BOT AN U Erster Abschnitt. - A bhandluneen. Uebef die Bereitung des Pfeilgiftes Ura- ti bei den Indianern Juris am Rio Yu- pura in Nordbrasilien ; von Dr. t. Martius. Seitdem De la Con daminc das Pfeilgift der Tecunas Indianer nach Europa gebracht hat, sind zahlreiche Versuche mit diesem u. hnlichen amerikanischen Giften gemacht und die toxicologische u. chemische Literatur ist init manchen schtzbaren Untersuchungen "her diesen merkwrdigen Gegenstand berei- chert worden. Bei alle dem blieb noch die Frage zu beantworten, ob, wie unter An- dern Orfila angenommen, jenes bekann- teste Pfeilgift der Tecunas von anderer Art und anderem Ursprnge sey, als das der Indianer am Bio Orenoco , in Surinam u. s. S? Da ich Gelegenheit hatte die Bereitung des Vrari bei den Juris, und zwar;bei XXXVI. 3. P *B (270 USRAVY NEW YOS iTANICAk JM 338 .339 Herberg hrem Gi ichende 1 Baum) ( fte Jn- ler Liane ) i chiedenh er eil wozu Sl e chcmist iu_;. i he den vorstellte, hatte einen grossen Bndel ten Gewchse. gder hiebei erwhn- I ni^p ausgesperrten Aesten, und besonder igsten nrdlichsten Beifltoe des Sohmoes, hihaufgefahreri , nnd hatte ober- erscheinende te und letzte Band von Spix und Martius Reise in Braiilien. P 2 NEW YOKK BOTANICAi, HA K 340 3#1 - ken zu bilden. Die grossen, gegenberste- henden, fnfnervigen, eifrmigen Bltter dauerte, wurden! auch die brigen Zustze bereitet. Unser Chemiker mit dem Holzza- Stmme von l ^ Zoll Durchmesser sind ber- zogen mit einer ziemlich ungleichen, korki- gen, gelblichgrauen Binde. Diese enthlt das giftige Princip, und wird daher mit einem Messer vom Holze abgeschabt.- Der alte Ta- flachen Schssel ein , und drckte dann den gelblichten Saft mit beiden Hnden in eine kleinere Schaale aus. Nachdem sich etwa 8 ten , setzte er sie einem leichten Kohlenfeuer aus, fuhr aber fort, die Menge des wsseri- gen Auszuges auf noch einmal so viel zu ver- dien ich spter ah Piper geniculatum erkann- te 2. etneai Strauch, Imene. Dies ist eine, wie mir scheint, noch unbeschriebene Art von Cocculus , Cocculus Imene, M. : fruetico- *ui , erectus , foliis lato - ovatis , acuminatis , nervig *e villoso - mollibu*. ( Die BlUthen od. Frch- ten sah ich nicht.) 3 ."Einen schlingenden und milchenden Feigenbaum, der in der cus repens unserer Glashuser hat : Ficus at- r x, Marl.: caule repente, foliis alternato- VerdUnstuiig unter stetem Umrhren fort- r (Baum des Fisches Taraira). Ein Baum mit grossen gedreiten Blttern , vielleicht ein UEW VOK6 OAKBN 34tc OaVfo'c*. VonNy. l. wird die ganze Wur- zel, von Nr. 2. u. 3. die fliAde d. tammesi von Nr. 4. die Rinde der Wurzel aneeweni nonmen ward'fnst bea so viblal wa ff rdj U'r M-UU va mit kaltomf Wasser Hn&iwitttl ebenfalls mit (Jen HndeM^g^refst,.n*? diese* Auszug sodann nt detf hewrits zur, chnng des letzteren vermischt. .Bifc-Verhlt- n*e scheinen denTaMca *enig!zu knw Tflef T nar dahin sah er mit rofeser: Sore- mchte. Das Decc^' dwrQif tbaume atte eine dunkelgel)) Farbe , -und einen bitteren, etwas eckelhafteri Geschmaotfjlflie Brhe! de* 343 hatte. In diesem Zustande nahm es .der: In- dianer vom Feuer, und gofs es in 4 kleine runde Schlehen von Thon, deren jedes et- in den Schatten, der Htte gestellt, und in. die Oberflche iL Extractes eine kleine Frucht von der Beifsbeere Capsicum annuum , fruc- ticmir^Tho, in der Tiqjisprache Kiynhu-avi, die Substanz zu flssig , als dafs sie versen- det worden knnte^ allmhlig aber trocknet ie zu der Consistenz eines kaum mehr fls- lur Vergiftung der Pfeilchen mit Wasser aufgeweicht werden mufs. Ich horte, dafs dies wohl auch mittelst dem verdnnten Saf- Nach- der Vermisctanigblrebr**; flonze un* teffortwhrendeiif Umrhren etwa och - dunkelbraune Farbe und einen bihem, nach- her etwas brennenden Geschmack .erhalten Mongatyron) , wenn es seine Kraft zu ven eren anfngt , wozu feuchte Witterung bei- die Kraft des TJrari wieder herzustellen , sollen der spanische Pfeffer und die Wurzel 344 845 HfUS?!^. hTi ?& Sfk* wt heftiges Spei- | basi subrotundatis brev* er aeununatis triner- ipn^yirt , racemis Corets und mehreren Stmmen am Yu- den Einwohne rn in Ega ward versichert, emen Baum am der Familie d. Annonaceeo, ward, oder Zhne von Giftschlange S e LT ,C -l te -T n . d " G f Me i ner Kif | die grosse schwane Ameise (Cryptocerus "<-. quam podo- nos gujanensis die lethalen Eigenschaften be- Dedunp,.!,-. ..vi uuauooenw, vjii, aoen moemen ie Ueistze nicht blos iedncuh sohtarus. __, Epen so zeigte ^ u , n p thig . sevn , um i<5nem Exlracte mehr ien Bestand- NEW SOTA! OAK m 347 tbcile des P/per geniculatum , die scharfen "der Beifsbeere And dW Wichtigen Oele in dem Milchsafte der Hirrtt crepitans und der Euphorbia cotiniflia' in de* Hier bewirkten cigenlhiimlichen chemischen Verbindung ei- ne wesentliche Wirkung haben. Dafs in dem Curare von Esmeralda am Orenoco , des- sen Bereitung Hr. v. Humboldt gesehen liat (Heise 4, 44Q.ffl. ), hi dem Pfeilgift der Indianer fbn Surinam und in dem der Bewohner des Yupufr* die Rinde ein und derselben Pflanze als thtigstes Ingredienz zu Grunde liege , ist nun also ' zur Genge erwie- sen. Der Indianer von Esmeralda, welchem Hr. von Humboldt zusah , fgte dem Safte seines Bejco de Mavacure (desseri Beschrei- bung mit dem Rouhamon gujarren^H Aublets bereinstimmt ) nur das Extra** des Kira- cagUerb, eines noch unbekannten Baumes bei ; wie Hr. v. H u m b o Id t vermuthet , Mos um dem Extracte durch die adstringirenden Bestandtheile des letztern mehr* Consisten* zu geben. Die surialhrischen Indianer ge- brauchen ( nach den Untersuchungen meines unvergelichen Lehrers Schrebei 1 , Natur- forscher St. 19. 1783. S. 146 ffl.) ausser dem IVurali oder Rouhamon gujanensis noch vier andere Pflanzen, l ) von VFaracabbacur- ru , was S c h r e b e r ebenfalls fr Piper geni- culatum erklrte; 2) Cauranapai nach dem- selben wahrscheinlich Caraipa angustifolia Aubl. 3) Bikiti, was Sehr eber fr Ponteria gujanensis Aubl. hlt, und 4) Hatibali , eine nicht zu entrthselnde Pflanze. Ausser dem reizenden flchtigen Stoffe des Pfefferstrau- ches treten hier in der Caraipa angustifolia noch harzige u. adstringirende, in der Pon- teria gujanensis vorzugsweise adstringiren- de Substanzen auf, welche als Analoga der- jenigen betrachtet werden knnen, die der Tdboca v. Manacar in dem Cucculus Ime- ne und der Taraira Moira beifugte. Sollte in dem Cocculus Imene ein wesentlich wir- kendes Princip enthalten, und der indiani- sche Name vielleicht das verdorbene Goene seyn, was Erbrechen heifst, und uns im Worte Ipecacuanha ( d. h. eigentlich Ipe- caa - goene , im Wege niederliegendes Kraut, das aromatisch wirkt" ) erscheint ? Spatere Beisende mgen diese Untersuchungen voll- iBV 348 349 M vegetabilischen Gifte zu erwarten seyn drfte. Ich erlaube mir hier nur noch au den. auffallenden Parallclismus zu erinnern, welcher, zwischen der Bereitung dieses ame- rikanischen Giftes und der Pfeilgifte in Su- matra Statt findet. Auch dort kommt der vom Solimoes, das De la Condamine aus den Hnden der Tecunas erhalten hatte, als Hauptprincip ebenfalls das Extract der Rin- dreieckig zusammengedruckte Stamm ist mit einer feinen , glatten , grnen Rinde berzo- gen, und zeigt dieNarben abwechselnd stehen- der (nicht , wie bei Strychnos, gegenber ste- hender) Bluer. Es ist mir wahrscheinlich, dafs diese Theile einer Art von Cocclus ange- und eine auf jenen passende Beschreibung dies Stammes mitgebracht habe : Cocclus amazonum glaberrimus , trunco sub volubili Grunde liegt. , LeidorJube ich d"ieganze | Die chemischen und toxikologischen Ver- : Vrari-Sipo der Tecunas und .mit rt-va der Juris angestellt hat, beweisen, inden sowohl in demjenigen Zustande , zenfanuhe angehren msse. Es ist .eine worin sie sich in den Rinden befinden, als V.IBRA.K7 NEW YOK* BUTANICAU OAKUEN -= 550 in ihrem ungebundenen Zustande in Was- ser ilttd Weingeist ausflslich sind ; dafs der Giftstoff des Vrari- Sipo wahrscheinlich ein sehender Stoff, der das Vrri- Uta hingegen Strychnin oder ein demselben verwantltes Prineip sey. Endlich scheint aus diesen Ver- suchen hervorzugehen, dafs, wenn auch die wesentliche Wirkung des Giftes schon durch jene Stoffe bedingt wird, doch einige der Zustze,' wie namentlich des Capsicum und des Piper geniculatum , die Wirkung be- trchtlich zu erhhen vermgen. Auffallend scheint mir, dafs der Strychnos (Rouhamon) gujanensis so verschiedene Dimensionen sei- ner Theile darbietet. Es gibt Bltter, die gleich denen in Aublets Abbildung, nur einen Zoll lang sind, dagegen andere so grofs wie die einer Seerose. Auch da Pi- per geniculatum, Ficus atrox , variiren sehr in ihren Grssenverh'altnissen , und ebenso ist mir dies an mehreren Arten der Gattung Excoecaria (Gymnanthes, Swartz) vorge- kommen , die alle giftig sind. Die Pfeilgifte der verschiedenen amerika- nischen Wilden drften nach diesen Err- terungen um so zuversichtlicher als von ver- schiedenen Mutterpflanzen abstammend be- uacuici rreiucii. roigeiiu frs Erste unterscheiden. 1) Das Curari der Indianer am obern Ore- noco in Cuncunum ( Esmeraldas) , dessen Bereitung Hr. von Humboldt beobachtet hat, im 'wesentlichen identisch mit dem Vrari der Juris hlirttnhas u. A. am Bio Stu- pm-d und Rio Negro und mit dem PPuraU der surinamischen Wilden. Hauptingredienz : Rouchamon gujanensis Aubl. _ 2) Das Vrari der Tecunas, Ymeos, Fe- vas, Xeberos u. A. am obern Marannon lohnenden Vlker', von dem Condami- ue berichtet, dafs es mehr als 30 Zustze erhalte. Hauptingredienz vielleicht Cocculus Amazonm, Mart. 3) Das Gift von La Peca, einem Dorfe in der Provinz Jaen de Bracamoros (v. Hum- boldts Reise 4. S. 45.), das von einer Schlingpflanze geliefert wird , welche jenem berhmten "Reisenden bei lngerer Berh- rung die Hnde erstarren machte. loh selbst LIBRARY NEW YOKfc BOTANICAL (1AKORN m = 355 ^tt&Jh*^*S*t*** I *> Auch indeaGegende,,. MMM Beirsbeeren, Taback, Barbasko (Jacquinia armillaris), Saango (Tabernaemontana) und der Milchsaft anderer Apocyncen zugesetzt wird,,, .Der frische Saft der 4mbihuasca wirkt td^Uch r ,, wenn er, mit dem Blutein Berhrung kommt, v. Humboldt a. a. 0. S. 457. )Wir leben In der Zeit, welche die alte Lehre der NaturkCrperauf einander belchelt; doch sind vie- le Verhltnisse der Art niqht zu iugnen. jpa err ... ,wahne hier noch eines sehr seltsamen. In der Pro- TinzMinos wichst ein niedriger Baum, vielleicht ), von dem die Einwohner , die tun rao Lepra, Krtzbaum, nennen, behaupten, Ufs seine Ausdunstung die benachbarten Pflanzen gelb mache, und dafs dei; von ihm herabfallende Kegen die niedrigen Gewchse zerstre. Die Indianer behaupten, dafs sie von der Khe gewis- ser Palmen Hautautschlge (tupi: anr&na) be- --- auffallend, dafs zwei Palme diicAtn, Katzen, genannt werden. c 37. . r Ceber das Urari-Sipo der Tecunas-In- dianer (v. Cocculus AmazonumM.?) und ber die Rinde von Rouhamon (Strychnos) Gujanensis Aubl , in che- mischer u. toxikologischer Beziehung; won J. E. Herberger. Mich hier blos auf die Darstellung der physischen und chemischen Charactere der beiden mir zur Untersuchung anvertrauten binden, und der damit angestellten toxikolo- gischen Versuche beschrnkend , schneite ich unmittelbar zur Beschreibung A des Urari- s >po, und dann erst B zu jener der Binde v on Strychnos Gujanensis ber. LIKRAKT NEW YOKl HOTANICAL (t AHORN -?- SS* 3J5 - AI B^tfcWtlaiirg * nai-i-Si p o der Tecurisks-Ind ianer , wahrscheinlich !&> ich 'sie erhielt, be- stand in abgelsten , kleinen, hell graubrau- """i h; n 'lad w'"' 1 '"' mit.-einem weifslich- graulichen Oberhutchen bedeckten, feinen, an den Kanten zuweilen halbdurchscheinen- den, blttrigen Stckchen , ohne Geruch, n. X^HA9f n W\k a ? ,,n fhlbarem ,, hintennach e^wa^.b^riicjji.- kratzendem; Geschroacke. ;j,l, 6,0 'Grammen dieser Bind wurden f. 1_ _ 1 . All 1 1 _-# linder Wrme durch wiederholte Digestion erSchpftfrtncG sih lue t>. JOer gehrig' getrocknete Buckstand tatf /Binde wag'4J7e Gfc>;' folglich muten 0/18 Gr. vom Alkohol aufgenommen wor- den seyn. Die mit einander vermischten alkoholischen Tincturen besassen eine grn- lieh- brunliche Farbe, und einen etwas bit- tern, wenig im Schlnde kratzenden Ge sHwasfcitS vhnem>*mr EamTct-CoMMfib; abgedampft , und hierauf mit Aether behan- delt, welcher daraus das Chlorophyll mit einer Spur von fettiger Materie aufnahm.: /f 42 De iBUekrtand Wfoj 5. Die Lsung usserte auf Lacmuspa- pier eine hchst geringe suerliche Reac- tion', mischte sich mit Alkohol in allen Ver- hltnissen ohne sich zu trben, und verhielt sich gegen 1 nachstehende Reagentien auf die beigefgte Weise. >. > . . x u t n '. b tri* lold: Aetzende u. kohlensaure Alkalien erzeug- ten darin keine Vernderung.^ '' Barytwasser brachte einen weif suchen, in Salpetersure auflsl. Niederschlag ,- und- '.I U IBRAK7 MEW YOK* BOTANICA. OAKUBN mu 3*6 357 Bleioxyl-Nitrot einen sich Kanlieii ver- haltenden Prcipitat hervor. ' .;>(' ! Eisenoxydul-Sulphat erzeugte darin keine Vernderung , - , Eisenchlorid hingegen eine gi-nliche Fr- bung der Flssigkeit. : i,) ' Basisches Bleioxyd - Acetat , Quecksilber- Oxydul -Nitrat, Quecksilber- u. Platin-Chlo- ride, u. Silber -Nitrat brachten keine merk- liche Vernderung darin hervor.' I Mit neutralem Bleioxyd - Acetate bildete ich ein geringer, weisser, in Salpetersur lslicher , Niederschlag , mit, Tannin u. Gal- lus-Tinctur eine sehr merkliche Trbung tob gelblicher Farbe, whrend Kali-Oxalat nicht die geringste Vernderung erzeugte. 6. Aus der Quantitt des harzartigen Rck- standes erhellt, dafs die wfsrige Lsung a nur 0,11 Gr. aufgelst enthalten konnte. Diese Lsung ward abgedampft ,. um zu den nachfolgenden toxikologischen Versuchen verwendet zu Werden. c) Toxikologische Versuche. V a. 1 Gran des durch Abdampfen der Lsung x erhaltenen Rckstandes wurde ab- gewogen, u. ein Drittheil davon einer "Tau- be, welcher hinter dem rechten Flgel eine oberflchliche Wunde gemacht woi-den war, in diese Wunde ein gebracht. Die Zuvor mun- ter herumflatternde Taube verbarg sich bald traurig in eine Ecke, und suchte; Her Efslust beraubt, den Kopf etat in den Nacken zu verstecken. Starke, eine Stunde lang whrende, Convulsioncn , welche sich besonders auf der , der Wunde ntgegenge- tetzten, linken Seite beobachten Hessen, be- schlossen diese Vergif tungs - Symptome. Mit dem Verschwinden derselben kehrte auch die frhere Munterkeit und Elslust der Tau- be allmhlig zurck. Nach 2 Stunde begann die Wunde etwas zu eitern, und war bin- nen kurzer Zeit wieder vllig vernarbt. V. b. 4 Gran ward einer andern, jungen, eben so rstigen Taube in einem sehr klei- nen Stckchen Brodes eingegeben. Mangel *n Efslust whrend 3 Stunden war das ein- Z1 ge Symptom , das darauf erfolgte. V. c. i Gran des harzigen Antheils der Rinde () wurde einer Taube i,n einer hin- ter dem rechten Flgel gemachte oberflch- oTA NiCM [)P.N ^- s& 359 4&e WWto*PpU * " Vt m m a nV und Simon Schaller unter meinem folgt^Vl^rMsf^irfer, tiiekt mhr betBcWicW, und baUnrieder nrerachvniDdendey Ptlptifch. EruieiterungV'..; J - iferi A kbttis* dlLao Aus den Versuchen c. u; d. erhellt , cktft, wahrsohoinlich, weil: kein absoluter, s.onr dem. nur ein Alkohol von 0,84 angewandt -worden war, ein kleiner Theil des,, jedessr Ml\s in Wasser leicht lslichen Giftes .im hafc- zigen Ah t heile versteckt blieb. I Daher audb. die gvergere, giftige Wirkung., ssjesg .mo Der giftige Bestandtheil des Urari-Sipo ist in Wasser und Weingeist, auflslich, und wird daher durch Alkalien nicht gefllt ; zu seiner isolirten Darstellung wrde vielleicht das von Boussi ngault bei dem sogenann- ten Wouraro - Gifte in uVorsehtsag : gebrachte Verfahren einschalten werden mssen. Die im Verhltnifs sehr geringe Quanti- tt der mir zu Gebote gestandenen Rinde erlaubte mir keine weiter ausgedehnten Ver- suche , einen einzigen ausgenommen, den I cU am Schlsse des Berichtes anzufhren mir Glauben werde. "Indessen habe ich doch Jen Rckstand der ersten, ursprnglichen LlBKAKT NEW YOM BOTANICAI. 360 *6i weites, mittels kochenden Wassers ,: Hyilr o- Chlorsure im verdnnten Zustande, und endlich mittels Aetzkali - Lauge zu zerlegen versucht, und auf diese Weise noch gura- migte Theile , dann ein in Wasser etwas ls- liches Halbharz, Mineral -Salze und Faser* Stoff aufgefunden. In der Asche dieses Rin- de konnte ich ine Spur Kali-Subcarbonats, dann ein schwefelsaures Salz, ein Chlorid eine Spur Eisen, aber kein Mangan, ent- decken.-' B. Betrachtung, der Rinde von Rou- hamon (Strychnos) Gujanensis. d) Physische Charactere. Die von mir untersuchte Rinde bekleide- te einen Stamm von des Dicke eines Kin- derarms, dessen Holz sehr pors war, und einen dichtem Kern umschlofs , der eben- falls ein porses Mark enthielt. Die F^ :e des Holzes war hell graubraun , ins gelblicke ziehend; die sehr rissige, mit. ungleich lau- fenden Furchen unterbrochene Rinde selbst i ' - " 1 a 11 . 1_ 1 it. e) Chemische Versuche. % 6/0 Gr. dieser Rinde, ganz auf die un- ter i. angegebene Weise mit Alkohol von 0,84$ behandelt, lieferten mir 0,35 Gr. ei- nes gelblich-graulichen, ins Brunliche spie- lenden Rckstandes von bitterm Gesehma- cke, aus welchem Aether kein Chlorophyll, andern nur eine kleine Quantitt einer fet- tigen Materie auszog. 8. Der Rckstand der ther. Behandlung Wf an Wasser nicht mehr als 0,12 Gr, ab; folglich waren 0,23 harziger, und damit ver- wandter, in Wasser unlslicher , Theile zu- rckgeblieben. Diesen harzigen Anlheil will *ch 9 , die wfsrige Lsung aber T#W,j-flo,ttrie,ault mit Qalbjs-^Tinctur Jbjldelfl .SM&Brf* naoheir ner Weile ein sprlicher /flep^igcrJPripitat. 10. Nach Beendigung dieser Versuch wurde diese Fliissfgkeit.'y zur Extrakt- Con- den tp^ikologischenjUnte^such^ngenibeaUtet- V-/..Ich wpg, wie.bej a* A ( {5ran 4ieo Bckstandes von ry ab, und bra.qhle davon ei Drittheil einer lyaubejn eineiWunde unter folgten; darauf .zuerst ein ngstliches, uti- ruhige*.Um > heiila i ufen , idnn AppeUllojigM geringe CojivMls^pnjp ,. auf, b^jden/.. Seiten, und ein gewisser Drang sich au verberge 1 Die Taube blhte sich zugleich auf , und & ganzes- Gefieder wurde mehr steh end. H' ,1 .1YXX* und wieder vernahm, man einen Klglichen, pfeifenden Ton. Diese Symptome whrten eine Stunde, lang, dann verschwanden sfe etwa 1 6 Stunden nach dem Versucht -kehrte die ursprngliche Heiterkeit wieder zurUcki Diei Wunde eiterte nicht, sondern vdraar** *e sich leicht und in kurzer Zeit. I V. g. Eine andere Taube erhielt davon- V. h. Gi\ des 'hantigen Aarleileto Jc.wur- d veiueu Caube auf die: er.whnta Weise ein* geimpft. Die darauf, ieintiQMpcUlnji^ej^ife tungs- Symptome wre den uhte# /irn>goi Seim-Sehern? Grade, kund, so diifs nacu.,4 Sl ude jede Spur von Vergiftung verschw.uii 4en war. V. i. Einer jungen Katze wurde !) Gr. die* *er harzigen* Blasse l ohne deutlich bemerk, aren Erfolg eingeimpft, sie schien nur die ursprnglichen Behand- Strychnos-Rinde mit Alkohol (7 ) Q2 ..IrtKARI >HW YOK. rtoTANICAU dAKUBW 564 365 lieferte mir noch durch Behandlung mit ke- hig.r . P F** Zu l ' nd [ U " d * fa- chendem Wasser, mit Hydrochlorsure und | * [sehr h,r.g. ConvuU.onen^ vor f gl,ch Wasser leicht lslichen .-durch basische. Ble* I gesetzten , Seite. Di Taube suchte den Kopf stoff. Die Bestandteile der Asche waren in I endlich auf die Fste nieder. Zuweilen er. und mit ihm ihr Gefieder auf, und Uefa einzelne, pfeifende Laute vernehmen. Nach 1 i Stunden begannen die Vergiftung- i ; I ffl " iiMifj'H'i Sipo nicht verschieden. namentlich des span. neuer . >. ^. - ^- ^ |eU|< D j e Wunde war in den bereitet wird, so machte ich nureing^ lJElMUnd ge linder Eiterung bergegangen, stiges Extract der Frchte von Capsicuni ^ ^.^ b ,ld ohne weitere Folgen, annuuro, das ich mit destilhrtem VVassw vergleichenden Versuch zu gegebene Weise ein. Ks erfolgten sonst sehr muntern Taube Anfangs ein u" uW RARt nHNV yokk boTA NICAL oakoB 36 a t. autgettriMeft ilillilhJt rtT e cHeinen,!-* der Gewifsheit, cipien der be* spreftea W* *ieU*il* b vrbnUoh * *;* ii(*rl*Wiu l t> e'fi gei**onlieh ind^ 'l-i ^W; .in iwthrscbeinliijhein eigentmlicher, der der I ,, "rtrii&} ' LUEj Sterben ehr nhe Verwandt ler ^ ff | ^j^hmb^^^i^ fort* rirkehder Arznei- ?!*af anderer Substanzen, namentlich d l^ Hl .[.TTTinj mTilii W'Ti't l'l i'wnfthf'iiu ergrnden, . I fae* >on;#wbaren4 ; gefahrdrohenden %' t rrTT- 1 3 rT-TI TLSllilJ .tten, nicht mglich S**^*"**"" I ticWHlib Li*i*n. ,AUichiikamv fci4 angefhrten, mit pedantischer GenauigKe i UlBR ' r * 6 TANlCAk aAROEW New York Botanical Garden Library 3 5185 00251 9054