 3V2-3%, Kopf 5, Breite 2, Auge SV^, Stirue ly^: 1 (Entfernung der Augen von der Schei- tellinie 1), Schnauze 1, Präorb. % — 3, 4. Rikkenst. 3, Schwauzfl. 4%. Körper eiförmig-elliptisch. Kopf kurz. Kopfprofil parabolisch, ab- schüssig. Stirne in die Quere sehr convex, ihre Mittellinie giebelartig. Schnauze kurz. Kiefer gleich, Augen gross. Oberkiefer eben, mit con- vexem etwas schiefem Hinterrand, reicht nicht bis unter die Mitte des Auges. Mundspalte klein. Nasenlöcher gleich, sehr genähert, queroyal. Rückenstacheln schlank; weiche Strahlen niederer als der höchste Stachel; der vorletzte Gliederstrahl der Rücken- und Afterflosse etwas länger als die andern. Afterstacheln schlank, der dritte der höchste. Brust- und Bauchflossen spitz, erstere reichen bis zur Afterflosse, letztere zum After. Schwanzflosse gabiig. Seitenlinie deutlich, die Röhren flach. Furchen, Streifen und Poren am Randtheile dos Vordeckels und am Präorbitalbeiue, Schuppen fünfeckig, schwach ctenoid. Hat im Habitus viel mit Caesio gemein. Farbe : Violettgrau, Flossen röthlich. Arab.: Aäda (wie auch die Caesio heissen) 42 Cm. Selten. Verbreitung: Reunion, Cap W-rde (Westafrika).*) Neu für das Rothe Meer. Gattung: Anthias. Bl. Sehn, pt., CV. , Gth. (?? Caprodon F. Jap. gehört wohl nicht hieher). Kopf gänzlich beschuppt einschliesslich des Ober- und Unterkiefers, Schuppen etwas gross. Die Zahnbinde des Unterkiefers reicht nur eine kurze Strecke nach hinten, ihr folgt nach hinten nur eine Zahnreihe. Einige Hundszähne vorn und seitlich in beiden Kiefern. Vordeckel gezähnt, ohne Einschnitt, Kiemendeckel mit deutlichen spitzen Dorneji. Kein Nackenband. Zunge meist glatt. Meist 10 Rückenstacheln. Rücken- und Afterflosse bald unbeschuppt bald beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. *) Forsit. Kommt also auch in Bezug auf die Verbreitung mit Centropristis filamentosus übereia. 70R ^^- ^ R FCIiinzinser; '^Anihins xqnamipinnijf Pet, Gth. D. 10/17, A. 3/7 (Pet. 10/18, A. 3/8), Pect. 17, C. 17, L. lat. 44, L. tr. 3/17. Höhe 3%, Kopf 4, Breite 2V^, Auge 3 'A? Stiriie 1, Schnauze ly^, Präorb. 3—4, Riickenst. 2V3, Schwanzfl. 475. Körper elliptisch, Kopfprofil coiivex, Schnauze sehr kurz, stumpf. Präorbitalbein sehr nieder, Augen niittelmässig. Stirne etwas in die Quere gewölbt. Nasenlöcher genähert. Die Schuppen oben auf dem Kopf klein. Oberkiefer hinten hoch, reicht nicht über die Mitte des Auges hinaus. Die Kinde samnitförmiger Zähne reicht iiu Zwischenkiefer weit, im Unterkiefer wenig weit zurück. In beiden Kiefern vorn jederscits ein etwas nach vorn gerichteter Hundszahn, und etwas mehr an den Seiten ein anderer rückwärts gerichteter oder gekrümmter. Vordeckel gerundet, die Zähnelung gegen unten etwas stärker. Auch Zwischen- und Unterdeckel mit einigen Zähnchen. Am Kiemendeckel 2 spitze Stacheln (kein dritter oberer). Seitenlinie deutlich, die Röhrchen bilden flache Längskiele. Rückenstacheln ziemlicli schlank, der dritte höchste Stachel ist etwas höher als die weichen Strahlen; bei einigen Individuen, nicht bei allen, ist dieser dritte Stachel in einen Faden verlängert, der bis zum Ende der Rückenflosse reicht. Rücken- und Afterflosse hinten zugespitzt, letztere höher. Zweiter Afterstachel höher und stärker, als der dritte. Alle Flossen sind beschuppt; die Rücken- und After- flosse selbst am stacheligen Theil bis über die Hälfte herauf. Die Brust- flossen reichen blos bis zum After, die Bauchflossen etwas kürzer. Schuppen fünfeckig mit vorderem breiten Rand. Farbe: Rosa, unten gelblich. Eine purpurne violett gesäumte Linie zieht schräg vom Munde unter dem Auge hin gegen den unteren Winkel der Basis der Brustflosse. Mittellinie der Brust und Kehle violett. Flossen gelbröthlich; Membran des weichen Theiles der Rücken- und Afterflosse, sowie die Schwanzflosse dunkelgenetzt mit hyalinen runden Zwischen- räumen. Mittlere Strahleji der Bauchflosse dunkel. 14 Cm. Nicht häutig. Die meisten Exemplare fanden sich im Magen anderer Fische und waren daher etwas verdorben. Verbreitung: Mozambique. Neu für das Rothe Meer. Anhang: Einige Anthias aus meiner Sammlung, ebenfalls etwas verdorben, unterscheiden sich von der beschriebenen Art nur durch ge- ringere Höhe (4) und etwas verschiedene Färbung: Eine weisse Längs- binde zieht vom Kiemendeckel zum Schwanz, eine ebensolche längs der Basis der Rückenflosse und eine längs des Bauches jederseits. Sonst zeigt sich kein Unterschied, auch der röthliche Streifen vom Mund zur Brust- flosse fehlt nicht. Synopsis der Fische des Rothea Meeres, 707 Gattung: Grammistes (Artedi-Seba) Cuv. Schliesst sich au Serranus und Plectropoma an , nicht au Diacope : Schuppeu klein, drei spitzige Stacheln am Kiemendeckel, die innersten Kieferzähue beweglich. lu beiden Kiefern, am Gaumen und Pflugschaar eine Binde sanimtförmiger Zähne, keine Hundszähne. Zunge glatt. Die Schuppen ganz von H aut überzogen. Vorderkopf sammt Kiefer, Kehle und Raudtheil des Kiemendeckels schuppenlos. Vordeckel am hin- teren Rand blos mit 2 — 3 Zacken. Rückenflosse sehr ti ef ei ngeschuit- ten oder iu zwei, dann aber am Gruud durch Haut verbundene Theile zerfallen. Afterstacheln verborgen oder fehlend. Unterkiefer vorrao-eud mit mehr weniger entwickeltem Cirrhus. 7 Kiemeuhautstrahlen. Sehr nahe dieser Gattung steht Rhypticus Cuv. '^Grammistes orientalis. (Seba) Perca bilineata Thunb.*) Sciaena vittata Lac, Perca tria- cantha und pentacantha Lac, Bodianus sexlineatus Lac, Grammistes Orientalis Bl. Seh., CV., Blk., Pet., Gth., Playf. D. 7/1 + 13, A. 0—1—2/8—9, P. 17, C. 17, L. lat. 70. Höhe 3, Kopf 372, Breite 2%, Auge 4, Stirne ly^, Schuauze 1 — IV^: 1, Präorb. % 2. — 3. Rückenst. 3, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, zusammengedrückt. Kopfprofil leicht couvex. Nasenlöcher genähert, das hintere etwas grösser. Oberkiefer lang, reicht bis zum Hiuterraud des Auges oder darüber hinaus. Unterkiefer-Cirrhus rudimentär. Die höchsten Rückenstacheln etwas niederer, als die höchsten Gliederstrahlen. Die hinteren zwei Stachein sehr klein, der erste weiche Strahl ist ungegliedert, aber nicht steif. Meist ist nur 1 Afterstachel zu finden. Flossen, ausser den mehr spitzen BauchÜossen, abgerundet. Die Brustflossen erreichen den After weit nicht, Bauchflossen noch kürzer. Farbe: Braun- oder violettschwarz. Kopf und Körper jederseits mit weissen Längsstreifen, meist 6—7 (bei Jungen oft blos 3}. Dazu noch ein unpaarer auf dem Kopf bis zur Rückenflosse und ein. ebensolcher an der Kehle und Brust, der sich hinter den Bauchflosseu in 2 oder 3 theilt. Die Streifen an den Seiten des Kopfes sind meist geknickt und schräg. Flossen bläulich oder röthlich, am Rand hyalin. Iris dunkelbraun. Arab.: Bseli. Nicht über 16 Cm.. Ziemlich häufig an Riffbrunueu und am Abhang. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Philippinen. Neu für das Rothe Meer. *) Thuaberg gebührt eigentlich die Priorität uud nach ihm Lacöpede, da ßl. Sch.'s Werk »püter veröffentlicht wurde. 708 ^^ ^'- ^ Klunzinger: Gruppe: Priacanthini Gth. Gattung: Priacanthus CV. Hat sehr viel Aehnlichkeit mit Anthias: Beschuppuug aller Theile, schiefes, fast senkrechtes Maul, andererseits mit den Beryciden: ein mehr weniger vorragender Dorn am Winkel des Vordeckels, Zähnelung des Präorbitalbeines, rauhe Schuppen. Es finden sich aber blos 6 Kiemen- strahlen In beiden Kiefern und am Gaumen und Vomer eine Binde haarförniig-er Zähne, keine Hundszähne. Auge sehr gross. Zunge glatt. Keine Schuppen au Rücken- und Afterflosse. Ein deutlicher massi- ger Stachel am Kiemendeckel. Viele (12 — 15) Afterstrah len. Vor- deckel fein gezähnelt. Kein Nackenband. Hinteres Nasenloch sehr gross. Diese Gattung ist so abweichend, dass sie am besten nach Günther eine eigene Gruppe der Percoiden bildet. (Bleeker führt sie unter seinen Holocentroiden auf.) '•'Pricnnthns hamrur* Sdaena hamrur Fk., Priac. hamrur CV., Rp., Gth., Play f. D. 10/14-45, A. 3/15, P. 19, C. 17, L. lat. 85, Höhe 3%, Kopf 3%-4, Breite aVa, Auge 37^—2%, Stirne 1%— 1%, Schnauze 1, Präorb. 6, Rückenst. 3, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, compress. Kopfprofil wenig gekrümrat. Stirne in die Quere etwas convex, Schnauze kurz, vorn breit und platt. Unter- kiefer vorstehend. Nasenlöcher sehr genähert, das hintere bildet einen langen schrägen, fast queren Spalt, der 3 — 4mal höher, als laug ist; das vordere sehr klein. Oberkiefer hinten breit, gerade abgestutzt, reicht nicht bis zur Mitte des Auges. Präorbitalbein am oberen und unteren Rand fein gezähnelt, am vorderen oberen Winkel mit einem stärkeren Dorn, vorn höher. Vordeckel am ganzen Rand gezähnelt, am stumpfen Winkel mit sehr wenig vorragendem Stachel, der nach vorn in einen schwachen Kiel fortgesetzt ist. Am Deckel ein wenig vorragender flacher Stachel. Schuppen am vordem bedeckten Rand 2 — 3lappig; der hintere freie Theil erhöht, dörnelig, der Rand ctenoid. Die Seitenlinie steigt vorn in einer kurzen starken Krümmung auf, dann läuft sie dem Rücken parallel ziemlich gerade. Die Rückenstacheln nehmen bis zum letzten an Höhe zu, die weichen Strahlen noch etwas höher; Rücken- und Afterflosse hinten leicht gerundet. Die Stacheln sind glatt, aber die Gliederstrahlen beider Flossen, besonders aber der Afterflossen, fühlen sich beim Rück- wärtsstreichen rauh an. Bauchflossen lang, reichen bis zur Afterflosse, Brustflossen viel kürzer. Schwanzflosse ausgerandet. Ober- und Unter- rand des Schwanzes stark concav. Die Pupille erscheint opalartig neblig. Synopsis der FiseliP des Rotbeii Meeres. 70') Falbe: KupferrotL, die Flo.sseu duukier, uur die Brustflosseu hell; die seukiechteu Flossen schwärzlich gerandet. Iris ziniioberroth. Arab.: Abu äen (Aug-enfisch) oder Scherär (Funke), nach Forsk.; abu liamrur und hesrum, 36 Cm. Ziemlich häufig am Korallabhaiig, lebt gegen 60 Fuss tief (?), wird blos bei Nacht gefangen Im Wasser leuchtet bei Nacht das grosse Auge. Fleisch nicht sehr geschätzt. Verbreitung: Zanzibar. Gruppe: Apogonini. Gth. (exe. Amhassis.^ Cheilodipteroidei Blk. Grosse abfällige Schuppen. 7 Kiemenhautstrahlen. Zwei ganz ge- trennte Riickeuflossen. t Afterstachelu. 6— 7 Stacheln in der ersten Rücken- flosse, \ in der zweiten. Vordeckel mit vorderer Randleiste. Flosseustachelu mehr weniger deutlich quergestreift. Gattung: Apogon Lac. CV. Zähne alle gleich, dicht, sehr kurz, meist stumpf couisch. Stirne, Schnauze, Kiefer, Kehle und Raudtheil des Präorbitalbeius schuppenlos. Verhältuissmässig lauger und hoher Schwanz. Zunge glatt. A. Rand des Vordeckels und die vordere Randleiste ungezähnt: Untergattung: Apogonichthys Blk. 1. Apogon (Apogonichtifs) nurilus. Apogon auritus CV., Apogon pwnctulatus Rp., Apogonichthys auritus Gth., Play f. D. 7 H- %, A. %, P. 13, C. 17, L. lat. 10, Höhe 3 -3V2, Kopf 3, Auge 3, Stirne ly^, Schnauze iVi, Präorb. 4 — 5, "2. Rückeust. 2, Schwanz- flosse 5. Körper bald höher, bald schlanker. Kopfprofil fast gerade. Kopf etwas spitzig. Oberkiefer eudigt uuter oder etwas vor dem hintern Augeu- rand. Unterer Rand des Vordeckels wellig. Auge gross, Schnauze kurz. Der 2. höchste Rückenstachel ziemlich stark, viel niederer, als die höchsten weichen Strahlen. Die Brustflossen erreichen die Afterflosse kaum, Bauchflosseu kürzer. Die Seitenlinie, aus einfachen Röhren bestehend, endet unter der Hälfte der zweiten Rückenflosse. Schwanz- flosse leicht gerundet. Farbe (nach RüppeU): hellgrasgrün (in Spiritus schmuts^ig gelb- braun), mit sehr vielen bouteillengrünen Punkten gescheckt. Hinter und iid> Xt Abbandi. 9Q •^JQ Dr C. B. Kliinzingfpr: unter dem Auge 4 gelbliche Streifen, über den VorJeckel verlaufend. Oben an» Kiem eiideck el ein grosser, schwarzer, runder, gelb oder weiss eingefasster Fleck (nach Playfair bei Jungen oft fehlend). Flos- sen gelblichgrün mit vielen dunklen Punkten. Iris gelbbraun. 5 Cm. Isle de France, Zanzibar. B. Vordeckelrand gezähnelt, vordere Randleiste ungezähnt. Unter- gattung: Apogon (auct. pt.). a) Erste Rückenflosse mit 6 Stacheln, a) Afterflosse mit 7 — 8 Gliederstrahleu. % '^Apot/on eoccifietfs. Rp, Ap, cupreufi (Ehr.) CV.?*) D. 6 + %, A. 2/s (nach Rp. y„ P. 11—12, C. 17, L. lat. 24, Ltr. %, Höhe 3, Kopf 3, Auge 3, Stirne 1%— 1, Schnauze T^— 2, Präorb. 3, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5y2 (Schwanz mit Schwanzflosse 2^/2 in der Ge- sammtlänge). Körper (vor dem Schwanz) eiförmig, etwas hoch, Rücken stärker gekrümmt als der Bauch. Kopf keilförmig. Oberkiefer endigt etwas vor dem hintern Augenrand. Deckellappen spitz. 2. Rückenstachel höher und stärker als die andern, und etwas niederer, als die Glieder- .strahlen. Brustflossen etwas lang, reichen bis zur Mitte der Afterflosse, die Bauchflossen erreichen die Afterflosse nicht ganz. Schwanzflosse leicht gabiig. Suprascapula ganzrandig, Vordeckel fein gezähnt, Augen etwas gross, Seitenlinie besteht aus einfachen Röhren. Farbe: Zinnoberroth, Flossen tiefer roth. Schuppen der Rückenge- geud mit dunklem Rande. 4y^ Cm, Selten. Nur aus dem Rothen Meer bekannt. ß) Afterflosse mit 4 4 Gliederstrahlen. 3. Apoffon lineolaiiis. (Ehrb.) CV,, Rp., Gth. D. 6 + V«, A. y,4, P. 13, C. 47, L. lat. 26, L. tr. %, Höhe 3, Kopf 3y4, Breite 2y4, Auge 2y2, Stirne ly^, Schnauze iy2, Präorb. 4, dritter Rückenst. %^/,^^ Schwanzfl. 4y4. Körper eiförmig-länglich. Schnauze sehr kurz, stumpf. Auge gross. Vordeckel abgerundet, auch ein Theil des Unterrandes ge- zähnelt. Suprascapula ungezähnt, Oberkiefer endigt unter dem hintern Drittel des Auges. Deckellappen schräg abgestutzt. 3. Rücken- ■•') Ap- cupreus liudet sich nicht im Mus. Berol., dafür aber ein Apogon unter dem Namen: Ap. ignens Ehrb., •welcher mit Ap. coccineus übereinstimmt und auch 6 Stacheln in der ersten Rückenflosse hat. [Ap. cupreufi fioll 7 hüben?) Synopsis der Fische des Rothen Meeres. "T-H Stachel uieht stärker als der 2., niederer, als die Giiederätrahleu. Brust- flossen reichen zur Hälfte der Afterflosse. Rand der Afterflosse etwas concav. Die Seitenlinie besteht jeaus einem Längskiel und einer am Grunde desselben auf- und einer absteigenden Seiten verdickung. Farbe (nach Rp.): Rosa mit metallischem Glanz. 12 — 13 rothbraune Querstreifen über die Seiten des Körpers. An der Schwanzbasis jeder- seits eiji schwarzer Fleck. Flossen röthlieh hyalin. Iris gelb, oben uud unten mit einem blauen Längsstreifen. Spitze der ersten Rückenflosse schwärzlich. 30 Linien gross. Nur aus dem R. M. bekannt. b) Erste Rückenflosse mit 7 Stacheln. aa) Augen etwas klein, Präorbitalbein 3 im Auge. Zahnbinde breit, Rückenstachelu kräftig. cca) Kiefer gleichlang. Die Nebeuäste der Röhren der Seitenlinie flach, sctiüppchenartig, mit nicht oder kaum gelapptem Rande. Stirne breit, Suprascapiila ganzrandig. Einige quere Binden oder Flecken über den Körper- 4. ■' Apoijon bifasciatus Rp., Gth., Kn,, Play f. Apogon trimaculatus Rieh, (Chin.} D. 7 4- %, A. Vs, P- 13, C. 17, L. lat. 27 — 28. Ltr. '%, Höhe 3— SV^. Kopf 3V3, Breite t^/^-, Auge 3, Stirne 1*/^, Schnauze l'/j, Präorb. 3, Rük- kenst. 2, Schwanzfl. 5. Körper eiförmig länglich, bald höher, bald schlanker. Stirne porös, Nacken streifig. Oberkiefer endigt hinter der Mitte des Auges. Vordeckel am Hinterrand und am Bogen sehr fein gezähnelt, sein Unterrand, Zwi- schen- und Unterdeckel ungezähnt. Am Kiemendeckel kein vorspringen- des Dörnchen wahrnehmbar. 3. Rückenstachel niederer als die Glieder- strahleu der zweiten Rückenflosse. Der weiche Theil winklig oder leicht gerundet. Brust- und Bauchflossen spitzig, erstere erreichen die After- flosse. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Farbe: Silbrig mit Tombakschein (welcher durch viele über den ganzen Körper zerstreute braune Pünktchen hervorgebracht wird). Zwei wenig umschriebene schwärzliche Querbinden oder ebensolche uuregelmäs- sige Flecken, die oft ganz undeutlich werden, laufen am Körper herab bis gegen die Mitte, die eine Binde vom Anfang der ersten, die andere vom Ende der 2. Rückenflosse. Oft zeigt sich auch, entsprechend den Schnppenreiheu eine mehr weniger deutliche braune Längsstreifung, Ein schwarzer Flecken jederseits an der Seite des Schwanzes. Meist steigt eine braune Linie schräg vom untern Rande des Auges zum Winkel des Vordeckels hinab, Flossen röthlieh, erste Rückenflosse vorn, an der 90* ^i •) Pr r B l< Iiinzingcr: zweiten eiü Läugsbaud über der Basis, die Baucbflosse grösstentheils, ausser am Stacbel, schwarz. Arab. : ßfceli oder Bteli nebär Cnehär = Tag). So beissen alle Äpo- gon^ wäbrend die Holocentrum Bseli lel (lel = Nacbt) beisseu, da letztere meiht nur bei Nacbt, erstere bei Tag gtlaugen werden. Nicht als Speise, höchstens als Lockspeise benützt. Die beschriebene Art ist die gemeinste. In den Riffbrunnen. lO'^ Ciu. Zauzibar, China. Nach Kner zeichneu sich die Weibchen durch eine Quaste kurzer Papillen oder Karuukeln aus, welche die Urogeuitalöffnung umgeben und zur Laichzeit anschwellen. Anhang. *Apoffon ttienialus (Ehrb.) CV., Rp. Ist nur eine Varietät oder besser Jugendzustaud von A. lifasciatus^ ausgezeichnet durch einen ansehnlichen schwarzen, weissgesäuinten A u- genfleck an der Stelle der bei obigem beschriebenen ersten Querbiude oder in dieser. Nach und nach, bei grösseren, wird der Flecken undeut- licher und ist nicht mehr in der Binde zu unterscheiden. Allei> übrige ist gleich, einschliesslich des schrägen Wangenstreifens. Die dunklen Längs- linien sind hier meist deutlicher. Es sind, wie bei Äp. bifasc. 7 Rückeh- stacheln (nicht 6, wie Rp, angibt), der erste ist nur sehr klein. ßß^ Der Unterkiefer steht zurück. Seitenschüppchen der Röhrt n der Seitenlinie sehr entwickelt und meist fast fingerförmig gelappt. Stirne etwas schmal. Suprascapula gegen unten gezähnt. 5—6 braune Längs- bäuder. Schwanzflosse abgestutzt. 5. '^Apoffon fasciattis. White, Q G., Gth., K n. (Steind.? gibt 6 Rückenstacheln an, Wien. Ak. 1866). Äpog. nouemfasciatus CV., Blk, Pet., Äp. halintvisis II nd enclekataenia Blk., Ap. aroubiensis Hom br. et Jacquin. Maasse und Zahlen, wie beim vorigen, nur Stirn iy^-) Auge 3 — 'SVsi Präorb. 3— 3V4. Gestalt bald höher bald niederer. Farbe: Hell tombakfarbig, bis weiss, jederseits 5 — 6 dunkelbraune Längsbiuden, 3 breite von den Lippen durch das Auge zur Basis der Schwanzflosse, eine 4. kürzere, schmälere, nur bis zur Körperhälfte rei- chende unter der Seitenlinie, eine 5. unpaar auf dem Scheitelrücken, und unter der Rückenflosse doppelt, am Schwanzrückeu wieder einfach. Eine 6. meist undeutliche jederseits am Bauch. Ein runder schwarzer Fleck jederseits vor der Basis der Schwanzflosse. Am Kiemendeckel auf der mittleren Längsbinde ein schwarzer und darunter ein schimmernd weisser und blauer Fleck oder Streifen. Flossen weinroth; über der Basis der Synopsis der Fische des Rotiien Meeres. 713 2, Rücken- und zuweilen auch der Atterllosse ein schwarzes Läugsbaud. 1. Rückenflosse dunkelbraun. 10 Cm. Nicht selten, in Korallbrunnen. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. yy^ Unterkiefer vorstehend. Äugen etwas klein, Präorbitalbein 2V2 — 3. Röhrchen der Seitenlinie mit verzweigten, divergirenden, nicht schüppchenartigen Seitenästen. Körperschuppen etwas klein. Suprascapula ganzraudig. 10 — 14 braune Längsstreifen. 6. '^Apoffon multiiaeniattts. (Ehrb) CV., Rp., Gth. D. 7 -I-V9, A. %, P. 14, C. 17, L. lat. 36-37, L. tr. 3/10— H, Höhe 3%, Kopf 3V2, Breite %%, Auge Sy^, Stirn l^/g, Schnauze 1-1 V5, Präorb. ^Vi— 3, Rückenst. ^274, Schwanzfl. 5. Das Kopfprolil ist etwas concav. Zwischeudeckel fein gezähnelt, Nasenlöcher etwas entfernt, das hintere dicht vor dem Auge, das vordere kurz hinter dem Schnauzenabsatz. Schnauze stumpf, ziemlich lang. Ober- kiefer reicht fast unter den hintern Augenrand. Brustflossen etwas kürzer als die Bauchflossen, welche bis zur Afterflosse reichen. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Farbe: Rosaröthlich, mit 10— 14 braunen Läugsstreifen, deren hellere Zwischenräume nicht breiter sind als sie. Kopf ohne Streifen. 1. Rücken- flosse braun, die andern Flossen zinnoberroth. Iris dunkelbraun. 19 Cm. Seltener. Verbreitung: Bis jetzt nur aus dem Rothen Meer. bb) Augen etwas gross. Fräorbitalbein 4—5; Stacheln der 1. Rücken- flosse schlank. Unterkiefer vorragend (ausser bei A. heptastigma). ci) Zahnbinde im Unterkiefer schmal. Zähne daselbst spitzig (mehr als bei andern Arten). Röhrchen der Seitenlinie conisch, mit sehr ent- wickelten buschig-lappigen Seiteuschüppchen. 7. '^Apogon anniiiaris. Rp., Gth., Play f. Odeoilignchas Fleurleu. Lac. III., t. 32, 2. Ap. roseipinnis CV., ßlk., Q G., Pet. D. 7 + %, A. Vs, P. 12, C. 17, L. lat. 26-27, L. f r. V^, Höhe 3%, Kopf 3V2, Breite 2y2, Auge tVt-, Stirne ly^, Schnauze 1%, Präorb. 4—5, Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5. Körper bald höher, bald gestreckter. Oberkiefer reicht hinter die Mitte der grossen Augen. Die feinen spitzen Zähne stehen im Unterkiefer gegen hinten nur in I Reihe. Die Binde des Zwischeukiefers ist auch hinten breit. Der hintere und auch fast der ganze untere Rand des Vor- J]A Dr. C. P Klnnzin crer : deckeis schwach gezähnelt; Zwischen- und Unterdeckel, sowie Suprasca- pula ganzrandig. Schwanzflosse leicht ausgeraudet. Farbe: Oben röthlich, gegen den Bauch gelblich, tombakfarbig, überall mit feinen braunen Pünktchen. Eine blaue Linie vom Mund durch das Auge zum Kiemendeckel, Blauschimmernde Flecke au den Deckeln und an den Seiten der vordem Körperhälfte. Um den Schwanz an der Basis der Schwanzflosse ein breiter, schwarzer King. Flosseji rütliHch, Bauchflossen orange. Oefters ein brauner Längsstreif an der Basis der Afterflosse. 12 Cm. Selteu. Verbreitung: Ostafrika, bis Ceylon und Amboina. /?) Zahnbiude im Unterkiefer etwas breit. Zähncheu nicht sehr spitzig. Seitenschüppchen der Röhren der Seitenlinie wohl entwickelt, am Rande leicht gelappt, aber nicht buschig. Afterflosse etwas ausgerandet. 4~o citrongelbe Läugsbinden. 8. ''Apoffon cyanosoma Blk., Gth. D. 7 + %, A. V,, L. lat. 24, L. tr. Vi, Höhe 4, Kopf 3%, Dicke 272, Auge 2^/2, Stirn 1^2, Schnauze 2, Präorb. 4, Riickeust. 4'%, Schwanzfl. 5. Körper gestreckt, Kopfprofil leicht convex, Oberkiefer reicht über die Mitte des Auges hinaus. Suprascapula gauzrandig, ebenso Sub- und Interoperculum. Hinterer und grösster Theil des untern Randes des Vor- deckels gezähnt. An der Afterflosse ist der hinterste Strahl etwas ver- längert und diese Flosse erscheint ausgerandet. Farbe: Silbergrau oder bläulich. Jederseits 4 — 5 citrongelbe oder goldgelbe Läugsbinden in ähnlicher Vertheilung, wie bei A'p. fasciatus. Bauch, Brust und Unterkiefer gelb. Am Kopf erscheinen die Längsbinden schimmernd blau. Flossen zinnoberroth. 7 Cm. Selten. Verbreitung: Solor. Neu für das Rothe Meer. y) Zahnbinde im Unterkiefer niittelmässig. Seitenschüppchen der Röhren der Seitenlinie wenig entwickelt. da) Körper etwas nieder (S'/j), Kinn nicht vorstehende Auge nicht ganz so gross als bei A. monochrotis i'iVs)-, auch bei sehr Jungen. Präorb. ."V/2 bis 4. 9 schwärzliche Flecken im Ganzen an) Körper. 9. Apof/on heplastigma (Ehrb.) CV. Af. enneastlgma Rp.'-'), Gth. Farbe: (nach Rp.) fleischfarbig mit Tonibakschiller. Flossen nach dem freien Rande zu röther. Vorderer Rand der Rückenflosse schwärzlich. *) Die Vergleichung der Originalexemplare ergibt die Identität. Synopsis der Fische des RotUen Meeres. 715 Ein schwarzer, gelbroth geräudeter Flecken oberhalb der Brustflossen. Ausserdem 5 schwärzliche Flecken au der Basis der Rückenflosseu, und zwar jederseits je 2 zu den Seiten ihres Anfanges und Endes und ein unpnarer zwischen beiden Rückenflossen. Endlich noch ein kleiner schwärz- licher Flecken jederseits an den Seiten des Schwanzes, so dass es im Ganzen (mit dem Ocellus über der Brustflosse), 9 Flecken sind, ohne diesen 7. 1% Zoll. Rothes Meer (Mus. Senk. u. Berol.). ßß) Körper ziemlich hoch, eiförmig (ähnlich dem A. hifasciatus). Kinn vorragend. Auge gross 2V4. Fräorb. 4 — 5. Einfarbig, nur oft mit einem Wangenstreifen. 10. -'Apogon monochrons Blk., Gth. D. 7 + V«, A. V„ P. 12, C. 17, L. lat. 26—27, L. tr. %. Höhe 3, Kopf Sy^, Breite 2*/j, Auge 2V4, Stirne 4*/^, Schnauze 2, Präorb. 4—5, Rückenst. 2V2, Schwanzfl. 5. Die Zäline klein und meist stumpf. Unterer Vordeckelrand ganz, ebenso Suprascapula. Rücken und Afterflosse winklig, mit schiefem Rand. .Schwanzflosse ausgerandet. Brustflossen etwas länger als die Bauchflossen. Farbe: Gleichförmig fombnkbraun durch feine braune Pünktchen. Ein brauner Wangenstreif, wie bei A. hifasciatus^ oft fehlend. Flossen röthlich, braun besprengt. 10 Cm. Seltener. Sunda- bis Fidjinseln. Neu für das Rothe Meer. C. Vordere Randleiste und Rand des Vordeckels, sowie auch der Jiintere und untere Augenrand gezähnt. Untergattung: Pristiapog^on KIz. 11. ■'Ajtogon (Pristiapoyon} frenafus, Valenc, Blk., Gth. Apoy.vittiger Ji enn.^ Ap.melanorrhynchus B\k. D. 7 + %, A. Vs, L- lat, 27—28, L. tr. V,, Höhe 3%, Kopf SV^, Auge 3, Stirn IV4, Schnauze 1, Präorb. V/2^ Rückenst, 1%, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, Rücken ziemlich convex. Kopfprofil leicht couvex, fast gerade. Auge mittelmässig. Unterkiefer vorstehend. Zähne gleichmässig, etwas stumpf. Zahubinde breit. Präorbitalbein unten ganz- randig, oben mit nach rückwärts gerichteten Zähnchen zackig besetzt, ebenso der hintere Augenrand. Auch die Bezahnung an der vordem Randleiste des Vordeckels ist grob und ungleich, die am Vordeckel ist gleichmässiger und nimmt nuch fast den ganzen Uuterrand ein. Unter- und Zwischendeckel und Suprascapula gauzraudig. Der Oberkiefer endigt kurz hinter der Mitte des Auges. Schuppen gross. Seiteulinieuröhrchen mit entwickelten fi Jige rf Or ra ig buschigen Seitf n schüp p ch en (nach jiQ Dr. C B KIunzi'ip:er: Bleek. wären sie nicht bauni förmig?). Stacheln der 1. Rückpuflo.sse schlank, hoch, wenig niederer, als die 2. Rückenflosse, 3. Stachel der höchste. Brust- und Afterflosse fast gleichlang, erreichen die Afterflosse nicht g'anz. Schwanzflosse leicht gabiig. Farbe: Silbrig ins Toiiibakbraune. Eine braune Längsbinde vom Munde durch das Auge zum Ende des Schwanzrückens. Ein grösserer braunschwarzer Fleck unter der 2. Rückenflosse. Ein schwarzer Ring oder Fleck vor der Basis der Schwanzflosse. Schuppen am Hinterrand mit brauneu Flecken. 1. Rückenflosse vorn schwarz, 2. rötlilich, an der Basis braun. Afterflosse an der Basis, Bauch- und Schwanzflosse am Aussen- rande schwärzlich, sonst röthlich. Silbrige oder tomba.kfarbene schim- luprnde Flecken an den Deckeln und an der Seitenlinie. d5 Cm. Nicht häufig. Ostafrika bis Neu-Guinea. Neu für das R. M. •»■ ^ Gattung: Cheilodipterus Lac, CV. Spitzige Fangzähne in beiden Kiefern, Oberkiefer beschuppt. Körper und Schnauze etwas lang. Der Vordeckel nur am Rand gezähnt. Deckel ohne deutlichen Dorn. Zunge glatt. 4. Rückenflosse mit 6 Stacheln. a) Fangzähue klein und wenig (im Zvvischenkiefer vorn jederseits ] — 2, im Unterkiefer nur seitlich % — 3). Körper sehr gestreckt, schlank, nieder. 3 braune Längsbinden jederseits und unpaare am Rücken und Bauch. 4. VheUodipleras qnhiqtielineatns. CV., Less., Blk.j Gth., Playf., Apog T^ovemstr latus Rp. D. 6 H- y«, A. %, P. 12, C. 17, L. lat. 25, Höhe 57^ (nach Rüpp. ^Vi\ Kopf 372, -^"gß 2V2, Stirn 2, Schnauze 2, Präorb. 5, Rückenst. 1%, Schwanzfl. 5. Kopfprofil fast gerade. Rückenstacheln schlank, 2. und 3. am höch- sten. Augen gross. Rand des Vordeckels grob gezähnt. Brust- und Bauch- flosse erreichen die Afterflosse nicht ganz. Schwanzflosse gabiig. Farbe (nach Rüpp.): Seiten weiss oder silbrig, gegen den Rücken und Bauch röthlich. Auf Jeder Seite 3 dunkelbraune Längsbinden vom Kopf zum Schwanz und dazu noch eine unpaare am Rücken und eine am Bauch. An der Basis der Schwanzflosse ein runder schwarzer Fleck Flossen röthlich hyalin. 5 Cm. Verbreitung: Amboina, Gesellschaftsinseln. b) Fangzähne gross, spitz, entfernt stehend Cin beiden Kiefern je- derseits vorn 1, seitlich und hinten 3. Körper massig hoch. 8 breite braune Läiigsbiudeu jederseits. Syuopsis der Fische des Rothen Meeres. 717 t. *'CheilotUpterits ociovittutus. CV., Gth., Play f. Cheilodipt. lineatus Lac. QCentropoinvs macrodon Lac.*), Chilodipter. heptazona B 1 k. D. 6 + %, A. %, P. 12, C. 17, L. lat. 27, L. tr. 2/7—8, Höhe 3V5 — 4, Kopf 31/5. Dirke 2, Aug-e 3%, Stirn 2, Schnauze 1, Präorb. 5, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Körper elliptisch, Rücken convexer als der Bauch. Zwischen den Fangzähnen und zum Theil in äusserer Reihe kleine conische Zähnchen. Im hintern Theil des ZwischenkiefVrs eine breite Binde sanimtförmio-er Zähne. Unterkiefer schmäler und kürzer, als der Zwischenkiefer, daher bei geschlos.senem Mund die Zähne des Zwischenkiefers frei herabragen. Der Oberkiefer endig-t unter oder etwas vor dem hintern Aus^enrand. Vordeckelrand fein gezähnelt. Röhren der Seitenlinie mit sehr entwickel- ten buschig faltigen Seiteuschüppcheii. Schuppen gross, sehr abfällig. Stacheln der Flossen schlank. 3. Stachel der 1. Rückenflosse der höchste, niederer als die 2. Flosse. 2. Rücken- und Afterflosse gleich hoch, ihr Endrand schief, gerade. Schwanzflosse leicht ausgeschnitten. Farbe: Silbrig' tombakfarben. 8 rothbraune, etwas breite Läugsbin- den, den Schuppeureihen entsprechend, durch Kopf und Körperseiten. Vor und au der Basis der Schwanzflosse ringsum eine dunkelbraune Fär- bung. 1. Rückenflosse braun, vorn oben schwarz. Bauchflossen blaugrau. Uebrige Flossen zinnoberroth, 2. Rücken- und Afterflosse vorn, Schwanz- flosse an den Seitenrändern dunkelbraun. Iris silbrig, da wo die Längs- bänder durchlaufen, dunkler. Arab.: Bseli (Bseli lel, wie die Holocentrum') . 24 Cm. Wird bloss bei Nacht gefangen, im Hafen, selten an dem Klippenabhang. Einzeln, hält sich mehr am Grund auf. Fleisch gut. Seltener. Verbreitung; Ostafrika bis Amboiua., Neu für das R. M. Anhang. ''Ch. lineatus. Perca lineata Forsk., Perca arabica Li. Gm., Centropomus arabicus Lac, Cheilodipter. arabicus CV. Cheilodipt. lineatus Rp-, Gth., Play f. Ich finde keinen specifischeu Unterschied von Chellod. octovittatus, höchstens ist der Körper etwas gestreckter (Höhe 4V2). Statt der 8 zeigen sich 14 — 16 schmale Läugsstreifen. Au der Basis der Schwanzflosse ein grünlichgelber, in der Mitte schwarzer Ring. Die laugen Eckzähne im Unterkiefer sind etwas rückwärts gerichtet **). 14y2 Cm. Arab. nach Forsk.: Djesauvi, nach Ehrb. Tabah. Selten. Verbreitung: Ostafrika. *) Letzterem Namen gehört eigentlich die Priorität. ^•^') Nach CV. soll der % Afterstachel fadenförmig verlänjert sein. JLber weder bei unseren Exem- plaren, noch in der Abbildung von C V. sieht man das. Bd. XX. iühsndi. 91 •T J Q Dr G. B K I II n z i n }( (' r Familie: Ambassoidei. Bogodoidei Rlk. (Enum.) 6 Kiemenhautstralileii. Schuppen cycloid, abfällig- und meist jrross. 1 tiefausgesc'hnittene Rückenflosse. 3 Afterstacheln. Rücken- und After- stacheln durch Q u e r streifung wie gegliedert aussehend. Vor der Rückentiosse ein liegender, mit der Spitze nach yorn gerichteter Sta- chel. Kücken- und Afterflosse au der Basis beschuppt. Die Kiemenhaut ist nur bis zum hintern Drittel der Unterkieferschenkel gespalten, und die „Kehle" erscheint daher etwas lang. Kein Stachel am Kiemendeckel. Rippen verbreitert. Körper zusammengedrückt, Schwanz kurz. Zähne klein, in Binden in den Kiefern, am Vomer und Gaumen (im Zwischenkiefer ist die äussere Reihe dieser Zähnchen, besonders vorn, einwenig grösser). Oberkopf, Schnauze, Kehle und Kiefer schuppenlos. Mundspalte sehr schräg. Vordere Randleiste am Vordeckel sehr entwickelt. Seitenlinie zu- weilen unterbrochen. Diese Familie, allerdings durch manche Charaktere sehr mit den Afotjornni verwandt : Form der Flossen, Streifung der Flossenstacheln, eut- Avickelte vordere Vordeckelleiste, hat andererseits viele Eigenthümlich- keiten, die sie davon, ja überhaupt aus der Familie der Percoidei ent- fernen, deren Diagnose durch Belassuug dieser Bogodoidei darin gezwun- gen erscheinen würde: Cycloidschuppen, Insertion der Kienienhaut. Einige Charaktere deuten selbst auf Verwandtschaft mit den Scomberoidei hin: Cycloidschuppen, liegender Stachel vor der Rückenflosse. Gattung: imbassis (Co mm eis.) C V. Ambassis et Bogofles Blk. Im Mus. Senkenb. finden sich unter dem Namen Ambassis Commer- sonii aus dem Rothen Meer von Rüppell zwei verschiedene Arten in einem Glas; beiden gemeinschaftlich ist: Kopfprofil an der Stirne etwas coucav, nur der untere Rand des Vordeckels und die Randleiste darüber,, welche noch einen vorstehenden Winkelzahn trägt, gezähnt. Seiteulinie 30, Schwanzflosse gegabelt. Silbriges Längsband durch die Körpermitte. Zwischendeckel ganzrandig, höchstens mit zahnartiger Hinterecke. Unter- rand des Präorbitalbeins gezähnt. a) Körper etwas nieder (Höhe 3V2), 2. Rückenstachel sehr hoch (IV*), höher und stärker als der 3.; Afterstachelu ebenfalls etwas hoch (der dritte 2 in der Körperhöhe). Hinterer Rand de» Oberkiefers coucar. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 719 Mundzähiie verhältnissmässig spitz uud vorragend. x\m ubeiu Orbitalrand hinten nur 1 Zähnchen. Oberrand des Präorbitalbeius zahnlos. Seitenlinie durchgehend, bildet vorn einen Bogen ^ der hintere gerade Theil ist etwas kürzer als der bogige. 1. Ambassis Commersonü. CV., Rp., Pet., Kn. Sciaena safgha Forsk? '•'), Centropomiis ambassis J^ ?i c.^ Ambassis nalua Blk. (uec CV.) D. 7 + %, A. V«, ^- 1"^, C. 17, Höhe 3%, Kopf 3%, Breite 3, Auge 3, Schnauze iVa? Stirne iVz, Präorb. 3, 2. Rückenst. IV4, Schwanz- flosse 3*/rj. Farbe: (nach Rüpp.) Rücken meergrün, mit Lasurschimmer, der Bauch, die UTitere Hälfte des Kopfes und die Flossen ausser der Schwanz- flosse hyalinisch lackroth. Längs den Seiten des Körpers zieht ein t Linien breiter silberglänzender Streifen. Der Vordeckel hat gelblichen Tombak- schiller. Schwanzflosse gelbbraun mit schwarzen Eudspitzeu; auch die Spitze der ersten Rückenflosse ist schwärzlich. Iris gelblich. 5 Cm. Verbreitung: Isle de France, Ostindien, Nord-Australien, Java. b) Körper etwas hoch (3V4), % Rückenstachel nicht sehr hoch und stark (1%)! niederer und nicht stärker als der 3. Afterstacheln nicht hoch (der dritte höhere 2V4 iu der Körperhöhe). Oberkiefer hinten schräg ab- gestutzt. Mundzähne sehr klein, sanimtartig. Am obern Orbitalrand gegen binten 2 — 3 Dornen. Suborbitalrand (Oberrand des Präorbitalbeins) mit einigen Dörnchen. Ein nach aufwärts gerichtetes Dörnchen jederseits am vordem Theil des Präorbitalbeins nach aussen von den Nasenlöchern. Sei- tenlinie mehr woniger unterbrochen; der gerade hintere Theil so lang, oder etwas länger als der vordere bogige. Zwischendeckel gauzrandig. 2. Ambassis deniiculata Klz. D. 7 + V«, A. Vjoi P. 13, C. 17, Höhe 3%, Kopf 4, Breite 3, Auge 2V2, Schnauze IV», Stirn 1*/^, Präorb. 2 Vi, 3. Rückenst. iVs, Schwan zfl. 4. Diese Art stimmt weder mit A. Dussumieri noch mit A. interrupta, denen sie am nächsten steht. Mus. Senkenb. aus dem Rothen Meer. Familie: Berycoidei (Berycidae Lowe). 8 (ausnahmsweise 7) Kiemenstrahlen. Kiemenhaut bis zur Hälfte des Unterkiefers gespalten. Bauchflossen mit mehr als 5 Gliederstrahlen. Schuppen stark gezähnt. Sammtzähne an den Kiefern, am Gaumen und Vomer. Deckelstücke mehr weniger scharf bewafi'net. 1 oder 2 Rücken- flossen, Augen gross, Mundspalte mehr weniuer scJiief. Blinddärme in massiger Anzahl. '•*) Ist zu unbcsliaaiut beiCLrieben , um die Priorität des Namens in Anspruch nelimen zu können. 91 * 720 ^^ '■• ^ K |ijn:nng''r: Gattung: Holocentram (Art) CV. Mundspalte wenig schief. Ein starker Stacliel am Winkel des Vor- deckels. Von den 4 Afterstacheln ist der 3. sehr lang und stark. Schwimm- blase einfach. Gemeinsam mit Mifripristis sind: \ — 2 Dornen am Kiemendeckel. Bauchflosse mit V, Strahlen, die Rückenflossen bald verbunden, bald ge- trennt, die 1. ist in eine tiefe Furche einlegbar, die 2. und die Afterflosse an der Basis beschuppt. Scheitel, Stirn, Schnauze, die Kiefer und Subor- bitalknocheii scliuppenlos, aber mit knochigen Leisten oder Zähnen be- waffnet. Kehle nackt, häutig. Schuppen meist gestreift. Eine Art Nacken- band in Form einiger stark gezähnter, kiiochenartig derber Schuppen von der Suprascapula nach dem Scheitel. Zähne klein, Zunge glatt. Hinteres Nasenloch weit, vorderes dicht davor, sehr klein. Die Bauch- und Rücken- linie laufen meist von der 2. Rücken- und Afterflosse an fast unter Bildung eines Winkels rasch zusammen. Schwanzflosse gabiig, die seitlichen kleinen Strahlen derselben sind stachelartig. Am Oberkiefer oben ist eine Art Knochendeckplättchen. Der Unterdeckel liegt als schmales Knochmplätt- chen parallel hinter dem hier gauzrandigen Deckel. A. 2 getrennte Rückenflossen, 2. mit einem ihr angehörigen Stachel. Formel ihrer Strahlen x + 4/y. 1. ■'Holocentrum samara. Sciaena Samara Fk., Holocentr. samara Rp., CV, Blk., Pet., Gth,, Play f., Kn. Holoc. christianum (Ehrb.) CV. D. 10 + V,2, A. 4/7—8, V. %, P. 14, C. •y,«/5, L. lat. 40, L. tr. 2V2/8, R. br. 8, Höhe 4, Kopf 3%, Breite 2V2, Auge 3, Stirne ly^, Schnau/e P/r„ Präorb, 5, Rückenst. iVs? Schwanzfl. 5Vk. Körper gestreckt, Schnauze etwas lang. Stirn flach mit 2 Längs- leisten, die hinten fächerartig sich ausziehen. Apophyse des Zwischen- kiefers sehr lang, reicht fast bis zur Mitte der Augen; die Grube dafür ist hinten abgerundet. Unterkiefer vorstehend. Zahnbinden breit, Zähne stumpf. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Präorbitalbein nur am untern Rande gezähnt, der vorderste Zahn sehr breit und .vorragend. V or deck eis tachel reicht kaum über den Kiemenspalt hinaus, ist Vg des hintern Vordeckelrandes, kurz, aber breit und platt. Deckel und ünterdeckel leicht gestreift. Oben am Kiemendeckel 2 fast gleich grosse, platte, kräftige Stacheln, darüber oft noch ein oder einige kleinere. Scapula ganzrandig, Schulterknochen mit einigen feinen Zähnchen. Unterdeckel oben und unten mit einigen Zähnclien. Zwischen- deckel leicht gestreift und schwach gezähnt. Die Schuppen meist glatt, Synopsis der Fische des Rithen Meeres. 7'ii nur einige obere in der Mitte gestreift. Seitenlinie fast gerade, Röhrcbea kaum vvahruehrabar. Rückenstaehein schlank, der dritte höchste kaum niederer als die höchsten weichen Strahlen. Der 3. Afterstachel ragt etwas über die Basalschuppen der Schwanzflosse hinaus. Bauchflossen etwas länger als die Brustflossen, erreichen den After weit nicht. Schwanzflosse gleichgablig, die äusseren Strahlen sind ty^ ^^'^' länger als die mittleren. Farbe: Silbrig, Rücken dunkler mit kupferrothem oder stahlblauem Scliimmer. Die Schuppen, auch die der Wangen, je mit einem schwarz- braunen Flecken, der aus oft zusamnienfliessenden Farbpünktchen besteht. So entstehen 8 — 10 I^ängsbinden, von denen die an der Seitenlinie die breiteste und deutlichste ist. Oft aber werden sie sehr undeutlich. Kopt oben purpurfarben. Bauch ohne Flecken. Erste Rückenflosse hyalin, oben hinter den t — 3 vordem Stacheln ist die Membran braunschwarz; an der Basis untl oben hinter den Stacheln je ein weisser Flecken. Rücken- und Afterflosse röthlichgelb, vorn braunroth. ßauchflossen weisslich, Brust- flossen rosa. Schwanzflosse röthlichgelb, äusserer Theil braunroth. Iris hellcarminroth. Variirt viel in der Färbung. Arab.: Bseli abiad (abiad = weiss), nach Forsk., Farer, Hömri oder abu m' sanimer. 20 Cm. Häutig. Wird nur bei Nacht gefangen. Fleisch gut, etwas trocken. .\m Korallabhange. Die Dornen , Schup- pen und Flossenstacheln verwunden, doch nicht gefährlicli. Man tödtet die grösseren Fische dieses Geschlechtes daher sofort nach dem Fang durch einen Schlag auf den Kopf, Verbreitung: Ostafrika, Cap der guten lioft'nung, Sundainseln. B. Die Rückenflossen Iiängen zusammen. Formel x/y. a) Stirn und Schnauze nicht schildartig flach, Grube für die Apo- physe des Zwischenkiefers sehr ausgesprochen und ott'en. aa} Der vordere Zahn des Präorbitalbeines wenig grösser, als die andern. Schnauze kurz, Auge gross. a:) Die zwei Stacheln des Kiemendeckels nahezu gleich, von massi- ger Länge. Stirne breit. Rückenstacheln schlank, Zähne spitzig. 2. */folocenirnMi artjentetim QG., CV. (Gthr. Anm.) D. 11/13, A. 4A V. 1/7, C. 4/19/4, L. lat. 46, L. tr. 2^/8, Höhe SV^, Kopf 4, Auge 272, Stirne l*/*, Schnauze 2, Präorb. 6—7, Rückenst. IV4, Schwanzfl. ö^/j. Gestalt ziemlich gestreckt, Rücken etwas convex. Kopfprofil fast winkelig. Supraorbitalg(>gend erhoben, daher Stirne concav. Die Apophyse des Zwischenkiefers reicht wenig über den vorderen Aiigenrand zurück. Oberer Rand des Präorbitalbeines schw^ach bedörnelt. Der Ober- 722 ^^ ^' ^ Kl unzin b'er: kiefer reicht fast bis zur Mitte des Auges. Beide Kiefer gleichlaug, Präoperculardorn glatt, stark, um die Hälfte kürzer, als der Hinterrand dieses Kuocheus. Deckel und ünterdeckcl glatt, kaum gestreift. Dörneluug zeigt sich am ganzen Rand des Kienieudeckels, auch über den 2 grösseren Stacheln, am Unterdeckel nur obeji und unten, ferner am Zwischendeckel, Scapula und Humerus. Schuppen glatt, einfach stark gezähnt. 3. — 4. Stachel der Rückcnllosse so hoch, als die weiclien Strahlen. Rauchflossen etwas länger, als die Rrustllossen, erreichen dun After nicht. Dritter Afterstachel reicht bis zum beschuppten Theil der Basis der Schwanzflosse. Farbe: Silbrig mit schwach rothlichem oder bläulichem Schimmer, zuweilen stäi'ker roth oder die Schuppen mit rotheii Pünktchen. An den Seiten undeutliche hellere Streifen, Flossen hyalin oder scharhichroth, die Strahlen dunkelroth. Stachlicher Theil der Rückenflosse au der Basis und oben hinter den Stachelspitzen je mit scharlachrothem Fleck, und unter letzteren kreideweisse Flecken. 13 Cm. Selten. Verbreituug: Neu-Guinea. Neu für das Rothe Meer. ß) Der obere Stachel des Kiemendeckels länger als der untere, Stirne massig breit (IV^), Rückeiistachehi sehr stark. Zähne kurz, stumpf. L. lat. 36, L. tr. V/i/l- 3. Holoeentrum rubrum. Sciaena rubra Fk. (Seba, Valent.), Perea prcLslin hiic.^ Uoloc. albo- ruber Lac, Rieh. (Chiu.), Uoloc. Orientale CV., Blk., Holoc. ruber Rp., Gth. , Play f., Kn. , Uoloc. marginatum CV., Holoc. spinosissimum Rieh. (Chiu.) D. 11/12—13, A. 4/9, P- 14, C. 4/19/4, Höhe 3%, Kopf3V2, Breitet, Auge 2'/2, StiruelVi, Schnauze 2, Präorb. 7 — 8, Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Gestalt etwas hoch, länglich eiförniig. Kopfprotil fast winkelig, Schnauze abschüssig, kurz. Stirne in der Quere leicht concav. Kiefer gleich. Apophyse des Zwischenkiefers reicht kaum zum vorderen Viertel des Auges, der Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Die Zahnung des Präorbitalbeines etwas grob; der Oberrand desselben ebenfalls mit Dörn- chen, deren vordere leicht auswärts ragen. Vordeckelstachel 2 — 2V2 Mal im Hinterrand enthalten. Die 2 Stacheln des Kiemendeckels baUI stark und platt, bald mehr schlank. Ueber ihneii finden sich am fein- gezähnten Rand Jioch 1 — 2 längere Zähtichen. Unterdeckel mit einigen gröberen Zacken oben und unten. Kiemendeckel leicht gestreift. Scapula ganzrandig, Hunicrus mit einigen Zähnchen. Dritter Rückenstachel ver- hältnissmässig nieder, fast ^o hoch als die Gliederstrahleu. Schuppen meist glatt. Die Bauchflosseu erreichen den After nicht ganz, Brustflossen Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 79 "^ ein weniger kürzer. Der dritte Afterstachel reicht bis zur beschuppten Basis der Schwanzflosse. Farbe: Braun oder brauiiroth mit gegen 8 weissen Längsbindeu, die braunen Zwischenräume etwa eben so breit, als die weissen Streifen (so dass man eben so gut von brauner Streifung auf weissem Grund reden kann). Stachliger Theil der Rückenflosse röthlich mit einer bogigen weissen Längsbinde (Rüpp.), bei andern ist derselbe weiss; hinter den Staclielspitzen und au der Basis je ein brauner oder purpurner Fleck. Afterflosse vorn, Schwanzflosse an beiden Aussenrändorn, Bauchflosse an der Spitze schwärzlich. Arab.: Ataje nach Forsk. 20 Cm. Scheint häufig; mir kamen keine Exemplare dieser Art in Koseir vor. Verbreitung: üeberall im indischen Ocoan von Ostafrika bis China und Japan. bb) Der vordere Zahn des Präorbitalbeines merklich grösser als die andern und senkrecht. Schnauze etwas kurz, convex, nicht abschüssig. Oberer Deckelstachel meist viel grösser als der untere. Rückeustachelu ziemlich hoch, nicht sonderlich stark. L. Int. 48, L. tr. V/^/S. 4. ^ Holocentruni diadema. Lac, Rp., CV., Less., Blk., Pet., Gth-, Playf. D. 14/13, A. 4/9, C. 4/1 9A, Höhe Sy^, Kopf 4, Auge 2%, Stirne \y^, Schnauze 1%, Präorb. 5—7, Schwanzfl. 5y2, Rückenst. 21V4. Gestalt länglich eiförmig, etwas hoch. Stirne flach, Zähne klein, stumpf. Kiefer gleichlang. Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Vordeckelstachel 2— 3mal im hinteren Rand enthalten, üeber den grösseren Stacheln des Deckels noch % — 3 längere Dörnchen. Inter-, Sub- uud Operculum gestreift, gezähnt. Scapula ganzrandig, Humerus o-ezähnt. 4. — 5. Rückenstachel höher als die Gliederstrahleu. 3. After- Stachel reicht über die beschuppte Basis der Schwanzflosse hinaus. Schup- pen einfach, scharf gezähnt. Bauchflosseu etwas länger als die Brust- flossen, sie erreichen den After nicht. Farbe: Roth, bisweilen braun lait 11 silber weissen, gegen oben carminrothen Längsstreifen, oft auch noch uupaaren am Bauch und am Scheitel. Sie sind schmäler als ihre Zwischenräume. Vordertheil der Rückenflosse schwarz oder schwarzroth, die Membran hinter den Stachel- spitzen und eine mittlere bogige Längsbiude roseuroth. Die übrigen Flossen röthlich. Iris roth. 15 Cm. Arab.: Bseli lel. Häufig. Bios bei Nacht gefangen. Verbreitung: üeberall im indischen Ocean von Ostafrika bis China und Otaiti. 791 ^^- *-■■ ^^ ^ linizinger: cc) Der vordere und einer der mittleren Zäline des Fräorbitalbeines sehr g"ross, senkrecht. Auge uiittelinässig. Schnauze gestreckt, Schuppen mit Poren. a) Hinteres Nasenloch voru mit einem üürnchen. Wenigstens zwei Deckelstacheln. Augenring etwas breit, und grob gezähnt. Uuterdeckel gezähnt. Dritter Afterstachel lang, reicht über die beschuppte Basis der Schwanzflosse mehr weniger hinaus. Stacheln der Rückenflosse sehr kräftig, nicht hocji, der 4. — 5. niederer als die höchsten GHederstrahlen, Stirne massig breit (IV^); 13 — 14 weiche Strahlen in der Rückenflosse. L. tr. 2V>/7. 5. ''Holoi'entrum eattdimactilatum. Hol. spiniferum CV., Rp. (Atl.), Hol. caudimacuh Rp. (Neue Wir- belth.), Gt^h., Kn., Steind., Hol. leonoides Blk. D. 11/13-14, A. 4/9-10, P. 14, C. 5/19/5, L. lat. 43, L. tr. 2%/ 7, Höhe 3, Kopf 3y4, Auge 3V2, Stirne V/^., Schnauze 1, Präorb. 6, Riickeu- stachel 2V4, Schwanzfl. öVa- Körper eiförmig, hoch. Nasenbein vorn zweizackig. Die Apophyse des Z\vischeukiefers reicht bis zum vorderen Viertel des Auges, der Ober- kiefer nicht ganz unter die Hälfte. Kopfprofil parabolisch. Zähne kurz, stumpf. Etwa 10 flache Leisten am Scheitelfächer. Vordeckelstachel lang und kräftig, ly^ im hinteren Rand enthalten. Unterer Rand des Vor- deckels deutlich gezähnt. Am Kiemendeckel mehrere grössere Stacheln, die meist zum Theil an der Basis miteinander verwachsen sind; der oberste ist der längste. Der Vordeckelrand ist bald senkrecht, bald schief.''') Scapula ganzrandig, Schulter mehr wellig als gezähnt. Farbe: Silbrig mit rothem Schimmer, im Leben; der todte Fisch zinuoberroth. Flossen roth. Rückenflosse oben hinter den Stacheln dunkler roth, oft gelbroth. Ein schimmernd weisser Fleck en vorn am Seh w an z- rücken; er wird undeutlich, wenn der Fisch dem Wasser entnommen wird; oft sieht man ihn aber auch an Spiritusexemplareu. Bei einem meiner Exemplare geht durch die Mitte jeder Schuppe ein schimmernd weisser Querstreif. '^''•') Arab.: Kahäi. 20—30 Cm. Häufig. Bei Nacht. Fleisch gut. Verbreitung: Ostafrika, Indien, Suuda. ß) Nasenloch ohne Dorn. Meist blos 1 Deckelstachel. Augenriug schmal, klein gezähnt. Unterdeckel ganzrandig. Dritter Afterstachel nicht laug (reicht bei Jüngeren bis zum Anfang der Schwanzflosse, bei *) Diese Stellung ist also kein gutes Merkmal. '>*) Wie bei H. violaceum Blk., welcher sich aber durch mehreres unterscheidet: L. lat. 36, das Dörnchen am Nasenloch an dessen Hinterrand, Afterstachel kurz. Synopsis der Fische des RotUen Meeres. 725 Aelteren bis zur Mitte des Schwanzes). Stacheln der Rückenflosse schlank und sehr hoch (2. — 3. so hoch, als die höchsten Giiederstrahlen). Nacken bncklio, Kof'profil gferade bis leicht conear, Stirne schmal (2) Do rs. 11/15, L. tr. 3%/9. 6. ''Hohtctnirtim spiniferum, Sciaena apinifera Fk., Holoc. leo. CV., Less., Blk., QG. , Holoc. spinifer{u7n~) Rp. Neue Wirbelth. (nicht Atlas) Gth., Kn., Playf, D. H/15, A. 4/10, C. 19, L. lat. 48, Höhe 3, Kopf3%— 3%, Auge 4, Schnauze IV4, Stirne 2, Präorb. 6 — 7, Riickenst. IV4, Schwanzfl. 5 — Sy^. Diese Art ist durch obige Charaktere sehr von Hol. caudimaculat. verschieden, auch Exemplare von 20 Cm. haben schon diese Merkmale; letztere sind also nicht Folge des Alters. Bei meinen Exemplaren ist immer nur 1 Stachel am Kiemendeckel vorwiegend entwickelt. Der untere Rand des Vordeckels bei Jüngeren mit einigen Zähnchen, die bei Aelteren obsolet werden. Vordeckelrand bald mehr schief, bald mehr senkrecht. Stachel des Vordeckels stark, ly^mal im Hinterrand enthalten. Zwischeu- deckel nur vorn mit einigen stärkeren Zähneu, gegen hinten ganzrandig. Scapula und Humerus ganzrandig. Bauchflossen wenig länger als die Brustflossen, erreichen den After nicht. Farbe: Roth. Vorderer Theil der Rückenflosse bl utroth oder gelb, die übrigen Flossen röthlich gelb. Eine weisse schiefe schimmernde Linie am Vordeckel. Ein blutrother Fleck hinter den Augen und an der Basis der Brustflosse. Arab,: Kahäi. Nächtlich, Wird gross, 20 — 40 Cm. Fleisch sehr geschätzt, besonders wenn es fett ist. Nicht häufig. Verbreitung: Ostafrika bis Waigiu. b) Stirne und Schnauze durch eine Yom oberen Augenhöhlenrand jederseits bis hinter die Schnauzeuspitze ziehende und dort von beiden Seiten vereinigte Leiste schildartig flach. Schnauze kurz und stumpf. Unterkiefer zurückstehend. Apophysalgrube nicht offen; statt ihrer zwei gegen die Spitze des Schnauzenschildes convergirende, gegen hinten ge- zähnelte Leisten. Stirne sehr breit, üeber dem oberen Augenhöhlenrande eine gezähnelte Leiste. Körper gestreckt, Rücken wenig couvex. 7. "'^Holocentrum plntyrrhinum Klz. D. 41/13, A. 4/9, C. 19, L. lat. 45, L. tr. 2V2/7, Höhe 4, Kopf 4, Breite 2, Auge 272, Stirne 1, Schnauze 2, Präorb. 8, Rückenstachel 2, Schwanzflosse 5. Kopfprofil convex. Zahnbinde schmal, Zähne spitzig. Die Zähne am unteren Rande des Präorbitalbeines grob, nach rückwärts gerichtet, "JOR Dr. C n KliinzinfTPr: gleicli, kein lueiklich gMösserer unter ihnen. Der Oberkiefer reicht nicht ganz zur Mitte des Auges, Vordeckelstachel 2mal im Hinterraud ent- halten. Alle Deckel- und Schulterstücke gezähnt. Deckel und Uuter- deckel nicht gestreift, i grössere Deekelstacheln , der untere kleiner. Scheitelfächer 9 — lOleistig. Rückenstacheln schlank, nicht heteracanth. Dritter Rückenstachel von der Höhe der höchsten Gliederstrahlen. Schup- pen glatt, nur am Rande grob gezähnt. Die Bauchflossen erreichen den After nicht, Brustflossen ein wenig kürzer. Dritter Afterstachel reicht nur zur Hälfte dos Schwanzes. Die Rücken- und Bauchlinie convergiren nur allmälig, ohne deutlidie Winkelbildung. Schwanzflosse gleich gega- belt; äussere Strahlen nur doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Silbrig ins Tonibakfarbene. Rücken stahlblau bis riolett, Kopf und Lippen röthlich. Flossen roth, erste Rückenflosse dunkelbraun. Nur 41/2 Cm. Selten. Gattung: Mjripristis Cuv., CV. Mundspalte meist sehr schräg. Kein Präopercularstachel. 3. After- stachel kurz. Schwimmblase getheilt. 7 — 8 Kiemeuhautstrahlen. •''3Iyriprlstis mnrdjan. Sciaena murdjan Fk. , Myripr. murdjan CV. , Rp., Blk., Gth., Play f., Kn., Myripr. hotsche Blk., Kn.'') D. 10 + Vn, A. 4/42, V. 1/7, P. 15, C. 4/19/4, R. br. 7, L. lat. 30, L. tr. V/^/l , Höhe 3%, Kopf 4, Dicke 2%, Stirne IV2, Schnauze ^2, Auge 2V4, Präorb. 6, Rückenst. 2 Vs , Schwanzfl. 5. Körper eiförmig länglich, Rücken convex. Kopfprofil durchaus convex. Schnauze sehr kurz. Apophyse des Zwischeukiefers kurz, kaum über den vorderen Augenrand zurückreichend. Stirne in die Quere leicht convex, mit 4 erhabenen Läugsleisten, deren äusseres Paar gegen vorn divergirt und hinten unregelmässig fächerförmig sich verästelt. Mund sehr schräg. Oberkiefer reicht bis zum hintern Drittel des sehr grossen Auges. Unterkiefer vorragend. Zähne klein, Unterkieferbinde etwas schmal. In beiden Kiefern zuweilen eine äussere Reihe etwas stärkerer stumpfer Zähuchen, andermal beschränken sie sich auf wenige solcher Zähncheu seitlich gegen vorn am Zwischenkiefer und eine Gruppe jederseits aussen am Kinn, die sich bis zur Unterseite des letzteren herabziehen kann. Hinterraud des Nasenloches gezähnelt. Oberkiefer streifig leistig, hinten unten gezähnt. Suborbitalkuocheu au beiden Rändern klein '•■■) Ich tlnde in der Abbildung des M. botsche bei Kner keinen unterschied von M. mnrdjar. Nach der Beschreibung soll er in rauhem Hinlergaumen und in einem Zahnpacket unten am Kinn liegen. Bei meinen Exemplaren von M. murdjan ist der Hintergaumen (Flügelbein) bald glatt, bald rauh, das oben genannte Zahnpacket bald sehr ausgesprochen, bald fehlend, ohne jeden sonätigen Unterschied. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 7'>7 g-ezähut. Vordeckel winkelig gerundet, Rand und vüidcie Randleiste ge- zähuelt. Kiemeudeckel mit einem ziemlich kurzen platten Stachel, sonst klein gezähnt. Zwischendecke! gestreift gezähuelt, Unterdeckel nur unten mit einigen Zähnchen. Suprascapula durchaus, Scapula uur gegen oben, gezähnt, Humerus ganzrandig. Hautlaj'pen des Kiemendeckels schmal, ab- gerundet. Schupj)en gross, gegen den Rand streifig Icistig, am Rand scharf gezähnt; gegen vorn zeigen sich oft Poren. Seitenlinie mit Üacheu, nicht sehr deutlichen Röhrchen; sie ist wenig gebogen. Riickenstacheln massig schlank, die 2. Rücke n flösse völlig getrennt. 3. bis 4- Riicken- stachel etwas niederer als die höchsten Gliederstrahlen. 3. Afterstachel kürzer, aber dicker, als der 4. Brust- und BauchÜossen gleichlang, er- reichen den After nicht. Die äusseren Strahlen der gabiigen Schwanz- flosse sind !2V2mal längerer als die mittleren. Farbe: Silbrig mit rothem Glanz, Rücken tiefer roth. Deckel- lappen, innere Basis der Brustflossen und ein Flecken darüber und da- hinter in der Achsel braun bis schwarz. Flossen roth. Bauch- und Schwanz- flosse am Aussenraud, After- und zweite Rückenflosse am Vorderrand weiss. Iris roth (mit schwarzem Fleck nach RüppeU), Zunge (nach Forskai) roth. Arab.: Bseli ähmar, nachFk. mui-djan (d. h. rothe Koralle). Fleisch gut. Häufig. Wird nur bei Nacht gefangen. %t Cm. Verbreitung: Indisches Meer, Amboina. Familie : Theraponoiclei. 6 Kiemeuhautstrahlen. Kiefer und meist auch Vonier und Gaumen, mit Zähnen (an letzteren beiden oft ganz fehlend oder abfällig); Vor- unl Kiemendeckel bewaöuet, Schuppen mittelmässig, fein gezähuelt, Mund ziemlich klein, etwas schräg. Kienienhaut bis zum vorderen Ende der Zwischendeckel gespalten. Stirne, Schnauze, Kiefer, Kehle, Präorbital- bein und Randtheil des Vordeckels nicht beschuppt. Bauch flössen ziemlich hinter der Basis der Brustflossen inserirt, die ganze Rückeu- und Afterflosse mit einer basalen Schuppenscheide. Eine ^Rückenflosse. Diese Familie, wozu ich Therapon, Datnia^ Helotes und Dides stelle, ist als Uebergangsfamilie von den Percoidei zu den Pristipomatoidei zu betrachten, da die Bezahuung von Gaumen und Vomer inconstant ist, ausserdem aber ihr Habitus ihnen Eigenthümlichkeit verleiht. Gattung: Therapon Cuv. Ziemlich starke hecheiförmige Zähne in beiden Kiefern, die äusseren etwas grösser. Gaumen- und Vomerzähne fehlend oder abfällig. Vor- 92* 728 Dr. (.. D, i(l unzin^'er deckL4 ganz bezähnelt, Kiemeudeckel mit Dornen. Rückenflosse mehr weniger ausgeschnitten. Die Aeste des Unterkiefers kurz. Riickeuflosse mit 12 (selten 14 oder 13), Afterflosse mit 3 Stacheln. Schwimmblase eingeschnürt. a) Gaumen- und Vomerzähne fehlen. aa) Körper etwas hoch, eiförmig. Stirne in die Quere leicht con- vex, 12 Stacheln in der Rückenflosse, dritter Afterstachcl etwas länger als der zweite. Vordeckelzähuc mittelmässig, ziemlich gleichgross. L. lat. 55. 4. Therapon theraps, CV., Rp., Blk., Rieh., Gth., Playf., Kn. D. 11 + 1/10, A. 3/8, P. 14, C. 17, L. tr. 7/17, Höhe SVg, Kopf k%, Auge 3, Schnauze 1, Stirne 1, Präorb. 2, Rückenst. 2, Schwanzfl. 6. Diese Art ist merklich höher als Th. jat'hiia^ daher auch das Kopf- profil steiler,*) der Rücken convexer als der Bauch. Die Vorderzähne sollen nach C V. kleiner und dichter sein als bei Th. servua-, doch ist dieser Unterschied kaum merklich. Stirne und Scheitel sind sehr runzlig, knöchern. Farbe: Grüugrau. 3 dunkle Längsbänder, das unterste vom Kopf zum Schwanz. Rückenflosse vom 3. bis 7. Stachel braunschwarz. An jedem Lappen der Schwanzflosse 2 — 3 schwarze schräge Binden. 20 Cm. Verbreitung: Ostafrika bis China. bb) Körper länglich, nieder. Stirne in die Quere kaum couvex, mit einigen Längsleisteu. Der hintere Rand des Vordeckels, zumal am Winkel, trägt sehr lange Zähne. Der Unterrand fein gezähnt. Nasen- löcher einander nicht sehr nahe , das vordere mitten zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Kopfprotil parabolisch, fast gerade. Dritter After- stachel wenig länger als der zweite. L. lat, 80 — 90. 2. Therapon ghehnl (Ehrh.) CV., Gth., Blk. D. M 4- 1/10, A, 3/9, P. 14, C. 17, Höhe 4V4 , Kopf 4%, Auge 3, Stirne 1, Präorb. ly^, Schnauze 1, 5. Rückenst, IV4, Schwanzfl. 6V2. Farbe: Silbrig. Rücken bläulich bis bräunlich. 4 gerade braune Läugsbäuder, das erste nahe der Basis der Rückenflosse, das zweite vom Nacken bis zum Ende der Rückenflosse, das dritte vom Mund durch das Auge zum Ende der Schwanzflosse, das vierte von der Brust- zur Schwanzflosse. Rückenflosse vom 3. bis 8. Stachel schwarz. 2 schwarze schräge Streifen an jedem Lappen der Schwanzflosse ausser dem oben- genannten Mittelstreif. 20 Cm. Verbreitung: Javanische Meere. (Mus. Berol. aus dem Rothen Meer.) *) Es ist eine Verwechslung, wenn Kner das Profil von Th. servus als höher angibt. Syn-ipsis der Fische des Rothen Meeres. "^29 b) Gaumen- und Pflugschaarzähne vorhanden, doch mehr weniger abfällig. Körper gestreckt. Stirne völlig platt. Nur 11 Stacheln in der Rückenflosse.*) Dritter xlfterstachel dem zweiten an Länge fast gleich. L. lat. 80. 4. ^Tuerapon }arhiia. Sciaena jarbua Fk. '•''•'■), Holocentrus servus BL, Therapon senms CV , Blk., Rieh., Rp., Pet., Kn., Playf., Gth. (V. Synou.). D. 10+1/10, A. 3/8, P. 13, C. 17, L. lat. 80, L. tr.40-, Höhe 4%, Kopf 4%, Auge 3V21 Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. 2, Rückenst. 1 V^ — 2, Schwauzfl. öV^. Kopfprofil wenig steil, nur vorn und hinten convex. Die Stirne bildet ein flaches Schild, indem jederseits eine Leiste vom vorderen Au- genrande nach vorn und innen bis über die Nasenlöcher zieht, ohne dass diese Leisten sich vonders Nachts ge- fangen. Ersucht mit seinem Deckeldorn durch Umsichschlagen zu verwun- den. Als Köder dienen namentlich Einsiedlerkrebse. Im Magen fanden sich auch Annelidenreste. Fleisch gut. Verbreitung: Ueberall von Os(afVika über den indischen Oceau bis Nordaustralieu (geht auch in Flüsse). Gattung: Doles C V. Zähne hecheiförmig, klein, an Kiefer, Gaumen und Vonier, Auge gross. 1- Rü^-kenflossf mit 10 Stacheln, Afterflosse mit 3, i — 3 Stacheln am Kiemendeckel. Schuppen ziemlich gross, sehr fein gezähnelt, Kinn vorragend. Bauch zusammengedrückt. Uuterkieferäste lang. ■'Ilules arge nie US. Perca argentea Benn.*), JDules JBennelti Blk., Pet., Güath, Dules taeniurus C. V., Blk., Kner, Günth. D. 10/9—10, A. 3/iO, P. 14, C. 17, L. lat. 53, L. tr. ^Vj/ll ; Höhe 3^/,, Kopf 4y4, Breite 2*/^, Auge 2%— 3, Stirne 1, Schnauze lYj, Präorb. 3, Rückenst. ^Vg, Schwauzfl. ö'/s. Körper eiförmig länglich, gegen unten sehr zusammengedrückt (wie eine Clupea). Die Bauch linie ist convexer als die Rückenlinie. Kopfprofil fast gerade. Augen gross, Stirne breit, hinten runzlig. Schnauze kurz. Zähne klein, spitz, hecheiförmig. Zahnbinde im Unterkiefer schmal. Präorbital bein sehr kurz, vorn etwas hoch, unten convex und gegen hinten gezähnelt. Der Oberkiefer reicht nicht bis unter die Mitte des Auges. Die Nasenlöcher einander genähert, das hintere ist wenig grösser, das vordere dem Auge näher als dem Schnauzenabsatze. Vordeckel mit abgerundetem, etwas vorragendem Winkel, über demselben nicht wohl aber an demselben und am unteren Rande fein gezähnt. Deckel- dornen 2, fast gleich. Deckellappeu nicht vorragend, Suprascapula ganz- randig. Schuppen fein gestreift und fein gezähjielt. Seitenlinie am vor- deren Drittel leicht bogig, dann gerade; die Röhrchen einfach, linear. Rückenstachelu schlank, doch kräftig, der 5. bis 6. etwas höher als die höchsten Gliederstrahleu. Der letzte Stachel ist etwa um V4 niederer als der erste Gliederstrahl, die Rückenflosse also nicht tief ausgeschnitten. Afterflosse lang, reicht hinten weiter als die Rückenflosse; ihr 2. Stachel kürzer und eben so dick als der 3. Brustflossen etwas länger als die '■•) Der Kopf ist irrig als ganz schuppenlos dargestellt. Die Priorität gehört dem Namen vmü Ben net (1830), D. taeniurus C V. ist wohl nicht verschieden. Synopsis i!er Fische des Rnthen Meeres. ^3 1 ßaucliflossen, letztere beginnen unter der Mitte der erstereii ; beide er- reichen den After nicht. Schwanzflosse tief, fast gablig* ausgeschnitten mit nicht sehr spitzen Lappen, die äusseren Strahlen kaum doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Silbrig. Rücken grau mit stahlblauem Schimmer. Flossen gelblich-hyalin, Rückenflosse einfarbig (bei dem Exemplare von Peters ist 'Jer ffliederstrahlige Theil der Rückenflosse vorn und oben braun). Schwanzflosse mit einem mittleren schmäleren, und an jedem Lappen 2 schrägen breiteren Binden, deren äussere die Winkel jedes Lappens einnimmt, während die Endspitzen gewöhnlich wieder heller sind. Da- zwischen ist die Flosse gelbüch-hyalin. Nach Beuuett vereinigen sich die schrägen Binden zu einem Ringe. 22 Cm. Selten. (Ich fand diese Fische in grösserer Menge auf den Zweibrüderinseln, einmal auch bei Koseir selbst.) Verbreitung: Ostafrika, Ceylon, China, Neu f. d. R. M. Familie : Pristipomatoidei. Sciaenoidei Cuv. (ohne die 3Iaenides Cuv. und die Sciaenidae Günth. im engeren Sinne). Die aus den Sparoiden von Günth. hergenommenen Fische sind ebenfalls ausgeschlossen. Der Unterschied dieser auf obige Weise enger begräuzten Familie (der Umfang der Pristipomatidae Günth, ist offenbar zu weit) von der der Percoidei Hegt fast nur in der NTichtbezahnung des Gaumens und Voraers. Im Habitus unterscheidet sie sich nicht von den Percoidei^ vou den Sparoidei nur durch Structur der Schuppen (S. Sparoide?') und meist gezähnelten Vordeckel. Von den Sciaenidae Günth. unterscheiden sie sich durch nahezu gleiche Entwicklung der beiden Abtheilungen der Rücken- flosse. Körper länglich, compress. Es sind 5 — 7 Kiemenstrahlen vorhanden. Die Kiemenhaut ist meist nur bis zum vorderen Ende des Zwischen - deckeis gespalten, bei andern nur bis zur Mitte des Zwischeudeckels. Oefters Poren am Kinn. Kieferzähne hecheiförmig mit und ohne stärkere conische Zähne. Schuppen ctenoid. Seitenlinie ganz, nicht auf die Schwanz- flosse fortgesetzt (wie bei vielen Sciaenoidei im engeren Sinne). Mund end.ständig. Eine Rückenflosse (S.o.) V.1/5, Schwimmblase mehr weniger einfach. Gattung: Pristipoma Cuv. Mund klein, eine Grube mitten unter dem Kinn. Hechelzähne in den Kiefern. 7 Kiemenhantstrahlen. Vordeckel fresägt. Derkelstacheln 732 Dr C R I\ lunziiieer: uiuleutluh. Siirnc (iiul l'räorbilalljeiii bt^sclnii)pt, Scimauzo, Kii'for und Kolile nackt. Nasenlöcher einaiid(>r mul dtMii Auge g-enähert. Oberkiefer unter dem Präorbitalbeine hinten verdockbar. Rückenflosse meist in ihrer g-anzen Länge mit Schuppenscheide, sonst nackt, mit 11 — 14, Afterflosse mit 3 Stacheln. Brustflossen etwas lang. Achselschuppen über den Raucli- flossen meist deutlich. Pseudokieme klein, Schwimmblase einfach. Blind- därme in geringer Zahl. a) Schuppen klein (L. lat. 80), Körper nieder (4). Rückenstachel schlank, hoch, 2. und 3. Afterstachel fast gleich. Keine Schuppenscheide an dem stachligen Theile der Rückenflosse. Vordeckel mit abgerundetem Winkel, nicht oder kaum ausgerandet. Schwanzflosse tief ausgerandet, mit stumpfen Lappen. Kopfprofil leicht conrex. 1. '^PnsHpoma sfridens. Sciaena sfridens Forsk., Prist. sinimena C V., JPr- stridens Rüpp., Günth., P1ayf. D. 1i + i/14, A. 3/8, P. 17, C. 17, L. tr. 7/16; flöhe 4, Kopf 4, Breite «2, Auge SVj, Schnauze iy5, Stirne 1, Präorb 1, 4. Rückenst. 2, Schwanzil. GV^. Farbe: Silbrig, 5—6 dunkle Längsbin den in der oberen Körper- hälfte, Oben am Kiemendeckel ein schwärzlicher bis olivenfarbiger Flecken. Flossen hyalin iu\s Graue. Arab.: Takrüri (d. h. freier Neger), nach Forsk. Gurgur. Häufig im Hafen, kommt auch auf die Klippe. Aus dem Wasser genommen, gibt der Fisch einen knurrenden Ton von sich („weint"). Wird gegessen. 14 Cm. Verbreitung: Zanzibar. b) Schuppen gross (L. lat. 40 — 50). Vordeckel ausgerandet. Schwanz- flosse leicht ausgerandet, auch die Stacheln der Rückenflosse mit Schuppenscheide. aa) Stacheln der Rückenflosse nieder, ziemlich stark, 3. — 4. wenig- höher als die Gliederstrahlen. Schnauze und Mund kurz. Kopfprofil qua- drantisch, Körper hoch, eiförmig. Afterstacheln nieder, der 2. etwas höher als der 3. 2. Pristipoma pnnctiilattim Rp., Gth. D. 1VI5, A. 3/8; Höhe ^Vt,' Kopf 4, 3—4. Rückenst. 3. Farbe: Silbrig, obere Körperhälfte mit dunkelbraunen reihenweise gestellten Punkten. Rückenflosse gegen die Basis mit einigen braunen Flecken. 8 Zoll. Verbreitung: Isle de France. Synopsis der Fi'che dPs Rotlicn Meeres. 733 bh) Stacheln der Rückenflosse viel höher als die Gliederstrahien. ci) Rückeustacheln schlank, L. lat. 30, 2. Afterstachel kauul höher und stärker als der 3. Vordeckel hinten am abgerundeten Winkel nur wenig vorg-ezogen. Oberkiefer reicht nur bis unter den vorderen Augen- rand. Schnauze länger als das Auge. Körper länglich eiförmig. 3. Pristipoma aryenteum. Sciaena argentea Forsk., Prist. aryent. C V., Rüpp., Giiuth., Pr. nayeb'^) Rüpp. (? Rieh.), Blk. D. 12— 13/13— 15, A. 3/7-9, L. tr. 4%/12, Höhe 3V3, Kopf 3V2, Schnauze iVa'l, 4. Rückenst, 2. Farbe: Silbrige gegen oben kleine unregelmässige, dunkelbraune Flecken. Rückenflosse an der Basis mit einer Reihe brauner Flecken. Var. nageb nach Rüpp.: Silbrige gegen oben 8 quere Binden von uuregelmässigen braunen Punkten. Rückenflosse mit schwarzem Saume und 3 Längsreihen brauner Punkte. 15 Zoll. Verbreitung: Sundaarchipel. ß) Rückenstacheln hoch, stark und platt. L. lat. nur 45. Vor- deckel hinten am abgerundeten Winkel stark vorgezogen. Oberkiefer reicht bis unter das erste Drittel des Auges. Schnauze länger als das Auge. Die Brustflossen reichen bis zur Afterflosse. 4. Pristipoma hasta. Lutjanus hasta Bl., Prist. Kakaan C V. , Rüpp., Rieh, Blk., Pr. hasta C V., Blk., Playf., Günth., (V. Günth. Synon.). D. 12 14, A. 3/7— 8, L. tr. 4%/12, Höhe 3%, Kopf 3%, Auge 4, Stirue iVj, Schnauze V/^-.i., 4. Rückenst. IV«? Schwanzfl. 5V2. P'arbe (nach Rüpp.): Silbrig in's Tombakfarbeue. Winkel des Kie- niendeckels schwärzlich. Stachliger Theil der Rückenflosse an der Basis mit 2 braunen Längsbändern. Am gliederstrahligen Theile 2 höher ste- hende Reihen kleinerer Flecken. Die übrigen Flossen graugelb-hyalin. Arab. : Hoko. 15 Zoll. Verbreitung: Ostafrika (Begamaja) , bis China. y) Rückenstachelu ziemlich schlank, massig hoch (^iV^), L. lat. 47. Vordeckel hinten wenig vorgezogen. Schnauze kurz, ihr Profil convex, abschüssig. Oberkiefer reicht unter das vordere Drittel des Auges. 2. Stachel der Afterflosse etwas höher als der 3. *) Soll sich durch läugeren und stärkeren zweiten Afterstachel unterscheiden. Dieser Charakter allein reicht, da er nicht sehr sicher ist, nicht aus zur Aufstellung einer besonderen Art. M. XX. 4 6Mai(ti. 93 734 Dr. C B K In nzin^er. 5. Pristipoma macHlatiim. Anthias maculatufi Bl., Caripe Rwhs.^ Prist. caripe C V., Caiit., Rüpp., BIk., F. maculatum Günth., Kii., Play f. DM2/13-ir), A.3/7, Höhe 3%, Kopf 3%, Auge 3, Stirne ly^, Schnauze 1, Piäorb. IV^, 4. Rückenst. 2%. Farbe: Silbrig; eine schwärzliche Querbinde vor der Rückenflosse über deu Nacken herüber. Jederseits in der oberen Körperliälfte ausser- dem noch 3 grosse dunkle Flecken oder Querbiudeu. Ein grosser braun- schwarzer Fleck in der Mitte des stachligen Theiles der Rückenflosse. 5 Zoll. Verbreitung: Ostindien bis Neu-Guinea. Gattung: Diagramina Cuv. Schnauze stumpf gewölbt. Mund klein, weit unten, fast horizontal. Augen miitelmässig. Zähne hecheiförmig in breiter Binde; am Unterkiefer wird die Binde hinten schmal; die äusseren Zahne kaum stärker, Lippen dick, innen zottig. Präorbitalbein hoch, ganzrandig. 2 — 3 Poren jederseits unter dem Kinn, ohne mediane Grube. Vordeckel gesägt. Deckel ohne vortretende Stacheln. Suprascapula gezähnt. 6 — 7 Kiemenhautstrahlen. Schuppen etwas klein (L. lat. meist über 70), Kopf beschuppt, nur die Schnauze vorn, die Kiefer und die Kehle nackt. Nasenlöcher einander genähert, das vordere dem Auge viel näher als der Schnanzenfalte. Bauchflossen gleich hinter der Insertion der Brustflos.sen, etwas länger als diese. Ein aus mehreren Schuppen bestehender Anhang über der Achsel der Baucliflossen. Harter Theil der Rückenflosse an der Basis mit wenig entwickelter Schuppeuscheide; weicher Theil und die Afterflosse weit hinauf beschuppt. Rückenflosse 9 — 14, Afterflosse mit 3 Stacheln. Pseudokiemen massig gross, Kiemendrüse oft selir gross. a) Dor.s. 10—41 /22— 23, A. 3/7. Rückenflosse in der Mitte ziemlich tief ausgeschnitten, weicher Theil derselben höher als der höchste 2. Stachel. Unterrand des Vor- deckels bogig, gezähnt. 1. "'Diagrammtt punctatnm. (Ehrb.) CV,, F. jap., Rüpp., Q G, Blk., Günth., Playf., Pet., Kn., Diatj. cinerascens C V., Rüpp. R. br. 7, P. 17, C. 17, L. lat. 90, L. tr. 15/20; Höhe 3Vf^^3%, Kopf 4V2 Auge 4V2 — 5, Stirne ly^ : 1 (Entfernung des Auges von der Scheitelliuie iVg im Aug-e), Schnauze 2—2% : 1, Praorb. i% : 1, Schwanzfl, 6. Synopsis der Fische de? Rothen Meeres. 735 Körper länglich-eiförmig-, bei Aelteren gestreckter. Kücken besonders yoru couvex. Kopfprofll steil, coiivex. Vordeckel bei Jüngeren deutlicher gezähnt als bei Aelteren. Rückenstacheln massig stark. 3. Afterstachel wenig länger und kaum schwächer als der 2. Die ßauchflossen erreichen den After nicht. Schwanzflosse ausgerandet bis abgestutzt. Farbe: Grau bis grüngrau. Ueberall dunklere meist olivenfarbige (nach Rüpp. braunrothe) Flecken, auch an Kopf und Flossen. After- und Baucliflosse gegen die Spitze schwärzlich. (Rücken- und Schwanz- flosse nach C V. schwarz gerandet.) mag ramm a lineatnm. Perca lineata L. Gm., Diay, lineatum C V., Seba, Blk., Rüpp., ist wohl nur die Jugend yon D. punctatum, wie Sc. ahu mugaterin Forsk., die von D. yaterina ist. Dieselbe Strahlenzahl, die Höhe des 2. Rücken- slachels, Uebergäuge in der Färbung sprechen dafür. Farbe (nach Rüpp.): Hellgrau mit 6 — 7 dunkelbraunen Längsstreifen von ujigleicher Breite. Bald trennen sich einige dieser Streifen in Reihen von Flecken, dann entsteht die Form D. puncfat. Die Rückenflosse schwarz gesäumt, Bauch- und Afterflosse mit schwarzen Endspitziu (wie bei D. punct.^. 5 Zoll. Diagramma cinerascens CV., Rp. ist dagegen die Altersform von D. pmictat. Der Körper ist hier gleich- massig grau, die Flecken fehlen (wenigstens am Körper, die Flossen sind noch meist gefleckt). Auch hier hat die Bauchflosse eine schwarze End- spitze. 18 Zoll nach Rüpp. Arab.: Schotfa, 75 Cm. Lebt nicht an der Klippe wie D. yaterina^ sondern mehr am Grunde des Hafens in den Seegraswiesen, grundelt im Sande und Schlamme, am Boden des Meeres hinschwimmend, mit dem Kopfe etwas abwärts gerichtet und kommt fast nie an die Oberfläche. Fasst die Angel, wartet abef bis die Lockspeise hinunter kommt. Fleisch nicht sehr geschätzt. Der Fisch ist selten. Verbreitung: Ostafrika bis Ceylon, Amboiua. b) D. 1V18, A. 3/8. aa) Rückenflosse wenig ausgeschnitten. Rücken wenig, Kopfprofil sehr gekrümmt, quadrantisch. Rückenstacheln kräftig, weicher Theil der Rückenflosse nicht höher als der 4. höchste Rückeiistachel und abgerundet. 2. Afterstachel etwas höher und stärker als der 3. Schwanzflosse leicht ausgerandet. Oberkiefer hinten massig hoch, Hinterrand concav. 2. "^Diagramma sordidum Klz. Sciaena schoiaf Forsk,? R.br.7, L. lat. 60— 70, L. tr. 12/18; Höhe 3— 3V4, Kopf 4%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. IV4, Rückenst. %%^ Schwanzfl. 6. 93* rroß Dr. C, ü. Kluaziüfc'er: Diese Art kanu wohl mit Forsk. Sciaena schötaf nicht aber mit Diayr. schotaf Kiipp. übereinstimmen, da die Zahlenverhältuisse der Strahlen bei letzterem ganz anders sind (s. u.), auch andere Unterschiede sich noch ergeben. Farbe: Grünlichgrau, Flossen schmutzigbraungrau Lippen gelb. Mund innen roth. Rand des Kiemendeckels oben schwarz. Arab.: Schotal". 20 C""* Nicht selten. bb) Rücken besonders in der Mitte sehr gewölbt, Kopfprofil schräg, kaum gekrümmt. Schwanzflosse abgestutzt bis gerundet. Höhe ^'V^ — 3, Auge 2V2 — "iVi, grösser als bei D. sordid. (übrigens sind es junge Exemplare). Sonst wie D. sordid. 3. ''^Diayramma umhrinum Klz. Farbe: Kaffeebraun, Bauch röthlich. Flossen rosa. Strahliger Tlieil der Rückenflosse, Basis des weichen Theiles und die Afterflosse, zum Theile auch die Bauchflosseu braun. 4/. Blochri^ sonst ähnlich, hat nur 10 Rücken- stacheln). R. br. 6, L. lat. 75—80, Höhe 3^/2, Kopf 4, 4. Rückenst. 3. Farbe: Braun, Bauch gelblich. 3 weisse Längsbinden jederseits, eine vom Munde und Scheitel bis zum letzten Stachel der Rückenflosse, die zweite von den Nasenlöchern über das Auge hin zu dem oberen Theile der Seiten des Schwanzes, die dritte von der Unteraugengegend bis zur unteren Seite des Schwanzes. Flossen gelblich, nur Afterflosse braun. Hinterer Theil der Rückenflosse mit 2 braunen Streifen. Schwanz- flosse mit einer mittleren und an jedem Lappen 2 schiefen braunen Binden. 5 Zoll. Verbreitung: Manado. d) D. 1 3/1 9-20. A. 3/7. Rückenflosse leicht ausgeschnitten. Weicher Theil derselben hinten kaum höher als der höchste 3—5 Stachel und gerundet. Kopfprofil fast quadrantisch, Rücken massig convex. Stirne in der Quere gewölbt. 2. Afterstachel höher und stärker als der 3., gestreift. Rücken- stachelu von massiger Höhe und Stärke. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ausgerandet. Unterrand des VorJeckels ungezähnt. Synopsis H.r Fische <\e» Rotheti Meer»'?. 737 5. "^Diagramma gaierina, Sciaena gaterina Forsk., Dlagr. gaterina C V., Rüpp., Peters, Günth., Play f. R. br. 7, L. lat. 70—80, L. tr. 13/20, Höbe 3, Kopf 4, Au^e 3%—^, Schnauze l*^, Stirne IV^:!, Präorb. IV3 : 1, Rik-kenst. 4, Schwanzfl. 5V4. Oberkiefer reicht kaum bis unter den vorderen Aug-enrand. Beide Nasenlöclier trleichgross. Die Bauchflossen reichen meist bis zum After. Farbe: Grau, mit vielen etwa linsengrossen s chwarzen Fleckeu, die an den Flossen etwas p^rösser sind. Bauch-, Kopf- und Brustflossen ungefleckt. Rückeji-, Schwanz- und Afterflosse mit schwarzem Saume. Flossen und Lippen gelblich. Häute zwischen den Kopfknochen orange. Iris gelb. Sciaena abit ^nuyalerin Forsk. ist nichts als die .Jugend von D. gaterina. Auch hier ist der 3, — 5. Rückenstachel am höchsten, die Strahlen - zahl ist die gleiche. Farbe: Grau weiss, 6 — 7 schwarze Längsbinden, die vom Auge und den Lippen beginnen , eine läuft mitten auf dem Scheitel Bei manchen Individuen linden sich statt derer Längsreihen schwarzer Fleckeu. Wenn diese unregelmässig angeordnet sind, so entsteht die Form Diagr. gaterina. Rückenflosse mit einer schwarzen Längsbinde oder einer Reihe schwarzer Flecken. Schwanzflosse mit ähn- lichen Flecken, welche zu Binden verfliessen können. Bauchflossen uugefleckt. Arab.: Gaterina. Häufig am Korallabhange, meist in der Tiefe. Bei Nacht kommt er auch auf die Klippe und wird dort mit andern Fischen im Ringnetze gefangen. Frisst gern Sepien- und Hummerfleisch, Fische liebt er nicht. Sein Fleisch ist nicht sehr geschätzt. Verbreitung: Zauzibar. e) D. 13/21, A. 3/8. Rückenflosse hinten nicht höher. % After- stachel stärker aber nicht höher als der 3. Schwanzflosse ausgerandet. Vordeckel am Hinterrande schwach, am unteren nicht gezähnt, der Unterrand gerade. 6. ''Diagramma foeiela. Sciaena foetela Forsk., D. foetela CV., Rüpp., Günth., Pet., D. ßavomaculatum (Ehrb.) C V., Rüpp. Höhe 3— 3V3, Kopf 4. Farbe: Blaugrau mit vielen runden citrongelben Flecken in schiefen Reihen; die am Rücken sind etwas grösser. Kopf mit welligen gelben Flecken und Linien. Haut des Mundes und Zwischenhäute der Kopfknochen roth. Rücken- und Afterflosse mit gelben Tropfen, ihr ■^gg Dr. ': B Klnnxinger: weicher Theil gelb gerandet. Brustflosse an der Basis roth. Die Färbung- der Alten (Sciaena foetela^ gl e ich uifi ss i g grau ohne Flecken. Arab.: Schotfa (nicht Schotaf), 30 — 50 Cm. Selten. V(;rbreitung: Nur aus dein R. M. bekannt. Dors. 14/16 — 17, A. 3/7. Rückenflosse tief ausgeschnitt« n. Rückcn- stacheln sehr stark, der 4. höchste sehr hocli, höher als der weiche Theil. vvelchrr gerundet ist. ''l. Afterslachel viel liöjicr und stärker als der 3. Brustflossen kurz, gerundet. Schwanzflosse abgestutzt. Körper hoch, beson- ders vorn. Kojifprofil steil, vorn fast gerade. Oberkiefer hinten hoch, mit schräg coucayem Hinterraud. 7. Diagramtna cras.si«pinum Rp., Gth. Höhe 2y4, Kopf 'i%. Farbe: Bläulichschwarz, Brustflosse und Unterkiefer gelblich. Flossen schwarz, 12 Zoll. Mus. Senktiib. aus dem rothen Meere. g) Dors. 14/19 — 20'''), A. 3/7. 3. Rückenstachel fast so hoch als der 4. (-'V* — ^)i niederer als der hohe weiche Theil der Rückenflosse. Rückenflosse erscheint daher ziemlich ausgeschnitten. Kopfprofil convex. Oberkiefer hinten schräg abgestutzt und daselbst sehr hoch. Schwanz- flosse abgestutzt. 8. Diayramma schotaf. ? Sciaena schotaf Forsk. ''"^), Dian. Nasenlöcher klein, das hintere unmittelbar vor dem Auge kaum wahrnehmbar. Vordeckel ganzrandig, Deckel mit einem Dörncheu. Schuppen gross, abfällig, fein gezähnt, mit sparoidem Bau (nach Troschel. aS'. Sparoidei). Nur der vorderste Theil der Schnauze, das Präorbitalbein, Unterkiefer und Kehle nackt, der übrige Kopf, auch der Oberkiefer beschuppt. Röhren der Seiteulinio verzweigt. Zähne ver- schieden. Am vorderen Ende des Zungenbeines unten hinter dem Kinn 2 mehr weniger lange Bartfäden, t Rückenflossen, die erste blos mit Stacheln, monacantlr'"'), in einer Furche eingelassen, die 2. giieder- strahlig, beide uubeschuppt. Die Afterflosse der t. Rückenflosse iu Form und Lage gleich, ohne oder mit einem kaum wahrnehmbaren Stachel. Bauchflossen unter den Brustflossen, etwas vorgerückt; über ihnen eine Spornschuppe. Schwanzflosse gegabelt, weit zurück beschuppt, mit 45 Hauptstrahlen. Diese Familie findet wohl am besten ihren Platz zwischen den Pristiporaatoiden und Sparoiden, von welchen beiden sie Merkmale hat. Gattung: l^penoides '"'^0 Blk. Zähne iu beiden Kiefern, im Vomer und Gaumen. '^Up. Vit tat US. Mullvs vittatus Fk , Russell t. 158, Upeneus vittatus CV., Rp., Pet., Upenoides vittatus (und hivittatus) Blk., Gth. , Play f. •••) l). b. auf beiden Seiten und abwechselnd gleich dick. '•*"*) Die Namenbildung mit der Endung oides für Ga ttungen (Substantiva) ist nicht nachahmenswerth U. XI. ibhATid). 94 '^1*0 Dr. C. B. Klunzinger: n. 8 + 0/9, A. 7, V. 1/5, P. 16, C. 45, L. lat. 38, L. tr. 3/6, Hölie und Kopf 474— 4V2, Breite 2, Auge 4, Stirue 1, Präorb. 1, 3. Rückeii- stachel iVj, Schwanzfl. 5%. Körpor g-estreckfc. Kopfprofil parabolisch. Augen ziemlich gross. Stiriie fast flach. Schnauze etwas kurz. Unterkiefer etwas zurück- stehend. Tiippen wenig entwickelt. Oberkiefer reicht fast unter die Mitte des Auges. Zähne kurz, stumpf, gedrängt^ die Binde im Unterkiefer ist vorn breiter, als im Zwischenkiefer. Deckeldorn sehr klein. Scapula ganzrandig, fast geradlinig. Der 1. Stachel der Rückenflosse kaum sicht- bar, der 2. hoch und biegsam. Der letzte Gliederstrahl der 2. Rücken- und der Afterflosse ein wenig verlängert, der Rand daher concav. Die Entfernung beitler Rückenflossen gleicht der Länge der zweiten. Bart- fäden kurz, reichen nicht bis zum Rand des Vordeckels. Röhren der Seitenlinie buschartig, sehr verästelt. Farbe: Weiss, Rücken grüngrau. An den Seiten je 4 gelbe Längs- biudeu, die 2 unteren derselben mehr goldgelb. Kopf silbrig, ohne Binden. Bauch- und Afterflossen weiss, Brustflossen röthlich. Rücken- und Schwanz- flosse weiss mit schwarzen schiefen Linien, 1. Rückenflosse mit schwarzer Spitze. Iris zinnoberroth. Arab. : Amber gabul (Amber Ist der Name für alle Arten dieser Familie, gäbul ist der Name für Therapon jarbua^ dessen Schwanzflosse mit der des üp. viftatus in der Färbung viele Aehnlichkeit hat). Nach Foisk. heisst er abu Daqn (Bartfisch). 20 — 30 Cm. Erscheint perio- disch in Menge, im Hafen und auf der Klippe. Verbreitung: Ueberall im indischen Ocean bis Japan. Gattung: Mulloides Blk. Zähne in beiden Kiefern in mehreren Reihen, keine am Vomer und Gaumen. a) Schnauze lang (2:1), spitzig. Auge klein (4), Kopfprofil para- bolisch, gestreckt. 4. '^Mulloides auriflamma. Mullus auriflamma Fk.'^), Mullus ßavolineatus Lac, Upeneus flavo- lineatus CV., Rp. , Gth. D. 7/9, A. 8—7, L. lat. 37, L. tr. 3/7, Höhe 5%, Kopf 4%, Stirue 1, Präorb. 1, Rückeust. 1%, Schwanzfl. 5. '•*) Es ist kein Zweifel, dass Mullua auriflamma Forskai's — Mull, flavolineatus der Autoreu ist. Die Beschreibung Forskäl's passt sehr gut mit Ausnahme des kleinen schwarzen Flecks über der Seitenlinie am Scbwanze, den ich bei meinen Exemplaren nicht Hüde. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 743 Körper sehr gestreckt. Stirae breit, flach. Kiefer gleich. Lippen mittelmässig. Vorderes Nasenloch dem Auge etwas näher als dem Schnauzen- absatz. Oberkiefer reicht nicht bis unter den vorderen Augenrand. Zähne cvlindrisch-conisch, vorn in einer Binde, hinten in \ Reihe. Deckeldorn klein, aber deutlich. Scapula ganzraudig, zuweilen mit einem Döruchen. Die Bartfäden reichen über den hinteren Rand des Vordeckels hinaus. Röhren der Seitenlinie ästig-fächerförmig mit unterem und oberem Haupt- zweig. Stacheln der 1. Rückenflosse alle biegsam, hoch, kein kleiner vor ihnen sichtbar. Letzter Strahl der 2. Rückenflosse wenig verlängert. Die Entfernung beider Rückenflossen gleich der Länge der '2. Rückenflosse. Farbe: Eine breite goldfarbige Längsbihde zieht über der Körper- mitte vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflosse. Unter derselben jeder- seits 2 andere undeutliche, gelbliche. Rücken dunkler, grün- oder röthlich- grau. Auf der oberen goldgelben Längsbiude unterhalb der 1. Rücken- flosse einige verwaschene schwarze Flecken. Kopf silbrig oder röthlich, an seinen Seiten und an der Schnauze gelbe, schräge Linien. Lippen röthlich, Bartfäden weiss. Flo;?sen gelb-hyalin, ohne Flecken. Gewöhnlich zeigen sich, doch nicht bei allen Individuen, an den Seiten und am Kopf carniin- oder blutrot he uuregelmässige Flecken und Färbungen ver- schiedenen Umfanges, und zwar schon bei Lebenden. Es ist etwas Aehn- liches, wie bei Gerres oyena (vielleicht Hochzeitskleid?). Arab.: Aniber (S. o.) oder abu daqn beledi (einheimischer Bartfisch). Grösse 28 Cm. Diese Fische sind gemein und finden sich das ganze Jahr über, in grösster Anzahl aber nur in Schnauze 3V4 : 1, Präorb. äV^rl, 3. Rückenst. IV^, Schwanzfl. ^%. Körper gestreckt, Kopfprofil fast gerade. Zähne kurz, stumpf, couisch, im Unterkiefer vorn meist in mehreren Reihen zerstreut (passt daher nicht ganz zur Gattung üpeneua mit obiger Diagnose, aber auch in keine 74f| ^^ '- P Kliinzingerr andere), Unterkiefer zurüekstehcnd. 2. Stachel der 1. Rückenflosse bieg- sam, ein wenig niederer als dvr 3. und 4. Höhe der '2. Rückenflosse IV^ in der der ersten enthalten. Die 2 Rückenflossen weniger als um die Hälfte ihrer Länge von einander entfernt. Der letzte Strahl der 2. Rücken- und der Afterflosse nur massig verlängert. Die Bartfaden erreichen kaum den hinteren Rand des Deckels, die Brust- und Bauchflosseu lange nicht den After. Röhren der Seitenlinie undeutlich ästig, fiederig. Deckelstachel gut entwickelt. Farbe: Rücken grün in's Graue und Gelbe, Bauch weiss in's Rosa- farbene. Eine braunschwarze Längs bin de (etwas schmäler als bei Up. maci'onemus) zieht schon vom Munde au durch das Auge bis unter das Ende der 2. Rückenflosse. An den Seiten des Schwanzes über der Seiten- linie ein kleiner schwarzer Flecken. I.Rückenflosse gelb bis violett, 2. und die Afterflosse violett mit gelben Wellenlinien. Brust- , Bauch- und Schwanzflosse gelb-hyalin oder citrongelb. Arab.: Amber sükni, wie Vp. macronemusi kommt auch mit dem- selben zusammen vor. 26 Cm. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Molukken. b) Schnauze nicht verlängert (IV^ — '2:1). Letzter Strahl der 2. Rückenflosse nicht oder kaum verlängert. Lippen nicht sehr entvrickelt. Stirne wenig gewölbt, a) 2. Stachel der L Rückenflosse biegsam, wenig niederer als der 3. Bartfäden etwas verlängert, erreichen fast die Bauchflossen. Unterkiefer zurückstehend. Röhren der Seiteulinie mit kurzen Fiedercheu. Kopfprofil ziemlich convex. 4. ''Upenens plearospilos (?) Blk. Gth. D. 8 + 9, A. 7, L. lat. 28, L. tr, 2*72/6; Höhe k%, Kopf 4%, Auge 4%, Stirne IV4: 1, Schnauze 2V4' 1» Präorb. 2:1, 3. Rückenst. i'^^, Schwauzfl. SV*. Körper elliptisch. Die Entfernung der Rückenflossen gleicht der Hälfte der Länge dieser Flossen; die Höhe der 2. ist 2m.il in der der 1. ent'ialten. Die Zähne ziemlich stark, conisch oder gekrümmt, spitzig. Oberkiefer reicht bis vor oder unter das Auge. Dockelstachel deutlich. S'jprascapula oben mit kurzer dornartiger Vorragung. Die Schuppen wie mit Sprüngen xund Rissen. Farbe: Oben tief zinnoberroth, Bauch weiss, Seiten gelb, jede Schuppe mit roseurothen, gegen den Rücken violetten Flecken. Eine gelbe Längsbinde vom Deckel zum Schwänze, längs der Seitenlinie. Kopf rosa. Vom Auge strahlen bläuliche Linien aus. Flossen rosa oder gelb-hyalin. 2. Rückenflosse mit rosenfarbigeu Längsliuien, Afterflosse mit gelben Linien. Iris hell zinnoberroth. Bartfäden weiss 22 Cm. Aus der Tiefe des Meeres. Selten. Synopsis iler Fisclio (]es Rotlien Meeres. 747 Mein Exemplai* stimmt allerdings iu den meisten Merkmalen mit Up. pleurospilös Blk. übereiu, aber Bleeker ht^schreibt die Seitenlinie als baumartig verästelt und beide Kiefer als gleiclilang", au Bauch- uud vSchwanztiosse oraugerothe Querbiuden und einen schwarzen Fleck unter der Seitenlinie. Ich habe nur 1 Exemplar, die Bleeker^sche Art kenne ich nur aus der Beschreibung. Es wäre möglich, dass das meiuige eine eigene neue Art ist. /5) 2. Stachel der Rückenflüsse starr, ziemlich kleiner als der 3. Bartfäden kurz, reichen kaum bis über den Kand des Vordeckels. Beide Kiefer gleichlang. Lippen mittelmässig. Röhren der Seiteulinie mit sehr div^ergirenden fingerartigen, einfachen Seiteuzweigen. Kopfprofil wenig' conrex. 5. '^Upeneu» spilttnts C?j Blk. D. 8-f 9, A. 7, L. lat. 28—30, L. t". '2%/7, Höhe und Kopf 4%, Auge 3%— 4, Stirne 1— 1%:!, Schnauze ly^il, 3. Rückeust. ly^, Schwan zfl. ^y^. Gestalt gestreckt. 2. Rückenflosse ly^ in der Höhe der 1. enthalten. Farbe: Grünlichgelb, Rücken dunkler. Bauch weiss. In der Mitte des Schwanzes ein grosser schwarzer Fleck, jederseits bis zur Seitenlinie herabreichend und auf dem Rücken von beiden Seiten zu- sammenhangend, Brustflossen röthlich, Bauch- und Afterflosse tiefer roth. \. Rückenflosse grünlich iu's Braune, 2. Rücken- und Schwanzflosse grün mit rothem Rande. Bartfäden orange. Arab. : Abu deqäua (andere Form für abu daqn). Nicht häufig. Im Hafen. 12 Cm. Auch diese Art ist nicht sicher mit üp. spilurus Blk. identisch, da letzterer einen etwas kleineren und steiferen t. Rückenstachel hat, ferner beschreibt Bleeker die Körperfarbe als rosaviolett, den Schwauzflecken als rund und (nach seiner Abbildung) auf dem Rücken nicht zusammen- hängend, die Flossen als rosaroth. Nur die directe Vergleichung kann entscheiden. Mullus dispilurus Fluyf. t. V., 4, zeigt in der Färbung keinen ünterscbied von meinen Exemplaren, aber bei dispiluriis steht der vordere Augenrand in der Mitte des Kopfes, bei meinen Exemplaren weit vor der Mitte; ferner ist die Stirne dort sehr convex und viel breiter als das Auge, bei meiner Art ist sie kaum gewölbt und kaum breiter als der Augendurchmosser. M. dispilurus ist also jedenfalls verschieden. 1 7 A^ D'" C. Bo k'liin 7.in ger. Familie: Sparoicloi Cuv. Körper conipress. Schuppen ctenoid, etwas gross; ihre Structur ist charakteristisch, indem die feinen concentri sehe n Linien derselben scliräg- dem oberen und unteren Rande zugehen und an diesem (Midig-en (Troschel). Wenigstens Schnauze, Kiefer und l'räorbitalbeiu nackt. Kiemenhaut mehr weniger bis zum vordereu Ende der Zwischen- deckel gespalten. Am Kiemendeckel nur ein schuppenartiger, meist stumpfer Eckstachel. Brustflosse spitzig, Schwanzflosse gal)lig , ein Nackenbnnd, eine verlängerte Spornschuppe über den Bauchflossen, spa- roider Habitus -••). Seitenlinie mit einfachen Röhren. 5 — 6 Kiemenhaut- strahlen. Gaumen und Voraer zahnlos, Vordeckel meist gauzrandig. 1 Rückenflosse, Rücken- und Afterflosse nackt, die Stacheln heteracanth aus einer Furche sich erhebend. Zähne verschieden. Mund nicht vor- streckbar, I. Gruppe: Sargina Gth. Schneidende und Mahl-Zähne. Gattung: Crenidens CV. Zähne breit, mit schmaler Basis , gekerbtem oder gefingertem lai)pigem Rande, in beiden Kiefern in 2 Reihen. Hinter ihnen eine Binde g-erundeter Mahlzähne. Mundspalte klein. Nackenband deutlich. Stirne, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbein, endlich der Randtheil des Vordeckels und die Kehle nackt und porös, daher nur ein kleiner Theil der Wangen beschuppt. Kinugegend massig lang. Rückenflosse mit i\ Stacheln, die Gliederstrahlen derselben und die Afterflosse mit einer basalen Schuppeu- scheide. Spornschuppe über den Bauchflossen mittelmässig ; zwischen denselben keine verlängerte Schuppe. Rad. branch. 5. * Creniflens Porskttlii. Sparus creniflens Forsk., Crenidens Forskdlii C V., Rüpp., Pet., G ü n t h., K n. D. 11/11, A. 3/9— 10, P. 14, C. 17, L. lat. 55-60, L. tr. l^Vt/^^-, Höhe 3, Kopf 47.^, Breite 3, Auge S^/j, Stirne 1, Schnauze 1— iV*, Präorb. IV^, 4. Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5. Körper länglich-eiförmig , Rücken und Bauch gleich gekrümmt. Kopf kurz. Schnauze stumpf. Kopfprofil besonders vorn convex, an der Stirne concav. Hinteres Nasenloch länglich, vorderes rund. Mund klein. Oberkiefer ganz vom Präorbitalbein verdeckbar, reicht bis unter *) S. Diacope. Synopsis der Fische des Rofhen Meeres. 749 das hintere .\aseiiluch. 2. Afterstachel höher uud stärker als der 3. Riickeiistacheln schlank. Lippen schwach. Kiefer gleichlang". Am Kieraeu- deckel ein plattes Dörncheu. Suprascapula unregelmässig bedornt. Die Gliederstrahlen der Rückenflosse nieder, nicht höher, als die hinteren Stacheln und untereinander gleichhoch, die vorderen der After- flosse höher als die hinteren. Die Brustflossen erreichen die Afterhöhe, Bauchflossen fast um die Hälfte kürzer. Die äusseren Strahlen der ge- gabelten Schwanzflosse doppelt so lang als die mittleren. Auf den Wan- gen nur 3 Reihen Schuppen. Röhren der Seitenlinie kurz, einfach. Farbe : Silbrig, zuweilen mit Messingglanz, bei todten Fischen öfter mit dunkleren Längslinien. Nackter Theil des Kopfes grünlich, Flossen hyalin grünlich-gelb, die Stacheln der Rückenflosse blau silbern. Seiten- linie durch eine dunkle Färbung bezeichnet. Arab. : Butet, nach Forsk. auch Rasan. 15 — 20 C"^- Am Korallab- hanoe und in Korallgruben, meist mit Gerres zusammen. Fleisch mittel- massig. Zeiteuweise häufiger. Frisst Algen und Eremitenkrebse. Verbreitung: Mozambique, Nikobaren. Gattung: Sargus Cuv. Mund klein. Schneidezähne vorn in einfacher Reihe, die stumpfen oder kugligen Mahlzähne an den Seiten der Kiefer von ungleicher Grösse und in mehrfacher Reihe. Nackenband wenig deutlich. Stirue, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbein, Kehle und der ziemlich breite Augenring, sowie der Randtheil des Vordeckels nackt und porö.s. Nur ein kleiner Theil der Wangen beschuppt. Rücken- und Afterflosse heteracanth, erstere mit 10 bis 13, letztere mit 3 Stacheln. Der stachlige Theil in einer Furche, der weichstrahlige in einer Schuppenscheide. Schuppen etwas gross, sehr schwach gezähnelt. Eine verlängerte Spornschuppe über den Bauch- flossen, zwischen denselben keine vergrösserte Schuppe. Kiemenhaut- strahlen 5 (bis 6 ?), Kiemeudeckel mit einem glatten schuppenartigen Stachelchen. Die Kiemenspalte reicht nicht ganz bis zum Ende des Zv^'i- schendeckels, die Unterkiefersymphyse erscheint ziemlich lang. Unter- scheidet sich im Habitus, ausser den Zähnen, wenig von Crenidens. '? '^ Sarg US noct. (Ehrb.) C. V., Rüpp., Günth. D. 12/14, A. 3/13, P. und C. 17, L. lat. 65, L. tr. SV^/ie— 17, Höhe 3V3, Kopf 4V2, Breite 2y^, Auge 372, Stirne 1, Schnauze (mit den vor- stehenden Zähnen) IV^ : 1, Präorb. iVk, Rückenst. 3V4, Schwauzfl. 5. Körper lä nglich -eiförmig. Kopfprofil parabolisch. Stirne in die Quere convex, im Profil wenig. Schnauze etwas spitz. Es sind 8/8 Schneidezähne (nach C V. 8/6?) meisselförmig, scharf, schief gestutzt, an ild. SI. Abhäudl. 95 750 '^'"- ^ ^ Kliinzinger: der Basis schmäler; sie sind schief eingesetzt und ragen sehr nach vorn vor. Bei Aelteren sind sie etwas mehr convex. Die mittleren sind breiter und länger. Die hinteren Mahlzähne in 2 — 3 Reihen sind grösser als die vorderen, welche gedrängter sind (bis 4 neben einander) und in der Mittellinie hinter der Wurzel der Schneidezähne fast zusammenstossen. Nasenlöcher den Augen und einander genähert. 4 — 5 Schuppenreiheu an den Wangen. Lippen entwickelt. Oberkiefer unter dem Präorbital- beine versteckbar, reicht bis nahe unter den vorderen Augenrand. Suprascapula nicht gezähnt. Die Rückeustachelu besonders in der unteren Hälfte kräftig, platt. Die Gliederstrahlen untereinander gleich hoch, mehr als doppelt niederer als die höchsten Rückenstacheln. 2. After- stachel dicker, besonders von der rechten Seite. Brustflossen sehr zuge- spitzt, reichen bis zum After, die Bauchflossen um Vk kürzer, mit langem schlankem Stachel. Schwanz kurz, Schwanzflosse gabiig mit etwas stumpfen Lappen; ihre äusseren Strahlen doppelt so laug, als die mitt- leren. Schuppen gestrichelt. Röhrchen der Seitenlinie wenig vortretend, einfach, Seitenlinie dem Rücken parallel. Farbe: Silbrig, oft mit Messingschimmer. Ein grösserer schwarzer Fleck jederseits am Grunde des Schwanzes, die Seitenlinie zieht durch ihn; die Flecken hängen oben beiderseits nicht zusammen. Brust- flossen röthlich-hyalin, Rückenflosse gegen den Rand hin gelblich, die Stacheln besonders au der Basis mit bläulich silbrigem schaumigen An- flug. Bauchflossen gelblich oder weiss, gegen aussen dunkler, bläulich. After- und Schwanzflosse gelblich. Seitenlinie etwas dunkel. Arab.: Abu nüqta oder butet abu nüqta (d, h. mit einem Flecken, Tropfen). Nicht sehr häufig, mit Gerres, Crenidens und Chrysophrys zu- sammen im Hafen und in den Korallgruben. Im Magen fand ich Bohnen und Algen. Sie werden aber auch durch animalische Lockspeise geangelt. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. (Der in Guicheu. Explor. Alger. sogenannte ist wohl eine andere Art ?) IL Gruppe: Pagrini Grth. Vorn conische, seitlich meist Mahlzähue oder auch conische Zähne. Gattung: Lethrinns Cuv. Mundspalte ziemlich gross. In beiden Kiefern in der Mitte vorn eine Binde hechel- oder sammtförmiger Zähne, welche vorn breiter ist und jederseits nach hinten sich verschmälernd im Zwischenkiefer über die Hälfte des Kieferastes, im Unterkiefer nicht bis zur Hälfte zurückreicht. Davor, im mittleren vordersten Theile beider Kiefer finden sich je 4 mehr weniger vorragende conische Hundszähne. An den Seiten der Kiefer coni- sche, gegen hinten meist zu kugligen Mahlzähnen sich abrundende kräf- Synopsis der Fische des Rothen Meeres, T^i tige Zähne in einfacher Reihe, die vorderen derselben nach aussen ron den oben genannten hecheiförmigen. Am Kopfe ist nur der Unterdeckel, die Postorbitalgegend und der mittlere Theil des Kiemendeckels be- schuppt, sonst ist er nackt. Nackenband sehr deutlich, mit kleiner Schuppengruppe davor. Auge meist etwas länger als hoch. Hinteres Nasenloch weiter als das vordere von einem Ringe umgebene. Lippen stark. Am Deckel ein kleiner schuppenartiger Stachel. Röhren der Seiten- linie einfach. Die Kiemenspalte reicht bis zum Ende der Zwischendeckel. Unterkiefersymphyse erscheint massig lang. Rücken- und Afterflosse sehr heteracanth, erstere stets mit iO/9, letztere mit 3/8 — 7 Strahlen. Glieder- strahliger Theil der Rücken- und Afterflosse mit niederer Schuppenscheide und höher oder wenig niederer als der strahlige Abschnitt. Eine auflallende unpaare Schuppe zwischen den Bauchflossen. 6 R. brauch. Schwanzflosse gabiig. i. Die seitlichen Zähne sind, auch bei Erwachsenen, immer couisch. Keine abgerundeten Mahlzähne. a) Schnauze etwas kurz (1*72 — ^VO' Nasenlöcher sehr nahe bei- sammen. Körper nieder, gestreckt. 5 — 6 Schuppenreihen am Kiemen- deckel. Stachel des letzteren spitz. Rückeustacheln schlank. Stirne in die Quere flach (1 im Auge). Kopfprofil parabolisch. Unpaare Schuppe zwi- schen den Bauchflossen lanzettförmig, kurz, kaum Vg f^^r Flosse erreichend. Brust- und Bauchflossen fast gleichlang, erreichen den After nicht. L. tr. 4/15. Lippen stark. Gliederstrahlen der Rückenflosse etwas niederer, als der höchste 4. Stachel. Zähne kräftig. 1. ■' Lethvinus variegaius. (Ehrb.) C V. *), Pet., Lethr. elongatus C V.; Lethr. latifrons Rüpp., Günth., Blk., Playf., L. semicinctus CV. ? D. 10/9, A.3/8, P. 13, C. 17, L. lat 47, Höhe 4— 4V2, Kopf 3V2, Breite 2, Auge 4, Stirne 1, Schnauze iy2 — iVi-U Präorb. 1, 4. Rückenst. 272, Schwanzfl. ^y^. Farbe: Im Leben grünlich mit dunkleren Querbändern. Aus dem Wasser genommen wird der Fisch gelblich und die Bänder verschwinden. Kopfrücken grünlich braun. Wangen silbrig. Eine dunklere undeutliche breite Binde schräg vom Auge über die Wangen. Flossen grünlich oder gelblich, die Stacheln und Gliederstrahlen dunkler geringelt. Bauchflossen am Rande und an der Spitze dunkelblaugrau. Arab.: Chirmie oder Büngus. Hält sich in den Seegraswiesen am Boden des Meeres (gisua) auf. Dem entspricht die grüne Farbe. Nicht sehr häufig. 20 C»^- Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. *) Diesem Namen geliört die Priorität. Ich habe mich an den Originalexemplaren von der Iden- tität des latifrons und varUgatm überzeugt. 9** -TS«.; Dr. C, 8. Klunzingpr: b) Körper höher (4). Schnauze lang (2). Nasenlöcher massig ron einander entfernt (ihre Entfernung 3 — 4 im Augendurchmesser). Deckel- stachel stumpf. Rückeustacheln schlank. a) Schnauze sehr spitz, Kopfprofil parabolisch. Rücken ziemlich ge- wölbt. Stirne in die Quere nicht ganz flach. Präorbitalbeiu IV4 — iVi^l» 7 Schuppenreiben am Kiemeudeckel. L. tr. 4/17. Schuppen zwischen den Bauchtlosseu lanzettlich, kurz (Vs der Flosse nicht erreichend). 3. Riicken- stachel merklich niederer als der 4. Lippen dünn, aber entwickelt. Brust- und Afterflosse erreichen fast den After. Schwanzflosse gabl'g, mit spitzigen Lappen. Oberkiefer endet vor oder unter dem vorderen Nasenloch. 2. *Lei/irmug ramak. Sciaena ramak Forsk., Lethr. rostratus (K. v. H.), C V., Blk., Günth., ? Lethr. Ehrenhergn C V. (nach Günther), L. ramak Rüpp. '^), G ü n t h . , IL. longirodtris P 1 a y f . L. lat. 49, Höhe 4, Kopf 4, Breite 2V2, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 2:1, 4. Rückenst. %%^ Schwanzfl. 4V2. Farbe: Im Leben weisslich mit dunklen Querbinden. Im Tode mehr grünlich. An den Seiten viele unregelmässige schwärzliche Flecken und Stellen zerstreut, namentlich ein grösserer über der Mitte der Brust- flossen unter der Seitenlinie. Kopf roth- bis gelbbraun mit scliwärzlichen Flecken an den Wangen. Querbinden über die Stirne und dunkle schiefe Streifen von den Augen zu den Lippen. Lippen grünlich, Mund innen zinnoberroth. Rückenflosse grün-hyalin, am Rande röthlich, die Stacheln dunkler gefleckt. Gliederstrahlen weiss und roth geringelt. Brustflossen gelb, Bauchflosseu livid, an der Spitze roth. Schwanzflosse roth und grün. Rüppell führt, wie Forsk., 2 isabellfarbige Längsstreifen an den Seiten des Körpers an, die ich nicht fand. Arab.: Chirmie oder Drenie oder Ramaka. 30 Cm. Mit anderen Lethrinus zusammen. Nicht selten. Verbreitung: ludische Meere. ß) Schnauze lang, nicht sehr spitz. Kopfprofil vom Auge an ab- schüssiger, fast winkelig. Stirne sehr flach, horizontal, Präorb. 1%— 2:1, 5 — 6 Schuppenreihen am Kiemendeckel. Schuppe zwischen den Bauch- flossen lang, spitz, Beckig, reicht über V^ der Bauchflosseu hinaus. Brust- und Afterflosse reichen nahezu zum After. Schwanzflosse ausgerandet, die Seitenstrahlen um V^ länger als die mittleren. Stirne sehmäler als das Auge (iVi). 3. — 4. Rückenstachel fast gleich. Lippen dick und stark. Die Hälfte des Kopfes fällt nahezu auf den vorderen Augeurand. Zähne kräftig. '■') Ich überzeugte mich an den Originalexemplaren von Rüppell, dass sie spitzige Zähne haben und obige Synonymie richtig ist. Meine Exemplare stimmen sowohl zu denen von Riipp. (L. ramak) als zu denen von Bleeker [L. rostratus) in der Stuttgarter Sammlung. Synopsis der Fische des Bothen Meeres. 7^^ 3. *Lethrinu» xanihochilus*) Klz. L. lat. 48, L. tr. 4/17, Höhe und Kopf 3%— 4, Breite 2V4, Auge 4^ Schnauze 2V4 — 2^/2 M, 4. Riickonsfc. 2V4, Schwanzfl. 5. Farbe: Gelblich, gegen den Rücken grüngrau, gegen den Bauch weiss. Kopf braun livid mit einigen dunklereu Flecken. Mund innen zin- noberroth. Lippen gesättigt citrongelb. Hinter dem Deckelstachel und vorn an der Basis der Brustflosse eine gelbrothe Färbung, auch die innere Basis dieser Flosse ist hochroth. Flossen gelb, stachliger Theil der Rückenflosse bräunlich, Iris düster purpurn. Arab.: Chirmie bus asfar (Gelbschnauzig). 30 — 45 Cm. Selten. Theils mit dem Ringnetze auf der Klippe, theils mit der Angel durch animali- sche Lockspeise gefangen. 2. An den Seiten der Kiefer gegen vorn conische, hinten mehr weniger gerundete Mahlzähne. a) Körper etwas hoch (3 — 3V4). Kopfprofil abschüssig. a) Rückenstacheln stark. Stirn im Profil leicht vortretend. Schnauze etwas stumpf. Schwanzflosse ausgeraudet mit stumpfen, kurzen Lappen, 4% Schuppen über der Seitenlinie (L. tr. 4VV1'7). Bauch- und Brustflossen verlängert. Erstere reichen bis zum Anfang, letztere zur Mitte der Afterflosse. Schuppe zwischen den Bauchflosseu kurz, stumpf, reichen nur bis zu y^ der Flosse. 4. ''Lethrinns mahsena. Sclaena mahsena Fk., Lethrinas bungus'"^) (Ehrb.) CV., Lethr. abbre- viatus (Ehrb.) CV., Lethr. mahsena CV., Rp., Gth. L. lat. 48 Höhe 3, Kopf SV^, Breite 3, Auge SV^, Stirne i%, Schnauze 2:1, Präorb. \%:\, 4. Rückeast. 37^, Schwanzfl. SVz- Körper eiförmig, besonders vorn erhöht, daher wie bucklig. Kopf- profil sehr steil, zuweilen etwas concav. Lippen massig entwickelt. Schnauze stumpf. Güederstrahlen der Rückenflosse ziemlich höher als die höchsten Stacheln. Rücken- und Afterflosse hinten abgerundet. Die äusseren Strah- len der Schwanzflosse nur um V^ länger als die inneren. Farbe: Im Leben grün bis silbrig, Bauch heller. Breite, hellere Querbänder über die Seiten, reichen aber nicht zum Bauch. Kopf livid lila mit dunkleren Flecken und Linien. Iris goldfarben. Flossen violett- purpurn, mit dunklen Querstricheln. Deckelrand bräunlichgelb. Mund innen roth. '•') Gelbiippig. "•"■') L. bungus und dbbreviatus sind, wie icli aus directer VergleichUDg im Mus. Berol. ersehen, hierher zu beziehen. 754 ^^- ^- ß- Klunzinger: Arab.: Mahseni. 20 -40 Cm. Ist in der Jugend schon bucklig und hoch '^■). Aeiidert , wie alle Lethrinus , rasch seine Farbe, wenn man ihn aus dem Wasser nimmt; zuerst mehr weiss, dann gelb und schwärzlich. Dabei lässt er ein zischendes Geräusch hören. Ist ziemlich häufig zu jeder Jahreszeit. Frisst Sepien und kleine Fische als Lockspeise. Fleisch gut, zuweilen hat es aber einen unangenehmen Geschmack und Geruch; das soll der Fall sein, wenn er Algen (oder Korallen?) abgeweidet habe? Wird meist bei Nacht mit der Angel gefangen. Verbreitung: Nur im R. M. gefunden. /?) Rückeustachelu schwächer. Stirne nicht über das Profil sich er- hebend. Schnauze etwas spitz. Schwanzflosse gabiig, mit ziemlich spitzen Lappen. 5 — bVi Schuppen über der Seitenlinie in der Afterhöhe. Die Bauchflosseu reichen nur bis zum After, die Brustflossen zur Afterflosse. Die Schuppe zwischen den Bauchflossen 3eckig, ziemlich lang, reicht bis Vi der Flosse. 5. ''^läethrinus nehulosus, Sciaena nebulosa Fk., Lethr. centurio CV., Pet. **), L. Gothofredi CV., L. esculentus CV., L. nebulosus CV., Rp-, Gth., Play f. L. lat. 48, L. tr. Vi,, Höhe 3 — SVg, Kopf 4, Breite 3, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 2:1, Präorb. iV^:!, 4. Rückenst. 3V41 Schwanzfl. 5. Ebenfalls am Nacken bucklig. Die Höhe wechselt, bei Jüngeren ist sie geringer. Kopfprofil gegen vorn oft leicht concav. Oberkiefer endet etwas vor dem vordorn Nasenloch. Weiche Strahlen der Rückenflosse höher als die Stacheln. Lippen mittelmässig. Farbe: Messingfarbig bis silbrig, mit vielen zerstreuten blassblauen Flecken, einzelnen Schuppen entsprechend, oft zu Längslinien gereiht. Kopf oben grünbraun, Wangen schmutzig lilafarbig oder rosa, mit blass- blauen Flecken und Strichen. Flossen hyalin, am Rande röthlich. Brust- flossen am obern Rande zum Theil, Bauchflossen gegen die Spitze blass- bläulich. Randhaut des Kiemendeckels gelblich. Einige Exemplare zeichnen bich durch lebhaft rothe Färbung des Deckelrandes aus, sonst nicht verschieden. Man heisst sie C/uimchum, sie scheinen dem L. mah^enoides Blk. {üec CY.') zu entapvecheu Qvdr. chumchum). Arab.: Schaur, auch Ramaka. Kleinere Individuen überhaupt von Lethrinus heissen: Büngus, Chirmie, Drenie, Tscherkasa. 18 — 45 Cm. Ziemlich häufig. Fleisch gut. Verbreitung : Ostafrika. *) Die niederen, weiclie Riipp. erwaimt, sind wohl L. mahsenoides- *'') Hat braune Flecken an den Wangen, sonst gleich. Synopsis der Fisrhe de? Rotheu Meeres. 755 b) Körper niederer (3V4 — SVj). Rückenstachelii kräftig. cc) Stirue couvex im Kopfprofil vorragend. Auge etwas gross. 5— SVj Schuppenreiheu über der Seitenlinie. Lappen der Schwanzflosse kurz, stumpf. Schuppe zwischen den Bauchflossen sehr kurz, stumpf, erreicht nicht V4 der Flosse. 6. ""'^Itethrinus mahsenoUles, (Ehrb.) CV. (uec Blk., Gth.), Lethr. mdhsena Rp. ps. L. abbre- viatus P e t. *)• Kopf 4, Breite 3, Auge 3— SVj, Schnauze 1%:1, Stirne ly^, Prä- orb. 1, 4. — 6. Riickeust. 3, Schwanzfl. öVj. Körper elliptisch, Kopfprofil parabolisch oder etwas convex. Schnauze stumpf. Oberkiefer endigt hinter dem vordem Augenrand. Die Glieder- strahlen der Rückenflosse etwas höher als die Stacheln. Rücken- und Afterflosse hinten abgerundet. Die Brustflossen reichen bis zur Afterflosse, die Bauchflossen bis zum After. Farbe: Grün bis messingfarben, im Leben weiss, oft mit schwärz- lichen Querbinden, die beim Tod verschwinden. Deckelraud schmutziggelb, Mund innen roth. Brustflossen hyalin-röthlich, die andern Flossen purpur- farbig, mit dunkler Gliederung. Wangen braun livid, mit blau- oder grüuschimmernden Punkten. 25 Cm. Häufig im Hafen an den unterseeischen Wiesen (gisua). Wird als Lockspeise gebraucht. Diese Art ist sehr ähnlich dem L. mdhsena Fk., letztere Art unter- scheidet sich ausser der grösseren Höhe durch längere Bauch- und Brust- flossen, und durch blos 4V2 Schuppen über der Seitenlinie. Verbreitung: Nur aus dem Rothen Meer bekannt. ß) Stirne nicht oder kaum über das Profil vorragend. Auge weniger gross. 4y) r^iAvö; nackt uüd xpäviov Schädel. Synopsis der Fische des Rothen Meeres- 765 ^Gymnocranius rivitlafus. Dentex rivulatus Rp., Gth. D. 10/9— 40, A.3/10, P. 14, C. 17, L. lat. 50, L. tr. 5/17—18; Höhe 3*4, Kopf 4, Breite 3, Auge 3— Sy^, Stirne 1, Schnauze iV^'^-, 3. Rücken St. 3, Schwanzfl. 47^. Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil parabolisch, über dem Auge leicht eingesenkt. Die Kopfprofillinie ist vom Nacken (Vorderrücken vor der Rückenflosse) bis zur Mitte des Auges scharf. Stirne leicht gewölbt. Auge etwas gross, Schnauze ziemlich lang, Mund ein wenig schief. Der hinten fast gerade abgestutzte Oberkiefer reicht bis unter den vorderen Augenrand. Lippen stark. Deckeldorn flach, stumpf vorragend. Rücken- stacheln ziemlich schlank, etwas heteracanth und platt. Die mittleren Gliederstrahlen erhöht, um ein Gutes höher als die höchsten Stacheln. 3. Afterstachel fast doppelt so hoch als der 2. Die Brustflossen reichen kaum bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, die Bauchflosseu zuge- spitzt, verlängert, reichen bis zur Afterflosse. Die Schuppe zwischen den Bauchflossen reicht bis zu V4 der Flosse. Schwanzflosse gabiig, die äussern Strahlen nicht ganz doppelt so lang als die mittleren. Farbe: Im Leben silbrig, oben grau. Kopf grünbraun mit welligen schrägen oder horizontalen blauen oder lilablauen Streifen an Wan- gen, Schnauze und Deckeln. Ueber der Brustflosse ein goldgelber Flecken und ein bläulicher Streifen. Brustflossen röthlich, Bauchflossen gelblich, am äusseren Rande blau. Rücken- und Afterflosse gelb mit orangefarbigem Rande. Schwanzflosse röthlich, orange gerandet. Mund innen roth, Iris braun, Arab. : Qamr (Mond). 40 Cm. (selten kleiner). Nicht häufig. Lebt etwa 10 Klafter tief auf sandigem Boden. Soll zuweilen an Millepora (?) weiden und sein Fleisch dann wie bei Lethr. mahsena schlecht schmecken, einen eigenthümlichen Korallgeruch bekommen und selbst wie Millepora auf der Zunge brennen. Sonst ist das Fleisch gut. Gattung: Synagris Gth. Nur 3 Reihen Schuppeu zwischen Auge und Vordeckelrand, wel- cher ganz nackt ist, wie auch Schnauze, Kiefer und Präorbitalbein und (wenigstens bei den vorliegenden Arten) die Stirne. Körper länglich. Zähne nach den Arten etwas verschieden, ähnlich denen von Dentex. Afterflosse ohne Schuppeuscheide, Unpaare Schuppen zwichen den Bauch- flossen deutlich, ebenso Sporuschuppe darüber. Nackenband deutlich, M, \i. Abliandl. 97 ^cn Dr. C. B Klunzinger: Schuppeu fast unmerklich gezähnelt. Nasenlöcher dicht aneinander, gleich- gross. Die Kiemeuhaut reicht bis zum Anfange des hinteren Viertels des Unterkieferastes. Uuterkiefersymphyse kurz. 6 (nicht 4) Kiemenhaut- strahlen. a) Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil convex, abschüssig. Auge niittelmässig. Die Kopfbeschuppuug reicht oben nicht ganz zur Hälfte des Auges. Der Oberkiefer reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Zähne klein. Nur im Zwischenkiefer vorn jederseits 4 — 6 hundszahnartige etwas grössere Zähne, eine Vorderreihe bildend. Hinter ihnen und an den Seiten des Zwischenkiefers eine schmale Binde kleiner hecheiförmiger Zähne. Im Unterkiefer sind die Vorderzähne wenig ausgezeichnet, es findet sich eine Binde hecheiförmiger Zähne in der Mitte und an den Seiten, die der äussern Reihe sind ein wenig grösser. Rückenstacheln schlank, sie sind vom 4. au ziemlich gleichhoch; die Gliederstrahlen sind etwas höher (nach Rüpp. gleich). Die Rücken- und Afterflosse hinten zugespitzt. Schwanzflosse gabiig mit spitzen Lappen; der obere beim Männchen in einen Faden verlängert, der etwa die Länge der Flosse hat. Bauchflosseu zugespitzt, reichen über den After hinaus, die Brust- flossen bis zur Afterflosse. Schuppe zwischen den Bauchflosseu kurz und stumpf. 1. Synagris filamenfosus. Cantharus ßlamentosus C V. (nicht Dentex filamentosus C V.), Dentex hlpunctatus (Ehrb.), C V., Dentex tamhulus C V., Rüpp., Blk., Synagris filamentosus G ü n t h . D. 10/9, A. 3/7, P. 18, C, 17, L. lat. 47, L. tr. 3/11; Höhe ^% (in der Körperlänge ohne den Schwanzfadeu), Kopf 4, Breite 21V3, Auge 3%, Stirne ly^, Schnauze 1 — iVfiil, Präorb. 1, 4. Rückeust. t^/^^ Schwanzfl. (ohne Faden) 5. Farbe (nach Rüpp.): Röthlich fleischfarbig mit Metallschimmer. Einige gelbliche Längsstreifeu über die Seiten und zwei lebhaft orange- gelbe Linien längs der Bauchkanten vom Munde gegen den After. Flossen gelb-hyalin. 6 Zoll. Verbreitung: Pondichery. ß) Körper langgestreckt. Kopfprofll hinten gerade, au der Schnauze vorn etwas convex. Auge etwas gross. Die Kopfbeschuppuug reicht oben bis zur Hälfte des Auges über die Stirne, einen leichten Vorsprung bil- dend. Oberkiefer reicht unter die Mitte des Auges. Zähne kräftig; vorn in beiden Kiefern eine Reihe deutlicher Hundszähne, die im Zwischen- kiefer stärker. Hinter ihnen eine Binde feiner Hechelzähne, die sich im Unter- kiefer an den Seiten in einer Reihe ziemlich starker conischer Zähne fortsetzt, während sie im Zwischeukiefer bis nach hinten als Binde sich fortsetzt, Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^'g^ deren äussere Zahnreihe etwas stärker ist. Stacheln der Rückenflosse schlank , nach hinten allmälig höher. Die Gliederstrahlen nicht höher, unter einander gleichhoch. Schwanzflosse g'ablig, spitzlappig; die obere Gabelspitze (nach Rüpp.) etwas verlängert. Bauchflossen spitzig, reichen etwas über den After, die Brustflossen reichen zum After. Schuppe zwi- schen den Bauchflossen lang und spitz, 2. Syna^ris tolu. Bentex tolu (C V. ?), Rüpp., Blk., Günth. (Anmerk.). Strahlenzahl wie oben. Höhe iV^, Kopf 4, Breite 2, Auge 3V4, Stirne i^si Schnauze IV« : 1, Präorb. iy2, 10 Rückenst. 2%, Schwanzfl. 5V2. Farbe (nach dem Spiritusexeraplar im Mus. Senken b.) Rücken rosa, sonst silbrig. Verbreitung: Indische Meere. 1. Anhangsfamilie: A.ph.areoidei. Die Gattung AphareuS; aus welcher diese Familie allein besteht, schliesst sich allerdings zunächst den Sparoideu an, hat aber viele Eigen- thümlichkeiten, die, wenn mau sie in die Familiencharaktere der Sparoi- dei hineinpassen wollte, die Diagnose der letzteren zu vag erscheinen Hesse. Es ist daher wohl besser, solche widerspenstigen Formen, wozu auch die Maeniden gehören, den Hauptfamilcn als Anhangsfamilien nach- zusetzen. Aphareus ist ausgezeichnet durch die sehr weit bis hinter das Kinn gespaltene Kiemen haut, durch lange, lamellenartige Fäden mit Borstengruppen an der oberen Seite der Kiemenbogeu , wodurch die Gattung sich, wie überhaupt in der Bildung des Vorderkopfes, den Scom- heroidei nähert. Die Schuppen haben nicht die Structur der Sparoiden, sie sind ziemlich gross, ihr Rand ist nicht wirklich gezähnt, aber der Bau ist cteuoid, da die Randzone netzig rauh ist. Die Nasenlöcher liegen, wie bei vielen Scomberoideu, quer und dicht aneinander. Der Unterkiefer auf- fallend hoch, fast senkrecht, die Lippen sehr schwach. Kinn vorstehend. Mundspalte weit. Es sind 7 Kiemenhautstrahlen und an der inneren Seite des Humerus hinter den Kiemen liegt nach Rüpp eil eine Höhie mit kleinen Drüsen, Schwimmblase einfach, Pseudobranchie sehr entwickelt, Pylorusanhänge in geringer Zahl. Zähne sehr klein, mit blossem Auge kaum sichtbar, auf den scharfen Rändern der Kiefer in einer Reihe, vorn in mehreren. Vomer, Gaumen und Zunge platt. Kein Stachel am Kiemeu- deckel. Ausser der Schnauze, den Kiefern un dem Präorbitalbein ist auch die Stirne und der Randtheil des Vordeckels nackt, Schnauze und Kiefer auch sehr glatt. Die Seitenlinie zeigt einfache Röhren. Ein deutliches Nackenband, eine verlängerte Spornschuppe über den Bauchflossen, Brust- flossen verlängert sichelförmig, Schwanzflosse tief gabiig, Rücken- und 97* "TQQ Dr. C. R Kill nzinfrer: Afterflosse iiackt, heteracanth, aus eiuer Furche sich erhebend, 10 bis 12 Kiickeiistachelu. 3 Afterstacheln. '''Ap/tareus rutilatis. C V., Rüpp., ßlk., Günth. D. 10/11^0, A. 3/8, P. 16, V. 1/5, C. 17, L. lat. 70, L. tr. 7/17; Höhe 5Vj (in der Gesammtlänge bis zu den Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 4y4, Breite 2, Auge 4, Schnauze l'/^:!, Stirue 1, Präorb. 1*/^, 4 — 6 Rückeust. ^Vz? Schwanzfl. 3. Körper elliptisch, nicht sehr compress. Kopfprofil fast gerade. Stirue platt, breit. Kinn vorn fast senkrecht. Oberkiefer reicht bis unter den hinteren Augenrand. Präorbitalbeiu i^V^mal länger iils hoch, 3eckig mit herablaufenden ästigen porigen Furchen. Auge gross. Vordeckel ge- rundet, ganzrandig, sein aufsteigender Rand schief. 4.-6. Rücken- stachel am höchsten; dann nehmen die Stacheln und Strahlen all- mälig etwas an Höhe ab, nur der letzte Strahl ist wieder t — 3mal so hoch, als der vorletzte. Die Rückenstacheln sind ziemlich schlank und an der Spitze biegsam. 3. Afterstachel höher als der 2., die Glieder- strahlen der Afterflosse wie bei der Rückenflosse. Brustflossen erreichen nicht ganz die Afterflosse. Die ebenfalls sichelförmigen Bauchflossen er- reichen nicht ganz den After. Schwanzflosse tief gegabelt mit sehr langen Gabelspitzen, deren Strahlen 4mal länger sind als die mittleren. Farbe: Rosa, unten silbrig. Kopf oben röthlichbraun mit gelben Flecken und Linien. Die nackten Seiten des Kopfes und die Mundhaut innen silbrig. Flossen rosa. Schwanzflosse am Hinterraud weiss, Rücken- flosse oben gelb. Arab.: Färis (Seeräuber). 70 Cm. (nicht wohl kleiner zu finden als höchstens 40 Cm.). Lebt im tiefen Meere (150 Mannshöhen nach Angabe der Fischer). Im Winter kommt er häufiger auf den Markt, wenn die Fischer grössere Excursionen ins Meer macheu. Sein Fleisch ist das ge- schätzteste dieses Meeres. An dem weit aus der Tiefe hervorgezogenen geangelten Fisch beobachtet man ein ähnliches Hervorstülpen der Einge- weide wie bei Serr. salmonoides angegeben ward. Mit diesem Fisch kommt immer auch der Centroprlstes filanientosus zusammen auf den Markt. Verbreitung: Amboiua. 2. Anhangsfamilie: Caesionoidei. Die Gattung Caeslo ist den Sparoiden zunächst verwandt: Schuppen von, wenn auch wenig ausgesprochener , sparoider Structur, '■') Nach Rp. 12/9? Auch Bleek. findet iO/11, und zwar bei A. rutilans, der sich durch die Höhe des 4.-6. Riickenstachels uaterscheidet, bei Aph. coerulescens Cuv. soll der % Rückenslachel der höchste sein, uad D 10/11. Synops!? i^^r Fische des Rothen Meer*"?. 7Q9 sehr deutliches Nackenband, uupaare Schuppe zwischen den Bauchflosseu yerlängert. Achselschuppe über denselben , Kiemeuhaut bis zum Ende der Zwischendeckel gespalten , spitzige lange Brustflossen, gabiige Schwanzflosse, Vordeckel ganzrandig oder unmerklich gezähnelt. Am Kie- mendeckel kein Stachel. Schuppen leicht ctenoid. Mund n icht oder wenig vorstreckbar (kann also nicht zu den Mänoidea gebracht werden). Röhren der Seitenlinie einfach, etwas lang. Eigeuthümlich dagegen ist: Rücken- und Afterstachelu sehr schwach, homacaiith (erstere 9 — 13, letztere 3), die Flossen, besonders Rücken- und Afterflosse weithin überschuppt, Vomer und Gaumenbeine zuweilen '•') bezahut. Die Bauch flössen stehen etwas weit zurück, sind unter dem Ende des untersten Strahles der Brustflossen inserirt, sind kurz und erreichen den After lange nicht. Mund klein, schief. Weitere Charaktere der Gattung Caesio sind: Vorderer Theil der Stirne und deren Mittellinie, Schnauze, Kiefer, Präorbitalbeiu, ein breiter Ring um die Augen, ein grosser Theil des Vordeckels nackt. Der nackte Randtheil des Vordeckels porös und furchig, der Rand fast kolbig. 2 kleine Nasenlöcher. Schuppen mittelmässig, etwas abfällig dünn, die Schuppen der Seitenlinie adhäriren etwas mehr als die andern. Der Körper ist gestreckt, etwas dick. Zähne in beiden Kiefern klein, sammtförmig, die der äussern Reihe etwas länger oder im Unterkiefer nur in einer Reihe. Das Auge steht tief, dem Munde nahe. 6 — 7 Kiemenhautstrahlen. Pseudobranchien und Kiemendrüse gross, wenige Blinddärme. cv) Körper etwas hoch (S^/i). Kopfprofil vorn concav. Winkel des Vordeckels gerundet, wenig vorgezogen, einem rechten oder stumpfen gleichkommend. Brustflossen lang, reichen bis zur Afterflosse. 2. und 3. Afterstachel gleiehlang, oder der 2. etwas höher und stärker. Seiten- linie bogig. \. '^Caesio lunaris. (Ehrb.), CV., ?Less. (Coq.), Blk., Günth., Plajf. D. 1Ö/14— 15, A. 3/H — 12, P. 20, C. 17, L. lat. 50, L. tr. oV^/H. Höhe 3%, Kopf 47^, Breite 2, Auge 4, Stirne 1%:1 (Entfernung des Auges von der Scheitellinie ly^), Schnauze \, Präorb. Z%^ 3.-4. Rückeu- stachel 3, Schwauzfl. 4*/^. Körper elliptisch, Bauch mehr gekrümmt als der Rücken. Schnauze kurz, stumpf, Stirne in die Quere convex. Oberkiefer endet etwas vor der Mitte des Auges; sein Hinterrand ist bald mehr, bald weniger schräg. 4 Schuppenreihen an den Wangen. *) Caesio erythro gaster, von Günther Odontonectes erythr. genannt und an Dtdes angereiht, darf nicht von den andern Caesio deswegen getrennt werden, wie auch Kner nachweist: die Caesio- noiden verhalten sich zu den Sparoiden wie die Theraponoiden zu den Percoiden oder Pristiporaatiden und haben sogar manches mit diesen Theraponoiden gemein. -^70 ^^ ^- F* Klnnzinger; Farbe: Obeu königsblau, uuten gegen deu Bauch zu rosaroth, Bauch silbrig. Rückenflosse bläulich, gegen hinten röthlich^ After- und Bauchflossen rosa. Brustflossen röthlich-hyalini über ihrer Basis ein tief- schwarzer Fleck, auch die innere Seite ihrer Basis schwarz. Körper ohne Längsbaud. Schwanzflosse bläulich, die Spitzen der Lappen schwarz (nach C V. die Räuder?). Arab.: Aada. Gemein am Korallabhange, nicht im offenen Meere. Sie leben in grösseren Mengen zusammen und bieten ihrer azurenen Farbe wegen im klaren Wasser zwischen den Korallen einen prächtigen Anblick dar. Sie leben etwas tief, auf die Klippe kommen sie nicht. Wenn die Sonne untergeht, soll der ganze Schwärm unruhig werden und sich dann rasch verstecken. Sie fassen die Angel nicht gern, daher sie selten auf den Markt kommen. Auch das Fleisch ist wenig geschätzt. 30 Cm. Verbreitung: Ostafrika, Java und Neu-Irland (Less.). ß) Körper nieder, gestreckt (4 — 5). Winkel des Vordeckels bogig, stark nach rückwärts ausgezogen, einem spitzen gleichkommend. Brust- flossen etwas kurz, reichen kaum zum After. Kopfprofil über der Stirne nicht oder kaum concav. Seiteulinie kaum gebogen. 3. Afterstachel höher als der 2. (nach Rüpp. ist der 2. höher). 2. -'Caesio coernlanreus. Lac, C V., Pet., Güuth., Playf,, Kn,, Caesio azuraureus Rüpp. D. 10/15, A. 3/12— 13, L. lat. 60, L. tr. 7/17, R. br. 7, Kopf 5, Breite 2, Auge 3V2— 4, Stirne (in der Mitte) 1, Schnauze iVj, Präorb. (hinten) 5, 2. — 4. Rückenst. 1%, Schwauzfl. 4V4. Farbe: Oben königsblau, unten rosafarb bis weiss. Eine messing- bis goldgelbe Binde läuft über der Seitenlinie vom Munde zum Schwanz. Längs der Mitte jedes Lappens der Schwanzflosse zieht ein blaues oder schwärzliches Längsbaud, die Ränder dieser Flosse röthlich. Brustflossen rosa, Bauchflossen weiss. Ein schwarzer Fleck über der Achsel der Brustflosse. Iris roth. 23 Cm. Mit C. lunaria zusammen vorkommend. Verbreitung: Ostafrika bis zu den Molukken. Anhang: Caesio striatus Rüpp. ist wohl nur eine Varietät von coernlanreus. Die Höhe ist 4%, wie auch C, coerulaureus., deren Höhe nach dem Alter wechselt. Die Seitei)liuie braungelb, darüber schwärzliche Längsstreifen Die Längsstreifen an der Schwanzflosse wie bei C. coerul- avreus. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. "^jj^ 3. Anhangsfamilie: Maenoidei Cuv. pt. Hieher g-ehören mehrere Gattungen, die im wesentlichen Sparoiden sind, namentlich auch sparoide Schuppen haben, aber manche Verschie- denheiten yon den Sparoiden und untereinander zeigen, die es wüuschens- werth erscheinen lassen, sie abzusondern. Unter sich haben sie (nachdem Caesio ausgeschieden ist) das Gemeinsame eines sehr vorstreckbaren Zwischenkiefers. Der Rand des Vordeckels ist bei manchen (einigen Gevres) sehr deutlich gezähnt*). Manche (die Gattung Maena) haben Zähne am PflugschaTrbeine, bei manchen (Arten von Gerres) stossen die unteren Schluudknochen dicht an einander *). Gattung: Gerres. Körper länglich, sehr compress. Mund klein, nach abwärts sehr vorschiebbar. Zähne haarförmig, in beiden Kiefern in nach vorn breiterer Binde. Keine Hundszähne. Auge etwas gross, dem Munde genähert. Lippen entwickelt, knorpelartig. Präorbitalbein vorn höher, hinten sehr nieder. Nasenlöcher dicht aneinander. Oberkiefer mit der hinteren Hälfte frei Kopf mit Ausnahme der Schnauze, des Präorbitalbeines, der Kiefer (der Ecktheil des Unterkiefers ist jedoch beschuppt) und der aufsteigenden Apophjsalgrube ganz mit Schuppen bedeckt, auch der Randtheil des Vordeckels. Die Schuppen etwas gross, von ausgezeichnet sparoidem Baue, am Rande häutig, ganzrandig oder fein bewimpert. Rand des Vor- deckels bald ganz, bald gezähnt. Am Deckel nur eine platte Vorraguug. Lange Spornschuppen über den Bauchflossen, keine unpaare Schuppe da- zwischen. Rücken- und Afterflosse vorn hoch, der ganzen Länge nach mit einer basalen Schuppenscheide. Die Stacheln wenig heteracanth. Die Kieraenhaut reicht bis zum Ende des Zwischendeckels, Unterkiefersym- physe erscheint kurz. Schwanzflosse gegabelt. D. 9/10, A. 3/7 — 9, P. 16, C. 17, R. br. 6, Bei den folgenden Arten ist der Rand des Vordeckels ungezähnt. Aufl^alleud ist die Aehnlichkeit von Gerres im Habitus und manchen Ein- zelheiten mit Equula unter den Scomberoiden. a) Körper etwas hoch (SVi), daher Kopfprofil etwas abschüssig. (v) Rückeustacheln ziemlich stark, aber biegsam, etwas platt, der 1. klein, der 3. wenig niederer als der 2., der von halber Körperhöhe ist. Grube für die Apophyse des Zwischenkiefers von Länge des Augen- ••'=) Sie sind aber (nach Troschel, Lehrb. 1864) nicht durch Naht verbunden, die betreffenden Artfu sind also nicht eigentlich pharyngognath. Nach Kner sind einige Arten pharyngognath, andere nicht. E« scheint mir daher besser, die Qevres bei den anderweitig verwandten Gattungen [Smavis, Maena) zu belassen, statt sie xcie G ün the r neuerdings (Vol. IV) als Familie Gerridcn zu den Pharyngognathen 2n stellen. ■j"^^ Dr C B Kliinzinger: durchmessers, hinten l»og'ig abgeschlossen, seitlich mit fast parallelen Seiten. 2. und 3. Afterstachel fast gleichhoch, der 2. stärker. Nasenlöcher quer. L. tr. 4/12, L. lat. 48. 1. ''Ger res oyena. Labrus oyena yar b. '•'). Labrus longirostris Lac, Smaris oyena Rüpp., Gerres oyena C V., Pet., Blk., Günth., PI ay f. '^'•'). Kopf 4V4, Breite 3, Auge 3y^, Stirne 1, Schnauze 1 (wenn vorge- streckt 2), Präorb. hinten 5, vorn iVj, 2. Rückenst. i%—'^, Schwanzfl. 4%. Körper eiförmig-länglich. Präorbitalbein 3eckig, fast doppelt so lang als hoch. Oberkiefer hinten abgerundet, reicht nicht ganz unter die Mitte des Auges. Seitenlinie dem Rücken parallel. Die letzten Rücken- stachelu etwas niederer als die Gliedorstrahlen, welche ebenfalls gegen hinten niederer werden, so dass die letzten Gliederstrahlen kaum aus ihrer Schuppeuscheide herausragen. Die Brustflossen reichen bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, die Bauchflossen sind noch einmal so kurz, erreichen den After nicht. Schwanzflosse sehr tief gegabelt, spitzig^ die äusseren Strahlen sind 5mal so lang als die mittleren. Die Spornschuppe über den Bauchflossen reicht bis zum letzten Viertel der Flosse. Farbe : Silbrig. 4 — 5 Längsreihen länglicher blassrotherFleiken am Körper, 5 — 6 in einer Reihe. Brustflossen hyalin, Bauchflossen gelb oder gelblich, Rückenflosse hyalin, graulich, ohne Flecken. After- flosse hyalin und grüngelb. Schwanzflosse hyalin, am Hinterrande schwärzlich. Arab.: Qäs arSdl (breiter Qäs). 31 Cm. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere. Die Haupt- oder Laichzeit dieser Fische ist gegen April. Dann ziehen sie von allen Seiten, nach der Angabe der Fischer, in sandige Häfen und legen ihre Eier in den Sand und Schlamm und zeigen sich daselbst in grosser Menge. Alle Fischer geben sich jetzt nur mit ihrem Fang ab. Sie stellen sich an''s Ufer und lauern. Sobald ein Schwärm dieser Fische, von Raubfischen verfolgt, dem Ufer sich nähert, springt der Fischer rasch in das seichte Meer, dessen Boden sanft nach einwärts ge- senkt ist und wirft das kleine runde, an den Rändern mit Bleistücken beschwerte Netz über jenen Schwärm. Dieses wölbt sich über die Fische her und sinkt, sie umfassend, gegen 3en nahen Boden. Der Fisch gräbt sich, wenn er sich verfolgt sieht, wohl auch rasch in den Schlamm ein, wobei ihn die Schlammwolke dem Feinde verbirgt, legt sich dann auf die Seite, so dass nur ein Auge und der Schwanz sichtbar bleiben '•*) Lahr, oyena Forsk. ist argyreus. Ich halte es indess nicht für passend, den allgemein ange- nommenen Namen oyena deshalb zu verändern und den argyreus oyena zu heissen. **) Die übrigen von Gthr. erwähnten Synonyma scheinen mir nicht hierher zu gehören. Synopsis der Fiscbe des Rotlien Meeres. 77'^ sollen, lu di eser Lage kauu man sie, wie die Schollen, mit der Haud faugeii. Die Nahriiug ist Schlamm (mit den darin enthaltenen animali- schen Stoffen); damit ist der Darm angefüllt. Beim Fressen wühlt er sich mit dem Maule darin ein, während der Körper senkrecht aufgerichtet ist. Sobald der Laich abgesetzt ist, werden diese Fische schwach und mager, das Fleisch wird schlecht zum Essen, und sie sollen nun auch die oben erwähnten rothen Flecken verlieren, die jedenfalls nicht Leichen- erscheinung sind, sondern auch bei Lebenden vorkommen. Vielleicht sind sie eine Art Hochzeitskleid (s. üpeneus auriflamma). Nun ziehen sie sich zurück und finden sich nun ziemlich selten. Im Winter soll der Darm fadenartig zusammenschrumpfen, in der Bauchhöhle aber ein grosser Vorrath von Fett sich finden. (Winterschlaf?!) /?) Rückenstacheln mittelmässig, meist platt, der 2. in eine lange fadenförmige Spitze verlängert, die bis zum Ende der Kückenflosse und weiter zurück reicht. Der 3. Stachel von halber Körperhöhe. Grube für die Apophyse des Zwischenkiefers Snial kürzer als der Augendurch- messer; hinten bildet sie einen spitzen Winkel, ihre Seitenschenkel sind geradlinig. 3- Afterstachel etwas länger und ein wonig schwächer als der 2. Nasenlöcher rundlich. 2. -^Gerres filametitomts. CV., (Russ.) Blk,, Kn., Günth., Steiud. Farbe: Silbrig, oben grau. Bauchflossen weiss, Schwanzflossen grün- lich. 44 Cm. Selten. Verbreitung: Ostindien, Molukken, Ceylon, Neu- Guiuea, Neu f. d. R. M. b) Körper etwas nieder, gestreckter. Kopfprofil wenig abschüssig, Rückenstachelu schwach, kaum platt, der 2. von halber Körperhöhe, Apophysalgrube ^V^mal im Augendurchmesser enthalten, hinten winklig abgeschlossen. 3. Afterstachel höher und etwas schwäclier als der 2. L. tr. 3/10, L. lat. 40. 2. -'Gerres argyreus. Labrus oyenaYk.. '^'^ (nicht var. b.) Sciaena arayreufi V oi'titei\ Cichia arcientea Bl. Sehn., Gerves argyreus C V., Günth., ? (r. waigiensis QG. Höhe 4, Kopf 4V,. Breite %'^/^^ Auge 3, Stirne 1, Scluiauze 1, Präorb. vorn 2, hinten 6, 2. Rückenst. 2, Schwanzfl. GV^. Farbe: Silbrig, ohne rothe Flecken. Beim lebenden Fisch sieht man am Rücken über der Seitenlinie dunkle Querbäuder herablaufen. Sj)itze der Rückenflosse schwarz. Bauchflossen weiss mit schwärzlicher Spitze. Afterflossen hyalin. Schwanzflosse am hinteren Rande hyalin. '•'■) S. 0. enngelt. Weiche Rücken-, After- und Schwanzflosse röLhlich mit schwarzen Punkten und Tropfen. Pt. hracliyptera CV. hat übrigens gekerbte Kopfleisten, welche mein oben beschriebenes Exemplar nicht hat. Sonst finde ich keinen Unterschied, auch nicht in der Farbe. Vielleicht ist auch Pt. zebra nicht specifisch verschieden; auch bei diesen findet sich theilweise schon eine Dörnelung der Kopfgräten. 9 Cm. Selten. Verbreitung: Amboina, Ceram. Neu für das Rothe Meer. Gattung: Apistas (CV.) Gth. Kopf und Körper zusammengedrückt, theils mit ziemlich kleinen Ctenoidschuppen bedeckt, theils nackt. Einige der Kopfknochen, insbe- sondere das Präorbitalbein bewalfnet. 1. Rückenflosse mit 15, Afterflosse mit 3 Stacheln. Unterster Brustflossenstrahl meist ungetheilt, fadenartig, frei. Brustflossen verlängert (Flugorgan?). Sammtzähne in den Kiefern, an Vomer und Gaumen. Schwimmblase vorhanden. Eine Spalte hinter der 4. Kieme. Ein freier Brustflossenfaden. Kör- per beschuppt. Untergattung: Apistus. Apistilg isrnelitanim (Ehrb.) CV. D. 15/7—8, A. 3/7, P. \\/\, C. 41, L. lat. 30, Höhe 4%, Kopf 4, Breite 1^2, Auge 3V2, Stirne 3, Schnauze 1, Präorb. P/^, 10. Rückenst. iVs, Schwanzfl. 4V2. PJQ Dr. C. B. Klunziuger: Körper verlängert, Kopfprofil parabolisch. Stirue sehr schmal mit 2 bis zur Zwischenkieferapophyse dicht neben einander lautenden Längs- leisten, die hinter den Augen etwas auseinander treten. Scheitel rauh. Oberkiefer endet unter der Mitte des Auges. Präorbitalbein am vordem Rande n)it 2 — 3 nach vor- und abwärts gerichteten Dornen und einem grossen Stachel, der fast bis zur Mitte des Auges reicht, an seinem unte- ren Hintervvinkel. Wangen und Kiemendeckel streifig, erstere gegen oben lacunos. Kopf nackt. Körperscliuppen klein, am Rande mit Zacken, die Schuppen der fast geraden Seitenlinie etwas grösser, mehr haftend, mit einfachen Röhrchen. Weiche Rückenflosse niederer als die höchsten Riiokcn- stacheln. 3. Afterstachel höher als der 2. Die Brustflossen laug, s])itz, reichen nicht ganz zur Schwanzflosse, die Bauchflossen kaum zur After- flosse. Schwanzflosse lang, leicht gerundet. Unterster Strahl der Brust- flosse abgelöst, fadenförmig, der oberste ist der längste. Farbe: Am Rücken röthlich, sonst weiss. Stachlige Rückenflosse braun und weiss gefleckt mit einem grossen schwarzen Fleck vom 9. — i% Stachel. Brustflossen vorn schwärzlich, an der innern Seite gelb- lich, blaugesäumt. Die übrigen Flossen weisslich. Arab.: Goräd el baher (Meerheuschrecke), 4 Zoll. Von Ehrenberg aus dem R. M. Scheint sehr selten. Soll (nachEhrb.) fliegen. Gattung: Synanceja Bl. Sehn., CV., Müll. (Berl. Abh. 1844.) Kopf unförmlich gestaltet, uneben, breit und gross. Leib vorn dick, hinten compress. Der ganze Körper mit allen Anhängen, Dornen und Flossen von nackter, verschiebbarer, schlüpfriger, oft warziger Haut über- zogen. Hautcirrhen. Mund quer, senkrecht, in beiden Kiefern mit einer in der Mittellinie durch einen schmalen Zwischenraum unterbrochenen Binde kurzer hecheiförmiger, schwacher, nach einwärts einbiegbarer Zähnchen; die obere Binde etwas breiter als die untere. Vomer und Gau- men zahnlos, die Apophyse des Zwischenkiefers ragt oben wenig vor. Kiemenspalte fast horizontal, leicht bogig. 7 Kiemenhautstrahlen. Kiemen- liaut von beiden Seiten unter der Brust verwachsen. Kehlhaut zwischen den entfernten Uuterkieferschenkeln breit, oflfen liegend. Stacheln am Kopf in ähnlicher Anordnung, wie bei iScorpaena^ aber unregelmässig höckerartig und von Haut bedeckt. Solche Höcker finden sich am oberen Augenrande, zu den Seiten des Hinterhauptes, au den Wangen, am Prä- orbitalbein, am Vor- und Kiemendeckel u]id am Humerus. Der Deckel- lappen ist innerlich knorpelartig. Die Rückenflosse beginnt weit vorn kurz hinter dem Scheitel und hängt hinten mit der Schwanzflosse durch eine Membran zusammen; letztere findet sich ähnlich bei der x\fterflosse. Der stachlige Theil der Rückenflosse ist lang, hat 13 — 16 Stacheln, der weich- strahlige und die Afterflosse sind kurz. Beide Theiie der Rückenflosse Synopsis dor Fische des Rolhen Meeres. 811 durch keiue Bucht aeschieden. Afterflosse mit 3 Stacheln. Die Stacheln dieser Flossen können aus der sie umgebenden dicken Haut mit ihrer Spitze herausgezogen oder ganz darin versteckt werden; sie sind an bei- den Seiten gefurcht. Die massig laugen Brustflossen haben sämmtlich ge- spaltene Strahlen, die unteren kürzeren, den wurmförmigen der Scorpänen entsprechenden, ragen mit ihrer Spitze mehr hervor. Die Basis dieser Flosse ist fast horizontal und erstreckt sich längs des grössten Theils der Kiemenspalte unter derselben hin. Die kurzen Bauchflossen sind gleich hinter dem Vorderende der Brustflossen eingesetzt und am Innenrande fast bis zur Spitze durch Haut verbunden. Die Schwanzflosse ist etwas kurz, abgerundet, 11 strahlig. Seitenlinie nicht bemerkbar. Schwimmblase und Pseudokiemeu vorhanden, Pylorusanhänge in geringer Zahl. Die Gat- tung oder Untergattung Synanceja im engeren Sinn unterscheidet sich von Synancidium Müll, nur durch Fehleu von Pflugschaarzähnen. '•'Synanceja verrucosa. Bl. Sehn., R p., Gth., Play f. Scorpaena brachio Lac, Scorp. hra- chiata Shaw., Synanceja brachio Cuv., CV., Blk., Agass. D. 13/7. A. 3/5, P. 18. Y. 1/5, C. 11, Höhe Sy^, Kopf 3, Breite (hinter den Brustflossen) 1, Auge 8, Stirne 2Vj, Schnauze 3, Präorb. 3, letzter Rückenst. 2, SchwanzÜ. 5*72. Körpergestalt monströs, uuvegelmässig kegelförmig, vorn am Kopf stumpf und breit, nach hinten allmälig verschmälert und zusammenge- drückt. Kopfprofil fast horizontal, an der Stirn coucav. Kopf vorn senk- recht, seitlich aufgetrieben, so breit als lang. Augen sehr klein, weit oben, aber seitlich, nicht nach oben gerichtet, von unebenen dicken, knöchernen Rändern mit Ausnahme der untern Seite umgeben. Unter dem Auge eine tiefe, unregelmässig 4eckige Grube, etwa doppelt so lang als hoch. Stirne breit, sehr tief. Eine von wulstigen, unregelmässigcn Knocheurändern um- gebene 4eckige, tiefe Grube in der Schläfengegend hinter dem Auge, wenig länger als hoch. Scapularvorsprung sehr gross, darunter der mehr stachelartige, stumpfe Humerusvorsprung. Der Vertex bildet eine steile Fläche, die vom horizontalen Nacken zum Stirngrund abfällt. Am untern Augenrand über der Unteraugengrube ein fransiger Hautlappen. Die Haut erscheint bald glatt, bald bei Contraction wie mit knorpeligen War- zen unter der Haut besetzt. Die letzten Stacheln der Rückenflosse sind die höchsten, aber etwas niederer als die GHederstrahlen. Die 3 After- stacheln kurz, der 3. höher als der 2- Weiche Rücken- und Afterflosse gerundet. Die Brustflossen reichen kaum bis zum After, die Bauchflosseu sind viel kürzer. Der hintere oder untere Rand der Brustflosse bogig, ihr 4. und 5. Strahl sind die längsten. Bauch sehr schlaff. Farbe: Grau bis braun marmorirt. Einzelne blut- oder ziegel- rothe und kreideweisse Flecken über den Körper zerstreut. Flosseu wie j^|2 Dr. C R Khiiizinger der Körper. Eine weisse Querbiude au Brust- und Schwauztiosse. Brust-, Bauch- uud Schwanzflosse mit weissem Raud. Arab.: Cfillach oder Büma (letzteres == Eule). 8 — 40 Cm. Ist nicht selten auf der Klippe zwischen Steinen und Seegras oder Alp^en, mit Seorpaena zusammen. Schwimmt wenig-, kriecht mehr am Boden umher und verbirgt sich in den Gesteinsklüften, Fasst die Angel, wird mehr noch mit dem Spiess gefangen. Dieser Fisch hat, wie Seorpaena^ bald hellere, bald dunklere Färbung, je nach der Umgebung. Er sieht oft aus, wie ein Stein und man bemerkt ihn nicht. Er wird sehr gefürchtet; der Sticli seiner Rückenstacheln schmerzt mehrere Stunden lang, mehr als ein Scorpionstich, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Manche Personen sollen schon ohnmächtig dadurch geworden sein, ja es kam, wie die Leute erzählen, auch einmal ein Todesfall vor, indess nicht unmittelbar, sondern durch Brandigwerden der (wohl schlecht behandelten) Wunde, Jedenfalls kann man diesen Fisch so gut zu den giftigen Thiereu rechnen, als den Scorpion. Ein mir als wahrheitsliebend bekannter Fischer versichert, er habe deutlich gesehen, wie beim Vorstülpen der Stachelspitze eine mil- chige oder eitrige Flüssigkeit aus der sie einhüllenden Haut hervorge- quollen sei. Ich habe trotz öfterer Beobachtung so etwas nicht gefunden Jeder Rückenstachel hat, wie oben erwähnt, jederseits eine Furche. Wenn die Beobachtung des Fischers sich bestätigt , so läge ein offenbarer. Giftstachel vor, den Furchenzähnen der Giftschlangen analog. Trotz der weiten Kiemenöffnung lebt dieser Fisch sehr lang ausserhalb des Wassers. Verbreitung: Im ganten indischen Ocean bis Polynesien. II. Gruppe: Cottizii Gth., GilL, Girard. Stachliger Theil der Rückenflosse weniger entwickelt als der weiche, und als die Afterflosse. Nur gegliederte Strahlen in der Afterflosse (Kner). Pylorusanhänge in geringer Zahl. Gattung: Platycephalas Bl. Sehn.*-) Gestalt gestreckt, Kopf und Vorderrumpf breit, niedergedrückt, er- sterer mit scharfen Leisten und Dornen bewaffnet. Hinten wird der Kör- per subcylindrisch bis compress. Mund endständig, weit, mit meist sehr kurzen, gleichmässigen Sammtzähnchen in beiden Kiefern, an Pflugschaar und Gaumenbeinen. Die Binde des Zwischenkiefers ist namentlich vorn *) Bleeker stellt diese Gattung oder die Familie entsprechenden Namens zwischen seine Fi- stularioidei und Callionymoidei. denen dann die Percis, Eleotris und Gohms folgen. Auch Kner neigt sich zu dieser Einreibung. Ein Plati/cephalus iiat allerdings auffallende Aehslichkeit mit Callio. nyrmis, weshalb auch Linne beide zusammenstellte. Indess hat Platycephalns im Bau seiner Kopfknochen ganz den Typus der Cataphrarti Cuv., selbst die Stacheln und Gräten am Kopf sind wie bei Seorpaena angeordnet. Ferner stimmen damit die cirrhösen unteren Strahlen der schief inserirten Brustflossen uud die schmale nur llstrahlige SchwanzDo33e. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 913 breiter, die beiden Kiefer vorn iu der Mittellinie durch einen schmalen zahnlosen Zwischenraum unterbrochen. Zunge vorn quer ab- oder etwas ausgeschnitten. Nasenlöcher von einander und vom Auge etwas entfernt. Der Unterkiefer ragt weit vor, die Apophyse des vorstreckbaren Zwi- schenkiefers ragt oben nicht vor, Augen stehen schief, nach oben gerichtet. Die Kopfstacheln im Allgemeinen wie bei Scorpaena angeordnet. Am Kie- raendeckel 2 Stacheln und ein ohrförmiger Hautlappen. Ein Humerus- und Scapulardorn. Keine Occipitalgrube. Körperschuppeu ziemlich klein, cte- noid, an der untern Seite auch ganzrandig. Am Kopf ist meist nur der Kieraendeckel und die Postorbital- oder Schläfengegend, zuweilen auch Stirne und Schnauze, beschuppt. 7 Kiemenhautstrahlen. Kiemenhaut bis zur Hälfte der ünterkieferschenkel gespalten, Isthmus weithin offeu, Kehlhaut breit. Seitenlinie gerade, die Röhrchen am Hinterende mit einem untern und obern Zweig. Oft ist die Hauptröhre undeutlich und es findet sich nur einer der Nebenzweige, t Rückenflossen, die vordere kurz und dünnstachlig mit abgesondertem ersten Stachel. Die Stacheln nicht heter- acanth. 2. Rücken- und die Afterflosse nur mit Gliederstrahlen. Brust- flossen mit schiefer Basis, ihre oberen Strahlen mit Ausnahme der 2 ersten gespalten, ihre unteren cirrhenartig und wurm förmig, mit der uugespal- tenen, weichen Spitze vorragend, wie bei Scorpaena. Die Bauchflossen entspringen ziemlich weit hinter ihnen, sind fast abdominal und sehr weit von einander entfernt. Schwanzflosse länglieh, gerundet, mit 11 längeren Strahlen. Pseudobranchieu deutlich, Schwimmblase keine. a) D. 1/8/11, A. 11, Kopf mit deutlichen dornigen Leisten, etwas lang. Stirne fast ums Doppelte schmäler als die Augen. Am Vomer 2 ge- trennte Längsbinden von Zähnchen. Ein kurzer Cirrhus über dem Aug- apfel, einer am vordem Nasenloch und ein ajisehnlicher platter Lappen an der hintern Ecke des Zwischendeckels unter den Vordeckelstacheln. Von letzteren ist der obere etwas länger. Zähne alle kurz, gleichmässig, nach innen biegsam. 2 Stacheln am Kiemendeckel. 1. Ruckenstachel nur 3mal kürzer als der 2., mit diesem an der Basis verbunden. 1. ''Plalycephalus longiceps/') (Ehrb.) CV., Flatycephalus tentacidatus Rp., Gth., Ku., ? Platyceph. guttatus Fl. jap.? Flatycephalus nematophthalmus Gth,, Kn. (Novara- reise S. 122). Pect. 2/11/8, L. lat. 100, L. tr. 8/26, Höhe 12, Kopf 3%, Breite ly^:! (hinter den Brustflossen), Auge 6, Stirne V/^, Schnauze ^Vi'U Präorb. IV4, 3. Rückenst. iV*:!, Schwanzfl. ey^. '^-) Nach VergleichuDg der Originalexemplare ist fl lonpüeps und Untactdatut identisch. Bd. IX. ibhandi. 103 Ci i Dr. U. B, Klun/. inger: Der ziemlich lange (fast doppelt so lange als breite) Kopf ist an der vorn abgerundeten Schnauze sehr flach. Auge etwas länger als hoch. Kopfliuie gerade, kaum gesenkt. Es linden sich folgende Erhabenheiten am Kopfe: Suborbitalleiste sehr schwach, nur in der Mitte mit einem Dorn bewehrt. Oberaugeuhöhlenrand fast geradlinig, von beiden Seiten parallel, schneidend, vorn mit einem, hinten mit mehreren Dornen. Stirne in der Mitte flach. Vertex verlängert, flach, mit 2 nach hinten convergi- renden Leistenfächern, deren Strahlen selbst, 5 — 7 an der Zahl, nach hin- ten divergiren. Dahinter ein Z, kürzerer Abschnitt, mit 3 erhabenen Läugslinieu und je einem Dorne seitlich. Zu den Seiten des Vertex eine Längsreihe entfernter Dornen, 4 au der Zahl, der letzte 5. dieser Reihe ist der lange Scapularstachel. Am Präoperculum, sowie am Operculum 2 Stacheln. Deckellappen sehr vorragend, abgerundet, etwas nach oben gerichtet. Der Oberkiefer reicht bis unter den vordem Augenrand, sein Hinterrand ist coucav. Das vordere Nasenloch dem Schuauzenabsatz näher, als dem Auge. %. Rückenflosse von der ersten nur um die Eiitferuuug zweier Strahlen getrennt. Strahlen der !2. Rücken- und der Afterflosse wenig niederer als die höchsten Stacheln. Die abgerundeten Brustflossen reichen bis unter den o. — 6. Rückenstachel und bis zum 1. Drittel der Bauchflossen. Letztere entspringen unter der Hälfte der Brusiflo-^öen, rei- chen mit ihren inneren längeren Strahlen bis zu dem Anfang der After- flosse. Die Afterflosse reicht hinten etwas weiter als die Rückenflosse, der Schwanz ist subcylindrisch. Seitenlinie nicht deutlich. Farbe: Braungrau oder graugrün mit braunen Flecken, zum Theil in Form undeutlicher Querbänder. Die meisten Schuppen und der Kopf mit schwarzen Punkten. Bauch weiss, Kehle gelblich. 1. Rückenflosse weiss, braun und gelb marmorirt und gefleckt, besonders an den Strahlen, Afterflosse ebenfalls schwarz, gefleckt, au der Basis hyalin; Brust-, Bauch- und Schwanzflosse mit grösseren schwarzen Flecken, Bauchflossen an der untern Seite grösstentheils gelblich. Arab. : Dufl*En (der sich Vergrabende) nach Rp. und Fk. Raqäd (der Liegende, Ruhende). Wird bis 80 Cm. Findet sich nicht selten im Hafen vor der Klippe. Legt sich auf dem Meeresboden viertelstundenlang und mehr unbeweglich hin, oft zum Theil in dem Sande vergraben. So fängt mau ihn mit dem Spiess. Fleisch gut, wird aber wegen der monströsen Gestalt des Fisches nicht leicht gegessen. Ich bekam immer nur diese Art. Verbreitung: Java (Kner), Japan? b) D. 1/6 — 7/13, A. 13. Kopf etwas kurz, sehr platt, mit wenig vorspringenden Leisten und Dornen. Stirne breit. Am Vomer Jiur eine schmale Querbinde. An den Zahnbinden der Kiefer sind einige Zähnchen länger. Am Vordeckel 2 gleichlange starke Stacheln. Keine Cirrhen am Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 815 Auore. Zahne an Gaumen uud Vomer in 1 Reihe, coaisch, ziemlich stark. Nur 1 Stachel am Kiemeudecbel. 1. Rückeustachel sehr klein, völlig isolirt. 2. Platyceph (litis insidiator. Cottus insidiator Fk., L. Gm., Shw., Callionymus indicus L. Gm., Cottus spatula Bl., Platycephalus insidiator Bl. Sehn., CV., Rp., Pet., BIk., F. jap., Cant., Gth., Playf., K u. =^). P. V1V6, L. lat. 100. Höhe 17, Kopf 4, Breite 3:4, Auge 6, Stirue \, Schuauze 2:1, Präorb. 1, 3. Rückenst. 2:1, Schwauzfl. 7. Kopf kurz uud gleichmässig flach, uur um Va länger als breit. Auch der Körper ist flach, sieht fast aus, wie ein Schollenfisch. Die Binde im Zwischenkiefer ist uur vorn gegen die Mitte breit, an den Seiten schmal; ihre Zähnchen sind klein, sammtformig, gleichmässig. Nur vorn jederseits neben der IVlittellinie ist eine Längsreihe grösserer couischer Zähne, von denen die hinteren die läng'eren sind. Im Unterkiefer ist die Zahnbinde schmäler, vorn nicht breiter, die Innern Zähne sind daselbst um ein Gutes grösser, sehr dicht aneinander, schräg nach innen gerichtet, aber nicht einbiegbar. Kopf grösstentheils beschuppt. Die Oberaugenhöhlengräten geradlinig, reichen weit hinter die Augen zurück und convergiren nach hinten. Die übrigen Kopfgräten, wie bei Platyc. lonyiceps^ aber schwach und wenig bezahut. Auch hier findet sich ein Nasencirrhus und ein Haut- lappen am Zwischendeckel. Oberkiefer am hintern Rande sehr schräg', etwas concav, er reicht bis unter die Mitte des ziemlich kleinen Auges« Vorderes Nasenloch in der Mitte zwischen Auge und Schuauzenfalte. Erster Kückenstachel sehr kurz, 7mal kürzer als der 2. Die Flossen, wie bei P. longieeps^ Seitenlinie wenig deutlich. Farbe: Oben dunkelbraun, unten weiss. Schwanzflosse weiss mit gelb. Obere Hälfte der Schwanzflosse mit 2 schiefen schwarzen Bändern, iititen mit einem oder zweien. Die andern Flossen haben braungeringelte Strahlen, die Ringeluug ist dichter an Brust- und Bauchflossen. Arab.: Raqäd (nach Fk.), 16 Zoll bis 1 Fuss. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis West- australien; Cap, Port Natal. Familie: Uranoscopoidei Rieh/"') Körper langgestreckt, nieder. Zähne hecheiförmig, manchmal unter- mischt mit spitzigen conischen Zähneu in beiden Kiefern, am Vomer und oft auch an den Gaumenbeinen. Stachliger Theil der Rückenflosse yiel '■') Siehe die übrigen Synonyma in Günther, Vol. II. *) Die Familie Trachinidae Gth. scheint mir zu umfassend, um scharf charakterisirt werden zu künnea. 103*^ 816 Dr. C:. R. Klunzinger: kürzer als der weichstrahlige. Afterflosse lang, ohne eigeatliche Stacheln. Bauchflossen au der Kehle, mit Vs Strahlen. Der Vordeckel ist nicht be- weglich mit dem Infraorbitalring eingelenkt, 5—7 Kiemenhautstrahleu, Keine Afterpapille. Schwimmblase meist fehlend, Gattung: Percis. Körper cylindrisch, gestreckt, nur leicht comprimirt, am Kopf etwas niedergedrückt. Schnauze verlängert, stumpf conisch. Maul ein wenig schief. Augen seitlich, etwas schief, daher etwas aufwärts gerichtet. Der Unterkiefer ragt meist ein wenig vor. Im Zwischenkiefer vorn eine Reihe stärkerer, gekrümmter Zähne, dahinter eine Binde feiner, hecheiförmiger, die auch auf die Seiten reicht, aber hier sehr schmal ist. An den Seiten des Oberkiefers eine gedrängte äussere Reihe kleiner, conischer Zähnchen. Am Unterkiefer findet sich ebenfalls eine äussere Reihe stärkerer coni- scher Zähne, die besonders vorn mitten ziemlich stark sind, zum Theil hakig, die Binde hecheiförmiger Zähne hinter den Vorderzähnen reicht kaum bis zum ersten Drittel des Unterkieferastes. Vomer mit einer que- ren Zahnbinde, Gaumen zahnlos. Zunge schmal, glatt. Am Kopf sind Scheitel, Stirne, ein Ring um die Augen, Präorbitalbein, Schnauze und Kiefer nackt, Wangen und Kiemendeckel beschuppt. Ein Nackenband. Kiemendeckel mit einem deutlichen Stachel. Nasenlöcher einander genä- hert, klein, das vordere in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenabsatz. Kiemenhaut schon unter der Brust vereinigt, so dass ein Isthmus nicht sichtbar ist, sie hat 6 Strahlen. Schuppen mittelmässig, monostich ctenoid, mit Ausnahme des Mitteltheils längs gerieft, ihr Rand bogig. Seitenlinie gerade, mit einfachen Röhren. Rückenflossen mehr weniger zusammen- hängend, mit 5 heteracanthen Stacheln, ohne Schuppenscheide und Furche. Bauchflossen gleich vor den Brustflossen, deren Strahlen alle gespalten sind. Schwanzflosse H strahlig, in den Strahlenzwischenräumen weit hinauf beschuppt. Eine Pseudobranchie. Keine Schwimmblase. Pylorusauhänge in geringer Zahl. (Hat viel mit Platycephalus gemein.) '^Pereig polyophthalma. *) (Ehrb.) CV., Play f., Percis cylindriea Rp. (nicht CV.), Percis hexophthalma (Ehrb.) CV., G t h. (Varietät), Percis caudimaculata Rp., Blk. D. 5/21, A. 0/18, P. 17, C. 11, L lat. 60, L. tr. 7/18. Höhe 7, Kopf kV'i-, Breite 1, Auge 4V2, Stirne ly^, Schnauze 1*/^ : 1, Präorb. 1, 4. Rückenst. 3, Schwanzfl. ey^. *) Der Name polyophthalma ist nicht unpassend, passt auch auf dieVarietäl hexophthalma, aber nicht umgekehrt und i^ana daher nach der Priorität, da der Name Rüppei'3 P*yc. caMcfmacw^afa später iit, belassen werden. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. S17 Scbiiauze leicht in die Quere gewölbt. Stinie massig breit. Kopf- profil leicht couvex. Kopf ly^ Mal so laug als breit. Oberkiefer reicht bis unter das 1. Viertel des Auges. Vordere Nasenlöcher mit einem kleineu Cirrhus. Vorderzähue am Zwischenkiefer jederseits gegen 8, im Unter- kiefer 3 — 4; mehrere der yordern Seitenzähne sind hauerförmig. Die Vo- merzahnbiude bildet vorn einen Winkel. Wangenschuppen sehr klein länglich und ganzraudig, die am Deckel grösser, ctenoid. Vordeckelraud ganz, gerundet. Unterkiefer ragt kaum vor. Unter dem deutlichen Kiemeu- deckelstachel ein 2., stumpfer, eckartiger. Der 4. Rückeustachel der höchste der 5. ist von Höhe des 2-, weicher Thcil der Rückenflosse gleich hoch fast doppelt so hoch als der höchste Stachel. Die Afterflossen beginnen unter dem 6. weichen Rückenstrahl und reichen hinten so weit, als die Rückenflossen. Die Brustflossen reichen bis zum After, die schmalen zuge- spitzten Bauchflossen bis zur Afterflosse, Schwanzflosse, wenn ausgedehnt, leicht gerundet. Farbe: Grüngelb, oben graulich. Bauch schmutziggelb. Zerstreute schwarze Flecken am Körper, oben kleiner und oft in Form schiefer, un- regelmässiger Linien, an den Seiten mehr länglich, oft in Form von Längs- streifen, zuweilen auch von Ocellen. Bauch ungefleckt. Zu beiden Seiten desselben 3 — 7 schwarze, gelbgesäumte runde Tropfen oder Ocellen. Kopf oben mit kleinen schwarzen Flecken getigert, die Seiten desselben bald mit eben solchen (und zwar zumal wenn die Bauchocelleu mehr als 3 jederseits sind: P. polyophthahna); bald mit schiefen schwar- zen Linien (zumal wenn es bloss 3 sind: P. hexophthalma) ''■'). Stachlige Rückenflosse vorn mit schwarzem Fleck. Rücken- und Afterflosse hyalin, weiss gesäumt, mit Läugsreihen schwarzen Tropfen, dazwischen wellige, orangegelbe Streifen. Schwanzflosse hyalin, hinten weiss; ihre ganze Mitte wird von einem tiefschwarzeu Flecken eingenommen; sonst finden sich daselbst noch zerstreute kleine, schwarze Flecken. Die übrigen Flossen hyalin. Arab.: Sibb abu robiä. 20 Cm. Nicht häufig; findet sich im Hafen in den unterseeischen Wiesen in ziemlicher Tiefe, nicht an Korallen. Verbreitung; Ostafrika bis zu den Louisiadeu. Anhangsgattung: Sillago Cuv. Dieses Geschlecht ist schwierig in das System einzureihen. Bleeker, dem auch Kner beistimmt, setzt es unter seine Sciänoiden , aber als Unterfamilie: Sciaenoidei sillaginiformes. Auch bei C V. wird diese Ver- wandtschaft schon zugegeben. Günther bringt es zu seiner Trachinidae. Richard und Gill macheu daraus eine eigene Familie Silaginoidae, Es *] Dieses allerdings auffallende Zusammeüfailen dürfte Geschlechtsunterschied sein. Speciflsche Uaterschiede 2eigea äicb ausser der genanateu Färbung keine. ^'j J^ Pr. C. B K hin z in gor- hat .Lilci"Liing-.-> Uiit beiden manches g'eiuein: mit deii SiMäiioideu (^iui eiige- reji Sinne: Günther) die Form nnd Anordnung der Rückenflosse, die schiefen Schuppen, die brusfrständigen Bauchflossen und besonders die weiten Hohlräume für die Kopfkanäle, mit den Trachiniden aber die all- gemeine gestreckte Gestalt, die lange Afterflosse, Bezahnung des Vomers, die etwas weit hinten vor sich gehende Vereinigung der Kiemenhaut, mit Percis insbesondere die spitze, etwas platte Schnauze. Der Körper ist massig compress, der Kopf conisch, etwas depress. Mund endständig, sehr klein, etwas protractil, mit kürzerem und schmäleren [Juterkiefer. Zähne hechelformig, in breiten Binden an beiden Kiefern und am Vomer. Kopf beschuppt mit Ausnahme des vordersten Theiles der Schnauze, der Kiefer, der Kehle und des Präorbitalbeines, Der Vordeckel auffallend gross und lang, mit einem breiten, durch eine scharfe Leiste abgesonderten Randtheile. Der Rand selbst ist kaum merkbar gezähuelt. Kiemendeckel mit einem Stachel. Nasenlöcher klein, einander und dem Auge genähert. Augen seitlich, senkrecht oder ein wenig schief; 6 Kie- meuhautstrahleu. Die Kiemenhaut ist bis zur Ecke des Zwischendeckels gespalten. Körperschuppen mittelmässig, auffallend schräg, ctenoid, Seiten- linie fast gerade, mit einfachen Röhren. 2 Rückenflossen, die 1. mit 9 bis 12 sehr schlanken, meist biegsamen Stacheln, die 2. lang*, vorn mit einem Stachel. Ein oder zwei der vordersten Rückenstacheln meist besonders weich und biegsam (ausser bei Sil. chcndropus)., nicht stachelartig, aber ungegliedert. Afterflosse so lang als die 2. Rückenflosse. Schwanzflosse mit 15 längeren Strahlen. Schwimmblase einfach. Pylorusanhänge in ge- ringer Zahl. Pseudobranchien vorhanden. -'Sillago sihama, Atherina sihama Fk., Sciaena malaharica Bl. Sehn,, Platycephalus sihamus B\. Sehn., (Russ.), Sillago sihama Rüpp., Günth., Playf., Sillago acuta C V., Blk., Kn., Sülago erytliraea C V., Sillago malaharica Cant., Blk. D. 11 1/20, A. 1/22—23, V. 1/5, P. IG, C. 15, L. lat, 70, L, tr. 6/9, Höhe 6V4, Kopf 474, Breite 1%, Auge 'i%, Stirne \%. Schnauze IV^H, Präorb. 1, 2.-3. Rückenst. IV5, Schwanzfl. 5. Körper ziemlich compress. Kopfprofil vorn steiler. Schnauze ziemlich lang, unten platt, fast in die Quere gewölbt. Stirne etwas breit, platt. Augen etwas länger als hoch. Der Oberkiefer reicht bis zur Hälfte der Schnauze. Ein Perus unter dem Kinn, Vordeckel kaum merklich gezähnt, mit abgerundetem Winkeltheile. Kopfschuppen gross, ganzrandig. Seiten- linie gerade, doch erst am Schwänze kommt sie in die Körpermitte. Sta- cheln der 1. Rückenflosse sehr schlank, biegsam, die 2. Rückenflosse der ersten sehr genähert. Die vorderen Gliederstrahlen höher als die hinteren, f ynopsis der Fische fies Rothen Meeres. Q[Of aber um ein Gutes niederer als die höchsten Stacheln. Afterflosse von gleicher Höhe und Ausdehnung als die 2- Rück« nflosse. Brust- und Bauch- flossen kurz; erstere reichen bis unter den 7. Riickenstachel, letztere gleichlang, liegen aber um ein weniges weiter zurück. Der Bauchflosseu- stacliel weich, biegsam. Schwanzflosse ausgeschuitteu. Farbe: Gelblich, gegen den Bauch fleischfarben. Eine silbrige schimmernde Längsbinde durch die Körpermitte. Flossen hyalin. Arab.: Böluk, nach Fk. Sjhämi. 12 Cm. Nur 1 Exemplar kam mir vor. Verbreitung: Ostafrika bis China. Familie: Polynemoidei Gth. Diese Fische vereinigen in sich Merkmale von Sciänoiden, Sphyrä- noiden, Uranoscopoiden, Scomberoiden, ja selbst Clupeoiden. Körper lang'gestreckt, comprimirt. Schuppen cteuoid. Mund lang, Schnauze gewölbt, den Mund überragend. Kiemenhaut bis hinter das Kinn gespalten, mit 7 Strahlen, Hecheiförmige Zähne an Kiefern, am Gaumen und oft auch am Vomer. 2 Rückenflossen. Die 2. Rücken-, die Schwanz- und Afterflosse mit kleineu Schuppen bedeckt. Unter den Bauchflossen mehrere lange, fadenförmige, gegliederte, freie Strahlen. Baucliflossen fast abdominal, mit 1/5 Strahlen. Kopfknocheu mit ent- wickelten Hohlräumen für die Kopfkanäle, Die Seitenlinie erstreckt sich über die Schwanzflosse. Bis jetzt sind noch keine Arten dieser Famile aus dem Rothen Meere bekannt. Familie: JSphyraenoidei Agass., Blk., Gth. Körper sehr lauggestreckt, subcylindrisch, mit kleinen abfälligen Cycloidschuppen bedeckt. Schnauze und Mundspalte lang. Kinn vorste- hend, Zwischenkiefer nicht vorstreckbar. Zähne meist seitlich stark abge- plattet, schneidend, mehr weniger spitzig dreieckig. Im Zwischenkiefer finden sich vorn jederseits in einiger Entfernung hinter einander 2 län- gere, meist etwas gekrümmte, schneidende Zähne. Au den Seiten dieses Kiefers ist eine Reihe dichtstehender, sehr kurzer, conischer oder schnei- dender Zähnchen. Am Unterkiefer sitzt auf dem hinteren Theile der Symphyse in der Mittellinie ein gewöhnlich etwas nach rückwärts ge- richteter längerer schneidender Zahn und an den Seiten eine Reihe massig langer, nicht gedrängter, schneidender Zähne. Voraer zahnlos, dagegen befindet sich in jedem Gaumenbeine eine Längsreihe von langen, hinten kurzen, schneidenden Zähnen. Zunge schmal, von Längsreiheu sehr kleiner Zähnchen rauh. Nasenlöcher dem Auge genähert, das hintere 020 Dr. C. B. Klnnzinger: grössere bildet einen schrägen Spalt, das vordere kleinere liegt etwas nach innen und oben vom hinteren, l^ippen zeigen sich oben nur hinten, unten auch an den Seiten, Die Kiemenhaut ist bis zum liinteren Drittel der hingen ünterkiefersclienkel gespalten, sie hat 7 Strahlen. Augen seit- lich, ziemlich gross. Am Kopfe sind Stirne, Schnauze, Kiefer, Präor- bitalbein, Randtheil des Vordeckels, Kehle nackt. Nur der hintere schräge Rand des Unterkiefers trägt einige Reihen grösserer Schuppen. Es findet sich eine Spur von einem Nackenbande. Seitenlinie mit kurzen, einfachen Röhren, ,2 weit entfernte, kurze nackte Rückenflossen, die erste aus einer Furche sich erhebend, mit schlanken, leicht heteracanthen Stachelu, die zweite an der Basis beschuppt, mit gegliederten Strahlen und einem un- gegliederten davor. Bauchflosson, mit 1/5 Strahlen, hinter den Brust- flossen, abdominal, ziemlich gegenüber der 1. Rückenflosse. Die After- flosse ist kurz und sitzt ungefähr der 2. Rückenflosse gegenüber, der sie sehr ähnlich ist. Brust- und Bauchflossen kurz, über den letzteren eine lange zarte Spornschuppe. Schwanzflosse etwas lang, tief gegabelt, Basaltheil in der Mitte weithin überschuppt. An den Seitengabeln ziehen sich die Schuppen nur zwischen den Strahlen hin. Pseudobrauchien vorhanden, Schwimmblase gross, vorn zweitheilig, Pylorusanhänge in grosser Zahl. Die Sphyränoiden stehen natürlicher in der Nähe der Scoraberoiden, als in der der Percoiden. a) Hinterrand des Vordeckels gebuchtet und sein gerundeter Winkel hinten stark ausgezogen. Kiemendeckel ohne Stachel. Der Oberkiefer endet schon weit vor dem Auge. Die kleinen Zähnchen an den Seiten des Zwischenkiefers senkrecht, conisch, kaum platt. Präorbitalbein am unteren Rande scharfwinklig ausgeschnitten. Schuppen ziemlich gross. 1. '^Sjt/tyraena obtusata. C V. (Ren., Val.), Cant., Blk., Günth., Kn., Playf., Sphyraena ffavicauda Rüpp.*). D. 5 1/9, A. 1/9 oder 2/8, P. 14, C. 17, L. lat. 85, L. tr. 8/12; Höhe 8—9, Kopf H%, Breite IV4, Auge 5— 5%, Stirne 1%, Schnauze 2V4— ^Vzil, Präorb. IV4, 1. Rückenst. IV5, Schwanzflosse 7V2. Körper subcylindrisch, Kopfprotil fast geradlinig. Kinn kurz, stumpf, bei Jüngeren (von 6 Cm.) vorn fleischig. Die schräge Gräte auf dem Präorbitalbeine vor dem Auge und die fächerförmig herablaufenden Linien gut entwickelt, Auge gross. Oberkiefer reicht bis unter das vordere Nasenloch, es hat an seinem oberen Rande einen starken winkelartigen Vorsprung und ist an seinem Hinterrande schräg abgerundet. Die *) ist nach directer Vergleichung mit obtusata gleich. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. g21 Schaauzeiifurelie, oder die Furche zwischen eig-entlicher Schnauze und Zwischenkiefer bleibt vorn durch die Apophyse des Zwischenkiefers ge- trennt. Auf Stirne und Schnauze 2 deutliche Läug'sleisten, die hinten am Scheitel convergireud sich verlaufen. Deckel vor der Basis der Brust- flossen gebuchtet. Die Schuppen (wie bei den andern Arten) cycloid, bis an den Rand coucentrisch und am vorderen bedeckten Theile dicht längs- faltig (nicht ctenoid, wie BIk. sagt). Die Schuppen der Seitenlinie sind herzförmio-, haben in der Mitte des Hinterrandes einen kleineu Einschnitt und sitzen viel fester als die übrigen abfälligen Schuppen. Die Brust- flossen sind kurz, IV4 'u der Körperhöhe enthalten. Die Bauchflosseu sitzen in der Mitte zwischen der Insertion der Brust- und der der Rücken- flosse. Letztere ist bald über, bald hinter, bald etwas vor der Spitze der Brustflossen inserirt (daher die verschiedenen Angaben der Autoren). 2. Rücken- und Afterflosse durch Verlängerung ihres hinteren Strahles ausgeschnitten, die Afterflosse beginnt unter dem ersten Drittel dieser Rückenflosse. Schwänzflosse , wenn ausgestreckt , ziemlich tief aus- geschnitten. Farbe: Rücken dunkelgrau bis meergrün. Seiten und Bauch silbrig. Seitenlinie to mbakf ärbig. Unter derselben eine go Idgelbe Längs- binde vom Auge oder Mund bis zum Schwänze. Iris messinggelb. Flossen gelblich-hjalin, Bauch- und Afterflossen röthlich. Schwanzflosse grüngelb. Arab.: Suragan oder Subr agam (Ruthe der Möve). 40 Cm. Sehr gemein. Bloss im Hafen, nicht auf der Klippe. Bei Nacht sollen sie auch in\s oflene Meer hinausgehen. Sie zeigen sich gewöhnlich in Schwärmen bis zu tausendeu. Sie dienen als gewöhnlichste Lockspeise. Das Fleisch wird nicht gern gegessen, da es grätig ist. Diese Fische werden mit dem Netze, selten mit der Angel gefangen. Sie fressen kleine Clupeoiden, die sie mit schnappendem Geräusche fassen. Die grösseren unterscheiden die Fischer als Suragan abiad, ohne dass sich irgendwie ein Unterschied fände. Die Sphyränen sind gute Schwimmer, wie die Scomberoiden, daher auch weit verbreitet. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. b) Hinterrand des Vordeckels nicht gebuchtet, sondern gleichmässig o-erundet. Kiemendeckel mit deutlichem Stachel und einem schuppen- artigen Eckdorn darüber, der von dem Stachel durch eine kleine Bucht getrennt ist. Der Oberkiefer endet unter oder etwas hinter dem vorderen Augenrande. Die Zähnchen an den Seiten des Zwischenkiefers platt, schneidend und meist schief anach hinten gerichtet. Präorbitalbein am unteren Rande concav, weit gebuchtet oder sehr flach stumpfwinklig. 0;) Kinn meist kurz, schräg abgestutzt, Schuppen ziemlich gross (L. tr. ii/ii), Augen etwas klein. Kieraendeckel gegen oben schräg ab- gestutzt. Schwanzflosse nicht tief ausgeschnitten, bei Individuen mittlerer M, XX. Äbhandl. 104 OOQ ^^- ^" R KInnzinger: Grösse ist der Hiuterrand unter uud über dem Mittelaussclinitt Sf'örmip; gebogen, bei sehr Grossen ist er 3facli winklig ansgeschnitten. Körper ziem- lich compress. Die Leisten auf dem Kopfe und die schräge Präorbitalleiste streifig. Stirne breit, breiter als das Auge. 2. '^Sphyraena äff am. Esox sphyraeria Fk., Sphyvaena agam Rüpp., Güntli., Play f., Sphyr. aff'mis Rüpp. '^) D. 5 1/9, A. 2/8. P. 13, L. lat. 85. Höhe 7%, Kopf 3*A, Breite 1%, Auge 672, Stirne 1V,:1 bis 1%:1, Schnauze 3 : 1, Präorb. 1%, 2. Rücken- stachel iVit Schwanzfl. 6. Die Figuren am Präorbitalbeine sehr deutlich, aber kurz. Auch das vordere Ende des Zwischenkiefers neben der Apophyse ist gestreift. Die Schnauzenfurche reicht vorn lange nicht bis zur Mittellinie. Seiten- linie über der Brustflosse etwas schräg, dann horizontal. Die Körper- schuppen zuweilen, besonders bei Grösseren, je von einem Kranze kleiner Schüppchen umgeben. Die stark haftenden Schuppen der Seitenlinie sind meist hinten in ein Läppchen ausgezogen. Die 1. Rückenflosse beginnt etwas vor dem Ende der Brustflossen, über dem ersten Drittel der Bauch- flosseu. Die %. Rückenflosse ist vorn etwas höher als die 1.; ihr Rand bald schief, bald ausgeschnitten. Die Afterflosse beginnt unter dem ersten Drittel der 2. Rückenflosse. Farbe: Weiss, gegen den Rücken grau oder meergrün, welch' letztere Färbung sich nach unten in Form querer Lappen, Auszackun- gen oder Flecken herabzieht, die sich nicht unter die Seitenlinie herab erstrecken. 1. Rückenflosse graugrün. Brust- und Bauchflosseu hyalin. Die 2. Rücken-, After- uud Schwanzflosse schwärzlich, an den beiden ersteren die Ränder uud Spitzen, an letzterer die Spitzen weiss. Die Zwischenhäute der Kopfknochen und der häutige Rand des Kiemen- deckels schwärzlich. An der Basis der Schwanzflosse gegen oben oft ein schwarzer Fleck. Arab.: Agam (Möve"), 25 Cm. bis 2 Meter. Ist ein gefrässlger Raub- fisch, lebt im offenen Meere. Bei der Fluth geht er auch zuweilen auf die Klippe, kommt oft mit Cybium Commersonii zusammen vor uud hat auch dessen Natur: er zerbeisst wie dieser die Fische, ehe er sie frisst, er beisst auch nicht selten Menschen. Frisst bloss lebende Lockspeise, wie Cybium, oder solche die ihm lebendig scheint, nämlich dadurch in lebhafte Bewegung versetzte todte ganze Fische, dass man solche au einer Leine dem stark vorwärts geruderten Schiffe nachzieht. Das Fleisch Ist geschätzt. Er ist ziemlich häufig. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. *) Ist nach tlirecten Vergleichungen im Mus. Senkenb. ein jüngerer Sph. agan'. Auch die Farben Sinti genau dieselben. Synopsis der Fische des Rothen iMeeres. 8*^^ /5) Kinn ziemlich lang, vorn gerade abgestutzt, stumpf. Schuppen mittehnässig (L. tr. 15/16). Kiemendeckel gegen oben fast vertioal abge- stutzt. Schwanzflosse tief ausgeschnitteu. Körper etwas compress. Auge gross (6), Stirne breit (1). Kopfleisten schwach und flach Präorbitalleiste stumpf, schräg, Körper schlank, laug. 3. ''Sp/ti/raena qem'e Klz. D. 5 1/9, A. 1/9, P. 14, L. lat. etwa 140; Höhe 9, Kopf 4, Schnauze 3:1, Präorb. tVj^ 1. Rückenst, 1'/^, Schwanzfl. 6. Der Oberkiefer reicht bis unter das erste Drittel des Auges, er ist hinten oben vertical abgestutzt und daselbst etwas concav. Die Schnauzen- furche vereinigt sich von beiden Seiten. 2. Rücken- und die Afterflosse mit concavem Rande. Farbe: Silbrig, oben graugrün (wie alle SphyräncMi}. Die Aus- zackungen oder Lappen der dunklen Riickenfärbung steigen etwa über die Seitenlinie herab. Alle Flossen schwärzlich. Arab. : QcnTe soda (schwarze Qenie). 1 Meter. Im ofl^enen Meere. Nicht selten im Winter. Frisst, nach den Angaben der Fischer, auch bloss lebende Lockspeise, zerbeisst die Beute aber nicht vorher, wie Sph. agam, sondern verschluckt sie gleich. Anhang: Ein diesem sehr ähnlicher Fisch, Qenie befla oder safra (weisse oder gelbe Qenie) genannt, unterscheidet sich (es liegt mir nur 1 Exemplar vor) dadurch, dass die Schnauzenfurche von beiden Seiten in der Mitte nicht zusammenläuft, sondern dass sie durch einen kleinen Zwischenraum getrennt bleiben; auch reicht der Oberkiefer kaum hinter den vorderen Augenrand und er ist hinten oben geradlinig schräg abge- stutzt. Die Farbe wie bei Sph. qenie.) etwas heller, besonders sind die Flossen hellgelblich, die Seitenlinie leicht röthlich. Diese Form (Varietät?) soll mehr in der Tiefe sich aufhalten. y) Kinn etwas lang und durch einen fleischigen Anhang vorn spitzig. Schuppen klein (L. tr. 38— 40). Kiemeudeckel gegen oben fast vertical abge- stutzt. Schwanzflosse, die 2. Rücken- und die Afterflosse tief ausgeschnitten. Körper fast cylindrisch. Auge ziemlich gross (SV^), Stirne schmal, schmäler als das Auge (IV^). Kopfleisten deutlich; es sind hauptsächlich 2 Längs- leisten vom Scheitel bis zur Apophyse des Zwischeukiefers. Präorbital- leiste fast vertical. Die Schnauzenfurche läuft vorn in einem Winkel oder Bogen von beiden Seiten ganz oder fast zusammen. Oberkiefer reicht bis unter den vorderen Augeuraud und ist hinten oben gerade abgestutzt. 2. Rückenflosse nicht höher als die 1. 4. '^Sphyraena Jello. Esox sphyraena minor ß Yk. (Russ.), CV., Rüpp., Blk., Caut., Günth., Playf., Kn. 104* QOX '^''- ^' ^ Klunzinger: D. 5 V19, A. 2/8, P. 15, L. lat. gegen 130, L. tr. 18/20; Höhe 972, Kopf 4, Breite iVg, Schnauze 2V2, Präorb. % 2. Rückeustachel iVg, Schwaiizfl. 6. Farbe: Seiten silbrig, Rücken grüngrau bis meergrün, mit gegen i5 Auszackungen der dunklen Rückenfärbung, welche bogig oder gekniet sind und über die Seitenlinie herabsteigen, aber hier sehr obsolet sind. Die Flossen grünlichbraun, Bauchflossen weisslich. Die 2. Rücken- und die Afterflosse an der Basis heller, die Schwanzflosse an den äusseren Rändern dunkel. Arab.: Rotän, nach Fk. Djad. 50 Cm., selten grösser. Ziemlich häufig. Verbreitung: Ostafrika bis Java, Cap. Familie: IViLig'il oidei Cuv. Körper länglich, cylindrisch bis etwas compress, mit ziemlich grossen Schuppen. Kopf und Vorderrücken breit. Mund etwas klein, mit keinen oder sehr schwachen Zähnchen. Zwischenkiefer leicht vorstreckbar, Deckelstück unbewafl:'net. 4 Kiemen. Kiemenhaut bis hinter die kurzen Unterkieferschenkel gespalten, mit 5 — 6 Strahlen. 2 kurze Rückenflossen, die i. mit steifen ungegliederten Strahlen oder Stacheln und weit hinten in oder etwas vor der 2. Körperhälfte beginnend. Afterflosse der 2. Rücken- flosse mehr weniger gegenüber. Brustflossen über der Körpermitte inserirt, kurz, spitz. Bauchflossen mit 1/5 Strahlen, abdominal, vor der 1. Rücken- flosse stehend. Schwanzflosse mehr weniger ausgeschnitten. Augen etwas gross. Diese Familie, aus den Atherinidae und Mugilidae Günther^s und Bleeker's bestehend, welche aber ihrer vielen gemeinschaftlichen Charaktere wegen sich besser als ünterfamilien oder Gruppen unter- scheiden, steht den Sphyraenoiden nahe, und ist daher hier am füg- lichsten einzuschalten. I. ünterfamilie: Mugilini. 24 Wirbel. Vordere Rückenflosse mit 4 Stacheln. Kopf grössten- theils beschuppt. Afterflosse mit 3 Stacheln. Gattung: Mugil (Linne). Körper compress, vorn etwas cylindrisch. Maul etwas quer, hori- zontal, kurz. Zähne, wenn vorhanden, cilienartig, nur an den Kiefern. Die etwas abfälligen Schuppen sind nicht eigentlich cjcloid, sondern machen einen Uebergang in die ctenoide Structur: am ganzen freien ofFen liegenden Theil, besonders aber an der Randzone, sind sie nämlich Synopsis der P'ische des Rotiifn Meeres, 8? 5 meist rauh, feinkörnig und einige der Körnchen ziehen sich am freien. Rande in kleine Spitzchen aus , oder der Rand ist häutig und oft un- regelmässig zackig. An den meisten Schuppen befindet sich am freien Theile eine Längsfurche, die zuweilen auch schief verläuft an gewissen Stelleu (diese Furchen ersetzen wohl die fehlende Seitenlinie). Alle Flossen, ausser der 1. Rückenflosse, meist beschuppt, letztere aus einer Furche sich erhebend, 2. Rücken- und Afterflosse mit Basalschuppen- scheide, Sporuschuppen finden sich oft über der Brustflosse und am Rücken neben der 1. Rückenflosse. Zunge mit ihrer Basis verwachsen, öfter rauh. Der Vordeckel hat (bei allen von mir untersuchten Arten) einen vorge- zogenen ohrförmigen Winkel und zeigt mehrere (5—6) seichte strichartige Vertiefungen in seiner häutigen Raudzone. Von den Nasenlöchern ist das hintere grösser, quer. Der Unterkiefer springt in der Mitte meist vor und greift in eine Vertiefung des Zwischenkiefers ein. Die oberen Schlnnd- knochen sind zu weichen Polstern umgebildet. Blinddärme kurz, aber weit, Schwimmblase dünn. Am Auge oft vorn und hinten eine fettige oder hyaline Masse. a) Oberlippe zusammenhängend mit einfachem Rande. Unterlippe mit deutlichem Höcker in der Mitte. aa) Kiel der Unterlippe doppelt, ^höckerig oder sattelförmig. Unterlippe horizontal ausgebreitet, dünn, blattartig, a) Oberlippe hoch (2mal im Auge enthalten), mit warziger Rand- zoue an der Ausseufläche, Unterlippe am Rande gekerbt oder gefältelt. Stirne sehr leicht convex. Oberlippe subvertical, leicht gewölbt, dick; ihr Unterrand bildet in der Mitte einen Einschnitt oder stumpfen Winkel, dessen Schenkel etwas nach unten convex sind, Zunge vorn und in der Mitte und zu den Seiten mit einem rauhen Plättcheu. Präorbitalbein am vorderen eingebuchteten und geschweiften Rande ganz, am hinteren ab- gestutzten sehr fein gedörnelt, Oberkiefer ganz unter dem Präorbitalbeine verbergbar. Hinteres Nasenloch breit, quer, vom Auge soweit entfernt als vom vorderen. Keine Fettmembran am Auge. Vorderster Theil der Schnauze nackt, doch zeigen sich einige Schüppchen am Präorbitalbeine und hiuten an den Schenkeln des Unterkiefers. 6 vertiefte Striche am Vordeckel, Grube am Zwischenkiefer für den Höcker des Unterkiefers nicht tief. An den Seiten der Brust einige subverticale Striche an den Schuppen. Die Brustflossen reichen nicht ganz bis zur 1, Rückenflosse, sie sind etwas kürzer als der Kopf. Die Stacheln der 1. Rückenflosse ziemlich schlank und biegsam. 2. Rücken- und Afterflosse tief aus-^e- raudet, ziemlich genau gegenüberliegend, von der Höhe der 1. Rücken- flosse. Schwanzflosse tief ausgerandet, mit etwas langen Gabeln. g26 t>r. C. B. Klunzinper: 1. 'ßltf^fi crenilabis. I k., CV., Güuth., Rüpp., Kn. D. 4 1/8— y, A. 3/9, P. VI 6, C. 13—14, L. hit. 40-42, L. tr. 12 bis 13; Höhe 5, Kopf 5, Breite 1V^ (Kopfbreite in der Kopflänge IV2), Auge 4, Stirne V/i''\, Schnauze 1'/^, Päorb. '2, 1. Riickenstachel 2, Schwanz- flosse 5. Die Warzen an den Lippen entwickeln sich oft stärker und läppen sich wieder; die gegen den Rand sind die längeren. Auch hinter dem Rande der Unterlippe finden sich oft Warzen oder lappige Cilien. Der Mund ist doppelt so breit als das Auge. Farbe: Silbrig, gegen den Rücken grau, im Leben daselbst bläu- lich, Brustflossen grünlich-hyalin, Bauchflossen weiss, die übrigen bläu- lich oder grünblau. Oberlippe grauschwarz. Brustflossen am oberen Basiswinkel mit schwarzem Flecken, die ganze Basis innen ist schwarz. Arab. : Arabi (Gattungsname für ^\\c 3Iuyil). Diese Art speciell heisst Geläna, die .Tungen Herri. 28 Cm. Eine der häufigsten Arten. Verbreitung: Nikobaren (Novarareise). Lebensweise (nach Angabe der Fischer): Die Mugilarten leben im Hafen und auf der Klippe, meist schwarmweise, mit Upeneus^ Gerres und andern zusammen. Mit diesen kommen sie auch mit der Fluth gegen das Ufer und kehren mit der Ebbe zurück, das Niederwasser suchend, wohin ihnen die grösseren Raubfische Jiicht folgen können. Die Laichzeit beginnt Ende März und dauert gegen 2 Monate. Nach dieser Zeit erscheinen sie nur in kleineren Trupps bis etwa 10 und sind dann, wie alle Fische nach der Laichzeit, mager und schwach. Im Winter bei starker Kälte und im Sommer bei starker Hitze sollen sie die flachen Korallgruben verlassen und sich in der gleichmässiger temperirten Brandungslinie aufhalten. Weiter als über den Klippenabhang wagen sie sich nicht leicht iu's ofl'ene Meer hinaus. Nie gehen sie in die Tiefe. Man sieht ihre Schwärme oft eine Strecke über dem Wasser hinhüpfen. Diese Fische fressen hauptsächlich Schlamm und Sand (mit den darin enthaltenen organischen Theilen). Nach einem Regen, wenn ein Gebirgsbach sich in das Meer stürzt und viel Schlamm ins Meer bringt, sind sie besonders häufig und sammeln sich im Hafen. Sie grundelu, den Körper horizontal haltend. Diese Fische fassen die Angel nicht und werden nur mit dem Wurfiietze im seichten Wasser gefangen. Das Ringnetz soll nicht viel nützen, da sie über dasselbe hinausspringen, während sie, wenn sie das Wurfnetz über sich fühlen, alle zusammen aufspringen und sich dann im Netze verfangen. Das Fleisch ist gut, wird auch zum Einsalzen benützt. Sehr viele Individuen haben im Munde Schmarotzerkrebse (^Aega). Synopsis der Fische des Rothen Meeres. or»»* ß) Oberlippe nieder (4mal Im Auge enthalten), mit Cilieu die nur unter der Loupe sichtbar sind, an der Unterlippe sind diese ein wenig deutlicher, oft fehlen sie ganz. Muudspalte geradschenklig, stumpfwinklig. Schnauzenrücken nur ganz vorn über dem Lippenrande nackt. Oberkiefer nicht versteckbar. Präorbitalbein am unteren vorderen Rande nicht oder kaum ausgeschweift, kerbig, am hinteren Rande deutlicher gezähnt. Vor- deres Na.senloch der Schnauze mehr genähert. An den Seiten der Zunge je 2—3 schmale längliche Rauhigkeiten. Fetthaut am Auge gering, vorn deutlicher. An den Schuppen der Brustseiten sind einige Striche subver- tical. Die Brustflossen reichen bis unter die 1. Rückenflosse, sie sind von der Länge des Kopfes. Die Rückenstacheln ein wenig biegsam. 2. Rücken- und die Afterflosse ausgerandet, einander gegenüber, vorn so hocli als die 1. Rückenflosse. Die Afterflosse ein wenig höher. Schwanzflosse tief ausgerandet. % ßlitffil seheli. F k. MuLjil axillaris (C V?), B 1 k., G ü u th., Mugil cylindricus (C V ?), Bik., Muail parsia Blk. D.4 1/8, A.3/9, P. I/Iß, C. 14, L. lat. 39-42, L. tr. 12-13, Höhe 5-6, Kopf 5, Breite 1%, Auge 4, Schnauze 1^/^:1, Stirne 2:1, Präorb. 2%, 1.~2. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5, Mund 1%mal breiter als das Auge. Farbe: Silbrig, oben dunkelgrau. Brustflossen gelblich-hjalin, am oberen Basiswinkel mit schwarzem Flecken, innen ist die ganze Basis schwarz. Flossen grau-hyalin, Schwanzflosse mit schwärzlichem H i n t e r r a n d e. Arab.: Seheli. 35 Cm. Verbreitung: Mauritius, Java. (Lst im Mus. Senken b. als Mugil tade bezeichnet). y) Oberlippe nieder (4mal im Auge enthalten), mit feinen, nur unter der Loupe sichtbaren Cilien, an der Unterlippe kaum bemerkbare Cilieii. Mundspalte geradschenklig, recht- bis stumpfwinklig. Pr äo r bi tal beiu deutlich gezähnt und gebuchtet mit gerundetem, bezahntem Hinter- rande. Die beiden Nasenlöcher an Grösse wenig verschieden. An den Rändern der Zunge einige Rauhigkeiten. Keine Fetthaut am Auge Einige wenige schräge Striche an den Schuppen der Brnstseite Die Brustflossen, kürzer als der Kopf, reichen fast bis unter die 1 Rücken- flosse. Die Stacheln der letzteren ziemlich stark, un biegsam massig hoch. Stirne breit und platt. Die Kehlhaut zeigt sich in schmaler' kurzer hinten zugespitzt elliptischer Form. 2, Rücken- und die Afterflosse mit schiefem nicht ausgeschnittenen Rande, die Afterflosse ist der Rücken- flosse etwa.s vorgerückt. Schwanzflosse kaum ausgerandet. 828 Dr. C. B K'lii n zinffer; 3. Mitf/if wai(/H'nsis. Q, G., Blk., Güiitli., Kn., Mugil macrolepidotus Rüjjp., C Y., Caut., Magil melanochir (K. v. Hass.), C V,, Blk. D. 4 1/8, A. 3/8, W 16, L. k.t. 28, L. tr. 10; Höhe 4— 4V4, Kopf 4V2J Breite iVg, Auge 4, Stirjie "2:1, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Riickeu- stachel 2, Schwan zfl. 5. Farbe (nach Rüpp.): Nacli dem Rücken zu meergrün, nach dem Bauche zu .silberfarbig. Längs den Seiten ziehen 3 — 4 grünlich e Strei- fen, veranlasst durch die Querstriche, die sich in der Mitte jeder Schuppe befinden. Alle Flossen schmutzig-grün, gegen den Rand zu schwärzlich. Iris weisslich. ß r u stf 1 os.^e n besonders bei Jüngeren scli w^ärzlich. 16 Zoll nacli Rüpp eil. bb) Die 2 Hälften des Unterkieferhöckers biegen sich nicht nach aussen, und erscheinen daher wie 1 Höcker oder 1 Leiste. Unterlippe dünn, blattartig. of) Oberlippe mittelmässig hoch (4 im Auge), am freien Rande mit kurzen, aber mit blossem Auge deutlich sichtbaren Cilien in 2 — 3 Reihen dicht besetzt, Cilien der Unterlippe kaum mit der Loupe zu bemerken, oder felilend. Die Schenkel der Uippen bilden einen stumpfen Winkel in der Mitte, jeder ist kürzer als das Auge (IV4); der untere Rand der Schenkel der Oberlippe ist etwas nach unten convex. Zunge am Rande mit rauhen Platten. Auge etwas gross. Präorbital bein gebuch- tet, am Unter- und Hinterrand gezähnt. Oberkiefer unter dem Präor- bitalbein nicht ganz versteckbar. Stirn in die Quere fast flach. Nasen- löcher einander genähert, das vordere der Schnauzenfalte etwas näher als dem Auge. Eine hyaline, fettige Masse vor den Augen. Die Kehlhaut tritt zwischen den Unterkieferschenkeln in einer spindelförmigen oder elliptischen Figur zu Tage. Nur der vorderste Theil der Schnauze von den vordem Nasenlöchern an unbeschuppt. Die Brustflossen kurz, kürzer als der Kopf, erreichen die Rückenflosse lange nicht. Diese hat kräftige, uu biegsame Stacheln. 2. Rücken- und die Afterflosse von Höhe der ersten, kaum ausgeschnitten, die Afterflosse ist etwas länger, sie beginnt etwas vor der 2. Rückenflosse. Schwanzflosse wenig ausgerandet, mit kurzen, etwas stumpfen Seitenlappen. Au der Seite der Brust nur wenige schräge Striche. 4. -'MiiyH tafle '^) Forsk. D. 4%— 9, A. 3/9, P. 1/15, L. lat. 35, L. tr. 11, Höhe 5, Kopf 5, Breite 1%, Auge 4, Stirue iY^'A, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5V>. '■') Mugil planicepx CV. ist alinlicli, abur der Kopf flaclier und breiter, die Augen kleiuer. die Oberlippe niederer .die Nasenlöcher entfernter. Synopsis iler Fische des Rotlieu Meeres. 8*^9 Farbe: Silbrig«, oben grauschwarz, im Leben graublau, Brustflossen rötlilich-hyalin, ohne schwarzen Fleck oder Strich an der Basis. Hin- terer Rand der Schwanzflosse schwärzlich. Flossen grün- und grau- hjalin. Arab.: Täde. ^26 Cm. Verbreitung: Rothes Meer. ß) Oberlippe massig hoch (4 im Auge), aber mit langen Schenkeln, die länger als das Auge sind, einen nach unten leicht concaven Rand haben und vorn in einen spitzen oder stumpfen Winkel zusammenlaufen. Die platte Unterlippe bildet ebenfalls einen spitzigen Winkel, wird aber von der Oberlippe vorn überragt. Beide Lippen am Rand und da- hinter dicht bewimpert, die Wimpern sind an der Spitze gelb. Zunge glatt. Eine tiefe Grube vor dem Voraer. Oberkiefer nicht ganz versteck- bar. Vorderer Rand des Präorbitalbeins nicht gebuchtet, mehr weniger deutlich gezähnt, sein hinterer abgestutzter Rand meist unge- zähnt. Nasenlöcher von einander entfernt, vorderes dem Schnauzenabsatz viel näher als dem Auge. Die Kehlljaut zeigt sich in gestreckt elliptischer, vorn gerundeter, In'nten lang zugespitzter Form. Koj^f in die Quere fast flach. 5) vertiefte Striche oder läicken am Vordeckel. Augen zum grössten Theil von einer hyalinen, gelatinösen Haut überzogen. Einige wenige Striche an den Seiten der Brust schräg. Brustflossen etwas kurz, viel kürzer als der Kopf, sie erreichen die Rückenflosse nicht. Die Rückenstacheln istarr, mittelmässig stark. 2. Rücken- und die After- flosse ausgerandet, die Afterflosse um ein weniges länger und früher be- ginnend. Schwanzflosse massig ausgerandet. 5. '^Mugil oenr. Fk., Rp. (Ren. Valent.), Magil cephalotus CV., Cant., Gth., Eyd. et Soul., Mugil japonicus F. japou.. Rieh., Blk.. Mugil macrolepidotus Rieh, (nee autor.). D. 4 1/8, A. 3/8, L. lat. 42, L. tr. 13, P. 1/16, Höhe 5, Kopf 5, Breite 1^^, Kropfbreite ly^, in seiner Länge entljalten. Auge 3V4, Stirne ly, :1, Schnauze 1, Präorb. iy2, 1. Rückenst. 2, Schwanzfl. 5. Farbe: Silbrig, oben blaugrau. Die Basis aller Schuppen, ausser derer am Bauch, bräunlich betüpfelt, wodurch bräunliche Längslinien entstehen. Flossen grüngrau hyalin, Bauchflossen weiss. Brustflossen gegen den Hinterrand zu schwärzlich, letzterer selbst hyalin. An der Basis dieser Flosse aussen^ steigt ein schiefer schwarzer Strich herab. Arab.: Oür. 26 Cm. Verbreitung: Bis Japan. y) Oberlippe ziemlich hoch (t^/i — 3 im Auge). Keine Cilien an den Lippen bemerkbar (wenigstens an den vorliegenden % kleinen Exemplaren Bd. XX. .ibhandl. ^Qg g30 ^^ ^' ^ Klunzinger: im Mus. Senkeub.). Die Winkel der Lippenhälften sehr stumpf, und diese Schenkel sind etwas kürzer als das Auge. Vorderer Rand des Präorbital- beines sehr leicht gebuchtet, gezähnelt; ebenso der hintere Rand "). Keine Fetthaut am Aug-e. Viele Striche an der Brust vertical. Rückenflosse massig biegsam. Brustflosse kürzer als der Kopf (? ist bei den vorliegenden Exem- plaren nicht yoUständig). 6. Muyil ctinesius CV. (?), Rp. Farbe: Wie gewöhnlich weiss, oben grau. Brustflossen ohne schwar- zen Basalfleck oder Strich. b) Oberlippe am untern Rand und an den Seitenwinkeln in manch- fache Lappen zerschlitzt. Unterlippe in der Mitte breit, ausgerandet, ohne merklichen Mittelhöcker oder Kiel. 7. ''Mngil iahiosus CV., Blk., Gth. D. 4 1/7—8, A. 3/9, P. 15, L. lat. 35, L. tr. H, Höhe 4%, Kopf 5, Breite IV^, Auge 4, Stirne 2:1, Schnauze 1, Präorb. 2, 1. Rückenstacbel 2V4, Schwanzfl. 5V4, Kopf breite IV4 in der Kopflänge. Körper massig lang, Bauch couvex. Stirne in die Quere schwach convex. Der Mund liegt hinter der Schnauze oder Oberlippe zurück. Na- senlöcher einander genähert, vom Auge etwas entfernt. Ausschnitt am Präorbitalbein ausserordentlich tief; der Hinterrand dieses Knochens ist abgerundet und gezähnt. Die Oberlippe ist dick, fleischig, convex, vertical oder etwas rückwärts gerichtet; ihre Höhe ist 2V2 im Auge und 3 in ihrer eigenen Breite. Ihr unterer, beiderseits etwas ausgeschweifter Rand ist mit kurzen, spitzigen Läppchen besetzt. Unter und hinter ihr, vor dem Vomerhöcker, findet sich jederseits von der Mittellinie eine quere, mit Papillen besetzte Hautfalte. Aehnliche, blättchenartig vorstehende, schmä- lere und breitere, mit kurzen spitzen Papillen besetzte Falten stehen, 2 — 4 an der Zahl, terrassenförmig am Mundwinkel über einander. Die Unterlippe ist flach, an den Seiten ebenfalls papillös ciliös, Zunge gegen die Mitte mit rauhen Längsplättchen. Der Oberkiefer ragt hinter dem Präorbitalbein vor. Sichtbarer Theil der Kehlhaut schmal elliptisch, fast linear. Unterkiefer schuppenlos, Schnauze nackt. 6 Striche am wenig aus- gezogenen Kiemendeckel. Keine Fetthaut am Auge. An den Schuppen der Brust wenige, etwas schräge kurze Striche. Spornschuppen meist kurz, besonders die über den Brustflossen wenig ausgesprochen. Brustflossen von Länge des Kopfes, erreichen die 1. Rückenflosse nicht. Die Stacheln der letzteren kurz, stark, nicht biegsam. 2. Rückenflosse etwas höher als die 1.; sie ist, wie die Afterflosse, etwas ausgerandet. Letztere ist länger '•■•) Die Schuppenlosigkeit des Kiemendeckels, die Rüppell erwähnt, ist jedenfalls durch Auäfalleu dcf hier sehr abfälligen Schuppen bedingt. Synopsi; der Fische des Rotben Meeres. go « als die 2. Rückenflosse und beginnt weiter vorn. Schwanzflosse schwach ausgerandet. Farbe: Wie gewöhnlich silbrig, oben blaugrau. Flossen grau. Brust- flossen am oberu Basiswinkel mit kleinem schwarzen Flecken, die Basis innen selbst nicht schwarz. Schwanzflosse gegen den Rand schwärzlich. Arab.: Abu Kscheri. %% Cm. Nicht sehr häufig. Verbreitung: Indischer Archipel. Bei Jüngeren (10 Cm.) sind die Papillen au der Oberlippe noch nicht vorhanden. Die Hautfalte darunter erscheint wie eine durch eine Furche abgetrennte untere Abtheilung der Oberlippe, und diese ist be- wimpert. Die Seitenfalten sind wenig entwickelt. So beschreiben CV. ihren Mugil labiosus '•'). Gattung: Myxus Gth. Mund schief, länger als breit, longitudinal. Deutliche spitzige Zähu- chen in einer Reihe, wenigstens im Zwischenkiefer, oft auch im Unter- kiefer und am Gaumen. Unterkieferrand scharf. Schuppen cycloid, con- centrisch gestreift bis au den Rand. Keine Spornschuppen neben den Flos- sen. Kopf grösstentheils beschuppt. 1. ''Myxus superficialis Klz. D. 4 1/8, A. 3/8, L. lat. 43—45, L. tr. 13, Höhe 47^, Kopf 47^, Breite 1%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze \^/^^ Rückenst. ^Vi, Schwanzfl. 6V2- Körper gestreckt, compress, Kopfprofil etwas convex. Stirne auch in die Quere etwas convex, kaum breiter als das Auge. Schnauze kurz, im Profil etwas spitz, sonst stumpf, bogig. Der Oberkiefer reicht etwas über den vordem Augenrand hinaus. Präorbitalbein nicht gebuchtet. Der hintere Theil seines Vorderrandes, der in den Hinterrand ununterbrochen übergeht, mit ziemlich langen Zähnen besetzt. Lippen dünn. Zwischen- kiefer mit einer Reihe deutlicher, rückwärts gekrümmter, gelbspitziger Zähne. Unterkiefer spitzwinklig; sein scharfer, etwas convexcr Rand ist leicht umgebogen und trägt feine Zähuchen, die oft etwas nach aussen, doch nicht abwärts gerichtet sind; in der Mitte vorn ist daselbst ein Höcker. Vordeckel fast rechtwinklig. Die Schuppen haben meist einige Läng-s- fältchen. Die 1. Rückenflosse in der Körperhälfte (ungerechnet die Schwanz- flosse) inserirt; ihr 2. Stachel nicht kürzer als der 1. Die \. Rückenflosse beginnt über dem 2. Drittel der Afterflosse. Die Brustflossen haben Va der Kopflänge. Schwanzflossen ausgerandet. Flossen nicht beschuppt. Farbe : Silbrig, am Rücken dunkelviolett, Flossen hyalin. 3. Cm. In Korallgrubeii, auf der Oberfläche des Wassers herum- schwimmend. Ist ähnlich den M^x. curvldens CV., aber verschieden. *) Mugil carinatus wird von CV. als aus dem R. M. stammend aufgeführt. Die Etiquelte an den Originalexemplaren von Ehrenberg im Mus, Berol. besagt aber, dass dieser Fisch aus Alexandrien ist. 105* g^C) Or. C. B Khinzinger: 2. '^ßlyccus trimacnlntas Klz. D. 3/8, A. 3/9, Höhe 4%— 5, Aiigo 'i, Stiriie l'/^, Schnauze %. ])em vorigen ähnlich. Die Stirne ist Jlacher und breiter, die Rücken- flosse hat nur 3 Stacheln. Zähne schwach, aber deutlich. Farbe: Rücken grau, oben mit 3 weisslichen Flecken, von denen der J. am Nacken, der %. vor der 1. Rückenflosse, der 3. unter der 2. Rückeuilosse liegt. Grösse ly^ — 2 Cm., kommt mit dem vorigen zusam- men vor. II. Üntert'aiuilie: Atherinini dÄtherinidae Gth.). Wirbel sehr zahlreich, mehr als 24. Vordere Rückenflosse mit mehr als 4 Stachehi. Mund mehr weniger longitudinal, etwas schräg. Zähne schwach. 6 Kiemenliautstrahlen. Afterflosse nur mit 1 Stachel. Gattung: Atheriiia Art. Gestalt subcylindrisch oder etwas compress, Schnauze stumpf. Kiefer mit schwachen Zähnchen in einer Binde, die im Unterkiefer nach und nach zu einer Reihe sich verschmälert und im Zwischenkiefer seitlich auch über die vordere oder äussere Fläche sich verbreitet. Vomerzähne in einer queren bogigen Binde. Gaumenzähne, wenn vorhanden, nur wenige, vorn. Zwischenkiefer vorstreckbar. After von der Afterflosse entfernt, zwischen Bauch- und Afterflosse. Schuppen am freien Theil glatt und ganzrandig, etwas durchsichtig', nur am vordem Theil quergestreift und statt der Längsfalten oder Radien daselbst einige Vorsprünge oder Zacken. Sie sind ziemlich gross. Der Kopf erscheint l is auf den Vertex unbeschuppt. Schup- pen der Seitenlinie je mit einem runden Porus, welcher aber an den vor- dem (etwa 9) Schuppen fehlt. Stacheln der 1, Rückenflosse sehr dünn, die Flossen sind unbeschuppt. Spornschuppen nur über den Bauchflossen. Zunge frei, glatt, Zungenbein aber gezähnelt. Der vordere Kiemenbogen oben mit langen rechenartigen Zähnen, die andern mit kurzen Zähnchen bewafi'net. Augen gross. Kopfknocheu zum Theil sehr lacunös. Kiemen- deckellappen vorstehend. Nur i Nasenloch sichtbar, klein, rund, hinter dem Schnauzeuabsatz. 1. Rückenflosse etwas weit hinten inserirt, etwa in der Körperhälfte. 2. Rückenflosse der etwas längeren Afterflosse gegen- über. Schwanzflosse ausgeschnitten. Schwimmblase gross, weit zurückrei- chend. Keine Blinddärme. cf) Körper compress. Die Apophyse des Zwischenkiefers sehr kurz, sie steht knopfartig vor. Schenkel des Unterkiefers gegen hinten ohne aufsteigenden Fortsatz. Die 3eckige Stirnleiste oben nicht flach, sondern etwas in die Quere gewölbt. Der Oberkiefer reicht bis unter die Hälfte Synopsis der Fische des Rothen Meeres. §33 des Auges. Der After zwischen den Spitzen der Bauchflossen, und eine kurze Strecke hinter dieser Höhe beginnt die 1. Rückenflosse. Gaumen- zähne vorhanden. 1. '' Äther ina pinguis. Ätherina hepsetas Y k. (necLinne), Äther, pinyiäs h?ic.^ Blk., Gth., Steind., Äther, affonls Benn., Äther, pectoraits CV., Rp., Äther. Forskdln., Rp.-), Gth. D. 6 1/9, A. VI 3, P. 1/15, C. 17, L. lat. 40, L. tr. 2/4, Höhe ^% bis 6, Kopf 472, Breite IV^, Auge 2V2, Stirue 1, Schnauze 2, Präorbital- bein vorn 2, hinten 4 — 5, 1.— 2. Riickenst. 2V4, Schwanzfl. 0V2, Breite des Kopfes in seiner Länge iy2. Kopi'profll leicht parabolisch. Stirne und Sclmauze in die Quere fast flach, uneben; es zeigen sich nämlich 5 Längserliabenheiteu, eine iiiitlli.re 3eckige, welche mit der Spitze bis zum Niveau des vorderen Augenran- des reicht, beiderseits davon eine wenig vorspringende etwas hin- und hergebogene Leiste von der Stirnmitte bis zum Nasenloch, endlich jeder- seits eine äussere, die gegen vorn vom obern Augenrande entspringt und, die Schnauze seitlich begrenzejid, von beiden Seiten etwas convergircnd, bis gegen das Nasenloch zieht. Ober- und Zwischenkiefer sehr schmal. Unterkiefer vorn abgerundet mit etwas erhobener Symphyse. Der Vor- deckel hat vor dem eigentlichen Rand einen vorderen, sehr vorspringen- den, über dem A\ inkel tief gebuchteten Rand, was mit dem lacunösen Bau der Kopfknochen zusammenhängt. Der freie Theil der Schuppen ist nicht ganz 3mal höher als lang. Die 2. Rückenflosse ist viel höher als die 1., sie beginnt über dem 1. Drittel der Afterflosse. Bauchflossen kürzer als der Kopf, erreichen die Rückenflosse lange nicht. Die Hälfte der Bauch- flossen liegt unter der Spitze der Brustflosse. SchAvanzflosse gabiig. Farbe: Weiss bis silberfarbig, Rücken graubraun. Die Schuppen daselbst schwärzlich punktirt, besonders je an der Basis, wodurch dunkle Langsstreifen entstehen, einer in der Mitte und zwei an den Seiten des Rückens. Die Schuppen der Seitenlinie oft mit einer senkrecht welli- gen Linie durch Aneinanderreihung schwarzer Pünktcheji. Durch die Mitte der Körperseiteu zieht eine breite, glänzend silbrige Längsbinde oben schön blau gesäumt. Sie nimmt die 3. Schuppenreihe ein, wo auch die Punkte der Seitenlinie sind, und die angrenzende obere Hälfte der 4. Reihe. Hinterer Theil der Stirne, vorderes Ende der Schnauze und Kinn schwärzlich. Bauch- und Afterflosse weiss hyalin, die andere^ etwas schwärzlich. Brustflossen vor der Spitze schwärzlich oder mit *) Ich kann keinen unterschied an der Aih- Forskalii finden, weder in der Färbung, denn die ßnistflossen sind bald mehr dunkel pigmentirt, bald liaben sie einen deutlichen Fleck, noch in der Stellung der Rückenflossen, worin nach Günther der Unterschied liegen soll, der iiberdiess sehr unklar ausge- drückt ist. QQi Dr. C. B. Klurizinger Synopsis der Fische des Rothen Meeres. schwarzem Fleck. Leber dem Auge oder in der weissen Iris ein schwarzer Fleck. Arab. : Kaschklisch, nach Forsk: Balama. 10 — 15 Cm. Sehr gemein^ stets im Hafen in grossen Schwärmen. Sie sind die gewöhnlichste Lock- speise. Sie werden weder frisch gegessen, noch eingemacht, wie die ihnen im Allgemeinen etwas ähnlichen Sardellen. Man fängt sie mit dem fein- maschigen Netz, das auch wohl bälamTe heisst. Die grossen unterscheidet der Fischer als abu ras (der Fisch mit dem [grossen] Kopf), sie sind aber keine besondere Art. Verbreitung: Im ganzen indischen Ocean von Ostafrika bis Neu- holland. /?) Körper fast cylindrisch, kaum compress, schlank. Apophyse des Zwischenkiefers lang, leistenartig vorstehend, reicht bis in die Querlinie des vordem Augenrandes. Schenkel des Unterkiefers gegen hinten mit hohem, aufsteigendem Fortsatz. Die Seckige Stirnerlia- benheit oben flach. Der Oberkiefer reicht etwas über den vordem Augen- rand. Der After liegt hinter den Spitzen der Bauchflo.^sen, und unmittel- bar hinter der Afterhöhe beginnt die I.Rückenflosse. Keine Gaumenzähne. % '^Aiherina cylindrica Klz. D. 6 1/9, A. 1/12, F. 17, L. lat. 42 — 45, L. tr. 6 (ohne die unpaaren Schuppen), Höhe 6y2 — 7, Kopf 5, Breite l'/*? Auge 2%, Stirne 1, Schnauze iVi, 1. Rückenst. ly^, Schwanzfl. 6, Kopfbreite 2 in der Kopflänge. Rücken mit schwarzbraunem Fleck an der Basis der Schuppen und darauf weissblaueu Punkten. Bauch weiss, mit bläulichem Schimmer. Ueber die Seiten zieht eine silbrige, oben schön blau gesäumte, nicht sehr breite Läugsbinde. Am Auge ein schwarzer, nicht sehr deutlicher Fleck. Brustflossen vor der Spitze schw^ärzlich. (Ist also in der Färbung kaum von Ath. pinguis verschieden.) Arab.: Wäsafa Kasäb. 10. Cm., selten grösser. Mit Äther, plnguis zusammen, jederzeit gemein. Synopsis der Fische des ßotheii Meeres. Von Dr. C. B. Klunzingrer. II. Theil.i) CSchluss.) Vorgelegt in der Jahressitzung vom 5. April 1871. Familie: Scomberoidei Cuv. 2) Enthält Fische von zum Theil weiter geographischer Verbreitung, meist gute Schwimmer; sie leben im offenen Meere uud im Hafen, fast nie auf der Klippe. Gruppe: Scombrini Gth. (exe Echeneis.') Gattung: Scomber (Art.) Cuv. a) Schuppen mittelmassig, Zähne sehr schwach, cilienartig; keine am Vomer und Gaumen zu bemerken. Zwischenraum zwischen beiden Rückenflossen klein, etwa der Hälfte der \. Rückenflosse entsprechend, Zunge gerundet, Schwanzflosse mittelmässig. 1. "^'Scomber Kanagurta. (Russ. 136), Guy., CV., Rp., Blk., Pet., Kn., Gth., Day. Stein- dachn. (1868). Scomher chrysozonus Rp. Gth. ^) Ich habe diesen H. Theil meiner Arbeit in mehrfacher Beziehung etwas kürzer gefasst, namentlich bei bekannten Arten. Auch habe ich von Auseinander- setzung der Familien- und Gattungscharaktere vorderhand Abstand genommen. Ich will überhaupt diese Arbeit bloss als vorläufige betrachtet wissen, die später an Ort und Stelle fortgesetzt werden soll, da ich mir die Erforschung der Fauna des Rothen Meeres zur Lebensaufgabe gemacht habe. Ich erfülle hiermit noch nachträglich die angenehme Pflicht, den Directoren der Stuttgarter und Berliner Sammlung, v. Krauss und Peters, sowie der Senken- bergischen Gesellschaft in Frankfurt meinen besten Dank abzustatten für die äusserst liberale Weise, mit der sie mir die Benützung ihrer Sammlungen gestatteten. ^) Vergl. über diese Familie Kner. Novarareise S. 149. dessen Ansichten ich beipflichte Bd. .XXI. Äbhaiidl. 5ij ^^0 Dr. C. B, Klunzinger: ich halte Sc. Kanagurta und chrysozonus für eine Art. Es g*ibt zwar eine schlankere Form (Uölie 4V^), deren Kopflänge etwas grösser ist als die Körperhöhe, und eine kürzere (Kopflänge gleich Körperhöhe, nämlich 4}*); diese Formen g*ehen aber vielfach ineinander über. Auch die Färbung gibt keinen Unterschied . Manche Exemplare im Mus. Senkenb. entsprechen der Färbung nach dem Sc. chrysozonus (Längsstreifen), der Form nach dem Sc. Kanagurta. D. 10 VH V, A. 1/11 V, C. 17, L. lat. gegen 150, Breite 2, Auge 4V2, Schnauze iVj, Präorb. IV3. Stirne 1, 2. Rückeust, 1%, Schwanzfl. SVj« Am Auge ein vorderes und hinteres Lid, das vordere vorn ge- latinös. Farbe: Rücken grünblau, metallisch schimmernd, sonst silbrig fleischfarbig. Unter der Basis der 1. Rückenflosse jederseits ein blaues Längsband mit schwarzen Tropfen. Rückengegend mit 2 — 3 Längsreihen schwarzer Tropfen und darunter einige grünbrauue Längsbänder. Hinter den Brustflossen 1 — 2 schwärzliche runde Flecken. Kopfrücken zwichen den Augen grün- oder blaugrau, schwarz gefleckt. Kopf sonst silbrig; hinter dem Auge jederseits 2 elliptische tombakschimmernde Flecken. Iris silbrig. Flossen hyalin, 1. Rückenflosse und Schwanzflosse schwarz gerandet. Arab,: Bägha. 28 Cm., erscheint periodisch. Diese Fische schwim- men in Schwärmen von Hunderten unter der Oberfläche des Wassers hin und her. Wenn sie tiefer gehen, sollen sie die Kiemenöfi'iiung schliessen? (Der Ausschnitt am Kiemendeckel oben scheint hier ins Spiel zu kommen). Das Fleisch hat einen eigenthümlich säuerlichen, citronartigen Geschmack; es wird gern gegessen; indess beobachtete ich einmal von dessen Geuuss starkes Erbrechen und Abführen. Verbreitung: Ueber den ganzen indischen Ocean und in Ostafrika. 6) Schuppen klein, Zähne sehr deutlich, verhältnissmässig stark, auch Gaumen und Vomer bezahnt. Zwischenraum zwischen beiden Rücken- flossen gross, der Länge der 1. Rückenflosse entsprechend, und daselbst zeigt die Rückeillinie eine Reihe kurzer Längsleistchen. Zunge spitzig. Schwanzflosse klein. Körper sehr gestreckt, nieder. 2 . " Scomher Jan esaba. Blk., Gth. Scomher pneumatophorus minor F. jap- D. 111/11 V— VI, A. 1 1/10 V— VL Höhe 6%, Kopf 3%, Breite 2, 2. Rückenst. 1%, Auge 3%^ Schnauze iV^il, Stirne IV4, Schwanz- flosse 7—8. Rüppell gibt für Sc. chrysozonus an; Höhe 4 CSeite 39) und Kopf- länge 3V2 ^^ *i^^* Körperlänge (off'enbar die Schwanzflosse nicht eingerechnet). 2) Ich finde immer 10, nicht 9 Rückenstachelu. Der letzte ist nur sehr klein und verborgen. Synopsis der Fische (les Rotlieo Meeres. a^o färbe: Rückeu blaugrüu, mit schwärzlichen, oben meist von beiden Seiten verbundenen Querweilen. Seiten und Bauch silbrig*. Unter der Sei- teulinie grünliche Flecken. Zwischen den Augen eine schwarze Querbinde. Schnauze etwas hell. Flossen hyalin, Bauch- und Afterflosse weisslich. Arab.: Djeddaba bijähi. Zeitenweise in grossen Schwärmen. (In Jembo sollen sie ständig sein?) Schwimmen schnell, fassen kleine Clu- peoiden. Bei Nacht sollen sie aus dem Hafen gehen und am Morgen wie- der kommen. Gut zum Essen, Fleisch nicht säuerlich. 8 — 15 Cm. Verbreitung: Indischer Archipel, Japan. Neu für das R. M. c) Schuppen klein. Zwischenraum zwischen beiden Rückenflossen klein. Schwanzflosse klein. Körperhöhe 4V2. 3. Scomber microlepidolus. Rp., Cant., Gth., Playf.-Gth, Kn. Nach S teiudachner (Wiener Sitzungsb. 1868) wäre diese Art nur die Jugend von Scomher loa C V. - 4 Zoll. Gattung: Thynnus (Cuv/J CV. ''Thynnus bUineatus. Rp. Gth. TA. hicarinatus Q. G. D. 12 1/10 VI, A. 1/11 VI. Höhe 6, Kopf 5. Farbe: Oben bläulich, Bauch silbrig, Deckel und Brust nach Rp. grünlich. Flossen röthlich grau. Spitzen beider Rücken- und Brustflossen und der Schwanzflosse schwärzlich. Zähne röthlich. Arab.: Qamle (Laus), 50 Cm. Selten. Frisst kleine Clupeoiden und Scopeliden. Das Fleisch ist nicht schlecht, liat aber einen eigenthümlichen unangenehmen, wie ranzigen Geruch. Verbreitung: R. M. Gattung: Pelamys CV. Hat keine Zähne am Vomer, sonst wie Thynnus^ ist mehr nur als Untergattung zu betrachten. '^'Pelamys nuila. Thynnus unicolor Rp. (nee Geoffr.) Pelamys nuda Gth, D. 14 1/12-13 VII (nach Rp. VI), A. 3/10 VII, P. 26, Höhe 4V3 — 5, Kopf 4V47 Auge 5, Brustflosse öV^ — 7 in der Körperlänge. Unterscheidet sich von Fei. unicolor Geoffr. durch längere Brust- flossen (dort 9 in der Körperlänge) und andere Strahlenzahlen', der „Brustgürtel" ist ferner bei Pel. unicolor sehr klein beschuppt, bei P. nuda nicht nackt, sondern mit ziemlich grossen, meist lancettförmigen, 56 * lit Dr. C, B. Klun zin^er: Schuppen besetzt, die aber von einer Haut überzogen sind. Auch Nacken, Wangen und Seitenlinie sind in ähnlicher Weise beschuppt. Nach der Abbil- dung in Descr. Egypte würde die I.Rückenflosse bei Pel. unicolor Geoffr. weit von der 2. entfernt bleiben, bei Pel. nuda stossen beide Rücken- flossen fast zusammen. Rüppell sagt, diese Art habe aufl'allenderweise keine Blinddärme. Ich finde aber, dass der Pylorus von einer grossen Drüse umgeben ist, die aus einer Menge verwachsener Blindschläuche besteht. Diese Drüse ist mit der dünnen Leber verwachsen, und wahrscheinlich sah sie Rüp- pell für einen Leberlappeu au. Farbe: Rücken violettschwarz, Seiten und Bauch silbrig. Bauch- flossen dunkelblau, 1. Rückenflosse grau, die andern Flossen bräunlich, mit schwarzem Rande. Spitzen der Rücken- und Afterflosse milchweiss, Afterflösschen weiss, Rückenflösschen schwarz. Iris silbrig grau. Arab: Moäkaba. 1 — 120 Meter lang. Selten, einzeln, im hohen Meere, meist tief, kommt selten herauf. Frisst als Lockspeise Clupeoiden und kleine Sphyränen. Fleisch geschätzt. Verbreitung: R. M. Gattung: Cybiam Cuv. '^Cyhium Commersonii. Scomher Commersonii Lac., Cyh. Commerson. Cuv., Rp., CV., Rieh., Cant., Playf.-Gth., Gth., Day^ Cybium Konam (Russ. 135) Blk. Kn. (hat etwas kürzeren Unterkiefer, sonst gleich). D. 16 2/14 X, A. 3/14 IX-X. Höhe T/^,, Kopf 572. (Alte Thiere mit über die Membran fadenförmig verlängerten Rückenflosseustrahlen .) Farbe: Oben blauschwarz, untere Körperhälfte silbrig. Rücken und Seiten (auch beim lebenden Fisch) mit länglichen, schwärzlichen queren Binden und Flecken. Flossen bläulichgrau bis gelblich. Arab.: Doräq. 1 Meter (kommt nicht kleiner als 70 Cm. vor). Zeit- weise, besonders im Früh- und Spätjahr, kommt dieser Fisch ziemlich viel auf den Markt. Er ist ein gefrässiger Raubfisch und lebt mehr im hohen Meere, kommt aber auch in den Hafen, nie auf die Klippe; er hält sich mehr an der Oberfläche des Wassers auf. Meist findet man mehrere, 5 — 6 zusammen. Wenn er einen Fischschwarm sieht, so erzählen die Fischer, lauert er von weitem auf, stürzt dann mit Blitzesschnelle auf denselben los (schiesst auch oft von der Tiefe herauf) und beisst rechts und links rasch die Fische mit seinen scharfen Zähnen entzwei, ohne sie noch zu verschlucken. Dann entfernt er sich einige Schritte weit, kommt wieder und liest die im Wasser schwimmenden Stücke nach und nach auf. Die Lockspeise muss bei dieser Art in lebendigen oder Synopsis »^er Fische dt» Rotben Meeres. ^^5 wenigstens scheinbar lebendigen Fischen bestehen, daher die Fischer die Lockspeise hinter ihr schnell vorwärts segelndes oder ruderndes Boot spannen. Sehr oft boisst der Fisch die Angelschnur ab; er scheint aber sehr vorsichtig zu sein und zum 2. Male nicht wieder auzubeissen, da man selten einen solchen Fisch mit einer Angel im Rachen erbeutet. Nach dem Einfangeu wird das Thier sofort erschlagen. — Das Fleisch ist gut, auch die Eierstöcke, die Leber aber schlecht; das Essen der letzteren soll eine Abschilferung der Haut zur Folge haben? Verbreitung: Indische Meere. Ost- und Südküste von Afrika. Gattung: Naucrates (Rafinesque) Cuv. -'Naucrates iluctor. Gasterosteus ductor Linne, Scomber ductor Bl., Naucrates ductor CV., Gth. (V. Syn.), Naucrates indicus CV., Less,, Rieh., Kn. D. 5 V28, A. 2 1/17, P. 1/18, Höhe 5, Kopf 4*/«, Auge 4, Schnauze 1, Breite 2, Schwanzfl. 6. Ich bekam nur 1 Exemplar, das dem N. indicus CV., Kn, ent- sprechen würde (nach Strahlenzahl und Dimensionen). Nach Kner soll N. indicus eine etwas längere, weniger stumpfe Schnauze haben als N. ductor? nach CV. der Körper dicker, die Schnauze gewölbter, das Auge kleiner sein. Ich finde keinen wesentlichen Unterschied, Auch die Fischer in Koseir bestätigen die bekannte Angabe, dass der Lootsenfisch ein Gefährte der Haifische sei, indem sie mir erzählten, letztere werden oft yon kleineu Fischen umschwärmt, , besonders einem, der dem abu huschet (^Glyphidodon saxatilis^ ähnlich sei." Verbreitung: Ueber alle Meere der gemässigten und Tropenzonen. Neu für das R. M, Gattung: Elacate Cuv. ''Elacate nigra. Scomher niger BL, Elacate pondericia na CV., Rp., Elac. motta (Russ. 153) CV., Blk., Elac. nigra Gth., Playf.-Gth., Day (vergl. Sy- non. Gth.). D. 8 2/30—31, A, 1/21—22 (so bei meinem Exemplar, diese Strah- lenzahlen wechseln sehr, S. Gth., ohne dass daraus wohl je eigene Arten begründet werden dürften). Die Schwanzflosse ist bei Jungen abgestutzt, bei Alten concav; der untere Lappen ist kürzer. Der Körper erscheint von den kleinen spitzen Schuppen rauh, Farbe: schwarzbraun, Bauch, Brust und Kehle gelbgrau, Arab.: Fätle. I'IO Meter lang. Selten (nur 1 Exemplar). Verbreitung: Ostafrika, Indischer und (west-) atlantischer Ocean, 4^0 Dr. C B Klunzingcr: Gruppe: Echeneini. Echenoidti (Discocephali) Blk. Die Echeneis haben soviel Abwei- cheudes, dass sie verdienen, wenigstens als eigene Gruppe unter den Scomberoiden dazustehen (vergl. Kner). Gattung: Echeneis (Art.) Cuv. '^Echeneis naucrates L. (Russ. 49) Gth. (V. Synon.), Echeneis vittata Rp. I. D. (Kopfscheibe) 23—25, II. D. 33—37, A. 34—38, Höhe 44, Kopf 5y4, Breite 8 — 9 : 1, Auge 7V2) Länge der Kopfscheibe ^^/^ in der Körper- länge, Breite derselben 'i}/^ in ihrer Länge. Farbe: Grauschwarz oder braun mit breiter schwarzer, oben und besonders unten weissgesäumter Längsbiude, von der Schnauze durch das Auge zur Schwanzflosse. Rücken-, After- und Schwanzflosse bei Jungen weissgerändert, bei Aeltereu nur mit weissen Spitzen, bei Erwachsenen ganz dunkelbraun bis schwarz. Brustflossen schwarz. Arab.: Qeda, auch Talka. 40 Cm. Meist an Haifischen angesaugt, welche oft ganz von ihnen bedeckt sind. Doch schwimmen sie auch allein im hohen Meer und im Hafen. Werden nicht gegessen. Verbreitung: lieber alle Meere der gemässigten und helssen Zone. Gruppe: Coryphaenini Gth. Gattung: Coryphaena (Art.) Cuv. '^Coryphaena hippurus (Rondel.) Linue. Gth. V. Syn., D. 60, A. 26, Höhe (vor den Brustflossen) 7 — 8, Kopf 7-8, Breite 2— 2V2, Auge 5. Aeltere und Jüngere haben ein sehr verschiedenes Aussehen. Meine Exemplare unterscheiden sich in nichts von denen des Mittelmeeres. Das Kopfprofil ist bei Aelteren fast vertikal und macht mit dem Rücken einen fast rechtwinkligen Bogen , bei Jüngeren ist es parabolisch und der Nacken ist niederer. Die Rückenflosse beginnt bei Alten über der Mitte der Augen, bei Jüngeren über dem letzten Viertel des Auges. Die After- flosse beginnt etwa unter dem 36. Rückenstrahl, Farbe: Blaugrau bis meergrün, gegen den Bauch citrongelb. Iris gelb. Rückenflosse duukelmeergrün, die andern Flossen gelblich. Schwanz- flosse mit schwärzlichen Rändern. Bauchflossen au ihrer Uuterfläche gelb, an der oberen schwärzlich. Arab.: Hosän (Pferd). Selten. leO Meter. Verbreitung: In allen warmen Meeren, auch im Mittelmeere. Neu für das R. M. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 447 Gruppe: Lichüni QLichioidei Blk.). Schliesseu sich nahe dem Scomber an. Günther stellt sie unter seine Carangiden. Gattung: Chorinemus CV. a) Körper massig hoch, elliptisch. Kopflänge geringer als die Kör- perhöhe. Schuppen deutlich, lanzenförmig zugespitzt, massig lang, am Grunde etwas verengt, ihre Fläche gegen den vorderen Grund concay. Schnauze von der Länge des Auges. Der Oberkiefer reicht fast bis zum hinteren Augenrand und ist hinten schräg abgestutzt und daselbst wenig hoch. 2. Rücken- und die Afterflosse mit massiger vorderer Erhöhung (diese 2V2 ^^ ^^^ Körperhöhe). 4. '^Chorinemus toloo. CV., Blk., Gth. (Russ. 137), Lichia toloo par ah Rp-, Cho7'in. tolo und toi Rüpp. Cat. Senk. D. 7 1/19—20, A. 2 1/18, Höhe 4%— 47^, Kopf 5V2-5%, Breite Sy^, Auge 4, Stirne IV4, Schnauze 1, Präorb. 3, Schwanzfl. 4Vi. Die Seitenlinie bildet vorn einen oder einige Winkel, unter dem 5. — 6. Strahl der 2. Rückenflosse wird sie horizontal. Die Oberkieferlänge ist 1^4 bis IV5 in der Kopflänge enthalten. Im Zwischenkiefer eine äussere Reihe ziemlich kleiner conischer oder hecheiförmiger Zähne und eine innere Binde kleinerer, ähnlicher, die vorn breit ist, nach hinten rasch sich verschmälert und hier eine wenig deutliche innere Reihe bildet. Im Unterkiefer finden sich 2 durch einen ziemlich breiten Zwischenraum ge- sonderte Zahnreihen, die äussern Zähne sind stark nach auswärts geneigt, aber einwärts gekrümmt. Die inneren zeigen vorn mehrere Reihen und 1—2 der vordersten Paare derselben sind fast hundszahnartig (diese Zahnbildung finde ich auch bei den folgenden Arten. Kner hält sie für charakteristisch bei Chorin. lysaii). Farbe: Silbrig, fettig glänzend, oben blaugrau. An den Seiten des Rumpfes 6 — 7 undeutliche, schwärzliche, bei Reflexlicht silbrige Flecken, meist je 2 übereinander, der obere über, der untere unter der Seiten- linie (also dann jederseits 12 — 14), oft auch hängt der obere und untere Flecken zusammen und erscheint als Querstreifen. Die Rückenlinie der ganzen Länge nach schwarz. Flossen gelblich hyalin, Spitzen der Rücken- und der Schwanzflosse, sowie die Aussenränder der letz- teren schwarz. Arab,: Däbbi. 10—30 Cm. Häufig. Im Hafen und im ofl'eneu Meere. Wird wenig gegessen, da er fast kein Fleisch hat. Verbreitung: Indische Meere. ^^g Dr. C. B. Klunzinger 6) Körper massig hoch. Kopflänge geringer als die Körperhöhe. Schuppen deutlich, eiförmig, wenig spitz, etwas klein (sonst wie bei Nr. 1). Schnauze kurz, kürzer als das Auge. Der Oberkiefer reicht, oft über eine Augenlänge, hinter das Auge zurück, ist hinten abgerundet und daselbst wenig hoch. 2. Rücken- und Afterflosse vorn mit starker Erhöhung (diese IV2 — 2 in der Körperhöhe). 2. Chorinemus lysan. Scomher lysan Fk. *), Scomher Forsten Bl. Sehn., Lichia Ivsan Rp., Chorin. lysan CV., Rp., Cant, Blk., Gth., Playf.-Gth., Kn., Chorin. Commersonianus CV. D. 6/21, A. 2/19, P. 19. Höhe 4, Kopf 5V2— 6, Schnauze IV4. Farbe: (nach Rüppel) Silberweiss, nach dem Rucken zu bläulich schillernd. 6 — 7 ziemlich grosse runde metallglänzende Flecken in einer Reihe längs der Seitenlinie. Rücken- und Afterflosse verwaschen karmiuroth, erstere ohne schwarzen Fleck. Brustflosse röthlichgelb. Schwanzflosse violett. Arab. : LisSn (Zunge). Wird gross, bis V-/^ Fuss. Verbreitung: üeberall im indischen Ocean von Ostafrika bis Australien. c) Körper gestreckt, lauzettlich (Höhe 5), Kopflänge fast gleich der Körperhöhe (5V4). Schuppen undeutlich, faserartig oder spindel- förmig, langgestreckt spitzig. Schnauze spitz, von Länge des Auges oder länger. Der Oberkiefer reicht hinten fast bis zum hinteren Augenrand, ist daselbst ziemlich hoch und gerade abgestutzt. Vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse massig (ß}/-^' 3. Chorinemus moadetta. CV., Rp., Pet., (Chor. Sancti Petri CV., Pet., Gth. scheint doch von Ch. moadetta verschieden; Günther stellt beide zusammen. Der Un- terschied besteht in den Schuppen, welche bei Ch. St. Petri hier sehr deutlich und spitzig 3eckig sind, etwa 3 Mal so lang als breit; auch ist die vordere Erbebung der 2. Rückenflosse wenigstens bei Aelteren höher.) Farbe: Bei beiden Formen, wie bei Ch. toloo, auch oft mit 2 Reihen Flecken. Ein undeutlicher schwärzlicher Streifen vom oberen Augenrand zur Schulter. Spitze der Rückenflosse (nicht der Schwanzflosse) schwarz. Verbreitung: Ostafrika, indisches Meer (von Rp. und Ehrb. aus dem R. M.). *3 Forskäl's Art könnte indess ebenso gut der häufigere Ch. toloo sein. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 449 Gattung: Trachynotus (Lac.) CV. 1. ^Trachynotas ovutns, Gasterosteus ovatus L,.^ Scomber falcatas Fk. (Russ. 154), TracliynO" ius falcatus Lac, Rp., CV., Tracliynot. ovatus Gtb., Playf.-Gth., K n. (Vide Sjuon. Gth.). D. 4 + 6 1/18—20, A. 2 1/47, Höhe 2%, Kopf 5Vj, Auge 3%, Breite 4Vi, Stirue (direct von einem Auge zum andern) 4, Entfernung yom Auge zumStirngiebel 4V2, Präorb. ^Va, Schnauze 4, Spitze der 2. Rückenflosse 4, die der Afterflosse 4V2, Schwanzflosse 3V4. Körper eiförmig rhombisch, Kopfprofil sehr abschüssig, ganz yorn plötzlich vertikal oder selbst bei Alten von oben nach rückwärts geneigt. Die Zähne sehr schwach, fallen bei Aeltereu aus, Kopf ganz nackt (nur einige Schüppchen hinter dem Auge). Spitze der Rückenflosse länger als die der Afterflosse. Farbe: Silbrig, oben lilablau. Lippen gelb. Flossen grünlich- oder gelblichhyalin. Die sichelförmige Verlängerung der Rückenflosse braunschwarz, die der Afterflosse nur am Vorderrand und an der Spitze schwarz, sonst orange bis ziegelroth, Spitzen der Schwanzflos^se orange, Aussenränder derselben schwärzlich. Bauchflosse gegen aussen orange, eben.so der Bauch an den Afterstacheln. Arab.^ DTma. 30 Cm. Ztitwei&e häufiger. Fleisch gut. Verbreitung: Atlantischer Ocean der wärmeren Zonen (nach Gün- ther). Ostafrika und indischer Ocean bis Australien. 2. TrachynotHs Baillonii, Cae.nomorus Baillonii Lac, Caesionior. quadripunctatus Rp., Trachy- notus Baillonii Gth. (Vile Syn.), Playf.-Gth. Höhe geringer (SVg). Schnauze weniger abschüssig, Wangen be- schuppt, Auge etwas grösser. Ich finde auch die Schuppen grösser. Die Spitze der Afterflosse etwas länger als die der Rückenflosse. Farbe: Bläulich silbrig, gegen den Bauch weisslich. Jederseits auf der Seitenlinie 2 ( — 5 nach Günther) kleine schwarze Flecken. Brust- und Bauchflossen gelblich hyalin, die andern Flossen bräunlich, mit schwarzen Spitzen. 42 Zoll. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. Gruppe: Seriolini {ßerioloidei Blk.) Gattung: Seriola Cuv. a) Kopfprofil parabolisch, Oberkiefer hinten sehr hoch. Die Zahnr- binde vorn im Zwischeukiefer breiter als im Unterkiefer. Bauch- und Brustflossen ziemlich gleich lang. AXQ Df. C. B. Klunzinger: 1. '^'Seriola aureo-vittaUt, F. jap., ? Seriola Lalandii CV., Gth. D. 7 i/31, A. ^ 1/20, P. 21, C. 17. L. lat. gegen 160, L. tr. 24/46, Höhe 4—5, Kopf 4%, Aug-e 5— SVj, Schnauze 1%:1, Schwanzfl. bVa. Kommt iu Strahlenzahl, Dimensionen und Färbung- ganz mit Ser. aureo-vittata überein, weniger vielleicht mit Ser. Lalandii. Die Schuppen erscheinen bei den mir vorliegenden grossen Exemplaren nicht so ganz klein (es ist übrigens in den Beschreibungen keine Zahl derselben ange- geben); sie sind ganzrandig. Der Oberkiefer endet etwas vor der Mitte des Auges und ist hinten von Höhe des Auges, Die Zähne siud hechei- förmig. Die Zahnbinde am Vomer ist rhomboidal, hinten in eine lineare Spitze ausgezogen. Auf der Zunge ist mitten ihrer ganzen Länge nach eine rauhe Platte, an den Seiten zeigen sich viele kleinere rauhe Plätt- chen. Die Seitenlinie vorn etwas gebogen, in der 2. Hälfte gerade, am Schwanz in eine knorplio-e Masse erhoben. Der horizontale Stachel vor der 1. niederen Rückenflosse kaum sichtbar. Die 2 freien Afterstacheln sehr klein. Der letzte Strahl der Rücken- und Afterflosse etwas verlän- gert, diese Flossen mit vorderer Erhebung von etwa halber Körperhöhe. Bauch- und Brustflossen von halber Länge des Kopfes. Farbe: Silbrig, oben blaugrau oder dunkelgrau. Eine messing- gelbe breite Binde zieht von der Lippe durch das Auge zum Schwanz. Flossen gelb bis braun, i. Rückenflosse grünlich, 2. dunkler. Rand und Spitze der Afterflosse weisslich, Arab.: Moselaba. 50—100 Cm. Selten. Aus der Tiefe. Verbreitung: Japan. Neu für das R. M. 6) Kopfprofil sehr convex, quadrantisch. Oberkiefer hinten wenig erhöht. Präorbitalbein vorn kaum höher als unter dem Auge. Die Binde hecheiförmiger Zähne ist in beiden Kiefern auch vorn gleichbreit. Bauch- flossen ziemlich lang, länger als die Brustflossen. 2. ""^ Seriola nigrofasciata. Nomeus nigrofasciatus Rp., Seriola Hüppellii CV., Blk., Seriola nigrofasciata Rp. (Neue Wirbelth.), Gth., Play f. -Gth., Blk. (Enum.), f Seriola binotata CV., Cant. D. 5 (—6) 1/34, A. 1/15, P. 19. L. tr. etwa 28/40, Höhe 4, Kopf 4y2, Auge 4, Stirne iVi : 1, Schnauze 1, Präorb. 3, Schwanzfl. b^- Mein Exemplar stimmt im Wesentlichen mit denen Rüppelfs sehr gut überein, ist aber viel grösser, und daher zeigen sich auch manche Verschiedenheiten. So sind die Dimensionen der Jüngeren: Höhe 3%, Kopf 4V2, Auge 3^/2 und die Bauchflosse ist bei diesen verhältnissmässig länger, von Kopflänge und reicht nahe bis zum After, während sie bei meinem allen Exemplar den After lange nicht erreicht und kürzer als Synopsis der Fische tics Rothen Meeres, j n ( der Kopf ist (IV3 in der Kopflänge). Die Zunge zeigt bei genauerem Befühlen auch bei den Exemplaren von Rüppell Rauhigkeiten. Bei den Aelteren ist sie wie bei Nr. 1. Der Oberkiefer endigt hinter der Mitte des Auges. Die Zahnbinde des Vomer ist vorn Seckig oder rundlich, hinten verschmälert und verlängert. Seitenlinie vorn ein wenig gebogen, am Schwanz bildet sie eine wenig erhabene knorplige Erhebung. Die Baueh- flossen sind durch eine doppelte Membran in der Mitte und an der Innen- seite an den Bauch geheftet. Freie Afterstacheln sind nicht zu bemerken. 1. Rückenflosse kurz und nieder, von der 2. fast um ihre eigene Länge entfernt. Die vordere Spitze der Afterflosse ist niederer als die der 2. Rückenflosse, Schwanzflosse mittelmässig, mit stark gekrümmten Ga- belspitzeu. Farbe: Mein Exemplar ist gelblich, Bauch weiss, Rücken blaugrau. Keine Querbinden. Flossen olivengrün bis braun. Spitze und Rand der Afterflosse weiss, Bauchflossen bräunlich. Die jungen RüppelTschen Exemplare haben gegen den Rücken zu 7 schräge schwarze Binden und Flecken, Bauchflossen, Spitzen der Rücken- und Afterflosse sind schwarz. Arab.: Chüdr. 70 Cm. Selten. Aus der Tiefe geangelt. Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. Louisiaden. Gattung: Seriolichthys Blk. Körper langgestreckt, etwas compress, Abdomen gerundet. Schup- pen verhältnissmässig klein (L. lat. gegen 115), am hinteren Rande ab- gestutzt, die Mitte des hinteren Randtheils zeigt leichte, nach hinten divergirende Fältchen oder Streifen, die am Rande selbst in mehr we- niger deutliche Zäckchen auslaufen, im Uebrigen ist die Schuppenstruc- tur cycloid. Diese Schuppen sind umsäumt von sehr kleinen Schüppchen rein cycloider Structur. Am Kopf sind nur die Wangen, die Postorbital- gegend, der obere Theil des Kiemendeckels und die Seiten des Vertex mit meist schmalen, mehr weniger zugespitzten Schuppen bedeckt. Die Mund spalte ist klein, Zähne fein, haarförmig, gleichartig in einer Binde in beiden Kiefern, die vorn breit ist. Vomer und Gaumen beide mit eben solchen Zähnchen bewafi'net. Zunge mit rauhen Plättchen. Sei- tenlinie wenig deutlich, sie zieht sich weit hinein in die Schwanzflosse auf deren beschuppten Theil; sie zeigt nirgends eine Bewaffnung. Die 1. Rückenflosse hat 6 niedere, durch Haut verbundene Stacheln, sie ist der 2. sehr nahe, aber von ihr völlig getrennt. Die 2. Rücken- und die Afterflosse sind lang, vorn erhoben, sonst gleichmässig nieder; die Strah- len dieses niederen Theiles ragen mit dem Endtheil etwas vor und sind falschen Flösschen ähnlich, aber durch Haut verbunden. Dagegen sind die 2 letzten Strahlen beider Flossen von ihnen völlig getrennt, unter sich aber zusammenhängend; der hinterste Strahl der letzteren ist 57 * 452 Dr C. B. KhiTizinirer verlängert, zugespitzt. Freie Afterstaehein bald sichtbar, bald nicht (so bei meinem Exemplar). Die Stacheln der 1. Rückenflosse sind in eine Furche einlegbar; der erhöhte vordere Theil der 2. Rücken- und After- flosse hat eine Schuppenscheide an der Basis. Die Insertion der Bauch- flossen liegt ein wenig hinter der Basis der Brustflossen. Sie sind in eine seichte Grube des Bauches anzulegen, doch nicht darin versteck- bar. Diese Grube ist nur an ihrer Basis vorn etwas tiefer und hier von den Seiten scharf abgegrenzt. Die Schwanzflosse ist tief gegabelt mit fichmalen langen spitzen Seitenlappen, der mittlere Theil ist hinten ge- rade abgestutzt. Alle Flossen sind schuppenlos, nur der Mitteltheil der Schwanzflosse ist bis in die Nähe des Hinterrandes gross beschuppt und daselbst etwas aufgetrieben. 7 Kiemenhautstrahleu, Kiemenhaut bis unter das hintere Drittel der Unterkieferschenkel gespalten. '''' Seriolich thys hipinn ulatus. Seriola hipinnulata Q. G. , Seriolichthys bipinnulatus Blk. , Gth. (V. Synon.), Playf.-Gth. D. 6 1/24 II, A. 1/15 11, P. 19, V. 1/5, C. '^/il/^ L. lat. 115, L. tr. ly^o, Höhe 6%, Kopf 5V4, Breite i%, Auge 7, Stirn 2V2 ^ ^, Schnauze 3:1, Präorb. 2, 4. Rückenst. 7, Spitze der 2. Rückenfl. 2y2, Schwanzfl. 5. Kopfprofil leicht parabolisch, wenig gebogen. Schnauze etwas lang und spitzig. Die Nasenlöcher dem Auge ein wenig näher als der Schnau- zenfalte. Der hinten hohe, und hier mehr abgestutzte als abgerundete leicht streifige Oberkiefer reicht etwas hinter das Nasenloch, bleibt ent- fernt vom Auge. Beide Kiefer gleichlang. Vordeckel ganzrandig, sein Wiukeltheil abgerundet, der Hinterrand leicht gebuchtet. Stirne etwas convex, breit. Brustflossen nicht ganz von halber Länge des Kopfes, spitz- winklig, so lang als die Bauchflossen. Erhöhter Anfangstheil der After- flosse etwas niederer als der der Rückenflosse. Die 1. Rückenflosse beginnt über der Spitze der Brustflossen, die Afterflosse etwa unter dem 12. — 14. Rückenflossenstrahl. Die letzten Strahlen beider Flossen und die abge- trennten Theile einander genau gegenüber. Die Seitenlinie senkt sich allmälig bogig bis zur Mitte. Farbe: Dunkelgrüngrau am Rücken, Bauch silbrig. Eine schmale blaue Längsbiude vom oberen Augenhöhlenrand zum Schwanz, und unter ihr eine breitere, gelbliche. Eine andere schmale blaue Binde zieht von den Seiten der Oberlippe unter dem Auge hin über den Körper ge- gen den Schwanz; sie ist hinter dem Kopf etwas breiter und mehr bläu- lich silbrig. Darunter wieder eine obsolete gelbe Binde. Iris braun. Flo.>sen meist graugrün, die Schwanzflosse heller, gelbgrün. Die Spitzen der Strahlen der Afterflosse weisslich. Arab.: GeghSgha (GerSra). MI Meter. Nur 1 Exemplar. Verbreitung: Batavia, Neu-Guinea. Neu für das R. M. Fynopsis f'er Fischp -ies Rotlien Mer-res. ll^ Gruppe: Carang^lnl {^Carangoidei Blk.j Carangina Gth. pt, Gattung: Caranx (Lac.) Cuv. pt. Caranx uud Trachurus Gth. Scomberoiden mit gauz oder theilweise gepanzerter Seitenlinie*). A. Die ganze Seitenlinie mit Schildern: Trachurus (Gronov.) Gth. 1. * Caranx trachurus. Scomher trachurus L,., Bl., Caranx trachurus Lac, CV., Kn., F.jap. Trachurus Giinth. (Vide Synon.). D. 8 1/32, A. 1/28, L. lat. ^0, Höhe i%, Kopf 4, Auge 3, Schnauze 1— 1V«:1, Stirne 4, Breite 2, 1. Rückenfl. 1 V5, 2. Rückenfl. 2, Schwnzfl. ^y^. Farbe: Silbrig, oben bläulich. Flossen grimlich bis gelblich, die am Bauch weisslich. Eine messinggelbe Binde yom Auge zum Munde. Ein schwarzer Opercularfleck. Arab.: Qadqiid. Seltener, 10 — 45 Cm. Verbreitung: Fast in allen Meeren (England, Mittelmeer, Cap, Westamerika, indischer Ocean, Neuseeland). Neu für das R. M. B. Seitenlinie nur theilweise mit Schildern bewaffnet. A. Rücken- und Afterflosse mit mehreren falschen Flösschen. Die Schilder der Seitenlinie sehr hoch: Meg:alaspis Blk. 2. Caranas Rottler i. Scomher Rottleri Bl. , (Russ. 143), Caranx Rottleri Rp. , C V., Cant., Gth., Play f.- Gth., Ku., Day, Meyalaspis Rottleri Blk. D. 8 1/10—12 VII— IX. A. 2 1/9— !0 VI— VIII, L. lat. 53—58, Höhe 4%— 5, Kopf i%, Verbreitung: Ueberall in den indischen Meeren und in Ostafrika. B. Rücken- und Afterflosse je mit nur 1 falschen Flösschen. Schil- der der Seitenlinie mittelmässig: Deoapterus Blk. 3. Ca ran sc Kurra. (Russ. 139) Caranx Kurra QY ..) ?Günth., Caranx Russellii Rp. ^). *) Carangichihys mit gezähntem Vordeckel kann man am ehesten als eigene Gattung aufstellen. Trachurus aber unterscheidet sich nur graduell von Caranx und bildet wohl besser eine Untergattung. ^3 Findet sich nicht im Mus. Senkenberg. ^f^^ Dr r C Klunzin.rror: r. Rücken- und Afterflosse ohne falsche Flösscheu. AA. Erste Rückenflosse wenig" entwickelt, bei Jüngeren in Form von kleinen Staclielcheu, bei Aelteren rudimentär oder ganz fehlend. (Hielier je nach dieser Entwicklung- die Gattungen von CV. : Blepharis^ Scyrls^ GallichthySj Hynnis^. ci) Gestalt rhombisch, hoch (Höhe iVz— 2). Mund sehr schräg. Schnauzenprofil ziemlich senkrecht. Die Augen etwas gross (^Vz — 3), Präorbitalbein viel niederer als das Auge. 4. Caranoß ciliaris. Zeus ciliaris Bl., JBlepharis indicus CV., F. japon., Blejpharis fa- sciatus Rüpp. , Carangoides blepharis Blk. , Caranx ciliaris Günth., Plajf.-Günth. Verbreitung: ludische Meere und Ostafrika. /?) Gestalt höher oder niederer (Höhe je nach dem Alter ^Vs bis 3y2). Mund massig schräg. Auge mittelmässig (4). Präorbitalbein höher als das Auge. 5. '-'Caranoß gallits. Zeus Gallus L., Bl., (Russ, 57, 58), Scyris indica Rüpp., CV., Carangoides gallichthys Blk., Caranx gallus Gth., Playf. -Gth. Ich finde bei meinen grossen Exemplaren folgende Verhältnisse: D. 1/19, A. \/\^, L. lat. (Schuppenreihen) 130, Schilder gegen 30, wovon 6 — 8 stärker erhoben. Höhe 3 — ^'^Z^-, Kopf 4, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 0/2 : 1, Praorb. 1 — iy4:1, Spitze der Rückenfl. 2V2, Schwauzfl. 5. Dieser Fisch has ein sehr verschiedenes Aussehen und verschiedene Dimensionen, je nach dem Alter. Aehnlich wie bei Platax verküi'zen sich und verschwinden selbst die fadenfnrmig*en Verlängerungen au Bauch-, Rücken- und Afterflosse. Die Stacheln der 1. Rückenflosse werden eben- falls kleiner und sind bei Aelteren nur mehr unter der Haut zu fühlen. Endlich verlängert sich der Körper mit dem Alter sehr, und damit wird auch der vordere Bogen der Seitenlinie weiter. Die Körperhöhe ist bei Jungen {Gallichthys major CV.) iVg, bei etwas Aelteren (^Scyris indica Rüpp.) 2, bei sehr Alten von 60—100 Cm. Körperlänge (wie bei meinen Exemplaren) 3— 3y2. Bei Jungen ist die Bauchflosse viel länger als die Brustflosse, bei Alten kaum Yg so lang als diese. Die vorderen Strahlen der Rücken- und Afterflosse sind bei meinen grossen Exemplaren von 1 Meter gar nicht verlängert (der höchste Strahl ist S'/i^^l i^ ^^^' Körperhöhe enthalten);, bei dem kleineren von 60 Cm. reicht nur der 1. Strahl der Afterflosse fast bis zum Ende der Schwanzflosse (die Strahlen der Rückenflosse sind abgebrochen). Diess dürfte allerdings nicht allein Synopsis der Fische des Rolhen Meeres. 455 yom Alter abliängen, sondern von individuellen Verhältnissen. Die Selten- linie ist bei meinen Exemplaren vorn fast horizontal, leicht wellig* und biegt sich unter dem Anfang der %. Rückenflosse in weitem wenig ge- krümmtem Bogen bis unter den 12. Rückenstrahl, von wo sie gerade verläuft. Ich finde Zähne an Kiefern, Gaumen und Zunge, wie CV, auge- ben; nach Rüppell wäre der Mund zahnlos. Farbe: Silbrig glänzend, Rücken graublau. Kiemendeckel oben schwärzlich. Flossen hyalin, ihre vorderen, beziehungsweise äusseren Ränder schwärzlich. Arab.: Dima. 60—100 Cm. Selten. Verbreitung: Indische Meere, Ostafrika. BB. Erste Rückenflosse wohl entwickelt. AA. Ein Strahl oder (bei Männchen ?) einige Strahlen der zweiten Rücken- und der Afterflosse fadenförmio- verlängert: Olistus CV., Citula QG., Rüpp. 6. Caranoß ar malus. Sciaena armata Fk. (Russ. 151), Citula ciUaria und armata (letzterer von ciliaria durch nichts, als das Fehlen der Flossenfädeu unterschieden) Rp., Car. citula CV., Kn., Car. cirrhosus (Ehrh.) CV., Oliiitus malaharicus CV., Olistus Rüppellii CV^., Carangoides citula (armatus Erium.) Blk., Caranx armatus Gth., Playf.-Gth. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere bis Neu-Guinea. BB. Keine fadenförmig verlängerte Strahlen an Rücken- und Afterflosse. a) Zähne keine oder fast unmerklich: Grnathanodon Blk. 7. '^Caransc speciosus. Scomher speciosus Fk. (Russ. 149 mit Zähnchen), Car. speciosus Lac, CV., Rp.*), Pet., Günth., P lajf.-G th., Car. petanrista Geofir,^ Rp., Car, Rüppellii Gth. D. 7 1/19, A. 2 1/16, L. lat. (Schilder) 15—17, Höhe sy^, Kopf 4, Breite 3, Auge SVj, Stirne IV4 (Entfernung vom Auge zum Stirngiebel IV5), Präorb. IV3, Schnauze IV4, 3. Rückenst. S'^? Spitze der 2. Rücken- uud der Afterflosse 2V5, Schwanzfl. 4V3. Körper länglich - eiförmig, Kopfprofil convex, Schnauze stumpf, Lippen dick. Am Präorbitalbeine radiäre Röhrchen oder Streifen. Brust beschuppt. Die Seitenlinie läuft vorn in weitem Bogen, oft etwas wellig, wird etwa unter dem 7. Strahl der 2. Rückenflosse horizontal und erst *) L^it keine besondere Art. wie Günther glaubt. j^Kß Dr. C. B. Klunzinger; etwa unter dem drittletzten Strahle beginnen die schwachen kleinen Schilder. Die Gabeln der Schwanzflosse ziemlich lang. Die Brustflossen von Kopflänge. Vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse gering, besonders bei den Jüngeren. Farbe: CItrongelb, mit 8 — 9 abwechselnd breiteren und schmäleren, schwärzlichen Querbindeu, die erste vom Rücken über den Kiemendeckel; ferner eine schiefe Binde schräg vom Nacken durch das Auge zur Kehle. Iris gelb. Flossen gelb, Spitzen der Schwanzflosse schwarz. Arab. : Nüsscha. Nicht häufig. 13 Cm. Leben in den Seegraswiesen im Grunde des Hafens. Anhang: '''Garanx petaurista Geoffr., Rüpp., Car. RüppelUi Gth. kann nur der erwachsene Car. speciosu.s sein. Meine Exemplare stimmen genau mit dem von Rüppell überciu, und die Unterschiede von Car. speciosus sind ähnlich, wie die anderer Caranx verschiedener Grössen: etwas längerer Körper, Verhältnis smässig grössere Länge des vorderen bogigen Theiles der Seitenlinie, weniger, oft gar nicht vorragende Stacheln vor der Afterflosse, kleineres Auge, Verschwinden der schwärzlichen Quer- streifen am Körper. Dagegen sind die Flossenstrahlen gleich, auch hier 7 Rückenstacheln (nicht 6), die Schilder an der Seitenlinie erscheinen aller- dings bei den grossen Exemplaren, doch nicht verhältnissmässig, stärker. Die vordere Erhebung der 2. Rücken- und der Afterflosse nimmt mit dem Alter allmählig etwas zu. Die Figur RüppelTs gibt den Kopf zu kurz (5V3), bei seinen und meinen Exemplaren ist er nicht oder nur wenig kürzer, als bei Car. speciosus und die Figur in Descr. Eg. ist in dieser Beziehung richtiger (4 — ^Vi)' I^i^ Brustflossen sind etwas länger als der Kopf. Die Strahlenzahleu und Dimensionen sind bei meinen Exemplaren: D. 7 1/18—20, A. 2 1/16, L. lat. (Schilder) 20, Höhe 3%— 4, Kopf 472, Auge 6 (?), Stirue 2 : 1, Schwanzfl. 3V2. Farbe: Silbrig, oft mit gelblichem Schimmer, besonders am Kopfe, oben dunkelgrau. 7 — 8 dunkle obsolete Querbänder, oder diese fehlen. Flossen gelblich. Schwanzflosse am Hinterrand schwärzlich. Brustflossen am oberen Rande schwärzlich. Afterflossen gelblich oder braunroth mit weisslichem Rande. In der Gegend vor und unter den Augen ovale, oli ven färb ige Tropfen. Arab.: Nüsseha (auch der arabische Fischer behauptet die Iden- tität!) 85—95 Cm. Nicht häufig. Verbreitung von Car. speciosus: Indische Meere, von Ostafrika bis Neu-Hollaud. Anhang: Car. mentalis (Ehrb.) C V. gehört wohl zu dieser Gruppe? Ich finde wenigstens keine Zähne an dem einzigen Exemplare, Balg Nr. 5226 des Mus. Berol. Diese Art hat mit Car. brevicarinatus den Lohen, glatten, vorragenden Unterkiefer gemeinsam. Die Vorderspitzen Synopsis der Fisch« des Rothen Meeres. A^y der Rücken- und Afterflosse sind aber hoch, sichelförmig. Der horizontale Theil der Seitenlinie beginnt unter dem 10. und H. Rückenstrahl, er ist wenig länger als der vordere, leicht gebogene Theil. Die Carena ist mittelmässig und erst in seiner hinteren Hälfte entwickelt. Die Körper- schuppen sind deutlich. b) Kleine, aber deutliche Zähne in beiden Kiefern. Keine Hunds- zähne, Gaumen, Pflugschaar und Zunge zahnlos. 8. Caranüß helvoltts, Scomher helvolus Forster, Bl. Seh. (nach Güuth. mit micropterus Rp. gleich), Car. hdvolus CV., Güntli., Car, micropterus Rp. c) Wenige, sehr kleine Zähncheu im Unterkiefer, keine im Zwi- schenkiefer, an Gaumen, Vomer und Zunge: Leptaspis Blk, 9. "^Caranoß rhabfiolepU ^) Klz. D. 8 1/28—29, A. 2 1/22, L. lat. 65, Schilder 28, Höhe Sy^— 4 Kopf 3 Vi, Auge Sy.j, Schnauze ly^, Stirne 4, Präorb. 4—5, 2. Rücken- stachel und Spitze der 2. Rückenfl. 2, Schwanzfl. 4*/^. Körper elliptisch, massig hoch, Kopfprofil parabolisch. Unter- kiefer steht etwas vor. Schnauze kurz, stumpf. Mund schräg. Der Ober- kiefer endigt vor der Mitte des Auges, sein Hinterraud ist etwas schräg und gebuchtet. Auge etwas gross (junges Thier ?). Deckelstücke fein ge- streift. Schuppen meist radienartig, längsgerunzelt oder gerieft, deutlich concentrisch gestreift. Brust beschuppt. Der vordere unbeschilderte Theil der Seitenlinie ist etwas länger als der hintere und bildet einen weiten, wenig gekrümmten Bogen. Der hintere beschilderte Theil beginnt unter der Mitte der 2. Rückenflosse, er ist iu seiner ganzen Länge mit ziemlich hohen, gekielten und einen Dorn tragenden Schildern bekleidet, welche am Schwanz den grössten Theil von dessen Höhe einnehmen. Die Rückenstacheln sind ziemlich schlank und hoch, die Spitzen der 2. Rücken- und der Afterflosse kommen ihnen an Höhe gleich. Die Brustflossen sind etwas kurz, nur V^ so lang als der Kopf. Die 2 freien Afterstacheln gekrümmt, der 2. derselben etwas länger, gegen 3V2 in der Körperhöhe, Schwanzflosse leicht ausgeschnitten. Farbe: Silbrig, oben bläulich. 1. Rückenflosse und die Spitze der 2. schwärzlich. Die andern Flossen hyalin. 3*5 Cm., wahrscheinlich jung. Diese Art steht dem Car. leptolepis CV. nahe, unterscheidet sich aber durch höhere und bestachelte Schilder der Seitenlinie, grössere, ge- streifte Schuppen , gestreifte Deckelstücke , gekrümmte Afterstachelu, Gestreift schuppig. Bd. i.\I. AbLaadl jjg ,|.5g Dr. C. R. Klunzingor: sthwaize Fnrbuiig- der 1. liiu-keiiflosse und der Spitze der 2. Auch sind die Strahlenzahlen etwas anders bi'i leptolepia^ nämlich D. 8 1/24—26. - 10. 'CfiratiM elonytttus Klz. D. 8 1/35, A. 2 1/30, L. lat. (bedorate Schilder) 20, Höhe 5, K,opf.3%, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, 2. Rückenst. 1*/^, Schwanzfl. 5. Sehr ähnlich der vorigen Art, mit der sie auch die längsgerunzelten Schuppen gemein hat, und die 2 gekrümmten Afterstacheln. Aber hier ist der Körper sehr lang gestreckt, lanzettförmig. Der vordere Theil der Seiteulinie so lang als der hintere, horizontal; er ist fast gerade, nur sehr allmälig gesenkt. Der hintere beschilderte Theil beginnt etwas vor der Mitte der 2. Rückenflosse, die Schilder sind nieder und nehmen am Schwänze nicht die Hälfte von dessen Höhe ein, und nur etwa 20 der hintersten tragen ein kleines Dörnchen. Die 2. Rücken- und After- flosse lang, vie 1 strah lig. Am Gaumen scheinen sich zuweilen einigte Zähnchen zu finden. Diese Art hat mit Car. leptolepifii die niederen Schilder gemein, aber diese haben bei leptolepis keine so vorstehende Dörnchen. Auch ist Cor. elongatus gestreckter und hat mehr Strahlen in der 2. Rücken- und Afterflosse. Farbe: Silbrig, oben bläulich-violett. Schwanzflosse rosa. Die andern Flossen sind hyalin. In ^^ eingeist wird die Körperfarbe röthlich. 3 Cm. Mit den vorigen zusammen. Selten. dj Beide Kiefer mit einer Reihe deutlicher Zähne. Zunge, Vomer und Gaumen bezahnt: Selar Blk. 11. Car an sc fljedflaba. Scomher djeddaba Fk., Car. djeddaba Rp., CV., Günth., ? Car. vari CV., ? Car. calla CV., Gth., Day. e) Im Unterkiefer eine Zahnreihe, im Zwischenkiefer eine (sehr schmale) Zahnbinde. Zähne an Vomer, Gaumen und Zunge. c() Körper nieder (Höhe 4^/2 — 5), Auge gross (3), mit 2 Lidern und vorn und hinten mit einer gelatinösen Masse. Seitenlinie in ihrem vor- deren Theile fast gerade, nur geneigt. Die Carena ist schwach und be- ginnt erst weit hinten. Ausschnitt am Kiemendeckel oben fast halbkreis- förmig, nieder. 12. -^Caranx macrophthalmns. ? Scomher crumenophthalmus Bl. *), Car. macrophthalmus Rüpp., ? Car. crumenophthalmus Gth. "•^ Nach der Abbildung von Bloch, 343, beginnt der bepanzerte Theil der Seitenlinie schon unter dem Anfang der 2- Rückenflosse! Synopsis der Fisclie des Rothea Meeres. 4 cn D. 8 1/^4—25, A. 2 1/21, L. lat. (Schilder) 36, Höhe 4%— 5, Kopf SVz— 4, Auge 3 — SVij, Stirue iVi, Schnauze 1, 2. Rückenst. lV27 Spitze der 2. Rückenfl. 1%, Schwauzfl. 5. Körper sehr lang* gestreckt, Kopfprofil sehr wenig gekrümmt. Unterkiefer etwas vorragend. Zähue klein. Zunge vorn etwas ausgeraudet. Brustflossen kaum von Kopflänge. Brust beschuppt. Der horizontale Theil der Seitenlinie beginnt unter dem 7.-8. Strahl der 2. Rückenflosse und ist so lang, oder wenig länger als der vordere Theil. Farbe: Silbrig, Rücken blaugrau, Seiten gelblich. Flossen graugrün, Schw^auzflosse gelblich, am Hinterrande dunkler. Bauch- und Afterflossen weisslich. Ein schwärzlicher Flecken am Kiemeudeckel oben. Arab. : Djedaba. 20 Cm. (nicht wohl grösser). Zeitweise im Hafen- und im oflenen Meere, meist in Schwärmen zu Hunderten. Frisst kleine Clupeoiden (^Spratella). Verbreitung: Atlantischer (?) und indischer Oceau. ß) Höhe 4 — 4V4, Augen massig gross. Seitenlinie vorn deutlich, wenn auch weit, gebogen, gleich hinter der ersten Hälfte gepanzert, mit wohl entwickelter Carena, zumal am Schwänze. Ausschnitt oben am Kiemendeckel etwas schräg gezogen, etwas hoch. 13. Caranx affinis. Rp., Kn., Selar Hasseltii Blk., ? Car. Hasseltii Gth., Playf.- Günth. P^lossen gelb, nur Bauch- und Afterflosse weisslich. f) In beiden Kiefern eine mehrreihige Zahnbinde. Zähne gleich- gross (nur bei Car. ferdau etwas ungleich). Vomer, Gaumen und Zunge gezähnt: Carang^oides Blk. Ueber die nachfolgenden 5 Arten, über die Verwirrung herrscht, bin ich zu folgendem Resultate gekommen: aa) Spitze der Rücken- und Afterflosse wenig erhöht, nicht sichel- förmig verlängert. Brust beschuppt (nur die Mittellinie derselben vorn scheint oft eutblösst). ci'^) Kopfprofil parabolisch. Augen mittelniässig (4). Oberkiefer hinten so hoch, als das Präorbitalbein. Unterkiefer kaum vorragend. Operculareinschnitt oben gleichmässig bogig. Der vordere, einen weiten Bogen bildende Theil der Seitenlinie ist etwa um ^/i länger als der hintere, der etwa unter dem 13. Rückenstachel beginnt. Die Carena der- selben wird erst kurz vor dem Schwänze deutlicher, und wird gegen das Ende des letzteren ziemlich hoch und scharf, Analis 2 1/23. ij Es sind gleich grosse Individuen von a und ß verglichen. 58 '^ .«rt P!" ^- ß Kliinzinger: 44. '^' Caranx fuli'ogtitiatHS. Scomher fulvoguttatus Fk., Car. fulvoguttatus Rp. (Atlas nee Catal. Mus. Senkenb.), Günth., Car. auroguttatus (Ehrb,), CV., Rp., Catal. Mus. Senkenb , Carangoides aureoguttatus Blk. (Enum.) D. 8 1/25, A. 2 1/23, P. 1/20, C. 17, L. lat 120 (Schilder: 21), Höhe (zwischen Anfang der 2. Rücken- und der Afterflosse) Sy^, Kopf 4V5, Breite 3, Auge 4 — ^%^ Stirue iViM (Abstand vom Auge zur Stirnlinie IV^), Schnauze iVjM, Präorb. IV2, 3. Rückenst. 3%, Schwzfl. 5. Körper elliptisch, gestreckt. Der Oberkiefer reicht bis vor die Mitte des Auges. Die sichelförmige Brustflosse reicht nicht ganz zur Hälfte der Afterflosse. Die Spitze der 2. Rückenflosse ist etwas höher als der 3. Rückenstachel. Afterstacheln kurz, aber deutlich, der 2. etwas länger. Schwanzflosse gegabelt, mit spitzigen Lappen. Der horizontale Stachel vor der 1. Rückenflosse ist unter der Haut verborgen. Farbe : Oben graublau, Seiten silbrig mit bläulichem Glanz, mit vielen zerstreuten citrongelben Flecken. Flossen graugrün oder gelb- lich. 1. Rückenflosse schwärzlich. Kein Fleck oben am Kiemendeckel. Zuweilen finden sich ganz gelbe Exemplare, die ebenfalls citrongelbe Flecken haben und sonst ganz gleich sind. Variet. flava. Arab.: Qass (nicht Qas = Gerres), 35 Cm. (selten unter 18 Cm.) Zeitweise häufig. Die Hauptzeit ist Juni und Juli. Leben im Hafen und im ofi'enen Meere, auch vor dem Korallabhange, nicht auf der Klippe, in Schwärmen. Fressen Clupeoiden und Atherinen. Nach Angabe der Fischer halten sie sich mehr im Grunde auf, und steigen, wenn sie einen Schwärm jener kleinen, an der Oberfläche schwimmenden Fische sehen, schnell auf, fassen die Beute mit schnappendem Geräusch, wobei ihr Kopf über der Wasserfläche sichtbar wird. Einzelnen Fischen gehen sie nicht leicht nach. Das Fleisch ist gut, auch ihre Eierstöcke (burdSch) werden gegessen. Die Farben des Fisches schillern, im Wasser erscheint er bald weiss, bald gelblich, bald schwärzlich. Die gelben Flecken fehlen nie. Diese Fische werden meist mit der Angel gefangen. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. /?) Kopfprofil convex. Auge etwas gross (SVi). Oberkiefer hinten wenig erhöht, niederer als das Präorbitalbein. Unterkiefer ziemlich vor- ragend. Operculareinschnitt eng, fast spitzwinklig, schräg. Der vordere, einen sehr weiten Bogen bildende Theil der Seiteulinie ist (bei Individuen von 30 Cm.) fast doppelt so lang, als der hintere horizontale, der etwa unter dem 20. Rückenstrahl beginnt. Eine Carena ist nur am Schwänze entwickelt, und nicht sehr hoch und scharf. A. 2 1/19. Zähne sehr klein. Zahnbiude im Unterkiefer sehr schmal. Synopsis cler Fiscbe r'es Rothen Meeres. ^g j^ 15. *Caraiiaß brevlcarinatus Klz. Car. ferdau Rp., Gth. (nee Fk. *). D. 8 1/24, A. 2 1/19, P. 1/18, C. 17, L. lat. (Schilder) 12, Höhe 3i/g_3i/2, Kopf 4*/«, Breite 3%, Auge 3V2, Stirne 1, Schnauze 1 — iVs:!, Präorb. 2, 3. Rückenst. 4, Schwanzfl. 4V5' Farbe: Silbrig, oben bläulich. Keine gelben Flecken an den Seiten. Lippen, Mundhaut, Kieraenhaut, Rand des Deckels und Vordeckels schwärzlich. Rücken- und Schwanzflosse grüngelb, Afterflosse weiss. Zu- weilen obsolete schwärzliche Querbänder über dem Rumpf (wie bei anderen jüngeren Caranx.) Arab.: Qadqüd. 35 Cm. Seltener. Liebt die Tiefe. Wird meist bei Nacht gefangen. bb) Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse sichelförmig erhöht, Brust und eine Zone an den Seiten derselben nackt. a) Diese nackte Brustzone reicht lange nicht bis zu der Brustflosse hinauf, hinten geht sie bis zur Mitte der Bauchflossen. ß«) Die Seitenlinie bildet vorn bis zur Mitte der Rückenflosse einen weiten, aber deutlichen Bogen, der etwa so laug ist, als der gerade hintere Theil. Zähne gleichraässig, klein. 1 Rückenflosse massig hoch (3V2— 4), Die Carena der Seitenlinie ist erst deutlich unter dem vorletzten Strahl der Rückenflosse, am Schwänze ist sie ziemlich erhaben und scharf, Schwanzflosse etwas kurz (5). I. D. 8. Afterstacheln meist deutlich und auf- vichtbar. 16. '^Caranx Bleekeri Klz. Carangoides fulvoguttatus Blk. (nee Fk., Rp.) ? Scomher bajad Fk., (ist zu kurz beschrieben, passt indess eher auf Nr. 17), ? Caranx bajad Günth. pt. D. 8 1/26-27, A. 2 1/22—23, L. lat. 140 (Schilder gegen 20), Höhe 3—4, Kopf 4— 4V4, Auge 4, Stirne \—\%:\, Schnauze 174—2:1, Präorb. 1, 3. Rückenst. 3V2, Spitze der 2. Rückenfl. 2V8i Schwanzfl. ^y^. Die Körpergestalt ist bei Jüngeren länglich-eiförmig, bei Alten (60 Cm.) länger gestreckt, elliptisch. Das Kopfprofil massig convex. Auge ziemlich klein. Der Oberkiefer ist hinten wenig verbreitert, etwas niederer als das Präorbitalbein, am Hinterraude gerade oder leicht concav und endigt vor der Augeumitte. Operculareinschuitt gleichmässig bogig, seicht. *) Forskäl spricht von gelben Flecken, fast gerader Seitenlinie, 3eckig lanzettlicher Erhöhung des vordem Theils der Rücken- und Afterflosse; hoher, kräftiger Carena am Schwänze, was Alles genau auf den unten zu beschreibenden Fisch Caranx ferdau passt und nicht auf den von Rüppell und Günther so genannten. 462 Dr. C. B. Klunziüger; Die Platten der Seitenlinie am Schwänze von halber Höhe desselben. Die langen sichelförmigen Brustflossen reichen nicht ganz bis zur Hälfte der Afterflosse. Afterstachcln meist deutlich. Farbe: Silbrig, oben graublau. Gewöhnlich finden sich an den Seiten des Körpers einige wenige zerstreute, mehr gold- als messingfarbene Flecken. Flossen schwach gelblich, Bauchflossen hyalin. Spitze und Rand der Afterflosse weiss. Hinterer Rand der Schwanzflosse hyalin. Zuweilen bei Jüngeren einige obsolete schwärzliche Querbinden über den Körper. Oben am Kicmendeckel am Einschnitt ein schwärzliclier Flecken. Arab. : Bajäd (Weissfisch), welches indess mehr ein Gattungsname für die grösseren Caranx ist. Diese Art speciell heisst auch Salicha oder Sobtie. Ist im Winter zeitweise gemein. Auch zur Zeit, wenn nach einem Winterregen durch den Regenbach Schlamm in den Hafen gewälzt wird, soll er, wie die Mugil und vielleicht dieserwegen gern erscheinen. Er lebt meist unten und kommt herauf, wenn er Speise sieht. Er soll weniger flink sein als Car. fulvoguttatus. Das Fleisch ist gut, wird auch im Grossen eingesalzen und verschickt, soll aber nicht haltbar sein und bald Würmer bekommen. Die Haut ist sehr dünn und daher schwer unverletzt ab- zubilgen. Verbreitung: Sundainseln. ßß) Die Seitenlinie läuft in ihrem vorderen Theil bis unter die Mitte der Afterflosse fast ohne Krümmung, doch ist dieser Theil scharf von dem horizontalen liintern Theil abgesetzt. Letzterer beginnt etwa unter der Mitte der Rückenflosse und ist etwa iV^mal in dem vorderen Theile enthalten; die Carena beginnt unter dem fünftletzten Rückenstrahl und ist am Schwanz ziemlich hoch und scharf. Körper etwas hoch, ei- förmig. 1. Rückeufl. auffallend nieder. Schwanzflosse ziemlich lang (4). I. D. 7. Afterstacheln M'enig aufriclitbar, besonders bei Aelteren. Einige der Zähne der äusseren Reihe oft stärker (Uebergang zur Gruppe g). 17. '^Caramv ferdau. Scomber ferdau F k. ^} (nee Rp.), Caranx bajad Rp., ? Gth. pt., Oar. fulvoguttatus CV., ? Scomber bajad F k. var. D. 7 V24— 28, A. t i/22, L. lat. (Schilder) 25, Höhe 3—4, Kopf 4%, Auge 3V2— 4V2, Stirne iVk:^, Schnauze i — ^Vz'^j Präorb. 2, 3. Rücken- stachel 7, Spitze der 2. Rückenfl. 2, Schwanzfl. 4. Der hinten abgestutzte Oberkiefer reicht fast bis unter die Mitte des Auges (bei Jüngeren). Operculareinschnitt ziemlich tief, etwas scliräg. Farbe: Wie gewöhnlich silbrig, oben blaugrau. Meist bei Jüngeren gegen o schwärzliche, ziemlich deutliche Querbänder, welche nicht bis zum Bauche herabreichen. Einige wenige zerstreute messinggelbe Siehe Nr. 15, Anmerkung. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. ^ßo Flecken an den Seiten. Flossen gelblicbgrün. Spitze und oberer Rand der 2. RückeuÜos.se schwärzlich, die der Afterflosse vveisslich. Schwanz- flosse am hintern Rande schwärzlich. Arab.: Ferdau. 16 — 50 Cm. Zeitweise im Hafen. Lebt, wie Nr. 16, mehr am Boden, soll sich aber zum Bissen nicht hinaufbemühen, sondern soll warten, bis die Lockspeise mit der Angel zu ihm herunterkommt. Auch sonst soll er ein träges Temperament haben und langsam schwimmen. Fleisch gut. Die scharfe Crista des Schädels ist als Talisman für Kinder geschätzt. Verbreitung: R. M. ß) Brust und die Seiten derselben vorn in grosser Ausdehnung bis zur Brustflosse hinauf nackt. Körper hoch, eiförmig (SV^ — ^Vn)- Augen etw^as gross CIV^)- Der vordere Theil der Seitenlinie bildet einen Bogen und ist wenigstens um Va, oder fast um die Hälfte länger, als der hintere gerade Abschnitt, der hinter der Mitte der %. Rückenflosse beginnt. 18. Caranoc malabaricus, ? Scomber malabaricus Bl. Seh. (Russ. 150), Caranx caeruleopin- natus Rp. (nee CV.), Caranx malabaricus CY., Rieh., Cant., Günth., Playf.-Gth., Kn. Kopfprofil vor den Augen etwas concav eingeknickt. Die Brust- flossen reichen über die Mitte der Afterflosse. Die Carena der Seiten- linie ist nicht hoch, und beginnt erst unter dem letzten Rückenstrahl. Kopfprofil convex. Die Grenze zwischen nacktem und beschupptem Theile zieht sich von der Basis der Brustflosse in einer schrägen Linie bis zur Mitte der Bauchflossen. Die Schultergegend ist beschuppt; ebenso ein Streifen hinter dem Unterdeckel. Farbe (nach Rüpp.): Rücken mit einigen unregelmässigen gelben Tropfen. Rücken-, After- und Schwanzflosse bläulich, die andern Flossen röthlich hyalin. 20 Cm. Mus. Senkenb. Verbreitung: Indische Meere, von Ostafrika bis Australien. Anhang: Car. talamparoides Blk., Gth. Im Mus. Senkenb. findet sich im Weingeist unter 2 verschiedenen Namen : Car. caeruleopmnatus (ausser dem wahren caeruleopinnatus) und fulvoguttatus (vergl. Catal. Mus. Senkenb. Rüpp.) eine Art, die dem talamparoides Blk. entsprechen dürfte und von caeruleopinnatus verschie- den ist. Die Unterschiede von letzterem sind: Die Brust Ist in noch grösserer Ausdehnung nackt, die Grenze zwischen beschuppter und nackter Gegend zieht sich von der Basis der Brustflosse bis zum Beginn der Afterflosse hin; auch die Schultergegend ist nackt. Die Seitenlinie bildet ^g^ Dr. C. B. Klunzinger: 7orii einen deutlichen Bogen; der liorlzontale Theil beginnt unter, nicht hinter der Mitte der 2. Rückenflosse und ist nur um V^ kürzer als der vordere bogig-e Theil. Die Carena ist mittelniässig entwickelt, höchstens das vorderste Viertel des geraden Theiles der Seitenlinie hat die Carena noch nicht entwickelt. Die Körperhöhe erscheint etwas geringer (2V4 — 2V5). Die vordere Erhöhung der 'S. Rücken- und der Afterflosse ist nicht gross. Die Äugen sind gross und der Unterkiefer steht vor wie bei malabaricus^ dem diese Art ira Uebrigen gleicht. g) Im Zwischenkiefer eine mehrreihige Binde hechelföriniger Zähne, deren äussere Reihe viel stärker ist. Im Unterkiefer nur eine Reihe mittel- niässiger Zähne, von denen einige der vorderen oft etwas grösser, hunds- zahnartig sind. Zähne an Gaumen, Vonier und Zunge: Garant Blk. aa) Brust ganz beschuppt. ci) Auge klein. Präorbitalbein so hoch oder höher als das Auge. Schnauze etwas lang, stumpf, mit dicken Lippen. Zunge breit, mit vielen rauhen Platten ausser der Mittelplatte, Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse sehr verlängert, sichelförmig. Schwanzflosse ziemlich kurz (6). 6 — 7 der vordersten Schuppen des horizontalen Theiles der Seitenlinie sind ohue Carena. 19. *C«r«/ia? bisemithoptenis. Rp., Günth. (Anmerk.) D. 8 1/22, A. 1/18, P. 19, L. lat. (Schilder) 32—35, Höhe SV» (grösseres Exemplar von 70 Cm.), Breite 2V2, Kopf 4V4, Auge 6, Stirne 2, Schnauze 2V2 : 1, Präorb. ly^ ".1, 4. Rückenst. 3y^, Spitze der 2. Rückenfl. 2. Körper länglich-eiförmig. Kopfprofil vorn fast gerade, stark ab- schüssig. Schuppen mittelmässig, deutlich. Die Seitenlinie bildet einen deutlichen Bogen, der vorn gerade ausläuft. Bei Aelteren ist der gebogene Xheil so laug als der horizontale, bei Jüngeren kürzer. Die Schilder am Schwänze hoch. Der hinten hohe Oberkiefer reicht bi* unter die Mitte, des Auges. Farbe: Oben gelbgrau bis grünlich, Bauch weiss. Der ganze Körper von schwarzen Flecken übersprenkelt. Kopf oben olivengrün oder grün- gelb. Iris gelb. Brustflossen grüngelb, die andern Flossen bläulich. Hinterer Rand der Schwanzflosse schwärzlich. Nach Rüppell ist die Körperfarbe (bei Jüngeren) am Rücken bläulich, am Bauch röthlich mit Opalglanz. Brustflossen gelb, Bauchflossen weiss, die übrigen Flossen bläulichgrau. Arab. : Küsr. 70 Cm. Selten. Lebt nach Angabe der Fischer am Abhänge (nicht im ofi"euen Meere, wie die andern Caranx)^ doch kommt er auch in den Hafen. Laichzeit Juni. Dann ist er fett und mehr gelblich gefärbt. Als Speise liebt er besonders Barben. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. Synopsis der Fische des Rothen Meeres, ^gg /?) Augen etwas gross (S^/j — ^)- Präorbitalbeiu niederer als das Auge. Schnauze ziemlich kurz, so lang, oder kürzer als das Auge. Zunge mit mehreren Platten ausser der Mittelplatte. Spitze der 2. Rücken- und der Afterflosse massig verlängert. Schwanzflosse nicht lang (^^^2)- -^^^® Schuppen des horizontalen Theiles der Seitenlinie (30 — 36) stark gekielt und hochplattig. Die Platten am Schwänze kaum niederer als dieser. Vorderer Theil der Seitenlinie bildet je nach dem Alter einen kürzeren oder weiteren Bogen, der unter dem 5. — 7. Strahl der 2. Rückenflosse hinten endet. 20. ''Caranoß hippus. Scomher hippus (? Linne) Bl. Seh., (Russ. 148), Caranx Forsteri CV., Ku., Blk., ? Car. hippus Gth. (v, Synon,), Playf. -Gth., Day, Caranx sem (Ehrb.) CV. D. 8 1/19, A. 2 1/15, L. lat. (Schilder) 30, Höhe 2%— 3%, Kopf 3%— 4, Auge 3V2— 4, Stirue 1, Schnauze 1%— 1%:1, Präorb. 2—3, 3. Rückenst. 2%— 3, Spitze der 2. Rückenfl. 27^—3, Schwanzfl. 4V2. Der gebogene vordere Abschnitt der Seitenlinie ist kürzer, als der durchaus beschilderte gerade hintere Theil. Das Verhältniss der Länge beider Abschnitte ist je nach dem Alter etwas verschieden, bei Jungen (von 7 Cm.) 1 : IV2, bei Alten (von 30 Cm.) wie 1 : l'/^, nicht selten ist selbst diese Länge auf verschiedenen Seiten desselben Individuums verschieden. Selten beginnt der gerade Theil schon unter dem 3. Rückeu- strahle, was nach Günther charakteristisch für Car. hippus wäre, son- dern erst unter dem 5.-7. Aeltere Individuen sind auch, wie bei anderen Caranx^ verhältnissmässig etwas niederer. Der hintere hohe Oberkiefer reicht bei Jungen unter die Mitte des Auges, bei Aeltereu bis unter den hinteren Augeurand. An Nacken, Stirne und Präorbitalbein aderige Zeichnungen. Die sichelförmigen Brustflossen reichen bis zum er;;ten Viertel der Afterflosse. Ein vorderes und hinteres Augenlid (bei Aelteren) ent- wickelt, zum Theil gelatinös. Farbe: Silberig, oben bläulich mit Messingglanz. Die gelatinöse Substanz an den Augen gelblich. Flossen graugrün. Rand und Spitze der 2. Rückenflosse schwärzlich, die der Afterflosse oft weisslich. Spitzen und Hinterrand der Schwanzflosse schwärzlich. Die Seitenlinie ist bei Aelteren in ihrem ganzen gekielten Abschnitt schwärzlich. Ein schwarzer Flecken ganz oben am Winkel des Kiemeudeckels. Bei Jüngeren schwärzliche obsolete Querbinden über die Seiten des Körpers. Arab. : Qädam, 6 — 35 Cm. Nicht häufig. Verbreitung: ludischer, Atlantischer uud stiller Occan. U. III. ibbandl. ^9 466 Dr. C. B. Klunzinsrerr bh) Brust, mit Ausnahme einer kleinen ovalen Stelle unten in der Mitte, an der l'ntertiäche nackt, seitlich aber beschup^it. Auge etwas klein. Präorbitalbein fast 7on Höhe des Aug-es. Körper etwas hoch. 21. '^Caranoj sansun. Scomber sansun Fk., Caranx sansun Rp. et Gth. D. 8 1/49—20, A. t 1/15—16, L. lat. (Schilder) 32, Höhe 3-3%, Kopf 3%— 4, Breite 3, Auge 4—6, Schnauze IV^— 2, Stirne 1%:1, Präorb. 1— iVg: 1, 3. Rückenst. ^%, Spitze der 2. Rückenfl. 2—2%, Schwanzfl. 4'/^. Körper, auch bei Aeltereu, ziemlich hoch, länglich eiförmig, Kopf- profil ziemlich steil und gekrümmt, parabolisch. Präorbitalbein ziemlich hoch. Im Unterkiefer zeigen sich vor den vorderen Hundszähnen noch einige kleine in äusserer Reihe. Der horizontale Stachel der Rückenflosse sehr deutlich, freiliegend. Der hintere massig hohe Oberkiefer reicht bis unter den hinteren Augenrand. Die Afterstacheln sind bei Aelteren oft schwer aufzurichten. Aderige Figuren an Scheitel, Stirne, Präorbitalbein und Randtheil des Vordeckels. Der Bogen der Seiteulinie ist bei mittleren Individuen 4V5 — IVamal in dem hinteren horizontalen Theii enthalten. Letzterer ist von seinem Anfang an, der unter dem 7. bis 8. Rückenstrahl liegt, gekielt und gedornt, die Schwanzschilder sind hoch und stark gekielt. Schwanzflosse massig lang. Auch bei den Exemplaren von Rüppell ist nicht die ganze Brust beschuppt, sondern nur in oben genannter Weise. Der nackte Theil ist nach oben gegen die Brustseiten durch eine gerade oder leicht bogige Linie begrenzt, während bei Caranx carangus (wenigstens den Exempla- ren im Mus. Berol. aus dem Atlantischen Meere) auch die Seiten der Brust mehr weniger weit hinauf nackt sind. Farbe: Silberig, mit grünem oder gelblichem Schimmer, oben lila bis graublau. Brustflossen bei Jüngeren gelb. Die übrigen Flossen grau- grün hyalin. Zuweilen ein schwärzlicher Opercularfleck gegen oben, zuweilen fehlt er. Aeltere Individuen meist schwärzlich. Arab.: Die Jüngeren Karämba, die Alten Kirm oder girm. 20 bis 28 Cm. Ziemlich häufig, zu jeder Jahreszeit, Laichzeit Juni. Geht nicht weit ins Meer, auch abwärts nur etwa bis 30 Fuss. Mit der Fluth kommt er auf die Klippe und selbst bis an das Ufer, kleineren Fischen nach- setzend. Das Fleisch ist weniger geschätzt, als das der anderen Caranx- Arten, am wenigsten das der Alten (ignobilis Fk?) und das der schwärz- lich gefärbten Exemplare sind beliebt; diese Färbung soll Magerkeit andeuten. Synopsis Jtr Fisrhe l-i^ Rothin ?!eeres. _t. 2, Afterflosse 4, Breite 5, Länge der Afterflosse 2 Vi in der Körperlänge, Schwauzfl. 4V4. Bei den Exemplaren wechselt die Zahl der Strahlen der Afterflosse, wie bei vielen Scomberoiden, z. B. Eiacate^ Echeneis^ ferner die der Schup- pen der Seitenlinie, welche überdiess meist sehr schwer zu zählen sind? *) Siehe Kner, p. 170 und 172 (Norarareise). 470 Pr r. n. Kl urizi n fcer; sowie endlich die Färbung, ohne dass diese genannten Verschiedenlieiten regelmässig mit einander aufträten, so dass hierauf keine Arten zu be- gründen sind. Daher auch die verschiedenen Angaben der Autoren; so hat nach Günther P.mangala L. lat. 45, nach Kner 50 — 60. P. otaitensis L. lat nach Günther 55 — 65, nach Kner 60. Der Körper ist eiförmig rhombisch. Die Schuppen zeigen eine sehr unregelmässige Anordnung (bei andern Arten sind sie regelmässiger) und ihr Hinterrand ist etwas unre- gelmässig, meist cycloid, aber die Schuppen um die Brust sind sehr oft alle oder theilweise cteuoid. Farbe: Tombakfarben durch viele rothbraune Punkte auf den sonst bläulich silberigen Schuppen. Flossen röthlich. Der Vorderrand und die Spitze der Rückenflosse meist schwärzlich, Afterflosse bald gleichmässig röthlich, bald an ihrem ganzen Aussenrand schwarz. Basis der Brustflosse bald schwärzlich, bald nicht. Ebenso der Hinterrand der Schwanzflosse. Arab.: Kaf el emir. (Hohlhand des Fürsten). 17 Cm. Nicht selten. Im Hafen, Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere, Polynesien, Gattung: Pempherichthys gen. Klz. Die lauge Afterflosse zeigt eine leichte Schuppenscheide, sie selbst ist nicht beschuppt. Die Körperschuppen alle sehr deutlich monostich, ctenoid, regelmässig, gegen den Rand längs gerippt. Schnauze sehr lacunös, Gestalt gestreckt, massig compress, über der Afterflosse nicht ganz platt. Die Schnauze und die Kehle nackt, sonst ist der ganze Kopf beschuppt. Im Uebrigen wie Pempheris. Der Mund ist weit, sehr schief, Unterkiefer vorstehend. Beide Kiefer mit kleinen spitzen Zähnchen in 1 , im Zwischenkiefer auch wohj in 2 Reihen; einige Zähnclien an Vomer und Gaumen. Auge gross. Die Kiemenhaut ist bis zur Mitte der Unterkieferschenkel gespalten, sie bat 7 Strahlen. Vordeckel mit einigen kaum merklichen Zacken. Kiemendeckel tief ausgeschnitten. Die kurze unbeschuppte Rückenflosse mit 5/9 Strahlen. Pseudokieme deutlich, Zunge kurz, glatt. Die Kiemenbögen mit ihren schmalen, gezähnelten Bürstenblättchen deutlich im Mund sichtbar. Die Seitenlinie erstreckt sich auf die Schwanzflosse. '^ Pempherichtys Güntheri Klz, D. 5/9, A. 3/22, P. 15, C, 17, L, lat. 70, Höhe 4, Kopf 4, Breite XVz, Auge 2V2, Stirne 2, Schnauze 2, Präorb. 5 — 6, Rückenstachel IV^, Afterflosse 2V2, Schwanzflosse ^'^/i- Das Küpfprofil wenig gesenkt, fast gerade. Bauchlinie nur hinter dem After etwas aufsteigend, sonst dem Rücken ziemlich parallel. Stirne fast flach. Der Oberkiefer ist hinten abgestutzt, sein oberer hinterer Winkel Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^j]^ ist etwas hinaufgezogen, er reicht unter die Mitte des Auges. Die Brust- flossen reichen bis zum Anfang der Afterflosse, welche unmittelbar unter dem hinteren Ende der Rückenflosse beginnt, die Bauchflossen sind etwas kürzer. Schwanzflosse eingeschnitten gabelig. Die Röhrchen der Seiteulinie in Form einer sehr kurzen Verdickung. Die Seitenlinie ist, entsprechend dem Rücken, wenig gekrümmt. Farbe: Rosenroth. Kopf und Seiten der Brust messiuggelb. 6 Cm. Selten. Familie: Trichiuroidei (^Trichiuridae) Gth. Sie schliessen sich an die Scomberoiden au, zumal an die Xiphioiden, aber sie erinnern durch die Zahnbildung auch an die Sphyränoiden, und durch die lange Rückenflosse an die Blennioideu und Täuioiden. Gattung: Trichiaras L. Trichiiinis haumela. Clwpea haumela Fk., (Russ. t. 41) Trichiurus lepturus Lac, Trichiurus haumela Bl. Seh., CV., Rp., Blk., Gth., Playf.-Gth., Kn. D. gegen 130, A. 90, P. H, Höhe 13, Kopf 7, Breite 3, Auge 5%, Stirne iV*, Schnauze 2V5, Präorb. IV^, mittlere Rückenstrahlen \^/^ — ly^. Ostafrika, ludische Meere. Familie: Gobioidei (Cuv.) Müll. Gruppe: Gobüni Gth. Gattung: Gobias Art., Linne. A. Schuppen gross oder mittelmässig, 50 oder weniger als 50 iu einer Läugsreihe. Schwanzflosse gerundet, nicht verlängert. AA. Ohne Hundszähne. Kopf länger, als hoch. a) Am Winkel des Vordeckels 2 kleine zahnförmige Vorragungen. Untergattung: Oplopomus (Ehrb.) Steindachuer. 1. Gobius oplopomus. CV., Gth., Oplopomus pvXcher Yj\\vh. Symbol, phys. inedit. tab. IX, 6, Nur aus dem R M. bekannt. ^72 '^'' ^- ^' Klunzinger: b) Vordeckel nicht bewaffnet. Augen obeu einander sehr genähert a) Obere Strahlen der Brustflossen fadenförmig, d. h. ungespalteu Nacken, (d. h. Rücken vor der Rückenflosse) beschuppt, der übrige Kopf nackt. (Vßr) Nacken klein beschuppt, Scheitel, (d. h. Rücken gleich hinter den Augen) nackt oder rudimentär beschuppt. acca) Kopf nicht oder kaum breiter, als hoch. Bauchflossen länglich, reichen bis zum After. 1. Rückenflosse oben vorn weiss oder gelblich. 2. '^Gohius nebulopunctatus. CV., Rp., Gth., Pet, Playf.-Gthr. (nee Blk.) Goh. fuscus Rp. Goh. albopunctatus (^punctillatus) Rp.'). D. 6 i/9, A. 9, L. lat. 35, L. tr. 12, Höhe 6, Kopf 4%— 5, Breite ly^, Auge 4, Schnauze 1, 1. Rückenfl. IV2, 2. Rückenfl. in der Mitte IV4, Schwanzflosse 4V4 — 5. Die vorderen Zähne sind ("wenigstens bei Aelteren) etwas grösser. Kein Hauerzahn, aber einige der hintersten Zähne sind etwas grösser als die andern. 2. Rückenflosse etwas höher als die 1., Afterflosse und 2. Rückenflosse hinten etwas erhöht. Der Kopf ist bei Aelteren etwas mehr aufgetrieben, die Bauchflossen reichen bei Aelteren und Jüngeren bis zure. After. Beide Rückenflossen nahe an einander. Farbe: Jüngere heller, gelbweiss, Aeltere mehr braun bis oliveu- grün. Auf dieser Grundfarbe sind sie braun oder schwarz gefleckt und marmorirt. An den Seiten des Kopfes und Körpers viele weisse oder blaue Punkte. 1. Rückenflosse schwärzlich, oder schwarz gefleckt, an der vor- deren Spitze w^eiss oder gelblich. Die anderen blossen, ausser der Bauch- und Schwanzflosse, bei Jüngeren gelb- oder weisspunktirt und gefleckt, bei Aelteren dunkel, grau, einfarbig. Arab.: Morbäs (so heissen alle kleinen Gobius, Slennius und Salarias, welche auf der Klippe sich herumtreiben). 7 Cm. Sie werden nicht ge- gessen. Sie sind nicht leicht zu fangen, sind sehr flink und verstecken sich bei Gefahr sofort in den Ritzen der Steine. Diese Art, sowie G. ornatus und ophthalmotaenia sind die gewöhnlichen Bewohner der Lakuneu an der Uferzone der Klippe. Verbreitung: Ostafrika. *) Ich finde keinen Unterschied iu den beiden Exemplaren des Mus. Sen- kenb., wovon das eine als albo-, das andere als nehulopunctatus bezeichnet ist. Nach Günther sind beide G. = albopunctatus CV., ich finde daran eher die Charaktere von nebulopundatus. Sj'nopsis der Fiscbe des Rothen Meere« a7^ ßßß} Kopf (auch bei Jüngeren) ziemlich breiter, als hoch, au den Seiteil aufgetrieben. Bauchflossen kurz, g-erundet, kreisförmig, reichen nicht bis zum After und haben eine etwas derbe Basalmembran. 1. Rücken- flosse Torn oben ohne hellere Färbung. 3. ■•'Gobiits alboptuH'tatus. CV., Gth., Kn. (nee Rp.) Höhe 5V2— 6, Kopf 4V2, Kopfhöhe ly^ in der Kopfbreite, Schnauze ly^:! (bei Jungen i), Schwanzfl. 6. Farbe: Bei Jüngeren grauweiss, braun gefleckt und marmorirt, oft wie quer gebändert, bei Aelteren dunkler, braun und schwärzlich gefleckt. Keine oder wenig deutliche weisse Puuktirung. Flossen dunkel, oft schwarz gefleckt. Spitze der 1. Rückenflosse nicht heller, 6 Cm, Seltener. Verbreitung: Indischer Ocean. Polynesien. •& /?/5) Nacken und Scheitel bis zu den Augen gross beschuppt. 4. -'Gobi US or malus. Rp., Gth., Kn., Pet, (1868) Steind. (1867) Oo6m.). d) Status '^unltus: Dieselbe Grösse (3 Cm.); es findet sich auch ein Nackencirrhus, kein Nackenhautkamm. Rücken- und Schwanzflosse sind vereinigt. Dors. i.3/19. Der absteigende Theil der Seitenlinie er- reicht die Mittellinie nicht. /?) Augencirrhen verästelt. Schwanzflosse mit der Rückenflosse nicht verbunden. Lippenrand gekerbt. Hinterer Abschnitt der Rückenflosse hö- her. Gleichmässig braun. D. 42/17, A. 18—19 (nach Rp.). 2. Salarias unicolor. Rp., Gth. Nur aus dem R. M. durch Rüppell bekannt. 6) Rückenflosse nicht (oder kaum merklich) ausgerandet, aa) Augencirrhus gefranst. Die Rückenflosse hängt mit der Schwanz- flosse zusammen. Oberlippe papillös gekerbt. Vorderer Abschnitt der Synopsis der Fische des Rotliea Meeres. 439 Rückenflosse beträchtlich niederer. Auch die Xasencirrheii gefrau^t. Höhe 5V2— 6. D. 29, A. 18—19. Mit unregelraässigen gelblichen Wellen und Querbiuden. Rand der Rückenflosse und oberer Raud der Schwanzflosse roth. Präorbitalgegeud schwarz puuktirt. 3. Salarias flavoumbritw». Rp.. Gth. Salarias dama (Ehrb.) CV., Blennius dama Ehrb. Symb, phys. ined. t. IX. 3. Nur aus dem R. M. bekannt. bb) Augencirrhen einfach, klein. or) Körper etwas hoch (3% — 4), compress. Stirne vor dem Mund vor- ragend. Oberlippe gekerbt. Nacken-, Augen- und Nasencirrhen einfach, 2. Abschnitt der Rückenflosse höher, mit der Schwanzflosse verbunden, (die 2 vordem Analstacheln kleiner, die 3 folgenden Strahlen fadenförmig, verlängert, nach Rp.). Braun. Brustflossen und Schwanzflosse gelb. 4. Salarias fnscus. Rp., Gth., Salarias rußcaudus (^Ehrb.) CV. *). Indische Meere. R, M, ß) Körper nieder, lang gestreckt. Oberlippe gekerbt. Kein Nackeu- cirrhus. Rückenflosse vorn höher als hinten, nicht mit der Schwanzflosse verbunden. Bauchflossen auflallend kurz. Kopfprofil convex. 5. '^Salarias tridactylus. Blennitis tridactylus BI. Sehn., Salarias alticus C V., Salarias scandens (Ehrb.) Salarias tridactylus Gth., Steindachn. 1868. D. 16/19, A. 25, Höhe 7%— 8%, Kopf "ly^. Auge 4, Schnauze %, Schwauzfl. 6, V. 2—3 (— 4?). Der Oberkiefer endigt hinter den Augeu. Nach CV. fände sich im Unterkiefer ein Hintereckzahn, ich fand keinen. Der Nackenhautkamra nicht hoch, er reicht vorn bis gegen den vordem Augenraud, sein oberer Rand ist bogig, sein hinterster Abschnitt ist viel niederer, leistenartig. Bei einigen (Weibchen) fehlt er ganz. Eine Seitenlinie ist nicht wahrzu- n< hmen. Die Rückenflosse (bei den Individuen mit Galea) besonders vorn hoch, so hoch, oder höher als der Körper, mit bogigem Raud; der 16. ein- fache Strahl ist kaum kleiner als die andern, die Flosse erscheint aber dadurch doch etwas ausgerandet, dass beide Abschnitte der Flosse bogig ') Kann nicht Salarias frontalis (Ehrb.) CV, sein, welche Art länger ist; die Exemplare der letzteren sind übrigens schlecht erhalten und nicht be- stimmbar. U. \\\. \M,ui.U. CO ^QA Dr. C. R. Kl unzin ger sind. Die Afterflosse ist uur Imlb so hoch als der Körper, hat vorstehende Strahlenspitzeu. Die Bauchflosseu siud kaum halb so laug als die Brust- flossen, iiud erscheinen 2fingrig, bei näherer Untersuchung' aber deutli- cher als bei andern Arten, Sstrahlig. Schwanzflosse ziemlich lang, mit bogigem Rand. Farbe: Dunkelbraun, schwarz gefleckt. Rückenflosse schwärzlich, mit vielen dunklen, schief aufsteigenden Linien. Afterflosse graublau, gegen den Rand schwarz, die vorragenden Strahlenspitzen weiss. Hinter den Mundwinkeln gelbliche Flecken. 8 Cm. Hüpfen an den Felsen im Trockenen am TTferrand herum, mit grosser Gewandtheit und bei Gefahr springen sie sofort ins Wasser. Ich fand sie besonders bei Alt-Koseir und an den Zweibrüderinseln. Verbreitung: Indische Meere. y) Keine Cirrhen. Vorderkopf vorragend. Augen sehr gross. Lippen nicht gekerbt. Graubraun mit schwarzem Längsbande (nach Rp.) 6. Salarias nigrovUtatus. Rp., Gth., Nur aus dem R. M. bekannt. B. Ein Zahn jederseits an der Hinterecke im Unterkiefer. a) Rückenflosse ausgerandet. Bei Männchen ein Nackenhautkamm. Vorderkopf gewöhnlich vorragend oder Schnauzenprofil senkrecht. Ein einfacher Augen-, Nasen- und Nackencirrhus. Der t. Abschnitt der Rückenflosse etwas höher, diese hängt mit der Schwanzflosse nicht zu- sammen. Körper lang. 7. "^Salarias cyanostigma. Blk., Günth. D. 13/19, A. 19—20, V. %, Höhe 7, Kopf 5%, Auge SV^, Stirue 3, Rückenflosse vorn 2, hinten O/j-» Schwanzfl. GVg. Der Augencirrhus ist bald kleiner, bald grösser. Der Ausschnitt der Rückenflosse tief, da der 13. einfache Strahl sehr kurz ist. Die Seiten- linie läuft vorn horizontal, unter dem letzten Drittel der 1. Rückenflosse steigt sie stumpfwinklig abwärts und hört unter dem letzten Rücken- stachel auf. Der Zahn hinten im Unterkiefer bald mehr, bald weniger deutlich. Farbe: Gelblich oder olivenfarbig, mit schiefen oder bogigen, gegen den Bauch zu sich spaltenden bräunlichen oder braunröthlichen Quer- binden. Körper, besonders gegen hinten mit zahlreichen schwarzen Punkten. 2 Längsreihen blauer Punkte oder kurzer Striche, welche je auf den Querbindeu stehen. Am Kopfe rothe Punkte und Flecken und blaue Striche. Am Kiemendeckel oben ein grösserer, blauschwarzer Fleck. Rückeufloise grünlich, vorn mit blassbraunen Flecken, oben mit orange- Synopsis dtr Fisciie deb Ruthen Meeres. ^g^ farbenen Linien. Der gliederstrahlige Theil mit violetten, oben rothen Linien. Brustflossen hyalin, mit schwarzrothen Punkten. Afterflosse weiss- lich hyalin, mit schwärzlichen Strahlenspitzen. Keine Streifen an Brust und Kehle. 6V2 Cm. Selten. Indischer Archipel. Neu für das R. M. b) Rückenflosse nicht oder kaum ausgerandet. KeinNackeuhautkaram. k) Körper etwas hoch, Kopfprofil convex. Ein kurzer gefranster Orbital- und Nasencirrhus, ein mit vielen einfachen Cirrhen besetztes Querband über den Nacken, von einer Schulter zur andern. Oberlippe leicht gefranst Der vorderste einfache Rückenstrahl verlängert. Rückeu- und Schwanzflosse verbunden. Eckzahn gekrümmt, mittelmässig. 8. "^Salarias Sebae, CV., Blk., Gth., ? Kner (Sitzungsber. 1868). D. 25, A. 17, Höhe 4%, Kopf 4V2, Breite 2, Auge 3, Schnauze 4, Stirne 3, 1. Rückenstachel 1, Rückenflossen hinten IV4. Der Oberkiefer endigt hinter dem Auge. Zähne vorn etwas fein. Augencirrhus von halbem oder viertel Augendurchmesser, zuweilen ein- fach. Nasencirrhus zweispaltig. Seitenlinie vorn weit bogig, im hintern Drittel gerade, endigt über der Mitte der Afterflosse. Der Rand der Rückenflosse ist gewöhnlich etwas ausgerandet. Afterflosse niederer als die Rückenflosse, ihre vordem Strahlen kurz. Schwanzflosse gestutzt. Farbe: Braunschwarz. Rost- oder oraugegelbe gedoppelte Quer- und Längslinien am Rumpfe, schiefe am Kopfe. Rückenflosse schwarz, ihr Rand vorn orange. After- und Brustflosse schwarz. Schwanzflosse oben orange. Die Nackenfimbrien tief schwarz. 2 — 3, seltener 6 Cm., häufig in den Gruben in der Nähe des Ab- hanges, besonders zwischen Korallen. Verbreitung; Indischer Archipel. ß) Körper etwas länger, compress, Schnauze fast vertikal. Orbital- cirrhen kürzer als das Auge, einfach oder 3spaltig, Nasencirrhen einfach, Nackencirrhus flach, in 5 — 8 lange Fransen auslaufend. 1. Abschnitt der Rückenflosse ein wenig niederer als der 2., beide mit leicht bogigem Oberrande, ohne merklichen Ausschnitt. Rücken- und Schwanzflosse ver- bunden. Eckzahn vorhanden, aber klein und gerade nach vorn gerichtet. 9. "^Salarias fasciatus. £lennius gattorugine Fk. (uec Linne), Blennius fasciatus Bl., Sala^ rias quadri'pinnis Rp., CV., Blk., Salarias fasciatus CV,, Gth., Playf.=- Gth., Pet. (1868), Salarias ornatus Ehrb. Symb. phys. t IX. 2. D. 12/18, A. 20, V. 2, Höhe öVa, Kopf 6, Breite 1%, Auge 3, Stirne 2, \. Rückenfl. 2, 2. Rüokenfl. iVj, Schwanzflosse 4V2> Kopfhöhe = Kopflänge. 62* ,q.j Dr. C. B. Klunzi njrer: Mund horizontal. Oberkiefer endigt unter dem hinteren Augen- rande. Zähne klein. Vordere Afterstrahleu nach Rp. (bei den Exemplaren im Mus. Senkenb.) verlängert, (bei meinen Exemplaren nicht). Seitenlinie bogig, nur im vorderen Körperdrittel sichtbar. Farbe: Grün, mit mehr weniger deutlichen, olivengriinen oder braunen Querbänderu (7 — 8). Unter dem Auge blaue, oben auf dem Kopfe schwarze Punkte. An Kehle und Kinn weisse Querlinien oder Punkt- reihen. Vorderer Theil des Körpers über den Brustflossen mit kleinen schwarzen Punkten und Strichen ; am hintern Theile des Rückens eine Reihe von 8 — 9 blauen, schwarz gesäumten Punkten. Unterer Theil des Körpers mit grösseren helleren Flecken in 3— 4 Längsreihen. Basis der Brustflossen weiss gefleckt. Schwanz- und Brustflosse schwarz punktirt. Afterflosse an der Basis dunkler. Iris grünlich mit dunklen Radien. 5 Cm. In der Stilophoreuzone der Klippe. Selten. Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. Polynesien. Gattung: Blennias Art. a) Kein Hunds- oder Hauerzahn. a) Ein Nackenkamm ([bei erwachsenen Männchen ?). Kein Augen- cirrhus, ein kleiner Nackeucirrhus und ein sehr langer Nasencirrhus. Rückenflosse tief ausgerandet. Schnauze vertikal. Körper laug. Präorbital- bein von Höhe des Auges. 1 . -^Blennitis hypenetes *) K 1 z. D. 12/19, A. 21-23, V. 1/2, P. 13, C. 13, Höhe TVz, Kopf 6, Breite iVz, Auge 3V2, 2.-3. Rückenst. 1, 2. Rückenfl. 1, Stirne 3, Prä- orbitalbein 1, Schwanzfl. 7. Körper länglich, compress. Kopf ein wenig länger als hoch, Augen mittelmässig, sehr genähert. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges. Der Nackenkamm deutlich, erstreckt sich vorn bis zur Mitte der Augen, bei Jüngeren fehlt er. Die auffallenden Nasencirrhen meist länger als die Augen, reichen über den Mund herab. Der 12. einfache Rücken- strahl sehr kurz. Schwanzflosse abgerundet, mit der Basis der Rücken- flosse leicht durch Haut verbunden. Brustflossen nicht ganz doppelt so lang, als die Bauchflosseu, Farbe: Grauweiss, mit 7—8 'braunen oder braunröthlichen Quer- binden oder Flecken. Untere Hälfte des Kopfes und die Basis der Brust- flossen fein braun punktirt, der Kopf, besonders unten an der Kehle, zu- weilen auch braun gefleckt. Vorderer Theil des Rumpfes mit zerstreuten schwarzen Punkten, die hintere Hälfte mit 2—3 Längsreiheu hellblauer Punkte oder kurzer Striche. Nackeukamm, Nasencirrhus und ein Fleck an *J Von vnrivri Schnauzbart. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. 493 der Kehle hellgelb. Brustflossen grünlich. Vordere Rückenflosse weisslich mit dunkelgrauen Nebeln und gegen den Rand mit einigen bräunlichen Längslinien. 2. Rückenflosse hyalin mit schwarzen Punkten, gegen den Rand mehrere weisse Längslinien. Afterflosse gelblich, schwarz gerandet. Schwanzflosse hyalin, am Rande blauschwarz. 6 Cm. Häufig an den Gruben der Korallzone der Klippe. Koramt gern an den Rand der Gruben an die Luft, oder auf das Trockene bei der Ebbe, verkriecht sich gern in leere Röhren und schaut neckisch daraus hervor, auch wenn mau sich ihm nähert; erst im letzten Momente huscht er mit grosser Gewandtheit hinein oder fort. Durch seinen ^^Schnauz- bart" und seine Manieren erscheint er sehr komisch. ß} Kein Nackenkamm (bei den vorliegenden Exemplaren). Augen- cirrhen einfach, kürzer als das Auge. Kleine Nasen- und Nackencirrhen. Rückenflosse nicht oder kaum ausgerandet. Schnauze couvex. Körper lang. Präorbitalbein niederer als das Auge. 2. '■^Blennius Jugalaris Klz. D. 12/18, A. V^O, Höhe 7, Kopf 6, Breite \%, Auge 2%, Präorb. iVj— -2, Rückenfl. iVj, Schwanzfl. 6»/^. Der Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges. Augen sehr ge- nähert. Beide Theile der Rückenflosse mit bogigem Rande, die hinteren einfachen Strahlen etwas niederer, aber keiner auöallend klein. Kein Hundszahn. Farbe: Grüngrau oder gelblich, fein schwarz punktirt, mit bogigen brauneu Querbinden oder Flecken. Mehrere Reihen silbriger, blau schim- mernder Striche oder Punkte an den Seiten und gegen den Rücken. Rückenflosse vorn mit schw^arzem Fleck, sonst schwarz gewässert oder geringelt. Afterflosse hyalin, schwarz gesäumt, mit vorragenden weissen Spitzen. Brustflossen hyalin, Bauchflossen weisslich. Schwanzflosse mit mehreren schwärzlichen Querbiuden. Augencirrhen röthlich. Kinn und Brust gelb, oder gelb und schwarz gefleckt. 5 Cm. An den Korallgrubeu am Klippeuabhange nicht selten. b) Hinten im Unterkiefer einige einzeln stehende Zahne, die indess nicht grösser als die andern, nicht hundszahnartig sind. Ferner kein Nackenkamm, ein langer Augencirrhus, kurze Nasen- und Nackencirrhen. Schnauze concav, schräg. Rückenflosse tief ausgerandet. Präorbitalbeiu nieder. Körper lang. 3. *Blenmus cormfer. Rüpp., Günth. D. 12/20, A. 2o, Höhe 7, Kopf 5%-6, Auge SVj, Stirne 4—6, Präorb. 2, Rückeufl. IV4, Schwauzfl. öVi- trti Dr. C. D. Klunzinger; Die Schnauze fällt schief nach vorn und unten ab, ist etwas con- cav, mii vorragendem Muude *). Der Oberkiefer endigt unter dem hintern Theile des Auges. Augencirrhus lang, meist länger, oft doppelt so lang als das Auge, schmal, einfach oder au der Spitze etwas gespalten. Beide Theile der Rückenflosse gleich hoch, der letzte einfache Strahl sehr kurz. Schwanzflosse gerundet, mit der Rückenflosse kaum verbunden. Farbe: Oliveufarbig oder gelb, mit braunen Flecken oder Quer- binden, die gegen unten oft getheilt sind. 4 — 5 Längsreiheu kurzer, schimmernder, blauer Striche. Kopf und Basis der Brustfloi^sen weiss puuktirt, mit weissen Flecken und Linien. Augencirrhus grün, roth ge- rändert. Rückenflosse vorn mit dunkelbraunem Fleck^ ihr vorderer Theil gelblich, mit weissen Punkten und braunen Nebeln, der hintere mit ein- zelnen schwarzen Punkten und rosenrothem Rande. Afterflosse an den Strahlen mit blauen schimmernden Punkten, mit weissen Spitzen. Schwanz- flosse grünlich, mit weissen Punkten, ihr Hinterrand rötblich. Brust- und Bauchflosseu grünlich. 5 Cm. Au Korallbrunneu am Abhänge. Selten. c) Hinten im Unterkiefer ein ansehnlicher Hauerzahu, ein kleinerer im Zwischenkiefer. Kein Nackenhautkamm. Augeucirrhen meist verästelt. Nasencirrhus kurz ? Nackencirrhen keine ? Schnauze fast vertikal. Rücken- flosse etwas ausgerandet, mit der Schwanzflosse verbunden. Körper etwas hoch (5). % Afterpapillen hintereinander. 4. Blennius cyclops, Salarias cyclops Rp.^} (Atlas), CV., Gth,, Blennius semifasciatus Rp. (N. W.) Gth. D. 29, A. 20. Die Seitenlinie bildet in der 1. Rumpfhälfte einen Bogen. Unter dem Auge Poren oder kurze Röhrcheu. Beide Rückenflossentheile gleich hoch, der letzte einfache Strahl etwas niederer als die andern. Farbe: Braun, am Kopf ist bald weisse, bald mehr schwarze Punk- tirung vorherrschend. Zwischen 1. und 2. Rückenstachel oben ein schwärz- licher Ocellus. Am Körper dunkle Querbänder oder Querwellen. Gattung: Petroscirtes Rp. Mund an der Bauchseite, quer, weit hinter der stumpfen, gerundeten Schnauze. Körper sehr lang gestreckt, nieder, compress. Kopf etwas breit, depress. Ein Hauerzahn bloss im Unterkiefer. Keine Cirrhen, noch Kamm. ^J Nach Rüppell wäre die Schnauze senkrecht, aber auch bei dem Exem- plare im Mus. Seiikenb. steht sie unten vor. Gehört hierher, wie mich Vergleichung im Mus. Senkenb. belehrte und ist kein Salarias. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^95 FIosseiistrahleTi einfach. Rückenflosse beginnt auf dem Scheitel über dem Kiemeudeckel, ist gleich hoch und mit der Schvvauzflosse nicht verbunden. i. "^ Petroscirtes tapetnosoma Blk. Gth. D. 46, A. 33, Höhe 10, Kopf 6, Breite 2, Auge 3, Stirne 1%, Schnauze iVk, Rückeufl. 2, Schwauzfl. 7. Kopfprofil etwas convex. Der Mund liegt etwas vor der Höhe des vordem Augenrandes. Die Zähne gedrängt, an der Basis schmäler, meisselförraig. Obere Kopffläche und Gegend um die Augen runzlich, porös, hart. Kiemeuöffuung niederer als das Auge, liegt vor der Basis der Brust- flosse. Bauchflossen schmächtig, in Form zw^eier Fäden, der innere Strahl verlängert, reicht bis zur Spitze der Brustflosse. Schwanzflosse etwas aus- gerandet, mit vorragenden Strahlenspitzen. Afterflosse fast vou Höhe der Rückenflosse. Farbe: Obere Körperhälfte violett bis olivenfarbig, gegen oben mit einer weissen Längslinie von der Schnauze bis zur Schwanzflosse. Da- runter in der Körpermitte schwarze Flecken, die gegen hinten zu einer Längsbinde und an der Schwanzflosse zu einer schwarzen gelbgesäumten Längslinie zusammeufliessen. Untere Körperhälfte w^eiss mit einer schwarzen Längsbiude vou den Lippen bis zum Schwänze. Brustflossen hyalin, Bauchflossen weiss. Rückenflosse gelblich, oben schwärzlich mit weissem Rande. Afterflosse schwärzlich hyalin , weiss gerandet. Schwanzflosse hyalin, mit mittlerer schwarzer Längslinie. 5% Cm. Selten. b) Mund seitlieh. Hauerzähne seitlich in beiden Kiefern. aa) Kopfprofil fast gerade, horizontal, nur ganz vorn an den Zähneu convex. Schnauze lang. Zähne nur 16 — 18/13—14 (ohne die Hauer). Keine Cirrhen. Kopf oben knochig netzig. Auge gross. Suborbitalring zumal hinten schmal. Schwanzflosse mit Rücken- und Afterflosse nicht verbunden. Körper lang, nieder. 2. '' Petroscirtes filamenfosus. Blennechls ßamentosus CV., Petroscirtes filamentosus Gth., ? Äspi- dontus taeniatus Q. G. D. 36 ? A. 26 ? Höhe b— 8%, Kopf 4V2, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, Rückenflosse 2 ? Schwanzfl. 7. Der in die Quere gewölbte Oberkiefer ist etwas länger als der Unterkiefer. Der Oberkiefer reicht bis unter den vorderen Augenrand. Die Kiemenöfi'nung mittelmässig, kürzer als das Auge, reicht bis zur Mitte der Brustflosse herab. Bauchflossen ziemlich kurz, reichen nicht bis zum Ende der Brustflossen. Schwanzflosse leicht gerundet. Die Rücken- flosse scheint vorn etwas erhöht, sie beginnt in der Mitte zwischen Auge und Kiemenöff'nung. iüQ Dr. C. ß. Klunzinger: Farbe: Grünlich, Hinterhaupt gelblich. Ein braunes Band oder statt dt^ssea 10 dunkelbraune Flecken vom hintern Augenrande bis zur Schwanzflosse. Der übrige Tlieil des Rückens heller braun. Unter dieser Binde ein silbriger Streifen von der Lippe zum Schwänze. Rückenflosse olivenfarbig (mit ovalem schwarzem Fleck?), Schwanzflosse hyalin, in der Mitte dunkel. bb) Kopfprofil abschüssig oder convex. Zähne zahlreich, oben und unten gegen 30 ausser den Hauern. or) Rücken- und Afterflosse nicht, oder wenigstens sehr unvoll- ständig mit der Schwanzflosse verbunden (eine kurze Membran hinter den letzten Strahlen, die sich nicht bis zur Schwanzflosse erstreckt). Kiemeu- spalte über der Basis der Brustflosse. fva) Rückenflosse vorn erhöht. Bauchflosse lang. Oben und unten jederseits 1 Hauerzalin, der untere viel grösser. Stirne schmal. 3. '^Peiroscirtes mUrattis. Rp., Gth., Blennechis mitratus CV. , Petroscirtes barhatvs P e t. Gth. (ist nicht verschieden, hat auch viele Cirrhen am Kopfe). D. 27, A. 17, Höhe 4, Kopf 4, Auge 4, Stirne 1%— 2, Schnauze 1, 1. Rückenfl. IV3, Schwanzfl. 6V2. Schnauze abschüssig, convex oder schräg. Der untere Hauerzahn gross, der obere kleinere ragt aus dem geschlossenen Munde hervor. Der Oberkiefer reicht nicht unter die Mitte des Auges. Suborbitalknochen hoch, wenig niederer als das Auge, von viel verästelten Leisten hart und rauh. Stirne concav, in der Mitte glatt, nackt. Ein verästelter Cirrhus über der Mitte der Orbita, kleiner als das Auge, ierner finden sich Cirrhen: Am vordem Orbitalrande, unter dem Kinn, am hintern und untern Rande des Vordeckels und eine schiefe Reihe von der Kiemen- öftnung zum Nacken und zum Auge. Die Kiemenöfi*nung liegt über der Basis der Brustflossen. Die Rückenflosse beginnt kurz hinter dem Auge, der 1. Stachel ist der höchste. Der Mittelstrahl der 3strahligen Bauch- flosse verlängert, reicht bis zur Afterflosse, ist länger als die Brustflosse, Schwanzflosse abgestutzt. Die nur vorn sichtbare Seitenlinie sehr nahe dem Rücken. Farbe: Gelb, braun und grau gescheckt und marmorirt. Gegen den Rücken % — 3 innen helle, aussen schwarze Ocellarflecke. Iris dunkel radiirt. Brustflossen hyalin, die andern Flossen dunkel marmorirt. Schwanz- flosse weisslich, schwarz punktirt oder geringelt. 7 Cm. Verbreitung: Mozambique, ? indischer Archipel. ßß^ Rückenflosse überall gleich hoch. Bauchflosse kurz, reicht lauge nicht zum After. Oben jederseits mehrere, unten ein Hauerzahn. Stirne breit. Synopsis der Pische des Rothen Meeres ^9 '7 4. Petroseirtes ancylodon. Rp., CV., Gth. D. ;29, A. 19, Höhe 4V2 (nach Rp.). Auch hier finden sich ausser dem Orbitalcirrhus noch mancherlei Cirrheu am Kopfe. ß) Rücken- und Afterflosse mit der Schwanzflosse vollständig ver- einigt Enchelyurus Fet. (ßerl. Acad. Monatsber. 1868, S. 268.) 0. '^Petroseirtes Kratissn Klz. D. 30, A. 20, Höhe SV^, Kopf 5, Auge ^%, Stirne 2, Schnauze IV4, 12. Rückenstrahl ly^, Schwanzfl. 6. Körper massig lang, stark zusammengedrückt, auch der Kopf. Kopfprofil völlig convex. Oben und unten jederseits ein Hauerzahn, der untere ziemlich stark. Der Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges. Die Kienienöff nung hat die Höhe des Auges, sie beginnt über der Basis der Brustflosse und erstreckt sich noch bis über das erste Viertel dieser Basis herab. Körper sehr glatt, schlüpfrig. Die Seitenlinie steigt zuerst aufwärts, läuft nahe dem Rücken hin, und hört, wieder etwas sich senkend, etwas hinter der Spitze der Brustflosse auf. Rückenflosse vorn am niedrigsten, hinten höher, ebenso After- flosse. Schwanzflosse gerundet. Bauchflossen schwach, 2strahlig, kurz, der innere längere Strahl reicht nur zur Mitte der Brustflosse, diese noch nicht zum After. Cirrhen fehlen. Farbe: Schwarz oder schwarzgrün, der hintere Theil des Körpers oft heller, mehr olivenfarbig. Spitze der Brustflossen grüngelb. Seiten des Kopfes mit parallelen schrägen, etwas welligen schwarzen und schwarz- blauen Linien; solche durchziehen auch die Iris. Afterflosse mit einer blauen Längslinie, die, Spitzen ihrer Strahlen sind blauweiss. 4 Cm. Zwischen Steinen und Korallen am Abhänge. Nicht selten. Enchelyurus flauipes Fet. unterscheidet sich durch längere Bauch- flossen und Lage der Kiemenöffuung der Basis der Brustflosse gegenüber, sowie Farbe, Grösse und Strahlenzahl. Gattung: Tripterygium Risso. a) Seitenlinie läuft in Form von erhabenen Strichen bis unter die Mitte der l. Rückenflosse und setzt sich in der zweitnächsten Schuppeu- reihe darunter in Form je eines Einschnittes am hinteren Schuppenrande fort bis zur Schwanzflosse. Schnauze spitz, Unterkiefer schmal. 1. Rücken- Üosse von Höhe der 2. oder höher. Ein kurzer Orbital- und Nasencirrhus. Strnhlcuzahlcn s. u. 3d. lli, AbuuüGi, 63 ^Qg Dr C. n. Kliinzinger: 1 . * Tripferijfjhim pufillUim. Enneapteryuiuft pusillus Rp., Gth. D. 3/H— 12/9— 10, A. 18, L. lat. 33, Höhe 6, Kopf 4, Auge 2% bis 3, Stirue 4, Schnauze 1, 1. Rückenfl. IV4, Schwanzfl. 6. Körper länglich, coiupress. Schnauze unten etwas vorgezogen, daher Kopfprofil vorn concav. Zähne in beiden Kiefern vorn in einer Binde, an den Seiten eine Reihe conischer Zähne. Der Oberkiefer endigt unter dem vorderen Theile des Auges. Augen einander sehr nahe. Kopf nackt, gra- nulirt*) oder Hinterhaupt knöchern, platt, mit hufeisenförmigem Ein- schnitt für die 1. Rückenflosse. Die 1. Rückenflosse etwas hoch, die 2. höher als die 3. Die Brustflossen reichen bis zur Mitte, die jugularen Bauchflossen bis zum Anfange der Afterflosse. Schwanzflosse gerundet. Schuppen mittelmässig, ctenoid. Farbe: Grün, dunkler grün gescheckt. Am Kopfe schw^arze Punkte. Unter dem Auge meist eine dunkelbraune blaugesäumte Querbinde. Flossen grünlich, hyalin. Hinterhaupt röthlich. 2*3 Cm. Selten. Zwischen Korallen. Nur aus dem R. M. bekannt. |S) Die Seiteulinie läuft, leicht sich zur Mitte herabsenkend, bis unter die 3. Rückenflosse in Form von erhabenen Strichen, am hintern Theil fehlt sie. Schnauze stumpf, beide Kiefer gleich lang, i. Rücken- flosse nieder, kaum halb so hoch als die 2., 3. wenig niederer als die 2. Nasententakel kurz, warzenartig, Orbitaltentakel? (scheint zu fehlen). Strahlenzahleu S. u. 2. '''Tripterijghim ohttislrostre Klz. D. 3/13/10, A. 18—19, L. lat. 36, P. 17, C. 13, Höhe SVj, Kopf 4, Auge 3, Schnauze 1, Stirne 3, 1. Rückenfl. 3, 2. 1%, 3. 2, Schwzfl. 5V2. Körper länglich, compress, vorn breiter und höher. Kopfprofil an der Schnauze vorn concav. Zähne in beiden Kiefern in mehrreihiger Binde, die vorderen Mittelzähne etwas grösser. Einschnitt des knöchernen Hinterhauptes stumpf, etwas seicht. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges. Die Brustflossen reichen bis zum 3. — 4. Strahl der Afterflosse, die Bau eh flössen nicht ganz bis zum After. Afterpapille sehr kurz. Schwanzflosse leicht gerundet. Farbe : Grünlich, Kopf und Rumpf (an den Körnern) schwarz punktirt, am Kopf röthliche, am Rumpf oft weissliche Flecken. Flossen röthlich. 3y2 Cm. Selten. Zwischen Korallen. ^) Ich finde keine Leiste auf dem "Vordeckel, überhaupt keine Cataphracten- charaktere. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. j gn Familie : Pediculati C u v. Gattung: Antennarias (Commers.) Cuv. a) 2. Rückenstachel freistehend, vom 3. entfernt. Muudspalte sub- rertikal oder etwas schräg von oben nach hinten unten geneigt. cc) 1, Riickenstachel von Höhe des 2., um V2 höher als das Auge, borstenartig, etwas platt, am Ende mit einem weichen, wie aus vielen kleinen Läppchen bestehenden sichelförmigen Anhang; er steht auf dem Schnauzenrücken, etwas vor dem Auge. Die Haut ist überall durch halb- mondförmige oder dreizinkige, an der Basis verschmälerte Blättchen rauh. Hautcirrhen vorhanden, aber wenig zahlreich. 1. Aniennariiis nummifer.^) Chironectes nummifer Cuv. (Mem. Mus., nach der Abbildung läuft hier die Rückeuborste in einige Cirrhen aus, sonst ist kein Unterschied von der RüppelTschen Art), CV., Rp., Antennarias nummifer Gth., ? Blk., ? Chironectes chlorostigma (Ehrb.) CV. D. 3/12, A. 7, P. 10, Höhe 2, Breite % Kopf 3, Schnauze 1. Farbe: Braungelb, mit dunkleren Punkten und Flecken. Ein ovaler dunkelbrauner, heller gesäumter Flecken an der Basis der Rückenflosse unter dem 7. — 9. Strahl. 3 Zoll. ß) 1. Rückenstachel ein wenig höher als der 2., von Höhe des Auges, fein borstenartig, nicht platt, am Ende in ein schmales weiches Läppchen auslaufend; er steht über dem vorderen Augenrand. Die Haut ist durch von der Basis an in '2 diver girende Zinken gespaltene, öfter gekrümmte Dörnchen überall rauli. Hautcirrhen fehlen. Körper fast kreisrund. 2. '^Aniennariiis coccineus. Chironectes coccineus Less. Garn., CV., Antennarius coccineus Gth. D. 3/12, A. 7, P. 10, C. 9, V. %, Höhe % Breite 2%, Kopf 4, Auge 3, Schnauze 1, 2. Rückenflosse 3%^ Stirne iVs • 1? Schwanzfl. 4, Länge des Oberkiefers '2V2 i" cler Körperhöhe. Wie bei Nr. 1 zeigt sich die Seitenlinie in Form vertiefter, nackter Striche, sie ist vorn gerade, dem Rücken nahe; oben auf der Stirn zeigt sie sich in Form nackter Gruben. Die Zähne in Binden, nach einwärts *3 Ein als Chironectes nummifer bezeichnetes Exemplar von Ehrenberg aus dem R. M. im Mus. Berol. entspricht am meii-ten dem Antennarius noto- phthalmus Blk., Gth,, hat aber nur 8 Strahlen in der Brustflosse. 63 * 500 Dr. C. B. KliinzinfTcr- biegbar, die ioncrii Ziiliüe grösser. 2. Riickenüosse, sowie die Afterflosse, hinten etwas erhöht. Farbe: Zinnoberroth ins Bräunliche , mit zerstreuten schwarzen Flecken. Ein ziegelrother Flecken über den Brustflossen unter der Seiten- linie. Flossen roth, Brustflossen gelblich. Rücken-, After- und Schwanz- flosse roth gefleckt. 6 Cm. Selten. 6) 2. Rückeustachel hinten seiner ganzen Länge nach durch eine Haut mit dem Körper verwachsen, und dadurch mit dem 3. fast zusam- menhängend. Mundspalte schräg von hinten oben nach vorn unten geneigt. Augen sehr klein, viel kürzer als die Schnauze. Haut rauh. An den Seiten des Kopfes eine kreisförmige Warzeulinie. Auch die Seiten- linie warzig. 3. Antennarins caufiimaculains Rp. Gth. D. 3/13, A. 7, P. 10. Rothbraun, mit vielen braunen Flecken und Ocellen. Gattung: Itatrachus. Steht bei Günther in seiner Familie: Batrachidae^ die er von den Pediculati trennt. *Batrachu* cirrftosus Klz. D. 3/48, Ä. 14, P. 25, V. %, C. 13, Höhe 41/2, Kopf 3, Breite 1%, Kopfbreite in der Kopflänge IVs, Auge 5, Stirne I, Schnauze 1, 2. Rüeken- stachel 3 Vi, 13. Strahl der 2. Rückenfl. 2, Schwauzü. 7. Kopfprotil leicht parabolisch, wenig convex. Kopf wenig länger als breit. Das Kinn ragt etwas vor. Der Oberkiefer endigt hinter dem Auge. Zähne in beiden Kiefern vorn in mehreren Reihen, im Gaumen und Vonier in einer Reihe; sie sind conisch spitz, nicht dicht; die im Zwischenkiefer sind etwas schwächer. Augen ziemlich gross, läuger als hoch, Stirne massig breit. 2 Dornen am Kiemendeckel, 2 amUuterdeckel, je der obere davon länger. Am Kopfe viele gefranste Cirrhen; ein besonders ho- her und zusammengesetzter über jedem Auge, fast von Höhe des letzte- ren; längs des unteren Randes des Unterkiefers sitzen deren gegen 12, grössere und kleinere, ein grösserer auch hinten am Oberkiefer. Sehr kleine Hautcirrhen sind auch über den Körper zerstreut. Kopf nackt, Rumpf beschuppt, die Schuppen sind von der Haut bedeckt, ziemlich klein, cycloid. Die Stacheln der 1. Rückenflosse, besonders der 2. sehr stark, aus einer dicken Hautfalte vorstülpbar (wie bei Sy}iancej(x). 2. Rücken- flosse gegen hinten am höchsten. ßrustUosseu gerundet, reichen fast bis zum After. Bau<'hÜossen lanzettförmig, zugespitzt, reichen fast bis zur Synopsis der Fische des Rothen Meeres. kqi Hälfte der Brustflossen. Afterflosse, wie die t. Rückenflosse, liinten etwas länger. Schwanzflosse gerundet. Farbe: Gelblich weiss, dunkelbraun gefleckt und marmorirt. Bauch heller. Kopf klein schwarz gefleckt. Flossen braun oder gelblich, mit schwärzlichen Flecken und Nebeln. 34 Cm. Selten. Unterscheidet sich von Batrachus didactylus Bl. Seh. durch etwas kürzere (einige weniger Strahlen zählende) Rücken- und Afterflosse (dort D. 3/^0 — 21 und A. 16 — 17), grösseres Auge, 4 Dornen am Deckel und ünterdeckel (dort 3), Vorhandensein von Augencirrhen. Familie: Labyriiitliici Cuv., Müll. Aus dieser Familie, welche nach Kner zu den Weichflossern zu versetzen ist, ist im Rotlien Meere noch kein Repräsentant gefunden worden. Familie: Teuthyes Cuv. part., Teutlüdidae Gth. Die Trennung der Teuthyes Cuv. in eigentliche Teuthyes und Acro- nurideu ist sehr am Platz, denn diese haben sehr wenig gemeinsame Cha- raktere. Ich möchte selbst die ersteren mehr den Scomberoideu nähern, während die letzteren im Habitus mehr den Squamipennes gleichen. Gattung: Amphacanthus. Teuthis Linne pt. ^), Cant, Gth., Amphacanthus Bl. Seh., CV. a) Körper gestreckt, Höhe 3V4 — SVj. Rückenstacheln schlank. Glie- derstrahliger Theil der Rückenflosse nieder, wenig gerundet, Schwanzflosse nicht abgestutzt. Kopfprofil fast gerade, an der Stirne oft ein wenig con- cav, vorn an der Schnauze gekrümmt. a) Schwanzflosse leicht ausgeschnitten (ihre äusseren Strahlen nur etwa Vjmal länger als die mittleren), die Lappen wenig spitz. Die Wan- gen wenig niederer als das Auge. Jederseits \t Zähne im Unterkiefer. ^) Der Name Amphacanthus ist vorzuziehen, da Linue unter dem Nam-^u Teuthis sowohl einen Amphacanthus als eiuou Acanihurus bescliriebeu bat. KQ<} Pr. C. B. Klunzingor 1. 'Amp/iacanihns sigan.^) Scarus siyanu» (^rivulatus) Fk., Amphacanthus siganus (Rp. pt. ^3, CV., ?Gth. D. 13/10, A. 7/9, V. 1/3/1. Höhe (vor der Afterflosse gemessen) 3%— 3V2, Kopf SVi, Breite 3, Auge 4, Stiriie 1, Schnauze \%: 1— l^A*. 1, 5. Riickeust. 3, vordere Riickeustrahleu 4, Schwanzfl. SV^. Körper ziemlich gestreckt, bald mehr bald weniger, er ist in der Gegend vor der Afterflosse höher als vor der Rückenflosse. Der Ober- kiefer des kleinen Mundes reicht kaum bis zur hinteren NasenöÖ'uung Die Zähne meist ^spitzig, in der Art, dass die oberen die kürzere Spitze vorn, die untereu hinten haben. Der leisteuartige vordere Augenrand bald gezähnt, bald nicht. Die Wangen erscheinen nackt oder es finden sich zerstreute Schüppchen daran. Kopf oben sehr runzlig. Die Bauchflosse reicht etwas über die Brustflosse hinaus. Die Wangen meist nackt, zu- weilen aber auch treten die Schüppchen unter der Haut daselbst deutli- cher hervor. Farbe: Grangrün, mit dunklen Flecken und Wolken, welche zuweilen querbaudartig liegen. Unterer Körpertheil mit gelben, etwas welligen Längslinien, die zuweilen netzartig verbunden sind. Brust- flossen gelb hyalin, Bauchflossen weiss. Die anderen Flossen grünlich und braun gefleckt und marmorirt. Arab. : Sigän beledi. 28 Cm. Sehr gemein, hält sich in den seichten Klippentümpeln auf, mit Gerres und andern zusammen-, nur bei starker Ebbe kommt der Fisch an den Abhang. Im Hafen finden sich meist nur Jüngere. Soll nur Pflanzen fressen, keine Fische, wohl aber Excremente. Die Angel beisst er nicht an, daher man ihn in Körben mit enger, schrä- ger Eingangsmündung fängt. Das Fleisch ist sehr geschätzt (Rüppell fand es schlecht), es soll diarrhöestillend sein. Die Stacheln sind sehr gefürchtet. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. ß) Schwanzflosse tief ausgeschnitten (^ihre äussern Strahlen 2 — 3mal so lang als die mittleren), die Lappen sehr spitz. Die Wange nieder, ihre Höhe fast 2lmal im Auge enthalten. Im Unterkiefer 16 — 17 Zähne jeder- seits (bei kleineren 12?). *) Der Fisch heisst Sigan im Arabischeu, Die Latinisirung in Siganus scheint mir unpassend und inconsequent. ■^3 Der von Rüppell abgebildete Fisch ist eiförmig (Höhe 3). Dem ent- spricbt nur 1 Exemplar im Mus. Senkenb., während alle anderen daselbst gestreckter sind und ihre Höhe mehr als 3nial in der Gesammtlänge enthalten ist. Auch meine Exemplare und die von Ehrenberg sind ge.streckt. Die eiför- mige Form dürfte dem Amphac. tiehulosus Q.-G. und Playf.-Gth. ent'^precben. Ich finde übrigens sonst keinen Unterschied von den gestreckten Formen. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 5Q3 2. '•' Amjihacanthus rostrutus. Ämphacanthus rostratus CEhrb.) C V. ^), Teuthys rostrat a Play f.-Gth. Die Schnauze ist nicht länger als bei sigan. Farbe: Mehr graublau, mit einigen dunkleren Flecken. Die Längs- linien wie bei Ä. sigan^ sie sind indess heller gelb. Arab.: Sigän scheblh. Wird etwas grösser a]s A. sigan. Das Fleisch ist noch mehr geschätzt. Diese Art wird von den Fischern wohl unter- schieden. Verbreitung: Ostafrika. 6) Körper hoch, eiförmig (Höhe weniger als 3mal in der Gesammt- länge). Riickenstachelu hoch und stark. a) Schwanzflusse, wenn ausgestreckt, abgestutzt. Kopfprofil etwas conyex. Weicher Theil der Rückenflosse ziemlich hoch und stark gerundet bis gewinkelt, ebenso die Afterflosse. D. 13/9— iO. 3. '^Ämphacanthus laridus. (Ehrb.) Rp., CV., Kn., Teuthys lurida Gth. Höhe 2%, Kopf SYa, Breite 4, Auge 3, Schnauze IV^: 4, Stirne 1, S. Rückenst. %%. W^eiche Rückenfl. %%, Schwanzfl. 6. Farbe: Im Wasser mehr grünlich, wird aber alsbald ausserhalb des- selben dunkelbraun. Arab.: Sigän bijähi oder iswud (schwarzer). Lebt au der Brandung und am Abhang, zu 10—30 zusammen. Etwas seltener als A. sigan. Koramt nicht in den Hafen. Der Stich seiner Stacheln wird noch mehr gefürchtet als der von A. sigan., das Fleisch weniger geschätzt. Verbreitung: Indische Meere. ß) Schwanzflosse tief gegabelt. Kopfprofil abschüssig, fast gerade. Wangen dicht beschuppt. Weicher Theil der Rücken- und Afterflosse yon Höhe der Stacheln, gewinkelt. D. 13/10. 4. '''Ämphacanthus stellatus. Scarus stellatus Fk., Ämphacanthus stellatus El. Sehn., Rp., Amphac. punctatus Rp. (Atlas), Amphac. nuchalis CV., Teuthys stellata Gth. ? Chae- todon guttatus Bl., wird kaum davon zu unterscheiden sein (Schwanzflosse weniger tief ausgeschnitten). Höhe 2V2, Kopf 6, Auge Sy^, 5. Rückenst. 3%, Schwanzfl. W^. " Die Bauchflossen reichen wenig über den After. Die äusseren Strah- len der Schwanzflosse sind ly^mal länger als die mittleren, ihre äusseren Ränder sind conyex. 12 Zähne im Unterkiefer jederseits. Das Originalexemplar im Mus. Berol. stimmt genau mit den Angaben in P 1 a y f . - G ü n t h e r. gQj Dr. C. B, K! unzin ger: Farbe: Dicht mit braunen runden oder polygonalen linsongrossen Flecken besetzt^ deren Zwischenräume netzartig, linear, weiss- grau. Brustflossen gelb. Stachliger Theil der Rücken- und Afterflosse braun, der gliederstrahlige braungefleckt, wie der Körper, ihr Hinter- rand gelb. Schwanzflosse golbgrün, mit dunkleren gelben Punkten oder kU'inf>n Flecken, ihr Hinterrand gelb. Nach Rüppell findet sich ein grösserer grüner Flecken vor der Rückenflosse. Arab.: Sigän makrün (Kamerad). 32 Cm. Selten. In der Tiefe vor dem Klippenabhang, soll immer nur in Pärchen sich zeigen (daher der arabische Name). Familie: Acanthuroidei Blk. Acronuridae Gth. Gattung: Acanthurus Bl. 1. Zähne festsitzend, gegen das Ende fiedrig gelappt. Untergattung Acanthurus. a) Rückenflosse mit wenig (3 — 5) Stacheln, hoch, bogig. Schnauze vorgezogen, ihr oberes (Schnauzen-Rücken-) und unteres (Schnauzen- Bauch-) Profil, besonders bei Aelteren, concav. Schwanzflosse abgestutzt oder kaum ausgerandet. Vordeckel sehr stumpfwinklig, der untere Rand stark absteigend. cc) Körper fast kreisförmig. Höhe 2. D. 5/24, A. 3/20. Rückenflosse massig hoch (^Vi). Zähne oben jederseits 9, etwas kurz und stumpf, besonders die unteren, an. denen der mittlere Lappen kaum länger ist als die andern. Vorderaugengrube kurz und seicht (kaum 3 im Auge). Eine Zone von Haaren um und besonders vor dem Schwanzstachel (verwandelte Schup- pendöruchen). Schuppen sehr döruelig, auch die am Kopf. 4. ''^Acanthurus xanthurus. Blyth, Gth., Playf.-Gth. Höhe 2, Kopf 5, Breite iV^, Schnauze 3:1, Auge 37^—4, Stirue IV3, Rückenflosse (4. Gliederstrahl) 2V2, Schwanzfl. sy^- Stirne etwas gewölbt. Kiemendeckel etwas streifig, Vordeckel körnig. Afterflosse etwas niederer als die Rückenflosse. Die Flossenstrahlen rauh. Schwanzstachel von halber oder fast von Höhe des Schwanzes. Schwanz- flosse abgestutzt. Farbe: Schön königsblau, ausserhalb des Wassers schnell dunkelnd, schwarzblau. Kopf und Vorderrumpf schwarz betropft, die Tropfen bilden gegt-u den Rücken zu uuregelmässige Langsreiheu. Brustflossen an Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 505 der Spitze und am hintern Rande, Schwanzflosse ganz hoch gelb; ebenso der Nasencirrhus. 15 Cm. Häufig. Am Klippeuabhang. Verbreitung: Ostafrika, Ceylon. /?) Körper eiförmig, Höhe V/^. D. 3—4/29, A. 3/23. Rückenflosse sehr hoch QWj)' Zähne oben jederseits 7—8, die oberen mittleren lang und spitz, die unteren mit dickerem und längerem Mittellappen. Vorderaugengrube massig lang (iVz — 2 im Auge). Keine Haare um den Schwanzstachel, Schuppen am Kopf körnig, am Rumpf köruig-dörnelig. 2. '^Acanthiirtfs velffer. Bl., Lac, CV., Rp., Pet., Gth., Playf.-Gth. Äcanthurus Blochii B e u n., Äcanthurus Rüppellii B e n n., Gth. Höhe 2V3— 2V2^ Kopf 4%— 5, Auge 4, Schnauze ^VaH, Rückeufl. (3. — 5. Gliederstrahl) iVi, Schwanzfl. 5. Die Bauchflossen reichen bis zur Afterflosse, die Brustflossen bis etwa zum 4. Afterstrahl, letztere ist schief abgestutzt. Schwanzflosse ab- gestutzt. Ich kann keinen Unterschied finden zwischen Ac. velifer Bl. und Ac. Rüppellii. Erstere Form ist nur .jünger (Bloch's Original- Exemplar hat nur 15 Cm.) und daher wie häufig, etwas weniger lang. Die Zahl der Rückenstacheln wechselt auch bei den Exemplaren, die sonst in Allem dem Ac. Rüppellii gleichen, von 3 — 4. Auch die Farbe gibt keine Anhaltspunkte zur Unterscheidung. Farbe: Schwarz oder blaugrau, mit vielen (gegen 20) etwas schrä- gen, gelben Qnerlinien, gegen den Bauch zu mit ebensolchen Tropfen als Fortsetzung derselben und mit 8 — 10 dunklen Querbinden, von denen nur die vordem 2 — 3 deutlich sind. Die l.geht etwas schräg vom Nacken durch das Auge gegen die Brust, die 2. vom Anfang der 1. Rückenflosse über die Basis der Brustflosse herab. Vorderrumpf, Brust und Kopf mehr weniger deutlich weisspunktirt. Rücken- und Afterflosse schwarz mit gelben welligen Längsbögen. Brustflossen schwarzgrau, an der Basis weiss punktirt. Bauchflosse schw^arz, mit helleren Flecken. Schwanzflosse mit gelblichen Flecken oder kurzen Querlinien, hinten weissgesäumt. Iris schwarz. Zähne hellgelb. Schwanzstachel von schwarzer Haut eingehüllt. Die Lage und selbst Zahl der Querbäuder und Linien ist bei Jün- geren z. B. dem Exemplar von Bl. dieselbe, sie sind aber deutlicher, als bei Aelteren und reichen oft tiefer herab, bis zum Bauch. Die weissen Flecken am Kopf sieht man auch hier. Es zeigen sich zahlreiche Ueber- gänge von der jungem Form, wie sie Bloch, und der älteren, wie sie Rü ppell abbildet. Ba. ni. AbliandL (^4 5Qß Dr. C. B. Kliin?:lne'er: Arab.: FilEöl (Pfeffer). 26 Cm. Häufiger, am Korallabhnnge, mehr in der Tiefe. Im Wasser ist er etwas heller, ausserhalb desselben dunkelt er sofort. Das Schwimmen ist etwas unbeholfen, schwankend (wegen der Höhe). Das Fleisch hat einen pfefiferartigen Geschmack, daher der Name, es wird nicht sehr geschätzt, ist aber nicht ungesund. b) Rückenflosse mit mehr (8—9) Stacheln, nicht hoch. Schwanzflosse ausgerandet bis gabiig. ^ aa^ Kopfprofil durchweg convex, quadrantenförmig. Präorbitalbeiu mehr als 2mal so hoch als das Auge. Schwanzstachel lang und stark, so laug oder fast so lang als der Schwanz hoch. Präocularfurche von der Länge des Auges. a) Zähne oben jederseits 9 — 10, sie, wie die untern, schlank, ziem- lich langwurzlig, gefiedert, die Lappen kurz und stumpf, die mittleren Lappen nicht länger. Schuppen an Kopf und Vorderkörper länglich, ganz- randig, kleinere und grössere untermischt. Ein kurzes, schwarzes Längs- band in der Schultergegend. 3. ■'Acanihtn'Hs gahm. Die Synonymie dürfte sich nach meinen Vergleichungen im Mus, Berol. und Senkenberg, folgendermassen herausstellen: Chaetod. gahm Fk., Äcanthurus nigricans (nigrofuscus) Rp., Acanth. gahm (Ehrb.) CV., Blk., Gth., Rp. Zahlen und Maasse nach meinen Exemplaren: D. 9/26, A. 3/24, Höhe 3 (Spitzen der Schwanzflosse nicht in die Körperlänge eingerechnet), Kopf Sy^, Auge 4%, Stirne 4*/, : 1, Präorb. 2V2 : 1 (hei kleineren 2:1), Schnauze 3:1, Rückenflosse (mittlere Glieder- strahlen) 3V2, Schwanzfl. 4*75. Körper länglich eiförmig, zuweilen höher eiförmig. Rückenflosse massig hoch, etwas gerundet. Afterflosse nicht niederer. Die zugespitzten Bauchflosseu reichen kaum bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse. Die Brustflossen sind etwas länger. Die Seitenspitzeu der Schwanzflosse sind (bei den grösseren Exem- plaren) so lang, oder ttwas länger als die mittleren Strahlen und etwas einwärts gekrümmt. Der mittlere Theil des Hinterrandes der Flosse ist gerade, in der Mitte selbst oft etwas convex. Farbe: Dunkelbraun. Der Hinterraud der Brustflosse weiss, deren Spitze gelb. Hinterrand der Schwanzflosse weiss hyalin. Basis der Schwanzflosse im Leben weiss, nach dem Tode violett oder diese Färbung verschwindet ganz. Ein breites kurzes, schwarzes Längsband zieht sich vom oberen Ende des Kiemendeckels bis eine Strecke über die Gegend der Brustflosse. Bläuliche Linien an der Rücken- und Afterflosse, deren beider Rand gelblich ist. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^qj Arab.: Qähara bijähi. 40 Cm., mehr im tieferen Meere. Selten. Verbreitung: Ostafrika, Indischer Archipel. ß) Zähne oben jederseits 7 — 8, etwas kurz. Die Lappen kurz, stumpf, die mittleren nicht oder kaum länger, vSchuppen etwas grösser, die an Kopf und Vorderrumpf etwas kleiner, gleichmässig, gerundet ganzrandig. Spitzen der Schwanzflossen sehr lang und spitz, 4. ''Acanthitrus sohal. Chaetodon sohal Fk., Acanthurus sohal Bl. Sehn., Rp., CV., Gth. D. 8/32, A. 3/29, Höhe V/^ (mit den Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 5V2', Auge 3V2, Stirne IV4 : 1, Schnauze 2: 1, Rückenfl. (Gliederstrahlen) 3, Schwanzfl. 3*/5. Körper eiförmig. Der Kopf ist nicht nackt (Rp.). Die hinteren Rückenstacheln die höchsten, der gliederstrahlige Theil leicht gerundet. Afterflosse etwas niederer. Aeusserer Strahl der Bauchflossen verlängert, reicht bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, etwas länger als die Brustflosse. Die einwärts gekrümmten Seitenspitzen der Schwanzflosse oft 2V2mal länger als die Mittelstrahlen. Farbe: Braungrau. In der Körpermitte 15 — M weisse oder bläuliche Längslinien, die Zwischenräume breiter, schwarz. Basis des Schwanzsta- chels orangenroth. Rücken-, After- und Bauchflossen schwarzblau mit lasurblauem Rande. Brustflossen gelb, am Oberrand blau, unten schwarz, ihr Hinterrand weiss hyalin. Am Rumpf hinter den Brustflossen ein gelber Fleck. Arab.: Sähala. 40 Cm.; gemein am Korallabhang, gibt mit seinen blauen Flossensäumen im Meer einen prachtvollen Anblick. Fleisch nicht schlecht, indess wenig geschätzt. Der Schwanzstachel wird besonders von dieser Art gefürchtet. Die Fische verwunden sich oft einander bei Streit, und man angelt zuweilen zwei solche mit dem Schvvanzstachel aneinander gehackte Individuen. Sie werden mit der Grasaugel und mit dem Ring- netz auf der Klippe gefangen. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. 66) Kopfprofil vorn gerade (zuweilen concav), hinten convex. Schwanz- stachel klein oder mittelmässig, seine Länge iVj — 2mal in der Schwanz- hohe enthalten. Präocularfurche etwa von halber Länge des Auges. ci) Zähne oben jederseits 6, etwas kurz, stumpf gefiedert. Die un- teren fingerförmig, mit fast gerade abgestutztem gelapptem Ende, ohne vorragenden Mittellappeu. Schuppen etwas klein, die am Kopfe rundlich ganzrandig. Unterrand des Vordeckels stark gesenkt. Kopfprofil vorn ge- rade, bald sehr abschüssig, bald etwas vorgezogen, öfters etwas concav. Stirne etwas vorgewölbt. Fräorbitalbein doppelt so hoch als das Auge. 508 Dr C. B. KMi n zinpcr; 5. -^ Acanthurns riibropunciatus. Rp., Gth., Acanthurus niger Ehrb. (Mus. Berol.) und CV. D. 9/24—25*), A. 3/23—24, Höhe ly^—ty^, Auge 3%, Stirue ly^:!, Präorb. 2, Rückenfl. (weiche Strahlen) 3, Schwanzfl. 4V5- Körper bald mehr eiförmig, bald länglich eiförmig. Schnauze bald gerade, bald concav. Das untere Kopf'profil fast gerade. Die Seitenlinie aus wenig deutli«hen Erhabenheiten bestehend, bildet vorn einen kleinen Bogen, läuft dann, leicht gesenkt, fast geradlinig bis zum hintern Drittel der Schwanzflosse, steigt jäh herab und läuft etwas hin- und hergebogen über den Schwanzstac-hel hin. Rückenflosse nicht hoch, gerundet, hinten etwas winklig, nicht zugespitzt. Farbe: Dunkelbraun. Goldfarbige^) Tropfen an Kopf und Brust. Gegen den Rücken zu oft undeutliche bläuliche Liuien oder Flecken. Brust- flossen hyalin, die andern dunkelbraun, Rücken- und Afterflosse mit blauem, Schwanzflosse mit weissem Endsaum. An der hinteren Basis der Rücken- und Afterflosse meist ein tiel* schwarzer Fleck. Basis des Schwanz- stachels schwarz, Arab.: Qähara beledi. 18 Cm, (nicht grösser). Gemein am Abhang, auch öfters auf dem Rifl', liebt mehr die Oberfläche. Ist flinker als andere Arten. Fleisch gut. ß) Zähne oben 8, die untern am Eudrande gerundet, oder wie ab- geschnitten. Schuppen klein, die Schuppen am Kopfe rundlich. Kopfprofi] vorn abschüssig, fast gerade, hinten convex. Uuterrand des Vordeckels wenig gesenkt. Präorbitalbein doppelt oder mehr als doppelt so hoch als das Auge. 6. '•' Acanthnrns maioifles. ? Chaetodon nigrofuscus Fk., ? Chaet. nigricans Bl., Acanthurus matoiäes CV., Blk., Gth., Acanth. annularis CV., Pet., Acanth. nigro- fuscus CV. (Mus. Berol. gehört hieher) nee Gth. D. 9/27, A. 3/25, Höhe 2V3-2V2. Körper eiförmig. Schwanzstachel klein, IV4— 2mal in der Schwanz- höhe. Schwanzflosse in der Mitte hinten gerade, seitlich mit vorste- henden Zipfeln. Farbe : Braunschwarz. Basis der Schwanzflosse weisslich. Brust- flosse am Hinterrande hyalin, weisslich. 15 Cm, Selten. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere. *) Auch bei den Exemplaren von Rüppell, die sonst mit den meinigen ganz gleich sind, finde ich die obige Zahl, nicht 9/20, auch auf der Abbildung sind es mehr als 20 Strahlen. Rothe, wie Rüppell angibt, sah ich nie. Synopsis der Fische -es Rotlicn Meeres. 5()9 y) Zähne oben jederseits 9—10, länglich, stumpflappig gefiedert, die unteren mit abgerundetem, kurzlappigeu Endrande, ohne vorragenden Mittellappen. Schuppen etwas klein, die an Kopf und Brust länglich, spitz. Kopfprofil vorn gerade, parabolisch. Stirne nicht vorgewölbt. Unter- rand des Vordeckels fast horizontal. Schwanzstachel mittelraässig, iVi" 2mal in der Schwanzhöhe. Rückenflosse hinten etwas winklig. Körper eiförmig. Präorbitalbein weniger als doppelt so hoch als das Auge. 7. ■' Acanthnrus Bleekeri. Acanthurus mata Blk., Acanth. Bleekeri Gth. (Russ. 82 stimmt sehr gut mit dieser Art in den Formrn überein) und Acanth. nigrofuscus Gth. dürfte ebenfalls hieher zu rechnen sein. D. 9/26, A. 3/24, Höhe V/2— '2% (in der Gesaramtlänge sammt Schwanzspitzen), Kopf SV^, Breite 4V2, Auge 3V2, Präorb. 1%, Stirne .1%:!, Rückenfl. 3, Schwauzfl. 4. Unteres Kopfprotil (bis zu den Bauchflosseu) couvex. Die Bauch- flossen reichen kaum bis zu den Gliederstrahleu der Afterflossse, die Brust- flossen sind etwas länger. Schwanzflosse halbmondförmig ausgeschnitten, die Seitenlaj)peu bogig, spitz, massig lang: die äusseren Strahlen nicht doppelt so laug als die mittleren. Die Seitenlinie vorn und hinten nicht jäh absteigend. Farbe: Dunkelbraun oder bläulichbraun. Sehr viele (gegen 30) bläuliche, etwas wellige Längsstreifen an Koj>f und Rumpf, in Weingeist undeutlich. Die am Kopfe stosseu oben von beiden Seiten je im Winkel, zusammen. Brustflossen braun, ihre hintere Hälfte hyalin. Rücken- und Afterflosse braun, mit bogigen blauen Längsliuien. Schwanzflosse am Hinterrande schwärzlich, Basis des Schwanzstachels weiss oder schwefel- gelb. Kein schwarzes Längsbaud hinter den Augen. 30 Cm. Selten. Verbr.: Indischer Archipel. 2. Zähne beweglich, dünn, stielförmig und am Ende einseitig ge- lappt und erweitert. Untergattung: Ctenodon. 8. '^Acanthurus ctenodon. Acanthurus ctenodon CV., Gth., ? Acanthurus strigosus^} Benn., CV., Gth., Blk., Ku. D. 8/29—30, A. 3/26, Höhe 2% (ohne Schwauzfl. 2), Kopf 5, Breite 4, Auge 4, Schnauze 3:4, Stirne iVg:!, 1. Rückenflosse 2, Schwanzfl. SV*- *) Acanth. strigosiis soll sich durch etwas höheren Körper und einige weiche Strahlen weniger in Rücken- und Afterflosse unterscheiden. Die Längs- streifung, die für strigosus angegeben wird, z^ipt sich eben bei meinen Exem- plaren von ctenodon^ welche obige Zahlen- und Mas&verhäkuifese haben. x|Q Dr. C. D. Klunziuger; Eiförmig. Kopt'profil vorn fast gerade, Stirne etwas vorgewölbt. Zähne oben und unten jederseits 22 — 24, die oberen haben einen etwas längeren Kamm und 5 Lappen daran, die unteren 4. Präocularfurche fast von Augenlänge. Schuppen an Kopf und Brust ganzrandig, auch die Körperschuppen kaum merklich gesägt. Rückenflosse gerundet, hinten vor den letzten Strahlen etwas erhöht. Die Bauchflossen reichen bis zum 3. — 4. Afterstrahl, die Brustflossen kaum kürzer. Schwanzflosse halbmond- förmig ausgeschnitten, die äussern nach innen gebogenen Strahlen sind etwa doppelt so lang als die mittleren. Schwanzstachel etwas über Augenlänge. Farbe: Braun, mit sehr vielen (gegen 35) feinen blauen Längs- linien, die an den Seiten der Brust etwas gyrös. Kopf und Brust mit braunen bis goldfarbenen Tropfen. Lippen und Grund des Schwanz- stachels schwarz. Brustflossen bräunlich hyalin, oben rost- oder orange- gelb, am Oberrande schwarz. Die andern Flossen braun, die Rückenflosse zuweilen mit blauen schiefen Linien, welche oben mehr horizontal und grün werden. Die Afterflosse ähnlich, die blauen Linien etwas breiter. Spitzen der Rücken- und Afterflosse schwarz. Arab.: Qäham bi jähi. 18 Cm. Selten. Verbr. : Indische Meere. Polynesien. Neu für das R. M. Gattung: Acronurns (Gronov) Gth. a) Höhe 2V41 Gestalt eiförmig. Die hintere Körperhälfte mit vielen Dornen auf Leisten. Keine Längsstreifeu am Körper. 1. '^Acronurus argenteus. Acanthurus argenteus Q. G., CV., ? Acanthurus melanurus CV -^ Blk. D. 9/24, A. 3/22, Höhe 2%, Kopf 3%, Auge 2—2%, Breite 4, Stirne iVj, Schnauze i, Rückenfl. 3y2, Schwauzfl. i'^/i^. Körper eiförmig, compress.. Kopfprofil convex, 14 Zähne im Zwi- schenkiefer. Die Zähne gerundet, gezähnelt. An der Stirne jederseits zwei Längsleisten und dazu eine Querleiste. Statt der Schuppen am ganzen Körper dichte, quere oder schiefe öfter unterbrochene Leisten oder Falten, gegen hinten mit Dörnchen. Seitenlinie deutlich, vorn gekniet, am Schwänze horizontal. Schwanzstachel mittelmässig. 1. Rückenstachel kurz, 2. lang und stark, gliederstrahliger Theil dtr Flosse niederer. Die Brust- flossen reichen bis zur Mitte der Afterflosse, die Bauchflossen kaum zum Anfang der Afterflosse. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ausgerandet. Farbe: Dunkelgrau, Kopf und Nacken schwärzlich. Eine breite Zone vom x\uge zur Brust silbrig bis tombakfarben. An der Basis des Schwanzes eine schwärzliche Querlinie. Schwanzflosse in der Mittf scliwärzlii h, Rücken- und Afterflosse schwärzlich. Verbr.: Polynesien, stilles Meer. Neu für das R. M. Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. g| J b) Körper kreisförmig (Höhe 2). Dornen auf den Leisten nicht oder wenig entwickelt. Braun, mit etwa 8 gelben Längslinieu. 2. '•' Acronurus lineolatus Klz. Acanthurus argenteus CV. pt. (daselbst als Varietät erwähnt.) Gattung: Naseus (Gommers. Lac.) Cuv. a) Mit einem Stirn fortsatz (bei Erwachsenen). a) Schnauzeuprofil unter dem Stirnhorn subvertikal, sehr wenig nach vorn geneigt, kurz (von Länge des Auges oder niederer), etwas concav; der Stirnfortsatz subhorizontal, seine Achse geht durch die Mitte des Auges, er ragt mit dem Alter sehr bald über die Schnauze hinaus. Körper etwas gestreckt (Höhe 3). Zähne deutlich gesägt. Die Schwanz- platten kreisrund, auch bei Erwachsenen ziemlich klein (2 — 3 in der Schwanzhöhe) und mit wenig hohem platten Stachel (die Höhe des vor- deren 2 — 4^/2 im Auge). 6. Rückenstachel der höchste, der 4. der niederste. Schwanzflosse hinten sehr verbreitert, leicht ausgerandet oder abgestutzt, ohne verlängerte Seitenspitzen. 4. ''Naseus brevirostris. CV., Blk., Pet., Gth., Playf.-Gth. D. 6/27, A. 2/28, Höhe 3 (das Stirnhorn nicht in der Gesammtlänge begriften), Kopf 4V3» Breite 3, Auge 3y, — 4, Stirne ly^, Schnauze (vom Auge an) 2V4:4, Nasenfurche 4 im Auge, 6. Riickenst. ^^/i^ mittlere Rückenstrahlen 2, Schwanzfl. 8, Stirnhorn (vom Auge bis zu seiner Spitze) \V'i in der Körperhöhe bei Erwachsenen. Der untere Rand des Stirufortsatzes ist horizontal, der obere etwas schräg, daher seine Gestalt etwas conisch, mit stumpfer Spitze. Die Vor- deraugenfurche etwas tief und leicht gekrümmt, in der Mitte weiter. Der ganze Körper von äusserst kleinen, kaum rauhen Schüppchen be- deckt. Seitenlinie dem Rücken nahe, ziemlich gerade. Die 2 Schwauz- stacheln 3eckig, mit gekrümmtem Ober- oder Hinterrande und geradem, etwas concavem Vorderraude, die Seiten vertikal gestreift. Die Rücken- flosse beginnt kurz hinter dem Auge. Farbe: Rraungrau, mit vielen dunklen Flecken und Punkten au Kopf, Bauch und Brust, an den Seiten des Rumpfes mehr mit vertikalen Strichen. Rücken über der Seitenlinie ungefleckt. Auch am Stirnhorn finden sich schiefe Streifen. Flossen bräunlich, Schwanzflosse bläulich, gegen den Hinterrand weiss, hinten schwarz-, aussen weiss-gesäumt. Schwanzstacheln schwärzlich, ihre Basalplatteu braun. 40 Cm. Selten. 512 Or. C B KliinzincTf r: Verbreitung: Ostafrika. Indisclie Meere bis Polynesien. Neu für das R. M. ß) Schnauzenprofil unter dem Stirnhorn sehr schräg nach vorn ge- neigt, gerade, mehr weniger lang (bei Erwachsenen länger als das Auge). Die Schnauze ragt auch bei Erwachsenen über den Stirnfortsatz hinaus. Die Achse des Stirnfortsatzes zieht durch den oberen Theil des Auges. Körper massig hoch (Höhe ^V*)? >^ähne kaum merklich an der Spitze gesägt. Die 2 Schwanzplatteu und Schwanzstacheln mittelmässig ent- wickelt (bei Jüngeren kaum merklich), die Stacheln 3eckig oder rund- lich, breitbasig*, die Basis länger als der Stachel hoch. 1. Riickenstachel der höchste und stärkste; Schwanzflosse bei Jüngeren 3eckig, abgestutzt,^ bei Aelteren mit verlängerten Seitenspitzen. 2. '^ Nase US unicornis. Cliaetodon unicornis Fk. (Desc. et Icou.), Naso fronticornis Lac, Mcmoceros biaculeatus Bl. Sehn., Aspisurus unicornis Rp., Na seus fronti- cornis (Commers.) CV., F. jap., Blk., Naseus unicornis Gth. D. 6/27, A. 2/28, Höhe 2% (in der Gesammtlänge ohne Stirnhorn und die Seiteuspitzen der Schwanzflosse), Kopf 4%, Auge 4 — 6, Schnauze (vom Auge an) 3—5:1, Präocularfurche V/^ im Auge, 1. Rückenst. 3V4, Schwanzfl. 5 — Sy^. Bei Jüngeren (24 Cm.) statt des Stirnstachels nur ein Höcker, bei Aelteren erreicht dieser oft y, Körperlänge. Zähne gegen 30. Die Schuppen klein, etwas rauh. Die Afterstachelu kürzer als die folgenden Glieder- strahlen. Die Seitenspitzen der Schwanzflosse bei Aelteren von Länge der Flosse, Seitenlinie vorn gebogen, dann gerade, am Schwänze kaum merklich. Farbe : Grüugrau, gegen den Bauch gelblich. Lippen blau. Rand des Kiemendeckels gelblich. Brustflossen aussen bläulich, au der Innen- seite braun, blau punktirt. Rücken- und Afterflosse gelbbraun bis oliven- farbig, mit schiefen blauen Linien, gegen den Rand schwärzlich, mit blauweissem Eudsaume. Schwanzflosse graublau, Randtheil heller. Schwanz- platten bei Jüngeren blau, bei Aelteren schwarz. Arab.: Rähaua oder abu qoru (Hornfisch). 24 — 60 Cm. Jüngere ziemlich häufig, bei Djedda sollen sie gemein sein und in Menge gefangen und eingesalzen werden. Am Abhänge vor der Klippe. Verbr.: Ueberall im indischen Ocean bis Polynesien. Anhang: "Naseus annularls CV. : D. 6/27—28, A. 2/30, Höhe %y^, Kopf 4y2, Auge 2%, Stirne 1, Schnauze ly^ : 1, 1. Rückenst. ^%y Präocularfurche \y^ im Auge, Schwanzflosse 6. Ist wohl nur eine Jugend form. Synopsis der Fische des RotUea Meeres. 6\H Körper liocli, eiförmig. Oberes und unteres Kopfprofil couyex, gaaz vorn etwas concay durch den etwas vorffezoo-euen Mund. Präocularfurche subvertikal, winklig-. Zähne fein, spitz, gesägt, oben gegen 24. Kein Stirnfortsatz oder Höcker. Körperschüppchen dörnelig. Schwanz ganz ohne Bewaffnung, in der Mitte eingeschnürt. 1. Rückenstachel ein wenig höher und stärker als die andern. Afterflosse etwas niederer als die Rückenflosse. Schwanzflosse hinten breit, abgestutzt. Farbe: Schwarzgrau. Brustflossen grünlich. Rückten- und After- flosse schwarz, mit 3 weissen oder blauen Längslinien. Vordere Hälfte der Schwanzflosse dunkel, hintere weiss oder citronfarbig. 9 Cm. Selten. b) Ohne Stirnfortsatz (auch bei Erwachsenen). Schwauzplatten und Schwanzstacheln (bei Erwachsenen) sehr entwickelt. a) Körper eiförmig (Höhe SVi)- Kopfprofil schräg, fast gerade, nur au der etwas vorgezogenen Schnauze vorn coucav : das untere Profil vorn concav, gegen hinten sehr convex. Zähne mittelmässig, etwas platt, au der Spitze stumpf, gegen 34 oben. Nasenöfl'nungen weit. Schuppen klein, rauh, am Rand gezähnelt. Die vordere der 2 Platten am Schwänze etwas grösser als die hintere, von Höhe des Auges, die Stacheln hornartig, drei- eckig, viel höher als lang (höher als das Auge), schmalbasig, stark nach vorn genoigt, scharfkantig, spitzig, mit etwas convexem Hinterrand, der bis zur Basis zurückreicht (ohne hintere Abstutzung) und kaum concavem kurzem Vorderrande. Stacheln und Platten vertikal gestreift. Der 1. Rückenstachel stärker und höher als die andern, die vorderen Glieder- strahlen die höchsten. Schwanzflosse hinten sehr breit, abgestutzt, mit verlängerten Seitenspitzeu. 3. '^JVasetts liitiraitfs. Acanthurus lituratus (Forster) Bl. Seh., (Hasselquist Nr. 71), Aspisiirus eleganff und lituratus Rp., Kaseus lituratus CV., Blk., Gth., Kn., Playf.-Günth. * D. 6/29, A. 2/29, Höhe t\^, Kopf 4%, Breite 3%, Auge 5, Präor- bitalb. 4—5:1, Stirue \^/,,:\^ 1. Rückenst. 4, vordere Gliederstrahleu 3Vi, Schwanzfl. 5V2 (mit den Seitenspitzen). Gestalt eiförmig. Kopfprofil zwischen den Augen leicht vorgewölbt. Präocularfurche von Augenlänge, etwas hin- und hergebogen. Seitenlinie dem Rücken nahe. Die entsprechenden Schwanzstacheln beider Seiten oft etwas ungleich entwickelt, bei Jüngeren sind sie weniger entwickelt als bei Aelteren. Die Afterstaclielu, besonders der 1., niederer als die Glie- derstrahlen. Die Bauchflosseu reichen zum Anfang, die Brustflossen zu den Gliederstrahlen der Afterflosse. Aeussere Ränder der Schwanzflosse convex. Die Soitenspitzcn derselben oft ungleich. Bü, XXI. ALliandl, - ^•- 514 Dr. C. B Kliinzinger: Farbe: Siehe Kupp eil. Arab.: Baqara (Kuh). 40—50 Cm. Sehr selten. Am Korallabhaug. Verbr. : Indische Meere bis Polynesien. /?) Korper nieder, gestreckt (Höhe 4), Kopfprofil vorn etwas convex, Schnauze nicht vorgezogen, stumpf, daher auch unteres Kopfprofil vorn nicht oder kaum concav. Zähne klein, conisch, an der Spitze etwas ge- sägt, oben 50—60. Nasenöffimngen klein. Schuppen kaum merklich, Haut sammtartig, nur beim Vorwärtsstreichen sich rauh anfühlend. Die zwei Schwnnzplatten sehr gross (der Basaltheil der vordem von ly^fachera Augendurchmesser), ihr oberer und unterer Theil etwas erhoben und in einem Winkel gegeneinander geneigt. Die Stacheln hoch, nach vorn ge- neigt, spitz, scharf, mit vorstehender Hinterecke, die hinteren daselbst hier abgestutzt und 4eckig, pflugschaarartig, trapezoidisch, die vorderen mit abgerundeter Hinterecke , sie und die Platten vertikal gestreift. 1. Riukenstachel höher und stärker als die andern, die filiederstrahlen etwas höher, unter sich gleich hoch. Afterstacheln nicht niederer als die Afterstrahlen. Schwanzflosse hinten breit, abgestutzt, mit kaum vorragen- den, etwas convexen Seitenecken. 4. '"'JVaseHA vo»ier^} Klz. D. 5/^8, A. V28, V. Va, C 17, Höhe 4, Kopf sy^, Auge 5, Stirne 2:1, Schnauze "2*/r. •'^i Präocularfurche 1 (im Auge), 1. Rückenst. Sy^, Gliederstrahlen 3, Schwauzfl. 9. Farbe: Braun- bis mäusegrau. Bauch graugelb. Rand des Deckels und Vordeckels schwärzlich. Rückenflosse schmutziggelb, mit schiefen violetten Linien. After- und Bauchflosse gelb. Schwanzflosse gelblich, ins Violette. Schwauzplatten schmutzigviolett bis braunroth. 54 Cm. Selten. Ich bekam nur ein Exemplar. Familie: A.ulostoini Cuv. Fistularidae Müll., Owen, Centriscidae und Fisfularidae Günth, Diese Fische haben im Habitus Manches mit den Scomheresoces^ sowie mit den Lopliohranchii gemein. Sie haben keine Stacheln an den Bauchflossen, wohl aber an Rücken- und Afterflosse, stehen also wohl am besten am Ende der Acanthopterygii. Man könnte sie auch als eigene Ordnung auftYihren. ("Siehe wegen der Stellung im System Canestrini Wiener zool.-bot. Ver. 1859.) ^) "^Yegen der pflugschaarartigen Schwan/stacheln. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 515 Gattung: Fistularia (L) Lac. f^) Haut des Rumpfes glatt, nackt. Am Schnabel ist die äussere Randleiste deutlich gezähnt, die andern Leisten nicht, oder nur hinten leicht gekerbt. Die oberen Seitenflächen des Schnabels schwach schräg- streifig. Kopf oben hinter den Augen von vielen Leisten rauh. An der Kehle keine Leisten; Rücken ohne Längsleiste, dagegen längliche knöcherne Schilder, 3 oben am Rücken, 2 an den Seiten und i an der Brust, [. '' Fisiiilarla serrata. Fistularia tahaccaria White, F. tabacc. var. B 1 ., (R u s s. 1 73), Fistularia serrata Cuv., Gth., Fistularia Immaculata Cuv., Rieh., F. jap., Fist. Com- mersonii Rp., Pet., Cannorhynchus immaculatus Cant. D. 5/U, A. 5/11, P. 1/14, C. 9/2/9; Breite It in der Gesaramt- länge (sammt Schwanzfäden). Höhe 2*/^ iu der Breite, Kopf SYj (ohne Schwauzfäden 2Vfi), Auge ^^/^i Schnauze 7, Stirne 2, Rücken- und After- flosse iVtt in <^er Körperbreite, Schwanzflosse SVa. Diese Art unterscheidet sich von F. tahaccaria aus dem atlan- tischen und westamerikanischeu Meere fast nur durch deutlich gesägte Seitenkante und grössere Länge des Schnabels. Die Bauchflossen 3mal näher an den Brustflossen als an der Schwanzflosse. Die Entfernung des hintern Strahles der Rücken- und Afterflosse von der Schwanzflosse be- trägt das ^V^fache der Höhe dieser Flossen. Die Schwanzfäden oft so lang als der Schnabel, Farbe: Oliveufarbig, mit einzelnen blauen Flecken. Brust- und Bauchflosseji hyalin, Rücken-, After- und Schwanzflosse gegen den Rand violettlich. Bauch grauweiss. Iris grünlich, tombakfarben. Arab. : Abu sumära (Pfeifen- oder Flöteufisch). 70 Cm. (mit Schwauzfäden). Nicht selten im Hafen und auf der Klippe. Fasst die Angel. Schwimmt gern unten am Boden. Wird kaum gegessen. Beim Herausnehmen aus dem Wasser gibt er einen Ton, ähnlich einem Frosch von sich, ah, ah, ah. Verbr.: Ostafrika, indische Meere. /3) Rumpf dicht mit kurzen weichen Dörnchen oder Härchen über- zogen. Die Längsleisten am Schnabel fast alle deutlich gezähnt. Die oberen Seitenflächen des Schnabels mit deutlichen Querleisten, Kopf oben hinter den Augen glatt, nur an den Seiten daselbst je eine gezähnelte Leiste. Stirne stark concav. Oben am Rücken des Rumpfes eine mediane Längsleiste. An der Kehle bis zu den Brustflossen jederseits eine kurze gezähnelte Leiste. Körper hinter dem Kopf stark verengt. Sonst wie Nr. 1. K I ß Pr. C. B. Kill nzinger: 2. ■'fisttilaria villosa Klz. D. 13, A. 13—14, Kopf :2y2 in der Gesanimtlänge ohne Schwanz- fädeii, Breite 2:1, Auge II, Schnabel S'/z, Eiidfaden der Schwanzflosse bVj in der Körperlänge. Farbe: Rötlilicbgrau. Schnabel gelblich. Flossen rosa. Schwanz- faden grünlich, mit schwarzer Spitze. 13 Cm. (sammt Schwanzfäden). Ich bekam nur 1 Exemplar. Gattung: Aniphisile (Klein) Cuv. «) 1. Rückenstachel durch kein Gelenk von dem Rückenpanzer ge- trennt, sondern erscheint einfach als Zuspitzung des letzteren. Kiemen- öffnuug dem Auge viel näher als der Basis der Brustflosse. Brustflosse in der Mitte zwischen Bauchflosse und Kiemenspalte. Humerus dreieckig, viel länger als hoch, hinten zugespitzt, Seckig. ßasaltheil des os cora- coideum kaum breiter als der untere stielförmige Theil. 8 Rippen. Keine Punktirung. D. 3/10—12, A. 12, V. 3, C. 10. i- AmphUile sculata. Centriscus scutatus L., Bl., ? Fk., Ämphlsile scutata Cuv., Rp. *), G ü u t b. Verbreitung: ludische Meere. /?) 1. Rückenstachel vom Rückenpanzer durch ein Gelenk getrennt. Kiemenöö'nung in der Mitte zwischen Auge und Brustflo.'-se. Brustflosse in der Mitte zwischen Auge und Bauchflosse. Humerus wenig länger als hoch, unregelmässig viereckig. Basaltheil des os coracoideum sehr ver- breitert, rundlich. 9-10 Rippen. D. 3/10 — 11, A. 13, P. II, V. 4, C. H. t. '^Aniphisile piinciiilata. Bianc, Giinth., Amphisile hrevispinis Pet., Amphisil^ punctata Kn. (Sitzungsber. 1860). Höhe 1—1 Vi, Kopf 3, Schnauze 8:i, Auge 10—11, I. Rückeust. 2, Afterfl. 3, Schwanzfl. 2 in der Höhe. Farbe: Hyalin bis rosa, die Schilder weiss gestreift. Rücken grün- lich. Untere Körperhälfte gold- oder raessinggelb, Bauchblatt hyalin. Schwarze zerstreute oder gereihte Punkte an den Seiten des Körpers und des Schnabels, besonders am Rücken und am Bauch. Flossen rosa-hyalin. Arab.: Qaschaje (Halm), 16 Cm. Ziemlich selten. Lebt in Seegras- wieseu am Boden des Hafens. Vcrbr. : O^tafrika, indisches Meer. '3 Die Exemplare von Rüppell im Mus. Senkenb. gehören zu dieser Art; auf der Etiquette steht: Mare rubrum et indicum. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. p> j t Familie: Pseiidochromides Müll. Trosch. Diese Familie schliesst sich wohl am nächsten au die Chromides Müll., (Flussfische) und d\eLahroidei etenoidelM üll. (^PomacentridaeG th.} a,n^ hat aber getrennte untere Schlundknochen, daher sie wohl am ehesten hier vor jenen, am Ende der Äcanthopteri veri Owen einzureihen ist. Günther bringt die Gattung Pletiops unter seine Nandidae (Vol. HI), die Gattung Pseiidochromis aber (mit Opisthognatus und andern) in eine Gruppe. Pseudochromides bei seinen Trachinidae (Vol. II). Gattung: Plesiops Cuv. Pharopteryx Rp. (Atl. uec Catal. Mus. Senkenb.) «) L. lat. 18-|-17 (Striche), Farbe schwarzbraun, mit blauen Punkten an Bauch und Flossen. I. Plesiops nigricans. Pharopteryx nigricans Rp. (Atl.), Pleeiops nigricans Rp. (N, W.), Gth, ? Kner (Sitzuugsber. 1868). D. 11—12/7—8, A. 3/8, V. 1/4, Höhe S'/j. /9) L. lat. 18+12 (Striche). Farbe: Schwärzlich mit einigen bläu- lichen Zeichnungen am Kiemendeckel und einer blauen Basalbinde an Rücken- und Afterflosse. 5. Plesiops coentleolineatns. Rp., Blk., Gth. Diese Art ist wenig von der vorhergehenden unterschieden. Die Dimensionen und Strahleuzahlen sind dieselben. Die Läppchen an den Rückenstacheln sind ebenso stark, als bei PL nigricans. 3 Zoll. Verbr. : Indische Meere. R. M. Gattung: Pseudochromis Rp. ci) L. lat. (Striche) 34+14. Rücken- und Afterflosse hinten erhöht. 1. ''^Pseitflochromis olicacens. Rp., Gth. D. 3/17/10, A.3/15, L.tr.2/16, Höhe 4^-4%, Kopf 472-5, Auge 4, Stirne ly^, Schnauze 1, hintere Rückenstrahlen 1, Präorbitalbein 3, Schwanzfl. 4%. Farbe: Olivejigrüii bis braun ^ viele Körperochuppeu mit blauen Flecken oder Vertikallinieu. Deckellappen schwarz mit weissem Saume. 518 Dr. C. B. Klunziuger: Brustflossen gelblich. Flossen dunkel. Aussenränder der Schwanzflosse gelb. Rückenflosse am Räude gelblich. 7 Cm. Zwischen Korallen, besonders SlUophora. Nicht häufig. Nur aus dem R. M. bekannt. ß) L. lat. (Striche) 29 -\- 6. Rücken- und Afterflosse überall ziem- lich gleichhoch. D. 3/18/9. Violett, J^ippen, Rückenflosse und eine Binde längs des ganzen Rückens gelb. i. Psetfffoc/ti'omts flaeiveriete Rp., Gth. Subordo II. Acanthopteri pharyiigogiiathi Müll., Owen. Familie: Pornacentroldei {^Labroidei ctenoidei ISlluW.') Pomacentridae Gth. Haben manche Aehnlichkeit mit den Ohaetodonten, fast mehr als mit den eigentlichen Labroiden. Gattung: Ainphiprion (Bl. Seh.) Cuv. '^Aiiip/itprlon bicinclus. Rp., CV., Gth., Playf.-Gth., Anthias Clarkii^} Benu. (Ceyl.), Amphiprion Clarkii CV., Pet., Gth. D. 10/16, A. V14, L. lat. 39 + 18, L. tr. 7/20—21, Höhe 2%, Kopf 4V2, Breite ^V^, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, 4. Rückenst. 4, mittlere Gliederstrahleu 2V2, Schwanzflosse 4V4. Gestalt eiförmig. Oberes und unteres Kopfprofil convex, Schnauze stumpf. Mund schief. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Aages. Stirne, Schnauze und Präorbitalbein nackt. Am Scheitel oben unregelraässige Leisten, Präorbitalbein leistig uetzig. Rand des Kiemen-, Unter- und Zwischendeckels mit ziemlich langen Zähnen, die von Leisten ausgehen. Vorderer Präorbitaldorn etwas gross, vertikal. Seiteulinie in Form kurzer, einfacher Striche, sie erstreckt sich oben bis vor das Ende der Rücken- flosse. Die mittleren Gliederstrahlen der letzteren verlängert, ähnlich bei der Afterflosse. Die gerundete Brustflosse reicht bis zur Afterhöhe, die Bauchflossen etwas länger. Schwanzflosse ausgeraudet. ^} Ich finde keinen Unterschied zwischen hicinctus und Ciarkii. Meine Exemplare entsprechen eher den Clarkii; einige Exemplare RüppeU's haben eine längliche mehr eiförmige Gestalt, während andere einen fast kreisförmigen Körper haben bei sonst gleichen Verhältnissen und gleicher Farbe. Synopsis der Fische de? Rothen Meeres. 519 Farbe: Braunschwarz, unterer Theil des Kopfes und Rumpfes, Deckelland und der g-anze Scliwanz citrongelb, Flossen gelb, Rücken- flosse vorn braun, [ris schwarz. 2 weissblaue, schwarz g-esäumte breite Querbiuden ziehen über den Körper, die 1. vom Nacken hinter dem Auge zum Unterdeckel, oben, nicht unten, von beiden Seiten vereinigt, die 2. von den vorderen Rückengliederstrahlen zum After, unten, seltener oben an der Rückenflosse, von beiden Seiten vereinigt. 3—10 Cm. Selten. Verbr. : A. Clarkii iu Ostafrika. Indische Meere. Gattung: Dascyllus Cuv. a) Körper hoch (Höhe 2— 2V4). aa) 2. Rückenstachel um die Hälfte niederer als der 3. 4. ''Dascyllits aruanus. Chaetodon aruanus L., Chaetod. ahudafur Fk., Chaetod. araneus Renn., Pornacentrus aruanus Rp., Dasciillus aruanus CV., Blk., Pet., Gth., Flayf.-Gth., Kn. 0.12/12, A. 2/12, F. 17, C. 4/15/4, L. lat. 18—19/8, L. tr.2/9— 11, Höhe 2V4, Kopf 4, Auge 3, Stirne 1, Schnauze IV4, 5.-7. Rückenst. 3, Strahlen V/j, Schwauzfl. 4%. Gestalt eiförmig bis kreisrund. Kopfprofil convex, Stirne leicht vor- gewölbt. Oberkiefer endigt unter der Mitte des Auges. Kopf ausser den Kiefern ganz beschuppt. Präoperculum hinten gesägt. Schuppen höher als lang, mit schmaler Cteuoidzoue. Die Seitenlinie bildet einen weiten Bogen, ist unterbrochen oder unvollkommen unterbrochen , da die Zwischen- schuppeu zwischen oberem und unterem Abschnitt oft einen Forus zeigen. Rücken- und Afterflosse mehr als zur Mitte ihrer Höhe mit Schuppen bedeckt. Die Brustflossen reichen zum Anfang, die Bauchflossen zu den Gliederstrahleu der Afterflosse. Schwanzflosse leicht ausge- schnitten. Farbe: Weiss, die Schuppenränder bläulich oder grünlich schim- mernd. 3 breite schwarze Querbinden mit bekanntem Verlauf. 5V2 Cm. Am Korallabhange, oft in grosser Menge. Verbr.: Ueberall im indischen Ocean von Ostafrika bis Neuseeland. bb) 2. Rückenstachel kaum niederer als der 3. a) Schwarz mit 2 — 3 weissen Flecken. 2. ■''üascyllus trimacnlaftts. Pornacentrus trimaculatus Rp-, Dascyllus trimaculatus CV., Gth., Pet., Playf.-Gth. KoA Dr. C. i{ Kliuiüi iigrer: D. 12/13-15, A. 2/13—14, L. tr. 2%-3/11, Höhe 2, Kopf 4%. Farbe: Braunschwarz, nur die Haut zwischen den Kieferknochen grünlich. Jederseits ein weisser Flecken über der Seitenlinie unter der Mitte der Rückenflosse, ein anderer gewöhnlich am Nacken. Brustflossen braun, olivenfarbig'. 11 — 12 Cm. Am Korallabhanp^e. Verbr. : Ostafrika und indische Meere bis zu den Louisiaden. ß) Kopf und Bauch braungrau, Rücken und Schwanz gelb, blau punktirt. Schwanz oben und unten blau. Rücken- und Afterflosse schwarz gesäumt. Bauchflosseu schwarz. 3. Daseylltts marginatas. Pomacenti'us marginatus R p., Dasciillus marginatus CV., Günth., Playf.-Gth. D. 12/15, A. 2/13, L tr. 2/11, L. lat. 25? Kreisförmig. Schwanzflosse leicht ausgerandot. Ich kann keinen guten Unterschied von trimaculatus finden. 2 Zoll nach Rp. Verbr.: Ostafrika. b) Körper länglich, nieder (Höhe 3), Schwanzflosse gablig. 4. Ifaseylltts eyaminis. Rp., Gth., ? Pomacentrus viridis (Ehrb.) CV. Grün, Schwanz blau, Deckel mit blauen Flecken. P'lossen röthlich, an der Basis der Brustflosse ein schwarzer Fleck. 20 Linien nach Rp. Nur aus dem R. M. bekannt. Gattung: Poiiiaceutrus (Lac.) CV. a) Kiemendeckel mit einem Dorn. aa) Präorbitalbein ungezähnt, Vordeckel klein gezähnelt, Höhe V/^i Schwanzflosse leicht ausgerandet. Die mittleren Rückenstacheln am höch- sten. Schnauze 1 im Auge. Bauchflossen nicht verlängert. 1. -'Pomacentrus annnlatus. Pet., Gth., Playf.-Gth. D. 13/12, A. 2/12, P. 1/15, C. 2/15/2, L. lat. 27, L. tr. 2/9—10, Höhe 272— 2y3, Kopf 4, Breite 3, Auge 3, Stirne IV5, Präorbitalbein 3, Schnauze 1, mittlere Rückenst. 3. Kopfprofil fast gerade, abschüssig. Zähne compress, stumpf, mit eingekeilten kleineren zwischen ihnen. Präorbitalbein, Schnauze und Rand- theil des Vordeckels nackt. Deckelstachel klein. Die Seitenlinie hört unter den letzten Rückeustachelu auf. Die mittleren Gliederstrahlen df^r Rücken- flosse etwas erhöht. Die Bauchflossen reichen kaum zum After. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 521 Farbe: Gelb, oben weisslich, Seitenlinie etwas dunkler. 5 schwarze Querbinden: Die 1. schräg" Yom Scheitel durch das Aug-e zur Kehle, die 2. vom Anfang- der Rückenflosse und dem Nacken durch die Basis der Brustflosse zur Basis der Bauchflosse, die 3. von den mittleren Rücken- stacheln zur Bauchflosse, daselbst mit der 2. Binde zusaramenfliessend. Die 4. zieht von der Basis der letzten Rückenstacheln und vordem Gliederstrahlen zur Afterflosse bis zu deren Rand, die 5. schmälere geht vertikal über die Basis der Schwanzflosse. Ferner eine schwarze Läng*.?- binde von der Stirne zur Schnauze und vom Kinn zur Brust. Flossen p-elb- lieh, an der Stelle der Querbinden schwarz, daher die Basis der Brust- flossen und die Bauchflossen ganz schwarz. Schwanzflosse mit scliwärz- lichem Rande. Iris schwarz mit gelbem Ring. 6 Cm. Selten. Ostafrika. Neu für das R. M. bb) Präorbitalbein hinten mit einem oder mehreren Zähnen. Sub- orbitalbeine mehr weniger gezähnelt. Vordeckel deutlich gezähnt, ßauch- flossen zugespitzt, verlängert. o;) Körper etwas hoch (2V2— ^y^). aa) Schnauze sehr kurz, kürzer als das Auge. Kopfprofil convex. Seitenlinie nicht bogig, schräg ansteigend, in Form von schmalen Strichen. Präorbitalbein sehr nieder (3), hinten unten mit einem Zahne oder zahn- artig vorstehender Hinterecke. Suborbitalbeine mit kleinen, wenigen zer- streuten Zähuchen. L. tr. 2/9. D. 14/12-13. 2. ''^Pomacentrus sulfitrcus Klz. D. 14/12 — 13, A, 2/14, L. lat. 16/11—12, Höhe 27,-2%, Kopf k^/21 Breite 3, Auge 3, Stirne 1, Schnauze ly^, Präorb. 3, letzter Rücken- stachel 2%, mittlere Gliederstrahlen 2, Schwanzfl. 4y2. Die Körperhöhe etwas wechselnd. Stirne etwas vorgewölbt. Zähne unten gegen 34, dicht mit eingekeilten kleineren, stumpf oder etwas ab- gestutzt. Vordeckel ganz beschuppt, seine Bezahnung deutlich. Deckel- dorn klein. Die Seitenlinie steigt ziemlich gerade schräg an und endigt unter dem vorletzten Rückenstachel, sie steigt nicht wieder abwärts. Der hinterste Rückenstachel der höchste. Die Bauchflossen sind zugespitzt und erreichen die Afterstacheln, die Brustflossen nur den After. Rücken- und Afterflosse mit basaler Schuppenscheide, welche vorn an den Stacheln nur eine Schuppenreihe zeigt, hinten mehrere. Hinter den Rücken- stacheln kurze, fadenförmige Läppchen. Schwanzflosse gabiig. Farbe: Grüngelb, oben dunkler. Flossen citrongelb, die Läppchen hinter den Stacheln oben schwarz, Basis der Brustflosse tief schwarz, ebenso After- und Genitalöönung. Iris gelb. Zähne röthlich. 9 Cm. Nicht selten am Abhang. Bd. XXI. Abhaadl. 6Q 522 ^^- ^- ^- Kluüzingcr: ßß) Schnauze (bei Aeltereii) von Länge des Aug-es. Kopfprofil para- bolisch. Seiteulinie bog'ig", die Röhrchen in Form von kurzen, platten Dreieckchen. L. tr. 2/10. c^acc) Präorbitalbein massig hoch (2 — 2V2 im Auge), länger als hoch, am Hinterrande mit einer oder mehreren Zacken. Infraorbitalbeine mit kleinen Zähncheu. D. 43 — 14/13. 3. -^Pomacenti'us tt'ilineatus. (Ehrb.) CV., Gth., Playf.-Gth., Pomac. hiocellatus Rp. A. VI'"), L. lat. 28, Höhe 272—2% (—3?), Kopf 4%, Auge ?,%, Stirne 1, Schnauze 1, Präorb. 2, letzter Rückenst. 3, mittlere Glieder- strahleu 2, Schwanzfl. 4 — ^'^f^,- Farbe: Dunkelbraun, jede Schuppe mit 1—3 schimmernd blauen Punkten, andermal ebensolcheu vertikalen Strichen. Am Grund des Schwanzrückens ein ziemlich grosser, schwarzer, schimmernd blau ge- säumter Fleck. Am Kopf grössere und kleinere blaue bis grüne Flecken und Linien. Schräge blaue Streifen an den Seiten der Schnauze, jeder- seits 2 — 3. Am Kopfrücken jederseits ^ine feine blaue Linie von der Rückenflosse zur Schnauze und eine kürzere mediane. Oben am Kiemen- deckel ein schwarzer Flecken. Flossen braun, Brust- und Schwanzflosse und der Aveiche Theil der Rücken- und Afterflosse heller, olivenfarbig. Strahliger Theil der Rückenflosse oben mit einem bläulichen Läugsstreifen, der Rand ist schwarz, blau gesäumt. In der Mitte des strahligen Theiles der Rückenflosse ein runder schwarzer, blau gesäumter Flecken, der aber oft fehlt. Basis der Brustflosse gegen oben oft mit schwarzen Flecken. Bei einigen Individuen, die sonst keinen Unterschied zeigen, ist die Schwanzflosse weiss. Die Flecken und Längsstriche oben am Kopf fehlen zuweilen, zumal bei Aelteren, seltener die an den Seiten der Schnauze. 11 Cm. Verbr.: Ostafrika, indische Meere. ßßß') Präorbitalbein hoch (1^/2 ini Auge), fast so hoch als lang, am Hinterrand mit einigen Zacken. Unterrand der Suborbitalbeine stark ge- zackt, die Zacken nach rückwärts gerichtet. D. 13/15, A. 2/14. 4. Pomacentnts pttnctatHs. QG., CV., Rp. (Atlas), Gth., Playf.-Gth., Pomacentrus vanico- lensis Rp. (Cat. Mus. Senkeub.) nee CV. Im Mus. Berol. Nr. 2756 als P. trilineatus von Ehrb. Verbr.: Ostafrika, Bola. ß) Körper niederer (3 — 3^/4)5 Dors. (13? — ) 14, Präorbitalbein sehr nieder, besonders in der Mitte (3 — 4 im Auge), mit einem Zahn an der untern Hinterecke. Infraorbitalbeine dicht klein gezähnt. Schwanzflosse tief Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 523 gegabelt, mit verlängerten Seitenspitzen (nach dem Origiualexemplare von Bloch). Jederseits am Zwischenkiefer gegen vorn ein etwas grösseres Ziihncheu. 5. Pomacentvus pavo. Chaetodon ^avo Bl. , Po77iacentriis pavo Lac, Rp-, Cv., Blk., Pet., Playf.-Günth., Gth. Verbr. : Indische Meere bis zu den Molukken. b) Kiemendeckel hinten mit 2 Dornen: Fristotis Rp. 6. Pomacentrus ci/anostii/ma. Pristotis cyanostigma Rp-, Pomac. cijanostigma Gth. Körper etwas nieder (3 in der Körperläuge ohne Schwanzfaden). Zähne stumpfwinklig, schneidend oder stumpfrandig. In beiden Kiefern oft einige etwas grössere, spitze Zähne. Schwanzflosse gabiig, oberer Lappen oder beide in einen langen Tadeu verlängert. Mus. Senkenb. aus dem R. M. Gattung: Clyphidodon (Lac.) Cuv. a) Zähne untereinander gleichbreit, ohne eingekeilte kleinere. aa) Zähne etwas platt, am Rande, zum Theil oft abwechselnd, abgestutzt oder ausgeraudet. or) Körper hoch, kreisförmig (Höhe 2 — tVOi Rräorbitalbein und Schnauze beschuppt, ersteres mit buchtigem Unterrande, Suborbitalbeiu sehr nieder, beschuppt. Zähne kurz, die hinteren conisch, spitz. 1. ''Glyphiilodon leucogaster. Blk., Gth., Playf.-Gth. D. 13/11—12, A. 2/14, L. lat. 27—28, L. tr. 3/10-11, Kopf 4V2, Breite 3 V2') Auge 3, Stirne IV^, Schnauze ly^, Präorb. 3, 5. Rückenst. 3V2i mittlere Gliederstrahlen 2, Schwauzfl. 4. Kopfprofil couvex, über den Augen etwas vorgewölbt. Der Oberkiefer endigt unter dem 1. Drittel des Auges. Kiemeudeckel mit einem Dörn- chen. Randtbeil des Vordeckels nicht ganz bedeckt. Ctenoider Randtheil der Schuppen etwas breit. Die Seitenlinie endigt unter dem 2. — 3. Glieder- strahl der Rückenflosse, in Form von flachen Röhrchen, au der Schwanz- mitte in Form von Poren. Die Riickenstacheln nehmen bis zum 5. an Höhe zu, von da an sind sie ziemlich gleich hoch. Mittlere Gliederstrahlen erhöht. Bauchflosse verlängert, reicht bis zu der Mitte der Afterflosse, Schwanzflosse ziemlich tief ausgeschnitten, die Strahlen der spitzen Seiten- lappen sind um die Hafte länger als die mittleren. 66 * KOA ^^' ^' ^' Klunzinger: Farbe: Oben griingrau bis schwärzlich, unten weiss. Rand des Vor- deckels, oberer Winkel der Basis der Brustflosseu und Schwanzrücken schwärzlich. Rücken- und Afterflosse schwärzlichgrau, die hinteren Strahlen weiss. Bauchflossen weisslich, Brustflossen gelblich hyalin, Schwanzflosse weiss, ihre äussern Ränder schwärzlich. Arab. : Qirfe (Zimmt), so heissen alle Pomacentriden. 13y2 Cm. Nicht selten. Am Abhänge und in tieferen Korallgruben. Obige Beschreibung weicht etwas von der Bleeker's ab, doch ist wohl kein Zweifel über die Identität. ß) Körper eiförmig (%% — 2%), Präorbitalbein und Schnauze nackt. Suborbitalbeiue hinten beschuppt. Die hinteren Zähne nicht conisch. aa) Präorbitalbeine vorn massig hoch (2 im Auge). Rückenstrahlen hinten und Lappen der Schwanzflosse etwas spitz, lang. D. d 3/4 21 — 13, Schwanzlänge 2 in der Schwanzhöhe enthalten. 2. -'GlyphUlotlon saxatilis. Chaetodon saxatilis L., Fk., GlypMsodon saxatilis CV., Rp-, Chaeto- don bengalensis B L, Labrus macrogaster Lac, GlypMsodon bengalensis CV., Blk., Gth., Russ. 86, Benn. t. 25, \ 2iV . Chaetodon saxatilis Bl., Glyph. coelestinus CV., Gth., Var. Glyph. rahti CV. Die im R. M. vorkommende Form entspricht dem Gl. bengalensis CV. *) (nicht so dem GL coelestinus CV., Gth.) und nach genauester Ver- gleichung mit Gl. saxatilis aus Amerika im Mus. Berol. muss ich diesen für identisch halten. Gl. coelestinus und rahti (entsprechend dem Chaetod. saxatilis Bl.) ist nur eine Farbvarietät, die Höhe des hintern Theiles des Präorbitalbeines, welche bei Gl. coelestinus und rahti sehr klein sein soll, (3 in der Höhe des vordem Theiles desselben), während sie bei Gl. ben- galensis und GL saxatilis nach Gth. höher (2) sein soll, wechselt bei ver- schiedenen Individuen in diesem kleinen Spielräume, und ist namentlich bei grösseren Individuen etwas grösser als bei kleineren mit grösserem Auge. AuchdieL.tr., in welchen Kuer einen Unterschied gefunden haben will, gibt nichts Sicheres. Ebensowenig die leicht wechselnde Körperhöhe. D. 43/12—13, A. 2/12, L. lat. 28, L. tr. 3V2— V12, Höhe 2%— 2%, Kopf 4y2, Auge 372, Stirne IV2 '• 1, Schnauze 1, Schwanzfl. 4. Kopfprofil parabolisch, Oberkiefer reicht kaum bis unter das Auge. Unterer Rand des Präorbitalbeins buchtig. Ein kleines Dörnchen am Kiemendeckel. Gegen 24 Zähne in jedem Kiefer. Seitenlinie vorn bogig, endigt vor dem Ende der Rückenflosse. Rückenstacheln bis zum letzten an Höhe zunehmend, die mittleren Gliederstrahlen erhöht. Bauchflossen wenig länger als die Brustflossen, welche zum After reichen. *) So sind auch die Exemplare von Ehrenberg und die von Rüppell bezeichnet. 1 Synopsis der Fische des Rolhen Meeres. 595 Farbe: Bei Lebenden in der Rückeugegeud messiuggelb, sonst blau- weiss, mit 5 meist breiten, schwarzen Querbindeu über deu Körper, die gewöhnlicb etwas schmäler als ihre Zwischenräume sind und den Bauch nicht erreichen. Die i. o-eht vom Nacken vor der Rückenflosse zur Basis der Brustflosse, die 2. von einigen der vordem Rückenstacheln (2 — 4.) hinter der Mitte der Brustflossen weg zur Mitte der Bauchflossen, die 3. vom 6. — 9. Rückenstachel zum After. Die 4. von den letzten Rücken- stachelu und ersten Gliederstrahleu zur Mitte der Afterflosse, die o. end- lich zieht über den Schwanz, bald ganz am Anfang desselben und dann zum Thell noch auf deu Hinterrand der Rückenflosse (nicht Afterflosse) fortgesetzt, bald mehr weniger weit hinten an deu Schwanz. Bei Gl. coelestinus und rahti sind bloss die 2 letzten und wohl auch ein wenig die 2. und 3. dieser Binden etwas zurückgerückt in der Art, dass die 4. Binde von der Mitte der weichen Rückenflosse zu der der Afterflosse zieht, die 5. Binde aber auf das Ende des Schwanzes vor der Schwanzflosse zu liegen kommt, bei var. coelestinus sind endlich auch noch die Ausseuräuder der Schwanzflosse schwarz. Im Uebrigen sind die Brustflossen hyalin, die Bauchflossen grau- blau, Schwanzflosse hyalin. Kopf oben dunkel, Lippen schwarzblau. Rückenflosse olivenfarbig bis bläulich; die schwarzen Querbindeu treten in sie hinein. Arab.: Abu huschet (von bischt, gestreifter Mantel), 6—18 Cm. Einer der gemeinsten Fische im Hafen, auf der Klippe und am Abhänge. Wird nicht gegessen. Alle indischen Meere, westatlantisches Meer. ßß) Präorbitalbein vorn hoch, fast so hoch als das Auge. Rücken- strahlen hinten und Lappen der Schwanzflosse etwas gerundet, stumpf. D. 13/15. Schwanz kurz, seine Länge ^^2 i" seiner Höhe enthalten. 3. ^GlyphUlodon sordidus. Chaetodon sordidus Fk., Russ. 85, Glypliisodon sordidus Rp., CV., Blk., Gth., Ku., Playf.-Gth. D. 13/15, A. 2/15, L. lat. 28—29, L. tr. 3%— 4/12— 13. Höhe %%, Kopf 4, Auge 4, Stirne IV2 : 1, 5. Rückenst. 4, mittlere Gliederstrahlen 3, Schwanzfl. 4V2. Körper noch etwas höher als bei Gl. saxatilis, fast kreisrund. Der Schwanz ist verhältnissmässig etwas kürzer und höher als bei saocatilis. Farbe: Schmutzig gelbgrau, einige Schuppen am Scheitel schwarz. Am Grund des Schwanzrückens ein grosser runder, schwarzer, zuweilen weiss gesäumter Flecken. Gegen 6 mehr weniger deutliche, dunkle, breite Quer binden, breiter als ihre Zwischenräume, welche oft mehr als hellere Querstreifen auf dunklerem Grund erscheinen. Oben am Winkel der Basis der Brustflosse ein schwarzer, bei lebenden blauer Fleck. 525 Pr. C. D. Klunziagcr: Flossen grau bis schwärzlich, Bauchflossen im Leben bläulich. Die Quer- binden werden deutlicher im Tode ; sie sind auch bei Jüngeren deutlicher als bei Aelteren. Arab: Qirfe. 221 Cm. Gemein j das Fleisch gilt als schlecht. Wird mehr bei Nacht gefangen. Verbr. : Indische Meere bis China. Sehr nahe verwandt damit ist Glyph. adenensis Play f. bb) Zähne schmal, wenig platt, am Ende stumpf, gerundet oder gestutzt. or) Letzter Rückenstachel der höchste. Die Schnauze und auch das ganze Präorbitalbeiu und die Suborbitalbeine beschuppt. D. 13/14/4. Riickeu- stacheln etwas nieder. Schwanzflosse fast abgestutzt. 4. fßlyphi€lo€lon nielas. (K. V. H.) CV., Blk., Gth., Playf. -Gth., Glyphidodon ater TEhrb.) CV. Mus. Berol. von Ehrb. Verbr. : Ostafrika, indische Meere. /?) 5. — 7. Rückenstachel am höchsten, der letzte Stachel niederer als der vorletzte. Präorbitalbein nicht beschuppt. Suborbitalbein be- schuppt. D. 15/16. Schwanzflosse ausgeschnitten. Höhe bald eiförmig, bald mehr ländlich. 'ö' 5. -'Glyphidodon cingulum Klz. D. 12/15-16, A. 2/12—13, L. lat. 19/10, L. tr. 2/12, Höhe2V2-3, Kopf 3y2 — 4, Auge 2V2 — 3, Stirne nicht ganz 1, Schnauze IV^, Präorb. 2, 5. — 7. Rückenst. 2^/2, Schwanzfl. 4y2. Farbe: Gelb oder grün. Ueber der Mitte des Körpers eine weisse, etwas bogige Querbinde unter dem 5. — 7. Rückenstachel. Hinter dieser ist am Rücken und an der Basis der Rückenflosse unter den letzten Rückeustacheln ein grosser, runder, schwarzer oder schwarzblauer, weiss oder gelb gesäumterFlecken. Ein anderer kleinerer, oben am Grund des Schwanzes, nicht auf die Rückenflosse übergreifend. Flössen gelb- lich;, stachliger Theil der Rücken- und Afterflosse und die Bauchflosse schwärzlich. Am Kopf keine blauen Linien ausser einem gekrümmten blauen Strich längs des unteren Randes der Orbita. iy2 — 5 Cm. Häufig in den Klippenbrunnen der Stilophorazone. cc) Zähne schmal, schlank, am Ende abgestutzt. Kopf oben fast bis zu den Lippen beschuppt und Präorbitalbein nur vorn nackt, Sub- orbitalbeine beschuppt. Kopfprofil durchaus convex. Präoperculum bis au den Rand beschuppt. 5. Rückenstachel am höchsten, die andern fast gleichhoch. Schwanzflosse ausgeschnitten; die Lappen etwas stumpf, der obere gewöhnlich etwas länger. D. 12/15. Synopsis der Fisclie des Rolhea Meeres. 527 6. ■^Glyphiilotlon lacvijmatus. QG., CV., Blk,, Gfch., Gly^li. leucozona Blk., Gtli. D. M— 12/13, A. i/\3, L. lat. 29—30. L. tr. 3/10—11, Höhe 2% bis ^Vi, Kopf 4V2, Auge 3%, Stirue 1, Sclmaiize iVj, Präorb. (über dem Mundwinkel) lYg, 5. Rückenst. 3, mittlere Gliederstr. ^Vi? Schwanzfl. 4V>. Der Oberkiefer reicht fast unter die Mitte des Auges. Priiorbital- bein vorn hoch, gegen hiuten um die Hälfte niederer. 40 Zähne. Seiten- linie leicht bogig vorn, mit nicht sehr deutlichen Röhren, am Schwänze statt derselben Poren in jeder Schuppe. Die Bauchflossen reichen zum After, die Brustflossen sind etwas kürzer. Die Seitenspitzen der Schwanzflosse etwa um die Hälfte länger als die mittleren Strallen. Rückenflosse bis zur Mitte ihrer Höhe beschuppt. Farbe: Schwarzbraun. Brustflossen olivengrüu. Rücken- und After- flosse an den hintersten Strahlen rost- oder orangegelb. Schwanzflosse gelbllcli. Brustflossenbasis oben mit schwarzem Fleck. Oft zse. Gattung: Jalis (Cuv.) Gth. a) Schwanz höher als lang. Rölirchen der Seitenlinie mit 3 kurzen divergireuden Aestcheu. Körperhöhe 4V2« Seiteneckeu der Schwanzflosse mehr weniger verlängert, schmal, spitz bis fadenförmig, oft so lang als d;e Flosse selbst (nur bei ganz Jungen ist die Flosse gerade abgestutzt). Bauchflosse mehr weniger zugespitzt, verlängert (bei Jungen kurz). 1. '^ Julis lunaris. Ldbrus lunaris L., Scarus gallus Fk., Julis trimaculatus Rp. (juv.), Julis lanaris CV., Pet., Blk., Gth. (vide Synou.), Playf.-Gth., Kn. artlich zu scheiden. Doch ist eine Farbenverschiedenheit, und schiene sie auch gering, immer eine Aufi'orderung. genau nachzusehen, ob nicht auch eine Form- verschiedenheit da ist. Zu beachten ist, dass über viele, ja die meisten Fische, besonders dieser Familie, die Angaben der Autoren, die in verschiedenen Gegen- den gesammelt, in Bezug auf Farbe wenig genau übereinstimmen; namentlich gilt diess von den Formen aus Ostafrika und Ostasien. So finde ich, dass fast keiner der von mir frisch beobachteten Fische aus dem Rotheu Meere ganz genau mit den im Bleeker'schen Atlas gemalten übereinstimmt, wohl aber mit denen von Rüppell. Es scheinen indess auch manche der Bleeker'schen Fische gar nicht au Ort und Stelle gemalt worden zu sein. 536 Dr. C. B. Klunzinge^: D. 8/13, A. 2—3/41, L. lat. 27, L. tr. 3/10—41, Höhe 4% (iu der Körperlänge ohne die Sclivvanzspitzen), Kopf k^/^^ Auge 5, Stirne \^/^^ Schnauze l'/jM, Schwanzfl. Gy^. Farbe: Dunkel smaragdgrün, gegen den Bauch blaugrau, vor dem After blau. An jeder Schuppe eine braune oder purpurue yertikale Linie, gegeu den Bauch zu fehlen sie. Kopf grün mit 3 — 5 purpurrotheu bogigen Binden. Eine purpurne Längsbinde zu beiden Seiten der Mit- tellinie des Bauches von der Brust bis zum Schwanz, eine andere kürzere unter der Brustflosse. Iris smaragdgrün mit purpurnem Pupillarring. Bei Jüngeren oft ein Flecken an der Basis des Schwanzes. Rückenflosse braun oder röthlich, gegen den Rand zu mit blauen, gelben, grünen und rothen Längslinien, oder diese Flosse ist braun und violett, mit gelbem Rande. Bei Jüngeren zeigt sich daselbst gegen die Mitte am 2 — 4. Glie- derstrahl ein schwarzer Flecken. Afterflosse an der Basis schwärzlich violett. Bauchflossen bläulich. Brustflossen bläulich hyalin, gegen oben mit einer breiten schwärzlichen oder purpur-violetten Längsbinde. Schwanzflosse gelblich, gegen aussen und au der Basis dunkelblau. 24 Cm. Nicht sehr häufig. Verbreitung: Ueberall im indischen Meere von Ostafrika bis China und Polynesien. 6) Der freie Theil des Schwanzes so hoch als laug. Röhrchen der Seitenlinie mit 3 oder mehreren etwas langen divergireuden Aesteu. Kör- perhöhe 4. a) Seitenecken der Schwanzflosse mehr weniger verlängert, schmal, oft fadenförmig. Bauchflossen mehr weniger zugespitzt, verlängert. Kör- per ziemlich compress. Bogenförmige Binden am Kopfe. % ''Jttlis RilppelliiK.\z. Julis purpureus Rp-, CV., Gth. (nee Forsk.!) Farbe: Smaragdgrün mit 4 zinnoberrothen Längsbindeu jederseits: einer am Rücken, einer am Bauch und 2 an den Seiten. Die durch die Körpermitte ziehende Längsbinde erscheint gekämmt, die Querstreifen oder Zähne dieser Kammbinde sind mit der oberen, nicht mit der unteren Längsbinde verbunden. Eine schräge Binde zieht unter den Brustflossen gegeu den Bauch rückwärts. Die Grundfarbe des Kopfes ist purpurn oder livid, mit 3 — 4 grünen, dunkelgesäumten gyrösen Binden an seinen Seiten. Von ihnen laufen 2 durch die Augen, eine 3. sehr gekrümmte darunter an Wangen und Deckeln hin, und eine 4-, oft mit der 3. verbundene, kurze, schiefe zieht über den Vor- und Zwischendeckel (Rüppel nimmt als Grundfarbe des Kopfes Grün und beschreibt die rothen Zwischenräume als Binden). Brustflossen hyalin, Spitzentheil schwarz. Rücken- und After- flosse grüngelb mit zinnoberrother, blaugesäumter Läugsbiüde. Bauchflosseu Synopsis der Fische des Rothea Meeres. 537 gelb hyalin. Schwanzflosse grüngelb, au der Basis mit rotheii Flecken, au den äusseren Rändern eine hochrothe Längsbiude als Fortsetzung der Körperbiudeu, bis zum Ende der Seitenspitzen sich hinziehend. Arab.: Males, auch males abu sebiba (Borstenfisch, wegen der Schwanzfäden). 20 — 25 Cm., scheint nicht grösser zu werden. Sehr ge- mein, findet sich nur in der Nähe des Korallabhanges. Die Fischer erzäh- len: Wenn eine Beute (Lockspeise) sichtbar werde, kommen diese Fische meist in grösserer Anzahl Q\0 — 20) herbei, der glückliche Erbeuter werde dann von den andern verfolgt. Sei der Bissen gross, so beisse der Be- sitzer, n)it dem Kopf schüttelnd, ein Stück ab und überlasse es seinen Kameraden, um Ruhe von ihnen zu haben. Sei die Beute etwas entfernt vom Abhang gegen das Meer hin, so ziehen sich die Fische nach er- schnapptem Bissen blitzschnell gegen die sichere Klippe zurück. Das Fleisch ist, wie das aller Julidinen, weich und unschmackhaft, wird nur von Aermeren gegessen. Diese Art kann nicht Scarus purpureus Forsk. sein, sondern das ist der folgende (s. unten). Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. /5) Schwanzflosse abgestutzt, auch bei Aelteren mit sehr wenig ver- längerten dreieckigen Seitenspitzen. Bauchflosseu nicht zugespitzt. Körper etwas dick. Einige grosse rothe polygonale Figuren am Kopf. 3. t/fff/s jjurpffi'etfs. S'carus purpureus Fk., Lahrus trilobatus Lac, Julis semicoeruleus Rp-, Scarus Georgii Beun., Julis quadricolor Less., Blk., Julis trilobatus CV.j Gth. (vide Synon.), Playf.-Gth. D. 8/13, A. ') 2—3/11, P. 15, C. ii, L. lat. 27, Höhe 4, Kopf 4, Breite 2V>, Auge 6, Stirne iy^, Schnauze 2:1, Präorb. 1'/,. Letzter Rückeu- stachel 5, vordere Gliederstrahlen 4, Schwanzfl. 7. Farbe: Smaragdgrün, Bauch schön himmelblau-). 3 Längsbiuden PvU den Seiten des Körpers, 2 untere zinaoberrothe und eine obere, vorn breitere purpurnviolette. Die mittlere Binde ist gekämmt, die Zähne dieser Kammbiude mit der obern, nicht mit der untern Längsbiude ver- bunden (wie bei J. Räppellii')^ die Sägestreifeu violett gesäumt. Seiten des Kopfes smaragdgrün, Kopf gegen unten blau. Vor und über den Augen eine purpurne Figur, die jederseits in ein Dreieck ausläuft, das hinten mit der Figur des Nackens zusammenhängt. Am Kiemendeckel und Vordeckel ein purpurner, unregelmässig quadratischer Flecken, der ^) Der 1. Stachel der Afterflosse ist wie auch bei den andern Arten, oft undeutlich. *) Eigenthümlich ist, dass diese schöne blaue Farbe bei trockenen Bälgen schön grün wird. lu der Natur ist der Fisch am Bauche nie grün. aa. III. .Uhaadl, . (jj^ 538 Dr. C. ü. Kill nz in ''er: einen Ast zum Auge und iN^acke]!, und unten 2 divergireude Zipfel abgibt. Alle diese Figuren des Kopfes sind purpurroth, gogen den Rand zinnober- roth und violett gesäumt. Eine schiefe purpurne Binde steigt von der Gegend der BaucLflossen zur Basis der Brustflossen und gabelt sich hier: die untere Gabel zieht unter der Brustflosse am Rand des Vordeckels herab, die andere steigt hinter der Basis der Brustflossen zum Deckel- lappen hinauf. Die Rückenflosse ist grün, mit einer ziunoberrothen, violett ge- säumten Längsbinde, Rand der Flosse hellblau. Hinter den ersten Rücken- stacheln meistens ein schwarzer Flecken. Afterflosse blau, mit einer pur- purnen basalen Längsbinde, zuweilen findet sich noch eine ziegelrothe gegen den Rand. Bauchflossen blau. Brustflossen blau, gegen unten hyalin, an der obern Spitze schwarz. Schwanzflosse grün, mit 3 purpurneu Längs- biudeu, als Fortsetzung der Binden des Körpers. Arab.: Chudri (Grünling). 30 Cm., grösser b,\s J.RüppeUii. Lebensweise ähnlich dem J. Rüppellii. Liebt als Lockspeise Krebse. Flüchtet auch seine Beute schnell und verlässt selten die Brandungszone der Klippe. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere. Ist schwer specifisch von J. Rüppellii zu unterscheiden, da die Länge der Schwanzflossenspitzen und der Bauchflossen oft auch bei J. Rüppellii etwas geringer und bei J. purpureus etwas grösser sein kann. Die Farbe hat zwar viel Gemeinsames, ist aber doch wesentlich verschieden. Dass Forskai mit fernem. Scarus purpureus den hier beschriebenen Fisch gemeint hat und nicht den vorigen, ist zweifellos, trotzdem es bisher von den Autoreu unbeachtet blieb. Denn er sagt: ventre coeruleo, ante oculos triangulo utrinque purpureo, in vertice ambo connati, macula quadrata purpurea etc., während von gyrösen Bändern am Kopf, welche dem J. Rüppellii zukommen, keine Rede ist. "'Julis umbrostigma Rp., Blk., Gth., Playf.-Gth., ist wohl nur als Varietät von J. purpureus zu betrachten. Die Schwanzflosse ist hier zwar gewöhnlich mehr abgestutzt, doch ziehen sich die Seitenspitzen auch hie und da aus. Auch die Farbeuvertheilung ist derjenigen von J. pur^ pureus ganz analog. Die Farben sind weniger lebhaft, die Grundfarbe mehr schmutziggrün oder olivenfarbig bis gelblich. Die Figuren am Kopf sind in viele kleinere Fleckeu aufgelöst, aber doch zu erkennen in der Anordnung derer vou J. purpureus^ und sie sind von düsterer, brauner Farbe. Auch hier der schwarze Fleckeu vorn an der Rückenflosse und der der Spitze der Bruflossen. Vorkommen immer zusammen mit J. purpureus^ hat auch dieselbe Grösse. Synopsis der Fische des Ruthen Meeres. 53g Gattung: Coris (Lac.) Gth. a) Nacken bei Aelterea buckelartig, und 1. Rückenstacbel bei sol- chen erhöht. L. lat. 60 — 65. Schwanzflosse bei Aelteren mit vorsteheudeu Strahlenspitzen. 1. *Coi'is uygula. Lac, Gth., Julis aygula Rp., Julis yibbifrons Q. G., Julis coris C V. (Juv.), Lahrus cingulum Lac, Julis semipunctatus Rp., Labrus aureomaculatus Ben 11., Julis cingulum CV., Coris cingulum Gth. D. 9/12, A. 3/12, L. tr. 5/25—26, Höhe 3%— 4, Kopf 4%, Breite 3, Au^e 5 — 6, Stirne ly^:!, Schnauze ly^ — 2:1, letzter Riickenstachel SVz, letzte Gliederstrahleu 3, Schwanzfl. 6. Körper lang, sehr compress, Rücken- und Bauchlinie weuig ge- krümmt. Kopfjirofil oben bucklig, vorn concav bei Aelteren, bei Jüngeren parabolisch, fast gerade. Schnauze etwas spitz. Zähne conisch, etwas stumpf, nach vorn geneigt, nach vorn allmälig giösser; die 2 vordem viel grösser, schief nach vorn gerichtet, die 2 oberen werden zwischen die 2 unteren aufgenommen. Winkelzähne fehlen oder sind kaum wahrnehmbar. Der Oberkiefer reicht kaum zum Auge. Deckellappen gerundet, reicht über die Basis der Brustflossen hinaus. Kopf ganz nackt. Kurze, porige Röhren in der Gegend unter den Augen, einige am Randtheil des Vordeckels, keine am Kiemendeckel. Die Seitenlinie steigt vorn bogig an, läuft dann gerade, dem Rücken parallel, gegen das Ende der Rückenflosse unter dem 4. — 5. letzten Strahl steigt sie plötzlich winklig bogig zur Mittellinie herab; die Röhrcheu sind einfach, etwas aufsteigend, die Stacheln der Rückenflosse bis zum letzten allmälig höher, bei Alten ist der i. Stachel auffallend erhöht. Die Brustflossen reichen zum After, die Bauchflossen bei Aelteren bis zu den Gliederstrahlen der Afterflosse, und sind zugespitzt. Schwanzflosse bei Aelteren abgestutzt und meist mit über die Flossenhaut mehr weniger vorragenden Strahlen. Schwanz höher als lang. '■'Coris cing^ulum ist nur die Jugend von Coris aygula. Der Nacken- höcker ist noch nicht entwickelt, das Kopfprofil daher bei solchen (bis 24 Cm. Länge) mehr parabolisch. Der 1. Rückenstachel ist noch nicht oder schon ein wenig höher als der 2. Die Bauchflossen sind weniger zu- gespitzt, reichen nur zum After, und die Schwanzflosse ist leicht gerundet oder abgestutzt, ohne verlängerte Strahlenspitzen. Farbe: Bei Jüngeren (^ Coris cingulum') blassgiüu, bis dunkelgrün, die Schuppen mit dunklereu, braunen oder röthlichenRäudern. Ein breites helles Querband hinter der Spitze der Brustflosse (auch bei dem Exemplar Cor. cingulum von Rüppell), oder die vordere Körperhälfte ist dunkler oder heller als die hintere. Kopf livid, mit braunrothen oder schwarzen und rothgesäumteu Tropfen und Linien, besonders um das Auge herum, 68 * 540 Dr. C. B. Klunzitger; und als schräge Wiiikelllnien auf dem Sclieitel. Audi der rorderste Tlieil des Rumpfes mit braunen Tropfen. Ein grösserer blauschwarzer Flecken am Deckellappen. Brustflossen rosaliyalin. Rücken- und Afterflosse schwarz- grün, mit vielen purpurnen bis schwarzbraunen Flecken. Gegen deji Rand liin folgen sich rothe, schwarze und blaue Längslinien, der Endsaum ist gelbgrün. Bauchflossen schmutzigblau, der 2- Strahl braun. Schwanzflosse grün mit braunrothen welligen Querstreifen, Spitzen der Strahlen gelblich. Iris grasgrün. Bei Aelteren wird die Farbe nacli und nach überall gleichmässig grünschwarz (ausser dem Wasser tiefschwarz), die Flecken und Linien am Kopf und an den Flossen verschwinden allmälig; bei Exemplaren mittlerer Grösse sieht man den Uebergang in Form und Farbe deutlich. Arab.: Ghughäb (Rabe). 20 — 26 Cra. (Coris cirgulum), 30—40 Cm. iCoris aygula). Fleisch schlecht und weich. Nicht häufig, am Klipppnab- hang, mehr in der Tiefe. Er soll die Eigenthümlichkeit haben, beim Fressen bei jedem Biss mit dem Schwänze zu schlagen (um den Bissen abzureissen) und dann an einen andern Ort sich zu begeben, um es ebenso zu maclien. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. 6) Nacken nicht buckelartig. Schuppen etwas grösser. L. lat. 50 — B5: Hemicoris Blk. ci) Körper etwas hoch (3%), Kopflänge geringer als die Körper- höhe. Schwanz kürzer als hoch. \. Rückenstachel nieder, niederer als der 2. Hinterer Theil der Rückenflosse gerundet, der letzte Strahl nieder. D. 9/11, A. 3/11, L. lat. 52 (—55?). 2. Coris variegata. Halichoeres variegatiis Rp., Julis variegatus CV., Hemicoris varie- gatus Blk., Coris variegata Gth. Verbreitung: Indische Meere. /?) Körper nieder (4% — 5), Kopflänge der Körperhöhe naliezu gleich. 1. Rückenstachel höher als der 2. Hinterster Strahl der Rückenflosse etwas erhöht. D. 9/12, A. 3/12, L. lat. 50—51. 3. "Cor/* caurUniacula, Julis caudimacula Q. G., CV., Hemicoris caiidimaciila Blk., Coris caudimacula Gth. Höhe 5, Kopf 5, Breite 2V2'» Auge 5, Schnauze 2:1, 1. Rückenst. 2, Gliederstrahlen 2, Schwanzfl. 672- Kopfprofil parabolisch. Oben 4, unten 2 grössere Vorderzähue. Ein hinterer kleiner Winkelzahn (nach CV. uud Gth. soll er fehlen, nach Blk. und nach meiner Beobachtung ist ein solcher vorhanden). Der Deckel- Synopsis def Fische des Hollien Meeres. 54 j läppen ragt über die Basis der Brustflosse hinaus. Rölirclieu der Seiten- linie einfach. Brust- und Bauchflossen reichen zum After, Bauchflossen zugespitzt, mit fadenförmigem \. Strahl. Schwanzflosse gerundet. Farbe: Braunviolett, mit gelben Längsbinden, einer von den Lippen durch das Auge, einer 2. unter dem Auge hinziehend. Zwischen ihnen blaue Binden. Deckellappen mit blauschwarzem Flecken. Ein grösserer schwarzer Flecken an der Basis der Schwanzflosse. Rückenflosse an den ersten 3 Stacheln schwarz, sonst hyalin, gegen oben mit mehreren Reihen violetter Tropfen. Afterflosse hyalin, gegen den Rand mit 2 violett^^n J.ängslmien, die oft unterbrochen sind. Die übrigen Flossen gelblicli- hyalin (nach einem Weingeistexemplar). 15 Cm. Selten. Verbr. : Ostafrika, indische Meere. Coris multicolor. Halicliöeres multicolor Rp., ? Coris multicolor Gth. Diese Form kann ich nur durch die Färbung untersclieiden und auch diese ist sehr analog. Auch hier finde ich L. lat. 50 — 51 (L. tr. V^o) ^^nd die Kopflänge der Körperhöhe gleich. Der Schwanz ist in Rüppell's Figur zu lang gezeichnet. Farbe: S. bei Rüppell. Verbreitunof: Neuheb riden nach Günther? Gattung: Stethojalis Gth. a) Körper etwas hoch (SVa — SV^), höher als der Kopf lang. Zwischen folgenden 2 Fischen kann ich gar keinen Formunterschied finden, obwohl die Farben ziemlich verschieden sind. Dimensionen und Zahlen sind bei beiden völlig gleich. Die darüber angegebenen Unter- schiede, wie z. B. Verhältniss der Kopflänge zur Körperhöhe, Schuppen- zahl, sind nicht stichhaltig, wie mich wiederholte Untersuchung belehrte, ebensowenig die Grösse der Brustschuppen, 1. ' Slefhojtdh axillaris. Julis axillaris Q. G. , CV. , Stethojulis axillaris Blk. , Gth., Playf.-Gth. D. 9/H, A. 3/11, L. lat. 27, L. tr. 2/9, Höhe 37^-3%, Kopf 4, (ohne Deckellappen)!), Breite 2V2, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 1 V3 : 1, Rückenstrahlen 2ye, Schwanzfl. 6V4 — ^Vi- Körper elliptisch. Kopfprofil parabolisch. Schnauze stumpf. Zähne schief abgestutzt, schneidend, die vorderen kaum grösser, ein kleiner ^) Meine Messungen in Beziehung auf Kopflänge und Körperhöhe stimmen auffallend wenig mit den Angaben Günther's überein. Es scheint, dass dieser Autor den Deckellappen in die Kopflänge mit eingerechnet hat. K<0 Dr. C. B. Klunziüger: Wiiikelzahn. Porige Röhren unter dem Auge und am Raudtheil des Vor- deckels. Deckellappen gerundet bis winklig, am oberu Rande couvex, reicht kaum zur Basis der Brustflossen. Röhren der Seitenlinie einfach. Schuppen der Brust etwas grösser. Gliederstrahlen der Rückenflosse etwas höher als die Rückenstachelu, diese nach hinten allmälig höher. Die Brust- flossen etwas spitzig, reichen zum After, Bauchflossen kurz. Schwanzflosse leicht gerundet. Tarbe: Grünlich, obere Körperliälfte an Kopf und Rumpf dunkler, olivengrün, mit vielen blauweissen Pünktchen. Lippen braunroth. Eine schwefelgelbe, bei Spiritusexemplaren weisse Binde zieht von den Lippen unter dem Auge hin zum Kiemendeckel und setzt sich oft bis zum Schwänze fort. Bauch grünlich oder purpurn; die Schuppen daselbst sind je in der vordem Hälfte schwärzlich, in ihrer hintern weiss. Am Schwänze \ — 2 schwarze, blaugeränderte Ocellen. üeber der Basis der Brustflossen eine blaue Linie und darüber ein feuerrother Flecken. Brustflossen gelblich, hyalin. Rückenflosse mennigroth oder citrongelb, oft weiss punk- tulirt, gegen den Rand roth, mit weiss hyalinem Endsaum. Afterflosse gelblich mit hyalinem Rande. Bauchflossen an der Spitze röthlich. Rückeu- uud Afterflosse oft, zumal bei Jüngeren, hinten mit einem kleinen schwar- zen Flecken. Schwanzflosse röthlich, mit blauem Rande. Iris grün. 10 Cm. Ziemlich häufig in den Klippenbrunnen. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere, Sandwichsinseln. Neu für das R. M. 2. '^ Stethojitlis albovittata. Labrus alhovittatus (Bonnat.) Lac, Julis baltaatus Q. G., CV., StethojaUs alhovittata Gth., Blk., Playf.-Gth. Farbe: Bläulich, Bauch heller, mit weissen oder gelblichen Längs- streifen über den Körper. Der 1. zieht vom obern Augenrand zum Rücken, und längs der Basis der Rückenflosse bis zu deren Ende; der %. vom Rücken der Schnauze über den Lippen durch das Auge zum oberen Winkel des Kiemendeckels und setzt sich eine Strecke über den Rumpf fort, etwa bis zur Hälfte der Brustflosse. Der 3. zieht vom Mund- winkel unter dem Auge hin durch die Spitze des Deckellappens und über die Basis der Brustflosse zur Basis der Schwanzflosse (in Bleeker's Figur ist sie kürzer). Der 4. zieht bogig unter dem Kinn zum Rand des Deckels, steigt längs der Kiemenspalte zur Basis der Brustflosse hin- auf; dort ist er unterbrochen, hinter jener Basis aber krümmt er sich etwas abwärts und läuft schliesslich gerade horizontal zum Anfang des Schwanzes oder der Schwanzflosse. Der ganze Zwischenraum zwischen der 3. und 4. Binde, am Rumpf ist zuweilen weiss (bei Exemplaren im Mus. Berol.) Rücken- uud Afterflosse violett, Brust- und Schwanzflosse gelblich. 10 Cm. Selten. Indisches Meer bis Sandwichsinseln. Neu für das R. M. Synopsis der Kische des Rutlieü Meeres, 54 o Stethojulis trüineata {Lahrvs trüineafus Bl. Sehn., Julis sebanvs CV.) ist wohl nur als Varietät dieses Fisches zu betrachten: Die 2. Läno;s- binde reicht hier bis zum SchM-anze, während die 3. schon hinter der Ba- sis der Brustflosse aufhört (umgekehrt von dem vorigen Fall), die 4. zieht ohne Biegung und Unterbrechung bis zum Sehwanze: also sehr leichte, wenn auch vielleicht coustante ? Variationen, die mit keiner Form Ver- schiedenheit gepaart zu sein scheinen. Dieser Fisch findet sich im Mus. Berol. aus dem R. M. von Ehrenberg. 6) Körper etwas nieder (4% — ^Vti)', so hoch rls der Kopf lang. Auch zwischen folgenden beiden, in der Färbung sehr verschiedenen Arten bin ich nicht im Stande, einen Formunterschied zu finden, do. h darf man wohl behaupten, es wird noch einer gefunden werden. 3. '^ Stethojuli^ Kalosoma. Blk., Gth., Playf.-Gth. Farbe: Rücken olivengrün, mit vielen weissen Pünktchen. Bauch weiss; Köi'perseiten gegen unten mit vielen schwarzblauen Funkten, die an den Seiten des Thorax seltener werden. Seiten des Kopfes weiss, mit wenigen Punkten. Eine purpnr- oder karminrothe (bei Spiritusexemplaren weisse) Linie zieht vom Mundwinkel unter dem Auge hin zur Basis der Brustflosse; ihr hinterer Theil vom Auge an ist oben braun gerändert. An den Seiten des Rumpfes ziehen, als Fortsetzung jener Linie, 2 — 3 braune Linien bis zur Gegend der Afterflosse oder zum Schwänze. Iris grün und roth. Brustflossen rosa, Bauchflossen weiss. Die übrigen Flossen gelb- lich, mit rosarothem Rande. An den Seiten des Schwanzes oft ein kleiner schwarzer Flecken. Bei Jüngeren findet sich oft blos eine weisse Längs- binde, keine braunen (Stethoj. phecadopleura ist ähnlich gefärbt, aber viel höher in Gestalt). 9'/^ Cm.; die kleineren nicht selten in den seichten Korallgruben. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. Neu für das R. M. 4. -^ Stethojulis interrapta. Blk., Gth., Playf.-Gth. D. 9/11, A. 3/H, L. lat. 27, L. tr. 2/9—10, Höhe 4'%, Auge 4, Stirne 1, Schnauze ly^ : 1. Rückenstrahlen S'/j, Schwanzfl. 6*/,- Farbe: Rücken graublau, Bauch weiss. Eine blaue schwarz ge- säumte Längsbinde zieht am Rücken unter der Rückenflosse hin bis zum Schwänze. Eine andere violette Binde oder Linie beginnt unter der Basis der Brustflossen in der Körpermitte; sie ist vom Ende der Basis der Brustflosse bis zur Gegend des Anfangs der Afterflosse unterbro- chen und zieht dauu zum Schwanz. Eine fernere blauo, schwarzgesäunUe 544 Dr- C 13. Kluuzia''er; Linie zieht etwas in einem Bogen vom oberen Winkel des Kiemeiidecke!s zum Ang-e und verbindet sich vor diesem über der Schnauze mit der der andern Seite d i ad e niarti g. Eine subhorizontalc blaue Linie geht vom Mundwinkel unter dem Auge zum Kiemendeckel. Oben an der Basis der j^rusttlosse ein schwarzer Flecken und darüber eiu orange- oder feuer- rother Flecken. Kückenflosse gelblich, mit rosarothom Rande. Brust- flossen hyalin, an der Basis gelblich. Bauch- und Afterflossen hyalin. Schwanzilosse gelb, mit grauen Aussenrändern. Iris zinuoberroth. lOVi Cm. Selten. Verbreitung: Ost- Afrika. Indisches Meer. Neu für das K. M. Gattung: Platyglossas (Klein) Gtli. a) Kopf ganz schuppenlos. cc) Körper etwas nieder (3% — 4), doch höher als der Kopf lang. L '' Platyglossus nebulosus. Julis nebulosus CV„ Haliclioei'es Reichei ßlk., Platyglossus nehulosus Gth., Julis poecila Rieh. D. 9/14, A. 3/11, L. lat. 28, L. tr. 0^/10, Höhe 3%— 4, Kopf 4%, Breite 2%, Auge 4V2, Stirne 1, Schnauze ly^M, Rückenstrahleu 2V2, Schwanzfl. SVj. Kopfprofil parabolisch. Zähne wie bei andern dieser Gattung (siehe PI. hortulanus). Deckellappen stumpf, reicht über die Basis der Brustflosse hinaus. Röhrchen der S eitenli ni e mit je 1 — 2 oberen und unteren schrägen Seitenästchen. Vordere Gliederstrahlen der Rückenflosse etwas höher als die hinteren, der hinterste etwas erhöht. Die Brustflossen reichen zum After, die zugespitzten Bauchflossen zu den Gliederstrahlen der Afterflosse. Schwanzflosse leicht gerundet. Basis der Rückenflosse ohne Schuppen- scheide. Farbe: Grün oder hell olivenfarbig mit unregelmässigen violett- braunen Flecken am Körper, die zu Querbinden oder uetzig zusam- menf Hessen, oder eiu schräg sägezähniges Längsband. Kopfseiten grüngelb mit gyrösen purpurnen, blaugesäumten Binden: eine dersel- ben vom Mundwinkel zum Auge; hinter dem Auge ein blauschwarzer Flecken, von welchem aus eine kurze Binde zur obern Ecke des Kiemen- deckels, eine andere längere über den Kiemendeckel herab über die Brust- seiteu hinter die Basis der Bauchflossen zieht. Eine andere winkelig gyröse, nicht ringförmige Binde an den Wangen. Am Deckellappen ein messinggelber oder silbriger und dahinter ein schwarzer, blaugesäumter Flecken. Am Kopfe oben blaue Flecken. Iris grün mit rothem Pupillar- ring. Obsolete silbrige Flecken über den Rumpf zerstreut, besonders gegen den Rücken. Rückenflosse mit purpurbraunem Netz und darauf Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 545 gTÜnen oder gelben Ocelleu meist in 2 Reihen, an dem stachligen Theil zus.ammenfliessend. Hinter dem 4. Rückenstachel zuweilen ein kleiner schwärzlicher Fleck, ein anderer grösserer an dem 1. — 3. Glieder- strahl. Afterflosse an der Basis und gegen die Mitte mit gelblichen Ocel- len, die oberen derselben oft zu einer Binde zusammenüiessend, sonst purpurbraun. Brustflossen rosa. Bauchflossen grün, aussen roth. Schwanz- flosse röthlich mit kleinen röthlichen Flecken an den Strahlen, die Mem- bran mit gelben blaugesäumten Ocellen. Unter der Basis der Brustflosse öfters eine kurze schräge dunkelblaue Binde. 9 Cm. Selten. Indische Meere. Platyg^lOSSUS poecilus (Julis poecila Rieh., Halichoeres poecila Blk.) ist eine selbst in der Färbung wenig verschiedene Varietät. Bei Exemplaren mit geschlossenen Bandringeu am Kopfe im Mus. Berol. finde ich die Bauchflosseu kurz, den After weit nicht erreichend und solche ianu mau vielleicht artlich trennen. Die Abbildungen von Bleeker und Richards, haben die Bänder am Kopf nicht ringförmig und die Bauch- flosse zugespitzt. 2. PlatyglossHs bimacnlatns. Halichoeres himaculatus Rp., Julis himaculatus CV., Platyglossus himaculatus Gth. hat ähnliche Dimensionen wie PI. scapularis. Die Fär- bung ist aber verschieden. Verbr. : ? Ceylon. /?) Körper hoch iV^')', viel höher als der Kopf lang (Kopflänge iVi)» D. 9/13. 3. Plafyglossus maryinatus. Halichoeres marginatus Rp., Julis annularis CV., Julis marginatus Pet., Platyglossus marginatus Blk., Gth. Die Röhrchen der Seitenlinie laufen in 2 — 4 ziemlich gleichlauge divergirende Zweige aus. Die zugespitzten Bauchflossen reichen zum After. Rückenflosse ohne Schuppeuscheide. L. tr. 3/10 — 11. 6) Kopf mit Schüppchen oben am Kieraendeckel. Güntheria Blk. 4. '^Platyglossus scapularis. Julis scapularis Benn., Julis coeruleovittatus Rj»., Güntheria coeru- leovittata Blk., Platyglossus scapularis Gth., Playf.-Gth. D. 9/11, A. 3/H, L. lat. 27, L. tr. %, Höhe 4—4%, Kopf 4^/2, Breite 2V2, Auge 4^/2, Stirne 1, Schnauze IV2: 1, Rückeustrahlen 2V2, Schwanzfl. 7. Kopfprofil parabolisch. Oben am Kiemendeckel gegen 3 Reihen von Schuppen. Die Schuppen an den Seiten des Thorax doppelt so klein als die andern. Röhrchen der Seitenlinie einfach. Die Rücken- R IIL ibhaadl. q9 g^g Dir. C. B. Klunzinger.' stacheln nehmen nach hinten allmäh'g an Höhe zu. Die zugespitzten Bauch- flossen reichen nicht zum After. Schwanzflosse leicht gerundet. Farbe: Gegen den Rücken meergrün, am Bauch weiss bis röthlich. Eine blaue oder braune, oben undeutlich roth gesäumte gekäm mte Längs- binde zieht von der obern Ecke des Kiemendeckels bis zum Rücken der Basis der Schwanzflosse. Eine schiefe röthliche Binde steigt oft vom Bauch hinter und über die Basis der Brustflosse hinauf. Hinter den Röhrchen der Seitenlinie oft ein weisser Punkt. Um die Augen herum ziegel- rothe blaugesäumte Flecken und Binden, eine von der Oberlippe zum Auge, eine andere das Auge unten und hinten umgebend und von da gegen den obern .Winkel des Kiemendeckels sich erstreckend, eine kurze am Kiemendeckel. Rothe Flecken am Scheitel. Rücken- und After- flosse gelblich, jene mit 2 blaugesäumten zinnoberrothen Längs bin den, diese mit einer. Schwanzflosse gelb, mit gyrösen hochrothen Querbin- den, die in der Mitte zusammenfliessen. Iris hochroth, Brustflossen rosa. 12 Cm. Selten. Ostafrika, Indische Meere. c) Mit Schüppchen oben am Kiemendeckel und hinter dem Auge: Uemitautoga Blk. 5. ''Platyglosstts hortulaniis. Lahrus hortulanus Lac, Sparus decussatus Beuu., Hallchoeres exi- mius Rp., Julis decussatus CV., Pet., Uemitautoga centiqaadi'us (Lac.) Blk., Platyglossus hortulanus Gth. (vide Synon.), Plajf.-Gth. D. 9/11, A. a/H, L- lat- 27, Höhe 31/2, Kopf i%. Breite 3, Auge 6, Stirne IVa:!, Schnauze 2V2 : 1 , Hintere Rückenstrahlen 3, Schwanz- flosse 6V4. Körper etwas hoch, compress. Kopfprofil parabolisch. Vorderzähne Vj, ein uiiterer gekrümmter Zahn fehlt. Die Seitenzähne klein, conisch, die hintersten etwas stumpf. Ein Winkelzahn vorhanden. Nach innen von ihnen finden sich an den Kiefern noch eine oder mehrere Reihen kleiner meist körnerartiger Zähnchen. Oben an dem Kiemendeckel 3 — 4, hinter dem Auge % Reihen von Schüppchen. Röhrcheu der Seitenlinie einfach. Rückeustacheln nehmen allmälig nach hinten an Höhe zu, die Gliederstrahlen noch höher, der letzte derselben erhöht. Die Brustflossen reichen fast zum After, die zugespitzten Bauchflossen mit ihrem 1. faden- förmigen Strahl zum 3. Afterstachel. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe: Olivengrün bis grau. Die meisten Schuppen mit einem dunkel purpurnen oder schwarzen vertikalen Flecken, oder gegen vorn Trop- fen, die Flecken oft unter sich netzartig oder würfelartig verbunden. Bauch ohne Flecken. Der vordere Theil des Körpers über der Basis der Brustflosse, der Nacken und die Brust mit ziegel- oder zinnober- rothen Flecken: Kopf seitlich mit etwa 4 breiten schiefen oder bogi- geu unterbrochenen ziegelrothen Binden und Flecken, und einer au Synopsis der Fische des Rolhen Meeres. 547 der Stirne. Am Rücken i — 3 gelbe Flecken, der erste unter dem 3. — 4. Rückenstachel, und dahinter ein grösserer tiefschwarzer Flecken. Ein schwarzer Flecken gegen oben an der Basis der Schwanzflosse. Rückenflosse mit schiefen purpurnen netzigen Binden und citrongelben oder ziDUoberrothen Flecken dazwischen; der obere Theil der Flosse gelb, der Endsaum bläulich. Afterflosse gelblich hyalin mit mehreren rothen Längsbinden. Schwanzflosse citrongelb , zuweilen mit bloss rosarothen Ocellen. Brustflossen grünlich, an der Basis zinnoberroth. Bauchflossen grÜD, am Rande röthlich. Oben am Winkel der Basis der Brustflosse ein schwarzer Flecken. 24 Cm. Ziemlich häufig. Verbreitung: Von Ostafrika bis Polynesien. Gattung: Hemigyiuuns Gth. Hemigymnus fasciatus. Mullus fasciatus Thunb., Labrus fasciatus B]., Scarus quinquefa- 5aa^i*s Ben n., ? Tautoga fasciata CV., Halichoeres sexfasciatus Rp,, Taii~ toga sexfasciata CV-, Hemigymnus sexfasciatus Gth., Play f. -Gth. L. lat. (bei den Exemplaren von Rüppell) 28, L. tr. "^y^^/it. Die Exemplare im Mus. Berol. von Ehrenberg stimmen in der Farbe und sonst mit der Abbildung von Rüppell, sie haben an den Wangen etwa o Reihen von Schuppen. Nach CV. hat seine Taut, fasciata (nach der Abbildung) nur '2 — 3 Reihen, Blocirs Abbildung zeigt aber viele Schup- pen und stimmt also mit denen von Rüppell und Ehrenberg. Auch in Bleeker'^s Abbildung sind gegen 5 Schuppenreiheu an den Waugen. An dem Exemplare von Ehrenberg zeigen sich auch Spuren von mehreren gyrösen Bändern am Kopf, und die Anordnung der Körperbinden ist die- selbe, wie bei der Abbildung von fasciatus. Die Basis der Brustflossen ist schwarz. Nach Günther wäre L. tr. bei sexfasciatus 4^/2/^^^ hex fascia- tus ^/ 11- Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. D. Kiemendeckel und Wangen beschuppt. Seitenlinie nicht unter- brochen. Schuppen mittelmässig (L. lat. 25 — 50). Schwanzschuppen nicht aufl*allend grösser. AA. Körper des unteren Schlundknochens schlank, linear, mit einer Reihe spitzer conischer Zähne. Vordeckelrand ungezähnt. Labrichthy- formes. Gattung: labroides BIk. a) Körper nieder (Höhe 5^^), Schuppen klein (L. lat. 50), Bauch- flossen viel kürzer als die Brustflossen. 60 * ^ig Dr. C. B. Klunzingcr: 1. ''^Labroides dimidiaius. Labrus latovittatus Rp. (nee Lacep.?), Cossyphus dimidiatus CV., Lalroides latovittatus Blk., Labroides dimidiatus Gth., Playf. -Gth., Lahroides paradiseus Blk. D. 9/11, A. 3/10, L. lat. 50-53, L. tr. 5/20, Höhe SVi, Kopf 4%, Breite tVi,, Auge 3%, Rückenfl. 2%, Schwaüzfl. GV^. Kopfprofil fast gerade, leicht paraholisch. Stirne in der Quere etwas convex. Lippen vorn etwas hoch, die obere kaum ausgerandet, die untere tief zweilappig. In beiden Kiefern vorn eine Binde kleiner Zähnchen, an den Seiten keine. Vor der Binde in beiden Kiefern 2 stärkere gekrümmte Zähne, die oberen einander näher als die unteren. Ein Winkelzahu jeder- seits. Am Kopf ist nur die Schnauze, die Stirne, der Scheitel, die Kehle und der untere Raudtheil des Vordeckels nackt und porig, der übrige Kopf klein beschuppt. Röhrchen der Seitenlinie einfach. Letzter Rückeu- stachel der höchste, Gliederstrahlen gleich hoch. Keine basale Schuppen- scheide. Die Brustflossen reichen nicht zum After, Bauchflossen sehr kurz. Schwanzflosse abgestutzt. Farbe: Gegen den Rücken hellblau bis violett, gegen den Bauch violettgrau oder hellblau. Eine tiefschwarze, vorn schmale, hinten sehr breit werdende Binde geht von der Oberlippe durch das Auge zum Ende der Schwanzflosse, den grössten Theil der Höhe der letzteren und des Schwanzes einnehmend. Kopfrücken von der Lippe bis zur Rücken- flosse schwärzlich. Rücken- und Afterflosse blauhyalin, mit schwarzer basaler Längsbinde. Eine schwarze, schräge Binde von der Basis der Brustflossen zu den Bauchflossen. Bauchflossen blau. Unterer Rand des Schwanzes schwarz, die Aussenränder der Schwanzflosse blau. 6V2 Cm. Am Korallabhang. Selten. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. /5) Körper etwas hoch (4), Schuppen grösser (L. lat. 30, L. tr. 4/12, D. 9/11), Bauchflossen fast von Länge der Brustflossen. 2. Lahroides quadrilineatus. Lahrus quadrilineatus Rp-, Cossyphus quadrilineatus und taeniatus CV., Lahroides quadrilineatus Gth., Playf.-Gth. Verbr.: Ostafrika. BB. Körper des unteren Schlundknochens dreieckig, mit Pflaster- zähnen (nach Bleeker). Vordeckelrand (wenigstens bei Jüngeren nach iBleeker) mehr weniger gezähnelt: Cossyphiformes. Gattung: Cossyphus C^ V.) Gth. a) Höhe 37^, Kopf 3*/^— 4, Schnauze IVi:!. Unterer Rand des Präorbitalbeines kaum gebuchtet. 1. Strahl der Bauchflossen verlängert. Schwanzflosse abgestutzt. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 549 \. ^ Cossyphus axillaris. Lahrus axillaris Btnu..^ Cossyphus axillaris CV., Gth., Playf.-Gth. D. 1V9, A. 3/12, L. lat. 30—32, L. tr. 5/12, Auge 4%, letzter Rückeust. und 6.-7. Gliederstr. t%, Schwanzfl. 7. Kopfprofil parabolisch, vorn etwas coucav, unteres Kopfprofil fast gerade. Die Zähne ia beiden Kiefern klein, conisch, etwas stumpf, die hinteren ein wenig grösser. 4/4 stärkere Zähne vorn, wovon die äusseren oben hauerartig. Ein Winkelzahn. Der Oberkiefer reicht über den vor- deren Augenraud hinaus. Lippen massig entwickelt, häutig. Rand des Vordeckels sehr fein, aber deutlich gezähnelt. Kopf ausser der Schnauze beschuppt, die Schuppen am Kiemendeckel sind etwas grösser als die andern Kopfschuppen. Körperschuppen mittelmässig, winklig, die an der Schwanzbasis ein wenig, aber nicht aulfallend länger. Seitenlinie gegen hinten allraälig, nicht jäh gesenkt. Röhrchen der Seitenlinie mit kurzen Aestchen. Der mittlere Theil der Rückenflosse und die Afterflosse mit basaler Schuppeuscheide. Hinter den Rückcnstacheln Hautläppcheu. An der Afterflosse ist der 1. Strahl der höchste. Farbe: Vordere Körperhälfte braun oder rothbraun, der mittlere Theil rosa, der hintere gelb, an den Seiten der Brust braune Längs- binden. Rückenflosse dunkelroth, gliederstrahliger Theil gelb, an den ersten 3 Stacheln und an den vorderen Strahlen ein tief schwarzer Fleck. Brustflossen gelb, mit tiefschwarzer Basis. Afterflosse gelb, mit kleinen brauueu Flecken au der Basis, vorne an den St-ahlen ein grosser schwarzer Flecken. Schwanzflosse orange, Bauchflossen hyalin, mit braunen Tropfen. 20 Cm. Selten. Ostafrika. Neu für das R. M. ß) Körper etwas niederer (Höhe 4, Kopf 3%), Schnauze etwas länger (2:1). Unterer Rand des Präorbitalbeines über dem Mundwinkel tief gebuchtet. Bauchflosseu nicht verlängert. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht ausgeschnitten. 2. "^Cossyphus diana. Lahrus diana Lac, Cossyphus diana CV-, Blk., Gth., Peters, Playf.-Gth. D. 12/10, A. 3/12, L. lat. 33, L. tr. 4/12, Breite %%, Auge 5, mittlere Strahlen der Rückenflosse 2, Schwanzflosse 6V3. Die Zähnelung des Vordeckels ist kaum durch das Gefühl zu er- kennen (wohl nicht Arten- sondern Alterscharakter?) Röhrcheu der Seitenlinie kaum verästelt. Farbe: Gelb ins Rosarothe, gegen den Rücken und Bauch braun- roth. Am Rücken des Schwanzes und unter dem hinteren Theile der Rückenflosse unregelmässige schwarze Flecken. Jederseits am Rücken 550 Dr C. B. Klunzinger: 4—5 grössere, schwefelgelbe oder kreideweisse Flecken. Der {. vor der Riickejiflosse, der letzte am Rücken des Schwanzes. Rückenflosse vorn blutroth, der gliederstrahlige Theil, die After- und Schwanzflosse heller. Brustflossen röthlich, Basis gelb. A fter schwarz. Ein schwarzer Fleck an der Basis der Schwanzflosse am Ende der Seitenlinie. 20 Cm. Selten (nur 1 Exemplar). Ostafrika, Sundaiuseln. Neu für das R. M. Gattung: liphochilas Blk. ■'XijihocJnltis robustus (Gth.?) Playf.-Gth. D. 12/8, A. 3/40, L. lat. 30, L. tr. SVz/^O, Höhe V^, Kopf 4, Breite 2%, Auge 4V2, Stirne \'^/i'A, Schnauze 2:1, hintere Rückenst. 4, Schwanzflosse 7. Kopfprofi! sehr convex, Schnauze stumpf. Unterer Rand des hohen Präorbitalbeines 2mal gebuchtet. Die 4/4 Vorderzähne und der Winkelzahn kräftig. Der ganz unter dem Präorbitalbeine versteckte Oberkiefer reicht nicht g-anz bis zum Auge. An den Wangen 6 — 7 Reihen etwas kleiner Schuppen. Am Kiemendeckel etwa 4 Reihen grosser Schuppen, am oberen Rande des Zwischendeckels eine Reihe. Eine Zähnelung des Vordeckels nur n)it bewaft'netem Auge oder durch das Gefühl zu bemerken. Deckellappen sehr stumpf. Körperschuppen gross, die an der Brust wenig kleiner. Seitenlinie dem Rücken parallel, nicht gewinkelt. Röhrchen der Seiten- linie mit vielen kurzen, meist rechtwinklig abgehenden Seitenästchen, am Schwänze einfach. Rückenstacheln nieder, kräftig, nahezu gleich hoch, hintere Gliederstrahlen etwas erhöht, sie reichen wenig über die Mitte des freien Theiles des Schwanzes hinaus. Aehulich die Afterflosse. Brust- und Bauchflossen reichen fast bis zum After, letztere sind zugespitzt : Schwanzflosse abgestutzt mit äusseren convexen Rändern. Farbe: Blassrosa, gegen den Rücken graugrün. Bauch weiss. Auf den Körperschuppen je ein bläulicher senkrechter Strich, statt deren am Schwänze Längssstriche oder Flecken. Hinterhaupt und Nacken oben blassgelb. Bläuliche kurze Striche und Flecken gehen vom Auge aus; ihre Zwischenräume sind schwefelgelb. Stirne violett. Oberlippe blassvio- lett, ihr Rand schwefelgelb. Unterlippe vorn bläulich, ihr Seitenrand mit blauem , gelbgerändertem Streifen. Hinterer Rand des Kiemendeckels blau. Brustflossen rosa. Bauchflossen bläulich, die äusseren Ränder röth- lichgelb. Rückenflosse au der Basis mit einer blassvioletten Längsbinde, sonst gelb mit blauen Strichen und Flecken und blauem Eudrande. After- flosse gelb mit 2 blauen Längsbinden. Schwanzflosse gelb mit blauen Längslinien, Strahlenränder blau gefleckt. Iris hellgelb mit gelbrothem Pupillarring. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. g5< Diese Art stimmt wohl überein mit Xifhoch, robustus von Günth.- Playf., weniger mit dem in Gth. Vol. IV beschriebenen; nach diesem Autor sind aber diese gleich. Bei Giinth. ist D. H/9, Kopf und Körperlänge »olleu fast gleich sein, die letzten Strahlen der Afterflosse reichen dort bis zur Schwanzflosse, letztere sei gerundet, der Vordeckelrand sei ungezähnt. Auch die Färbung scheint etwas verschieden. 36 Cm. Selten (2 Exemplare). Ostafrika. Neu für das R. M. E. Kiemendeckel und Wangen beschuppt. Schuppen überall gross, auch am Kopf. L. lat. 2Ü — 25. Die Schwauzschuppeu auffallend gro8s und lang. Vordeckelraud gesägt. Seitenlinie nicht unterbrochen. 9 — 11 Riickenstacheln. Unterer Schlundkuochen 3eckig mit einer oder mehreren Reihen conischer Zähne (nach Bleeker). Rückenflosse mit Schuppenscheide. Duymaeriformes Klz. Die Gattungen Du\jmaeria und Pteragogus^ aus welchen diese Ab- theilung besteht, werden von Bleeker und Günth. in ihrem Systeme weit auseinander gehalten, einzig der Zahl der Rückenstacheln halber und doch sind sie in allem Uebrigeu so nahe, dass sich selbst eine gene- rische Trennung nicht wohl durchführen lasst. Sie bilden eine sehr natür- liche Zwischenabtheilung zwischen den Cossyphiformes und Cheil'miformes. DuymaeriaBlk. hat 9 Rückenstacheln und nicht verlängerte Bauchflossen, Fteragogus (Pet. *), Gth. 10 — 11 Rückenstachelu und fadenförmig ver- längerte Bauchflossen. Gattung: Daymaeria (moX. Pteragogus')'QW. "^Duymaeria operculari*. Cossyphus (Fteragogus^ opercularisVet.^ Fteragogus opercularis Gth. D. H/9, A. 3/9, L. lat. 25, Höhe 3V3, Kopf 3%, Breite 3, Auge 4*/4— 4V2, Stirne iVj, Schnauze iV^il, Rückenst. 2V2, Schwanzfl. ^y^. Gestalt länglich- eiförmig, compress. Kopfprofil hinter dem Auge etwas bucklig, über demselben etwas concav, vorn gerade. Unteres Kopf- profil kaum convex. Schnauze etwas spitz. Lippen mittelmässig. Ober- kiefer reicht fast bis zur Mitte des Auges, sein Hinterrand gerundet. Zähne in beiden Kiefern iu einer Reihe, klein, conisch, vorn 4/4 stärkere Zähne, wovon je die äussern uach rück- und auswärts gekrümmt. Kein eigentlicher hinterer Winkelzahn, aber der hinterste der oberen Seiten- zähne ist meist etwas grösser als die andern und etwas nach vorn ge- richtet. Die grossen Wangenschuppen von Haut bedeckt und die Wangen scheinen daher wie nackt. Vordeckelrand deutlich gesägt. Deckellappen wohl entwickelt, etwas nach oben gerichtet. Seitenlinie gewinkelt, die *) Peters hält selbst diese Gattung nicht aufrecht. ^52 ^^- ^- ^- tflunzingef: Röhrchen einfach oder mit wenigen Aestchen. Die Schuppen der Scheide der Rückenflosse gross, spitz, die Gliederstrahlen etwas höher als die Stacheln. Hinter den Rückenstacheln Hautiäppchen. Afterstacheln etwas stärker als die Rückenstacheln. Brustflossen stumpf, reichen kaum zum After, i. Strahl der Bauchflossen fadenförmig, verlängert, reicht bis zum 3.-4. Afterstrahl oder noch weiter und ist etwa doppelt so lang als die andern Bauchstrahlen. Schwanzflosse gerundet, mit sehr grossen Schuppen an der Basis. Farbe: Schmutzig olivengrün bis violett, mit vielen schwarzen oder weissen Punkten und Flecken , besonders an der Seitenlinie und am Scheitel. Am Kiemeudeckel gegen oben ein grösserer, schwarzer, gelbge- säumter Augenfleck (der mit der Haut daselbst sich leicht abstreift). Rückenflosse gelb oder grünlich, mit blauen, in der Mitte rostiothen, welligen Längslinien. Hinter den 2 — 4 ersten Rückeustacheln je ein blau- gesäumter schwarzer Augenfleck. Brustflossen rosa, Bauchflossen gelb, Afterflossen gelblich, mit blauen Längsliuien. Schwanzflosse gelb ins Rosa- rothe, blau punktirt zwischen den Strahlen, die Ausseuränder meist brauu gefleckt. Arab.: Darabäui (so heisst auch Chüinus undulatus^ mit welchem diese Art in der That manche Aehnlichkeit hat.) 8 — 10 Cm. Lebt au den Seegraswiesen im Grunde des Hafens. Nicht selten. Verbreitung: Mozambique. Neu für das R. M. F. Wie Abtheilung E, aber Seitenlinie unterbrochen, Vordeckel ganzrandig. Kein Winkelzahn: Chiliniformes Blk. Hieher: Chüinus, Pseudochilinus, EpibuluSf Cirrhilabrus. Gattung: Chilious (Lac.) Cuv. a) Kopf oben, über und hinter den Augen mit einem bei Erwach- senen*) sehr entwickelten Fetthücker; der Rand der stachligen Rücken- flosse bei solchen schwielig, die Lippen sehr dick, der Kopf und vorderer Theil des Rumpfes (?) verliert im Alter die Schuppen. Rücken- und Afterflosse gegen hinten zugespitzt. Bauchflosseu nicht verlängert. Kiefer gleichlang. Röhrchen der Seiteulinie fast einfach. Körper hoch. 1. ''Chilhius undulatus. Rp., CV., Blk., Gth., Playf.-Gth. D. 9/10, A. 3/8, L. lat. 22—23 (13 + 9 — 10), L. tr. 2/7. Bei Alten: Höhe 2V2— 2%, Kopf 3%, Breite 3, Auge 12, Stirne 4 : 1, Schnauze b:l, hintere Rückenstr. ly^, Schwanzflosse 5. ^) Die Arteu-Charaktere entwickeln sich bei der Gattung Chüinus, wie auch bei andern Labroideu, meist erst recht mit dem Alter, während die Jüngeren oft kaum zu unterscheiden sind. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ^kq Kopfprofil hinteu bucklig (bei Jüngeren viel weniger oder gar nicht), vorn gerade. Zähne conisch, stumpf. Rand des Präorbitalbeins fast gerade. Schlundzähne stumpf conisch bis halbkugelig. Deckellappeu ge- rundet. Die Körperschuppen sehr hoch. Die Rückenflosse nimmt nach hinten an Höhe zu, gegen hinten ist sie wie die Afterflosse sehr zuge- spitzt. Bauchflossen von Länge der Brustflossen. Schwanzflosse gerundet. Farbe: Blaugrün bis smaragdgrün, zuweilen mehr schmutziggrün. Am Kopf, an den Seiten der Brust und am Bauch lab jrinthische orangegelbe Linien und Punkte. Lippen und Iris blau. An jeder Schuppe des Rumpfes eiue breitere und mehrere schmälere gerade oder wellige oder netzartig verbundene dunkelgrüne vertikale Linien. Flossen grün, Rücken- After- und Schwanzflosse mit schiefen oder queren, welligen braunen Linien. Brust- und Bauciiflosseu grünblau, an der Basis mit welligen brauneu Linien. Schwanzflosse hinteu gelblich. Arab.: Darabäui. 1 Exemplar hatte 62 Cm., ein anderes von mir mitgebrachtes, ein Riese seines Geschlechtes, V/.^ Meter! Selten, einzeln. Am Klippenabhaug und in tiefen Klippengruben. Fleisch nicht übel, ähn- lich dem von Sca7'us. Der Stirnhöcker, welcher eiue fettige Masse ent- hält, gilt für schmackhaft. Frisst Fische und Krebse. Verbreitung: Ostafrika, Batavia. b) Kopf ohne auffallenden Fetthöcker, stets beschuppt (nur Stirne, Schnauze und Kehle nackt). Rand der Rückenflosse nicht schwielig. aa) Körper massig hoch (3). Schnauze mittelmässig, etwas stumpf, beide Kiefer gleichlang. cO Obere und untere Schuppenreihe an Wangen und Vordeckel mit 3 Schuppen. Röhrchen der Seitenlinie etwas lang-, mehr weniger ver- ästelt. Rücken-, After- und Bauchflossen bei Erwachsenen sehr zugespitzt. aa) Bei Erwachsenen sind die mittleren Strahlen der Schwanzflosse verlängert und oft auch etwas die äusseren, so dass die Flosse zuge- spitzt oder 31appig erscheint, 2. '^ Chili iius trilobatus, Lac, Rp., CV., Blk., Gth., Playf.-Günth,, Lahrus lunulatus var. b. F k., Chilinus radiatus (Eh rb.) C V., Ehrb. Symb. phys. ined. t. VIIL Farbe: Braungrün. Vorderer Theil des Rumpfes mit zinuober- rothen Tropfen, hinten mit ebensolchen vertikalen Strichen. Um das Auge radiirende, karmin- bis zinuoberrothe Linien, die oft bis gegen die Brust hinziehen. Flossenstacheln und Flossenstrahlen grün bis blaugrün, dunkel geringelt oder gefleckt, die Membran dazwischen dunkel hyalin oder grünlich. Auch die Zähne grün. Keine gelbe Lunula am Deckellappen. Bd. IXI. Abhandl. .^q 554 Dr. C. ß. Klunzinger: Jüngere Individuen bis 20 Cm. lassen sich von entsprechend grossen von Chilin. lunatus in der Gestaltung niclit unterscheiden, da die Schwanz- flosse noch bei beiden einfach gerundet ist; zudem ist die Färbung äusserst ähnlich. Uebrigens hat ein Exemplar im Mus. Berol., das dem eigentlichen Ch. trilohatus Lac. entspricht und lappige Schwanzflosse hat, rothe Linien nur vor dem Auge, nicht radiirende. Meine Exemplare haben alle nur einfach gerundete Schwanzflosse. 20 Cm. Nicht selten. Ostafrika bis China und Neu-Hebrideu. ßß') Bei Erwachsenen sind die Strahlen der zugerundeten Schwanz- flosse mehr weniger über die Membran hinaus verlängert und die Schwanzflosse dadurch länger. 3. ■^ChiUnus binnlatas. Labrus lunulatus Fk., Ehrb. Sjmb. physic. ined. VIII, 2, Chilinus lunulatus Rp., CV., Gth., Playf.-Gth. D. 9/10, A. 3/8, L. lat. 21—23, L. tr. 2/7. Höhe bei Exemplaren mittlerer Grösse 3, bei grossen mit langer Schwanzflosse 3/^2, Kopf SV^ bis 4, Auge 4V2 (bei Grossen 7—8), Schnauze V/^ii, 7. Rückeustr. 2%, (bei Alten l^^), Schwauzfl. 5 (bei Alten 31/4). Kopfprofil bei Alten hinter den Augen etwas bucklig, an der Stirne leicht concav, sonst gerade. Lippen dick. Kopf etwas höher als lang. Rand des Präorbitalbeiues fast gerade. Oben 2 stärkere Vorderzähne und zwischen ihnen 2 kleinere, unten in der Mitte vorn nur 2 wenig grosse Vorderzähne nebeneinander. Oberkiefer abgestutzt, reicht fast zur Mitte des Auges. Deckellappen abgestutzt. Letzter Rückenstachel der höchste, niederer als die Gliederstrahleu, deren 6 — 8 besonders bei Aelteren erhöht sind. Brustflossen gerundet, Bauchflossen reichen bei Jüngeren zum After, bei Alten oft bis zur Mitte der Afterflosse und weiter. Farbe: Schmutzig oliveugrün mit uuregelmässigeu, zerstreuten, schwärzlichen Flecken, oder auch besonders bei Jüngeren mit mehr weniger deutlichen Querbiuden, 5 — 7 au der Zahl. Au den Körperschuppen zinno- berrothe vertikale Striche, an Kopf und Brust hochrothe Tropfen. Bauch röthlicli. Deckellappen schw^arz mit unregelmässig halbmond- förmigem orangerothen Flecken (lunula Forsk.). Brustflossen gelb- lich. Rücken- uud Afterflosse grün, gegen den Rand mit rothen Punkten und Längsstreifen, Saum roth. Gegen die Mitte der Flosse am Grunde oft ein schwarzer Fleck, die anderen Flossen grün, die Stacheln und Strahlen grün, dunkler gefleckt. Iris grün, mit gelbem Pupillarringe. Zäline grün oder grünblau. Arab.: Abu äds (Linsenfisch wegen der rotheu Tropfen) auch Males abu ädes. Bis 50 Cm. Am Korallabhauge und den tiefen Klippenbrunnen. Geht nicht tief. Lockspeise besonders Strorabusfleisch (s. Fk.), Ist häufig. Fleisch weich, nicht geschätzt. Nur aus dem R. M. bekannt. Synopsis der Fische des Rollien Meeres. 555 /5) Obere Schuppenreihe an Wangen und Kiemendeckel mit 5, untere mit 4 Schuppen. Röhrchen der Seitenlinie einfach. Bauchflossen nicht verlängert. acc^ Schwanzflosse abgestutzt, mit vorragenden Seitenspitzen bei Aelteren. 4. Cht'litfKs fasciatus. Sjparus fasciatus Bl., Chilinus fasciatus CV., Rp. (N. W.), Blk., Gth., Kn., Playf.-Gth. Höhe 3, Rücken- und Afterflosse gegen hinten etwas zugespitzt. L. lat. 20—23, L. tr. 2/7. Die Bauchflossen gerundet, reichen nicht zum After. Farbe: Bräunlich mit 5 schmalen hellen Querbinden am Rumpfe. Die erste vom Anfange der Rückenflosse (3.-4. Stachel) über die Mitte der Brustflossen herab, die 2. liegt vor dem After, die 3. an den After- stacheln, die 4. an den vorderen Gliederstrahlen der Rückenflosse, die 5. am Ende der Rückenflosse und an der Schwanzbasis, Oft auch noch ein weniger deutliches vor der Rückenflosse und eines am Scheitel. Kurze Radien um das Auge. Viele Schuppen, besonders an Brust und Nacken, mit schwarzen vertikalen Flecken oder Streifen. Weisse Tropfen am Bauch. Deckellappen weisslich, mit schwarzem oder braunem vertikalem Strich. Die Bauchflossen braun, oft hinten heller. Rücken- und Afterflosse an der Basis mit schwarzen Flecken, Basaltheil der Schwanzflosse hell, Mitte derselben schwarz (Mus. Berol). Verbr. : Ostafrika, indische Meere. /?/?) Schwanzflosse gerundet, alle Strahlen derselben ragen etwas über die Membran hinaus. 5. Chilinus qtdnqnecincius. Rp.. Gth. Ist sehr ähnlich dem CJi. fasciatus, auch in der Farbe. L. lat. und L. tr. dieselben, ebenso die Zahl der Wangenschuppen. Zwischen der 1. und letzten (der Schwanzbasis entsprechenden) hellen Querbinde am Rumpfe fiüden sich hier nur 2 (bei fasciatus 3) weitere Querbinden. Ausserdem noch eine an der Basis der Schwanzflosse. Auch hier haben einige Körperschuppen einen schwarzen vertikalen Strich. Der Körper etwas weniger hoch als bei Ch. fasciatus. Ist schwerlich verschieden von Nr. 4. bb) Körper nieder (3%), Schnauze etwas laug (2V2:1), doch stumpf, compress. Obere Schuppenreihe an Wangen und Kiemendeckel mit 5, untere mit 4 Schuppen. Unterkiefer vorragend. Vorderzähne stark. 70 * 556 Dr. C. B. Klunzinger: Röhrcheu der Seitenlinie einfach oder kaum verästelt. Deckellappen ge- rade abgestutzt. Bauchflossen kurz. Schwanzflosse abgestutzt oder leicht gerundet. 6. ■''Chllinus radiatns. Sparus radiatus Bl. Sehn., Chelinus coccineus Rp., Lahnis dia- gramma Lac, Chelinus diagramma CV., Chelinus radiatus Blk., Gth. Playf.-Gth. nee CV., Chelinus mentalis Rp., Gth. {Chilin. radiatus Pet. ist Cheil. mossambicus Gth.). • D. 9/10, A. 3/8, L. lat. 23, L. tr. 2/7, Höhe 3%, Kopf 3%, Breite 3, Auge SVa — 6, letzter Rückeust. 4*/^, 7. — 8. Rückenstrahl 2^/2, Schwanzfl. 6. Zwischen den grossen Vorderzähnen oben und nuten 2 raittel- mässige Zähne. Der gerundete Winkeltheil des Vordeckels etwas vorge- zogen. Stirne, Schnauze und Kehle nackt. Rücken- und Afterflosse hinten etwas hoch, gerundet. Brust- und Bauchflossen gleichlang. Farbe : Graugrün bis dunkelgrün, Bauch heller, fleisch- bis blutroth (im Leben überall graugrün). Kopf gegen oben um die Augen mit schmutzig zinnoberrothen Längs- und Schrägstrichen, die Striche am Kiemendeckel sind dunkelpurpurn und steigen schief rück- wärts abwärts. Zähne, Stacheln und Strahlen der Flossen grün, die Strahlen roth gefleckt. Membran der stachligen Rückenflosse purpurn ge- fleckt, gliederstrahliger Theil an der Basis schwärzlich , oben rosa. Schwanzflosse gelblich mit vertikalen welligen, bläulichpurpurnen Quer- linien, dunklen Aussenrändern. Bauchflossen hyalin, an der Basis dunkel purpurn. Brustflossen rosa. Iris grün mit zinnoberrothem Pupillarring. 27 Cm. Ziemlich häufig. Am Abhänge. Wird wohl auch abu ades genannt. Verbr. : Ostafrika, indische Meere bis Australien, 7. Chilinus mentalis, Rp., Gth. ? Cheilio orientalis Gth. ? Cheilio radiatus^\^. Diese Art ist ohne Zweifel mit Ch. orientalis Gth. gleich. Höhe 3%— 4, Kopf 3^2, L. lat. 21 — 22, L. tr. 2/7; ist eher noch schlanker als Ch. radiatus Bl. Sehn. Das Kinn steht etwas vor, aber nur sehr wenig, nicht mehr als bei Ch. radiatus. Der schwärzliche Fleck hinter dem An- fang der Seitenlinie und weisse (^oder blaue) schräge Striche an Prä-, Sub- und Interoperculum wie bei Ch. orientalis^ die Rückenflosse aber ohne schwarzen Flecken. Die Flossen grünlichhyalin (ohne Ocellen ?). Längs der Körpermitte 2 dunkle Längsbänder (an den Spiritusexem- plaren). Mus. Senkenb. aus dem R. M., Ch. orientalis im indischen Archipel. , Synopsis der Fische des Rolhen Mesres. 557 Gattung: Psendochilinns Blk. '^Pseitdochilintts hexataenia Blk.. Gth. D. 9/10, A. 3/8, L. lat. 17/6-7, L. tr. 2/7, Höhe uud Kopf 3V4, Auge 3, Schnauze i, Stirne IV4, Rückeustr. 1%^ Schwanzfl. 6. Kopfprofil vorn leicht concav. Röhrchen der Seitenlinie einfach. %. Afterstachel der höchste. Brust- und Bauchflossen kurz, erreichen den After nicht. Schwanzflosse leicht gerundet. Farbe: Hellgrün mit rothbraunen Läugsstreifen. An der Basis der Schwanzflosse gegen oben jederseits ein schwarzer Flecken. Flossen hyalin mit spaugrünen Stacheln und Strahlen. 2V2 Cm. Nur 1 Exemplar. Selten. Verbr. : Amboina, Goram. Neu für das R. M. Gruppe: Scarini Gth. Gattung: Scarichthys Blk. '^Scarichfhys coeruleopunctatus. ■ Scarus coeruleopunctatus Rp., CV., Scarus BottaeMus. Paris*) Sca- richthys coeruleopunctatus Blk., Gth., Playf.-Gth., Scarus rubronotatus Mus. Berol. (und Skizzen von Ehrb. nee CV. descr. ^). D. 9/iO, A. 3/9, L. lat. 23—24, L. tr. 2/7, Höhe 41/2, Kopf 4V2, Breite 2^/2, Auge 4V2, Stirne 1, Schnauze 1%:1, Rückenflosse V/^, Schwanzfl. 6. Körper etwas laug, Kopfprofil parabolisch, Stirne flach, Schnauze stumpf. Oben hinten jederseits meist ein nach aus- und rückwärts ge- krümmter Hauerzahn (doch nicht constant). Die Zahnreihen im Unter- kiefer besonders deutlich, nach vorn aufsteigend, sehr schief. Oberkiefer reicht kaum zum Augeurand. Porige Streifen und Röhren unter und vor den Augen und am Randtheile des Vordeckels. Deckellappen gerundet, reicht über die Basis der Brustflosse hinaus. An den Wangen eine Schuppenreihe. Seitenlinie völlig unterbrochen; Röhrchen mit schlanken divergirendeu Aesten, vorderer Ast halb gefiedert. Stacheln und Strahlen der Rückenflosse ziemlich gleich hoch, nieder, die 2 — 3 hintersten Strahlen Sc. Bottae des Mus. Paris gehört nach Bleeker hierher, die Beschrei- bung von CV. stimmt freilich gar nicht dazu. ^) Bei vielen der von Ehrenberg gesammelten und von C, V. beschrie- benen Äcarws-Arten stimmt die Beschreibung nicht mit den Etiquetten der Ori- ginalexemplare Ehrenberg's im Mus. Berol. und den Namen unter Ehren- berg's Fischskizzen, welche Ehrenberg die Güte hatte, mir zur Benützung zu überlassen. Es muss da irgend eine Verwechslung stattgefunden haben. 558 ^^- ^ ^ Klunzin^er: etwns niederer, Afterflosse nieder, vorn etwas höher. Die Bauchflossen stehen um ihre Länge vom After ab. Schwanzflosse gerundet. Farbe: Olivengrün, Bauch gelblich oder bläulich. Körperschuppen an der Basis braun, die unteren schmutzigrosa und mit bläulichen Flecken oder Ocellen. Rand der Unterlippe orange. Oft allenthalben am Kopfe kleine blaue Flecken. Bauch-, Brust- und Afterflossen gelblich. Rücken- flosse an der Basis oliyengrün, am Rande gelb, die Stacheln und Strahlen braun geringelt. Schwanzflosse grüngelb. Scarichthys auritus unterscheidet sich nach Bleeker durch etwas höheren Körper, weniger constant yorkommende, und vom Kieferrand etwas entferntere Seitenauswüchse (?) und in der Farbe durch ein braunes schräges Band an den Wangen, schiefe braune Bänder an Rücken- und Afterflosse. 18 Cm. Nicht selten. Am Korallabhange. Verbr. : Ostafrika. Indischer Archipel. Gattung: Callyodon (Gronov.) CV. ■^ Callyoflon virUlescena Rp., Gth. D. 9/10, A. 3/9»), L. lat. 26, L. tr. 2/7, Pect. 12, C. 15, Höhe 3 bis SVi, Kopf 4V21 Breite 3, Auge ky^^ Stirne 1, Schnauze iy2: 1, hintere Rückenst. 3, Schwauzfl. GVi« Körper länglich-eiförmig, die Höhe wechselt etwas, von 3 — 3V2. Kopfprofil parabolisch, Stirne und Schnauzenrücken flach. Oberkiefer endigt hinter dem vorderen Augenrande. Die Oberzähne stehen bei Jün- geren vorn in 1 — 2 Reihen, bei Aelteren in 2 — 3, dachziegelförmig. Bald 1, bald 2 Hauerzähne an jeder Seite des Oberkiefers. Hintere Vorder- zähne fehlen zuweilen, meist aber finden sich 1 oder 2 kleine conische Zähnchen im mittleren Theile des Oberkiefers hinter den vorderen grösseren Zähnen (nach Günth. sollen sie fehlen?). Der Rand des hin- teren Theiles des Oberkiefers, nach innen und rückwärts von den grossen Vorderzähnen und Hauern, trägt eine Reihe dichter, kleiner platter Zähnchen, denen sich vorn, innen von den Hauerzähnen, eine Gruppe conischer Zähn- chen anreiht. Vorderer Nasencirrhus sehr entwickelt. Deckellappen etwas gebuchtet, kurz. Infraorbitalbeingegend und Randtheil des Vordeckels runzlig. 1 Reihe Schuppen an den Wangen. Seiteulinie nicht völlig unterbrochen. Die Schuppen au der Rücken- und Afterflosse bedecken, je nachdem sie aufgerichtet sind, einen grösseren oder kleineren Theil der Flosse. Die 3eckige, nicht scharf spitzige Schuppe zwischen den Bauchflossen reicht nur bis zu dem ersten Drittel der Flosse zurück. Die biegsamen Stacheln der Rückenflosse nehmen nach hinten wenig an Höhe *3 Günther gibt 2/8 an? Synopsis der Fische des Rothen Meeres. K5Q zu, hinten ist die Rückenflosse etwas gerundet, die Afterflosse wink- lig. Die Bauchflosseu etwas kürzer als die Brustflossen. Schwanzflosse leicht gerundet und bei Aelteren mit etwas vorragenden Seitenspitzen. Farbe: Blass oliyengrüu, im Tode dunkler, mehr sclirautzigoliren- braun, oft weisslich punktirt oder marmorirt. (Grasgrün, wieRüpp. ihn malt, fand ich den Fisch nicht.) Deckel und vorderer Theil des Körpers in der Gegend der Brustflossen meist mit vielen kleinen braunrothen Tröpf- chen. Zuweilen findet sich auch an den übrigen Körperschuppen je ein vertikaler braunrother Strich oder Fleck. Seiten und Rücken des Kopfes mit kurzen, hochrothen, vom Auge ausstrahlenden Linien. 2 schräge Striche ziehen vom Auge jederseits zu den Lippen. An Kinn und Kehle einige rothe Linien und Flecken. Brustflossen grau hyalin bis rosa, oben gelb, Basis schwärzlich. Bauchflosseu grünlich bis braun, roth- gefleckt. Rücken- und Afterflosse grün bis braun, mit rotheu, schrägen, welligen Linien und Flecken, am Rande schmutzigroth. Die After- flosse zuweilen mit gelber Basalbinde. Rückenflosse hinter dem 1. Stachel oben mit schwarzem Flecke. Schwanzflosse grünlich, mit rothen oder gelben welligen Querlinien. Hinterer Rand weiss. 26 Cm. Nicht selten. Nur aus dem R. M. bekannt. Gattung: Psendoscaras Blk. a) Obere Lippe hoch, sie bedeckt mehr als die Hälfte des oberen Kiefers. Kiefer weisslich oder röthlich. aa) Die Schuppen an der Wange in 3 Reihen, der Randtheil des Vordeckels nackt oder zuweilen mit 1—2 einzelnen kleinen Schuppen. Kiefer mit rauher Oberfläche durch sehr ausgesprochene Zahn- kerne, die den Rand kerbigzackig machen. Seitlich keine Auswüchse. 1. 'Psefifioscarus pulchellus. Scarus pulchellus Rp., CV., Pseudoscarus pulchellus Blk., Gth., Hieher gehört wohl die Beschreibung von Scarus rubronotatus (Ehrb.) CV., (das so bezeichnete Exemplar von Ehrb. im Mus. Berol. und dessen Zeichnung ist wie oben gesagt Scarichthys coeruleopunctatus'). D. 9/10, A. 3/9— 10 (nach Gth. bei allen Arten 2/8?), Pect. 2/12^), C. 11, L. lat. 17 — 18/7, L. tr. l%/7, Höhe ^V^ (ohne die Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 'i%^ Breite 2, Auge 7, Stirne 2:1, Schnauze 4:1, Rückenfl. 3, Schwanzfl. (ohne Seitenspitzen) 7%— 8. Kopfprofil fast gerade, nur vorn am Kiefer convex. Schnauze etwas lang. Maxillarlippe (innere Lippenfalte) nur seitlich gegen den Mundwinkel sichtbar. Hinteres grosses, vorderes kleines Nasenloch. Röhr- *) 2 ungetheilte und 12 gespaltene Strahlen. KgQ Dr. C. B. Klunzinger: eben der Seitenlinie mit etwas langem Grundstrich und gegen das Ende mit bald wenigen, bald vielen Zweigen (diess wechselt). Unterbre- chung der Seitenlinie vollständig unter dem Ende der Rücken- flosse. Rücken- und Afterstrahlen unter sich ziemlich gleichhoch. Schwanzflosse abgestutzt, bei Aelteren mit mehr weniger vorragenden, nach einwärts gebogenen Seiteuspitzeu, um V^ — V^mal länger als die mittleren Strahlen. Ich finde bei meinen Exemplaren von Ps. iJulcheUus am Randtheile des Vordeckels 2 einzeln stehende deutliclie Schuppen, von denen bald die vordere, bald die hintere grösser ist, bei einem Exem- plar aber fehlen sie. * Farbe: Smaragdgrün oder grünblau. Rurapfschuppen, besonders die hinteren, je mit vertikalem, etwas bogigem zinnoberrothem Strich. Kopf gegen oben und der Rumpf gegen vorn mit vielen rothen Punkten oder gyrösen Linien, besonders um die Augen. Rand der Lippen roth. Eine rothe Längsbinde vom Mundwinkel zur Basis der Brustflosse und von da schief gegen die Aftergegend. Am Kopf ist unter dieser eine zweite grüne Längsbinde an der Unterlippe, von beiden Seiten verbunden. Die Gegend unter dieser Binde am Kopf roth, mit einigen grünen Flecken und Strichen, an der Brust grün, ungefleckt; Brust und Bauch unten schmutziggelb. Augen gelb, Kiefer weiss. Rückenflosse zin- ober- oder braunroth. Die Stacheln und Strahlen und der Ob er r and schmalteblau. Afterflosse schmutzigpurpurn. Strahlen und Rand grün bis blau. Bauchflosse citrongelb, aussen hellblau. Brustflossen bräunlich, am oberen Rande blau, am hintern röthlich. Schwanzflosse purpurn, Hinter- und die Aussenränder blau. Die Farben nach dem Tode bald weniger lebhaft. Arab.: Hedrie. 55 Cm. Nicht häufig. Ostafrika, indischer Archipel. Variet. (?) *bicolor. Scarus hicolor Rp., CV., Pseudoscarus bicolor Blk., Gth. Ich finde ausser der verschiedenen Farbe keinen wesentlichen Un- terschied von Ps. pulchellus. Während die Autoren für Ps» bicolor den Randtheil des Vordeckels als mit einigen Schuppen versehen, den bei Ps. pulchellus als nackt angeben und darauf den Unterschied begründen, finde ich gerade umgekehrt bei meinen Exemplaren von Ps. bicolor denselben ganz nackt und dort meist mit Schuppen. Nach Bleeker soll bicolor sich auch durch Vorhandensein eines Nasencirrhuslappens unterscheiden? Farbe: Rücken bis zur Seitenlinie blassgrün bis olivengrün, der Körper darunter grün- oder bläulichbraun bis blaugrau, mit schwärzli- chen Schuppenrändern. Flossen violettschwarz mit undeutlichen röthlichen Flecken und Linien. Schwanzflosse schmutzigviolett, in der Mitte röthliah, Synopsis der Fische des Rothen Meeres. koj Hiuterrand weissllch. Nach Rüppell ist der Rand der Rücken- und After- flosse blau. 50 Cm. Selten. Verbreitung*: Celebes. ?)6) Schuppen an deu Wangen in 3 Reihen, nicht gross. Randtheil des Vordeckels immer ohne Spur von Schuppen. Kiefer glatt, oline vor- tretende Zahnkerne an der Fläche; solche nur am Rand, wodurch dieser sehwach gekerbt erscheint. Am oberen Kiefer meist jederseits 1—2 Sei- tenauswüchse. Oberlippe nur vorn einfach, grösstentheils in eine Ro- stral- und Maxill arl ippe getrennt. Beide Nasenlöcher selir klein. Schnauze lang, spitz. RöhrcJien der vollständig unterbrochenen Sei- tenlinie meist zart und langästig. Schwanzflos: Rückenfl. 3, Schwauzfl. 6. Kopfprofil gerade oder leicht parabolisch. Kiefer weiss oder röthlich, bei Jüngeren dünn, scharfraudig gekerbt, mit durchscheinenden röthlich contourirteu Zahnkernpolygonen, bei Aelteren dicker. Röhrcheu der Seiten- linie meist einfach, aber mit Seiteuästchen oben und unten. Der obere oder vordere Abschnitt der Seitenlinie reicht über das hintere Ende der Rücken- flosse hinaus und biegt sich daselbst zu einer tieferen Schuppenreihe herab ('„unvollständig unterbrochen"), der untere oder hintere Abschnitt beginnt etwas vor dem Ende des oberen. I . Rückenstachel niederer als der 2., Schwanzflosse bei Jüngeren abgestutzt oder leicht gerundet, bei Aelteren mit vorragenden Seitenspitzeu. Am Vordeckel oder an den V^'^angen meist 6 Schuppen in der oberen und 6 (seltener 5) Schuppen in der unteren Längsreihe. Am Randtheil des Vordeckels finden sich bei Jüngeren meist 2 ganz getrennte Schuppen, bei Aelteren scheinen sie nach und nach auszufallen, man findet bei solchen zuweilen 2 auf der einen, 1 auf der andern Seite (bei sonst wohl erhaltenen Exemplaren), oder sie fehlen ganz. Das hintere Nasenloch ist öfter aufiallend weiter als das vordere, doch ist das nicht constant. Farbe: Grau oder grüngrau bis gelblich, jede Schuppe mit blauem Fleck. Bauch röthlich. Blaue kurze Striche strahlen vom Auge aus; ein solcher Strich zieht bis zum Mundwinkel. Lippen röthlich. Ueber der Oberlippe ein blaues Querband, ein solches am Kinn. In der Kiemengegeud gegen unten einige blaue Flecken. Oberrand der Brustflossen blau, der mittlere Theil derselben gelblich, der untere hyalin. Bauchflossen bräun- lichpurpuru, am Aussenrand hellblau. Rücken- und Afterflosse braunroth, . ihr Oberrand himmelblau, an ihrer Basis blaue Flecken hinter den Strah- len. Schwanzflosse braunroth bis purpurn', ihr Ober- und ünterrand, sowie einige Flossenstrahlen blau. Ihr Hinter r and nicht blau. Arab.: GhobSu (sprich: Robän mit dem gerissenen R). Diese Art ist eine der häufigsten: von dieser Art finden sich auch sehr häufig junge Individuen (iO Cm.), welche bei andern Scarus meist selten sind. Andere haben 50 Cm. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. Diese Art entspricht jedenfalls dem Scarus ghoban Forskafs und nicht dessen Sc. psittacus (es herrscht hier eine ähnliche Verwirrung bei den Autoren, wie bei Julis pur pur eus Forsk). Denn Forskai sagt aus- drücklich von aS'c. (//lo&an: »squamae siügulae in medio fasciola una coeru- Synopsis der Fische des Rotben Meeres. ^6o lesceiite, plscis facie maculosa. Canlnis nullis. Linea lateralis— demum, ubi finitur piuna dorsi, desceudens, altera iucipit aiite prioris fiiiern." Aubang": Sebr grosse Exemplare von 70 Cm. (z. B. Nr. 2706 des Mus. Berol. und ein von mir mitgebrachtes) weichen auffallend von den oben beschriebeneu ab, ohne dass ich sie als eigene Art aufführen möchte, so lange sich keine kleineren zeigen, die dieselben Charaktere haben. Die Kiefer sind hier nicht so compress, sondern gewölbt, stumpf, so lang als breit, und haben oben jederseits 2 — 3 Seitenauswüchse. Alles Uebrige stimmt mit >S'<:. ghoban^ nicht mit Sc. pslttaciis Fk. Die hinteren Nasenlöcher sind weit, Wangenschuppen finden sich 6/3 — 6, der Randtheil des Vordeckels mit 1 Schuppe. Pect. 2/13- 14 (der 14. Strahl ist dann aber undeutlich). Die Farbe wie bei Ps. ghohan ^ aber mehr grün als blau. /?/?) Kiefer so laiig als breit, stumpf, wenig compress, 3 sich deckende Schuppen am Randtheil des Vordeckels. Keine Seitenauswüchse am obe- ren Kiefer. Beide Nasenlöcher klein. Pect. 2/12. 4. '^Pseiidoscarus scMVifiaiits. Scanis se.ci'ittatus Rp., Pseudof'carus sexvittatus Gth. D. 9/10, A. 3/9, Höhe Sy^, Kopf 4V4, Auge ö— 6, Schwanzflosse 7, Schnauze 2:1. Röhrchen der (unvollständig unterbrochenen) Seitenlinie mit mittel- mässigen Aesten und längerem Hanptstamm. Kopfprofil parabolisch, fast gerade, nur an den Kiefern vorn.couvex. Schwanzflosse abgestutzt, mit etwas vorragenden, nicht spitzigen Seiteneckeu, Farbe: Schmutzig olivengrün; die Rumpfschuppen je mit einem schwarzen oder dunkelgrünen Flecken, wodurch 4—6 Längsbinden ent- stehen. Lippenrand roth. Schwanzflosse violett bis braunroth, die andern Flossen hochroth, Hucken- und Afterflosse etwas dunkler. 32 Cm. Diese x\rt ist selten (ich bekam nur 1 Exemplar). Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. yy^ Kiefer etwas breiter als lang, vorn stumpf gerundet, weiss (oder bläulich?). Am Randtheil des Vordeckels 3-4 sich deckende Schuppen. Einige Seitenauswüchse am oberen Kiefer. % eigentliche Wangenschup- pen. Pect, y,^- Afterüosse etwas höher als die Rückenflosse. Schwanzflosse mit etwas voi^tehenden Seitenspitzeu, sonst abgestutzt. o. Psetffloscanis pectoralis. Scarus pectoralis C V., Rp. (Catal. Seukenb.), Pseudoscarus pecto- ralis Gth. 5(]f^ Dr. C. B. KluniiDger: Pas Exemplar im Mus. Senkenb. stimmt wohl damit überein, auch in der Färbuug. Die obere lippe ist nicht verkürzt, sondern wie bei Sc. yhoban und ähnlichen. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt (durch Botta und R üpp eil). ß} Randtheil des Vordeckels stets nackt. Die untere Reihe der eigentlichen Wangeuschuppen überragt aber etwas diesen Randtheil. Kie- fer nicht compress, breiter als lang, stumpf, fast wie von vorn nach hinten platt gedrückt, scharfraudig, fast immer mit Seitenauswüchseu, meist 2 — 3 jederseits, oft auch zeigen sich solche am Unterkiefer. Seiten- linie immer vollständig unterbrochen. (S. unten) Bauch stark couvex. Pect. 2/12. 6. '^ Pseuiloscartts Forskälii Klz. Scarus psittacus Fk. (nee Linne*), Scarus ghoban Rp., ? Scarus hertit (Ehrb.) C V., Pseudoscarus ghoban Gth. Höhe SVj, Kopf 4, Auge 4*/^, Stirne 2:1, Schnauze 1*/,— 2 : 1, Rückenfl. SVi-» Schwanzfl. 6V2. Kopfprofil parabolisch, fast gerade. Wangenschuppen 5— 6/5 ( — 6?). Seitenlinie mit fast einfachen, wenig verästelten Strichen. Ihr oberer Theil läuft geradlinig, und hört etwas vor dem Ende der Rückenflosse auf, ohne sich zu einer tiefereu Schuppenreihe herabzusenken (^vollständig unterbrochen"). Der untere Theil beginnt unter oder gleich hinter (nicht vor) dem Eude des oberen in der zweitunteren Schuppenreihe. Die Schwanzflosse ist, wenn ausgestreckt, abgestutzt, bei Aeiteren mit mehr weniger verlängerten Seitenspitzen, die indess (bei Individuen von 24 Cm.) nicht länger sind als die Flosse. Farbe: Sehr ähnlich der von Pseudosc. ghoban^ die Hauptfarbe ist hier schön grün, die Hinterränder der Schuppen rosa oder braunroth. Bauch fast ziegelroth; an seinen Seiten ziehen sich meist rothe und grün- blaue Längsbiuden oder ebensolche Flecken bis in die Gegend der After- flosse hin. Kopfseiten mattrosa, Kopfrückeu bräunlich. Striche und Binden am Kopf wie bei Ps. ghoban^ bald mehr grün, bald mehr blau. Rücken- und Afterflosse purpurroth, mit grünblauer Basis und solchen Rändern, die Rückenflosse etwas dunkler. Schwanzflosse gelblich, mit einigen blauen Flecken, gegen aussen purpurn; Aussenränder und Hinterrand blau- Arab.: Chudri (Grünling). 27 Cm. Nicht sehr häufig. Einer der schönsten Fische dieses Meeres. Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. Dass dieser Fisch der wahre Scarus psittacus ForskäTs ist, zeigen unter anderem folgende Worte ForskaTs: „virescens, maxilla superior *) Sc. psittacus LinrKs ist eine andere, amerikanische Art. Synopsis der fische des Rothen Meereä. ^g^ utrlnque tribus dentibus pateatibus, iuferior utroque latere uno. Linea lateralis ramulosa, prima terminata sub fiue pinnae dorsi, altera sub illa eodera loco incipit in medio corpore." Folgende Fische stimmen genau mit obigem übereiii^ varilren allein in der Färbung, der erste nur wenig, der andere bedeutend. d) Variet. collana: Scarus coUana Rp., Scarus collaris CV., Pseu- doscarus collana Gth. Farbe nach Rp. : Grasgrün, Bauch fleischfarbig, Lippengegend röth- lich. Unterlippe und ein hammerförmigcr Streifen an der Kehle blau. Rücken- und Afterflosse roth, blaugesäumt. Zwischen den Strahlen der Rückenflosse eine Reihe grüner Flecken, perlschnurartig. Schwanzflosse blau, mit rothen Flecken. 8 Zoll. 6) Variet. "^'fuscopurpureus Klz. Ich finde höchstens den Unterschied, dass die vorderen Schuppen der unteren Wangenreihe ziemlich klein sind, es sind hier meist Vg Schup- pen an den Wangen. Farbe: Düster braunschwarz, ins Violette oder Grünliche. Bauch oft vorn purpurn. Oefter weisse, vertikale Striche an den Schuppen. Lip- peurand purpurn. Brustflosse gelblich, oben blau. Bauchflossen purpurn. Rücken-, After- und Schwanzflosse dunkelbraun oder schmutzigpurpurn, mit blauen Flecken und blauen oder weissen Räudern. (Eine ähnliche dunkle Varietät gibt Playf.-Gth. bei Ps. Troschelii an.} 24 Cm. Nicht selten. 6) Oberlippe nieder, sie lässt den grössten Theil des Oberkiefers unbedeckt; sie ist nur gegen hinten doppelt. Seitenlinie vollständig un- terbrochen. a) Schuppen an den eigentlichen Wangen in 2 Reihen. Der Rand- theil des Vordeckels stets ganz nackt; die untere Reihe an den Wangen hat 6 Schuppen. Kiefer ziemlich dick, stark, compress, kaum länger als an der Basis breit, im Profil sehr convex; sie sind bald weiss oder gelb- lich, bald blau oder grün, ohne oder mit kurzen Seiteuauswüchseu, ihr Rand gleichmässig gekerbt. Schnauze massig lang (SV^ * Oi stumpf. Beide Nasenlöcher klein. Schwanzflosse abg*estutzt, ohne vorragende Seiteuspitzen. Röhrchen der Seitenlinie etwas dick, nicht lang, mit wenigen kurzen Seiteuästchen. Pect. 2/13. rng Dr. C. B. Klunzinger: • 7. '^ PsetfffoA'Cftrtfs sot'fliflHs. Scarus fiordidus Fk., ? Scarus ferruginens Liiiiie, Forsk. (nee Rüpp.^), Scarus nigricans (Ehrb.) CV. (Origiiialexemplar Nr. ''iGTO Mus. Berol an descr. CV.?), Scarus mentalis Ehrb. (Mus. Berol, 2683. Die Hescbreibung von CV. passt eher auf Ps. harid.), Pseudoscarus Troschelii Blk., Playf.-Gth. tab. U, % Farbe: Gelbbraun, Lippenräiider roth. Flossen braunschwarz, Brust- flossen unten liyaliii. Kiefer gelblich. Diese Art variirt sehr in der Farbe, die wesentlichen Fornuharaktere sind aber immer dieselben, daher die oben genannten Arten synonym sind. Auch die Kiefer sind bald weiss, bald blau. Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. ß) Eigentliche Wangenschuppen in 3 Reihen, der untere Raudtheil des Vordeckels ganz nackt. Untere Schuppenreihe an den Wangen mit 6 — 8 Schuppen. Lippen kaum merklich, daher die Kiefer sehr vorstehen, und hoch scheinen, jene bedecken kaum die Basis der letzteren. Die Kie- fer sehr stark, dick, compress, im Profil sehr convex mit einzelnen am Rande vortretenden stumpfen Zähnen oder Kerben, und meist einem Sei- teuauswuchs jederseits; die Kiefer sind bald weiss, bald grün oder blau. Schwanzflosse abgestutzt, mit mehr weniger vorragenden, convexen Seiten- spitzen. Pect. 2/14. ccci) Kopfprofil durchaus convex. Schnauze massig lang (3 : 1). Kör- perhöhe SVg (in der Körperlänge bis zum Hinterrand der Schwanzflosse). 8. 'KPsefiffoscartts gihhus. Scarus gibhus Rp., CV., Scarus viridis (Ehrb.) CV. (Mus. Berol.), "^Pseudoscarus microrhinus Blk., Gth. (das eben erwähnte Exemplar im Mus. Berol. ward von Bleeker eigenhändig als microrhinus etiquettirt). D. 9/10, A. 3/9, L. lat. 24 (oder 18 + 7), L. tr. % , Höhe S'/g, Kopf 4, Schnauze 3 : 1. 1) Scarus ferruginens Rüpp. entspricht dem Scar. coerulescens Rp. CCatal. Mus. Senkenb.). aber weder dem Scar. coerulescens von Ehrenberg, noch dem Sc. ferrugineus von Forskäl. sondern es ist eine besondere Art: Die Lippen scheinen hier kurz zu sein. Die Seitenlinie ist unvollständig unter- brochen. 5/5 Wangenscbuppen uud 2 isolirte Schuppen am Randtbeil des Vor-, deckeis. Körper etwas hoch, eiförmig. Kiefer gelblich oder bläulich, etwas com- press. Farbe: Gelbliche Oberlippe rötblich, darüber Unterlippe grün; darauf folgt nach hinten ein rötblicbes, dann ein grünes Querband. Brustflossen mit blauem oder grünem Oberrand, darunter braunrotb . dann hyalin. Bauchflossen aussen blaugrün. Rückenflosse braunrotb. am Endrand grün. Afterflosse in der Basal- hälfte braunrotb, in der andern Hälfte grünlich. Schwanzflosse braun, aussen, uicht liinton. grünlich. C^Tach clacin Er.lg im Mus. Senkeab.) Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 569 Farbe nach Rüppel: Duukelviolett; Oberlippen, Rino* um die iVug-eu, untere Hälfte der Operkehl und Kehle ^rüulichblau. 2 carmiurothe Flecken an der Kehle; die Schwanzflosse ist etwas gabelförmig; ihre Farbe wie die der Brustflosse grünriolett. Rücken- und Afterflosse röthlichbraun mit Himmelblau eingefasst: eiu grasgrüner Streif läuft längs ihrer ganzen Mitte. Baucliflosse grünbraun, ihr vorderer freier Rand himmelblau. Iris röthlichgelb. 18 Zoll nach Rüppell, Scar. viridis von Ehrenberg noch grösser. Verbreitung : ladische Meere. ßß) Kopfprofil fast gerade. Schnauze ziemlich lang (4:1), Körper- höhe 3^3. 9. '^Pseiidoscarus coei'ulescens. Scarus coeralescens (Ehrb.) CV. (nee Rp. S. o.), Pseudoscat'us microchilus Blk., Gth. Diese Art ist äusserst ähnlich dem I*s. (jibhiis^ auch in der Farbe. Das Kopfprofil ist aber, auch bei gleichgrossen Individuen beider Arten, verschieden. Farbe: Brauuroth bis purpurbraun, Kopf dunkler. Oberlippe blau- grün, Mundwinkel blass zinnoberroth. Unterlippe, Kinn und Kehle und das untere Drittel der Kopfseiten lebhaft blaugrün. Xur einige Längs- biudeu unten und zerstreute Fleckeu sind roth. Au dew Seiten des Bau- ches einige Läugsstreifen oder Fleckenreihen von blauer und grüner Farbe, und eine solche Reihe auch in der Mittellinie des Bauches bis zum After. Gegeud über der Afterflosse eine Strecke weit herauf grün. Die Ränder der Schwanzschuppen grün. Brustflosse am oberen Rande blau, im mittleren Theil blutroth, gegen unten und hinten blaugrün hyalin. Jjauchflossen purpurn, aussen blau. Rückenflosse braungelb, an der Basis grün, ihr oberer, vorderer und hinterer Rand blau. Afterflosse purpurn, mit blauen Rändern und eiuer Reihe blauer oder grüner Fleckeu. Schwanz- flosse rothbiaun, ihr hinteres Ende und ihre Ausaeuräuder blaugrüu. Augenrand blau, mit kurzen blauen Radien. Arab. : Abu däbr. 45 Cm. Selten. Verbreitung: ludische Meere. c) Oberlippe nieder, iu der ganzen Ausdehnung in eine Schnauzen- und Kieferfalte getheilt. Schuppen an den eigentlichen Wangen in 2 Reihen, darunter eine dritte, aus 3 — 4 Schuppen bestehend, welche den Randtheil des Vor- deckels bedeckt. Kiefer blau bis grün, der obere hinten mit weissen Seitenauswüchsen, meist 2 jederseits. Seitenlinie unvollständig unter- brochen. Rücken- und noch mehr Afterflosse hinten zugespitzt. Schwanz- flosse abgestutzt, mit gekrümmten Seiteuräiideruj bei JüuLieren kaum, öd. XXI. Abliandl. -, ■> r^irn Dr. C. B- Kl unzin «ror: hei Aelteren solir (bis y^ der Flossenlänge) vorragenden Seitenspitzon. Pect. 2/12. 10. ■' Pseufloscarus ii ff/er. Scarus niger Rp., C V., Pseiidoscarus niger Gfch. D. 9/10, A. 3/9, L. lat. 17/7, Höhe 3, Kopf 4, Auge 5, Stirne 2:1, Schnauze SlVg:!, Rückenfl. ^Vfi, Scliwanzfl. öVs- Körper etwas hoch. Kieferrand scharf, gekerbt, die Lippen kurz, aber deutlich. Röhrchca der Seitenlinie kaum verästelt. Deckeliappeu wenig entwickelt. Farbe: Schwarz oder griinschwarz, oft ins Violette oder Braune. Oberlippe zinn ober rot h. Kopf mit grünen und rothen Strichen, be- sonders um die Augen herum. Rand der Unterlippe roth. An der Kehle einige purpurne Querbindeu. Flossen roth, mit blauen Rändern. Zuweilen rot he Punkte und Striche an den Körper schuppen. Bauch zuweilen röthlich. Verbr.: Nur aus dem R, M. bekannt. Yariet. viridis: Farbe blaugrün. Die Schuppen am Rumpf mit vie- len rothen Punkten und Flecken; solche auch am Schwänze. Kopt oben roth gefleckt. Rand der Oberlippe schmutzigroth. Hinter dem Kinn rothe Längs- und Querbindeu. Die Brustflosse im mittleren Theil schmutzig braunroth mit bläulichen Strahlen, sonst grün. Die anderen Flo^^sen braun- roth bis braun, mit grünen oder blauen Rändern (also auch die Färbung der von Ps. niger sehr analog, die Form zeigt keinen Unterschied). 52 Cm. Selten. Ordo II. Anacanthini Müll. Familie 1) : Pleuronectoidei (Pleuronectae) Cuv. Gattung: Psettodes Benn. Psettodes ernmei. PJeuronectes erumn Bl. Seh. (Russell 69 und 77), Hippoglossus erumel Cuv., Rp., Cant., Blk., Psettodes erumei Gth. (vide Synon.), Playf. -Gth. Die Schuppen sind gegen den Rand zu gerippt, der Rand selbst ist aber nicht gezähnt. Die Mundzäbne haben hinten unter der Spitze ein Widerhäckchen, oder sie sind wie schräg gestutzt. Die Farbe ist grau, dunkler puuktirt oder gewässert; die Exemplare von Ehrenberg zeigen zerstreute weisse eckige Flecken, Die Augen sind bald rechts bald links. Verbr. : Ostafrika, indische Meere bis China. ^) Von Gadoideu ist nicht.s aus dem R. M. bekannt. Synopsis iler Fische des Rollien Meeres. 571 Gattung: Rhomboidichthys Blk., Gth. *i?// omboidich thys pan th er in us . Rhombus jyonther/nus Rp., ? Rhomboidtchthys pantlierinus Güntli., Play f.- Gth. ? Rhornhoidichthys leopardinus Gtli. (Siehe unten). D. 80—85, A. 60—62, L. lat. g-egeii SO, Pect. i/9. Höhe ^Vi, Kopf 4V2, Breite 7, Auge 4V27 Stirne (Raum zwischen den Augen) 1, Schnauze 1 (4 in der Kopflänge), hintere Riickenstr. 5, Schwanzfl. 6y2. Körper eiförmig. Augen links. Kopfprofil parabolisch bis convex. Mund schief, gekrümmt. Der Oberkiefer reicht unter das 1. Drittel des Auges, seine Länge 3 in der Kopflänge, er ist hinten etwas hoch. Kleine conische Zähne in äusserer und noch kleinere zerstreute in innerer Reihe. Unterkiefer vorn schräg abgestutzt, mit deutlichem Kinnwinkel. Stirne concav, mit scharfen vorragenden Supraorbitalränd ern. Am Kopfe ist nur die Schnauze nackt. Die Stirne ist bis zum vorderen Kopfrande be- schuppt. Schuppen klein, ctenoid. Seitenlinie vorn stark gebogen, fast lialbkreisförmig, von der Mitte der Brustflosse an gerade. Das obere Auge beginnt über der Mitte des unteren. Die Rückenflosse beginnt vorn an der Schnauze, die 2 — 3 vordersten Strahlen sind etwas kürzer, der 4. bis etwa 72. gleichhoch; die gegliederten ungetheilten Strahlen sind beschuppt, hinten höher hinauf. Die Brustflossen zuweilen (bei Männchen?) an den oberen Strahlen verlängert und reichen dann bi^ zur Körpermitte. Der After liegt unter dem Winkel des Kiemendeckels, mehr gegen die rechte Seite hin. Die linke Bauchflosse etwas länger als die rechte. Afterflosse ähnlich der Rückenflosse. Schwanzflosse gerundet. An der rechten Augen- und farblosen aber beschuppten Seite hat die Seitenlinie keine Krümmung. Farbe: Linke Seite grüngran mit braunen oder gelben oder violetten Punkten und Flecken und blauen unterbrochenen Ringen, welche hellere grüngraue Stellen umschreiben. Iris tombakfarben, mit grünen und schwarzen Flecken. Flossen hyalin, die Strahlen mit braunen Flecken. Meine Exemplare stimmen mit denen von RüppeU (die Abbildung passt Aveniger), die von Günth. so genannte Art scheint mir eine ganz andere zu sein, eher passt hieher sein leopardinus ^ scheint aber auch eine andere Art. Arab. : Hut sejidna Musa (Mosesfisch). 21 Cm. Ziemlich häufig, lebt im Hafen in Sand und Schlamm, einzeln. Wird nicht gegessen, da sich folgender Aberglaube daran knüpft: Als Moses einst einen Fisch backen wollte, gelang es ihm nur auf einer Seite; erzürnt darüber warf er ihn in diesem Zustande wieder in's Meer, und so blieb der Fisch und seine Nachkommenschaft einseitig bis auf den heutigen Tag. Verbr. : Ostafrika bis Fidschiiuseln. 72=^ ') Dr. C. B. Kl IUI zin.Lfer: öil Gattung: Panlachlrus Gtli. ') '^'JPffi'ffac/tfrtM marmoratihs. Achims marmoratus Lac, ? Achims harbatus Lac, Geof'fr. (Ann. Mus.), Kp., Pardachirus marmoratus Gth., Playf.-Gth. D. 66, A. 52—53, L. lat. geoen 100—110, Höhe 3, Kopf 5y^, Breite 6, Aug'p 8, Stirne 1, Schnauze 2 : 1, Rückenfl. 3, Schwanzfl. 6V4. Kopfprofil fast quadrantiscb, die Stirne ra^t etwas vor dem Munde vor. Mund etwas gekrümmt, nicht schief. Unterkiefer auf der linken un- gefärbten Seite kürzer, aber mehr aufgetrieben und daselbst mit einer Binde sehr kleiner Ziihnchen bewaffnet. Oberes Auge liegt zum Tbeile vor dem unteren, welches über und unter dem Mundwinkel liegt. Vor und über dem letzteren an der rechten gefärbten Seite ein ansehnlicher Nasencirrhus von Augenlänge. Die Schuppen sind indes s kaum merklich gewimpert. Seitenlinie gerade, horizontal, mit einfachen Röhrchen. Die Kiemenspalte beginnt weit unter der Mitte der Körper- höhe. Vorderer Rand des Kopfes vom Munde bis zu den Flossen oben und unten mit Cirrhen besetzt. Rücken- und Afterstrahlen gespalten, unter der Spaltung beschuppt, der 50. — 60. am höchsten, an ihrer Basis je ein Perus, aus welchem nach Commerson-Lacepede bei Druck ein milchiger Schleim herausquillt. Keine Brustflossen. Bauchflossen klein. Schwanzflosse gerundet, mit der Schwanzflosse zuweilen unvollkommen verbunden. Farbe: Grau oder bräunlich, mit braunen, oft gyrös angeordneten Flecken und sehr vielen schwarzen Punkten, oft gescheckt und mar- morirt. Zuweilen zeioren sich citroup'elbe Striche oder Flecken an den dunklen Flecken, besonders gegen die Körpermitte. Iris rosa mit schwärz- lichen Strahlen, Flossen wie der Körper. Linke Seite weiss oder blass- röthlich. Zuweilen finden sich Individuen, wo auch auf der linken Seite sich einzelne zerstreute gefärbte Stellen fiuden. Bei einem jungen Individuum von 2*8 Cm, sind beide Seiten ungefärbt, die Augen rechts. (Ein ähn- liches junges ludividuum vou Rhomboidichthys pantherinus wird von Play- fair -Gth, erwähnt.) 25 Cm. Nicht häufig, Ostafrika. ^) Ich hale zu wenig Arten aus dem R. M., um die Eintheiluug dieser Familie nach Günther eingehender prüfen zu können, und adoptire einstweilen die dort aufgestellten Gattungen, glaube aber, dass viele derselben mehr den Werth von Untergattungen haben, so z. B. Pardachirus und Liachirus , deren einziger unterschied in der Beschuppung der Rücken- und Afterflosse besteht. Synopsis der Fisclie di-s Rotlien Meeres. 573 Gattung: Cynoglossus C^i^iclian.) Gth. Lippen nicht gefranst (einziger Unterschied von Plagusia !). Unter- gattung: Arelia Kaup. * Cynoglo,^stfs quadrilineatus. Achims bilineatus Lac. (nee Pleuronectes hilineatus BL), Plagusia hilineata Rp-, Plagusia quadrilineata Blk., Arelia quadrilineata Kaup, Cynoglossus quadrilineatiis Gth., Playf.-Gth. D. gegen 118, A. 80—99 (wechselt), C. 10, V. 4, L. lat. gegen 110, L. tr. (zwischen beiden Seitenh'nien auf der Augenseite) 14 — 17, Hölie 4V5, Kopf 6Vr?, Breite 5^/2, Auge 10 — 11, Stirne 1, Schnauze 4 (3 in der Kopflänge), Rückenfl. 5, Schwanzfl. loVi. Körper zungenförmig-, vorn gerundet, hinten zugespitzt, lang. Kopf- profil halbkreisförmig, Stirne ragt über den Mund vor. Die kaum hackige Oberlippe bedeckt noch die Spitze des Unterkiefers, weit vor den Augen. Oberes Auge noch etwas vor dem unteren. Mund unsymmetrisch gekrümmt, reicht auf der gefärbten linken Seite bis zum hintern Rande des unteren Auges, rechts ist er kürzer, mit ohrförmigem, stark gekrümmtem oberen und aufgetriebenem, eine Binde sammtförmiger Zähn- chen (auch bei dem Exemplar von Rüppell) tragendem Unterkiefer. Eine Nasenfimbrie vor dem unteren Auge und eine zwischen den Augen. Klemenöflnung kaum von Va Körperhöhe. 2 Seitenlinien mit 14 bis 17 Seh upp enreiheu dazwisclien, beide am Kopfe mehrfach verzweigt und verbunden. Sie zeigen sich auch auf der ungefärbten Seite. Die Rückenflosse beginnt weit vorn am Kopfrücken, Ihre mittleren Strahlen sind die höchsten, sie hat nur an der linken Seite eine Schuppenscheide. Rücken-, After- und Schwanzflosse verbunden, Schwanzflosse spitz ge- rundet. Die eine Baucliflosse liegt hinter der Kiemenspalte, ist mit der Afterflosse durch eine Membran verbunden. Die Körperschuppen sind klein, auf der linken Seite mit ziemlich langen Cillen, auf der rechten Seite sind sie ganz ran d I g. Farbe: Griingrau. F.ossen heller, ihr Rand gegen hinten weissllch. 30 Cm. Selten. Ostafrika. Indisches Meer. Gattung: Plagusia (Cuv.) Kaup. Mit Cirrhen an den Lippen. Plagusia bilineaia. Pleuronectes hilineatus Bl. (Russell 74), Plagusia dipterygia Rp-, Plagusia marniorata Blk, Gth., Playf.-Gth. ^^4 '^''- '' ''■ Kliinzi nger; Nach dem von mir uiitorsucliteii Orig-iiialexcimplar von Biocli ist die Synonymie wie oben zu setzen. Denn der Miuulhackcn reicht bei demselben weit über die Vertikale des hliiterii Auo-enrandes lilnaus (allerdings in der Abbildung undeutlich ausgedrückt) und es befinden sich 16—17 Schuppen zwischen beiden Seitenlinien. An der l.ippe sind Fühler. Nach Cantor rolclit der Hacken indess bei Jungen welter (auch bei der von ihm besthriebenen Art), so dass die Unterscheidung zweier Arten wenigstens nach der Länge des Mund hacken s fraglich ist. Auch das Exemplar von Rüppell ist ein junges. Familie: O ph.id.oidei (^OjjIucUni^ Müll. Ophidädae Gih. Gattung: ßrotala Cuv. ''^Brotnla mnltiharbata. r. jap., Blk., Gth. D. H2-118, L. tr. ^^^q\\ 50, R. brauch. 8, Höhe 6, Kopf 6, Breite 2, Auge 4V4, Stirne iVg, Schnauze 1, mittlere Rückenstrahlen 3, Kopfselten unter den Augen 21 im Auge, Länge der Schwanzflosse von Höhe der Rückenflosse. Kopfprofil parabolisch. Körper vorn wenig, hinten sehr compress, zugespitzt. Schnauze stumpf, Unterkiefer zurückstehend. Auge länger als hoch, Pupille rund. Oberkiefer hinten hoch, gerade abgestutzt, endigt hinter dem Auge. Zunge spitz. Binden sehr kleiner, sammtförraiger Zähne an den Kiefern, dem Vomer und den Gaumenbeinen; keine äussere Reihe grosser Zähne. Die Binde der Vomerzähne winklig. Stirne schmal, flach, Kopf ganz beschuppt, nur die Lippen nackt. Viele Tentakel oder Bart- fäden am Kopfe; welche nicht länger sind als der Längsdurchmesser des Auges: ein Paar an den vorderen Nasenlöchern, 2 Paare über der Oberlippe, 3 Paare unter dem Unterkiefer. Zwischen dem äusseren und inneren Paar der Oberlippententakel ein grösserer Porus mit einem sehr kleinen Cirrhus und nach aussen vom äusseren Paare derselben ein Porus ohne Cirrhen. Am Kiemendeckel ein Stachel, der verborgen und autge- richtet werden kajin. Deckellappen etwas schmal und spitz, kaum über die Basis der Brustflossen hinausreicheud. Schuppen klein, netzig gerippt. Seitenlinie wenig gekrümmt, dem Rücken näher als dem Bauch, schliess- lich aufsteigend und oben an der Spitze des Schwanzes endigend. Kiemcn- spalte lang, 4 Kiemen, Pseudobranchien. Die Rückenflosse beginnt hinter der Basis der Brustflossen, sie ist mit der spitzen Schwanzflosse und diese mit der Afterflosse völlig verbunden. Rücken- und Afterflosse vorn nieder, gegen die Mitte uud hinten höher, mittlere und hintere Strahlen gleich hoch. Brustflossen gerundet. Die B auch f los seil roichen Synopsis änge der Brustflosse v^n Körperhöhe. Die Bauchflossen in der Mitte zwischen Schwanzflosse uiid Augenrand. Die hinteren und mittleren Rückenstrahlen nicht erhöht, der letzte bleibt von der Schwanzflosse ent- fernt. Augen nnttelraässig, kleiner als die Stiriibreite. Kiemeudeckel kür- zer als der übrige Postorbitaltheil des Kopfes. Zunge mit rauhen Platten. 4. '-'JSelone robusttis Gth. D. 19-20, A. 22, Höhe 14, Schnauze 4^/5, Stirne \Vz-\- Diese erst von Günther unterschiedene Art unterscheidet sich von ßelone choram auch durch die Farbe, indem die Flossen grünlich und alle Spitzen und Ränder derselben roth sind, nur der Rand des niederen Theiles der Afterflosse ist weisshyalin, sowie durch die Lebensweise, in- dem sie nicht wie jene, im Hafen und oft'enen Meere, sondern am A b- hang und auf der Klippe sich findet. Grösse 60 Cm. Nur aus dem P, M. bekannt. i3 - 580 Dr. C. B. Kliin'/!iii,!?cr: b) Gnind des Sdmabelriickeiis (liitermaxillarl>asis) mit abgesetzter Erliöliung'. f/) Hinter der Spitze des Unterkiefers uuteu ein compresser Kno- chenauhang, Körper massig conipress. 5. '^Belone appettdlctihitiis Klz. R. br. 13—14, D. 26, A. 22, P. 12, C. 10/15/4, Hohe 17—19, Kopf SVj, Breite 1%, Auge 8%— 9, Stirne 1, Schnauze 5^/2—6 (5% i" der Körperlänge), Rückenfl. 1, Scliwanzfl. lOV^, Kopflänge hinter den Augen fast das 2 fache der Augenlänge, Höhe der Kopfseiten unter den Augen 3 im Auge. Körper massig compress, Bauch gerundet. Schwanz subcylin- drisch, wenig höher als breit. Kopf vorn gegen den Schnabel etwas gesenkt. Stirne und Scheitel flach, in der Mitte mit schmaler seichter Längsfurche, unbeschuppt, knochig streifig. Mundspalte hinten stark klaffend. Schnauzenrückeu läugsstreifig bis schwach netzigg-rubig, mit 3 Längsfurchen. Kieferzähne mittelniässig stark, Zunge mit rauhen Plat- ten, beide Kiefer nahezu gleichlang. Hinter der Spitze des Unterkiefers unten ein sehr flach zusammengedrückter, bald dreieckiger einfacher oder auch gegabelter Knochenanhang von Vs Augenhöhe oder weniger. Die rauhe Zone der Kieferränder ziemlich breit. Auge etwas gross. Kiemen- haut bis unter den vordem Augenrand gespalten. Präorbitalbein lang, unten ausgerandet. Körperschuppen ziemlich klein. Seitenlinie kaum wel- lig, am Schwänze eine deutliche aber niedrige Hautleiste. Die Rücken- flosse reicht weiter zurück als die kürzere Afterflosse^ sie beginnt gleich hinter der Höhe des Anfangs derselben^ ihr hinterer Strahl erreicht die Schwanzflosse fast. Die Spitze beider Flossen gleich hoch, die hinteren und mittleren Strahlen beider unter sich gleichhoch. Die Bauchflossen lV2^^^s,l länger als die Augen, etwas kürzer als die Brustflossen 5 ihre Insertion liegt in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und dem hinteren Augen ran de. Der untere Lappen der Schwanzflosse länger. (Steht am nächsten dem Sei. melanotus Blk.) Farbe: Wie gewöhnlich, oben meergrün, sonst silbrig. Schnauze, Zähne und Kopfrücken grün. Flossen schwärzlich. Augen oben mit schwarzem Flecken. Arab.: Chirm abu munqSr (Chirm mit dem Schnabel, wegen des Anhangs). 47—100 Cm. Selten. ß) Schwanz und noch mehr der Körper sehr zusammengedrückt, Eücken gerundet, Bauch fast scharf. Schnabel schlank, dünn, spitz. Zähne ichwach. Kein Anhang am Unterkiefer unteu. Synopsis der Fische des Rotheii Meeres. xoj 6. "^Belone melanostigma. (Ehrb.) CV. ^), Betone gracüis F. jap., Blk. (uec Lowe), Belone schismatorhynchus Blk., Gth. R. br. 13—14, D. 24—26, A. 26, P. 14, C. 15, Höhe (über den Bauch- flossen) 17, Kopf 3%, Breite iy^^ Auge 10, Stinie 1, Schuauze 7 (5V2 in der Körperlänge), Rückenflosse 1, Schvvanzfl. 10%i Kopflänge hinter den Augen 2V4mal länger als das Auge, Höhe der Kopfseite unter dem Auge iVg im Auge. Kopfprofil an der Basis der Schnauze etwas geneigt. Schnabelrücken sowie der abgesetzte etwas eonvexe, zugespitzte Basaltheil fein gestreift, mit 3 Längsfurchen. Beide Kiefer nahezu gleich lang. Mund hinten klaf'» fend. Zähne schwach, die rauhe Randzone, besonders am Unterkiefer, schmal. Zunge glatt. Oberkiefer versteckbar, am ^ordern Rande convex, sein Hinterwinkel spitz. Präorbitalbein am Unterrand vorn gebuchtet, 3mal länger als hoch. Auge nicht gross, Unteraugentheil des Kopfes da- her etwas hoch. Hinterer Rand des Kiemendeckels fast vertikal. Dieser Knochen lang, so lang oder etwas länger als der übrige Postorbitaltheil des Kopfes. Stirne mit etwas tieferem, breitem Mitteltheil, der in seiner vorderen Hälfte mit zerstreuten Schüppchen bedeckt ist, nur der Oberaugenraud knöchern, streifig. Scheitel nackt und glatthäutig. Körper- schuppen klein, besonders die des Rückens. Seitenlinie gerade. Kein Haut- kiel hinten. Die Rückenflosse beginnt erst über der Mitte des vorderen Lappens der Afterflosse und endet kurz hinter dem hinteren Ende der letzteren, sie ist etwas kürzer als die Afterflosse, die Spitze beider hoch, die der Afterflosse noch etwas höher. Der hinterste Strahl der Rücken- flosse ist etwas verlängert, aber niederer als die erhöhten mittleren, er erreicht indess die Schwanzflosse nicht ganz. Die Insertion der Bauchflossen liegt in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und der Basis des Intermaxillarbeines, sie sind nicht ganz doppelt so lang als das Auge, und etwas kürzer als die Brustflossen. Der untere Lappen der Schwanz- flosse ist wenig länger als der obere. Farbe: Am Rücken meergrün bis kupfergrün, sonst silbrig. An den Seiten des Körpers 12 — 14 schwärzliche, nach dem Tode obsolete grössere Flecken. Spitzen und Ränder der Flossen schwärzlich. Afterflosse weiss hyalin. Arab.: Chirm türi (Chirm von Tor). 50 Cm. bis 1-17 Meter. Seltener. Verbreitung : Indische Meere bis Japan. 1) Die Vergleichung des Originalexemplares von Ehrenberg, Nr. 2866, ergab mir obige Synonymie. Das Exemplar ist allerdings schlecht ausgestopft und ungenügend beschrieben. KO') Hr. C. R. Wliinzingcr: Gattung: llcmiramplius Cuv. d) Afterflosse kurz, nur V2 so lan<^ als die Riickenflosse, Körper viel höher als breit (Breite IV^). Rücken- und Afterflosse vorn beschuppt. Bauchflosse ausgeschnitten, mit verlängertem und einwärts jrekrihnmt^'ui Aussen- und Innenstrahl; Zwischenkiefer 3eckig; das Dreieck viel breiter als lang. or) Körper langgestreckt (Höhe Oy^ — lO'/j-) olinc Unterkiefer 8 — 9). Dreieck des Zwisclienkiefers etwa iVi'^^^ ^^ breit als lang. 3 — 4 schwarze riecken an den Seiten. Die Insertion der Banchflosse in der Mitte zwi- schen Basis der Schwanzflosse und hinterem Drittel der Brustflosse (nach Günther Brustflossenspitze?). 1. ■•' Hemiramphus far, Esox far Fk., Esox espadon var. Lac, TIemiramphus Commersonii CuY., CV., Blk., Pet. pt. *), ?Gth. ^), Hemiramphus far Rp. R. br. 13—14, D. 13, A. 12, P. 12, C. 4/15/4, L. lat. 52— öi, Höhe 10 — lOVi, Kopf 3, Breite ly^, Auge 8 — 9, Stirne 1, Schnabel (vom vor- deren Augenrand bis zur Spitze des Unterkiefers) 4V2 — 4y4, Zwischeii- kieferlänge ly^ im Auge, Präorbitalbein (Höhe) 2, Plöhe des Suborbital- theils des Kopfes 2 im Auge, Länge des Postorbitaltheils des Kopfes das ly^fache des Auges, Spitze der Rückenflosse lyr, in der Körperhöhe. Scliwanzfl. 6. Körper im Durchschnitte 4eckig, höher als breit. Zähne in beiden Kiefern in schmaler Binde, meist 3spitzig, conisch. Unterkiefer an der S^jitze weich, oft etwas stumpf, hinten leicht in der Quere convex, vorn flach, mit 3 Längsfurcheu. Präorbitalbeiu kaum länger als hocli, subqua- dratisch. Stirne flach, beschuppt, mit dendritischen Figuren. Körperschup- pen etwas abfällig. Seitenlinie an den Seiten des Bauches, mit einfachen Röhrchen; sie hört in der Mitte des Schwanzes auf. Brustflossen etw^as lang und spitzig, ihre Läng'e e^^a der Körperhöhe gleich, doppelt so lang als die Bauchflossen, und fast gleich der Entfernung vom Hinterrande des Kopfes bis zum Nasenloch. Die Rückenflosse beginnt vor der Afterflosse, ihr letzter Strahl ist etwas höher als der vorletzte, aber er bleibt von der Schwanzflosse weit entfernt. Schwanzflosse tief gegabelt, der Unter- lappen um y2 länger und breiter als der obere. Die mittleren Strahlen derselben kürzer als das Auge (nach Günther so lang als das Auge). *) Die von Peters erwähnten kleineren Exemplare, welche in Flüsse hinaufgehen, sind nach meiner Untersuchung = Hemiramphus dispar CV. '^) Nach Günther soll die Länge des Unterkiefers (vom Ende des Zwi- schenkiefers an gerechnet) 4y3 in der Körperlänge (ohne Schwanzflosse) sein; ich finde o. Synopsis "der Fische des Rothen Meeres. 583 Farbe: Rücken meergrün, Seiten und Bauch silbrig mit breiter sil- briger Läugsbinde uud darüber einer schön blauen Linie. 3 — 4 schwarze Flecken au den Seiten. Unterkiefer unten und an der Spitze zinnoberroth. Brustflossen bläulich, Bauch- und Afterflosse hyalin, Rücken- flosse und oberer Lappen der Schwanzflosse gelblich oder grünlich, unterer Lappen der letzteren blaugrau. Arab. : Gamberiir bl jähi, nach Forsk. Far (Maus). 44 Cm. Tm Ha- fen und auf der Rhede (daher der Name bT jahi, d. h. im oö'enen Meer, im Geg'eusatz zur Klippe und zum Korallabhaug). Bei Nacht sollen sie ins tiefere Meer hinausgehen. Sie sollen S< hlamm und Excreniente fressen. Sie schwimmen gesellig' meist an der Oberfläche des Wassers und macheu Sätze über das Wasser, wie JBelone, aber nach Aussagen der Fischer, nicht in Bogen, wie jene, sondern mehr horizontal. Als Lockspeise dient Brot und Taig. Das Fleisch ist nicht sehr geschätzt. Ziemlich häufig. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere, ? Port Natal. ß) Körper kurz (Höhe SVi, ohne Unterkiefer nur 7). Zwischenkiefer fast doppelt so breit als lang. Keine schwarzen Flecken an den Seiten des Körpers, aber ein deutliches, breites, silbriges Läugsband. Präorbital- bein eher höher als lang, subquadratisch. Insertion der Bauchflossen in der Mitte zwischen Schwanz- (nicht Schwanzflossen-) Basis, also dem Ende der Afterflosse und der Mitte oder dem hiuteren Drittel der Brustflossen. 2. I/emt'rfifiip/ius marginatus. Esox marginatus Fk. (Russ. gut), Ilemiramphus marginatus Rp. G? nee Gth., Blk.). D. 13, A. 12, Kopf 3, Schnauze 5 (4% in der Körperlänge), Stirne 1. Diese Art, der wahre Usox marginatus von Fk., an einem Exemplar Yon Ehren berg aus dem R. M. (Nr. 2881 des Mus. Berol.) von mir un- tersucht, ist von Hemir. far nur durch obige, aber deutliche Charaktere unterschieden. Die von Günther als H. marginatus bezeichnete Art ist eine andere, unterschieden unter anderem durch schmäleren Zwischen- kiefer uud schuppeulose Rücken- und Afterflosse. 6) Afterflosse lang. ci) Körper lang, nieder (Höhe 13 — 14, Breite 1%), Rücken gewölbt. Zwischenkiefer etwas schmal, das Dreieck desselben fast so lang als breit. Unterkiefer 6mal länger als der Zwischenkiefer. Präorbitalbein länglich rechteckig, etwa iV^mal länger als hoch. Auge gross (IVz)-) Afterflosse wenig kürzer als die Rückenflosse; letztere reicht vorn und hinten über die erstere ein wenig hinaus. Die Membran beider mit mehr weniger deutlichen sehr zarten abfälligen Schüppchen bedeckt. Die Bauch- 58 i Dr. C. B. KI unzi nger: flössen hlnton abg^estiitzt. IMittlere Strahlen der Schwanzflosse ein wenig kürzer als das Auge. Pect. 12. 3. ■•' Hemiramphus Dussntnieri. CV., ?Blk., ?Gth. L. lat. 52—54, Höhe 14, Kopf 3, Breite 1%, Auge 7%, Stirne 1 (oder fast 1), Schnauze (bis zur Spitze des Unterkiefers) 5 : 1 (4^/2 iu der Körperlänge). Rückenflosse IV4, Schwanzfl. 8. Körper im Durchschnitt fast quadratisch. Unterkieferspitze weich. Kieferzähne meist 3spitzig. Schuppen ziemlich gross, abfällig. Die Seiten- linie hört etwas vor der Schwanzflosse auf. Rücken- und Afterflosse vorn gleich hoch, ihr hinterster Strahl etwas erhöht, erreicht aber die Schwanz- flosse nicht. Länge der Brustflossen nicht ganz von Körperhöhe, doppelt so lang als die Bauchflossen. Unterer Lappen der gegabelten Schwanz- flosse etwas länger als der obere, die mittleren Strahlen kürzer als das Auge. Farbe: Rücken meergrün, ebenso der Schnabel. Die hinteren Schup- penränder des Rückens schwarz. Seiten und Bauch silbrig. An den Seiten des Körpers eine oben blau gerandete silbrige Längsbinde. An der Seitenlinie schwarze Punkte oder Linien. Spitze des Unterkiefers und eine Linie an dessen Unterseite feurigroth. Flossen hyalin. Rücken- flosse vorn schwärzlich. Arab.: Gamberür beledi. 30 Cm., nicht wohl grösser (ist kleiner als H. far). Im Hafen, selten auf der Klippe. A nhang: Die Fische mit oben bezeichneten Hauptcharakteren kom- men in vielerlei Combinationeu vor, die indess nicht constant sind und nicht als Arten betrachtet werden können. Ich finde z. B. 2, die im rothen Meere vorkommen; sie unterscheiden sich durch Folgendes: (xa) D. 15, A. 15 (bei andern 17), Bauchflossen in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und dem hinteren Drittel oder Viertel der Brust- flossen. Hieher die meisten der von mir gesammelten Exemplare, die auch in der Strahlenzahl dem H. Dussumieri CV. entsprechen. ßß) D. 14, A. 15. Die Bauchflossen etwas weiter vorn: in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und der Basis der Brustflosse. Hie- her die von Ehrenberg im R. M. gesammelten, im Mus. Berol. befind- lichen Exemplare, auch einige der meinigen, aber mit D. 15, A. 15. Die von Günther als H. Dussumieri beschriebenen Fische haben die Bauchflosse noch weiter vorgerückt und als Zahlen D. 15, A. 14, die Exemplare von Peters aus Mozambique haben D. 16, A. 17 und die Bauehflossen in der Mitte zwischen Schwanzflosse und erstem Drittel der Brustflosse. Die Beschuppung der Rücken- und Afterflosse ist bei diesen Formen bald sehr deutlich, bald undeutlich (durch Ausfallen). Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. Synopsis der Fische des Rollien Meeres. 585 ß) Körper etwas kurz (Höhe IOV2), ^^ Durchschnitt 4eckig, wenig höher als breit. Rücken und Bauch etwas flach. Unterkiefer nur 4Vimal so lang* als der Zwischenkiefer. Dieser fast so lang als breit. Schnauze 5 in der Körperlänge. Rücken- und Afterflosse gleich lang und genau gegenüberstehend, mit deutlichen zarten Schüppchen dicht bedeckt. Die Bauchflossen in der Mitte zwischen Basis der Schwanzflosse und der Mitte des Kiemendeckels. D. 14, A. 14. Präorbitalbeiu ein wenig länger als hoch. Augen ziemlich gross (6—7), Pect. 12. 4. Hemiramphus gambernr Rp. Ist wesentlich verschieden von H. Dussiirnieri durch Stellung der Rücken- und Afterflosse und durch Kürze des Körpers. Farbe: Wie bei anderen, mit einem silbrigen oben blau gesäumtem Längsband (Mus. Senkenb.). Verbreitung: Nur aus dem R. M. bekannt. Gattung: Eiocoetus Art. ci) Bauchflossen lang, reichen fast bis zum Ende der Afterflosse, ihre Insertion liegt in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und Präopercularrand oder Mitte des Kiemendeckels. Brustflossen doppelt so lang als sie, reichen fast bis zur Schwanzflosse. Die vorderen Strahlen der Rückenflosse die höchsten, sie ist nicht hoch, doch etwa doppelt so hoch und lang als die Afterflosse, und beginnt weit vor der letzteren. Zwischen- kiefer nicht vorstreckbar. Kinn vorn stumpf, kaum vorragend. Keine Zähne am Gaumen. Präorbitalbein doppelt so lang als hoch. Schuppen mitteimässig (L. lat. gegen 50). D. 13, A. 9 — 10, R. br. 9, Pect. 14. 1. '•' Kxocoetiis bahiensis. Ranzani, Gth. Höhe 6%, Kopf 5%, Breite {%, Auge SV^, Stirne 1%: 1, Schnauze 1%, Rückenfl. 2%, Schwanzfl. 41/3. Körper massig compress. Oberkiefer unter dem Präorbitalbein ver- steckt, reicht nur bis unter das Nasenloch. Schnauze etwas kürzer als das Auge. Zähne sehr klein, conisch, in schmaler Binde in beiden Kiefern. Kopf oben fast flach, beschuppt, mit dendritischen Figuren. Der letzte Strahl der Rückenflosse etwas erhöht. Unterer Lappen der Schwanzflosse doppelt so lang als der obere. Brust- und Bauchflossen spitz. Farbe: Rücken und Seiten blauschwarz, Bauch silbrig-. Brustflossen gleichmässig blauschwarz. Rücken- und Schwanzflosse schwärzlichgrau. An der Rückenflosse kein schwarzer Fleck. After- und Bauchflosse weiss hyalin. Ein schwarzer Fleck unter der Brustflosse. Bd. XX!. Althandl. 74 586 I)r. (;. 15. Kluiizinc er: Arn!) : Oertlda el haher (Meerheusclireckc). tl Cm. Tni offenen Moere und im Haien. Nicht häufig. Meist 10 — 20 zusanniieu. Sie fliegen nach Angabe der Fischer melirere Häuser weit auf einen Satz, erheben sich dabei aber nur einige Zoll über das Wasser. Alle Dimensionen und Strahlenzahlen, welche Günther für bahi- ensis angibt, stimmen mit meinen Exemplaren. Nur die Rückenflosse hat keinen schwarzen Fleck. Verbreitung: Westindien, nach Blk. auch in Ostindien (^Eai. spilo- oiotopterus?). ß) Bauchflossen mittelmässig lang, reichen bis zur oder fast bis zur Afterflosse, ihre Insertion liegt in der Mitte zwi.- Rückenfl. IV4, Schwanzfl. 8V2. Körper langgestreckt, nicht sehr compress. Kopfprofil fast gerade. Schnauze lang, sehr compress. Unterkiefer kaum vorragend. Unter- rand des Zwischenkiefers bogig, nicht winklig. Keine Zähne oder zuwei- len hinten am Oberkiefer einige kaum merkliche Zähnchen, Oberkiefer endigt unter dem vorderen Augenrand. Wangen und Deckelstücke adrig. Kiemeudeckelrand gegen oben ausgerandet. Das Gehirn scheint au Schei- tel und Stirne deutlich durch. Stirne schmal, nach hinten breiter. Körper- schuppen sehr abfällig (beschuppte Exemplare sehr selten). Insertion der Rückenflosse wie bei den oben genannten Clupea-Avten, in der Mitte zwischen Schuauzeuspitze und Ende der Afterflosse*). Bauchflosseu hin- ter der Mitte der Rückenflosse. Afterflosse so lang als die Rückenflosse, niederer. Brustflossen kaum länger als die Bauchflossen. Schwanzflosse gabclig. Nach Gth. und Blk. zwischen Schnauzenspitzp und Schwnnzflossen- basis y V soll wohl heissen : Schwanzbasis. Die Fijrnr in F. jap, ist die richtige. lid, 5T!. Abhiindl. -q gQ2 Dr. C. B. Klunzinger: Farbe: Oben meergrün, unten bläulich weiss. Kopfseiten und eine oben bläulichschwarz gesäumte breite Längs bin de vom Kiemendeokel bis zur Schwanzflosse silbrig. Kopf oben braun. Schnauze an der Spitze schwärzlich. Mittellinie des ganzen Rückens dunkel. Flossen hyalin. Arab.: Rükta. 7 Cm. \Yird nicht gegessen, nur zur Lockspeise mit dem Wurfnetz im Hafen gefangen. Diese Fische kommen zeitweise in grosser Menge vor. Viele Raubfische, besonders Scomberoiden, ziehen ihren Schwärmen nach und das Erscheinen jener Raubfische ist daher von dem der Spratelloides bedingt. Letztere umschwärmen gern grosse Steine im Hafen, ohne Zweifel der sich hier auflialtenden Crustaceen wegeu, die sie fressen. Verbreitung: ludische Meere, Japan. Die folgenden Gattungen haben jede manches Eigenthümliche, so dass man sie je als Typus eigener Familien betrachten kann, die aber alle den Clupeoiden sehr nahe stehen, namentlich in der Bildung des Ober- und Zwischenkiefers. Auch Günther und Play fair macheu be- sondere Familien daraus, und gruppiren sie in folgender Weise: Elopidae mit Elops und 3fegalops, Gonorhynchidae mit Gonorhynchus und Lutodeira^ und Clupesocidae mit Chirocentrus und JButirinus. Ich führe sie in Fol- gendem vorderhand je als Anhangsgattungen zu den Clupeoiden auf, ohne mich zu obiger Zusammenstellung (ausser Elops und Metfalops) zu bekennen : Gattung: Albula Gronov. {^Butirinus Conimers., Lac.) '^Albula glossodonta. Argentina glossodonta Fk., Butirinus glossodontus Rp., F. jap., Al- bvla bananus CV., Pet., Playf.-Gth,, Kn., Conorhynchus glossodon Blk. (Atlas), Albula conorhynchus Gth. Nach Gth. sind alle bekannten Arten in eine zu vereinigen. Vide Synon.; ich finde bei Vergleichung mit ame- rikanischen Exemplaren auch keinen Unterschied. Nach CV. soll ein sol- cher in der Configuration der Kopfknocheu liegen? Fast jeder Autor nennt diesen Fisch wieder anders. Mir scheint für den Speciesnamen Forskai die Priorität zu haben, da dieser Autor den Fisch zuerst nach der biiio- minalen Nomenclatur beschrieben bat. R.br. 43, D. 3/16, A. 8, Pect. 17, V. 10, L. lat. gegen 70, L. tr. 7/7, Höhe 6, Kopf 4V4, Breite iyem Saum. Brustflossen hyaliu. Arab.: Schaqa mubalkatlia (Gefleckter Meeraal). 1 Meter. Häufig auf der Klippe. c) Brustflossen fehlen. Kiemenspalteu weit unten, die beider Seiten dicht aneinander. Untergattung: Sphagebranchus Bl. Die Rückenflosse beginnt eine gute Strecke vor der KiemenöflFnung. Callechelys Kaup. 4. -'Ophichthifs melanotaenia. Callechelya melanotänia Blk., Ophichthys melanotaenia Gth. K. br. gegen 20, Höhe 63, Kopf löV^, Auge 12, Schnauze IVV- ^? Mundspalte 3 iu der Kopflänge, Kückenfl. IV^. Körper sehr lang, wurm förmig. Schnauze spitz, Unterkiefer um ly^ Augenlänge zurückstehend. Vordertheil der Oberlippe spitz gerundet, unten bildet sie jederseits eine bis zu den Zwischenkieferzähuen rei- chende Falte. Alle Zähne etwas compress, mit rechtwinklig zurück- gebogener Spitze, in verhältnissmässig geringer Zahl. Im Zwischen- kiefer 2 grosse, viel grösser als die andern (nach Bleeker 4 in 2 Reihen). Die Zähne des Oberkiefers klein, bei meinem Exemplar jederseits gegen 5, im Vomer 2, im Unterkiefer jederseits 9. Vorderer Theil des Kopfes netzig grubig. Mund spalte mitt elmässig, iVi Aiigenlängen hinter das Auge reichend. Kiemenspalte fast doppelt so hoch, als das Auge, die beider Seiten durch eine schmale Brücke getrennt. Haut etwas derb, längsfurchig (nachBleeker glatt). Seitenlinie deutlich, mit Rölirchen. Der After liegt im hinteren Dritttheile des Körpers, oder etwas dahinter. Die Rückenflosse beginnt über dem Mundwinkel. Der freie Theil des Schwanzes ziemlich lang, von doppelter Länge des Auges. Farbe: Weiss, mit einer breiten, schwarzen Längsbinde vom Mund bis kurz vor die Schwauzspitze, hinten ist sie breiter und nimmt hier fast die ganze Höhe der Seiten ein. Kopf braun gefleckt und mar- morirt. Rückenflosse weiss, mit schwarzem Rand. Afterflosse weisshyalin. Schwauzspitze röthlich. 48 Cm. Selten (nur 1 Exemplar). Verbreitung: Amboina, Neu für das R. M. Synopsis der Fische des Rothen Meere? 6] 3 Unterfamilie: Engyschistae Gtii. Gruppe: Muraenini = Familie: Gymnothoracoidei Blk. Gattung: Muraeua (Art.) Cuv. a) Zähne Immer spitzig. Hintere Nasenlöcher nicht röhrig-. Uuter- gattuug-: Gymnothorax C^^l.) Blk, aa) Rückenflosse etwas hoch, in der Aftergegend wenig niederer, als der Körper. a) Zähne, auch die am Ober- und Unterkiefer schmal und spitzig, nicht compress, meist in 1 Reihe, nur im Oberkiefer 5 — 6 Zähne in innerer Reihe. Unterkieferzähne sehr zahlreich, gegen 30 jederseits. After in der Körpermitte. Die Rückenflosse beginnt über dem hintern Drittel des Kopfes, \. Muruena Hemprlehii Klz. Höhe 20, Kopf 7^^, Auge O'/^i Schnauze 2 : 1, Mundspalte 2^3—272 in der Kopflänge. Rückenfl. (über dem After) i^^. Zähne im Zwnschenkiefer in 1 Bogenreihe, jederseits gegen 4, in der Mitte meist 3 massig lange Hundszähne. Vomerzähne in 1 Reihe, gegen 10. Auge mittelmässig, in der Mitte der Schnauze. Nasenröhren kurz, kürzer, als der vertikale Augendurchmesser. Kiemenööuung nicht ganz von Augenlänge, fast horizontal. Unterkiefer besonders vorn ge- bogen, daher der Mund nicht schliessbar. Die Rückenflosse ist besonders gegen hinten hoch und wird gegen das Schwänzende zu so hoch und höher, als der Körper. Farbe: Hellgrau, Flossen hellgesäumt. Im Mus. Berol. als Mar. Itepatica von Ehren b. aus dem R. M. ß) Zähne spitz, etwas compress, meist in 1 Reihe. Im Unterkiefer jederseits gegen 15 Zähne. After hinter der Körpermitte. Li'ppen fein ciliös. Der vordere Augenrand über der Mitte der Mundspalte. Farbe: Braun, Flossenrand hell. Keine dunklen Linien und F:^rchen in der Brust- und Kiemengegend. *) Die Artenbestimmung dieser Gattung ist äusserst schwierig, da sich wenig feste, in allen Altern gleichMeibende Zeichen finden lassen. Namentlich die Zahnbildung wechselt ausserordentUch nach dem Alter. 614 Dr. C. B Kl iinzinser » 2. 3iuraeiia /trpalfca. Rp., ? Gth. ? Muraena alhomarginata Schlg-1., Gymnotliorax alho- marginaius B 1 k. bb) Rückenflosse wenig« hoch, in der Aftergeg-end 2 — 3mal in der Körperhöhe enthalten. Die kleinen Seitenzähne im Ober- und Unter- kiefer compress, ci) Zähne meist in 2 Reihen, namentlich auch die des Oberkiefers, woselbst 10—12 grössere in innerer Reihe. Unterkiefer nur vorn in 2 — 3, seitlich bloss 1 Reihe. Im Zwischenkiefer jederseits 2 Reihen, wovon die innere aus etwa 2 längeren Zähnen besteht und ausserdem noch eine mittlere Reihe grösserer Zahne daselbst. After etwas vor der Körper- mitte, Die Rückenflosse beginnt ein wenig vor der Höhe der Kiemen- öflPnung. 3. *]fltiraenn corallhia Klz. Muraena atra^^ (Ehrb. Mus. Berol.). Höhe 15-16, Kopf 6^7, Auge 10, Schnauze iVz : 1, Rückenfl. 2, Mundspalte 2V2 in der Kopflänge. Körper massig compress, lang. Die Augen mittelmässig, über der Mitte der Schnauze. Mundspalte klaffend. Nasenröhren kurz, reichen bis zum Lippenrande. Am Zwischenkiefer findet sich eine äussere Reihe kleiner Zähnchen, von beiden Seiten vorn bogig vereint und eine innere Reihe viel grösserer, pfriemenförmiger, 2 — 3 jederseits, wozu noch zwei längere hintereinander stehende Mittelzähne kommen. Die Zähne der inneren Reihe am Oberkiefer sind ebenfalls lang und spitz und beweg- lich (vielleicht abfällig?). Vomerzähne klein, wenig spitz, Ireihig oder unregelmässig 2reihig. Auch die Zähne der inneren Reihe im vorderen Theile des Unterkiefers, 2 — 3 jederseits, grösser, beweglich. Die Länge air dieser grösseren hundszahnartigeu Zähne der inneren Reihen mittel- mässig. Im Unterkiefer jederseits gegen 25 Zahne. Farbe: Tiefschwarz, mit zerstreuten braunrothen Flecken. 28 Cm. Nicht selten, zwischen Korallen. Hat in der Zahnbildung Aehnlichkeit mit M. meleagris Shaw, G ü n t h. ß) Zähne meist nur in 1 Reihe, bei Jüngeren am Oberkiefer oft 2 bis 3 längere bewegliche Zähne in innerer Reihe gegen vorn. Vorn im Zwischen- und Unterkiefer meist 1 Reihe grösserer und kleinerer Zähne, untermischt oder abwechselnd, oft auch so, dass die kleineren eine äussere Reihe bilden. Im Unterkiefer jederseits 18—24 Zähne, die seitlichen dicht stehend, gleichgross, schneidend, nach rückwärts geneigt. Die grösseren ') Dieser nicht veröffentlichte Name ist nicht ganz passend, da sich braun- rothe Flecken finden. Synopsis der Fische des Rothea Meeres. 615 Zähue, besonders die in der Mitte des Zwischenkiefers, lang und spitz, an der Basis cylindriscb, gegen die Spitze von vorn nach hinten etwds compress. Voraerzähne klein, meist einreihig, bei selir Alten vorn iu "2 Reihen. Der After in oder vor der Körpermitte. Die Rückenflosse be- ginnt am hinteren Drittel des Kopfes. Mundspalte klaffend. Kiemen- öffnung etwas weiter als das Auge. Dieses etwas klein, über der Mitte der Mundspalte. Die Maasse sind: Höhe 18, Kopf 7, Auge 13, Schnauze 2:1, Mundspalte 2V2 in der Kopflänge (bis zur Kiemenöffnuug), Rücken- flosse IV2 — 2. Diese Charaktere haben eine Anzahl Fische gemeinschaft- lich, die ich sonst durch nichts, als die Farbe unterscheiden kann. cca^ Schwarze Linien in der Kiemen- und Kehlgegeud. Flossen mehr weniger gelb gerandet. 4. '^Muraena tinilulata. Lacep. Gth., Muraena cancellata Rieh. Farbe: Dicht dunkelbraun gefleckt, mit schmalen netzigen oder gyrösen gelben Linien dazwischen. Die brauneu Flecken sind mehr w^eniger deutlich schwarz gestrichelt, bald in senkrechter, bald in schräger Richtung. Flossen wie der Körper braun gefleckt, mit schwarzen Längs- und Schräglinien. Ihr Rand ist mehr weniger gelb, bei Jüngeren in grösserer Ausdehnung als bei grösseren. Mundwinkel und Kiemen- loch schwarz. 1 Meter. Nicht selten. ■'ßlitraena flavimart/inafa. Rp., Gth. pt. Gymnotliorax ßavimaryinatiis ist schwerlich von undu- lata zu unterscheiden, der einzige Farbeuunterschied ist, dass die brauneu Flecken nicht schwarz gestrichelt sind. Auch diese Form wird gross. Günther stellt diese Form und javanica zusammen. Manche haben grössere schwarze Flecken, die nur in 3 Hauptreihen stehen. Wieder andere sind ganz schwarz (von Mur. corallina aber durch Bezahnung wohl unterschieden). Mifraentf cfnerascens Rp. ist vielleicht eine eigene Art; der Mund ist hier kaum klati'end, und die Lippen -sind fein gewimpert. Farbe: aschgrau, Flossensaum hell. ßß) Keine schwarzen Linien an Kehl- und Kiemeugegeud. 0:0:0:) Körper mit breiten Querbänderu. 5. '' 3lHViiena Riiiipellti. Muraena coluhrina Lac. (nee Boddaert), Rieh., Muraena reticulata Rp. (nee Bl., dessen Zähne an der Basis leicht gesägt, nur 13 Zähne im Unterkiefer jederseits, etwas kurz), Dalo2?hi8 Küppelliae M'Clell. (1843) i]\a L)r. C. l). Kluuzinf^er: Muraena umhrofasciata Rp. (Catal. Mus. Senkenb. 1852). Thyrsoidea colu- brina Kaup., Gymnofhora.v reffciilari\o Dr. (J. B. Kluazinger: Farbe: Gelb oder graugelb, mit vielen, gegen 25 schwarzen oder braunen Querbinden, die breiter sind, als ihre Zwischenräume. Meist sind sie oben und unten von beiden Seiten verbunden und setzen sich auf die Flossen fort, zuweilen theilen sie sich. Die 1. geht durch das Auge, die letzte ist au der Schwanzspitze. Bei manchen werden sie so breit, dass die Grundfarbe schwarz und die Zwischenräume als gelbe, schmale Querbinden erscheinen. Lippen und Nasenröhren schwärzlich. 18 Cm. Zwischen Korallen. Verbreitung: Indische Meere. Neu f. d. R. M. y) Oberkieferzähne Irelhig (nach ßlk. auch zuweilen einige Zähne in innerer Reihe), klein, mit nach hinten umgebogener Spitze und etwas schneidendem Rande, bei Aeltereu ohne Spitze, stumpf, meisselartig. Zwi- schenkieferzähne ähnlich, etwas grösser, in 1, Reihe, jederseits 5 — 6, und \ — 2 mediane. Vomerzähne in 2 langen Reihen, je 16 — 18, meist stumpf, mahlzahuartig. Untei'kieferzähne ähnlich denen im Zwischen- und Ober- kiefer, durchgängig oder nur vorn in 2 Reihen, die der innern Reihe etwas grösser. After in oder etwas hinter der Körperhälfte. Die Rücken- flosse beginnt über oder wenig vor der Kiemenöffnung. Letztere von der Grösse des Auges, oder ein wenig grösser. 9. * JlM/'aena nehulosa, Ahl, Gth., Echidna variegata Forster, Blk., Muraena ophis Rp-, Rieh., Muraena variegata Rieh., Pet., Poecilophis variegata K?iup , K n. Höhe 16, Kopf 8—9, Auge 13—14, Schnauze IV^:!, Mundspalte 3 in der Kopflänge, Rückenfl. ly^— 2. Körper vorn cylindrisch, hinten compress, Kopfprofil concav. Unter- kiefer kaum zurückstehend. Muadspa!te nicht klaftend. Auge hinter der Mitte der Mundspalte. Kienienöfl'nung in der Mitte der Körperhöhe. Lippen wie bei den andern Arten der Untergattung Pöcilophis fein cirr- hös. Haut besonders am Kopf zum Theil netzig runzlig. Farbe: Gelb oder weisslich, mit sehr vielen unregelmässigen schwarzen Flecken oder wellig gyrösen Strichen, die gegen den Rücken zu mehr längs verlaufen, gegen den Bauch zu seltener werden. Ausserdem 3 Reihen grösserer schwarzer netziger, gelbgefleckter Flecken, eine an den Seiten des Rückens, eine in der Mitte der Seiten, eine an den Seiten des Bauches. Sie fliessen zuweilen zu unregelmässigen Querbäudern zusammen. Flossen wie der Körper, Schwanzflossenspitze rosa. Schnauze graurosa. Nasenröhre und hintere Nasenöftuung orange. Iris gelb. Arab.: Schaqa muhälkatha (gefleckter Meeraal). 66 Cm. Die Muraena heissen überhaupt Schaqa (Spaltenschlüpfer ?j. Die vorbeschriebeue Art ist weitaus die häufig'-^te. Sie lebt, wie die meisten Synopsis der Fi?che des Rotlion Meeres. fil9 Muränen, auf der Klippe L-iid versteckt sich iu den Spalten der Riff- bninnen, Sie sind sehr ^efrässig:, fressen Fische aller Art, fassen daher die Angel gern. Sie pflegen, nur den Kopf aus dem Schlupfwinkel vorge- streckt, auf ihre Beute in der Tiefe der Brunnen zu lauern und dann der- selben langsam sich zu nähern. Sie fassen nach Angabe der Fischer die Beute zuerst leicht und ziehen sie an, dann öffnen sie den Mund wieder, um sie fester zu fassen. Die Fischer rathen daher, wenn man sich gepackt fühle, solle man zuerst nachgeben und jenen Moment ab- warten, wo der Aal den Rachen zum zweiten Mal öffne. Habe er ein- mal festgepackt, so lasse er nicht mehr nach, bis ein Stück des gefassten Theiles abgerissen sei. Hat der Aal die Angel gefasst, so ist es sehr schwierig, ihn hervorzubringen; er windet sich mit seinem Körper um die Wände und Steine seiner Höhle herum und man reisst oft eher die Schnur oder Angel, oder ein Stück von seinem Fleisch, oder gar Kiefer ab, als dass er nachgibt. In solchen Fällen nimmt der Fischer einen Stock, stösst ihn in den Rachen des Irisches bis in seine Einge- weide, worauf der Widerstand sofort aufhört. Das schlangenartige Aus- sehen, die bei vielen Arten spitzen langen Zähne, das starre Auge, das schleichende Wesen verursachen unwillkürlich bei dem Beschauer eine gewisse Angst, zumal bei grossen Individuen, z. B. bei Mur. javanka. Und in der That beissen sie auch häufig, und es ist daher nicht gerathen, in die Korallbrunnen mit nackten Füssen zu treten, darin zu baden und zu tauchen, oder die blosse Hand ohne Umwicklung in die Ritzen z-u stecken. Die Wunde heilt schwer, wenn der Biss auch weder giftig ist, noch besonderen Schmerz macht. Der Fisch reisst Stücke von der Haut ab und die grösseren beissen selbst zuweilen Zehen und Finger ab und sind sehr gefürchtet. Sie leben einzeln. Durch Aas und Blut soll man ihrer mehrere herbeilocken können. Sie schwimmen nicht schlecht, doch weniger gut als andere Fische; sie winden sich dabei schlangenartig. So können sie sich auch im Trockenen fortbewegen und sie leben, da sie eine kleine Kiemenöffnung und überhaupt ein zähes Leben haben, ganz ins Trockene gesetzt, ziemlich lange fort. Das Fleisch wird selten gegessen, die meisten Leute fürchten sich davor. Man räth, um das Fleisch ungefährlich zu machen, solle man den eben gefangenen, noch lebenden Aal durch Her- umschleppen sich abschleimen lassen. Verbreitung: Ostafrika, indische Meere, Port Natal, Neu-Holland, stiller Ocean. c) Zähne alle vielreihig, g'ehäuft, alle stumpf, körnig, mahlzahn- artig, pflasterförmig, je die inneren etwas grösser. Am grössten sind die mittleren Zähne des Zwischen- und Unterkiefers und die hinteren des Vomer. Rücken- und Afterflosse wenig deutlich. Der After liegt am Ende des "2. Körperdrittels. Die Rückenflosse beginnt ein wenig hinter der Kiemen- 78 * C-IQ Pr. V.. 11. K ii!u/iii u'- r: c offiiuiig-. Die gepfiasLeiLe obere uad untere Mundilache concav. Auch die hjuterei» Nasenlöcher mit einem kleinen röhrenartigen Ringe. 10. *ß/ttraefia zehra. Gymnomuraena zehra Shaw., Rieh., Gymnonniraena doliata Lac, Gymnomuraena fasciata Kaup., Echidna zebra BIk., Mur. zehra Gth. Höhe 19, Kopf 10, Auge 16, Schnauze t — t^/i'.i^ Mundspalte 3 in der Kopflänge. Schnauze stumpf, Unterkiefer ein wenig zurückstehend. Auge klein, etwas hinter der Mitte der Mundspalte. Die stumpfen, den grössteu Theil der Muudflächeu bedeckenden Zahne geben diesem schönen Fische ein sehr auffallendes Aussehen, und man sollte in Verbindung mit den niederen Flossen, den concaven Mundfiächeu, den röhrigeu hinteren Nasenlöchern, eine eigene Untergattung darauf gründen. Bei den vorliegenden Exem- plaren von 80 — 90 Cm. tiude ich am Zwischenkiefer jederseits 4 Reihen von Zähnen, die innersten beider Seiten in der Mitte zusammenstossend ; die äusseren sind klein, körnerartig, die inneren gross, mahlzahii- bis pflasterartig. Die Oberkieferzähne klein, vorn in 4, hinten in 2 und end- lich nur in 1 Reihe, die inneren Zähne sind nur wenig grösser als die äusseren. Die Vomerzähne stark, mahlzahnartig (nur einige äussere sind köimerartig), mit den Zwischenkieferzähnen continuirlich, vorn und hinten in 2 — 3, in der Mitte in 4— 6 Reihen; sie erstrecken sich weit nach hinten gegen den Schlund. Unterkieferzähne ähnlich den Zwischenkieferzähnen, jederseits in 3 — 4 Reihen, deren innere von beiden Seiten zusammen- hängen; an den Seiten jederseits in 3 Reihen, deren innere von beiden Seiten gegen vorn nur durch die zahnlose Mittellinie getrennt .^ind. Auch hier sind die äusseren körner-, die inneren mahlzahnartig. Die Rücken- flosse ist mehr zu fühlen, als zu sehen. Schwanzflosse gerundet. Farbe: Dunkelbraun, mit sehr vielen, gegen 109 und mehr gelben, mehr weniger schmalen Querbinden an Kopf und Körper. Sie umgürten theils den Körper sammt Flossen ganz, andere mit den völligen Ringen abwechselnde laufen nur bis zu einer Strecke der Seiten herab, oder sind bloss fleckenartig. Die Binden am Kopfe sind mehr gyrös. 80—90 Cm. Selten (2 Exemplare). In Gruben am Abhang. Verbreitung: Indische Meere. Stilles Meer. Neu für das R. M. Gattung: Gymnomnraena (Lac.) Blk. Gymnomiti'aena concolor. Uropferygius concolor Rp., Gymnomuraena concolor Gth. Zähne spitz, in beiden Kiefern in 2 Reihen, die der äussern Reihe klein, compress, dicht (jederseits gegen 30). die der inneren Reihe viel länger, nicht compress, entfernt stehend, oben gehen sie fast bis zum Synopsis der Fisrhe des Rotlien Mperes. fi!?l hintereu Ende des Oberkieters (^es sind gegen 10 jederseits im Zwischeu- und Oberkiefer), unten reichen sie nur bis zur Mitte des Uuterkiefer- astes zurück. Der vordere Augenrand steht vor der Mitte der Mundspalte, Eine Flosse ist nur hinten vor der Schwanzspitze, besonders oben, bemerk- lich. After vor der Körper mitte. Farbe: Einförmig braun. 10 Zoll. Mus. Seukenb, Ordo IV. Piecfognafhi Cuv. Familie: Balisteoidei. Entspricht der Unterordnung Balistidae Kn,, den „Les Balistes" Blk,, den Ballstina und Triacanthina Gth. *), den Sderodermi Cuv,, Günth., pt. Gruppe: Balistini Gth. Entspricht der Familie Balisteoidei Blk., Kn, Gattung: Balistes (Art.) Cuv. Entspricht der Unterfamilie Balisteif armes Blk. und Kn. a) Der freie Theil des Schwanzes depress. Kopf stumpf. 1. Rücken- flosse mit der 2. zusammenhängend. Präocularfurche deutlich. Beide Nasen- löcher in einer Grube, Zähne weiss, ausgerandet, das vorderste Paar länger, fast conisch. Llurus Swains., Blk, \. 'Balistes stellatus. Lac, Rp., Pet., Gth., Balistes stellaris Bl. Sehn., Hol'ard, Lei- urus stellatus Blk., Kn. D, 3/^27, A. ^24 — '25, Pect, 14, C. 12, L. lat. 44-48 (mit dem Schwanz), L. tr. 24, Höhe 3 (in der Gesammtläuge sammt den Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 4^/9, Breite 2V2, Auge 4, Stirne lYj— 1%:1, Schnauze (Entfernung des Auges vom Munde) 3 — 3*/^ : 1, i. Rücken- stachel 2, 2. Rückenfl, 5, Brustfl. 3 in der Kopflänge, Schwanzfl. 6, Seiten- spitzen der Schwanzfl. um Vg oder noch länger als die Mittelstrahlen der- selben (bei Aelteren). Körper länglich-eiförmig, compress. Kopfprofil etwas concav, Stirne flach oder leicht in die Quere concav. Schnauzenrücken laug, etwas gegie- belt. Präocularfurche v o n A ugen 1 an g e, hinten etwas breiter. Zähne Siehe u. Ostracion. Q2'l Dr. C. V.. Kl iin 7 in p'or: iu jedem KitfVr in vordeier Reihe 8, compress, schräg, vorragend. Dahinter oben in innerer Reihe 6 ovale Kuochenplatteu oder Zähne. Kie- menspaltp geradlinig, etwas schief, oben nicht ganz um Augenlänge vom Auge entfernt; unten endigt sie vor der Mitte der Basis der Brustflosse unter dem hinteren Augenrand. Körper durchaus beschuppt. Die Schuppen um den Mund und an der Basis der Rücken-, After- und Schwanzflosse kleiner. 5 — 6 grössere Schilder in der Schulter- gegend über den Brustflossen. Die Schuppen gekörnt, gegen den Rand zu glatt. Seitenlinie kaum merklich. Schwanz und hinterer Theil des Körpers ohne Stacheln, aber statt der letzteren 2 — 5 Reihen wenig merklicher Leisten. 1. Rückenstachel über der Basis der Brustflossen inserirt, sehr hoch von Schnauzenlänge, etwas höher, als die 1. Rücken- flosse lang ist, compress, im Durchschnitte fast 4eckig, an der Vorder- fläche gekörnt, die "i folgenden Stacheln diinner. 2. Kücken- und die Afterflosse niederer, gleich hoch, die ein wenig längere 2. Rücken- flosse beginnt etwas vor der Afterflosse, ihr Rand fast gerade oder leicht o'erundet. Brustflossen gerundet. Schwanzflosse 3eckig, ilir Hintei- rand abgestutzt bis ausgerundet mit, besonders bei Aelteren, verlängerten gekrümmten spitzen Seitenlappen. Bauchflossen mit beweglichem, dickem, rauhen Stachel von Höhe der Afterstrahlen, nicht höher als die darauf folgenden 10 — 12 Wammenstrahlen. Farbe: Gegen oben grau in's Olivenfärbige, mit Längsreihen bläuli ch wei sser Punkte. Einige grössere bl ei weissfarbene Flecken an den Seiten des Rückens, einer zwischen dem Auge und der 1. Rückenflosse, ein 2. unter dem Ende der 1. Rückenflosse, ein 3. unter der Mitte der i. Rückenflosse. Eine weisse Längsbinde yon der Schultergegend bis zur Gegend der 2. Rückenflosse. Die Körper Seiten i sab eil gelb mit gelben Flecken und Linien, gegen unten weiss gefleckt und gelb genetzt. Lippen röthlich. 1. Rückenflosse hyalin, bräun- lich und gelb gefleckt, ihr 1. Stachel vorn dunkel, ihre Basis schwarz. 2. Rücken- und die Afterflosse bläulichhyalin, mit gelben und braunen Flecken und Wellen. Schwanzflosse mit bläulichen oder gelblichen gyrösen Linien und Flecken. Brustfl.ossen gelblicbt Arab.: Schäram qarad. 46 Cm. (die obige Farbenangabe bezieht sich auf Individuen dieser Grösse); ich fand keine kleineren Exemplare. Rüppell fand nur Jung*e von 6 Zoll. Nicht häufig. Nach Angabe der Fischer aus unterseeischen Korallinseln iu grosser Tiefe herausgeangelt. Das Fleisch wird für giftig oder wenigstens für ungesund gehalten. Verbr.: Ostafrika, indische Meere bis Australien und Louisiaden. b) Schwanz compress. Zähne weiss, ausgcrandet, das vordere Paar oft etwas grösser, fast conisch. Die beiden Rückenflossen hängen nicht zusammen. Synopsis der Fische des Huthea Meeres. 623 aa) Waiigeu (ausser bei ganz jung-eu Individuen) mit nackten schuppenlosen Streifen. Supraaxillarschilder entwickelt. Kopf stumpf. Schwanz ohne Stacheln. Praocularfurche deutlich. Parabalistes Blk, 2. ''Bttlistes f'uscus. Baliste grande tacke (Commers.) Lac, JBalistes fascus Bl. Sehn., Gth.^ Balistes coerulescens Rp., Juven : Balistes 7v'vifZa^ws Rp., H o 11., Pet., Gth., Parabalistes chrysospilus Blk,, Balistes reticulatus Ho 11. D. 3/25-26, A. 23, P. 44, C. 12, L. lat. 4i— 50, L. tr. 30—32, Höhe 2V4 (in der Gesammtläng-e ohne die Seitenspitzen der Schwanzflosse), Kopf 3y2 C''^ derselben Länge), Breite 3, Aug-e 4, Stirne IV,^ — 2:1, Schnauze 3 — 4:1, 1. Rückenstachel 3y4, 2. Riickenfl. (vorn) 2, Schwanz- flosse 6 (ohne Seiteuspitzen) 4 (mit den Seitenspitzen). Körper eiförmig, compress. Kopfprofil etwas couvex, abschüssig. Stirne in die Quere leicht convex. Schnauzenrücken in die Quere ge- rundet oder gegiebelt. Die Kiemenspalte endigt unten vor dem 3. bis 4. Strahl der Brustflosse unter dem hinteren Augenrand. Praocular- furche länglich, von Augenläng-e oder etwas kleiner. Nasenlöcher jederseits in 1 oder in 2 aber dann zusammenhängenden Gruben. Körperschuppen ge- körnt, am Rande glatt. Die Umgebung des ]\[undes nackt, Wangen bei Individuen mittlerer Grösse mit gegen 6 nackten, etwas bogigen Längsstreifen, und dazwischen kleinen körnigen Schuppen (s.u.). Etwa 3 Supraaxillarschilder. Seitenlinie deutlicli, unregelmässig in Form einer etwas erhabenen körnigen Linie, am Kopf mit mehreren Ausläufern, so einem Supra- und Subocularast, einer Nackencommissur, einem Ast, der von der Hinteraugengegend zur Brust, und dann nach vorn zum Kinn zieht, einem Ast von der Unteraug'engegend zum Mundwinkel, einem anderen von den Nasenlöchern zum Mundwinkel. Vom Auge an läuft die Seitenlinie dem Rücken genähert gerade, steigt unter dem Ende der 1. Rückenflosse schräg herab zur Bauchgegend bis zur Mitte der After- flosse und steigt dann in einem Winkel zu der Seite des Schwanzes hin- auf. Schwanz kurz, compress, kaum länger als hoch, stark eingeschnürt, mit concaveni Rücken- und Bauchprofil. Er ist ganz unbewaflnet. Der 1. Rückenstachel vorn körnig dörnelig. Die 2. Rückenflosse, besonders bei Aelteren, vorn sehr erhöht, der 4.-6. Strahl sind die höchsten, die folgenden nehmen allmälig an Höhe ab, der Rand ist etwas wellig. Afterflosse ähnlich, sie beginnt unter dem 4. Rückenstrahl. Brustflosse ge- rundet, höher als lang. Bauchflosse oder Wamme wenig vorragend, ihr Stachel stumpf, dörnelig; die folgenden Strahlen (?) ragen nur mit ihren Spiizen vor. Schwanzflosse nach hinten erweitert, Hinterrand etwas gerundet, Au.ssenränder convex, die Seiten läppen bei Aelteren ver- längert, spitz, so lang, als die mittleren Strahlen. 624 Dr. C. B. Ivlunzinffer: Je nach dem Alter ergeben sich v^erschiedene Formen mit ver- schiedenen Farben, wobei sich aber die Uebergan^e sehr gut uach- weiseu lassen. # a) Ganz junge Exemplare von 3 Cm. haben keine deutlichen Schuppen, sondern statt derselben je ein kleines aufrechtes Dörnchen. An den Wangen sind diese Dörnchen etwas entfernter von einander, aber nackte Zwischenräume finden sich hier nicht. Die Rückenflosse vorn wenig erhöht. Schwanzflosse abgestutzt. Die Grundfarbe ist hier hellgelb mit kleinen blauschwarzen zerstreuten Flecken. Unter der 2. Rückenflosse ein grosser schwarzer Flecken, ein anderer über dem Auge, ein ?,. umgürtet den Schwanz Flossen gelb, ungefleckt. b) Bei e tw^a s Ael ter e n sind die Schuppen deutlich, die Schuppen an den Wangen ordnen sich in Längsreihen, die sehr genähert sind. Die Grundfarbe ist gelb, mit blauen Linien. Die schwarzen Flecken wie oben, aber nicht constant. 1. Rückenflosse braun, mit gelben und blauen Flecken und Linien. Rücken-, After- und Schwanzflos^ie gelb, blau ge- fleckt. (Bai. rivulatus R p.) c) Bei Individuen von M Cm. sind die Spitzen der Schwanz- flosse massig verlängert, die I^ängsreihen der Wangeuschuppen sind aus- einandergerückt und zeigen deutliche nackte Zwisdienräume. %. Rücken- und die Afterflosse vorn massig erhöht. Die blauen Flecken oder Wellen- linien sind breiter als die gelben Zwischenräume, die Grundfarbe er- scheint jetzt blau, und darauf zeigen sich gelbe Flecken (zuweilen je eine Schuppe entsprechend), oder zahlreiche gelbe längs und schräg laufende Wellenlinien und Flecken. Die grossen schwarzen Flecken am Rücken fehlen meist. Rücken-, After- und Schwanzflosse blau, mit gelben Flecken, ihr Saum öfter weisslich. Batistes chriisospilus Blk. d) Grosse Individuen (von 40 Cm.) haben sehr verlängerte Schwanzflossenspitzen, vorn sehr erhöhte Rücken- und Afterflosse und die Wangen sind grösstentheils nackt, die Schuppenreihen dazwischen wenig deutlich. Grundfarbe schwarzblau; nur am Kopf finden sich oft noch gelbe Wellenlinien. Alle Flossen blau, ungefleckt, mit breitem, weissem oder rosarothem Rande, Balistes coerulescens Rp. Arab.: Schäram, auch Hamdän. Nicht selten. Das Fleisch ist nicht geschätzt, mehr die thranreiche Leber. Die blaue Farbe des Fisches wird ausserhalb des Wassers bald schmutzig, indem sich die Oberfläche mit einem Schleim überzieht. Nach Abwischen oder Abbürsten desselben kommt die blaue Farbe wieder zum Vorschein. Diese Fische lieben be- sonders Sepienfleisch. Verbr. : Ostafrika, indische Meere. Synopsis der Fische des Rolhcn Meeres. 6*^ 5 bb) Wie aa, aber der Schwanz mit Längsreilieii nach vorn gerich- teter Staclielchen. Axillarschilder kaum grösser als die andern Schuppen. Pseiidobalistes Blk. or) Nur die Lippen und ihre Umgebung und ein scharf abgegrenztes 3eckiges Stück hinter dem Mundwinkel, das bis unter die Augen reicht, sind nackt. Der übrige Theil der Wanji-en ist immer ganz beschuppt. Schuppen mittelmässig (L. lat. 30 — 33). Schwanz mit 4 — 6 Längsreihen kleiner Stachelchen. Schwanzflosse auch bei Erwachsenen abgestutzt oder leicht gerundet, 3. ^Ballst ex i'irklesccns. (Lac), Bl. Seh., Rp., Hell., Gth., Psetidobalistes viridescens Blk. D. 3/25, A. ;23, P. U, C. 14, L. tr. 18, Höhe V/\, Ki.pf 3%, Breite 2*/^, Auge 7, Stirne 2:1, Schnauze 5:1, 1. Rückenst. 3, 2. Rücken- flosse 4 — 6, Schwanzfl. 7. Körper eiförmig, comprcss. Kopfprofil parabolisch, abschüssig. Stirne in die Quere sehr couvex. Die Schuppen ziemlich gross, dicht graiiulirt, nur die au den Wangen haben eine grössere glatte Randzone. Die S capul ar sc hil der nicht grösser als die andern Schuppen. Diebeiden Nasenlöcher jederseits in einer Grube. Praocularfurche eng von 1 bis ly^ Augenlänge. Seitenlinie wie bei Bai. fuscus^ die längsten Reihen der Schwanzstacheln mit 11 — 12 Stacheln. Schwanz mit concaven Profil- linien. Die Kiemenspalte endigt unten vor dem unteren Ende der Basis der Brustflosse, hinter dem Auge. 1. Rückcustacliel liegt über oder etwas vor der Basis der Brustflossen, er ist stumpf und vorn rauh. Die 2. Rückenflosse ist vorn etwas höher und nimmt nach hinten aihnälig an Höhe ab, oder der Rand ist gerundet. Der 4. — 6. Strahl sind die höchsten. Afterflosse kaum niederer, gerundet, sie beginnt unter dem 5. Rücken- strahl. Brustflossen gerundet, höher als lang. Bauchflossen wie bei JBaf. fuscus. Farbe: Gelblich olivenfarbig; Schuppen je in der Mitte dunkler. Eine verwaschene schwärzliche breite Binde über die Stirne durch das Auge zum untern Ende der Kiemenspalte. Umgebung der Brustflosse schwärzlich. Rücken violettschwarz. Oberlippe und das nackte Dreieck hinter dem Mundwinkel schwarz^ zuweilen zieht auch eine quere schwarze Binde über ^ie Oberlippe hin. Unterlippe röthlich. Kinn und Brust violettröthlich mit einigen ziegelrothen Flecken. Bauch und Basis der Afterflosse dunkelblau. 1. Rückenflosse schwärzlich, 2. so- wie die After- und Brustflosse brauTi, gegen den Rand dunkel, mit hellerem Eudsaum. Die beschuppte Basis und die Ränder der gelben Schwanzflosse schwarz. Der Grund der Stachelchen am Schwänze heller als der Körper. 60 Cm. Selten. Verbr. : Ostafrika, indische Meere, lid, iil. AbliaudL -^9 f'2fi Df- ^- ^ Kliiuziuger: ß) Wangen bei Erwachsenen gröbstentheils nackt , mit einigen Schuppeniudiiuenten , bei Jüngeren beschuppt. Schappeu mitlelmässig (L. lat. 35). Die Seiten des Schwanzes mit 5 — 9 Läiigsreiheu kleiner Stachelchen. Schwanzflosse bei Erwachsenen mit verlängerten Seitenspitzen. 4. ' Balistes flavlmarghmtus. Rp., Pet., Gth., Piieudohalistes ßauomarginatus BIk. (juv.) D. 3/25—26, A. 23—25, P. 15, L. tr. 20, Höhe t% (in der Ge- sammtlänge mit den Schwanzflosseiispitzen), Kopf 3y2, Breite 3, Auge 5V2, Stirne 2:4, Entfernung des Auges vom Stirugiebel 1, Schnauze iy^^ : 1 , 1. Rückenst. Sy^, 2. Rückenfl. 3, Brustfl. t^/^^ in der Kopflänge, Schwanz- flosse 5 (in der Gesauimtlänge), Seitenspitzen der Schwanzflosse 2y2 in der Gesaiumtlänge der Flosse. Körperform eiförmig, compress , Kopfprofil übeiall couvex. Stirne in die Quere sehr convex. Präoculav furche von V^ Augenlänge Die Wangen oder die ganze Gegend zwischen Auge, Mund, Kinn und Kiemenspalte sind bei Erwachsenen zum grössten Theil nackt. Bei Indi- viduen von 50 Cm. finden sich noch einige rudimentäre Schuppenschilder vor der Kiemenspalte, andere zeigen sich nur noch in Form leichter warziger Erhebungen, oder es finden sich etwa 6 Längsreihen rudimen- tärer Schuppen oder körniger Warzen. Bei ganz Jungen sind die Wangen mit körnigen Schuppenschildern ganz bedeckt. Nur die Umgebung des Mundes bleibt nackt. Die Kiemenspalte endigt unten etwas über dem untern Ende der Basis der Brustflossen, unter dem hintern Theile des Auges. 2. Rückenflosse bei Erwachsenen vorn sehr erhöht, der 4. bis 5. Strahl doppelt so hoch, als die hintern Strahlen, bei Jüngeren ge- rundet. Afterflosse ähnlich, nicht niederer. Schwanzflosse halbmondförmig ausgeschnitten, mit bei Erwachsenen sehr verlängerten Seitenspitzen, bei Jungen abgestutzt. Farbe: Dunkelbraun. Viele Schuppenschilder mit schwarzem Fleck, besonders um die Brustflosse herum. Brust unten und seitlicli vom Munde bis zum After roth gelb, fast feuerroth. Flossen braun, gegen den Rand heller, breit orange gesäumt. Arab. : Schäram. 50 Cm. Selten. cc) Wangen immer ganz beschuppt. Kopf spitzig. Schwanz mit Stachelreihen. Schuppen mittelmässig oder klein. Supraaxillarschilder wohl entwickelt. 2. Rücken- und die Afterflosse gerundet, nieder. Schwanz- flosse ohne verlängerte Seitenspitzen. Balistapus (Tiles.) Blk. a) Präocularfurche seicht, aber deutlich. Schwauzstacheln klein, in 6 — 10 J^ängsreihen. Kopfprofil fast geradlinig. Stirne flach. Schuppen rhomboidal, körnig oder dörnelig. Von den 5 Axillarschildern ist das vordere untere weit Jas grosste. Schwanzflosse abgestutzt oder mit k'c'üt Synopsis der Fische des Rothen Mo' tp?. fi'^T vorragenden Seitenecken. Beide Ncibeiiöffnungt'n jedmseits in einer Giiibe. Mittleres Zalinpaar nicht couisch und verlängert. 5. '^BnUstes niger. Mungo Park (nee Lac.) ?Os>beck, BL Seh., Gth., Playf.-Gth., (nee Synon,), Balistes armatus Lac, Hol!., JBalistes chrysopterus Bl. Seh,, JBalistes alh'caudatus Rp-, Pet., Balistajpus armatus Blk., Bali- stes subarmatus Gray. D. 3/26—28, A. (23— )25, P. 13, L. lat. 45-50, L. tr. 28, Höhe 2V2— 2%, Kopf 3V4, Auge 4%, Stirne iV-z^^ Schnauze SV^—iii, 1. und 2. Rückenfi. 3V2, Schwanzfl, 7. Körper läng'lich eiförmig. Seitenlinie nicht sehr deutlich, sie zieht vom Auge aus bogenförmig bis unter das Ende der Furche für die 1. Rückenflosse, steigt dann sehr steil herab und verliert sich an den Schwanzstachelreihen. Schwanz kurz, in der Mitte eingeschnürt, so hoch, als laug und doppelt so hoch als breit. Kiemenspalte klein, schief, sie endigt unten vor dem oberen Ende der Basis der Brustflosse, etwas vor dem hinteren Augenrand. Die mittleren längeren Reihen der Schwanz- stacheln mit 15 — 16 Stacheln, die äusseren mit wenigen und kleineren Stachelchen. Der 1. Rückenstachel liegt über der Mitte der Brustflosse. 2 Rückenflosse gerundet, der 4.-7. höchste Strahl von Höhe des 1. Rücken- stachels. Afterflosse nicht niederer, sie beginnt unter dem 3. Riickenstrahl. Brustfl.osse gerundet, nicht höher als lang. Schwanzflosse kurz. Farbe: Schwarzbraun. Bauch und Mundgegend violett. Lippen röthlich. 1. Rückenflosse dunkel- Schwanzflosse braun, ihie Basis und die Ränder weiss, die anderen Flossen hyalin, an der Basis röthlich. (Nach Rüppell befindet sich vor den Brustflossen ein halbkreisförmiger grüner Streifen.) 15 Cm. Selten. Verbreitung: Ostafrika. Indische Meere. ß) Präocularfurche fehlt. Sehwanz^tachelu mittelmässig, in 3 Längsreihen, von denen die oberste die kürzeste ist. Kopfprofil fast geradlinig, vorn etwas concav, Schnauze lang. Stirne flach oder sehr leicht convex. Schuppen körnig, döruelig. Das vordere Axillarschild grösser als die andern. Die kleinen Nasenlöcher nahe aneinander in 1 oder in 2 zusammenhängenden Gruben. Schwanzflosse leicht gerundet oder abgestutzt. Das mittlere oder vordere Paar der Zähne breit, ausgerandet, nicht verlängert und conisch. 6. 'ßallsteä assasi. Fk., Rp., Holl., Gth.. Balistes aculeatus Rp. (Atlas), 79 * 028 Pr C B Klutizinper: D. 3/2Ö-27, A. 23— 2 i- V- 14, L. hit. iU, L- tr. i2— 23, üölie 2V3, Kopf 3Vs, Breite 3, Auge 7, Schnauze 5*/^ — 6 : 1, iStiriie l'/'j * 1? 1- Riiekeii- stachel 3, 2. Ilückeiifl. 4, Schwaiizfl. 7*/^. Körper elliptisch, fast rhomboidal (bei aiisgedehuter Bauchhaut). Die Augen klein. Die Kiemen spalte endigt über der Basis der Brust- flosse, unter der Mitte des Auges, 4—5 Supraaxilhirschilder. Die mittlere und untere Reihe der Schwanzstacheln liat gegen 15 — 16, die obere nur 10 Stacheln. Schwanz kurz, eingeschnürt, er ist an der Stelle der Ein- schnürung so hoch als hing. 1. Rückenstachel über dem vorderen Tiieil der Brustflosse stehend, er ist vorn körnig dörnelig, an den Seiten ge- streift. 2. Rückenflosse etwas niederer als der 1, Rückenstachel, leicht gerundet, Afterflosse ähnlich, unter dem 5. Rückenstrahl beginnend. Bauchflossenstachcl etwas breit, abgestutzt; die vorragenden Spitzen der Strahlen der Wamme durch eine hyaline Membran verbunden. Farbe: Oben grau olivenfarbig oder dunkel gelbbraun, Bauch weiss, oder gelb bis fleischröthlicl-. Iris orange. 2 Quer binden vom Auge zum unteren Ende der Basis der Brustflossen, beide blaugesäumt, die vordere schwefelgelb, lanzettförmig, die hintere schwarz, keilförmig. Stirue mit 4 blauen Querstreifen und dazwischen 3 schwarzen Quer- binden, deren vorderste und hinterste mit den Wangenbinden zusammen- hängen. Lippen citrongelb: über der Oberlippe eine weisse Querbinde und über dieser eine schwärzliche, die, sich zuspitzend und linear werdend, bis vor das untere Ende der Basis der Brustflossen sich erstreckt. After schwarz. Die ganze Gegend der Schwanzstacheln bläulich silber- weiss, der Grund der Stacheln schwarz. 1. Rückeustachel olivenfarbig, die Membran der 1. Rückenflosse schwarz. Die übrigen Flossen röthlich- oder gelblichhyalin. Bei sehr jungen Individuen von 4 — 5 Cm, ist der 1. Rückenstachel verhältnissmässig schlanker und länger (seine Höhe 1^/2 — 2 in der Kör- perhöhe), die Körperschuppen in Form eines spitzen llöckerchens. Der Rand der Furche für die I. Rückenflosse dörnelig. Auch der 1. Rücken- stachel ist vorn stark bedörnelt. Die Farbe ist hier blass, weisslich bis silbrig, oben dunkelgrau. An der Stirue 3 schwarze Querlinien. Vom Auge zur Brustflosse nur eine undeutliche, schräge, schwärzliche Linie. Dieser Batistes assasl ist in der Färbung äusserst ähnlich dem BaL aculeatus Linne, es fehlen aber die schrägen, braunen und dazwischen silbrigen Binden von der Körpermitte nach der Afterflosse. Mit diesem Constanten, wenn auch geringen Farbenunterschied geht ein anderer Cha- rakter Hand in Hand, dass bti B. assasi immer die oberste, bei aculeatus stets die unterste Seh w an z s tac h ehei he die kürzeste ist (andere Charaktere, Flossen- und Schuppenzahlen geben keinen siche- ren Unterschied), ferner ist die Zahl der Stacheln in I Reihe bei as^-asi grösser (16j, bei acuhaiuä kieiiicr (10-11 m der Mitielreihe). Letzteres ist auch der eiuzlge Unterschied von I^aL verrucosus^ dessen Mittelrcijie 10 — 11, die oberste kleinste Reihe 3 — 5 Stacheln hat. Arab.: Hegm. 23 Cm. Häutig'. Findet sich, meist ein/ein, am Ko- rallabhaug- und in den Klippeubrunnen. Liebt MolluskeuÜeiöch, besonders Sepien als Lockspeise, Das Fleisch ist schlecht und wird kaum geg-essen. Der schaife und kräftigte Biss wird gefürchtet, der Fisch soll einen Finger abbeissen können. Mit einer kleinen Kiemenöffnung versehen, lebt er ziemlich laug ausserhalb des Wassers. Die Farbe verändert sich im Tode kaum, auch in Weingeist bleibt sie wohl erhalten. Die Fischerkna- ben kennen den Mechanismus der Stacheln seiner \. Rückenflosse wohl. Wenn er sich in eiue Spalte zurückzieht, was er, verfolgt, meist erst im letzten Moment thut, wäre es vergeblich, ihn am Schwanz herausziehen, denn er stemmt sich mit seinem starken 1. Rückenstachel an die Decke seines Loches fest, und die Knaben suchen daher mit der Hand bis zum 3. Rückeustachel zu gelangen, um durch Niederdrücken dieses den star- ken 1. Stachel zu senken. Verbreitung: Diese Art ist nur aus dem R. M. bekannt. y) Keine Präocularfurche. t völlig getrennte, entfernte Nasen- grubeu jederseits, die vordere grösser. Die Ru mpfsch uppen mit Län gs- l eisten, die zum Theil in Dörnchen auslauten. Die Axillarschilder mittel- mässig, nahezu gleich gross. Schwauzstacheln stark, lang, wenige. Schnauze nicht sehr laug, stumpf. Schwanz kurz und hoch, platt, kaum einge- schnürt. Schwanzflosse kurz, gerundet. Das mittlere Zahnpaar beider Kiefer etwas länger, fast couisch. (Mau könnte hieraus eine eigene Unter- gattung machen.) 7. '^Ballstes undulatus. Mungo Park., Lac, Gth., Balistes aculeatus minor Forskäl XVH, Nr. 47, Balistes lineatus Bl, Seh., Holl., Rp., Pet., Balistapus Uneatus ßlk., Kn. D. 3/il, A. 23 (—24), P. 13, C. 12, L. lat. 40—50, L. tr. 23-24, Höhe 2%, Kopf 3V^, Breite 3, Auge 5, Stirne 1% : 1, Schnauze 3%— 4:1, 1. Rückenstachel 3, 2. Rückenfi. 4V2, Schwanzfl. ey^. Körper länglich eiförmig bis rhomboidal, compress, Kopfprofil par-i- bolisch oder vorn etwas concav. Lippen dick. Stirne etwas in die Quere convex. Kiemeuspalte kurz, subvertikal, endigt unten vor dem obern Ende der Brustflossenbasis. Die Längsleisten der Schuppen unterbrochen, oft in Spitzchen auslaufend. Schwanzstacheln in 2 Reihen, mit nur je 3 — 4 Sta- cheln, die vorderen grösser. 1. Rückenstachel über dem vorderen oder mittleren Theil der Brustflossen inserirt; seine Vorderfläche und oft auch die obere Hälfte seiner Seiten rauh. 2. Rücken- und die Alterflosse nie- der, gerundet, letztere beginnt unter dem 7. Strahl der ersteren. (l ^ C) Dr '^' B K !ii nzin?rnr: Farbe: Giaugrüii bi-< bi aunsehwarz. Bauch dunkler. Kopf und Kör- per mit vielen, gegen 18 längs oder schräg, oder etwas bog-jg laufenden vom Auge und Rücken ausgehenden gelben oder gelbbraunen Linien; die über dem Auge mehr quer, die unter denselben sehr schräg. Ausserdem 2 — 3 meist breitere, deatlichere, von mehr orange- oder ziegelrother Farbe, von der Mnndgegend ausgehend. Der längste oberste derselben vereinigt sich vorn über der Oberlippe mit dem der andern Seite, hinten zieht er sich bis gegen die Bauchflossengegend hin, der untere entsteht durch Vereinigung eines Oberlippen- und eines Kinnstreifes, und zieht unter dem vorigen mehr weniger weit nach hinten. Iris gelb oder sma- ragdgrün mit orangerothen Radien. 1. Rückenflosse olivenfarbig, hinter dem 1. Rück<^nstachel ein schwarzer Flecken. 2. Rücken- und die After- flosse gelblichhyalin, mit citrongelben Strahlen. Brustflosse gelb, an der Basis schwarz. Schwanzflosse orange oder citrongelb, aussen schwärz- lich. Die Schwanzstacheln mit schwarzer Hüllmembran. Arab. : Schäram, speciell Schäram qarSd. 30 Cm. Nicht selten. Verbreitung: Indischer und stiller Ocean. c) Die Zähne roth ; von den oberen Zähnen i^t je der 2. Zahn (lach aussen von der Mittellinie) stark vorragend und spitz, conisch, die übrigen ausgerandet, das mittlere Paar der oberu Kinnlade sehr klein. Kinn sehr vor rage ii d. Kopf und Körper ganz beschuppt. Schnauze etwas lang, spitz. Präocularfurche und Axillarschilder entwickelt. Nasenlöcher getrennt. Rücken- und Afterflosse voin erhöht. Die beiden Rückenflossen nicht zusammenhängend. Schwanz ohne Stacheln, Schwanzflosse mit (bei Erwachsenen) sehr langen Seitenspitzen: Erythrodon Rp. 8. '^JBfilistes erythrodon. BaliHes niger Lac, Holl. (nee Mung Park}, Xenodon niger Rp. Erythrod. m^€rRp. (Verz. Fisch. Senk. Mus.}, Blk., Balistes erythrodon Gth. D. 3/34-35, A. 30, P. 15, C. 12, L. lat. 33-36, L. tr. 20, Höhe 3 (in der Korperlänge ohne die Spitzen der Schwanzflosse), Kopf 4, Breite SVj, Auge 6y2, Stirne ^V*:!, Schnauze 5V2 : 1 , 1. Rnckenstachel 3V5, 2. Rückenfl. 2, Schwauzfl. (ohne die Seitenspitzen) 9. Die Seitenspitzen bei Aelteren 3 — 4mal so lang als die mittleren Strahlen der Flosse. Schnauze gerade. Stirne in die Quere etwas convex. Präocular- furche etwas tief, schmal, von 1 y^ Aug^enlänge. Körperschuppen im mittleren Theil des Körpers etwas gross, an Kopf, Schwanz und Brust klein. Sie sind runzlig, feinkörnig, mit nackter Randzone. Kie- menspalte kurz, sie endigt vor dem oberen Ende der Basis der Brustflosse, unter dem Auge, und ist subvertikal. In der Schultergegend nur 3 rait- telmässige Schilder, der obere Theil dieser Gegend nur mit Gruppen von Körnern, i. Rückenstachel etwas kurz, stumpf, er steht über dem Synopsis der Fische des Rotbeu Meeres. ß(j4 vorderen Theil der Brustflosse, vom ist er körnig ruuzlig, an deu Seiteu gestreift. Die Furche der 1. Rückenflosse reicht ziemlich nahe an die 2. Rückenflosse. Der 3. — 5. Strahl der 2. Rückenflosse hoch, der Rand der Flosse schräg, etwas ausgeraudet. Afterflosse ähnlich, etwas niederer, sie beginnt unter dem 3. Rückenstrahl. Brustflossen klein, gerundet, fast so hoch als lang. Schwanzflosse in der Mitte kurz, abgestutzt, die Seiten- spitzen linear, gerade. Farbe: Ueberall schwarzblau, Flosseuränder heller, weisslich. Zähne Orangeroth (chromroth). Arab.: Abu ärabie (Wagenfisch). 40 Cm. (selten kleiner). Nicht häufig. Mit Baiist. fuscus zusammen an tiefen, unterseeischen Korallinseln, selten am Küstenrifi^, meist 20 — 30 zusammen. Wird kaum gegessen. Er bedeckt sich nach dem Tode, besonders an den nackten Zwischenräumen der Schuppenschilder, mit einem röthlichen, schmutzigen Schleime und wird dann grauschwarz oder ganz schwarz, im Leben ist er lebhaft schwarzblau. Gattung: nonacauthus Ciiv., Gth. ünterfamiiie: Monocanthifonnes Blk. a) Afterflosse mit weniger als 40 Strahlen. Untergattung*: Mona- oanthus Gth. aa) 1. Rückenflosseustachel ohne Widerhaken. Bauchstachel nicht beweglich. 1. ■'31onacaiithtis pardtdis. Rp., Holl., Gth. (an Synon. ?), Liomonacantlius pardalis Blk. D. 1/34, A. 30, P. 13, C. 12, Höhe 2, Kopf 4, Breite 4, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 4, Rückenst, 2V4, 2. Rückenfl. 4%, Schwanzfl. 6V2. Körper länglich eiförmig (mit dem gedehnten Becken rhomboidal), Kopfprofil vor dem Rückenstachel etwas concav, mit dem Rückenprofil winklig. Stirne in die Quere convex, fast gegiebelt. Kiemenspalte schief, sie endigt unten vor der Mitte der Basis der Brustflosse, unter der Mitte oder dem VorJerrande des Auges. Körper überall mit äusserst kleinen dörneligen Schüppchen bedeckt, s am mt artig, beim Vorwärtsstreichen etwas rauh anzufühlen. Die Schwanzgegeud erscheint haarig, da hier die Dörnchen etwas länger und weicher, mehr borstenartig sind (nach Günther bei sehr grossen jederseits am Schwänze 2 Paare starker rückwärts gekrümmter Dornen). Rückens tach el hoch, spitzig, gerade vorn und am unteren Theil seiner Seiteu klein, dörnelig, er ist über dem Auge inserirt und die Furche des Rückens für denselben reicht fast bis zur 2. Rückenflosse, Letztere nieder, gerundet, ebenso die After- fiosie, welche uu'or dem 4. — ö. Rücktustralil beginnt. Brustflosse klein. f^n.f Dr. C. B. Kluiiziiiger: gerundet, 2V-2 in d^i' Kopilänge. Die Spitze des Bauchstacliels ragt kaum aus der Flaut vo\\ die Bnuchliaut oder Wamme dahinter fast scharfrandig, ohne merkliche Dörnchen, ausdelinhar. Schwanzflosse kurz, gerundet, die Strahlen etwas sammtartio- dürnelip' und abwechselnd auf der rechten und linken Seite an der Basis verbreitert. Farbe: Üunkelgelbgrau, mit dunklen, runden oder polygonalen Flecken, mit mehr weniger engen netzartig*en helleren Zwischenräumen. Lippen röthlich, Zahnränder orangeroth. Kückenstachel heller und dunkler geringelt, seine Membran schwärzlich. Rücken- und Afterflosse röthlichhyalin. Brustflossen gelb. Tris braun. An den Wangen schwärz- liche oder blaue Läng sstr ei fe n. Die Strahlen der Schwanzflosse grau wie der Körper. 18 Cm. Selten. An der Klippe. Verbreitung: Nach Günther im indischen, atlantischen und stillen Ocean. btO Rückenstachel hoch, an seinen 4 Seiten Widerhaken: Pgeudo- monacanthUS pt. Blk. Bauchstachel beweglich. 2. Monacanthtts pusifhis Rp. D. ^22, A. 22, Pect. 12, Höhe (am After) 2%, Kopf 3, Schwanzfl. 4V2, Sclinauze 2;1, Rückeufl. 4. Die Bauchhaut ist sehr herabgezogen, der Kr)rper dadurch fast rhombisch. Oberes und unteres Kopfprofil geradlinig. Riickenstachel hinter der Augenmitte inserirt. Die Haken des Rückenstachels stark abwärts geneigt;, sie stehen in 4 Reihen (nicht i]i 3, wie Rüppell angibt). Körper feinkörnig. Farbe: Hellbraun, mit einigen dnukleren Flecken. 10 Linien. 6) Afterflosse mit mehr als 4() Strahlen. Kein Bauchstachel. Unter- gattung: Aliiteres (Cuv.) Gth. Rückenstachel über dem Auge schwach, ohne Widerhaken. 3. '^ Monacanthus scriptus. Balistes scrlptus Osbeck, B allstes laevis Bl., Alutarius laevis Cuv., Cant., Ho 11., Day, Aluterefi scriptus Blk., Monacanthus scriptus Gth. D. 1/44, A. 46, P. 15, Höhe SVj— 4, Kopf 37^, Breite 3y,, Auge 5 V^, Schnauze li^/^\\^ Stirne 1 — 1^4:1, Rückenstachel 10? 2. Rückenflosse 5, Schwan zfl. 3V2. Körper lang, sehr compress. Kopfprofil concav. Schnauze lang". Kinn vorrao-ond, abp-estutzt. Stirae in die Quei-e couvex, Synopsis der Fische des Rottien Meeres. 633 gegiebelt. Keine Präociilarfurche. Beide Nasenlöcher iu 1 Grube. Kiemen- spalte sehr schief, sie endigt unten vor der Mitte der Basis der Brust- flossen, unter dem vorderen Aug'enraud, Oben 6 Zähne in äusserer und 4 in innerer Reihe, die hinterste äussere sehr breit, iamellenartig", die an- deren der Vorderreihe schräg zugespitzt. Im Unterkiefer 6 Zähne, yon denen der hinterste klein, leistenartig, die 2 vorderen Paare ausge- randet sind, mit vorstehender Vorderspitze. Haut lederartig, mit nur unter der Loupe bemerkbaren Körnclien*, am vorderen Augenrand einige grössere Körnchen oder Döruchen. Schwanz ohne B ewaffnuug, höher als lang, nicht eingeschnürt. Rück eusta ch el schwach, bald kurz (ab- gebrochen?), bald lang und schlank (wie Blk. angibt), rauh, er steht über der Mitte des Auges, dahinter ein rudimentärer Stachel, Membran und Furche rudimentär. 2. Rückenflosse von dem Rückenstachel weit ent- fernt, nieder, gerundet. Afterflosse ähnlich, sie beginnt unter dem 3. — 4. Rückenstrahl und endigt etwas hinter der Rückenflosse. Alle Strahlen dieser beiden Flossen einfacli aber gegliedert. Beckenknochen compress, ganz unter der Haut verborgeji, bogig-, unteres Kopfprofil daher convex. Brustflosse kaum höher als lang, hinten gerundet. Schwanzflosse lang, gerundet, mit rauhen Strahlen, die abwechselnd an der Basis breiter und schmäler erscheinen. Farbe: Gelb oder olivengraii, mit zerstreuten grösseren und klei- neren dunklen Flecken. Dazwischen blaue Flecken und oft gyröse Linien, besonders an den Wangen und an der Brust. Flossen gelblich hyalin. Iris gelb. 29 Cm. Selten (nur 1 Exemplar). Verbreitung: Tropenmeere beider Welttheile. Neu für das R. M. Familie: Ostraciontoidei Blk. = Unterordnung: Ostraciontes Kner = Gruppe: Ostraciontina Gth. (in dessen Familie Sderodermf). Die Fische dieser Familie haben in ihrem Habitus viel mehr Aehn- lichkeit mit den Tetrodon als mit den Balistes. Ein Ostracion ist ein Tetrodon^ dessen Stachelwurzeln panzerartig verwachsen sind, und der Zähne hat. Selbst die Stellen, die bei vielen Tetrodon, z. B. T, hispidus nackt sind, bleiben auch hier nackt : Mundgegend, Basis der Flossen, Schwanz zum Theil Die Flossen entsprechen ganz denen von Tetrodon. Die Fische bilden wohl am besten eine Familie, die zwischen den oben genannten zu stehen hat; so ordnet sie auch Kuer (im Rang einer Unterordnung) ein. Bd. 111, Abhaudl. 80 f*o4 ^^' C B. KIunziDger: Gattung: Ostraciou Art. a) Pauzer mit 3 Haiiptkauteu. Tetrasomus Blk. \. ■' ÜJttracion tnrritus. ? Ostracion gibhosus L., Ostracion turritus Fk., Bl., Roll., Tetraso- mus turritus Blk., Ostracion gibhosus Gtli. D. 9, A. 9, P. 10, C. 10, L. lat. 10, Seiteuschilder gegen 6 in einer Qiierreihe, Bauchscliilder 10, Riickenschilder 4, Höiie 3V4 (ohne den Riickenkiel) ^Va C'»it demselben), Kopf 5, Riickenbreite t in der Körper- höhe, Bauehbreite 1 in der Körperhöhe (sammt Rückenkiel) IV4 (ohne diesen) und das Sfache der Riickenbreite. Rückenkiel 3 in der ganzen Körperhöhe. Auge 3, Stirne 2 : 1, Schnauze 2V4 : 1, Rückenfl. 3, Schwanz- flosse 5, Brustflossenlänge ly^ iu der Kopflänge. Panzer Seckig im Durchschnitt. Rücken schmal, convex, in seiner Mitte ein 3eckiger com presser Kiel, dessen obere Spitze dornartig, nach hinten gerichtet ist. Er ist scharfrandig, doppelt so lang als hoch. Die Seiten des Panzers doppelt so hoch als der Rücken breit, nach ab- wärts sehr divergirend, flach oder etwas concav. Bauch sehr breit, platt, elliptisch, hinter der Brustflosse am breitesten. Bauchränder scharf, gegen die Mitte je mit 4 nach rückwärts gerichteten etwas platten Dornen. Die oberen Augenränder ragen stark vor, und sind je in der Mitte mit einem com pressen, nach aus- und rückwärts gerichteten Dorn yon etwa V3 Augenhöhe versehen. Sti r n e co n ca v. Kopfprofil gegen vorn etwas concav. Vordere Oeffnung des Panzers hinter den Lippen schief, gerundet, kaum höher als breit. Der fleischige Schnauzentheil nicht vorragend. Die Kiemenspalte endigt unten vor der Mitte der Basis der Brustflosse, unter dem hinteren Rande des Auges. Zähne klein, stumpf conisch 9-10/8. Oberer Rand der hinteren Panz e r ö f f n u ng winklig, spitz, unterer abgestutzt oder leicht gerundet. Panzerschilder meist Geckig, fein gekörnt, durch Leisten in Dreiecke gvtheilt. Die Rückenflosse ist gleich hinter dem Rückenkiel inserirt. Schwanzflosse leicht gerundet, etwas länger als der weiche Schwanz. Farbe: Grau ins Fleischröthliche mit einigen unregelmäsiigeu ver- waschenen schwärzlichen Flecken. Die Schilder je mit blauen Tropfen in der Mitte. Schwanz braun und blau gefleckt. Bauch- theil des Panzers gelbgrau. Lippen schwärzlich. Iris gelb. Flossen hyalin, Schwanzflosse dunkel. 23 Cm. Selten. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere. 6) Panzer 4kantig, ohne Dornen. Ostracion Blk., Gth. a) Kürperscilen so hoch als der Rücken breit. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 635 2. '' O.stracion cuhictis, Lliine, Bl., Lac, Rp., Lefebr e, Hol 1., Pet., Gth., Ostrac. tetra- gonus Liniie, Blk., Play f.- Gth., Kn., Day, Ostrac. tuberculatus L, Abu senduk Fk., Ostrac. argus Rp. (var.), ? Ostrac. immaculatus Y. jap., B r e Y ü r t. D. 9, A. 9, P. 10, C. 10, L. lat. 9 — il, 28 — 29 Schilder in einer Querreihe um den ganzen Körper, und zwar: 5 am Rücken, 6 an jeder Seite, S am Bauch und dazu noch die Kantenschilder. Höhe 4, Kopf oVi, Breite 1 (iu der Mitte des Körpers), Auge 3V2, Stirne 2V2 — 3 : t, Schnauze "i^/^'.i, Rückeufl. 2V2, Brustfl. IV2 in der Kopf lange, Schwanzfl. 5V2 (ihre Länge gleich ihrer Entfernung von der Rückenflosse). Panzer 4eckig im Durchschnitt. Rücken etwas convex. Bauch etwas breiter, oft concav (je nach der Auftreibung des Körpers), auch die Seiten ein wenig concav, die Körperkanteu wenig scharf. Supraor- bitalränder mehr weniger vorragend. Stirne leicht concav, Schnau- ze uprofil etwas concav, bei Jüngereii abschüssiger. Vordere Panzer- öffnung schräg, viel Jiöher als breit und bei Aelteren oben mit einer oft bedeutenden schwielenartigen Verdickung, auch das nackte Kinn oft auf- fallend verdickt. Zähne 10 — 12. Die schräge Kiemenöffnung endigt unten unter dem hinteren Rand des Auges. Die Panzerschildtr 5-, 6- und "eckig, mit concentrisch angeordneten Körnern; ihre Randzoue bei Aelteren, be- sonders am Rücken mehr glatt, daher die Schilder gut gesondert erschei- nen. Das hintere Panzerende bildet oben und unteu eine winkli^^e Voi- ragung, an den Seiten erscheint sie ausgerandet. Die Rückenflosse in der Mitte zwischen der Basis der Schwanzflosse und der Spitze der Brust- flosse; sie ist doppelt so hoch als lang, am oberen Rande gerundet. After- flosse ähnlich, gleich hinter dem Ende der Rückenflosse inserirt. Der weiche Schwanz compress, die Seiten doppelt so laug als hoch, Schwan?- flosse ziemlich lang, gerundet. Farbe: Grün oder gelbbraun, Bauch heller. An den meisten Schil- dern je ein blauer oder blauweisser , von einem breiten Ring schwarzer Flecken eingefasster centraler Ocellus, der der Bauchschilder öfter ohne Ring, und statt de selben zerstreute schwärzliche Flecken. Schwanz braun, er und die Flossen meist ungefleekt, oder es finden sich auf ihm und den Flossen (ausser der Brustflosse) wenige, andermal viele schwarze runde Flecken. Mund von einer blauen, schwarzge^äumten, uu- regelmässigen Binde umgeben. Zähne gelbroth. Flossen orangegelb. Arab. : Negm (Stern), oder abu sanduk (Kofferfisch). 40 Cm. Lebt am Abhang und in Korallbrunnen, schwimmt schlecht, man kann den Fisch mit der Hand fangen. Er wird nur von Hungrigen oder Neugierigen gege' sen ; er soll gerne die Baumwolle anfressen, womit man die Fugen der Schiffe verstopft. Ausser dem Wasser stirbt er schnell und wird 80 ♦ /ji^/> Dr. C. B. Klunzinger: dunkel. Der Panzer springt, z. B. bei Fäuluiss, gern au den Fugen der Seitenschilder auf. '' Ostracion argus Rp. ist wohl nicht mehr als eine Farbvarietät von Ostr. cuhicus. Er hat zwar meist ein mehr convexes Schnauzenprofil, weniger vorstehende Augen, stärker entwickelte Kinnschwiele, und der Mundausschnitt des Panzers ist meist weniger hoch. Doch sind diese Charaktere nicht constant und es finden sich auch manche, welche der Form nach dem Ostr. cuhicus ent- sprechen, und der Farbe nach dem Ostr. argus. Diese Farbe ist: Die Ocellen der Rücken- und Seitenschilder sind je von einer doppelten oder dreifachen Reihe schwarzer Tropfen umgeben, am Bauch sind diese schwarzen Flecken unregelmässig zerstreut neben dem weissen Centraliieck. Schwanz und Flossen bläulich, schwarz gefleckt. /?) Die Körperseiten niederer als der Rücken breit. Schnauze ab- schüssig, meist couvex. Stirne flach oder wenig coucav. 3. ' Ostracion cyanurns Rp., Ho 11. zeigt in der Form den constanten Unterschied, dass die Seiten der Kapsel niederer sind als der Rücken breit ist. Das Schnauzenprofil ist hier meist sehr convex und abschüssig, die Stirne flach, doch gibt es auch solche mit gerader oder selbst coucaver Schnauze, und leicht vorragenden Augenrändern. Die Schnauzenschwiele der Kapsel und die Kinnschwiele am Mund nicht entwickelt, die vordere Kapseloffnung wenig höher als breit, das hintere Kapselende bildet oben und unten nur eine kurze sehr stumpfwinklige oder gerundete Vorraguug. Die Körner der Schilder etwas fein. Farbe: Der Rücken trägt hier nie Ocellen, er ist im Leben leb- haft olivengrün. Die Seiten und der Bauch braun mit schön blauem Ocel- lus oder statt dessen einem Ring blauer Flecken an jedem Schild. Schwanz blau, schwarz gefleckt. Schwanzflosse schwärzlichblau, hinten weiss, die anderen Flossen hyalin. Diese Form wird bis 15 Cm. gross-, sie ist eine eigene Art und nicht blos Jugendform von Ostr. cuhicus, da ganz junge Ostr. cuhicus schon alle Charaktere des erwachsenen cuhicus zeigen: höheren Körper, sehr vorragende Augenräuder und Ocellen auch am Rücken. iOstrac. punctatus (Lac), Blk. Sehn, kann ich von dieser Form nur durch die Farbe (zahlreiche weisse Punkte oder Tropfen) unterschei- den; Ostrac. Sehae Blk. von diesem ähnlicher Färbung hat einen sehr schrägen vorderen Kapselausschnitt, der bis zur Höhe des vorderen Augen- raudes reicht, und convexe Schnauze.) Synopsis der Fische des Rothen Meeres. Q'^j Familie: Qymnodontes Cuv. Gruppe: Tetrodonthii (a) Gth. = Familie: Tetrodontes Blk. Gattung: Tetrodon Linne, Gth. a) Nasenorgane deutlich. Rücken gerundet, nicht compress. Schnauze stumpf. aa) Jederseits 2 deutliche Nasenlöcher auf einer häutigen Papille oder tentakelartigen Vorragung. Seitenlinie mehr miuder sichtbar, Bauch wenig aufblasbar: Tetrodon, Blk- Eine mehr weniger deutliche Falte längs des unteren Theiles des Schwanzes. Gastrophysus Müll. «) Die Vorragung für die Nasenlöcher etwas hoch, teutakelartig, häutig röhrig. Die Hautleiste an den Seiten des Bauches nur hinten am Schwanz deutlich. Die Afterflosse etwas niederer als die Rückenflosse und ein wenig weiter rückwärts inserirt. Beide mehr weniger schräg gestutzt. Schwanzflosse abgestutzt. Die Umgebung des Mundes und der gauze Schwanz und hintere Körpertheil vom After und Anfang der Rücken- flosse an, sowie die Körpersciteu, mit Ausnalime oft der Gegend um die Brustflossen, sind nackt, der übrige Körper und der Kopf mit nicht sehr kleineu, nicht dicht gestellten Stachelchen besetzt. Diese sind nackt, von keinem Hautläppchen bedeckt und liegen in Hautcrypten. Die obere Hälfte der Orbita ist von der gewöhnlichen Haut überzogen. Stirne schmal. Augen längselliptisch. Bauchhaut (im nicht aufgeblasenen Zustand) viel- streitig, längsgefältelt, ähnlich der Rückenhaut. Kiefer gleich lang, der obere eher ein wenig niederer als der untere. \. -'Tetrodon poecilonotus. Tetrodon Honkenii R p. (nee Bl,), Tetrodon poecUonotus F. jap., Rp. (Catal. Mus. Senkenb.), Ret., Tetrodon hypselogeneion Blk., Gth. D. 9, A. 7, P. 14, C. 1/9/1, Höhe 51/2- 6, Kopf 3%, Breite 1, Auge 3, Stirne (luterorbitalraum) 2, Schnauze IV5, Rückenfl. 2 (und "2 in der Kopflänge), Schwanzflosse 5 (ihre Länge gleich ihrer Entfernung von der Rückenflosse). Körper länglich, erscheint fast subquadratisch im Durchschnitte, im zusammengezogenen Zustand. Kopfprofil leicht convex, Schnauze stumpf. Der knöcherne Interorbitaltheil scbmäler als die Orbita. Das Kinn erscheint gewöhnlich wie senkrecht, hoch, abgestutzt (das ist aber nicht constant), 638 Dr C. R. Kliinzinpfcr: sondern eine Folge des Coutracti'onszustandes dei' Hanf; aiidremale er- scheint das Kinu mehr gerundet). Die Seitenlinie deutlich, linear, wellig, sehr complicirt. Sie beginnt au den Nasenlöchern und umzieht ringsum die Augen. Der lufraorbitaltheil bildet vorn unter dem Nasenorgan einen vorspringenden Bogen, ist unter dem Auge leicht wellig, nicht gewinkelt. Ueber der Basis der Brustflosse steigt ein Ast nach oben und vereinigt sich mit einem entsprechenden der andern Seite commissurartig. Im Uebri- gen läuft sie an den Seiten des Rückens und von der Rückenflosse an etwas tiefer, ein wenig über der Körpermitte, zum Schwanz. Eine untere Seitenlinie läuft in Form einer scliwachen Hautleiste an den Seiten des Bau- ches zum Schwanz, hinten deutlicher als vorn. Der Zusammenhang der Rücken- und Bau chstachel u in der Gegend der Brustflosse undeut- lich und unvollkommen. Rücken- und Afterflosse kurz, die Afterflosse niederer. Schwanzflosse abgestutzt. Schwanz subcjlindrisch, leicht com- press. Brustflosse etw^as schräg gestutzt. Farbe: Rücken grau oder grüngrau, klein braun raarmorirt, gestri- chelt oder punktirt, mit vielen bläulichweissen kleineu Tropfen, Eine mehr weniger breite weisse oder gelbe, oben oft schwärzlich gerandete Längsbinde vom Kinn bis zum Schwanz. Bauch weiss. An den Seiten des Kopfes öfters undeutliche braune oder braungefleckte Querbinden. Flossen gelbhyalin. Tetr. Honckenii Bl. (Originalexemplar Mus. Berol.) unterscheidet sich ausser anderer Farbe, namentlich grösseren weissen Flecken am Rücken und grösserem Körper hauptsächlich dadurch, dass die Sta- cheln oder wenigstens Hautläppchen längs der Seitenbauchfalte in einem schmalen Streifen bis zur Schwanzflosse sich erstrecken, und durch ziem- lich breite Hautläppchen an der Basis der massig dicht stehenden Stacheln. Verbindung zwischen Rücken- und Bauchstachelu unvollkommen. Bei Tetrodon ohlongus Blk. und alhopltmibeus sind die Stacheln sehr klein und dicht, der Interorbitalraum ist breit, die Kiefer fast gleichhoch, bei ohlongus finde ich die Verbindung der Rücken- und Bauchstacheln vor und hinter den Brustflossen sehr entwickelt, bei alboplumbeus fehlend oder unvollkommen. Tetr. poecilonoius F. jap. gehört ohne Zweifel hieher und nicht zu ohlongus^ wohin ihn Gth, stellt; seine Stacheln werden als „assez serrees" bezeichnet, die an Brust und Bauch aber grösser als die andern. Die Farbe stimmt wohl überein. Die Exemplare von Peters und RüppeU entsprechen den meinigen. T. hypselogeneion w'n-d 10 Cm. gross (nicht grösser beobachtet). Nicht selten in Korallbrunnen. Verbreitung: Ostafrika bis Australien. /9) Die Vorragung für die Nasenlöcher kurz, blasen- oder papiUen- artig. Rücken- und Afterflosse sichelförmig, die vorderen Strahlen hoch, Synopsis der Fische des Rotlien Meeres, ggo die hinteren nur halb so hoch; beide Flossen gleich hoch und einander genau gegenüberstehend. Schwauzilosse ausgeschnitten. Die Hautleiste an den Seiten des Bauches auch vorn am Kopf sehr deutlich. aor) Dichte Slachelchen oben an Stirn und Nacken, mehr weniger weit nach hinten fortgesetzt, sowie am Bauch von der Hinterkiungegeud an bis eine kurze Strecke vor den After hin, hier mehr längsgereiht. Stirne flach, der Interorbitalraum von Breite der Orbita. Kopfprofil, be- sonders vorn, convex. Das oberste Drittel der Orbita von der Haut über- zogen. Augen rundlich oder längselliptisch. Der Infraorbitaltheil der Sei- tenlinie bald geschweift bald winklig. Schwanz compress. Brustflosse schräg gestutzt. Schwanz höher als breit. 2. ^Tetrodon Itmaris. Bl. Sehn., F. jap, Rp., Caut, Blk., Day, Gth. (Russell 29), Physojaster oder Gastrophusus lunaris Müll. Die Varietät mit nur bis zum Nacken sich erstreckenden Hautrückejistacheln = T. spadiceus Ri- chards, und B 1 k. D. 12—13, A. 11, P. 17, C. 1/9/1, Höhe 5, Kopf SVj— 47^, Breite 1 — 1 Vj : 1 , Auge 2V2, Stirne (Interorbitalraum) 1, Schnauze 1, Rücken- und Afterfl. 1%, Schwanzfl. 6. Farbe: Rücken blaugrau, mit einigen brauneu Querbindeu. Seiten silbrig glänzend in Form eines breiten Längsbandes. Bauch w^eiss. Flossen hvalin, die Seitenränder und Spitzen der Schwanzflosse blau. Diese Art variirt vielfach, ohne dass man diese Variationen als Species bezeichnen könnte, da sie nicht constant sind, so in der Erstrek- kung der Hautstachelu des Rückens (bald setzen sie sich in einer nach hinten verschmälerten Binde nur bis zur Höhe der Mitte oder der Spitze der Brustflossen fort, bald erstrecken sie sich aber auch auf den Rücken bis zur Rückenflosse, und zwar zuweilen nur in Form einer schmaleu Linie mit wenigen Dörncheu, bald in einer sehr breiten Binde), ferner in der Kopflänge, in der mehr runden oder mehr länglichen Form der Augen, in dem Verlauf des Suborbitaltheils der Seitenlinie (bogig oder geknickt), endlich in der Streifuug der Seiten (bald glatt, bald fein querstreifig). Alle diese Verschiedenheiten combiniren sich vielfach mit einander. Constau- ter ist die Färbung; das silbrige Läugsband an den Seiten hat bald mehr gerade, bald auch wellige und buchtige Räuder. Meine Exemplare, sowie die von Rüppell, entsprechen dem Tetr. spadiceus Rieh. (Stacheln nur an Stirne und Nacken). 12 Cm. Nicht häufig. Verbreitung: Indische Meere, stiller Oceau, brasilische Küste. ßß) Körper und Kopf lang, Kopfseiten vertikal. Kopf obeu flach. Schnauze etwas lang, fa-:t gerade. Schwanz depress, breiter als hoch. Der oiO Dr. C. B. Kl unzinger: ganze Kopf und KörperriU-kon von der Oberlippe an bis zur Riickenflosse von sehr winzigen, dichten Dörnchen raub, chagiinartig. Bauch von der Hintei-kinngeg-ond bis eine Strecke vor den After massig dicht gereiht gedörnelt. Die Seiten des Kopfes und Körpers glatt, zuweilen auch durch zerstreute kleine Dörnchen etwas rauh, nur Lippen und Kinn und die Umgebung des Auges, glatl, sowie die oben nicht als rauh erwähnten Körpertheile. Augen längselliptisch, viel länger als hoch, im oberen Drittel von der Haut überzogen, Stirne flach, Interorbitalrauni von der Breite der Orbita oder noch breiter. Seitenlinie deutlich, ihr Infraorbitaltheil wellig, horizontal, hinten nicht winklig. 3. ''Tetvodon sceleratus, (Forster), Linne, Gm., Lac, Bl. Seh., Gth., Tetrodon argenteus Lac, F. jap., Blk. (V. Syn. Gth.). D. 11—12, A. 10, P. 18, C. 12—13, Höhe 6V4, Kopf 4, Breite 1, Auge 4, Stirne 1, Schnauze 2:1, Rückenfl. IV4, Schwanzfl. "T'/^. Farbe: Rücken grüngrau bis olivenfarben, mit braunschwarzen Flecken getiegert. An den Seiten des Körpers vom Mundwinkel bis zur Schwanzflosse eine abgesetzte silberglänzende Längsbinde; diese ist vorn breiter, unter dem Auge ausgeschnitten (indem die graue Rückenfarbe das Auge ganz umgibt), hinten schmäler, bis linear. Unter ihr ist die Farbe der Seiten gelbgrau. Bauch weiss. Flossen gelbhyalin. Rand der Kiemeuöffnung schwarz. Vor dem Auge ein silbriger 3eckiger Flecken. 36 Cm. Selten. Verbreitung: Ostafrika bis Australien und Polynesien. Neu für das R, M. 66) Jederseits ein gabiig getheilter, nicht durchbohrter Nasenten- takel. Bauch stark aufblasbar: Arothron Müll. (^Crayracion pt. Klein, Blk.). Bei den folgenden Arten ist wenigstens die Umgebung des Mundes, der Augen, der Flossen und ein Theil des Schwanzes glatt, der übrige Kör- per aber mit dichten Stacheln besetzt. Das Auge ist nur in der Mitte frei, d. h. daselbst nicht von der gewöhnlichen Haut bedeckt. Die Seitenlinie wenig deutlich, die Kiefer gleich hoch und lang, die Afterflosse hinter der Rückenflosse inserirt, beide gleich hoch, ein wenig schräg gestutzt, doppelt so hoch als lang. Brustflossen etwas schräg, Schwanzflosse ge- rundet. a') Nasententakel viel länger als breit, derb, comprimirt, mit kurzer oder (bei Aelteren) ohne gemeinschaftliche Basis der 2 Lappen. Stacheln kurz, massig dicht. c^cc} Supraorbitalrand mehr weniger stark vorragend, und daher die Stirne (besonders bei Aelteren) concav. Schnauze ziemlich lang, con- cav. Stirne etwas concav (1 — iV^rl), Schwanzflosse mittelmässig, so lang Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 641 als der Abstand ihrer Basis fou der Schwanzflosse. Die Stachelchen rei- chen vorn an der Schnauze nur in der Mitte des Schuauzeurückens und an den Seiten der Schnauze ein wenig über die Naseuorgane nach Torn hinaus, die Umgebung der Nasenteutakel ist nackt. Vom Schwanz (von der Rückenflosse und dem After an gerechnet) ist nur die vordere Hälfte seines Rückens und das vordere Drittel seiner Seiten bedornt. 4. ^Tetro€loH hispiilus. Tetrodon hispidus L., BL, Tetrod. ocellatus Forsk. *) (nee Linne), Tetrodon hispidus Lac, Rieh,, Geoffr., Gth, Tetrodon perspicillaris (Ehrb.) Rp., Pet., Variet. Tetr. semlstriatusRp.^ Tetrod. implutus Jenyus, Tetr. stellatus Eyd. et Soul, (nee Lac.), Tetr. laterna Rieh., Playf.- Gth. Crayracion implutus Blk. (Atl. Text) und laterna Blk. (tabul.). D. 9—10, A. 9, P. 17, C. 9, Höhe 4, Kopf (bis zur Basis der Brust- flosse) 4, Breite 1, Auge (Orbita) 4, Stirne (Interorbitalraum) 1 — IV^: 1, Schnauze 2:1, Rückeufl. 1 — ly»:!, Schwauzfl. 4yj. Körper länglich, wenig compress. Schuauzenprofil gerade oder etwas concav. Die Nasenteutakel von etwa y^ Augenlänge, stumpf oder conisch. Die Dörnehen am Körper je mit einem Hautläppchen an der Spitze. Farbe: Rücken und Seiten des Kopfes und Körpers graugrün, meist mit zahlreichen kleinen, bei anderen grösseren und weniger dichten weissen Tropfen. Rings um die Umgebung des Auges und um die meist schwarze Umgebung der Kiemenspalte und die Basis der Brustflosse laufen weisse oder gelbe concentrisehe Linien, zuweilen auch um die Basis der Rückenflosse. Bauch weiss, zuweilen röthlich. Am unteren Theil der Seiten des Kopfes und Körpers meist 4—5 etwas unregelmässige schwarze Flecken oder, durch weisse Längslinien unterbrochene, un- ten sich verschmälernde Querbinden, die 1. hinter dem Mundwinkel, die 2. unter dem Auge, die 3. etwas vor der Brustflosse, die 4. unter dieser, die 5. eine Strecke hinter der 4. Lippen röthlich, Brust- und Rückenflosse graugrün mit brauner Basis, Afterflosse weisslich. Schwanz- flosse olivengrün , mit kleinen weissen Tropfen und schwärzlichem Hinterrand. Iris goldgelb. Meist sind die weissen Linien zwischen den schwarzen Flecken undeutlich, besonders bei Jüngeren. Bisweilen hängen die Zwischenräume der verschiedenen Querbiuden aber in ihrer ganzen Länge zusammen und ziehen sich als deutliche weisse Längs- streifen vorn am Kopfe (der sonst nur weisse Tropfen hat) und nach rückwärts zuweilen bis zum After hin. Bei solchen Exemplaren, die sich indess sonst in nichts unterscheiden, ist oft der After schwarz, und man *) Von den Autoren nicht in der Synonymie aufgeführt, gehört aber jedenfalls hierher. 64. XXI. AbhdQdl. ^1 g42 ^^- ^ ^ Klunzinger: hat so die Varietät semistrlatUfl. Bei diesen ist meist auch der Kopf- uud Xackeurücken längsgestreift, d. h. die weissen Flecken oder Tropfen Terbindon sich zu Streifen. Bei Tetr. hispidus Lac. sind die schwarzen Seitonbänder etwas lang und nicht unterbrochen, und die weissen Tropfen am Körper wenig zahlreich, ähnlich bei laternn und iinplutus. Bei Tetr.. hispidus Bl. fehlen die weissen Flecken ganz, ohne dass sich ein sonstiger Un- terschied finden Hesse (das betreffende Originalexemplar ist ein aufgebla- sener, nicht guter Balg, ein anderes Exemplar von Bloch (in Weingeist) entspricht genau dem T. hispidus Lac. und hat spärliche weisse Tropfen. Die Vertheilung der Strahlen und alle Charaktere wie bei T. per- spicillaris. Arab.: Drimme (so heissen alle Tetrolon). 30 Cm. Diese Art ist die häufigste, und man findet sie auch öfter in den Raritätenhandlungen in Cairo; auf diesem Wege scheint Geoffroy sie bekommen und als Nilfisch (neben dem Tetr. fahaka Hasselqu.) aufgezählt zu haben. Dieser Tetrodon findet sich meist einzeln auf der Klippe und am Abhang. Das Sciiwimmen ist etwas unbeholfen. Bei Ansichtigwerden einer Gefahr steigt der Fisch schnell auf und bläht sich oben an der Luft auf; darnach wMrd der Rücken nach unten gekehrt, der leichte mit der Luft gefüllte Bauchsack kommt nach oben. Sobald der Fisch sich wieder frei von Gefahr glaubt, bläst er sich mit einem zischenden Geräusch zuerst theilweise wieder aus, was ihm gestattet, seine Flossen wieder etwas zu gebrauchen und sich wegzurudern. Im aufgeblasenen Zustand kann er nicht schwimmen und man kann ihn so leicht mit der Hand fangen. Wenn er schliesslich seine Luft ganz ausgeleert hat, sieht er wieder wie ein gewöhnlicher Fisch aus. Je mehr man ihn anfasst und beunruhigt, desto mehr sucht er sich aufzu- blähen, bis er ganz gespannt ist. Die Fischer behaupten, wenn man ihm die Brustflossen umlege, gehe die Luft wider Willen ab; ich fand das nicht. Er kann lang ausserhalb des Wassers leben. Er beisst, was er in den Mund bekommt, mit Ingrimm ab. Das Fleisch wird nur von den Aermsten gegessen. Nur die Eierstöcke gelten für giftig, selbst für Katzen 1 Nahrung: Mollusken? Verbreitung: Ostafrika bis Australien, Port Natal. ßß^ Supraorbitalränder nicht vorragend, Stirn e flach, breit. Schnauze kurz und stumpf, etwas convex. Schwanzflosse etwas lang, ihre Länge kommt meist dem Abstand ihrer Basis von dem vorderen Ende der Rückenflosse gleich. Dörnelung wie bei aa'). 5. ''Tetrodon immaculatus, ^ Tetraodon h) hispidus Fk., Tetrodon sans taclie Lac, Tetrodon imuiacAattis Bl Seh, Cant.. Gth. (Russell t. 26), Tetraodon sordidus Synopsis der Fische des Rotlien Meeres. f>i3 Rp , Pet., Crayracion immaculatus Blk., K n., var. virgata Gth. (vide Synon ). D. 9, A. 9, C. 9, P. 17, Höhe 4, Kopf 4, Breite 1, Auge 4, Stirne (Interorbitalraum) i% — ^Vi'-^i Schnauze IV^ : 1, Rückenflosse^, Schwanz- flosse 4V2- Die Länge der Schwanzflosse ist bei meinen Exemplaren meist gross, Riippell zeichnet sie kurz, bei seinen Exemplaren ist sie aber auch lang. Diese Länge scheint nicht constaut zu sein. Bei Jüng*eren erscheint der Schwanz verhältuissmässig kürzer als bei Aelteren, wie bei andern Tetro- don. Die Stirnbreite ist bei gleichgrossen Exemplaren grösser als bei T. perspicillaris. Farbe: Schmutzig olivengrün, oft mit undeutlichen, zerstreuten braunen Flecken. Bauch weiss. Lippen schwefelgelb. Basis der Brust- flosse und der Kiemenöffnung braun oder gelb. Rücken- und Afterflosse oliveugrün bis braun, Brustflo-sen grün. Iris gelb. Schwanzflo&se hinten und au-seu scli warzger an det. 30 Cm. Nicht häufig. Verbreitung: Ostafrika bis Australien, Port Natal. /?) Die Nasententakel kurz, nicht oder kaum länger als breit, blatt- förmig ,3eckig oder lauzettlich. Die beiden Lappen bilden unten in ihrer Vereinigung eine kleine Grube oder trichterf(^rmige Vertiefung. Die Sta- cheln der Haut etwas lang, dicht, dünn. Cid) Nasententakel derb. Knöcherner Interorbitalraum schmal, kaum breiter als die Orbita. Schnauze kurz, gerade oder etwas concay. Schwanz- flosse mittelmässig, ihre Länge gleicht ihrem Abstand von der Rücken- flosse. Körperstacheln dünn, schlank, sehr dicht stehend, wenn vorge- stülpt; oft ist aber nur ein Theil ausgezogen, und zwischen diesen zeigen sich dann eine Menge kleiner Läppchen. Ihre Anordnung wie bei T. hi- spidas^ daher der grösste Theil des Schwanzes nackt. Supraorbitalrand nicht vorragend, Stirne flach. 6. '^Teirofion nigi'Opunciatus (?) Bl. Seh,, Gth. (Vide Syn.), ? Crayracion nigropunctatus Blk., Tetrö^ don diadematus Rp-, Gth. D. 9—10, A. 9-10, C. 9, P. 17, Höhe SV», Kopf 3^ 3, Breite 1— iVi (ly^ in der Kopflänge), Orbita 4 (offener Theil des Auges 6), Interorbi- talraum ly^:!, Schnauze 1, Rückenflosse 1—V/n (2 in der Kopflänge), Schwauzfl. 4y2. T. nigropunctatus stimmt in der Form in fast jeder Beziehung mit T. diadematus^ nur sind die Nasententakel bei Bleeker's Figur von nigrop. lang und schmal gezeichnet. 81 * f*ii Dr. C. B. Klunzinger: Farbe: Rücken grau olivenfarbig bis bräunlieh (RüppelTs Zeich- nung zeigt auch einige dunklere Yleckeu). Bauch weis.s, vorn gelblich. Mund, die Umgebung der Brustflosse und Kiemenöffnung, ein breites, queres Stirnband, das durch die Augeu und dann oft schräg bis zu deu Brustflossen herabjsteigt und meist ein Ring um den After schwarz. Flossen olivenfarbig mit schwärzlichen Streifen. 20. Cm. Nicht häufig. Verbreitung: Die Varietät diadematus nur aus dem R. M. bekannt. T. nigropunctatiis von Ostafrika bis Fidschiinseln. ßß) Nasenteutakel welch. Körper durch ziemlich lange, dünne, überall dichte Stachelchen sehr rauh. Diese erstrecken sich vorn meist fast bis zu deu Lippen, hinten am Schwanzrücken bis nahe an die Basis der Schwanzflosse, und nehmen auch mehr als die Hälfte der Seiten des Schwanzes ein. Die Bauchseite des Schwanzes von der Afterflosse an unbe- dornt. Interorbitalraum flach, etwas breit (ly^mal so breit als die Orbita). Supraorbitalrand leicht vorragend. Schnauzenprofil fast gerade. Schwanz- flosse mittelmässig. 7. ''Teiroflon stellatus. a) Aeltere Formen. Tetroden etoile Lac, T. mouchefe Lac, Tetr. lagocephalus var. stellatus Bl. Seh., Tetr. Commersonii Bl. Seh., Tetr. maculatus Lefebre, Crayracion stellatus Blk., Tetrod. stellatus Gth. (Vide Syn.). 6) Mittelformen mit schwarzen Flecken oder Bändern an den Seiten. Tetrodon pointille Lac (Russ. t. 28), Tetraodon calamara Rp. c) Junge, mit schwarzen Abdominalbändern. Tetr. ahn Kohle Fk. (gehört, dem Namen nach zu schliessen, zu dieser Art). Tetrodon lineatus Bl. (nee Linne), Pet., F. jap., Crayracion lineatus Blk. c?) Crayracion astrotaenia Blk. (sehr jung). D. 40—11, A. 10, P. 19, C. 11, Höhe 4, Kopf 4, Breite 1 — 1 V2 (iVa in der Kopflänge), Auge (Orbita) 4, Interorbitalraum l*^:!, Rückenfl. 2, Schwauzfl. 5. Farbe: Rücken und Seiten olivengrün, mit vielen schwarzen Tropfen dich.t besetzt. Bauch weiss oder (besonders bei Jungen) gelb, bei Erwachsenen ungefleckt, bei Individuen mittlerer Grösse mit zerstreuten schwarzen Tropfen oder einigen grösseren schwarzen Flecken, bei noch Jüngeren mit tiefschwarzen, schiefen, gyrösen, von beiden Seiten unter dem Bauch oft zusammenfliessenden Binden. Umgebung des Afters meist schwarz. Flossen grünlich. Rücken- und Afterflosse bald ungefleckt, Ijesouders bei Jungen, bald schwarz gefleckt, die Schwanzflosse immer schwarzgefleckt. Die Flecken sind an der Basis der Flossen grösser. . Synopsis der Fische des Rothen Meeres. QAd ''''CrayraciOU astrotaenia IMk. ti:ehürt ebfiifalU hielier. Die Farbe ist schwarz, der ganze Körper und der Kopf mit weissen oder ge'beu, von der Mitte de> Rückens ausstrahlenden, gegen den Bauch bogig her- ablaufenden Linien. Bauch mit grösseren weissen Flecken. Flossen hyalin (die schwarze Farbe, welche bei den anderen in Flecken und Bändern auftritt, ist also hier Grundfarbe, in ähnlicher Weise, wie bei Balistes fuscus. S. 0.). Das einzige Exemplar dieser jüngsten Form astrotaenia mass 2 Cm., die Individuen von 6 (lineatus Bl.) haben nicht über 10 — 12 Cm., die von a erreichen bis 30 Cm. (nach Bleeker sollen bei lineatus die oberen Schlundzähne alle spitz sein, während bei stellatus die vorderen eine stumpfe Krone haben und mehrreihig, die hinteren spitz und ein- reihig sein sollen. Auch dies beruht ohne Zweifel auf Altersverschie- denheit). Arab.: Drirame safra (gelbe) oder Drimme abu Kühhla. Nicht selten. Verbreitung: Indische Meere bis Australien uud Port xVatal. yy') Körperstacheln ziemlich lang, besonders am Rücken uud hier ziemlich sparsam, die am Bauch etwas dichter. Stirne couvex, vSchuauze convex, stumpf, abschüssig. Supraorbitalrand nicht vorragend. Rückenflosse kurz, nur mit 6 Strahlen, Afterflosse ziemlich weit hinten, hinter der Rückenflosse inserirt, länger und etwas höher als die Rückenflosse. Pect. 13. 8. ■^Teirodon pnsilltis Klz. D. 6, A. 9, P. 13, C. 8—9, Höhe 4, Kopf 3, Breite kVz iu der Kör- perlänge, Auge 3, Stirne 1, Schnauze 1, Rückenfl. tVz-i Schw^anzfl. 4. Dieser kleine Tetrodon gehört in diese Abtheilung, seine Nasenten- takel sind wie bei T. stellatus und niijropunctatus^ auch die Körpersta- cheln sind ähnlich vertheilt, also die Seiten des Schwanzes glatt. Der Körper ist kugelförmig aufblasbar. Die Flossen sind gerundet. Farbe: Braunschwarz bis tiefschwarz. Iris gelb. Flossen grünlich. 2V2 Cm. Nicht selten. In Korallbiunnen meist unter Steinen. 6) Naseuorgane unsichtbar, oder statt ihrer eine leichte undurch- bohrte Vertiefung, eine jederseits. Körper compriniirt, Rücken gekielt. Kopf spitz, Schnauze lang. Hautstacheln kurz. Seitenlinie nicht sichtbar. Bauch wenig aufblasbar (Canthog^aster Sivains'^^ Blk.). 'J Der Name Änosmius von Peters scheint mir weniger passend, da meist Nasenorgane, wenigstens in Rudimenten {jaXs Grube3 vorhanden sind. fjyiß Dr. C. B. Klunzinger: 9. '■'-' Tetrodon mar gar Haitis. ? Tetrodon electricus L. Gm. (gehört wenigstens in diese Abtheiluiig 6), Tetrodon margaritotus Rp. *), Blk., Canthogaster margaritatus Blk., Tetr. papua Gth. Var. Tetrodon Solandri Rieh., Tetr. ocellatus Pet., Tetr. margaritatus Gth. D. 9, A. 8, P. 17, C. 1/9/1, Höhe (vor der Rückenflosse) 3%, Kopf SVg — 3V2, Breite 2, Ange 4, Stirne iVgil, Schnauze 3:1, Rückenflosse 2, Schwanzfl. 4V2. Kopfprofil fast winklig, vorn abschüssig, gerade oder etwas concav. An Stelle der Nasenlöcher jederseits eine sehr kleine un durch- bohrte Vertiefung. Supraorbitalränder etwas vorragend. Stirne flach oder etwas concav. Körperrücken scharf, Schuauzenrücken etwas flacli. An den Kiefern neben der Mittelfissur keine abgesetzte Leiste (eine solche nur bei grösseren Tetrodon^. Die Dörnchen der Haut sehr klein, vorn und am Rücken dicht, an den Körperseiten weniger dicht, am Bauch etwas gereiht. Sie sind ziemlich kräftig, ohne Spitzeuläppchen und in sehr kleine Grübchen einlegbar. Die 2 Wurzeln bilden meist eine gerade Linie, auf deren Mitte der Stachel rechtwinklig steht. Lippen, Umgebung der Brustflossen, Basis der Rücken- und Afterflosse, die Seiten des hin- teren Körpertheils von der Afterhöhe au, sowie die Bauchseite des Schwan- zes glatt. Schwanzrücken bis zur Schwanzflosse bedornt. Rücken- und Afterflosse etwas gerundet, letztere gleich hinter dem Ende der ersteren inserirt. Schwanzflosse leicht gerundet. Farbe: Duukelviolett bis braun. Bauch grau, gelblich oder röthlich, mit vielen blauen oder grünen, zum Theil schwarzgesäumten schimmern- den Tropfen oder Ocellen, welche gegen den Rücken und Bauch kleiner werden. Die Mittellinie des Bauches blau oder grün. Am Rücken statt der Ocellen öfters unterbrochene Längsstreifeu, die am Schwanzrücken oft von beiden Seiten winklig zusammenlaufend. Blaue, schwarzgesäumte Linien um das Auge, die über dem Auge laufen nach oben und quer zu denen der andern Seite über die Stirne. Zuweilen fin- den sich undeutliche dunkle Querbänder am Rücken. Häufig ist unter der Basis der Rückeuflosse ein grösserer, runder, schwarzer, hellblau gesäumter Flecken. Flossen graugrün, hyalin. Schwanzflosse braun bis purpurn, mit dichten blauweisseu Ocellen. 5 — 12 Cm. Nicht selten. Von einer elektrischen Eigenschaft {Tetr. electricus L. Gm.?) ist mir nichts bekannt. Verbreitung: Ostafrika, Indische Meere bis Tahiti. *) Findet eich nicht im Mus. Senkenb. Synopsis der Fläche des Rothen Meeres. gi-^ Die Unterscheidung', die Güuther zwischen T. margaritatus und papua macht, ist wohl nicht zulässig-. Es gibt zahlreiche Uebergäng-e in der Färbung*. Meine Exemplare haben die Färbung von Güuther''s T. papua und nackte Schwanzseiten. Von den Exemplaren des T. ocellatus hat eines grössere, das andere kleine Ocellen, die Bauchlinie ist ohne blauen Streifen, die Schwanzseiten nackt. Bei einem Exemplar im Mus. Beroi. von Zanzibar sind die Waugenocellen gross, der Bauch ist ohne blaue Linie, und die Seiten des Schwanzes tragen zerstreute Dörnchen. Gattung: Diodon. ••'Diodon hystrix. Linne, Forsk., Bl. t. 126 *), Gth. {Diod. attinga Lac. [nee L i nn e], dürfte ein alter D. hystrix sein?), Rp., D. piinctatus Cur., Rp., Paradio- don hystrix Blk. D. 13-16, A. 13-16, P. 23, C. 9, Höhe 5, Kopf 3%, Breite iV^rl, Auge 6—7, Stirne 5:1, Schnauze IV^:!, Riickenfl. 1 '/j-. Schwanzfl. 9. Körper vorn breiter als hoch, depress, hinten cjlindrisch. Schnauzen- profil sehr abschüssig, gerade bis leicht concav, bildet mit der Stirne fast einen stumpfen Winkel. Stirne und Rücken flach. Schnauzenrücken etwas flach. Nasenorgane in Form eines nach aussen und innen geöffneten häu- tigen Ringes (Gattungscharakter von Diodon). Stacheln stark beweglich. Die Seitenstacheln, besonders hinter der Brustflosse, sind die läng- sten, sie sind schlanker, dichter und im Durchschnitte rund. Die Rücken- stacheln kürzer und meist, besonders bei Aelteren, von vorn nach hin- ten plattgedrückt. Die Bauch st ach el n ebenfalls kleiner, aber im Durchsclinitt rund. Ich finde immer 3 Wurzeln^), die mittlere Wurzel oder die Fortsetzung des Stachels nach vorn ist aber bei den vorderen Stacheln kurz, bei den hinteren wird sie länger und dann oft so lang, oder länger als der Stachel selbst. Der vordere Theil des Schwanzes ist bestachelt, die Stacheln daselbst nicht dicht, die hintere Hälfte des- selben sowie der vordere Theil der Schnauze, die Basis der Flossen und die Umgebung des Auges nackt. Zwischen den Augen in einer Querreihe 6 — 7 Stacheln, in einer Längsreihe von der Schnauze bis zur Rückenflosse *3 D. attinga Bl. t. 125 entspricht mehr einem Exemplare der Blochischen Sammlung, Nr, 6812, welches lauge, schlanke Stacheln hat und als Diod. spino- sissimiis bezeichnet werden kann, aber wohl nicht specifisch von D. hystrix zu unterscheiden ist. Seine Etiquette ist D. attinga; das der Figur 126 entsprechende Exemplar der Sammlung von Bloch, Nr. 4211, ist ein alter D. hystrix mit star- ken, am Rücken sehr platten Stacheln. ^) Auch Kner findet, dass die Länge und Stärke der Stacheln und ihrer Bewurzelung mannigfache Uebergänge zeigt, jedenfalls sind darauf keine Gattun- gen, wie Diodo-n und Paradiodcn, n\ gründen. gig Dr. C. B. Klunzinger: am Rücken gegen 20 Stacheln, neben dem Schwanzrücken je 3—4, an den Seiten des Schwanzes meist 2, und ebenso viele neben der Bauchseite des Schwanzes. Flossen gerundet. Farbe: Rücken braungrau bis gelbgrau, stellenweise dunkler. Kör- per und Flossen und Stacheln mit schwarzen Tropfen, die bei manchen kleiner und dichter sind. Bauch weiss, ohne Tropfen. Verbreitung: Indischer und tropischer Theil des Altautischeu Oceans, Stilles Meer. Gruppe: Molini C^) Gth. Gattung: Orthagoriscus. ? '' Orthaff orisciis mola Linue. Ich beobachtete einmal einen Orthagoriscus^ freilich uuv^ollständig. Das am Strande ausgeworfene d65 Cm. lange, 117 Cm. hohe Ungeheuer war schon zum Theil zerstört/ namentlich der hintere Theil mit den Flos- sen. Die Körperform war ei- bis kreisförmig oder linsenförmig, zusammen- gedrückt. Kopf oben depress, hinten compress, gekielt. Rückeuli nie scharf. Kopfseiten vertikal. B auchl iui e ebenfalls scharf gekielt. Mund klein. Kopfprofi! abschüssig, die Schnauze vorn über dem Mund in einen nasenartigen stumpfen Fortsatz vorgezogen, darunter eine Eiusenkung. Haut nackt, rauh, an den Seiten des Rückens mit schiefen Falten, sehr dick (4 Cm.). Durchmesser des Auges sy^ Cm. Farbe: Silbriggrau. Arab.: Bahlül. Ordo V. LiOphobranchn Cuv. Familie: SyngTiathoidei (iclae) Kaiip. Gruppe: Syngnathini C^^) Günther. Gattung: Syngnathus (Art.) Gth. a) Schnauze (Schnabel) wie abgeschnürt, fast cylindrisch, zart, schmal, vorn kaum aufwärts gebogen, im Profil fast gerade, horizontal, je nach dem Alter verschieden lang. Kopf dahinter dick, aufgetrieben, Augen sehr gross, vorgequollen, erreichen unten fast das untere Kopfprofil. Die Supraorbitalränder setzen sich vorn in keine Leiste fort, sondern die seitliche Leiste am Grund des Schuabelrückens setzt sich hinten in eine schwache seitliche Stirnleiste fort, die nach innen vom Supraorbitalrand Synopsis der Fische des Rothea Meeres. gio liegt. Die seitliche Leiste am Vertex aber ist eine unmittelbare Fort- setzung des Supraorbitalrandes. K iemeudeckel g-ewölbt, länger als hoch, mit durchgehender Längsleiste; ausserdem netzig, rippig*. Die Mit- tellängskaute der Rumpfseiten (Seitenlinie) läuft g-erade, biegt sich hinten nicht abwärts und ist daher mit der unteren Schwanzkante nicht continuirlich. Die Rückenkauten und die 3 aufeinander fol- genden Xackenleisten sind, besonders bei Aeltereu, sehr vortretend, scharf und bogig, etwas crenulirt. Rumpf ein wenig höher als breit, 5kan- tig (mit der Seltenlinie 7kantig), die mittlere Bauchkante des Rumpfes tritt wenig vor. Bauchseite des Schwanztheil es auch bei Männchen mit Eiersack flach, die Hautfalten daselbst für die Eier reichen zur Hälfte des Schwanzes. Afterflosse deutlich, Sstrahlig. Die Rückenflosse mit 29 — 30 Strahlen, sie beginnt über dem After, auf dem letzten Rumpf- (After-)riug, und reicht bis zum 7. Schwanzring, ihr Oberrand ist gerun- det. Aftergegend von t subparallelen Längsleisten begrenzt, bald vortre- tend, bald eine aufi'allende Grube bildend. Die 4eckigen Ringabtheilungeu so breit als lang, Zahl der Körperringe 15 — 17 (wechselt) -\- 33-r3D*); ihre Structur mehr netzig gittrig als querrippig, die Zwischenuahtplätt- cheu (secundäre Gürtel Peter's in Flussf. Mozamb.) rundlich, klein, eben- falls von gittriger Structur mit wenig deutlicher Mittellängsleiste; die Nähte der Körperschilder zwischen ihnen wenig hervortretend. Rumpf- länge (ohne Kopf) 2V2 ^^ ^^^ Schwanzlänge. 1. '^Syngnathus flavof'asciatns. Rp.^), Syngn. fasciatus Gray, Syngn. conspicillatus Jenyns, Gth., Syyign. haematopterus Blk., CorithoicJLthys fasciatus Kaup. D. 28—30, A. 3, P. 14, C. 10, Höhe 25, Kopf 9, Breite 1%, Auge 3% — 4, Stirne 2, Schnauze IV^M (2V2:1), von Länge des Postorbitaltheils des Kopfes, Rückenfl. 1, Schwanzflossenläuge = 1 Körperhöhe. Farbe: Weiss oder weissgrau. Schnabel zinnoberroth, an den Seiten und an der Basis schwarz. Jede Kopfseite mit 2 braunschwarzen Längsbinden und einer unpaareu an der Kehle, dazwischen schim- mernd silbrig. Die obere Binde zieht mitten durch das Auge und ist in der Iris roth. Körper mit braunen gelbgefleckteu oder röthlichvioletten *) Zum 1. Rumpfringe rechne ich die 2 oder besser 3 O- Peters) ver- wachsenen Brustriuge. deren mittlerer die Brustflossen trägt; als 2. den. welcher das 1. deutliche Zwischenuahtplättchen zeigt; als letzten denjenigen, der den After trägt. ^) Die Angabe Rüppell's von Bauchflosseu ist ofi*enbar ein Irrthum. denn in allem Uebrigen , auch in der Färbung, stimmen meine Exemplare genau mit der Beschreibung Rüppell's. sowie mit der des haematopterus Blk. oder /asci- atus Gray oder conspicillaius (Jenyns) Gth. Bei dem letzteren ist nur die Färbung etwas verschieden. Atf/\ Dr. C. B. Klunzlngep; Querbindeu, die den Bauch nicht erreichen, etwa 6 am Rumpf, 12 — 44 am Schwanz. Baucli bläulichgrau. Riickenkanten röthlicli, an den unteren Schildern des Rumpfes kurze rothe Linien, am Rücken oft schön zinnober- rothe Ringe (wie auch Rüppell angibt). Af ter gegen d meist schön dunkelblau, jederseits mit einer citrougelben kurzen Linie. Flossen, auch Schwanzflosse, hellröthlich, Rückenflosse mit einigen rothen Längs- liriien. 8 Cm. In Korallgruben in der Nähe des Abhanges. Schwimmen srblecht, man kann sie mit der Hand fangen. 6) Schnabel nicht abgeschnürt, wenig niederer als der Kopf, com- press, im Profil vorn concav. Auge mittelmässig. Die Supraorbitalränder setzen sich nach vorn eine Strecke gegen den Schnabel und nach hinten gegen den Nacken in kurzen Seiteuleisten fort. Am Schnabelrücken eine Längsleiste (wie beim vorigen), auch in der Mitte des Nackens eine un- terbrochene Mittelleiste. Die Structur der Körperriuge quer gerippt oder adrig, nicht oder kaum gegittert. Afterflosse rudimentär. ar) Die Längsleiste am Kiemeudeckel durchgehend, mit dayon schräg abgehenden Rippen. Die Leisten am Kopf und Nacken deutlich, auch die Längsmittelrippen der Zwischenplättchen und die sie verbinden- den Körperiiähte vortretend. .Schwanz ^V^mal länger als der Rumpf (ohne Kopf). Die Rückenflosse entspringt eine Strecke hinter dem After. Schnabel ziemlich lang Ca im ganzen Kopf). ccoT) Rumpf viel höher als breit, compress, mit sehr vortretender Bauchkaute. Kiemendeckel gewölbt, w^enig länger als hoch. Die Seiten- linie (s. 0.) ist hinten abwärts gebogen, setzt sich aber nicht in die un- tere Schwanzkante fort. Bauchseite des Schwanzes bei Männchen mit Eiersack, an dessen Stelle sehr concav, der Eiersack reicht bis zur Hälfte des Schwanzes. Seitliche Afterleisten deutlich. Die 4eckig''en Abtheilungen der Korperringe so breit als lang. 2. ''^St/ngnaihiis spicifer, ? Syngn. pelagicus Fk. (uec Linne}, Rp., Kaup, Day, Gth,, Syngn. argyrostictus (K. v. Hass.) Kaup, Day, Syngnath, gastrot aenia Blk,, nee Corith. gastrotaenia Kaup, (vide Syn. Gth.). D. 25—26, A. 2, F. 15, C. 10, Körperringe 15 + 40 (nach Rp. und Gth.'s Zählung 16. Die Zahl scheint nicht zu wechseln), Höhe 18, Kopf 8, Breite 2, Auge 5, Schnauze 2*/, • 1 (2 in der Kopflänge), Stirne 1% — '2, Rückenfl. 3, Schwanzfl. 2 in der Körperhöhe, Rumpflänge 2y2 ^^ ^^^ Länge des Schwanzes. Die Brustflosse klein, gerundet, die Rückenflosse beginnt am 2. und endet am 7. Schwanzring. Die Schwanzflosse ist, wie bei andern Arten, 3eckig, mit etwas vorragenden Strahlenspitzen, und die Strahlen treten abwechselud au der einen und andern Seite mehr hervor. Synopsis der Fische di'S Poihcn Meeres. g^j Farbe: Blau- oder brauugrau bis olivengrüu. Rumpf am Bauch mit gegen 14, den Körperringen eutsprecheuden, abwechselnd schwarzen und gelben Querbiudeu. Schwanz meist mit entfernt stehenden weissen Querringen. Rücken- und Brustflosse hyalin, Schwanzflosse schwarz. Schua- belspitze roth. Eier roth. 13 Cm. Häufig im Schlamm im Hafen, gegen das Ufer zu. Männliche Individuen häufiger, Verbreitung: Indische Meere von Ostafrika bis China. Auch nach Peters (Berl. Monatsber. 1868), in sü.ssen Gewässern der Philippinen (var. rivalis^^ von der Identität der betreffend'^'n Exemplare mit spicifer habe auch ich mich überzeugt, nur fehlen ihnen die queren Bauchbinden. ßß) Körper sehr schlank, linear. Rumpf nicht oder kaum höher als breit, die Bauchkaute nicht vortretend. Kiemendeckel wenig gewölbt, fast doppelt so lang als hoch. Die Seitenlinie, hinten abwärts gebogen, setzt sich in die untere Schwanzkaute fort. Seitliche Afterleisteu kaum merklich. Die 4eckigen Abtheilungen der Körperringe viel länger als breit (Bauch bei den vorhandenen Exemplaren ohne Eiersack platt). 3. '^Syttgnathus tapeinosoma (?) Blk., Gth. D. 27, P. 12 — 14, Körperringe 15 + 40, Höhe 30, Kopf 9V2, Breite 1— iVß, Auge 5, Schnauze 2 — 2V'4 ^ l, Stirne 2, Rückeiifl. 1, Schwanzflosse 1 Vi : 1 in der Körperhöhe. Rumpflänge (ohne Kopf) 2V2 in der Körper- länge. Schnauze Vj der Kopflänge. Die Lage der Rückenflosse wie bei spicifer, dem diese ohne Zweifel dem tapeinosoma Blk. entsprechende Art sehr ähnlich ist. Farbe: Gelbgrau, mit gegen 14 verloschenen Querlinien am Rumpf; am Schwanztheil von Strecke zu Strecke weissliche Ringe. 11 Cm. Selten. Verbreitung: West-Java? Neu für das R. M. /?) Die Läugsleiste am Kiemendeckel nur vorn deutlich, bald mehr, bald weniger, die übrigen Leisten dieses Knochens, wenn deutlich, radiirend und durch Querliuien netzartig. Die Leisten an Kopf und Nacken meist wenig deutlich. Auch die Längsmittelrippen der Zwischenplättchen und die sie verbindenden Längsnähte der Ringe sehr wenig vortretend. Schwanz kurz, nur 2mal länger als der Rumpf (ohne Kopf). Rumpf mit- telmässig hoch, etwas höher als breit, mit massig vortretender mittlerer Bauchkaute, Die Rückenflosse beginnt auf oder vor dem Afterring und reicht bis zum 4. Sshwanzschild, sie hat 19—20 Strahlen. Schnabel kurz, 2V2 — ^ in deT Kopflänge, im Profil concav. Kiemendeckel kurz, eher hö- her als lang. Kopf überhaupt kurz. Die hinten abwärts gebogene Seiten- linie setzt sich unmittelbar in die untere Seitenkante des Schwanzes fort. Aftergegend seitlich ohne Leiste, aber hinten von % unter einem Winkel 82* 652 Dr. C. B. K 1 u n z i !i ? e r : zusammeustossenden Leisten begrenzt. Der Eiersack der Männchen reicht zur Hälfte des Schwanzes, Bauch daselbst etwas concav. Die 4eckigen Abtheiluugen der Körperringe eher breiter als lang, die Zwischenplättchen fast so breit als diese Abtheilungen. Die Längskanten deutlich, besonders gegen hinten, zuweilen deutlicher gekerbt. 4. '^Sjjngnathtts hrevirostris. Rp., Gth. Corythoichthys hrevirostris Kaup., Syngnathus tetrophtlial- mus Blk., Gth., Syngn. Andersonii Blk. D. 19—20, A. 2, P. 12, C. 10, Höhe 16, Kopf 9, Breite IV4, Auge 4, Stirne 3, Schnauze 1— iy2:l, Rückenflosse IV4, Schwanzti. 1— IV» in der Körperhöhe, Körperringe 16 + 30. Obige Synonymie ist jedenfalls richtig, und die Beschreibung Rüp- pelPd, sowie das Exemplar in der Seukenb. Sammlung, auch in der Fär- bung, passt sehr gut zu meinen Exemplaren und zu der von Syngn. tetro- phthalmus Blk., Gth. und Andersonii. R üppell gibt Kopf und Kiemendeckel als glatt an, wie B leeke r ; G ü nth er den teti'ophthalnius als mit einer „faint but distinct ridge." Diese Verschiedenheit der Angaben rührt wohl haupt- sächlich von dem Zustande der Exemplare her, indem bei frischen die überziehende Haut die Leisten verdeckt und die betreffenden Körpertheile glatt erscheinen lässt. Bei der geringsten Eintrocknung treten die Leisten aber hervor, die Läiigsleiste am Kiemendeckel zeigt sich bei mei- nen Exemplaren meist nur an der Basis, bei manchen reicht sie bis zur Mitte. Günther zählt bei aS". hrevirostris nur 14 Rumpfringe?, Rp. 18, Kaup 14—15. Farbe: Dunkelbraun oder gelbgrau, weiss und braun gefleckt und marmorirt. Kopf mit weissen und braunen Flecken und Ocellen, die oft gyrös sind. Am Bauchrand des Rumpfes weisse Punkte, entsprechend den Ringen. Am Rücken und zum Theil auch an den Seiten weisse quere Flecken oder Querbinden, am Rumpf etwa 3 — 4, am Schwanz gegen 7. Variirt viel in der Färbung. 6. Cm. Selten. Verbreitung: Cocos. Gattung: Doriichthys Kaup., Gth. Doriichthys excisus, Doryrhamphus excisu.<^ Kaup., Doriichthys eoccisus Gth. Im Mus. Bevol. von Ehrenberg aus dem R. M. Synopsis der Fi^^chc tlf? Potlicn Meere?. f>53 Gruppe: Hlppocamplnl (a) Gth. Gattung: Gastrotokens. * Gastrotokeus biaculeatns. Syngnathas hiacideatus Bl., Caiit, Solegnatlms und Syngnathoides {Blochii) Blk., Gastrotokeus hiacideatus Kaup., Gth. D. 35? A. 4, P. 21, Körperringe 16 + c. 4o, Höhe 22, Kopf ^%, Breite am Bauch 1 V3 der Körperhöhe, Rückenbreite 2 in der Bauchbreite. Schnauze 4 (tVs in ^«'i' Kopflänge). Schwanz um die Hälfte des Kopfes länger als der Rumpf ohne Kopf. Farbe: Grün oder olivenfarbig, weiss getüpfelt und gefleckt. An den Seiten und Rändern des Rückens 3 grössere rosarothe Flecken. Iris gelb- lich, mit purpurnen und gelben Strahlen. Kopf mit purpurnen Strichen und Flecken. Bauch gelblich, oft braun getüpfelt. Schnauze und Flos- sen rosa. 14 Cm. Ziemlich häufig au Seegraswiesen. Verbreitung: Ostafrika. ludische Meere. Neu für das R. M. Gattung: HippocampQS Leach. Hippocampus ftiscus. Rp., Hipiiocampus obscurus Ehrb. (Mus. Berol.) ist dieselbe Art. Rumpfgürtel 10— H, Schwanzgürtel 30—33, ü. 15-16, Pect. 16, Höhe (an der Brust) 7 in der ganzen Körperlänge (den Kopf ausgestreckt gedacht), Kopf 5, Breite 2, Schnauze' P/^ : 1 oder 2Vb Jö der Kopflänge, Rückeutl. 4 in der Körperhöhe. Schwanzlänge das ly^fache der Rumpf- länge ohne Kopf. Diese Art zeichnet sich aus durch ungleich kerbige oder leicht zackige Knochenkauten an Kopf und Körper, welche oft eckige Gruben begrenzen. Namentlich zeigt die Nackenerhöhung solche Gruben, eine obere und eine vordere und jederseits eine kleine seitliche Grube. Die Kopfdornen sind ziemlich entwickelt, aber nicht spitzig. Die Kiemen- öffnung liegt oben jederseits neben der Nackenleiste als rundliches, von scharfen Rändern begrenztes Loch, darunter ein Dorn. Fimbrien sind bei den vorliegenden Weingeistexemplaren nicht zu bemerken. Nach Rüppell befindet sich eine je am obern Augenrand und eine an den Seiten des Nackens. Am Kiemendeckel zeigen sich einig-e von dem vorderen Ende dieses Knochens eine Strecke weit strahlig auslaufende Leisten. 3V2 Zoll. Farbe: Dunkelbraun. ß^ j Pr. (', R. Khinzinffe r: Hyppocampus guttulahis Cuv., welche Art Günther als auch im R. M. vorkommend angibt, hat 17 Stiahleu in der Rückenflosse und stumpfe Dornen und Leisten, der Nackenhöcker i^t nieder und stumpf. Familie: Solenostomatoidei (idae) Kaup., Gth. Gattung: Solenostoma (^us) Lac. '^ Solenostoma cyanopterum. BIk., Playf.-Gth., Gth. D. 5/16—18, A. 16—17, V. 7, C. 3/12/3, Höhe 6V2 (in der Gesamrat- länge mit der Spitze der Schwanzflosse), Kopf ^V^, Breite 4, Aug:e 10, Stirne 1, Schnauze 7: 1, HöJje der Schnauze 4 in ihrer Länge, 1. Rücken- flosse 1, 2. Rückenfl. 4, Bauchflossenlänge das iV^f^che der Körperhöhe. Schwanzfl. 4. Diese Art unterscheidet sich nach Günther von Sol. paradoxuni (Seba) Fall., Lac. durch höhere Schnauze (Beschreibung siehe Playf.- Gth.). Auch ist nach der Abbildung von Seba und Fall, bei S. para- doxuni die Rückenflosse viel hoher als der Körper, der Schwanz nieder und schlank. Farbe: Olivengrüu , violettschwarz besprengt oder punktirt. Iris gelb, Bauchflossen grün, mit violetten Flecken. 1. Rückenflosse violett oder rosa, hinter den ersten zwei Strahlen je ein hoher, elliptischer schwar- zer Flecken, t. Rücken- uud die Afterflosse rosa. Schwanzfl. grün oder violett, mit schwarzen Funkten. 9 Cm. Selten (nur 2 Exemplare). Verbreitung: Ostafrika bis China. Neu für das R. M. Synopäiä der Fische des Rothen Meeres, gxg Subciassis IL Chondropterygü = Elasmohranchii Bonap., Dum er. = Selachii (Arist.) J. Müller. Ordo I. PlaglosioniL Plagiostomi Duraeril = Selachii Dum. Subordo r. Pleiirotrenii Dum, = Squali Müll., He nie = Selachoidei Gth. *). Familie: Carcliarloldel (Jdae) Gth. Gruppe: Garcharüni (a) Gtb. A. Eine Grube oben und uuteii an der Wurzel der Schwanzflosse. AA. Ohne Spritzloch, Gattung: Carcharias Cuv., Müll. Henl. Lippenfalten nur hinten am Mundwinkel entwickelt. Pupille senk- recht elliptisch. Schwanzflosse mit kürzerem Unter- und längerem Ober- lappen, letzterer vor der Spitze mit einem Vorsprung (respective Ein- schnitt) am Unterrande. Kopf platt. Zäline 3eckig, mehr weniger glatt, in mehreren Reihen, von denen die inneren noch nicht aufgerichtet sind; die Zahl dieser Reihen nimmt mit dem Alter zu, von 3 — 6. Die Nasen- löcher schräg, neben dem seitlichen Schnauzenrand, am vorderen Rand mit einer kleinen Klappe. a) Die Räuder aller Zähne ungezähnelt. aa) Die oberen und unteren Zähne schief. Untergattung: ScoliO- don M. H. 1. ''Carcharias acutus. Rp., Gth. Scoliodon acutus M. H., Cant., Blk., Kn., Dum., Day, Carcharias Aronis Ehrb., Symb. phjs. ined. t. V. 1, Carch. albomargina- tus Ehrb. t. IV, 1. (uec Rp.) Höhe 10, Kopf (bis zur 1. Kiemenspalte) 6, Auge 8, Stirue 4:1, Schnauze 4:1, Schw^anzfl. 4—4%, 1. Rückenfl. ly^, 2. Rückenfl. (Vorder- *) Das hier adoptirte System von Günther unterscheidet sich von dem von Müll. & Heule und Dumeril hauptsächlich nur dadurch, dass den Spritz- löchern . weil sie oft rudimentär sind, ein untergeordneter systematischer Werth beigelegt ist, dsra Dasein der Nicl^haut ein höherer, als bestimmterem Charakter. ftf'n Dr. C. B. Klunzinger: raud) 5 in der 1., unterer Schwanzflossenlappeu (Vorderrand) 3 In der Länge des oberen. Schnauze laug-, spitz o-erundet, ein wenig- länger als an der Basis breit (bti ganz Jungen [Fötus] eher kürzer), ziemlich von Länge des Postoculartheils des Kopfes (bis zur 1. Kiemenspalte). Die Nickbaut, ent- sprechend der Familie, deutlich, Rp. sagt: fehlend. Nasenlöcher (mit dem Aussen winkel) eher dem vorderen Mundende näher als der Schnauzen- spitze oder in der Mitte zwischen beiden. Naseuklappe deutlich. Ober- und Unterseite des Kopfes mit symmetrischen Por en gr uppen , unter anderen einer hinter dem Auge, die zipfelförmig nach vorn und aufwärts gegen den Scheitel zieht, einer ringförmig'en über dem Auge, einer hinter der Schnauzenspitze oben und unten. Die Oberiippenfalte hinten am Mund- winkel erstreckt sich nach vorn bis zu V* oder V^ des Seitenraudes der Oberlippe, die kürzere Unterlippenfalte bis zu Vs ^^^ Seitenrandes der Unterlippe. Zähne etwa 27/:24, die in der Mitte der Seiten die grössten (wie bei anderen Arten), alle schief, nach hinten geneigt, nur der un- paare Mittelzahn im Oberkiefer ist fast aufrecht, im Unterkiefer fehlt ein Mittelzahn. Die Zähne beider Kiefer haben eine auf breiter Basis stehende sehr schräge Spitze, der Hinterrand ist viel schärfer gegen die Basis abgesetzt als der vordere, letzterer erscheint geschweift concav bis fast gerade, ersterer zeigt einen scharfen einspringenden Winkel und der Basaltheil desselben ist convex^ die Zähne des Unterkiefers haben einen schlankeren und besonders gegen hinten kürzeren Spitzentheil als die des Oberkiefers, sind also nicht ganz gleich, Kiemenöffnungen massig hoch, die mittleren so hoch oder etwas höher als das Auge. Die beiden letzten stehen über der Brustflosse^). Die Brustflossen mittelmässig lang, halb so lang als die Entfernung* zwischen Schnauzen.^pitze und Basis der Brustflossen, Sy^ in der Körperlänge, sie reichen (angedrückt gedacht) nur bis zur Höhe der Insertion der 1. Rückenflosse oder etwas darüber. Sie sind iV^mal so lang als breit oder hoch (d. h. ihr Ober- oder Vorderrand ist um Vi länger als der Unterrand sammt Basis), die Ränder wenig gekrümmt. Die Insertion der Rückenflosse liegt gleich hinter oder über der Höhe des unteren Hinterwinkels der Brustflosse, ihre Mitte ziemlich in der Mitte zwischen Insertion der Brust- und Afterflosse. 1. Rückenflosse ein wenig höher als lang, niederer als der Körper, mit etwas stumpfem Ober- und sehr spitzem Hinterwiukel, concavem Oberrand. 2. Rückenflosse sehr kurz und nieder, die Länge ihrer Basis beträgt fast V^ von der der 1. Rückenflosse, ihre Höhe fast Vs von der der 1. Rückenflosse, ihr Vorderwinkel sehr stumpf, bogig, die hintere Spitze stark ausgezogen, ^) Dieser Charakter ist nicht scharf, durch Verziehung zumal beim Aus- stopfen wird die Lage leicht geändert, daher die verschiedenen Angaben der Autoren. Sj-nopsis der Fische des Rotheu Meeros. gX'^ der Oberniiid fast o-erade. iiiclit oder kaniu ausoreraiidet. Die Afterflosse ähnlich, aber etwa um Vj länger und am Rand mehr concar. Ihre Länge gleicht etwa der Hälfte ihres Abstandes von der Spitze der Bauchflosse, ihre hintere Insertion liegt unter der der i. Rückenflosse. Bauchflosseu rhomboidisch, ihr Aussenrand länger als die andern Räuder. Schwauz- gruben deutlich, Schwanzflosse länger als die Entfernung beider Rücken- flossen von einander. Die Basis des oberen Lappens der Schwanzflosse (von der Schwanzgrube bis zum Anfang seines Hinterrandes) 3 in der Länge des Lappeus (ihres Oberrandes), die Basis des unteren Lappens iVs in seiner Länge. Der Winkel, den der Hinterrand beider Lappen bil- det, sehr stumpf. Schuppen sehr klein, 3 — orippig. Farbe: Rücken und Flossen grau, Bauch weiss. Nach RüppeU ist der äussere Rand der I. Rückenflosse und der obere Lappen der Schwanz- flosse schwarz gesäumt, die äussere Endspitze der Brustflossen und die hintere Verläno-erunir der i. Rücken- und der Afterflosse sind milchweiss. Meine Exemplare hatten den hinteren Rand derBrustflosseu weiss, wie auch Günther angibt und Ehreuberg zeichnet. 18 Zoll nach Rp. Verbreitung: Indische Meere bis Japan. (Sehr viele Exemplare von Ehrb. im Mus. Berol ). hh) Die Zähne beider Kiefer fast gleicli, schlank, schmal auf brei- ter, niederer Basis, die des Oberkiefers wenig geneigt, die des Unterkie- fers gerade, gleichschenklig, noch schlanker: Aprionodon (Aprion)M. H. 2. '^ Carc/tavtas acHtfdens. Squalus C'/as major Fk. p. 20, Carcharias acutidens Rp., Gth,, Aprion acutidens M. H., Dum. Schnauze kurz, stumpf, vorn gerundet, iV^mal so breit an der Basis (vor den Augen) als lang, iVjiual kürzer als der Postoculartheil des Kopfes. Nasenspalte in der Mitte der Schnauze, mit dt>utlicher Vorder- klappe. Poren an Kopf und Rumpf meist zahlreich, ohne Gruppirung. Mundwinkelfalten kurz. 26/26 Zähne in beiden Kiefern und dazu noch je ein kleiner Mittelzahn. Die Basis der oberen Zähne zeigt auf der hin- teren Seite oft eine undeutliche Zähnelung. Die Brustflossen massig lang, sie reichen bis zur Insertion der i. Rückenflosse, sie sind gleich der Ent- fernung zwischen Basis der Brustflosse und dem Mundwinkel; um V^ länger als breit, länger als die I. Rückenfloss'e hoch, 7 in der Körperlänge. Die Insertion der 1. Rückenflosse liegt weit hinter dem unteren Hinter- winkel der Brustflosse. Die i. Rückenflosse ist wenig höher als lang, oben massig ausgeschnitten, 2. Rückenflosse nur etwa y^ niederer und kleiner, die Afterflosse ihr fast gleich und fast gegenüber, nur ein klein wenig weiter hinten inserirt, Bauchflossen mit dem Aussenrand kaum iid. tu, Abti»uai. g3 flKQ Dr. C. B. Klunzinger: concav. Schwanzflosse 5 in der Körperlänge. Die Entfernung zwischen beiden Rückenflossen fast g-leicli. Kopf 5'/^ in der Kürperlänge. Nur die letzte Kiemenöff'nung- über der Basis der Brustflosse, 2V2 Fuss. Farbe: Gran, Bauch gelblich. Sehr ähnlich ist Carcharias Forskdlii Ehrb. Symbol, phys. ined. t. V, 2. Das Originalexemplar findet sich nicht im Mus. Berol. — Auch hier sind beide Rückenflossen fast gleichgross, die Brustflossen und der Kopf sind aber sehr gross gezeichnet. 6) Einige oder alle Zähne am Rande gesägt. Prionodon M. H. aa) Die oberen Zähne (mit Ausnahme des kleinen unpaareu Mit- telzahues) schief nach hinten geneigt, ungleichseitig, breit, platt, immer gesägtr an d ig. Ihr vorderer Rand mehr weniger geradlinig, nur bei den Vorderzähnen mit abgesetztem Basaltheil, ihr hinterer mit stark ab- gesetztem Basaltheil und daher mehr weniger winklig eingeschnitten. Untere Zähne schmäler, schlanker, spitzer, aufrecht, gleichschenklig mit unpaarem Mittelzahn. a) Auch die unteren Zähne, wenigstens fein, gesägt. Schnauze stumpf. aa) Die Schunuze sehr kurz und stumpf, abgerundet, 3 — 4mal so lang als das Auge, an der Basis fast doppelt so breit als lang. Nasen- löcher (in der Mitte zwischen Augen und Schnauzeuspitze) mit wohl ent- wickelter Klappe. Flosseuspitzeu schwarz. Schuppen mittelmässig, mit blossem Auge gut wahrnehmbar. 3. ''Carcharias melanopterus. Squalus Carcharias minor' Yh.y Carch. melanopterus Q. G., Rp., Gth., Caut., Playf.-Gth. (Prionodon) melanopterus M. H., Blk., Ku., Dum., Day., ? Carch. brachyrhynchos Blk., Dum., Carchar. elegans Ehrb. Symb. phys. t. lY, 2. Höhe 8 — 10, Kopf 6, Auge 7—8, Stirue 6:1, Schnauze 3—4:1, 1. Rückenfl. 1, 2. Rückenfl. (Vorderrand) y^ der 1., Schwanzfl. 4V4, Länge des unteren Lappens der Schwanzflosse 2 in der des oberen, Basis des oberen Lappens der Schwanzflosse SV^ in der Länge des Lappens, die des unteren iV^ in seiner Länge. Zähne meist 25/25, in 5 Reihen (bei den Individuen von 1 Mtr.). Die des Oberkiefers breit, platt, schief; der abgesetzte Basaltheil sehr entwickelt, breit, auch bei den vorderen Zähneu fast so hoch als der Spitzentheil. Bei den vorderen Zähnen ist der Absatz am vorderen und hinteren Zahnrand meist deutlich, bei denen an den Seiten wird er am vorderen Zahurand undeutlich, am hinteren aber immer schärfer, so dass Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 659 der vordere uud hintere Zahnrand an den vorderen Zähnen einen ein- springenden Winkel zeigt, an den mittleren und hinteren der vordere Rand ausgeschweift bis geradlinig bis zur Basis herab wird, während der hintere Rand einen s(iharfen, stumpfen, einspringenden Winkel bildet, dessen unterer Schenkel oder der Basalabsatz, meist mehr weniger con- vex ist. Der Rand dieser Oberkieferzähne ist bis zur Spitze fein gezähnelt, der obere Theil des Basalabschnittes, wo er entwickelt ist, mit einigen stärkeren Zähncheu. Die Zähne des Unterkiefers viel schlanker und spitzer, gleichschenklig, viel höher als ihr beiderseits gleiciientwickeiter, nur leicht bogiger Basaltheil, nur die hintersten etwas geneigt und niederer. Die Zähneluug ihres Randes mehr fühlbar als sichtbar. Die Kiemenspalten mittelmässig, die höchste etwa iy2mal so gross als das Auge, 2 derselben meist über der Brustflosse (s. o.). Die Brustflossen reichen bis zu oder fast bis zum Ende der 1. Rückenflosse, sie sind lV5mal so lang als hoch, ihr Hinterraud etwas ausgeschweift, ihr Unterwinkel stumpf, ihr Hiuter- winkel spitz. Die Insertion der Rückenflosse liegt über oder etwas vor dem hinteren Unterwinkel der Brustflosse (wenn ausgestreckt gedacht), sie ist (ihr Vorderrand) etwas höher als lang, tief ausgerandet: mit vor- derer abgerundeter uud hinterer feiner, wenig langer Spitze. 2. Rücken- flosse 2V2 — 3m al niederer als die 1, (mit dem Vordtrrand), von ähn- licher Gestalt als die 1., so hoch als lang, Afterflosse ihr ähnlich in Lage und Gestalt. Bauchflosse mit ihren äussersten Punkten ebenso weit von der 1. Rücken- als von der Afterflosse entfernt. Schwauzgruben deutlich. Schwanzflosse so lang als die Entfernung beider Rückenflossen. Der un- tere oder vordere Rand des Unterlappens der Schwanzflosse stark ge- krümmt. Der Winkel, den der Hinterrand beider Lappen bildet, nicht sehr stumpf. Schüppchen verhältnissmässig etwas gross (gegen 10 — 12 Reihen in einem Raum von 5 Mm.), rhombisch und meist ökielig. Poren (welche die Stelle eines fehlenden Schüppchens einnehmen) zerstreut, zu- weilen selir wenige, zuweilen äusserst zahlreich am ganzen Körper und an den Flossen. Farbe: Rücken grau bis gelbgrau, untere Körperhälfte weiss, seit- lich mit einer nach hinten verschmälerten grauen Längsbinde, von der Gegend über der Brustflosse, wo sie mit der grauen Rückenfärbung zusammenhängt, bis zur Gegend über der Baucliflosse. Die Spitzen meist aller Flossen, sowie die Ränder der Schwanzflosse tiefschwarz. An der Brustflosse sind beide Seiten der Spitze, an der 1. Rückenflosse uud Afterflosse nur die Vorderspitze, an der. Schwanzflosse immer die untere Spitze und der Unterrand des Oberlappens schwarz, die anderen Färbun- gen sind weniger constant. Iris grünlichweiss. Arab.: Qersch. 1 Meter, bis 1-30 M. Diese Art scheint nicht grösser zu werden, und soll sich mehr auf der Klippe als im offenen Meere auf- halten. — Verbreitung: Süd- und Ostafrika, Indische Meere, Neu-Guinea. 83 * nnr^ Dr C. ß. Klunzitigcr; ßß) Schnauze kurz und stumpf, doch etwas länger als bei aa), nur l'/^mal so lang als an der Basis breit. Naseuklappe sehr wenig entwickelt. Die Ränder und Spitzen allpr Flossen weiss. Schuppen sehr fein (gegen 20 in einem Raum von 5 Mm.), mit blossem Auge kaum wahrnehmbar. 4. ^'Carcharias albomarginatus. Rp., M. H., Dum., Gth. Die Zähne ganz, wie bei O. melanopterus. Die 2. Rückenflosse ist kaum ausgerandet, die Afterflosse aber tief ausgeschnitten. j5) Die Zähne des Unterkiefers am Rande ohne Spur ron Zähne- lung. Schnauze so lang als an der Basis breit, vorn abgerundet. Färbung gleichmässig. Schuppen sehr kloin, mit blossem Auge nicht unterscheidbar. dreikielig'. 5. Carcharias menlsorrah. M. H. Blk. , Dum,, Gth., Carchar. Pharaonis Ehrb. Symb. phys. t. VII, 1. Die Rückenflosse beginnt ein wenig hinter dem unteren Hinter- winkel der Brustflosse. Die Länge der letzteren gleicht der Entfernung zwischen ihrer Insertion und der Mitte des Auges. 2. Rückenflosse sehr klein, *4 ^^'^' ersten, Afterflosse ihr gleich und genau gegenüber. Der Basalabsatz auch bei den vorderen Zähnen des Oberkiefers an dem vor- deren Rande kaum entwickelt, am hinteren Rande aber deutlich und wie bei üarch. melanopterus unter dem Einschnitt stärker gezälinelt. Nasen- klappe wenig deutlich. Alles Uebrige wie bei melanopterus. Farbe: (Nach Eh reu berg"* s Zeichnung) schwarzgrau. Bauch weiss, Flossen gleichmässig dunkel. Verbr. : Indische Meere. bb) Auch die Zähne des Oberkiefers fast aufrecht oder wenig schief, fast gleichschenklig, mit breitem, aber vorn und hinten nicht scharf abgesetztem und fast geradrandigem Basaltheil, Sie sind schlank, doch merklich breiter als die des Unterkiefers. Der Rand der oberen Zähne fein gezähnelt, mit kaum stärkerer Zähneluiig des Basaltheils, die unteren Zähne kaum merklich gezähnelt. Es sind gegen 31/29 Zähne. Schnauze aufl'allend spitz, fast winklig; sie ist etwas weniger lang als au der Basis breit. Nasenklappe undeutlicli. K i cm en sp alte n hoch, 2 — 3nial höher als das Auge. Die 1. Rückenflusse beginnt schon etwas vor dem hinteren Uuterwinkel der Brustflosse. Diese reicht bis zu ihrem Hinter- rande, ist etwas sichelförmig, spitz, fast doppelt so lang als hoch, von Länge des Kopfes, also 5V4 in der Gesammtlänge. 2. Rückenflosse 3 bis SV^mal niederer als die 1.; die Afterflosse von gle-*';her Höhe und Länge, Synopsis der Fische -ie; Rothen Meere?. ßß\ aber sie begiuut, wie bei melanopterus^ erst unter der Mitte der 2. Riicken- fiosse. Die Sohwanzllosse ist um ein Gutes länger als der Zwischenraum zwischen beiden Rückenflossen. Schuppen klein (gegen 13 auf 5 Mm.), mit blossem Auge unterscheidbar. Arn Kopf meist Gruppen von Poren. 6, ■•'CarcJtarias Ehrenberg i Klz. Carcharias ahhreviatus Ehrb., Symb. pby?^. inedit. t. VII, 2. Carch. (^Pnonodon) melanopterus M. H. pt. Höhe 8-9, Kopf öV*, Auge 8 — 12, Schwanzfl. 3%, Länge des unteren Lappens der Schwanzflosse 2 in der des oberen, Basis des oberen Schwanzlappens 2^/2 — 3 in der Länge dieses Lappens, die des unteren Lappens 1'/, in seiner Länge. Diese Art ist von Müller und Henle mit melanopterus zusammen- gebracht worden, indem es in ihrer Beschreibung* lieisst: „Schnauze bei einigen massig lang und zugespitzt", und die betrefl"enden Exemplare im Mus. Berol. sind daher auch niit melanopterus bezeichnet. Die oben ge- nannten Charaktere ero-ebeu aber die artliche Verschiedenheit- C, Um- batus ist ähnlich, aber verschieden. Diese Art findet sich auch im Mns. Senkenb, von Riippell, als melanopterus bezeichnet. Farbe: Grau, unten weiss, Jüngere mit einem ähnlichen Seiten- streifen, wie melanopterus. Untere oder vordere (nicht obere) Seite der Spitze der Brustflosse, an der Schwanzflosse nur die Spitze des Unter- lappens (nicht die Ränder der Flosse) und zuweilen auch die vordere Spitze der 1. Rückenflosse und der Afterflosse schwärzlich (nicht tief schwarz), Arab.: Qersch, die Jungen (Fötus) Malat. 1'43 Meter und mehr. Im offenen Meere. Die Haifische sind an Arten und Individuen auffallend zahlreich im Rothen Meere. Doch sind kaum Unglücksfälle durch sie bekannt, obwohl die Matrosen viel ins Wasser gehen und es im Hafen immer schwimmende Menschen gibt. Man warnt aber davor, in den weniger besuchten Scherms sich zu baden. Die Angel, womit mau die Haie fängt, ist ein starker grosser Haken und hat statt des Drahtes, um das Abbeissen zu verhüten, eine Eisenkette, die mit einer Ringvorrichtung versehen ist, damit sich die Kette nicht verdreht (Gelab dauari oder bi selsele. Dreh- oder Ketten- haken). Ist der Hai bis vor das Sciiiff herangebracht, so zieht mau ihn mit starken Eiseuhaken an Bord und schlägt ihn todt. Seltener fängt man sie mit der Harpune. Uebrigens fängt man die Haifische in der Regel nicht absichtlich, sondern nur. wenn diese gefrässigen Thiere eine für andere grössere Fische bestimmte Angel augebissen haben, denn das Fleisch wird hier nicht oder kaum gegessen, an anderen Orten, z. B. in Djedda, soll man darüber weniger Bedenken tragen. Das Fleisch hat einen sehr widerlichen Geruch, verliert diesen ein wenig beim Trocknen. ßß9 Dr. C. B. Kliinzin?er. Dagegen benützt man die Leber zu Thran. In Jemen soll man die Flossen sammeln und nach Indien und China verkaufen, wo sie zum Poliren von Töpfer- und Porzellanwaaren gebraucht werden sollen. Die Haie folgen bekanntlich häufig den Schiffen, um von deren Abfällen sich zu nähren. Die Rückenflosse ragt wie bei den Delphinen meist über den Wasser- spiegel hervor. Wenn der Hai eine Beute sieht, geht er, wie die Fischer sagen, zuerst auf sie los und schaut sie sich näher au; dann geht er wieder etwas zurück, legt sich auf den Rücken, dass der Mund nach oben kommt, oder auf die Seite und packt dann an. In seiner Begleitung findet man oft Naucrates und Echeneis^ letztere aucli an sie angeheftet. BB. Mit Spritzloch. Gattung: Loxodon M. H. Zähne ungezähnelt, sehr schief; ein aufrechter Mittelzahn nur im Oberkiefer. Pupille rund. Spritzloch klein, rund. '^Loxodon macrorhlnus. M. H., Dum.. Gth. Höhe 18, Kopf 6, Auge 4, Stirne V/i- 1, Schnauze 2, Schwnzfl. 3. Diese Art hat sehr viel Aehnlichkeit mit Carch. acutus^ ist aber nicht etwa der Fötus eines solchen (ein solcher hat keine Spritziöcher, einen oberen und unteren Mittelzahn, eine kürzere Schwanzflosse, wenn auch eine längere als bei Erwachsenen u. s. w.) Auch findet sich keine Form von Galeocerdoy dessen Fötus sie sein könnte. Die Zähne (bereits in 5 Reihen) haben eine schlanke, bei den vorderen Zähnen wenig, bei den hinteren sehr geneigte kurze Spitze und einen breiten Basaltheil., dessen Rand an den beiden Enden unten stark abwärts gekrümmt ist. Der Vor- derrand der Basis bildet mit der Spitze, je schiefer diese sitzt, eine um so geradere Linie und wird fast horizontal, der Hinterraud aber bildet mit der Spitze einen scharfen Einschnitt. Die spitzgeruudete, 3eckige Schnauze ist etwa so lang als an der Basis breit. Das Auge sehr gross- Das kleine Spritzloch liegt in der Fortsetzung des Längsdurchmessers des Auges, um Vg Augenlänge hinter dem Auge. Kiemenöfl'nungen von Vi oder Yg Augenhöhe. Schuppen Skielig und Sspitzig, mit vorragender Mittelspitze. Die Brustflossen so lang, als die i. Rückenflosse hoch, gleich der Entfernung zwischen ihrer Insertion und der Augeumitte, um V2 länger als hoch, sie reicht bis zum Anfang der 1. Rückenflosse, welche also ziemlich weit hinter dem Unter winkel der Brustflosse sitzt. Vorderspitze der 1. Rückenflosse spitz; 2. Rückenflosse sehr nieder, V^ bis Vj der 1., hinten spitz ausgezogen. Afterflosse doppelt so laug als sie und ganz vor ihr. Schwanzflosse sehr lang und spitz, ihre Länge gleich der Entfernung der 2. Rückenflosse von dem vorderen Ende der \. Die Länge des Unterlappens 3 in der des oberen. Synopsis der Fische des Roilien Meeres. ggcj Farbe: schwärzlichgrau, Flossen schwärzlich. 37 Cm. Das Exemplar noch mit Nabelschnur. Selten. Verbr. : Ostafrika. ludische Meere. Neu für das R. M. Gattung: Cialeocerdo. Zähne stark, am Rande gezähnt, nach hinten gekrümmt i ihr Hiu- terraud stark eingeschnitten, mit gezacktem Basalabsatz, in beiden Kiefern gleich. Ein unpaarer geneigter Mittelzahu in beiden Kiefern. Spritzloch klein. Pupille rundlich. or) Schnauze Yorn gerundet, nicht ganz doppelt so lang, als an der Basis breit, etwa von halber Länge des Postoculartheiles des Kopfes (ihr präoraler Theil kürzer als die Entfernung der inneren Enden beider Nasenlöcher von einander). Spritzloch sehr klein, linear, fast punktför- mig und nur y^ Augenlänge hinter dem Auge, Schwanzflosse sehr lang und spitz, V3 der Körperlänge, ihre Länge gleicht der Entfernung der 2. Rückenflosse von der vorderen Insertion der \. Rückenflosse, ihr Ober- lappen 3mal so lang als der untere. 1. Galeocerdo tlgrinus. M. H., Gill, Dum., Gth., Galocerdo maculatus Poey (nach Gth.) Carcharias Hempvichii Ehrb. (Symb. phys. V. 3.) Höbe 8—9, Kopf 6*/j, Auge 5, Schnauze 2:1, Schwanzfl. 3. Die 2 letzten Kiemenspalten sind über der Brustflosse. Die Rücken- liuie in eine schwache Leiste erhüben, von der Höhe des Auges an bis zur \. Rückenflosse und zwischen beiden Rückenflossen. Schwanzgrube oben und unten deutlich. Die Zähnelung oder Kerbuug der Zahnränder ist schwächer am Spitzentheil, am Basalabsatz des Hinterrandes besonders stark, mehr zackig und die Zacken wieder fein gekerbt. Die 1. Rücken- flosse beginnt meist über dem hintern LTnterwinke] der Brustflosse, welche länger ist, als die Rückenflosse hoch, ihre Länge entspricht dem Abstand ihrer Insertion von der Mitte des Auges, und sie ist doppelt so lang als hoch. Die vordere Spitze der \. Rückenflosse stumpf, diese Flosse ist um Vj höher als lang, 3mal höher als die 2. Rückenflosse. Die der 2. Rücken- flosse ähnliche, aber tiefer ausgeschnittene Afterflosse beginnt ein wenig hinter dem Anfang dieser Flosse. All dies genau wie bei der folgenden Art. Dagegen ist hier die Schwanzflosse viel länger und schlanker. Die Basis ihres Oberlappens ist 4mal in seiner Länge enthalten, der Unter- lappen auch ziemlich schlank, viel kürzer als der Oberlappen. Die läpp- chenartige Vorragung des Unterrandes vor der Spitze gering. Am Unter- Tand vor der Spitze ein doppelter Einschnitt (ob durch Verletzung?). Farbe: Grau, Bauch weiss. Dunkle Flecken und Querstreifen au den Seiten. Flossen gleichmässig* grau. (Symb. phys.) Vsrbj'.: Indische Meere biä Japan, 664 Dr. C. B Kliinzinger ß) Sclinauze sehr kurz, vorn fast gerade abgestutzt, 3 — 4mal so breit als lang, vou V3 Länge des Postoculartheiles des Kopfes und y^ des Abstandes der Nasenlöclier vou einander. Spritzlocli linear, mittelmässig vou V2 Augengrösse und V/^ Augeulänge hinter dem Auge gelegen. Schwanzflosse kurz, mit sehr stumpfen Lappen, nur '/, f'pi* Körperlänge, Unterlappen verhältnissmässig gross, seine Lange ist iy2iiial in der des oberu enthalten. Am Kopf symmetrische Poreugruppen. Sonst wie a. % ^'"Galeocerdo obtusus Klz. Höhe 7%, Kopf 5%, Stirne 12:1. Von Kopfporen findet sich ein runder Haufen jederseits über der Schnauze, ein anderer kleinerer jederseits hinter jenem, eine Längs- reihe von Poren unter dem Auge und grössere zerstreute an den "Wangen. Der Mittelzahn ist überall gezähnt (bei tigri'iiufi soll er nach M.FL unteu ungezähnt sein, was ich an den vorliegenden Exemplaren von tiyrinus uicht gut sehen kann). An der Schwanzflosse vor der Spitze nur eiu leichter Einschnitt ohne Vorragung. Pupille ruud? Farbe: Grau, mit grossen braunen Fleckeu gescheckt, unten weiss. Arab.: Diba. Das Exemplar misst 3 Meter (jetzt im Mus. Stuttg.) B, Nur eine obere, keine untere Schwanzgrube. Nickhaut und Spritzlöcher vorhaudeu. Gattung: Dirrhizodon I^lz. lu Beziehung auf Zahubilduug nähert sich diese Gattung den Lam- nina^ namentlich der Gattung Carcharodon. Es findet sich aber eine deutliche Nickhaut, sowie Spritzlöclier. Die Zähne sind dreieckig-, ohne Basalabsatz, etwas nach hinten geneigt oder gekrümmt. Die Rander sind gesägt, der Si^itzeutheil ganz- randig. Die Zahnwurzel an ihrer Basis tief gebuchtet und dadurch wie doppelt. Die Zähne des Oberkiefers sind grösser, platter und breiter, die des Unterkiefers sind, wenigstens die vorderen, sehr schlank, fast unge- zähnt, nur mit einigen Zähnchen an der Basis versehen. Ihre Fläche ist rück- respective eiuwärts gekrümmt. Nach hinten werden diese Zähue breiter, mehr denen des Oberkiefers ähnlich, w^ähreud wiederum auch die vordersten Zähne des Oberkiefers schlanker und denen des Unterkiefers ähnlicher werden. Kein Mittelzahn, die Mittellinie beider Kiefer ist vielmehr zahnlos. Kiemeuspalten weit. Spritzloch klein, linear. Die Schwanzflosse gegen hinten mit einem Einschnitt. *) Zvreiwurzelzähner. Synopsis der Fische des Rothea Meeres. 665 *Dirrhizoilon elonyatus Klz. Höhe 9, Kopf 6, Breite I, Stirue5:1, Schuauze 3% — 4:1, Schwanz- flosse 4V4. Körper lang und schlank. Kopfprofil leicht convex, Stirne flach. Schnauze etwas breiter als lang, vorn gerundet, ^/^ — V3 des Posto- culartheiles des Kopfes. Die Nasenklappe deutlich. Die Spritzlöcher von Vi Augeuläage, stehen um i Augenlänge hinter dem Auge. Die Mittel- linie der Unterlippe vorn mit einem Läppchen, an der oberen Lippe finden sich daselbst 3 Mundwinkelfalten sehr deutlich, die der Oberlippe nach vorn verlängert, bis zur Mitte der Seite. In jedem Kiefer 13/13 Zähne in einer Reihe und meist je 6 Reihen von aussen nach innen. Die letzte Kiemenspalte über der Brustflosse, die Spalten etwa 3mal so hoch als das Auge. Die 1. Rückenflosse beginnt über dem hinteren Unterwinkel der Brustflosse. Letztere Flosse ist nicht ganz doppelt so lang als hoch. Die 2. Rückenflosse mittelmässig, nur 2 — SVjmal niederer als die 1., die Afterflosse ein wenig kleiner, unter der Mitte jener beginnend. Die Bauchflossen sind ziemlich gross, sie sind nicht viel kleiner, als die 1. Rückenflosse, dieser ähnlich und tief ausgerandet. Oberer Lappen der Schwanzflosse 3mal länger als der untere, letzterer sehr gekrümmt. Die Länge der Schwanzflosse geringer als der Abstand beider Rückenflossen oder gleich diesem. Die Winkel aller Flössen spitz, Schuppen 3 bis 5 kielig. Farbe: Rücken schiefergrau, Bauch weiss. Flossen grau, hintere Spitze der Afterflosse weiss. — 230 Meter. 1 Exemplar (jetzt im Mus. Stuttg.) Gruppe: Zygaenini Gth. Zähne einspitzig. Kopf vorn breit, platt, nach den Seiten verlängert. Gattung: Zygaena Cuv. a) Der Hammer vor dem Auge am äussersten Theile des Vorder- randes mit einem mehr weniger tiefen Ausschnitt für das Nasenloch, von welchem eine deutliche Furche längs des Vorderrandes nach innen zieht. Der Vorderrand ist mehr weniger gebogen, bei Jüngeren mehr gerade. Die Breite des Hammers ist 2— 4mal grösser als seine Länge (sie nimmt mit dem Alter zu) und je nach dem Alter kleiner als die Länge der Schwanzflosse, oder gleich dieser (bei Alten). Die Brustflosse ist um % länger als breit, kürzer als der Kopf (bis zur 1. Kiemenspalte). Die 1. Rückenflosse ist über oder etwas vor dem unteren Hinterwiukel der Brustflosse inserirt, sie ist um ^/^ höher als lang und ihre Vorderspitze etwas stumpf. Die 2- Rückenflosse ist viel (gegen 4mal) niederer als die 1. Sie ist nicht oder kaum ausgerandet und hinten in eine mehr weniger lange Spitze ausgezogen, so dass ihr Hinterrand höher als ihr Vorder- Bd. III. Abhandl. §4 ^/^g Dr C. B, K'unzin^öF: raiid ist. Die Afterflosse ist etwas länger als die 2. Rückenflosse und eiu wenig' vor dieser iiiserirt; die hinteren Insertionen beider Flossen stehen sich g*eg*eniiber. Die Afterflosse ist tief ausgeschnitten, ihr Vorder- und Hinterrand gleichhoch. Die Bauchflossen haben den Aussenrand fast gerade. Brustflosse kürzer als der Kopf. Die Schwanzflosse ist so lang als der Abstand der 1. Rückenflosse yom vorderen Kopfrande, SV'j — 4 in der ganzen Körperlänge, gleich dem Abstand beider Rückenflossen von einander oder (bei Aelteren) kürzer als dieser. Zähne nicht oder schwach bezahnt, die oberen etwas breiter. Die Zahnränder etwas geschwungen. (Aeltere Exem- plare erscheinen viel gestreckter, haben verhältuissmässig kürzere Schwanzflosse, daher die Länge der Schwanzflosse viel kleiner, als der Abstand beider Rückenflossen von einander. Bei solchen bleibt auch die hintere Spitze der 2. Rückenflosse von der Schwanzflossenwurzel ent- fernt. Bei Jüngeren ist die Länge der Schwanzflosse dem Abstand beider Rückenflossen gleich oder viel kürzer, und die hintere Spitze der 2. Rückenflosse reicht nahezu zur Wurzel der Schwanzflosse. Sonst finde ich keinen Unterschied.) Der hintere Winkel zwischen den Lappen der Schwanzflosse gibt kein sicheres Zeichen. 1. Zygaena malle us. Squalus malleus RisSo, Zygaena malleus Shaw., Valenc, F. japon. (Russ.), Playf.-Gth., Gth. Die jüngere Form mit weniger breitem Hammer entspricht der Zygaena erythraea Ehrb. Symb. phys. ined. t. VL 2 (Mus. Berol. Nr. 7814). Zygaena tudes Cuv., Valenc, wird von Cantor undBleeker als die Jugend von malleus angesehen, unterscheidet sich aber von gleich- grossen Exemplaren von Zyg. malleus ausser anderer Kopfform durch kürzere, weniger spitzige Schwanzflosse und kleinere Brustflossen. Farbe: Grau, unten weiss. Untere Seite der Brustflossenspitze und Spitzeutheil des unteren Schwanzflossenlappeus dunkel. Verbr. : Mittelmeer, atlantischer und indischer Ocean. Durch Ehrb. aus dem R. M. /?) Der Vorderrand des Hammers fast gerade, aussen vor dem Auge mit kaum merklichen Einschnitt für das Nasenloch, von welchem eine Furche nur eine sehr kurze Strecke weit nach innen zieht. Der Hammer 3 — 4mal so breit als lang; seine Seitenränder wenig schräg (nicht ganz parallel). Die 1. Rückenflosse doppelt so hoch als lang, und spitzig. Die 2. Rückenflosse ziemlich gross, nur 3mal niederer als die 1., tief ausgerandet, mit nicht sehr ausgezogener Hinterspitze, so dass der Hiuterrand niederer als der Vorderrand ist. Afterflosse ihr gegenüber, von gleicher Form, kaum länger. Bauchflosse ausgerandet. Brustflosse kürzer oder (bei Acjteroü) fast so lang als der Kopf und kürzer als die Synopsis der Fische de? Rofhen Meeres. 667 Höhe der 1. Rückenflosse, Die letztere begiuut über oder etwas vor dem hinteren ünterwinkel der Brustflosse. Schwanzflosse .3^/^ — 3% in ^er Körperlänge und gleich der Entfernung der Vorderränder beider Rücken- flossen von einander, also länger als der Abstand beider Rückenflossen von einander. 2. Zygaena mokarran. Rp,, Gth., Sphyma mokarran M. H., Cestracion mokarran Dum. Hieher gehört auch ein Exemplar im Mus. Berol. aus der Bloch'- schen Sammlung von unbekanntem Fundorte als Squalas zygaena bezeich- net, Nr. 4494, von 9 Fuss Länge. Das Exemplar von Rüppell ist 9 Fuss lang. Die Schwanz- und Brustflosse ist in RüppelTs Abbildung etwas zu gross. Ich finde oben genannte Charaktere auch au diesem Original- Exemplar. Gruppe: Mustelini Gth. Gattung: Triaenodon M. H. ^Triaeno€lon ohesus. Carcharias ohesus Rp., Triaenodon ohesus M. H., Dum., Gth. Höhe 9, Kopf TV^, Brustflossen von Kopflänge (bis zur 1. Kitmen- spalte), 2. Rückenfl. 1V2 in der Höhe der 1., Schwanzfl. 5, Unterlappen 2 im oberen. Die Schnauze sehr stumpf, abgerundet, kurz. Eine entwickelte Nasenklappe an der ganzen Innenhälfte des Vorderrandes der Nasen- öff'nung und eine kleine, dieser gegenüber am hinteren Rande. Zähne schlank, mit 2 kleinen basalen Seiteuspitzen, neben der viel längeren Mittelspitze, ganzrandig, die vordersten sehr klein und auf- recht (symmetrisch), die anderen grösser, die hinteren schräg; sie stehen in 3—4 Reihen von innen nach aussen, gegen 40 in 1 Reihe. Hinter den Mundwinkeln eine Grube. Die Brustflossen um % länger als hoch. Die 1. Rückenflosse etwas kleiner als sie, sie beginnt erst in der Mitte zwischen hinterem Unterwinkel der Brustflosse und Afterflosse und ist Vi höher als lang, mit stumpfer Vorderspitze. 2. Rückenflosse nicht sehr viel niederer, der ähnlichen aber etwas kürzeren Afterflosse gegenüber. Die Länge der Schwanzflosse fast gleich dem Zwischenräume zwischen beiden Rückenflossen. Der Winkel, den ihre beiden Lappen bilden, spitz. Die Vorragung vor der Spitze des Hinterlappens ausge- sprochen. Schuppen deutlich, etwas gross, ziemlich stark gekielt, 3 bis bkielig, gegen 8 in einem Raum von 5 Mm, 84* Q/-Q [)r. C. ü. K'Ayiiiv.^ir: Farbe: Gelbgrau, zuweilen mit undeutlichen schwärzlichen Flecken. Vordere Spitzen beider Rückenflossen und die beiden Spitzen der Schwanzflosse weiss. Arab.: Musasa. Meist klein, 60 Cm. Doch auch bis 1 — IV^ Meter. Ziemlich häufig. Gattung: Mustelas Cuv. a) Die Zähne bei Aelteren und Jüngeren stumpf, rhomboidisch, nur einige der Innern Reihen bei Aelteren eine undeutliche kurze Spitze bildend. Die Rückenflosse beginnt ein wenig vor dem hinteren Unter- winkel der Brustflossen und ihre Entfernung von der Afterflosse ist ihrer Länge gleich. Brustflossen um Va länger als breit (resp. hoch). i. Musielus vulgaris. M. H., Dum., Gth. Die Schnauze so lang als an der Basis breit, spitz gerundet. Kopf 6V2 — 1- Spritzloch dicht hinter dem Auge. Brustflosse etwas kürzer als der Kopf, länger als die Rückenflosse hoch. 2. Rückenflosse nur um Yg niederer als die 1., und um V^ kürzer, beide mit etwas stumpfer Vorder- spitze, tief ausg'erandet. Die Afterflosse etwas kürzer und niederer als die 2. Rückenflosse, unter der Mitte der letzteren beginnend." Schwanzflosse etwas kurz, bei Jüngeren ÖV2, bei Aelteren 6 in der Körperlänge. Der Unterlappen ragt wenig vor. Der 3eckige Lappen hinter der Spitze der Flossen ragt stark vor. Keine Schwauzgrube. '2 Exemplare von Ehrb. aus dem R. M. (Massaua) im Mus. Berol., das eine (Nr. 4457} 60 Cm., das andere (Nr. 4502) ist etwa 1 Meter lang. /?) Die Zähne mehr rhombisch, kaum breiter als lang, die meisten, auch die der Aussenreihe mit einer sehr kurzen aber deutlichen Spitze (eine 2. Seitenspitze kann ich nicht sehen). Die Rückenflosse beginnt über oder etwas hinter dem hinteren Unterwinkel der Brustflossen und ihre Entfernung von der Afterflosse ist um ein Gutes kürzer als ihre Länge. Die Brustflossen um V2 länger als breit (hoch). 2. 3Iiistelus laevis. (Arist.) Rondel. M. H., Kn., Dum., Gth., Mustelus Mosis Ehrb., Symb. phys. VII, 3. Ist im Uebrigen genau wie Miist. vulgaris. 1 Exemplar von Ehrb., im Mus. Berol. Nr. 4501 aus dem R. M. Fynnp--i5 ■er Fi--Ciie des Rolhcn Mrcrcs f^Qf) Familie: Lamnoidei (Jdae) Gth. = Lamnae mit Odontaspides und Älopeciae M. H. Gruppe: Lamuini Gth. Gattung: lamna Cuv. Untergattung: Ozyrrhina M. H. * Lamna iOxyrrhina) Spnllanzanii. Bonap., Dum., Oxyrrhina gomphodon M. H., Lamna Spallanzanii Günth. Höhe 7%, Kopf 5, Breite 1, Stirne 5:1, Schnauze ^Vz' U Rücken- flosse 1, Schwanzfl. 5 (der Oberlappen). Körper kräftig, ziemlich hoch. Schnauze ein wenig länger als an der Basis breit, spitzig, conisch, rüsselartig, im Querschnitt rund. Keine Nickhaut, aber ein kleines rundes Spritzloch 3 Augenlängen hinter dem Auge. Pupille rund (oder unten etwas verzogen), die Naseu- gruben dem Mundrande näher als der Schnauzenspitze. Zähne kräftig, etwas entfernt stehend, mit äusserer (respective vorderer) flacher und innerer convexer Fläche. 3eckig, meist höher als breit, am Rande unge- z ähnelt, schneidend, spitz, ohne aufl'allend abgesetzten ßasaltheil, in beiden Kiefern gleich gebildet. Keine Mittelzähne. Die 2 jederseits nach aussen (hinten) von der Mittellinie folgenden Zähne beider Kiefer sind sehr stark und lang, nach ein- (rück-) wärts gekrümmt. Hierauf folgt im Oberkiefer als 3. Zahn jederseits ein auffallend kleiner, kleiner als der 4.; vom letzteren an nehmen die Zähne nach hinten an Länge und Stärke allmälig ab. Im Unterkiefer ähnliche Verhältnisse, aber der 3. Zahn ist nicht auffallend klein, nicht kleiner als der 4. Es sind etwa 13/13 Zähne, in 1. Querreihe. Die Zahngrube tief. Kiemen- spalten hoch, höher als die Entfernung der 1. von der letzten, von halber Länge der Brustflosse, die letzte Spalte über der Basis der Brustfloi^se, Der Schwanz etwas kurz, an den Seiten mit einem Ha utka m m von der Gegend der Afterflosse bis zur Schwanzflosse^ der Rand des Kammes ist gebogen und in der Mitte eingeschnitten. Die Brustflossen sind etwas lang, sichelförmig, spitz, mit ziemlich concarem Hinterraude, ihre Länge gleicht der des Kopfes und ist fast das Doppelte ihrer Breite (Höhe). Die 1. Rückenflosse beginnt ein wenig vor dem hinteren Unterwiukel der Brustflosse und ist niederer als diese lang. Die 2. Rücken- und After- flosse sehr klein, kauni Vg der 1. Rückenflosse, tief winklig ausge- schnitten. Die Afterflosse ist ein wenig weiter hinten inserirt als die % Rückenflosse. Die Bauchflosse etwas höher und viel länger als die 670 Dr. C. B. Kliinzinsrer: Afterflosse. Schwanzflosse halbmondförmig, kürzer als die Entfernuiin; beider Rückenflossen. Ihr Oberlappen vor dem hinteren Ende mit läpp- chenartiger Vorragung (Einschnitt), der untere Lappen wenig kürzer als der obere. Schwanzgrube oben ujid unten deutlich. Farbe: Oben grau, unten weiss. Arab.: Qasf. Selten (1 Exemplar). 2-85 Meter. Verbr.: Mittel- und atlantisches Meer. Neu f. d. R. M. Familie: ©cylloidei (idae) Gth. SeyUia M. H. Gattung: ^inglymostoma M. H. a) Zähne rhombisch, so lang als breit, je (ausser an einigen der Vorderzähne) mit einer deutlich vorragenden Mittelspitze und 3 — 4 kleinen Zähnchen je neben der Mittelspitze am Rande. Sie stehen bei Jiingeren in 4—5, bei Aelteren in bis gegen 10 Reihen. Schwanzflosse 3V4 in der Körperlänge, S^/^raal so lang als der Raum zwischen beiden Rücken- flossen. Die ßrustfl-osse so laug oder etwas länger als der Kopf, fast doppelt so lang als breit (hoch) und um V^ länger als die 1. Rücken- flosse hoch. Diese ist um ^/^ höher als lang. 2. Rückeufl-osse von der 1, um ein Gutes mehr als ihre Länge entfernt, um V4 — V2 niederer als diel. ' L -' Ginglymostoma ßlülleri. Gingl. concolor M. H. (nee Rüpp.), Pet., Blk., Dum., Gingl. Mülleri Gth., Scymnus porosus Ehrb. Sjmb. phys. t. VI, 3. Höhe 9, Kopf 8, Stirne 12 : 1, Schnauze 8—9 : 1. Körper etwas plump, vorn ziemlich breit. Schnauze fast doppelt kürzer als an der Basis breit, vorn fast gerade abgestutzt. Auge klein. Spritzloch von Vs — V4 Augengrösse und IV2 Augenlängen hinter dem Auge gelegen. Die Nasenöff'nung hat die Gestalt einer gegen den Mund geöffneten Längsgrube, deren Innenrand gerade ist und keine Klappe hat, während der Aussenrand gegen die Mitte hin in Form einer dicken, von vorn nach hinten compre.ssen Querfalte hereinreicht und die Grube in der Quere schliesst^ mit ihr hängt noch hinten eine dünnere fl.achere Hautfalte zusammen. Am vorderen Ende der Grube befindet sich ein langer, conischer, von den Seiten etwas comprimirter Zapfen oder Ten- takel, der meist bis zum Rande der Unterlippe reicht (die Länge des- selben gibt keinen guten Artencharakter, ich finde obige von den Autoren ^ für concolor angegebene Lange bei meinen Exemplaren von Mülleri). Die Entfernung der Nasengruben von einander , beträgt das Doppelte ihrer Länge. Die Oberlippe ist wenig entwickelt. Die inneren Nasenklappen sind nur an der Naseugrube frei, die zwischen ihnen liegende Haut ist Hyaopsis der Fiscbe lies Rothen Meeres. Q7i angewachsen und der Hinterrand dieses Theiles ist coiicav. Die Unter- lippe ist dicker, nur über der Mitte des Kiefers entwickelt und bildet kaum die mittleren 2/4 des Muudraudes. Dagegen sind die Wiiikel- falteu au beiden Lippen sehr stark und erheben sich aus einer grossen tiefen Grube, die der Oberlippe ist schmal uud longitudinal, die der unteren mehr platt, subquadratisch. Die Zähne sind zahlreich, sie stehen bei Jüngeren in 3 — 6, bei Aelteren in 8 — 10 Reihen (aus der Zahl dieser Reihen ist wohl kein Artencharakter, noch weniger ein Uutergattungscharakter zu machen, wie Günther thut. Die Zahureiheu vermehren sich bei den Haifischen überhaupt mit dem Alter, bei dieser Gattung nur mehr als bei andern. Ein kleines Exemplar im Mus. BeroL Yon etwa 3 Fuss Länge hat gegen 5 — 6 Reihen, mein Exemplar von 2'40 Meter 10 Reihen you Zähnen). Von den Kiemenspalteu befinden sich die 2 hinteren, einander sehr genäherten über deu Brustflossen. Die Rückenflosse beg-lnnt in der Mitte zwischen der 1. Kiemenspalte uud der Basis der Schwanzflosse. Die Bauchflosse steht gerade unter ihr. Alle Flossen nicht oder kaum ausgeschnitten, ziemlich spitz. Die Afterflosse der 2. Rückenflosse au Höhe, Länge und Gestalt ziemlich gleich, sie be- ginnt aber unter oder etwas vor der Mitte der 2. Rückenflosse. Der Uii- terlappen der Schwanzflosse ragt wenig vor, sein Vorderrand ist 3*/^ bis 4mal kürzer als der des Oberlappens. Die Körperschuppeu mittelmässig, rund oder polygonal, die vorderen mehr glatt, die hiuteren stumpf, drei- kielig uud am Vorderrande oft mit 5 — 6 Falten (dies auch bei G. concolor). Arab.: Ferenaka. 2*40 Meter lang. Selten (nur 1 Exemplar). Dieser plumpe Hai ist nach Angabe der Fischer trotz seiner Grösse träger und schwächer als andere uud man kann ihn daher leichter herausziehen. Er geht nicht weit ins Meer hinein. Beim Anbeisseu dreht er sich nicht um, wie andere Haie, da sein Maul weiter vorn ist. Er hat ein zähes Leben, mein Exemplar lebte noch mehrere Stunden, nachdem er mir ge- bracht wurde, selbst noch einige Zeit nach Aufschneiden des Bauches. Es gab einen knurrenden Ton von sich, ähnlich dem beim Aufstosseu. Im Magen fanden sich Sepien und Fische, im Mund parasitische Blutegel, in der Leber und aussen am Darme viele Trematoden. Verbr.: Indische Meere. ß) Zähne etwas breiter als lang, am Rande gezähnelt, mit sehr wenig vorragender Mittelspitze. Sie stehen in 4—5 Reihen. Schwanzflosse 3 in der Körperläuge, 6mal so lang als der Raum zwischen beiden Rückenflossen. Die Brustflossen um y^ kürzer als der Kopf, um Va länger als breit, um Vk kürzer als die l. Rückenflosse hoch. Diese ist doppelt so hoch als laug. i>, Rückenflosse von der 1. nur um ihre Länge oder kaum mehr entfernt, um Vs niederer als die \. (nach der Figur in- Rüppeli's „Veuen WirbeUhiereil''0' Qj) Dr. C. ß. Klurizinger: 2. Ginglymostonut concolor. Nehrins concolor Kp., Gingt, concolor Caut., Gtli., Gingt. Rüppdlii Blk., Dura. Das Exemplar roii Rüppell misst 21 V2 tuss, diese Art scheint nicht so gsoss zu werden, wie die vorige Art, Verbr, : Indische Meere. Gattung: Stegostoina M. H. '' Stegostoma fasciatum. Squalus tigrinus Forster*), L. firm., Lac, Squalus fasciatus Bl. (Russ. 18), Scullium heptagonum Rp., Stegostoma fasciatum M. H., C a u t., Blk., Dum., PI. -Gth., Stegostoma tigrinum Gth. Höhe 7, Kopf 9—10. Breite 1, Augeu 8, Schnauze 5:1. Körper vorn subcyliudrisch, hinten subcompress. Schnauze fast doppelt so breit an der Basis (vor den Augen) als lang, stumpf, gerundet. Kopf In der Augengegend etwas breiter als hoch. Oberlippe dick, hinten umgeschlagen, aussen mit einem schlanken, spitzen Tentakel, der kaum über den Mundrand zurückreicht. Lippenfalten deutlich am Mund- w^inkel, die Zähne auf einer vorn etwas umgeschlagenen Platte, klein, zahlreich, 3spitzig; die Mittelspitze ist au deu Zähnen der äusseren Reihen kurz und stumpf, an denen der inneren lang und spitz. Es sind 10 — 15 Zahnreihen, je mit gegen 30 Zähnen. Auge klein, Pupille hori- zontal. Spritzloch von Augengrösse, etwas breiter als lang, dicht hinter dem Auge. Der Rumpf erscheint durch Längsleisten fast 5- oder 7eckig, eine sehr entwickelte Längsleiste zieht in der Rückenmitte von der Stirngegend zur 1. und dann zur 2- Rückenflosse; eine kürzere jederseits an den Seiten des Rückens von der Höhe der Basis der Brust- flosse bis zu der Gegend der 2. Rückenflosse; eine 3. wenig deutliche jederseits in der Mitte der Körperseiteu von der Gegend der Brust- flossen bis zu der des Endes der Bauchflossen , eine 4. au "den Seiten des Bauches von der Brustflosse zur Bauchflosse, eine 5. neben der Mittellinie des Bauches von der Bauch- zur Afterflosse. Die 3 hinteren Kiemenspalten liegen über der Brustflosse, die 5. in der 4. fast ver- borgen. Schuppen deutlich, klein, 1 — 3kielig. Die Brustflossen länger als der Kopf, um Yg länger als breit. Die 1. Rückenflosse erhebt sich allmälig aus dem Mittelkiel des Rückens, sie ist etwas niederer als die Brustflosse lang, von Kopflänge, beginnt vorder Bauchflosse und endigt hinter deren M'Hte. Die 2. Rückenflosse um Vg niederer und kürzer als die *) Nach Günther würde Forstet's Natue die Priorität haben. Allerdings citirt Bloch Förster. Synopsis der Fische des Rothen Meeres. ö73 i., endigt über dem Anfang der Afterflosse, die Eutferuung" der Hiuter- enden der 1. uud der 2. Rückeuflosse gleich der Länge der Brust- flossen. Die Afterflosse etwas länger uud höher als die 2. Rückeuflosse. Schwanzflosse der Afterflosse sehr nahe, sehr laug, 5— 6nial länger als hoch, ohne Unterlappen, mit massig eutwickeltera Lappeu CEinschuitt) vor dem abgerundeten Hinterrande. Hinterwiukel der Brustflosse uud Vorderwinkel der anderen Flossen gerundet. Farbe: Graugelb, mit ziemlich grossen (V^ — i Cm.) runden, braunen Flecken getigert. Vorderer Theil des Kopfes vor den Spritz- löchern, die Unterfläche des Körpers und der Flossen und die Schwanzflosse ungefleckt; am hinteren Theile des Körpers ist bloss der Rücken gefleckt. (Variirt übrigens mannigfach in der Färbung, z. B. Querbänder oder Querstreifeu statt der Flecken. Obiges ist die Färbung meiner Exemplare). 4—2 Meter. Selten. Subordo II. Hypotreml Dum. = Rajae M. H., = Batoidei Gth. Familie: Squatinorajoidei. Squatinorajae M. H., Galeobatides Dum. Gruppe; Pristini. Ich halte es für besser, die Gattung Pristis als Repräsentant einer Gruppe oder Unterfamilie der sehr natürlichen Familie Squatinorajae M. H., denn als einer eigenen Familie, wie Günther, aufzuführen. Das Verhältniss ist ein ähnliches wie mit Zygaena unter den Carchariiden. Gattung; Pristis Lath. '^Pristis pecUnatus. Latham, Bl. Seh., Rp., Dum., Gth. (vide Synou.). Diese Art unterscheidet sich von P. antiquorum Lath. dadurch, dass bei ihr die Sägezäiine nach dem Ende der Säge zu gedrängter werden, uud dadurch auch die Anzahl derselben grösser wird (24 — 30), während bei P. antiquorum alle Zähne, auch gegen das Ende der Säge hin, gleiche Entfernung von einander haben und daher weniger zahlreich (16—20 Paare) sind. Ich habe von letzterer Art nur Sägen zur Verglei- chuug; Günther gibt sonst keinen Unterschied an. Öd. XXI« AbUaadl. gg gyi Dr. C, B. Kliinzinger; Die Sägezähne sind bei Jüngeren schlank und conisch, im Durchschnitt rund, bei Aelteren platt, und vorn und hinten gefurcht. Die Länge der Zähne ist oft bei demselben Paar sehr verschieden. Meist sind die vordersten und hintersten etwas kleiner als die andern. Die 1, Rückenflosse steht der Bauchflosse gegenüber und ist so gross als die 2. Rückenflosse, die Schwanzflosse ist einfach. Die Schnauze (sainrat Säge vom Auge an) ist bei Jüngeren etwa 4mal in der Körperlänge enthalten. Bei einem jungen Exemplar, von 60 Cm. Gesammtlänge, finde ich 26 kleine Zahnpaare, bei einer grossen Säge von 118 Cm. 30 Paar. Farbe : Graugelb. Verbr. : Tropische Meere beider Welttheile. Gruppe: Rhinobatiiü = Familie Rhinohatidae Gth. Gattung: Rhynchobatns B 1. Sehn., M. H. Die Bauchflossen beginnen erst eine Strecke hinter dem Ende der Brustflossen. 1. Rücken- und die Bauchflosse gegenüber. 1. Rückenflosse etwas grösser als die %. Schwanzflosse mit unterem Lappen. "'Mh^nc/tobaitis f/jifldensis. Raja djlddensis Fk., Rhinobatus laevis Bl. Seh., F. japon. (Russ. 10), Rhinobatus djiddensis Rp., Rhynchobatis laevis M. H., Blk., Dum., Rhyn- chobatus djiddensis Cant., Day, Gth. Höhe l^lVa, Kopf (bis zum Spritzloch) 4*/^, Kopfscheibe (bis zum Ende der Basis der Brustflossen) ty^ in der Körperlänge, Breite (hinter den Brustflossen) das ly^fache der Körperhöhe. Auge 5y2, Stirne IV*:!, Schnauze SVj— 4 : 1, Schwanzfl. TV^. Schnauze vorn spitz gerundet, so lang als an der Basis breit. Schnauzenkiel mit subparallelen Räudern vorn wenig verschmälert, längs seiner hintern Hälfte eine flache lanzettliche Vertiefung. Eine kleine elliptische Grube auf der Stirne. Spritzloch etwas breiter als lang, eine kurze Strecke hinter dem Auge. Nasengruben schräg, sie bleiben um Va ihrer Länge vom seitlichen Kopfrand entfernt, sie sind etwa 4raal länger als breit. Das hintere innere Ende derselben etwas umgebogen, der Zwischenranm der hinteren Enden beider Seiten von %— Vs ihrer Länge, An ihrem Hinter- oder Aussenraud 2 längliche blattartige Klappen, am Vorder- oder Innenrand 2 ebensolche und dazwischen ein vorragendes gerundetes Läppchen. Die Zahnfläcbe der Kiefer wellenförmig, die Vorragung in der Mitte des Unterkiefers besonders stark. Zähne pflasterförmig, convex, mit schwacher Querleiste, kaum breiter als lang, ziemlich gross. Augen etwas länger als hoch. Haut kaum rauh durch Synopsis der Fische des Rothen Meeres. 675 kleine dreikielige Schüppchen. Eine Längs reihe kurzer knochiger Dörnchen am Supraorbitalrand und über den Spritzlöchern, um den vorderen Augenrand herabgebogen. Keine Dornen an Stirn und Schnauze. Eine Läugsreihe ähnlicher Dornen in der Mittellinie des Rückens von der Scheitelgegend zur 1. Rückenflosse und zwischen beiden Rückenflossen, eine kurze schräge jederseits in der Nackengegend und nach aussen davon eine noch kürzere aus wenigen Dörnchen bestehende. Ein Hautkiel an den Seiten des Körpers von der Bauchflosse an bis gegen die Mitte der Schwanzflosse hin. Die Brustflossen winklig, nicht gerundet, ihre Basis kürzer als der Kopf. Die gerade Verlängerung ihres Vorderrandes nach innen trifft den Kopf schon eine gute Strecke hinter dem Auge, Der Abstand der Bauchflosse von der Brustflosse um Vi länger, als die Basis der ersteren. Die 1. Rückenflosse beginnt etwas vor der Körpermitte, über oder etwas hinter der Mitte der Basis der Bauchflossen, und sie ist fast doppelt so hoch als lang. Die 2. Rücken- flosse ist um y^ kleiner, der Schwanzflosse näher als der 1. Rückenflosse, der Abstand beider Rückenflossen beträgt das iVifache der Länge der Schwanzflosse. Beide haben einen etwas spitzen Vorderwinkel und etwas concaven Rand. Schwanzflosse kurz, der Unterlappen ist nur ^^ kürzer als der obere, beide sind spitz. Farbe : Kopf einfarbig grau, Flossen und Bauch gelblichweiss. Der übrige Körper grau mit vielen runden weissen Flecken, die meist in Längsreihen stehen. Auch der hintere Theil der Brustflosse ist gefleckt. Arab.: Halauani (Zuckerbäcker). 1'30 Meter (ein Exemplar mass 4 Meter). Selten. Verbr.: Ostafrika. Indische Meere. Gattung: Rhinobatas Bl. Seh. Die Bauchflossen beginnen gleich hinter dem Ende der Basis der Brustflossen. 1. Rückenflosse weit hinter der Bauchflosse. Beide Rücken- flossen gleich gross. Schwanzflosse ohne vorragenden Unterlappeu. "^ÜAinobaius halavi. Raja halavi Fk., Rhinohatus halavi Rp-, M. H., (? Guich. Älg.), Dum., Gth. Kopf 5*721 Breite 2:1, Kopfscheibe 3 in der Körperlänge, Auge 9 bis n, Stirne 2—3:1, Schnauze 7—8:1, Schwanzfl. IVi—^Vr Schnauze stumpf, an der Basis viel breiter als lang. Schnauzenkiel in der Mitte sehr verschmälert, ohne deutliche Vertiefung; eine solche auch nicht au der Stirne bemerklich. Auge etwas klein. Spritzloch un- mittelbar hinter dem Auge. Die Nasengruben bleiben fast um die Hälfte ihrer Länge vom seitlichen Kopfrande entfernt, 2 — 2V2™^^ länger als breit, um Vz kürzer als die Mundbreite. Das hintere Ende derselben nicht 85* erc Dr. C. R. Klunzinger; um{:?ebogen. Klappen wie bei Rhtjnch. djidd. Zähne ebenfalls diesem ähnlich , gegen 60 in einer Reihe, wie dort. Die Vorragungen der Kiefer wenig stark (die Exemplare übrigens kleiner als die von Rhynch. djidd.^. Haut der Oberseite rauh, der Unterseite fast glatt, die Schuppen der letzteren klein, flach, die Schuppen gegen den Rücken zu grösser, höckerartig gekielt, mit stumpfer nach hinten gerichteter Spitze. Diese Höcker werden auf der Mitte des Rückens ziemlieh hoch, stachelartig und die sie tragenden Schuppen haben oft vorn eine Bucht. Solche Dorn- schuppengruppen finden sich auch am Schnauzenknorpel, über dem Auge, oft auch auf der Stirne und. an den Seiten der Nackengegend. Hautkiel an den Körperseiten wie bei Rhynch. djidd..^ er zieht sich unten mehr gegen den unteren Rand der Schwanzflosse. Die Brustflossen sehr stumpf- winklig, fast gerundet, ihre Basis fast von Kopflänge. — Die gerade Verlängerung ihres Vorderrandes nach innen trifft den Kopf erst in der Gegend des Auges oder Spritzloches. Der Abstand der Bauchflosse von der Brustflosse beträgt V3 der Basis der ersteren. Die 4. Rückenflosse be- ginnt vor dem Ende des 1. Drittels der 2. Körperhälfte, sie ist doppelt so hoch als lang. Die gleich grosse 2. Rückenflosse der Schwanzflosse näher als der 1. Rückenflosse, der Abstand beider Rückenflossen wenig kürzer als die Schwanzflosse. Beide haben einen geraden Rand. Schwanz- flosse mit gerundetem ünterrande. Arab.: Halauani. 50 Cm. bis 1*40 Meter. Häufiger Sbls Rhynch. djidd. Hält sich in Sand und Schlamm auf, besonders im Hafen. Der Fisch ist langsam, seine Bewegung mehr kriechend als schwimmend. Er wühlt in Sand und Schlamm und bedeckt sich damit. Von dieser Art unterscheidet sich Rh. granulatus Cuv. durch längere und spitzere Schnauze und allmälig nach vorn verschmälerten SchnauzeukieL Rh. cemiculus von Geoffr., welcher auch im R. M. vor- kommen soll, unterscheidet sich höchstens durch in der Mitte etwas wenig eingeengten und innen mehr depresseu Schnauzenkiel, kürzere Schnauze (?) Cemiculus und halavi scheint mir indess identisch. Familie: Torpedinoidei. Gattung: Torpedo Dum. (1806). a) Zähne mittelmässig, in beiden Kiefern in gleich langer Binde, gegen 30 in der längsten Querreihe. 1. Rückenflosse dicht hinter der After- höhe, ihr hinteres Ende reicht kaum über das hintere Ende der Basis der Bauchflosse hinaus. 2. Rückenflosse wenigstens um V3 niederer als die 4, deren Höhe das Doppelte der Entfernung der Spritzlöcher von einander ist. Schwanzflosse so laug als hoch. Um die Spritzlöcher kleine, knötchen- artige Tentakel, am Aussenrand derselben nur ein etwas grösseres gegen hinten, und ein ähnliches in der Hinterecke, Synopsis der Fisrhe 'ies Rothen Meeres. QJJ 1. '^Torpedo sinus persici (?) Kämpf., Dum. (M. H. Nachtrag S. 193. Aiim.), Gth., Anmerkung-, Torpedo pantJiera Rp. (uec Ehrb. M. H.) Breite 172—1% in der Gesammtläuge. Länge der Scheibe (bis zum Ende der Basis der Brustflossen) 1% in ihrer Breite. Schwanz (oder Körpertheil hinter der Scheibe) nicht ganz so lang als die Scheibe, Auge 14 in der Scheibenlänge, Stirne 1 — IV^ : 1, Schnauze IV2— 2 : 1, Schwanz- flosse 7. Scheibe fast kreisförmig, nur sehr wenig breiter als lang, vorn bald in der Mitte leicht eingesenkt, bald leicht vorragend und daneben leicht gebuchtet. Augen klein; das obere Augenlid dem Auge ange- wachsen. Spritzlöcher Vj Augenlänge hinter den Augen. Nasengruben gegen den Mund offen, etwas schräg; die inneren Nasenklappen ver- einigen sieh von beiden Seiten zu einem frei vorragenden Mittellappen, der nur in der Mittellinie durch eine Art Frenulum an die Oberlippe an- geheftet ist. Die äusseren Klappen bilden durch Faltung 2 Läppchen. Die Zähne stehen in 5 — 8 Reihen von innen nach aussen (resp. vorn nach hinten), in Quincunx angeordnet (abwechselnd), sie haben je eine vor- ragende Spitze, abgerundete Seitenwinkel und gebuchtete Ba^allinie. Die Binde reicht nicht ganz zu den Mundwinkeln. Längs des Schultergürtels unten eine Reihe entfernter Poren. Schwanztheil des Körpers vorn breit, depress, hinten cylindrisch und daselbst mit einer kurzen Hautfalte an den Seiten. 1. und 2. Rückenflosse stumpf, doppelt so hoch als lang, die 2. von der i. um ihre Länge entfernt. Die Brustflossen beginnen gleich hinter dem Ende der Scheibe, d. h. dem Ende der Basis der Brustflossen, ihr Aussenrand fast bogig, oder sehr stumpfwinklig, ihre Basis etwa mehr als doppelt so lang als ihr Mitteltheil breit. Die grösste Breite einer Brustflosse (vom Schultergürtel an) gleich der Breite des eigentlichen Körpers daselbst. Schwanzflosse 3eckig, ihr Hinterrand gerade mit stumpfen Ecken (nach Dum. und nach K am pfer's Abbildung sind die Winkel nicht gerundet). Der Unterrand etwas kürzer als der obere. Farbe: Obere Seite graugelb oder rothbraun, dunkel raarmorirt, mit grösseren und kleineren weissen Flecken. Unterseite weiss, die beiden Rücken- und die Schwanzflosse ungefleckt, dunkel. Rand der Spritzlöcher weiss. Arab.: Rägada (die liegende). 30 tm. Ziemlich häufig; einzeln in Sand und Schlamm im Hafen, auch in den sandigen Klippengruben. Kriecht langsam am Boden, geht so einige Schritte weit und hält dann an. Frisst Schlamm. Wenn man das lebende Thier berührt oder darauf mit nackten Füssen tritt, so empfindet mau schwache elektrische Schläge, die aber ganz gefahrlos sind. Das Fleisch wird nicht gegessen. Man fängt diesen Fisch mit dem Spiess. (578 ^^' ^- ^ Kliinzina:cr : Die Torpedo marmorata RIsso kommt mit obig-er Art in der Zahii- bildung überein, unterscheidet sich .aber durch Folgendes sofort: Die 1. Rückenflosse beginnt eine gute Strecke rückwärts vom After, von dem- selben etwa um die halbe Länge ihrer Basis entfernt, ilire ganze hintere Hälfte ragt über das Ende der Basis der Bauchflosse hinaus; die 2. Rücken- flosse ist höchstens um V^ niederer als sie. Die Schwanzflosse ist viel höher als lang. Die Spritzlöcher sind ringsum von ziemlich gleich grossen etwas spitzen, schlanken Tentakelchen, meist 7 an der Zahl umgeben. Körper oben braun gefleckt. b) Zähne klein, im Oberkiefer gegen 40 in der längsten Querreihe, die Binde im Unterkiefer viel schmäler, nur den mittleren Theil des Unterkiefers einnehmend. Im Uebrigen wie Nr. 1, auch in der Farbe. 2. Torpedo panthera. (Ehrb.) M. H. (nee Rp.) Ein Exemplar im Mus. Berol. aus dem R. M. von Ehrenberg gegen 30 Cm. Hiermit nahe verwandt ist Torpedo fuscomaculata Pet. aus Mozam- ' bique. Die Zähne sind auch klein und zahlreich (40 in einer Reihe). Die Binde aber in beiden Kiefern gleichlang. Die \. Rückenflosse steht noch etwas weiter vorn, gerade über dem After selbst und die Schwanzflosse ist eher etwas länger als hoch. Obere Seite braun gefleckt. Familie : Trygonioidei. Gattung: Trygon Adanson. a) Zahnplatte in die Quere etwas wellig, aber in der Mitte nicht geknickt. Schwanz ohne Hautfalte: Untergattung: Himantura M. H. or) Vorderwinkel der Scheibe stumpf, mit kaum vorragender Spitze. Kopf (von den Spritzlöchern an) nach vorn ganz nackt. Die Mitte des Rückens vom Nacken bis gegen den Schwanz hin trägt statt Dörnchen oder Knötchen drüsenartige Körpercheu (Krypten), die je ein kalkiges Körnchen eiuschliessen. Diese Drüsenzone ist hinter der Nackeugegend und weiter hinten, hinter der Mitte der Länge des Rückens etwas er- weitert. Postmandibularwarzen 2. \. "''Trifgon liocephalus Klz. Länge der Scheibe dVi in ihrer Breite. Schwanz mehr als 3mal länger als die Scheibe. Stirne \'^/i\ 1, Schnauze 2V2 : L Körper rhombisch, mit fast g'leichen geraden Vorder- und Hinter- seiten und gerundeten Seiteuwinkeln. Mitteltheil der Scheibe höher als die Seiten, gegen die letzteren allniäiig sich verflachend, durch den Synopsis der Fische des Rothea Meeres. qj^ Schultergürtel in einen hinteren und yorderen Abschnitt zerfallen. Augen vorragend, etwas länger als hoch, mit läppchenartigem Anliang am oberen Augenlid. Dicht hinter ihnen in gemeinschaftlicher Grube die 4eckigeu etwas schiefen Spritzlöcher, die etwas kleiner sind als die Augen. Kopf vor den Augen abschüssig, mit flacher, hinten fast spitzer, vorji spatei- förmig verbreiteter Längsgrube. Mitteltheil zwischen den Nasengruben in Form eines trapezförmigen Segels, dessen Aussenränder etwas divergiren, dessen Hinterrand etwas concav ist und einen etwas gefransten Saum hat: das Frenulum, womit es in der Mitte an die Oberlippe geheftet ist, ist in der Mitte knötchenartig. Mundspalte quer, von Breite des genannten Segels, halb so breit, als die Schnauze vor dem Mund lang. Zahnplatten in die Quere wellig. Zähne ei- oder würfelförmig, mit querer Grube. Postmaxillarsegel zahnartig gefranst. Schwauz sehr lang, glatt, an seiner Wurzel hinter den Bauchflossen etwa von der Höhe des Auges, etwas compress, dann peitschenartig. Der Schwanzstachel von doppelter Länge des Auges, etwas spitz, sehr depress, mit gesägten Seitenrändern, deren Zähne nach rückwärts gerichtet sind und nicht vorragen, er ist am Ende des \. Sechstels des Schwanzes eingesetzt, nur seine hintere Hälfte ist frei. Die Bauchflossen länger als breit, ihr Vorderraud ist vom Hinter- rande der Scheibe (Brustflossen) beöeckt. (Steht der Tr. punctata Gth. am nächsten, ist aber verschieden.) Farbe: Röthlichgrau, Mitte des Rückens etwas dunkler. Bauch weiss. Schwanz schwärzlich, nur die Bauchseite seiner Basis heller. Iris gelb. Arab. : Rqeda. Selten. 1 Exemplar von 32 Cm. Scheibenlänge. Es war der Fötus eines Mutterthieres von 1 Meter Scheibeulänge. ß) Vorderwinkel der Scheibe spitz, etwas vorragend, einem rechten nahe kommend. Schnauzenlänge das ly^fache der Stirnbreite. Stirne ganz gekörnt, Stirngrube vorn spateiförmig erweitert, ihre Länge ist geringer als das Doppelte ihrer Breite vorn. Mitteltheil des Scheibeurückens in breiter Zone von der Gegend der Vorderstirne an bis gegen den Anfang des Schwanzrückens (schon bei 30 Cm. Scheibenlänge) dicht mit hufeisen- oder herzförmigen Knochenkörperchen besetzt, von denen constaut 2 bis 3 hintereinander in der Schulter- (Nacken-) Gegend liegende grösser und gewölbt, glatt, auch schon bei Jungen mit sonst glattem Rücken vorhanden sind. Postmandibularwarzeu 4, Scheibenrücken dunkel ge- fleckt. Schwanz 3mal so lang als die Scheibe, vor dem Stachel meist glatt, hinter ihm rauh. 2. Trygon uarnak. Raja uariiak Fk. , Pastinachus uarnak Rp., Trygon Russellii Hardw. Gray, Trygon uarnak M. H., Caut., Blk., Dum., PI. -Gth., Day, Gth. 680 Dr. C. B. Klunzi nger: Ostafrika, indische Meere. Nach Rüppell bis 6 Fuss. Die Jung-en heissen uach Rüppell Umm e scherit, die Alten Uarnak. y) Schnauze stumpf, aber deutlich winklig", iV^nial so lang als die Stinie breit. Scheibe wenig breiter als lang*. Stirngrube vorn stark spatei- förmig verbreitert, ihre Länge ist mehr als das Doppelte ihrer grössten Breite vorn. Mitteltheil der Stiriie (die Grube) und die Mitte des Rückens von der Gegend hinter den Spritzlöchern bis zur Gegend der vorderen Insertion der Bauchflossen mit deutlichen, aber kleinen, sich nicht be- rührenden und deckenden Körnern besetzt, die eine ähnliche Gestalt haben, wie bei /?, aber etwas spitzer erscheinen. Die Zone dieser Körner ist in der Scapulargegeud breiter, so dass eine kreuzartige Figur ent- steht. Einige mittlere Körner daselbst sind etwas grösser als die andern, aber nicht auffallend, von ähnlicher spitzer Form und ausgehöhlt. Die Körner der Stirngrube sind kleiner als die andern. Nach aussen von ^'Sihuen und auch von den andern ist die Haut noch durch sehr kleine zerstreute Körnchen rauh. Schnauze nur ly^mal so lang als die Scheibe, vorn bis zum Stachel glatt, im hinteren Theile etwas rauh. Scheiben- rücken einfarbig. 3. Trygon polylepis (?) Blk., (Russ. 4), Dum., Gth. Ein schlechtes Exemplar von 4*3 Cm. Scheibenlänge im Mus. Berol, durch Ehrb. aus dem R. M., unter den Namen Ra^a ohtusa (entspricht sehr wohl der Abbildung t. 4 vqn Russ.). b) Die Zahuplatteu in der Mitte winklig, gefaltet, die untere vor- ragend^ die obere daselbst concav. Schwanz unten mit breiter Hautfalte. Untergattung: Hypolophus M. H. 4. Trygon {Hypoloj>hus) sephen. Raja sephen Fk. , (Russ. 3), Trygon sephen Cuv., Rp., Gth., Trygon Forskalii Rp. (Atl.), Hypolophus sephen M. H., C a n t., Blk., Dum., Day. Nach Lacep. bildet die Haut dieser Art das Material zu dem unter dem Namen Galuchat bekannten Chagrin. Die Knochenkörperchen, wo- mit der ganze Scheibenrücken besetzt ist, sind 5kautig, auf der Fläche fünfeckig. Verbr. : Ostafrika. Indische Meere. Synö|)?i3 der Fische i1e* Rothen Meeres. 681 Gattung: Taeniura M. H. a) Scheibe eiförmig-, uur die Hiiiterwinkel deutlich und spitz, etwas läuger als breit. Grube vor den Augen fast kreisförmig, hinten auf der Stirne verschmälert, mit 2 hintereinanderliegenden lanzettlicheu Erwei- terungen. 2 längliche Postmandibularpapillen. Scheibenrücken fast glatt, zuweilen gegen die Mitte zu mit sehr kleinen zerstreuten Körn- chen oder Dörnchen; auf der Mittellinie des Rückens meist eine Läugs- reihe kurzer, mit der stumpfen Spitze nach rückwärts gerichteter Dornen, die je auf einer runden schildförmigen, von der Haut bedeckten Basis sich erheben. Diese Reihe beginnt hinter dem Kopf, ist hier doppelt, dann wird sie einfach und setzt sich oft bis auf die Basis des Schwanz- rückens fort. Unterseite des Körpers glatt. Schwanz gegen ly^raal so lang als der Körper (bis zur hinteren Basis der Bauchflossen glatt oder durch zerstreute Körnchen rauh). Schwanzstacheln (1 — 3 an der Zahl) am Anfange des hintern Drittels des Schwanzes inserirt, etwa You Vk Schwanzlänge, mit nicht vorragenden, nach rückwärts gerichteten Säge- zähuen. Die Hautfalte am hintern Theile des Schwanzes bald höher, bald niederer als der Schwanz daselbst, gegen das Schwanzende allmälig ver- schmälert. Am Spitzentheil des Schwanzes findet sich auch oft eine obere kurze Hautfalte *). Bauchflosse fast doppelt so lang als ihre Basis breit, mit schrägem Hinterraude. i. '^Taeniura lytnma. Raja lymma Yk.^ Trygon lymma Cnv.. (? Geoffr. Descr. Eg.), Rp., Trygon ornata Hardw. Gray, Trygon Halgani Less. (Voy, Coq.) Guer. Meneville, Taeniura lymma (nach einigen lymna) M. H., Blk., Cant., Pet., Dum., Pl.-Gth., Gth. Auge 11 in der Scheibenlänge, Stirne 1, Schnauze 2:1. Spritzlöcher dicht hinter den Augen, schief, 3mal breiter als lang. Das Segel zwischen den Nasengruben mit gerundeten Aussenwinkeln und concavem, fein gefranstem Hluterrande. Mundbreite V^ der Schnauzen- länge vor dem Munde. Kiefer in die Quere wellig, die Zähne bald (bei den Männchen ?) 3eckig , etwas rückwärts gekrümmt , bald stumpf, rhomboidal; im Oberkiefer findet sich stets eine Längs- reihe etwas längerer spitzer Zähne jederseits im mittleren Theile *3 Es darf daher die Raja lymma von Forskäl mit Sicherheit hierher efferchnet werden. Bd. IXI. Abhftndl. 86 ßg2 ^^- ^- B- Klunzinger: der Seiten. Postmaxillarsegel gezähnt, Postraandibularsegel gefranst und hinter dem letzteren die 2 Postiuandibuhirpapillen. Farbe: Rücken bräuiilicligelb in's Isabellfarbene, mit grossen ovalen oder runden, lasurblauen Flecken, die gegen die Seiten zu kleiner werden. Hinterer Theil des Reckens ungefleckt. Schwanzrücken jederseits mit blauer Längslinie, die Hautfalte des Schwanzes blau. Untere Seite des Körpers und Scliwanzes weiss. Iris orange. Arab.: Sefen, nach Fk. Limma. Scheibenlänge 30 Cm., Schwanz 43 Cm. Ist ziemlich häufig. Auf der Klippe und in Korallgruben; mit der Fluth kommt er nicht selten bis aus Ufer. Wie andere Rochen schwimmt er nicht gut, sondern kriecht mehr und verweilt lange ruhig an einem Ort. Die Schwanzstacheln werden gefürchtet. Das Fleisch wird nicht ge- gessen. Oefter findet man ihn ganz mit Brauchellieu (Blutegeln) bedeckt. Er soll bis 3 Spannen breit werden. Verbr. : Ostafrika. Indische Meere. ß) Scheibe fast kreisförmig, um V« breiter als lang. Die Seitenwinkel gerundet, auch der vordere kaum vorragend. Die Hinterwinkel spitz ge- rundet. Auge klein (24 in der Scheibenlänge), kaum länger als hoch. Stirne etwas breit (3:1), Schnauze 5 : 1 (die Exemplare sind übrigens grösser als die von Nr. 1, woher zum Theil diese verschiedeneu Verhält- nisse). 4 conische Postmandibularpapillen. Scheibenrückeu überall, auch au den Seiten, von Knötchen oder Dörnchen mit sternförmiger Basis rauh. Die Mittellinie des Rückens vom Scheitel an bis zur Mitte des Schwanzes trägt viel stärkere, coniscbe, strahlig gefurchte Dornen, mir, kurzer knotiger Spitze in einer oder mehreren Reihen. Untere Körperseite glatt. Schwanz nur von Länge der Scheibe; hinter dem Stachel, der 4V2mal kürzer als der Schwanz, in der Mitte desselben inserirt und wie bei T. lymma gestaltet ist, ist er comprimirt (wie bei lymma)'^ er ist überall ausser an der Bauchseite des Basaltheiles mit sternförmigen Knötchen und auf der Mittellinie des vorderen Theiles seines Rückens mit grösseren Schildchen oder Stacheln versehen, wie auf der Mitte der Scheibe. Die Hautfalte unten am Schwänze beginnt hinter dem Stachel und ist hinten an der Schwanzspitze schief abgestutzt; sie ist in der Mitte ihrer Länge so hoch, oder ein wenig höher als der Schwanz daselbst. Ein oberer Haut- anhang ist nicht zu bemerken. Bauchflossen wenig länger als die Basis breit, fast quadratisch. 2. ^Taeniura melanospila. Blk., Dum., Gth. Farbe: Scheibenrücken schmutzigbläulich bis gelblich, mit grossen schwarzeu Flecken raarmorfrt. Unterseite weis?. Schwanz wie der Synopsis der Fische des Reihen Meeres. c^o Körper marmorirt; hiuten ist er, sowie die Hautfalte, schwarz. Stachel schwarz. {•55 Meter. Selten (nur 1 Exemplar). Verbr.: Batavia. Neu für das R. M. Gattung: Urogymnus (M. H.) Dum., Gth. Anacanthus (Ehrb.) M. H. ci) Scheibe ziemlich regelmässig rhombisch, mit gleichlangen Vorder- und Hinterseiten, mit einen deutlichen, aber offenen, stumpfen Winkel bildender vorragender Vorderspitze, etwas abgerundeten Seiten- und spitzen Hinterwinkeln, um Vy breiter als lang (die Scheibenlänge bis zu den hinteren Spitzen gerechnet). Körpertheil des Scheibenrückens seitlich mit sehr kleinen zerstreuten, meist sternförmigen Knötchen. Diese fehlen gegen den äusseren oder Flossentheil der Scheibe, gegen die Mitte zu werden sie allmälig dichter (aber nicht pflasterartig) und grösser. Am grössten sind die auf der Rücken mitte (von 1—3 Mm. Durchmesser), Sie haben eine runde oder eiförmige Basis, zuweilen mit strahligen Furchen und darauf sitzt ein weisser hufeisenförmiger Körper, dessen Fläche meist nach vorn abschüssig ist; oder er hat mehr die Form eines stumpfen, schräg abgestutzten Dörncheus mit concaver Fläche. Auch die Stirne ist mit solchen Gebilden, aber kleineu, besetzt. Nirgends auf- rechte Stacheln. Untere Scheibenseite glatt. Der Schwanz ist, mit Aus- nahme seines glatten Basaltheiles, ringsum von kleinen Knötchen rauh, cylindrisch, er ist an der Basis von Dicke des Augendurchmessers und wird dann rasch peitschenförmig, hat keine Hautfalte und ist mehr als doppelt so lang als die Scheibe. \. '^Vrogymnus rhomheus Klz. Augen 25 in der Scheibenlänge, Stirne SV^ri, Schnauze 5:1. Der Rücken ist fast gegiebelt, nach den Seiten und vorn vor den Augen abschüssig, Stirne flach. Augen nach aussen und nach vorn vor- ragend, mit längseliiptischer Pupille und angewachsenem Oberaugenlid Spritzlöcher unmittelbar hinter dem Auge, tief, eckig, grösser als das Auge. Mundspalte quer, von Breite des Internasalsegels , seine Breite gleich der halben Länge der Schnauze vor dem Munde. Kiefer in die Quere wellig, doch nicht sehr stark. Zähne rhomboidisch, breiter als lang, gewölbt, die hinteren mit Quergruben, die an den Kiefervorsprüugen etwas grösser, es sind 10—12 je in einer Läugsreihe und gegen 48 in einer Querreihe. Die Bauchflossen doppelt so laug als ihre Basis breit; ihr äusserer Hinter winkel überragt die hintere Scheibenspitze nicht. 86 * «Q . Dr. C. B, Klunziiiger: Farbe: Rücken gleichmässig grau , Unterseite weiss. Schwanz schwarz. Iris gelb. Scheibeuläugc 57 Cm., Schwauzläuge 1'26 Meter. Selten (2 Exem- plare). Ist wesentlich verschieden vom folgenden und nicht etwa eine jüngere Form, wogegen schon die Grösse spricht. ß) Scheibe mit stumpfem, doch deutlichem Vorderwinkel, aber ganz abgerundeten Seitenwinkelu und stumpfen Hinterwinkeln, fast so breit als lang. Die Vorderseiten viel kürzer als die hinteren. Scheibenrücken mit einer scharf abgegrenzten breiten Mittelzone, welche sehr dichte, mehr weniger pflasterartig angeordnete, schilderartige Kalk- gebilde trägt, während die Seitenzonen ähnliche, aber mehr zerstreute Gebilde zeigt. Jene Schilder des Mittelrückens tragen auf einer rund- lichen, 3—4 Mm. grossen Basis ein Knötchen mit abschüssiger, herzför- miger, oberer Fläche, oder, wenn man will, ein eine kurze Strecke über der Basis schräg abgestutztes Dörnchen (wie bei Nr. i). Dazwischen finden sich aufrechte, mehr weniger spitze Dornen auf breiterer, mehr- fach gebuchteter, oft (zumal bei Aelteren) wie dichotomisch getheilter, sternförmiger Basis zerstreut. Diese Zone beginnt dicht vor den Augen, überzieht die ganze Stirne, etwas mehr als das mittlere Drittel des Scheibenrückens, nach hinten verschmälert sie sich, setzt sich aber auf dem ganzen Schwänze ringsum fort, besonders an der Basis; gegen das Ende des Schwanzes sitzen diese Gebilde mehr zerstreut. Die Gebilde der Seitenzoue stehen zerstreut und tragen auf breiter, runder oder ovaler, nicht gebuchteter Basis ein aufrechtes spitzes Dörnchen; gegen den Scheibenrand zu werden sie kleiner. Untere Scheibenseite glatt. Der Schwanz ist nur von Scheibenlänge (wenn nicht abgebrochen und dann Ternarbt ?); eine Hautfalte ist nicht zu bemerken. 2. Vrogymnua asper rimus. Raja asperrima Bl. Seh., ? Baja africana Bl. Seh., Änacanthus cmperrimus und africanus M. H. *), Rhachinotus africanus Cant., Blk., ürogymnus asperrimus Dum., Gth. Verbr.: Ostafrika. Indische Meere. *) Die im Mus. Berol. vorhandenen Exemplare, auch das von Ehrenberg ans dem R. M., gehören hierher, die Scheibe ist nicht völlig kreisrund. Die Raja africana von Bl, Sehn, soll einen Schwanz von doppelter Länge der Scheibe haben. Synopsis •) 4. w 5. •)•) i") 6. '^ 7. 1^ 8. •>•) Fische des Rothen Meeres. 1355 Seite. Farn.: Mulloidei Gray. Upenoides Blk. \. Upenoides vittatus Fk. . . . 741 MuUoides Blk. 1. 2. Mulloides auriflamma Fk. . 742 „ ruber Klz. . . . . 743 Upeneus Blk. Upeueus macronemus Lac. . 744 „ cvclostoma Lac. . . 745 1. 2. 3. „ barberinus Lac. . . 745 4. „ pleurospilos Blk.? . 746 5. „ spilurus Blk.? . . 747 Farn.: Sparoidei Cuv. Gruppe: Sargina Gth. Crenidens CV. 4. Crenidens Forskalii (Fk.) CV. 748 Sarg^us Cuv. 1. Sar